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Elweb Infra
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26
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Hotzi-47, el El, Martin Heinrich, Herbert Hämmerle, R.M, Michael Hu, Bernd Rische, thegray

schwache Typ 2 Tankstellen?

Startbeitrag von el El am 22.02.2016 19:57

Hallo,
bin neben 100 anderen Dingen grade damit beschäftigt, leichte, regelbare Schnelllader anstatt der Hps zu bauen. Die Aufnahmeleistung ist max 5,4 kw pro Phase bei 4kg. Das dann 3x. Kann das die schwächste Typ 2 Tanke ab? Wenn nicht, kann ich damit etwas beschädigen oder schaltet die Ladestation einfach ab? Und wenn nicht, woher weiß ich die Max. Leistung der Tanke?
Dankeschön!

Antworten:

Nun gehe mal von aus das dort normale Wechselstromtechnik verbaut verbaut ist.

Also mein letzter Stand (ist schon lang her)

Also Grundlegend ist es so - Durch die Kodierung und PWM je nachdem wird durch den internen Kontroller entweder 16 oder 32A Schütz mit der entsprechenden Absicherungen "auf"geschaltet wie es bei dir im Sicherungskasten oder DSK auch drin ist. Wenn du also über deinen Stecker 16A Signalisiert und dann mehr ziehst werden im einfachsten Ausführung die Sicherungs-Automaten reagieren (versteht sich das die Box natürlich selbstrücksetzend)....

von thegray - am 23.02.2016 08:41
Hallo Konstantin,
die schwächste Typ2 liefert Dir tatsächlich nur 230V 16A einphasig = 3,7 kW. Noch schwächere habe ich nicht gefunden. Vergewissere Dich auch im LemNet oder bei goingelectric Ladestationen. Diese schwachen Stationen gibt es für meinen Geschmack viel zu häufig.
Die nächste Stufe ist dann 16A dreiphasig, also rund 11 kW. Ganz ok, aber 22 kW wären mir lieber als Standard.
Dann gibt es als Buchse an Ladestationen oder Wallboxen oder so 32A dreiphasig, also rund 22 kW. Das ist eigentlich Quasi-Standard. Leider kann nur der ZOE diesen Standard nutzen. Eine Schande für die deutschen Autobauer. Ich kann das leider nicht oft genug sagen, daher erwähne ich es auch hier.

Das sind jeweils die max. Leistungen, die sie abgeben können. Ja nach Auto und Ladegerät und Akkustand darf und kann und wird natürlich auch mal weniger entnommen.

Als Steckerversion mit Kabel fest an der Säule gibt es auch dreiphasig 63A bzw. rund 40 oder auch bis 47 kW Ausgangsleistung. Bei Leistungen über 22kW muss das Ladekabel fest mit der Ladestation verbunden sein. Das sind dann die üblichen Schnellladestationen, die meist auch CCS und Chademo je 20 kW (Aldi, E8) oder 30 oder 50 kW bieten. Wer hier Typ2 40 kW AC "zapfen" will, braucht also eine Buchse, entweder im Fahrzeug oder per eigenem Adapter.

Gilt für Deutschland. Keine Ahnung, ob es im Ausland noch schwächere Typ2 Stationen gibt.
An den Typ2 mit 32A (22kW) zieht z.B. ein BMW i3 max. 32A einphasig, also max. 7,4 kW. Warum solche Schieflast erlaubt ist, weiß ich nicht, wird aber gemacht.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 23.02.2016 14:08
Danke Euch!
Wenn die Box 16A kann und ich 32 signalisiere, geht dann gar nichts, oder kann ich zumindest die 16 ziehen?

von el El - am 24.02.2016 05:10
Hallo Konstantin,
meiner unmassgeblichen Meinung nach sollte dass dann nicht gehen, da die Box eine Überlast befürchtet und dann lieber den Ladewunsch abweist.
Umgekehrt sollte es gehen: Box kann 32A aber ich signalisiere, dass ich nur 16A brauche. Würde jedenfalls technisch Sinn machen, da die Box dann mit Sicherheit nicht überlastet wird.

Genau weiss das sicher Henning Bettermann, der hat sich eingehender mit dieser Frage beschäftigt. Bekannt auch unter "Bettermann Adpater" oder als zweiter Vorsitzender der Isor. Weiss nicht, ob er hier mitliest.

