Verkehrsinfrastruktur in den Städten. Flüchtlingsproblem.

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 04.04.2016 05:20

Köln wollte einst die gesamte Innenstadt für den Autoverkehr sperren und dort ausschließlich elektrische Verkehrsmittel, kostenfrei, verkehren lassen. Das hätte auf kurze Zeit den Umsatz der Geschäfte in der Innenstadt gemindert und den in den Außenbezirken erhöht. Das wollte man im Stadtrat nicht.
Wir haben eine Million Flüchtlinge, die sich bei der gefährlichen und oft kämpferischen Flucht durchsetzten, also starke, junge Männer, eine irgendwo auch positive Auswahl.
Anderswo können Menschen auch viel dichter wohnen als bei uns, ich denke an die Städte, in denen der Verkehr per Pedalkraft aufrechterhalten wird. Das muss nicht sein, aber ich meine, heutige Taxis sind zu teuer und bleiben im Stau stecken. Das Taximonopol sollte aufgehoben werden und die Innenstädte irgendwann für die Dieseltaxis und sonstigen Verbrennerverkehr gesperrt werden und durch möglichst viele "Rikschas", kleine, leichte und geschlossene Elektromobile ersetzt werden. Ohne Preisbindung, im freien Wettbewerb. Mit ein Grund, warum ich die Schukostecker erhalten möchte.
Parkplätze? Da spielt man dann Boccia drauf, pflanzt Bäume. Da werden kaum noch welche für Autos benötigt. Zwischen den "Rikschas" spielen die Kinder Fussball, ja selbst indische Kühe besorgen die Müllabfuhr und versorgen etliche Kinder mit Milch. Und wer von unseren syrischen Freunden sein Haustier vermisst, bereichert den geruhsamen elektrischen Verkehr durch ein einhöckeriges Wüstentaxi. Die Wüsten werden durch den CO2-Ausstoß ohnehin zu heiß für die armen Tiere. Das einzig Störende ist dann der vollelektrisierte Ruf des Müezzin, der die erholsame Stille durchdringt. Hühnergackern ist ja inzwischen in den Städten verboten, es sei denn, sie gackern elektrisch. Einen elektrischen Hahnenschrei empfinde ich übrigens als angenehmer als diese Autohupen.

Die Maximalgröße der Fahrzeuge sollte vorgeschrieben werden und auch alle Lastentransporte sollten mit solchen Gefährten besorgt werden.
Jedenfalls brauchen wir Platz für die Menschen und nicht für im Stau steckende Autos, die uns die Luft zum Atmen wegnehmen. Arbeitsplätze gibt es dann auch genug und das Leben wird für alle Stadtbewohner angenehmer.
Meine Idee wäre, solch ein Leichtverkehrssystem auch in der Fläche auszudehnen, entsprechende Verkehrswege ohne Behinderung für Fußgänger anzulegen und eine neue deutsche Bahn aufzubauen, die genau diese Leichtfahrzeuge in großer Zahl transportieren kann.
So, dass man im Fahrzeug sitzen bleiben kann, aber mit höherer Geschwindigkeit reist.
Wer essen gehen möchte oder ähnliche Geschäfte verrichten will, verlässt den Kurzzug an der nächsten Haltestelle. Fahrplan: überflüssig, die Schienenfahrzeugdichte ist hoch genug und wird dem Bedarf angepasst. Viele Arbeitsplätze, nicht bei der heutigen Bahn, werden entstehen.

Es sind in den 50er,60er und auch noch in den 70er Jahren viele Studien dazu durchgeführt worden, mit Pilotprojekten, die nicht verloren gehen sollten. Das passiert aber.
Wir haben heute alle Möglichkeiten für die Elektromobilität, nutzen wir sie!
Unbestritten, es gibt Länder in Europa, in denen weitsichtiger geplant wird.

Antworten:

Elektroautofahren ist kein Selbstzweck.

