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Elweb Infra
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Manfred aus ObB, Peter Dambier

Stromspeicher

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 20.10.2013 05:32

Auf Alkalimetallen beruhende Batterien sind extrem brandempfindlich und können nicht mit Wasser gelöscht werden, wenn sie eine gewisse Größe überschreiten. Es ist ein Irrtum, zu glauben, nennenswerte Strommengen könne man gefahrlos in Natrium-Chlorid (Zebra) oder Lithiumspeichern unterbringen.
Mit allem, was Geld bringt, wird aber notfalls die gesamte Bevölkerung bearbeitet, die dann auch noch daran glaubt.
Luftdrucktiefenspeicher funktionieren, sie sind bereits im Betrieb, sind aber auf russisches Erdgas angewiesen.

Ungleich preiswerter und größer sind jedoch die künstlichen, potentiellen Stauseen in der rheinischen Tiefebene und in der Lausitz, die ausgebaggerten Braunkohlegruben. -zig MWh lassen sich dort in Form von potentieller Wasserenergie speichern, der Rhein bietet dazu ein unerschöpfliches Reservoir, wenn man die Fallstrecke von 400 Meter Tiefe nutzt, um Turbinen zu betreiben. Leitet man nur 1000m³ pro Sekunde von den durchschnittlich 3000m³/s Wasserführung ab, so ist der Tiefensee erst nach ca 6 Millionen Sekunden gefüllt, das sind 70 Tage, in denen dauerhaft ca 2 Gigawatt Strom erzeugt werden.

Ich habe bereits sehr viel Werbung für diese Speicherlösung gemacht, die bei den Betreibern der Braunkohlengruben verständlicherweise auf wenig Gegenliebe stößt. Man will weiter den teuren Solar- und Windstrom für jetzt wieder knapp 4 Cent die kWh kassieren und keinesfalls Zwischenspeicher für alternative Energie. Das könnte zur Konkurrenz werden, die auch von der Autoindustrie gefürchtet wird.

Fehler gemacht: dies sollte ein Erweiterungsbeitrag zu "russische Verhältnisse" werden.

Es existieren übrigens Pläne, europäisches Flusswasser aus Rhein und Rhone bis in die sahara zu leiten. Dabei würde man auch in eine Vielzahl von Seen umpumpen, die ähnlich viel Energie entlang der geplanten Stromtrasse für das Solarprojekt Desertec speichern können. Der Braunkohlengrubensee ist ungleich preiswerter.
Der für die Sahara ungleich preiswerter anzuzapfende Fluss ist der nähere Kongo mit seinen 40.000m³ sekündlicher Wasserführung.
Dies würde die Sahara in ein grünes Paradies verwandeln, mit allerdings dann weniger Sonnenscheindauer.
Der Wüstengürtel bis nach China hinein wäre damit ebenfalls begrünt, an den vielen Bergmassiven würde das Regenwasser Wasser in vervielfachter Form Turbinen antreiben. Energiequelle: Sonnenwärme.
Bangla Desh würde allerdings endgültig im Südwestmonsun ertrinken.

Verbrennungskraftwerke? Wer braucht die dann noch?

Antworten:

Zitat
Bernd Schlueter

Ungleich preiswerter und größer sind jedoch die künstlichen, potentiellen Stauseen in der rheinischen Tiefebene und in der Lausitz, die ausgebaggerten Braunkohlegruben. -zig MWh lassen sich dort in Form von potentieller Wasserenergie speichern, der Rhein bietet dazu ein unerschöpfliches Reservoir, wenn man die Fallstrecke von 400 Meter Tiefe nutzt, um Turbinen zu betreiben. Leitet man nur 1000m³ pro Sekunde von den durchschnittlich 3000m³/s Wasserführung ab, so ist der Tiefensee erst nach ca 6 Millionen Sekunden gefüllt, das sind 70 Tage, in denen dauerhaft ca 2 Gigawatt Strom erzeugt werden.



Setzen nochmal Rechnen.

Die 400 m Faltiefe liegen nur in den ersten Minuten an, die Gruben sind meist Trichter ähnlich.
( Eventuell bist Du deshalb auf den Trichter gekommen ) die Fallhöhe ist also komplett
genutzt ( wäre Blödsinn ) ein Produkt aus den das aus den rechnerischen Schwerpunkt zu bilden ( also weniger als 200 m ) und somit technisch wenig Wirtschaftlich.

Wirtschaftlicher wäre ein Nutzhöhe von 350m bei entsprechend verringerten Speichervolumen.

von Manfred aus ObB - am 20.10.2013 10:24
Für die Shahra Version hätte ich Interessenten. Einzige Bedingung, es darf nicht realisierbar sein. Geld spielt keine Rolle.

von Peter Dambier - am 20.10.2013 10:26
Zitat
Peter Dambier
Für die Shahra Version hätte ich Interessenten. Einzige Bedingung, es darf nicht realisierbar sein. Geld spielt keine Rolle.


[www.datum.at]

von Manfred aus ObB - am 20.10.2013 10:51
Die Bevölkerung Afrikas nimmt jeden Tag um eine Million zu. Wenn die Hunger bekommen, wirds realisierbar.
Am Braunkohlensee verzichten wir auf den Früchtekorb der barbusigen Afrikanerin. Da genügt es, wenn die Münchnerin im Dirndl der vertriebenen Garzweilerin eine Weißwurst reicht.

Das längst beschlossene Obangi-Projekt zur Wiederauffüllung des Tschadsees war längst finanziert und wäre ebenso lange schon verwirklicht worden, wenn die Afrikaner nicht laufend Kriege führen würden. Klar, unsere mischen da heftig mit. Söldnerarmeen, sehr oft Deutsche.

Obangi oder Transaqua. Noch ist Afrika wegen der dauernden Kriege unterbevölkert.

Was uns an Infrastruktur bei elektromobilen Ausflügen in Afrika erwartet, könnt Ihr diesem Reisebericht entnehmen.

Fahrt über den Obangi und Kongo

Ich denke, es lohnt sich, genauer zu lesen, um sich eine Vorstellung zu machen. Deutsche Diplomaten verhalten sich übrigens im Ausland häufig so, wie die kongolesischen Beamten im Bericht. Siehe deutsche Botschft in Nepal.

Warum Afrika unterbevölkert ist, geht aus dem Bericht hervor. Infrastruktur?

von Bernd Schlueter - am 20.10.2013 19:22
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