Und nochwas: Leider gibt es eine grosse Vielfalt an Ladesäulen. Manche halten die Standards ein, andere nicht so gut. Letzlich hilft nur ausprobieren, denn es wird immer wieder über unterschiedliches Verhalten berichtet. Typisches Anfangsverhalten neuer Technologien. Ich hoffe, dass das alles in Zukunft besser und zuverlässiger funktioniert. Schaun wir mal, wie es bei ALDI Süd, IKEA und Tank und Rast nach einer Weile läuft. Bisher klingt es alles vielversprechend.

Und nach Anregungen von Kollegen noch eine Ergänzung zu meiner detailierten Auflistung der Boxen und Lademöglichkeiten:
Einige alte Smart hatten anfangs noch als Option die 22kW Ladegeräte drin. Einer zumindest ist mir bekannt, der das hat und sehr zufrieden damit ist. Daimler hat - soviel ich weiß - in der Elektro-B-Klasse auch 11kW Ladegeräte verbaut.
Ansonsten gibt es außer dem ZOE kaum E-Autos, die standardmäßig 22kW Typ2 können. Über Adapter wie die Designwerk-Box gehts natürlich, dann auf CCS und/oder Chademo. Oder von Kreisel Electric der Sondereinbau des Brusa 22kW Laden in einen Nissan Leaf. Find ich super, kostet natürlich etwas.
Die bisherigen ZOE können über ihre TYP2 Buchse auch die Typ2 Anschlüßsse der Schnellladestationen nutzen, dann bis 63A / 40 kW oder so.

Chademo und CCS könnten auch 100 oder 125 kW liefern. Wenn es denn Ladestationen geben würde. Auf der ECARTEC München 2015 waren die schon gezeigt, z.B. am Stand von Chademo und mit einem Kia Soul dran. Natürlich nur Chademo Verbindung. Möglicherweise hat KIA die dann bei sich aufgestellt (so wird berichtet). Ob sie permanent istalliert ist, ist die Frage, außerdem ist zu klären, ob die nur für eigenen Bedarf ist oder man man als nicht KIA dran kommt. Allerdings gibt es wohl kaum ein Auto, das mehr als 50 kW zieht.
Wieviel TESLA Model S über seinen Chademo auf TESLA TYP2 Adapter ziehen könnte, weiß ich nicht. Das können Tesla Spezies wohl besser beantworten. Tesla sind nach meinem Wissenstand die einzigen, die über die TYP2 Dose auch Gleichstrom übertragen, sowohl vom Supercharger als auch über den Chademo Adapter.

Typ2 Anschlussvarianten
In der Norm war das mal drin, kann man bei wikipedia nachlesen. Nachdem Tesla das gemacht hat - so vermute ich - hat man es aus der Norm wieder rausgestrichen. Chademo und CCS läßt grüssen. Ich finds genial, mit einem Stecker alles zu können. Tesla hats vorgemacht.
Wikipedia Erklärungen des Typ2 Ladesystems

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 24.02.2016 10:22
Hallo,

am Anfang waren Buchsen im Auto und dazu passend Stecker am Anschlußkabel Ladesäule.
Serie ist doch jetzt Stecker am Auto und Kupplung an der Ladesäule.
Mit etwas Geschick und kleinem Trick um den CP zu verbinden kann man wohl mit seinem Typ 2 Stecker am Adapterkabel daran laden.
Hab ich aber noch nicht probiert und soll auch keine Aufforderung sein, denke das ist nicht normenkonform.

Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 24.02.2016 10:40
Zitat
Martin Heinrich
Hallo,
Mit etwas Geschick und kleinem Trick um den CP zu verbinden kann man wohl mit seinem Typ 2 Stecker am Adapterkabel daran laden.
Gruß
Martin


Was genau ist der Trick, was ist CP?

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 24.02.2016 14:52
Hallo Roland,

CP (Control Pilot) ist der kürzere Pin im Typ 2 Stecker und der bekommt bei der (nicht normenkonformen) Verlängerung der Leitung keinen Kontakt zur Kupplung.
Also muß man da irgendwas mit dazu fummeln, denke am besten geht es mit einer Feder die in den Buchsenkontakt eingeführt wird.

Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 25.02.2016 10:58
Hallo Martin,
ist es wirklich so, dass bei Typ2 Stecker auf Typ2 Kupplung die Signalpins - also der CP - keinen Kontakt mehr haben. Was soll denn der Schwachsinn. Sage mir (oder schreib es), wenn es wirklich so ist. Das würde an meinem Grundverständnis von Steckverbindungen rütteln. Voreilende Pins ja, das hat seine Berechtigung, aber gar keine Verbindung?
Und wie genau soll Dein Adapter aussehen? Von was auf was? Du weißt wie ich um die riesige Vielfalt der Möglichkeiten und Anforderungen.

