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Elweb Infra
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vor 4 Jahren
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vor 3 Jahren, 9 Monaten
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Thomas Pernau (Ion), Bernd Schlueter, tirol-adria, i-MiEV, Peter Dambier

Süd-Ost-Asien und die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 27.11.2013 08:44

Die Bevölkerungsdichte und der Verkehr in den Süd - und Ostasiatischen Metropolen sit sehr viel dichter als bei uns, obwohl die Bevölkerungsdichte der Länder meist deutlich geringer ist.
Sehr viel Transpotleistung geschieht noch zu Fuß oder mit Pedalantrieb. Entsprechend leicht und langsam sind die meisten Transportmittel. Ideale Voraussetzungen fü.r eine Elektrifizierung der Antriebe, bzw einer elektrischen Unterstützung. Zu allem Überfluss sind meist Wasserenergie und Sonneneinstrahlung überreichlich vorhanden, da ist es zu verstehen, dass Buthan sich für eine volle Elektrifizierung des Verkehrs entscheidet.
China, das die Antriebe liefern wird, wird mit Sicherheit dem Beipiel folgen, obwohl das Land sehr viel weitläufiger ist und eine weit geringere Bevölkerungsdichte als unser Land aufweist.
Der Eisenbahnbau bzw andere schnelle Züge dürften hier ein wichtige Ergänzung sein, noch kohlenbetrieben, in Zukunft auch ausschließlich elektrisch.
Ich halte das Weltklima schon für gerettet.
Wenn unsere Regierung auch endlich daran geht, die Vergeudung der Abwärme in Großkraftwerken zu verhindern und das Stromnetz für den freien Energieaustausch freigibt, werden auch die USA folgen.
Öl wird jedenfalls nicht mehr benötigt. Kohle nur zur Deckung der verbleibenden Lücken, vor allem im Sommer, wenn die Blockheizkraftwerke stehen. Vor diesem Hintergrund hielte ich die Umwandlung der Zeitbgrenzung für den Betrieb der Kernkraftwerke bis zu einem festgelegten Datum in eine tasächliche Betriebsdauer für sinnvoll. Das bedeutet zwar über 50 Jahre Weiterbetrieb, aber es stehen jede Menge Pausen für die oft versäumte Wartung zur Verfügung. Es muss dann nicht mehr verschwiegen und gelogen werden.

Wichtig für uinser Land ist nun der Aufbau eines freien zusötzlichen Stromversorgungsnetzes, nachdem unser bisherige Regierung die Stromnetze "verschenkt" hat, sprich, für die Heuschrecken Monopolrechte eingeräumt hat, die zu horrenden Preissteigerungen und zum Stop des Ausbaus alternativer Energie führten.

Wir sollten uns nicht selbst belügen, sondern den Tatsachen ins Auge sehen.

Wir sollten dann auch mal darüber nachdenken, ob wir unseren Stromverbrauch einschränken sollten, wenn weder BHKWs Strom einspeisen, die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.

Südostasien ist da besser dran.

Wenn unsere Regierung so fortfährt, wie bisher, werden wir noch der Schmutzfink der Welt werden.
Ja, vor allem dank angeblich "grüner" Politik.

Antworten:

Zitat
Bernd Schlueter
...
Der Eisenbahnbau bzw andere schnelle Züge dürften hier ein wichtige Ergänzung sein, noch kohlenbetrieben, in Zukunft auch ausschließlich elektrisch.
Ich halte das Weltklima schon für gerettet.
...


Ja ich genieße das auch immer im Feuerwagen von Shanghai nach Wuxi zu fahren, 200 km in 40 Minuten. Sind halt noch mit Kohlen befeuerte Shinkansens oder ICE3s. In Zukunft geht das sicher noch schneller. Derweil vertreib ich mir die Zeit mit 3G Internet im Zug. In Süddeutschland kann man auf dem Weg von Weißwurscht City nach Rommelstadt noch nicht mal richtig telefonieren.

Das Weltklima halte ich auch schon für gerettet im chinesischen Tiefland. Es wurde ein gelblich-braunes Sonnenrollo installiert von Beijing bis runter nach Ningbo dadurch reduziert sich die Erderwärmung schon erheblich. Gleichzeitig sorgt es dafür dass die Überbevölkerung dort an der guten Luft verreckt.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 27.11.2013 10:04
:spos: ;)

