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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter

Berliner Träume

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 04.11.2013 12:59

Knapp ist das Volksbegehren in Berlin gescheitert, das zum Ziel hatte, das städtische Stromnetz von Vattenfall zurückzukaufen und dieses nach und nach auf weitgehend alternative Energie umzustellen.
Nun muss man einen anderen Weg beschreiten:
Seit Anfang dieses Jahres dürfen wir uns in Verbrauchergemeinschften zusammenschließen, die auch gemeinsam Blockheizkraftwerke, Solardächer und sonstige alternatve Energiequellen steuer- und abgabenfrei nutzen dürfen. Nur öffentliche Grundstücke und Straßen dürfen wir nicht überschreiten, dann müssen wir für jede darübergeleitete kWh 24,5 Cent (so viel kostet es bei RWE, ich habe die Vattenfallpreise nicht zur Hand) bezahlen, wohlgemerkt, für den umweltfreundlich gewonnenen Strom. Bisher werfen die BHKW-Besitzer den nicht selbst sinnvoll verbrauchten Strom praktisch weg,

In Hamburg ist hingegen das Volksbegehren durchgekommen. Was daraus gemacht wird, weiß ich nicht.

Mein Plan ist aber, eine Gemeinschaft zu finden, die nur aus unmittelbaren Nachbarn, zwischen den Straßenzügen, besteht, die dann zusammen ein auch lohnendes BHKW-Projekt , unter Einbeziehung von Solaranlagen und einer Wärmepumpe betreiben, so, dasst es Schule macht, um dann schließlich auch Druck auszuüben, dass beim Wurf des Kabels auf die andere Straßenseite keine Gebühren mehr fällig werden.Zur Zeit macht man sich dabei strafbar, das ist Steuerhinterziehung, ohnehin Verstoß gegen die Monopolrechte aus der Hitlerzeit und mit furchtbarer Bürokratie und Kosten verbunden, wenn man die Erlaubnis überhaupt bekäme. Eine Gemeinde mit eigenem Netz kann dieses Gefüge aber durchbrechen. Stromtankstelle: Untereinander darf man den Strom austauschen, es gehört Verwaltungsaufwand dazu, und vor allem Absprachen, damit die
Bilanzregelung funktioniert. Sprich, der Abgleich von Angebot und Nachrage. Sprich, die Drehzahl des Staubaugers geht proportional zur Windgeschwindigkeit, Waschen und Kochen nur, wenn die Sonne scheint usw. Sonst muss man teuren Strom zukaufen.

Wenn wir dann ganz viele werden, können wir extrem viel Regelleistung zur Verfügung stellen und werden damit für die vier großen Monopolisten und damit unsere Regierung interressant, die dann nicht mehr lügen muss, sie wolle die Energiewende, sondern sie wird gezwungen sein, ihren Worten ein wenig Wahrheit zukommen zu lassen.

Auf das nur für uns teure EEG können wir dann verzichten. Es würde nur dazu führen, dass wir überschüssigen Strom in Stromvernichtungsanlagen, sprich, verbotenen Direktheizungen verbraten, um an das Umlagegeld der anderen zu kommen. Darauf sollten wir wirklich verzichten. Trotzdem rechne ich dann mit einem Strompreis , der zwischen 15 Cent und 30 Cent schwankt. Letzterer nur, wenn es warm ist, die Sonne nicht scheint und wir den Strom zukaufen müssen. Übrigens, den dürfen wir nicht einfach bei unseren Freunden von der anderen Straßenseite holen. Die bekämen dann nur 3,2 bis 4 Cent von uns, weil der Strom am Straßenrand in den Besitz von Finanznamt und EVU übergehen würde, mit der EEG-Umlage belastet und unendlich viel bürokratischen Ärger und Prozesse nach sich ziehen würde. Denn die EVUs zahlen nicht und halten das wenige zustehende Geld oft jahrelang zurück.

Übrigens, ein Tip, die anfängliche Rückerstattung der Mehrwertsteuer lohnt fast immer nicht, die muss man nacher vielfach zurückzahlen.

Antworten:

Nach dem bisherigen Abstimmungsergebnis rätsele ich, ob viele noch der Insellösung anhängen...
Motto. Wir haben einen Staat, aber keiner geht hin...

von Bernd Schlueter - am 11.11.2013 11:54
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