Ich überlege gerade an den Bau oder Erwerb eines Adapters von Typ2 (von der Ladesäule) in mein Auto, also auf CEE rot 16A (also Kupplung). Meinen Berlingo will ich mit CEE rot 16 A, also gut für 11 kW, ausrüsten. Solch ein Adapter ist sicher kein Problem und für unter 200 Euro realisierbar, aber fertig beziehbar. Will den Berlingo dann dreiphasig an Typ2 laden können. Zuhause direkt an CEE rot 16A. Hab ich an meiner privaten Stromtankstelle bereits 2003 installiert.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 25.02.2016 18:56
Warum denn das?
Unbegeiflich!
Ich hab mir so einen Stecker gekauft:
Ladestecker
Muß ich bei dem auch den pin mit einer Feder verlängern?

von el El - am 25.02.2016 19:05
Hallo,

so einen Dostar hab ich auch, viel Spaß schon mal beim Brutzeln.
Damit kann man ganz normal an einer Ladesäule mit Typ 2 Buchse laden wenn man die Beschaltung im Stecker richtig gemacht hat, das Anforderungsprofil der Säule kennt und es entsprechend bedient.

Was Roland angesprochen hat ist die Lademöglichkeit an einer Säule mit festem Kabel über einen Adapter. Da das im Reglement nicht vorgesehen ist wurde es so konstruiert das eine "Verlängerung"
von Kupplung auf Stecker nicht möglich ist. Es soll ja eben direkt ins Auto gesteckt werden.

Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 26.02.2016 08:50
Danke für die Klärung. Das mit den fehlenden Pin gilt also nur für die 43 kW Schnellladestecker.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 26.02.2016 11:43
Zitat
EMobile plus solar
Danke für die Klärung. Das mit den fehlenden Pin gilt also nur für die 43 kW Schnellladestecker.

Gruss, Roland


Hallo Roland,
es gibt auch Säulen oder Wallboxen mit niedrigerer Leistung und fix angeschlossenem Kabel. Überall dort, wo eine Typ2-Buchse an fixem Kabel nicht wie vorgesehen direkt ans EV gesteckt wird, sondern auf den Typ2-Stecker eines Adapterkabels trifft, klafft eine Lücke in der CP-Verbindung.

von Herbert Hämmerle - am 26.02.2016 18:34
Hallo

Deshalb statt Stecker Einbaustecker dann gehts.

Gruß

Roman

von R.M - am 26.02.2016 21:44
Ich versteh nur Bahnhof..
Was ist denn der Unterschied zwischen dem Stecker, den Martin und ich haben und dem Stecker eines Adapterkabels?

von el El - am 26.02.2016 22:45
Hallo Herbert, hallo elEl,
danke für eure Beiträge und Fragen.

Ja Herbert, nach etwas Nachdenken kenne ich auch eine Menge Wallboxen, vor allem für die heimische Garage, die ein fest angeschlossenes Kabel mit einer Buchse am Ende haben und weniger als 43kW bieten. Alles von einphasig 230V 16A bis zu dreiphasig 32A wird hier angeboten. Schwächer als einphasig 16A habe ich im Markt noch nicht gesehen. Wo gibts die?

Und el El: So wie Dir gehts mir langsam auch. Ich versteh bald nur noch Bahnhof, oder durch die vielen Beiträge sind jetzt alle Klarheiten beseitigt.

Daher habe ich nochmal bei wikipedia die Normen aufgerufen und etwas weiter geklickt und gesurft. Geholfen hat mir ein Bild der Verbindung am Auto und dem Teil, was man reinsteckt, siehe hier: Steckerteil im Auto, Buchsenteil am Ladekabel
Nu isses mir klarer geworden, was Stand der Technik ist: wie im Bild gezeigt ist im Auto ein Teil mit Steckerpins, am Ladekabel eine Kupplung mit Buchsen. Was am anderen Ende des Ladekabels ist, sollte unerheblich sein. Möglich sind nur Festanschluss, siehe oben, oder ein Stecker, der in die Ladestationen gesteckt wird. Das ist dann das normale Typ2 Ladekabel, was von einphasig 16A bis dreiphasig 32A eigentlich alles können müßte. Um das sicherzustellen, dienen jedenfalls die Signalpins CP und PP, Beschreibung siehe wikipedia.