von i-MiEV - am 27.11.2013 10:17
Hallo Bernd,

wie stehts eigentlich mit Taiwan, ist das auch Südostasien?
Ich denke schon.
Momentan fräsen da noch die Zweitakter durch die Gegend und rauben den Stadtbewohnern den letzten Nerv. Im Mittelland geht das viel leiser weil weniger Geld. Elektromobilität ist die Mobilität des kleinen Mannes. Die elektrischen Kleinfahrzeuge sind billige Massenware. Bitte das nicht negativ auslegen, es handelt sich um durchaus ausgereifte, einigermaßen standardisierte Komponenten. Ladegeräte, Controller und Akkus verschiedener Hersteller sind miteinander kompatibel. Die modernen 'Kleinwagen' (小车) sind mit 48-60V Synchron-Radnabenmotoren ohne Getriebe unterwegs. Das war möglich nachdem die zunächst eher Pedelecs ähnlichen elektrifizierten Fahrräder immer kleinere Räder bekamen. Die Entwicklung ging von 26" zu 12". Die kleineren Räder können incl. Federung besser in Fahrwerke mit niederer Sattelhöhe integriert werden. Das wird als bequemer empfunden und auch so beworben. Die Fahrzeuge sind jetzt meist Roller (ähnlich), so um die 120 kg schwer bei bis zu 120 kg Zuladung. Mittlerweile werden auch die alten Lastkarren mit DC-Motoren und Digitalsteuerung (Strom an-aus) durch Dreiräder mit zwei Radnabenmotoren hinten ersetzt. Die Pritsche wird niedriger, so auch der Schwerpunkt und mit Standardkomponenten sind 1 kW Antriebsleistung möglich. Diese Fahrzeuge sind übrigens immer noch Fahrräder, aber sie müssen eine Art Versicherungskennzeichen haben. Als Fahrräder haben sie immer noch Pedale für den 'Notfall'. Der tritt immer noch recht häufig ein denn BMS und Restkapazitätsanzeige sind noch nicht so ausgereift.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 27.11.2013 12:45
Oh Thomas, warst Du schon "mitten" drin? Das wäre wirklich was, wenn wir das Land elektrifitzieren, genau in der Art, wie ich es schon immer vorhabe. Bei uns wären die Acker- und Waldwege sogar für den lautlosen und sauberen Verkehr freigegeben.
Die schwarzen Wolken aus den Fabriken da oben bekommen wir dann auch noch weg.

Was mir aber noch Sorgen macht:

"In China lebt sich bös, wenn da mal ein Chines' gestohlen und stibitzt, den Bauch kriegt aufgeschlitzt" und dann werden die Organe entnommen und meistbietend verscherbelt.

Das wäre ein Grund, nicht dorthin zu gehen, aber sonst? Bhutan wäre sonst auch eine Lösung.
Da wäre es einfacher und überschaubarer, anzufangen. Die Chinesen machen doch eh alles nach...und erst danach wir auch. Gegen die SUVs und die verlogene Energiepolitik unserer Bundesregierung kommen wir eh nicht an.

von Bernd Schlueter - am 28.11.2013 04:16
Hallo Bernd,

bis auf Henan sind die Chinesen eher friedliche Zeitgenossen.
Bzgl. Strompreis sind deren Schmerzen gering, der bewegt sich im Bereich 7-8 cent die kWh, Nachtstrom etwa die Hälfte. Haushalte mit hohem Verbreuch zahlen einen Aufschlag, zweistufiges Modell, die Schwellen liegen bei 3120 kWh/Jahr (=260/Monat) und 4800 kWh/Jahr (=400kWh/Monat).
Stromproduktion und Verteilung ist in staatlicher Hand. Wenn der Stromverbrauch weniger als 10% p.a. steigt dann schieben die Wirtschaftsweisen Panik denn Stromverbrauch gilt als Maß für Produktivität. Trotzdem werden Energiesparmaßnahmen gefördert, z.B. Energiesparlampen und Standardisierung der Ladegeräte für Mobiltelefone.
Im Privaten Bereich gibt es Infrastruktur für Ladung von Elektrorollern u.ä. in Gemeinschaftsräumen der Wohnhäuser. Die Ladegeräte ziehen aber nur 1-2A d.h. die Leitungen sind insgesamt nur auf 10A für 10 Anschlüsse oder so ausgelegt. Schwere Elektrofahrzeuge wie bei uns könnten sich Normalverbraucher gar nicht leisten und auch gar nicht laden, dafür ist die vorhandene Infrastruktur zu schwach.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 28.11.2013 07:57
Das sind ja ideale Voraussetzungen für meine Pläne- und ich brauche ja gar nichts mehr dabei zu tun...Nepal ist damit auch schon so gut wie elektrifiziert und dann könnte ich höchstens noch etwas tu, um Kleinwasserkraftwerke publik zu machen. damit stieß ich schon damals in Nepal auf wahre Begeisterung. Die Leute hatten auch abends noch Licht. Der abgewickelte Kupferdraht eines einzigen Netztransformators versorgt einen Teil de3s Bergdorfes mit Strom, die Auto-Lampen brannten dann Tag und Nacht. die ganze Himalayaumgebung könnte kostenlos tanken.
Zum Glück sind dort keine Monopole, die einem jedweden Energietransport strikt verbieten, wie bei uns.
Wenn wir eine Energiewende durchführen können, dann in Südostasien.
In den nördlicheren Regionen können wir die Blockheizkraftwerke ausbauen. Ohne jeglichen Energieverbrauch gibt es den häuslichen Strom dann kostenlos.Denn der Strom erzeugt im Haus die gleiche Wärme, wie Heizenergie verbraucht wird.
Im Gegensatz zu uns hier ist der private Ausbau der Infrastruktur erlaubt, bei uns kommt man ins Gefängnis. In China und anderen Ländern, teilweise auch USA und in einigen europäischen ländern, darf jeder sein eigenes Infranetz an den vorhandenen Masten aufbauen, ebenso von Haus zu Haus und quer über die Straße. Ich hatte früher mein eigenes Netz mit meinem Freund auf der gegenüberliegenden Seite der Straße, so dünn, dass es lange nicht bemerkt wurde, dann wurde mit der Polizei gedroht.


