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Elweb Infra
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Ralf Wagner

Deutsche Stromumlagen befördern Tankstationen in den Niederlanden

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 08.03.2016 09:09

Niederländer bezahlen keine Umlagen, der Strom, der von den gleichen RWE geliefert wird, kostet unter dem Namen "Essent" nur ca 16 Cent im Gegensatz zu den bei uns üblichen bis 28,5 Cent (RWE). Elektroautofahrer in den Niederlanden freut das nicht, denn das europaweite Abrechnen zwingt ihnen die teuersten Preise, die , die Deutschen sich auferlegt haben, auf. Die Differenz stecken die meist privaten Eigentümer der aus dem Boden sprießenden Tankstationen ein. Nein nicht nur etwa 12,5 Cent, nein, die teuren Stationen wollen ja auch bezahlt sein, 19 bis gut 50 Cent beträgt die Differenz. Dann nämlich, wenn noch Grundpreis und Zeittarif dazu kommen. Alle halten die Hand auf und auch unser Staat verdient nicht schlecht daran.
Die einst von den Grünen verlangten Umlagen nach dem EEG bringen uns weitere Nachteile ein. Die ausufernden EEG-Umlagen ließen sich nicht mehr bezahlen, man führte Zwangsmaßnahmen ein. Ein großer Teil der chinesischen Solarindustrie ist pleite, seit Einfuhrbeschränkungen nach Deutschland bestehen und die deutsche Solarindustrie liegt bereits im Grab. Der Dax ist davon schwer mitgenommen worden, auch die Windindustrie weiß nicht, wie sie überleben soll.

Nunja, das befördert dann auch irgendwo die Elektromobilität in den Niederlanden. Bei uns reguliert alles der Staat und der verliert sich in Widersprüchen.
Immer noch teilen sich bei uns einst *********** Großbetriebe den Energiemarkt , und deren Vorrechte fasst niemand an, will er nicht die Wahlen verlieren.

Strom für die Bevölkerung wird hoch versteuert und mit Umlagen belegt, der für die Industrie nicht. Der Umweltverschmutzer Brennstoff wird verschont, Braunkohle und Steinkohle bezahlen überhaupt nichts, letztere wird sogar bezuschusst.
Kernkraftwerke? Wir wissen, wer die Rechnung zahlt.
Energiewende? Bei dieser Art der Besteuerung und den übertriebenen Preisen für Privatkunden und geringen Vergütung beim Einspeisen alternativer Energie? Aussichtslos.

Antworten:

Hallo Bernd, ich weiß nicht was DU lamentierst, insbesondere nicht über die Soalrindustrie, der geht es nicht so schlecht.

Bitte erkläre mal wie Du das mit den Abagaben meinst, ich verstehe es nicht.

von Ralf Wagner - am 08.03.2016 22:39
Es gibt nur noch einen Hersteller in Deutschland. Das sagt alles.
Die hohen Einfuhrzölle bringen auch die chinesische Produktion in Schwierigkeiten.
In den Niederlanden gibt es unsere hohen Aufschläge auf den Strompreis nicht. Also, die Niederlande liegen vor meiner Haustür und sogar Karneval habe ich vorgestern dort gefeiert. nein, es wimmelt von Lademöglichkeiten. Die billigste ist die von privaten Thenewmotion-Stationen mit 29 Cent die kWh.

Utrecht, bitte zweimal verkleinern!

Zwischen 3 und 4 Cent Erzeugerpreis bei uns und dem Verkaufspreis von im Schnitt über 26 Cent besteht eine unanständig hohe Diskrepanz. Der Verkaufspreis an den Ladesäulen ist noch höher.
Europa, das als Freihandelsunion gerade im energetischen Bereich aus der Montanunion entstanden ist, wird von uns systematisch sabotiert, die Energiewende unmöglich gemacht.

1kWh Strom wird bei uns übrigens mit 3 bis 4 cent geringer vergütet als uns 1kWh Minderwertigere Wärme aus Kohle oder Gas kostet. Es ist unfassbar.

von Bernd Schlueter - am 09.03.2016 10:46

120% Gewinn

Das rechnet sich jeder Niederländer aus, der die deutschen Umlagen und Sondersteuern nicht bezahlen muss, obwohl er aus der gleichen Braunkohle im Rheinland den Strom bezieht.
Die Abrechnungsgesellschaften ziehen ja im Schnitt 35 Cent ein, gleich, wo in Europa. Die Tankstellenschwemme wie in den Niederlanden wird es bei uns nicht geben, bei uns sieht die Rechnung anders aus. Auch die Niederländer werden sich noch umschauen, wenn niemand, wegen der völlig überzogenen deutschen Preise, bei ihnen tanken kommt. Dann verschwindet der Tsunami von Ladestationen wieder, wie er gekommen ist. Der Staat hat uns einfach voll im Griff.
Nicht ganz, da bleiben noch die Drehstromkisten.

von Bernd Schlueter - am 12.03.2016 11:54

Marktverzerrungen

Da die Personen, die an den Nazimonopolen von Hjalmar Schacht kleben, in Deutschland zu viel Macht haben, denke ich, dass wir in den Niederlanden die größere Chance haben, Energiewende und ein Stromnetz für die Allgemeinheit auf die Beine zu stellen.
Warum das heute noch nicht funktioniert, dürfte bekannt sein.


climategate.nl

So denkt man in den Niederlanden über die Windenergie. Die Niederlande wären aber der optimale Standort für Windgeneratoren.
Deutsche Marktverzerrungen sorgen dafür, dass Windgeneratoren an miserablen Standorten in Deutschland aufgestellt werden, die Niederlande bleiben windgeneratorfrei und vergiften uns mit ihrem bei uns produzierten Braunkohlenstrom.
Nicht nur unsere Grünen müssen noch hinzulernen.

von Bernd Schlueter - am 06.04.2016 09:37
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