Um sich ein Verlängerungskabel bzw. Adpapter zu bauen, der das CP Signal sicher überträgt, muss man sich wohl "nur" eine Kupplung bauen, die Kontakte genau wie in der festen Einbaudose eines Autos hat. Nach den vielen vorstehenden Beiträgen nehme ich jetzt an, dass die erhältlichen Kupplungen mit Steckerteil drin, also Kontaktpins, dies (normengerecht) nicht bieten, die Einbaudosen für Autos aber sehr wohl. Daher könnte man für einen solchen Adpater gleich eine Einbaudose mit Pins verwenden und diese in eine kleine Box einbauen. Dann sollte es gehen. Ist nach allen vorgenannten Infos für eine Verlängerung aber wohl nicht ganz normgerecht, oder? Na ja, ist ja auch keine Verlängerung oder kein Adapter, sonden dann eine Anschlussbox.

Aber Achtung: die üblichen TYP2 Anschlussboxen wie die Chrombox oder ähnliche haben sicher eine TYP2 Dose drin mit Buchsen. Nur das macht Sinn, denn man will und soll ja sein übliches TYP2 Ladekabel dort anschließen können. Und das hat nun mal einen Stecker mit Steckerpins.

Ach und noch ein Nachtrag: Schöne bildhafte Erklärungen gibts auch bei Mennekes:
"[www.mennekes.de][tt_news]=875&cHash=64e7ae3be22fe990ae47746bc6516ff7"

Und auch im Angebot von Mennekes für die aktuellen Ladeboxen wird es klarer, was wo verbaut ist: Mennekes Ladeboxen Übersicht

Und hier habe ich noch einen online - pdf Dokument gefunden von Mennekes: Komponenten für Elektrofahrzeuge
Beschrieben werden der fahrzeugseite Ladestecker sowie verschiedene Ladekabel mit und ohne Gegenstecker, und mit dem "Ziegelstein" plus Schuko - mit Angaben über die Widerstandscodierung.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 27.02.2016 09:54
Hach, Jungs ich stell mich nicht dumm an, manches geht halt irgenwie schwer in meinen Kopf rein wenn der Knopf mal da ist. Als nehmts mir bitte nicht übel: Bitte nochmal so, wie ihr es einem Kind erklären würdet..

Also, wenn ich den oben angeführten Stecker

in ein LadesäulenKABEL

Stecke, dann geht das nicht, weil da keine Einbaukrempe drum rum ist wie hier:

und deshalb der CP Pin zu kurz ist? Richtig?

von el El - am 29.02.2016 14:12
Hallo Konstantin,
teilweise zurück. Mittlerweile weiss ich auch nicht, wo das Problem sein soll, denn:

a) Bei Mennekes habe ich Kabel und Kompontenen nur bis 32A gefunden, und nur die Auto-Einbaudose bis 63A.

b) im Bals Katatog gibt es alles bis 63A, also Ladekupplung mit Kabel, Ladestecker mit Kabel, und Verlängerung Kupplung - Kabel - Stecker, ebenfalls für 63A.

Also nochmal die Frage an Herbert:
Wer hat denn das mit den von Dir erwähnten zu kurzem CP Pin in Kupplungen auf sich? Wird die Pinlänge für die Codierung verwendet? Gilt das nur, wenn man Verbinder nur für 32A bestellt? Bei Bals gibt es doch Verlängerungskabel auch für 63A, und die sollten doch funktionieren. Siehe Bals Katalog.

Übrigens hat Bals bei den Steckern - Kupplungen und kompleten Verlängerungskabeln nur die Abstufungen (bei dreiphasig): 20A, 32A, 63A.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 29.02.2016 17:49
Roland, der CP ist kaum für die Codierung zuständig, das ist doch diese Widerstandsgeschichte, die die Ladeleistung "kommuniziert".
Die Stecker, Buchsen, Männlein, Weiblein, Kupplung unterscheiden sich ja auch nicht in den Außmaßen, allenfalls in den Außmaßen der anschließbaren Kabelquerschnitte, doch auch hier kann man adaptieren, aus einem 20A einen 63A machen. Bei "fertigen" Verlängerungskabeln sind eben die verbauten Kabel dünner.

Sollte der CP pin wirklich kürzer sein, dann muß einem halt da einmal versehentlich ein Teil einer Kugelschreiberfeder auf die Spitze des pins gefallen sein, beim Löten. Oder so.

So hab ich das jetzt verstanden.

von el El - am 29.02.2016 21:29
Hallo


Ist doch ganz einfach in der Einbaudose oder Kupplung ist der CP länger sonst würde es ja nicht funktionieren. Bei Stecker und Kupplung ist der CP kürzer deshalb gehts nicht.