Es ist unsere Bundesregierung, die mit den Monopolgesetzens von Adolf Hitler jegliche Energiewende verhindert, das sollten wir uns einmal klar machen. Da ist man in Asien viel liberaler.
Gegen unsere Energielobby sind wir da machtlos. Ich habe noch mit angesehen, wie sie bei uns im Schwarzwald die Kleinwasserkraftwerke zwangsweise geschlossen hatten.

Die Lobby in Fernasien übt allenfalls ihr Monopol über unseren Körper aus, wenn wir straffällig werden, schneidet uns die Organe aus dem Körper und verhökert sie.
Bei uns bereichert man sich eher auf die feine, energetische Art.

3300 Renminbi, 265 Euro Jahresverdienst in Henan. Demnach ist der Strom relativ gesehen, doch noch ziemlich teuer.
Weit über Harz4 liegt der Prokopfverdienst pro Arbeiterfamilie bei uns ja auch nicht mehr.
Nicht jeder kann sich das elektrische Zweitauto leisten und mit dem Fahrrad wird man in Düsseldorf totgefahren.

Ich muss trotzdem mal ins Zweiradforum und mich nach bewährten Umbausätzen für Fahrrräder umsehen.
Sag nur, Du hast 漢字 gelernt?

von Bernd Schlueter - am 28.11.2013 11:52
Zitat
Bernd Schlueter
Sag nur, Du hast 漢字 gelernt?


Ich arbeite dran... VHS Ulm Chinesischkurs Grundstufe 2

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 28.11.2013 12:04
[de.wikipedia.org]

Karin und ich haben ihn schon im Original (französisch) und deutsch genossen. Wegen der Ausbeutung / Ersatzteillager Mensch.

Nachdem wir in einem Bunker auf Beveland waren, die Heizung war kaputt - nein war sie nicht, die wurde nur für was anderes gebraucht, die zwei Öfen, ...

Also bei uns gibt es sowas auch, im Land wo Wohnwagen und Anhängerkupplung erfunden, weil das eine ohne das andere keinen Sinn macht.

Aber Schlitzaugenlandessprache - alle Achtung. Ich hatte mal einen Cheff, der hat gemeint Sprechen ganz einfach nur Schreiben und Lesen nix für runde Augen. Dann hat er mir fünfmal das selbe Wort gesagt, ich habe drei verschiedene Betonungen herausgehört, es waren aber fünf und am Schluß waren es acht verschiedene Worte die ich nicht auseinanderhalten konnte. Das war vor dem Hörgerät. Portugisisch kann ich inzwischen hören, manchmal auch etwas verstehen.

Mein Cheff konnte nicht anders, im Chinarestaurant mußte er unbedingt auch in der Landessprache bestellen. Hat aber niemand verstanden. Nach mehreren Versuchen hat er einen Vulkanausbruch in einer ganz anderen Sprache losgelasssen und da kam die Bedienung quer durch den Raum auf ihn zugflogen. War irgendein Hafendialekt das Essen ging aufs Haus und das Vogelgezwitscher für den Rest des Abends hat uns niemand übersetzt. Aber gut war das Essen.

Warum muß ich jetzt an Mennekes Stecker denken?

Rund, fünf Pole, schwer isses bestimmt nicht, aber wie kann ich das im richtigen Dialekt bestellen?

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 28.11.2013 20:02
Herr Schlüter,
in Deutschland werden e-Autos lächerlich gemacht "brennende Autos brauchen wir nicht" so in etwa der VW-Chef.
Mein Schwager hat einen Tesla S und ist begeistert. Lars Thomson spricht eine deutliche Sprache.
Ich habe unter www.tirol-adria.com im Teil C durch Erneuerbare, e-mobility, Strom- und Datenleitungen das Projekt Wasserstraße Donau-Tirol-Adria ergänzt. Durch den Alpenkanaltunnel fahren 2 Systeme, und zwar: Binnenschiff und Hängebahn, womit der gesamte Querschnitt des Tunnels genutzt wird. Sie sagen, daß ein neues Stromnetz erforderlich ist. Was sagen Sie zu meiner Kobination PV-Überdachung über Straßen und Flüssen mit Stromleitungen und sogar Fahrleitungen für E-Fahrzeuge?Könnte der Gleichstrom in der erforderlichen Spannung vom PV-Dach direkt erzeugt werden?
Gruß aus Südtirol

von tirol-adria - am 16.03.2014 21:53
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