Es dient nur dazu, von Ort A zu Ort B zu gelangen. Aber möglichst ohne die gravierenden Folgen, die der heutige Verkehr mit sich bringt. Auch Elektroautos verstopfen die Straßen.Es ist also sinnvoll, auch diese in möglichst geringer Zahl am Verkehr teilnehmen zu lassen. Ich habe sechs Jahre lang auf das Auto verzichtet und bin praktisch nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Das wäre eigentlich eine schöne Sache, wenn nicht allzu viel Unannehmlichkeit und Warterei damit verbunden wäre. Der Individualverkehr wäre ideal, wenn nicht die Unzahl von Fahrzeugen die Straßen in den Ballungszentren verstopften. Allein der Verkehr, der durch die Suche nach Parkplätzen entsteht, ist eigentlich untragbar. Taxiahren wäre da ideal, ist aber viel zu teuer.

Mit kleinen.leichten Elektrofahrzeuge wäre es möglich, zu einem weit geringeren Preis, als die öffentlichen Verkehrsunternehmen verlangen, einer sehr großen Zahl von Fahrern ein Auskommen zu ermöglichen, die die individuellen Transportwünsche erfüllen. Das eigene Weitstreckenfahrzeug würde vor der Stadt geparkt, oder man könnte sogar ganz darauf verzichten. Gerade junge , zugezogene Flüchtlinge fänden in idealer Weise ein Auskommen für sich und ihre Familie und hätten ununterbrochen Kontakt, um die fremde Sprache zu lernen und die Gepflogenheiten hier.
Eine Transportlobby verhindert aber solche zukunftsträchtigen Ansätze, die heute nur viel zu große Sammelfahrzeuge zu horrenden Preisen und viel zu langen Taktabständen anbietet.Hier wäre Platz für eine Dienstleistung, die Arbeitslosigkeit mit einem Schlag beseitigen, die Straßen entlasten und den Verkehrskomfort gewaltig steigern würde. Die notwenige Datenkommunikation ist bereits heute gewährleistet. Im Moment herrscht gerade ein Krieg gegen diese "Eindringlinge". Ein sehr schädlicher Krieg.
Die Bahn bietet dieses Jahr für 19 Euro Fahrten quer durch Deutschland an.Am Bahnhof ist der bequeme Verkehrsweg zu Ende. Dann wird es heutzutage so mühsam, dass man eher auf die 19 Euro-fahrt verzichtet und von Hamburg nach München mit dem Auto fährt, um in München beweglich zu sein. Wobei Hamburg und München verkehrsmäßig besonders gut erschlossene Städte sind, in Bezug auf den öffentlichen Nahverkehr.
Es gibt bei uns viel zu wenig bezahlbare Dienstleitung im Transportwesen, mit den bekannten Folgen.
Hier müsste etwas geschehen und es dürften nicht nachts 100 sitzige Busse mit keinem Fahrgast durch die Städte geistern.
Ein elektrischer Taxiverkehr mit einem unbegrenzten Angebot wäre flexibel und bezahlbar.
Da reichen in vielen Fällen tatsächlich "Karren", die allerdings in unseren Breiten beheizbar und regen-und sturmsicher sein müssen.
Die erwähnten Selbstfahrerautos "Drive now" wären theoretisch eine Lösung. Praktisch aber nicht, weil der Vandalismus in Deutschland die Anwesenheit des Eigentümers immer erforderlich macht. Entsprechend hoch sind auch die Mietpreise mit 34 Cent pro Minute oder 20 Euro 40 die Stunde. In einer Stunde kommt man heutzutage in den Sädten keine 20 km weit.

von Bernd Schlueter - am 04.04.2016 18:24

Re: Elektroautofahren ist kein Selbstzweck.

Zitat
Bernd Schlueter

Es gibt bei uns viel zu wenig bezahlbare Dienstleitung im Transportwesen, mit den bekannten Folgen.


Du vergißt das in Deutschland jede Dienstleistung geprüft und Zertfuiert sein muß, damit auch was verdient ist
daran, Gut nicht von dem der sie erbringt, der kann Verhungern dabei, aber rechtlich hat dann alles wenigstens seine Ordnung dabei :rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 04.04.2016 20:43
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