Gruß

Roman

von R.M - am 29.02.2016 22:01
Danke Roman. Also Kugelschreiber. Da hätt ma doch schon ganz anderes gehackt. :rolleyes:

von el El - am 01.03.2016 06:26
Hallo Roland,

meine Deutung:
Normal hat die Dose in der Säule (mit Buchsen bestückt) einen Verriegelungsmechanismus.
Genauso hat das Vehicle inlet im Auto (mit Stiften bestückt) auch einen Verriegelungsmechanismus.
Verriegelung zum einen wegen Diebstahlschutz, der Hauptgrund dürfte aber sein, daß kein Trennen unter Last möglich sein darf.

An Kabel montierte Buchsen und Stecker haben keinen Verriegelungsmechanismus, passen zwar mechanisch ineinander, aber um das Kriterium "kein Trennen unter Last" zu erfüllen, wird die CP-Verbindung durch den kürzeren Pin verunmöglicht und es kommt zu keinem Lastbetrieb.
Man kann das durch die beschriebenen Basteleien aushebeln, aber korrekt ist es nicht.

von Herbert Hämmerle - am 01.03.2016 08:02

Re: Typ 2 Anschlussvielfalt!

Ja Herbert,
so könnte es sein, würde ja Sinn machen.
Im Bals Katalog stehen Ladekabel drin mit Kupplung auf der einen und Stecker auf der anderen Seite, und Bals bietet die für 20, 32 und 63A an.
Die kann man dann nur zwischen Auto und fester Station stecken, oder? Als Verlängerung, also zwei solche Kabel hintereinander, wirds dann nicht gehen, unabhängig von 20, 32 oder 63A. Ist das wirklich so?

Dann bliebe wirklich nur die Lösung, Verlängerungen mit den Einbaudosen oder Einbaukupplungen zu machen in Form einen kleiner Anschlussbox. Dann sollte es gehen, oder wieder nicht?

Sorry, ich habe noch keinen dieser Typ2 Stecker aufgemacht zum Kabelanschließen oder modifizieren. Was ich weiss, sind die Unterschiede innen beim Kabelanschluss. Bals ist wohl beliebt, weil die Schraubanschlüsse bieten, anders als Menekkes.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 01.03.2016 11:17
Hallöchen,

man sollte auch beachten, dass die Kontaktflächen der Stromführenden Pins nur wenige Millimeter überlappen. :eek:
Siehe auch den Beitrag im GoingElectric-Forum

Daher sollte man wie schon beschrieben eher eine Adapterbox bauen oder maximal noch den Stecker vorne kürzen.
Jedoch ist beim Kürzen dann die Verriegelung gar nicht mehr möglich.
Hätte aber gegenüber der Feder immer den Vorteil, dass die Ladung durch den früher Kontakt verlierenden CP Pin abgeschaltet wird bevor die Spannung führenden Pins auseinander gerissen werden. :hot:

Die Begründung warum eine Verlängerung nicht erlaubt ist, könnte auch sein, dass man so nicht ein zu kleines Kabel in der Strecke hat. Denn die Signalisierung der Kabelstärke wird nur durch die Wiederstandskodierung im letzten Stecker zur Säule hin gemacht. Wenn dieser nun auf 32A kodiert ist und dein Adapterkabel nur 16A hat ist das Problem da.... :angry:

von Bernd Rische - am 01.03.2016 11:18
Danke Roman,
so isses wohl. Jedenfalls wollte man verhindern, dass Verlängerungen eingesetzt werden und dann die ganze schöne Signalisierung der Stromstärken durcheinander gerät. Durchaus sinnvoll.
Aber wer die Regeln kennt, kann sie auch brechen. Er sollte dann aber genau wissen, was er tut.

Diese schöne Veröffentlichung von Phönix Contact ist durchaus lesenswert. Ist vieles erklärt zum E-Auto Laden, nicht nur Typ2 in Deutschland, sondern AC Laden und DC Laden weltweit, mit schönen Bildern. Phönix Broschüre E-Mobility

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 02.03.2016 15:36
Hallo Berny,
zu dem Thema nicht unter Last stecken bzw. ziehen.
Bei der Entwicklung des Stecksystems war die Aufgabe zum einen Strom sicher zu Übertragen, zum anderen sollte es ein Kleiner Stecker werden und was noch viel Wichtiger war, er sollte mit geringer Kraft gesteckt bzw. gezogen werden. So kam es, das die Kontakte zwar die Leistung gut Übertragen können, aber der Funken beim ziehen unter Last die Kontakte zerstören würde. Die "roten Stecker" können das ab, aber es wird bereits bei einem 16A Stecker ein vielfaches der Kraft benötigt wie im Vergleich der Type 2 bei einer zulässigen Nennstromstärke vom 63A !!!!

von Michael Hu - am 04.03.2016 17:22
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