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Elweb Infra
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vor 1 Jahr, 4 Monaten
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vor 1 Jahr, 4 Monaten
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Hotzi-47, Manfred aus ObB, Solarstrom, Bernd Schlueter, Bernd Schlüter, Emil, Martin Heinrich, wotan,der ältere

Bitte Geduld! Entwickeln wir das Welt-Ladesystem

Startbeitrag von Bernd Schlüter am 08.06.2016 06:47

Es ist abzusehen: Keines der bisher gebräuchlichen Ladsysteme wird auf Dauer überleben können.
Es ist an der Zeit, dass sich alle, die sich mit Elektromobilität befassen und gemeinsan über Das Stecksystem der Zukunft nachdenken. Eile ist nicht geboten, denn ohne völlige Einigkeit geht es nicht.
Für die Übergangszeit haben wir noch unsere meist transportablen Geräte, die an eines der diversen Stecksysteme passen. Als Übergangslösung denke ich auch an die roten CEE-Stecker, deren Dosen keinesfalls eine geringe Verbreitung haben, neben Schuko für den wirklich äußersten Notfall.

Wenn wir wieder von vorne anfangen, was ich für die beste Lösung halte, sollten wir uns zunächst auf Gleichstromladung, direkt in die Batterie einigen. Dazu sollten wir ein Wunschregister anlegen, in Weiß, natürlich.

Also, ich würde die Latte gerne hoch legen: 1000 Ampere, damit die Ladespannung nicht so hoch wird. Nachteil: bei höheren Leistungen gekühlte Stecker und Kabel. Mit dem Vorteil, dass diese auf voller Länge temperaturkontrolliert wären, leider auch dick und schwer. Dabei käme mir auch der kontrollierte Anpressdruck in den Sinn. Aber das muss alles nicht sein.
Um nicht inkompatibel mit den bestehenden Ladesystemen zu sein, könnte man den Motorcontroller auch als Aufwärts-Abwärtswandler auslegen, der sowohl die Anpaasung an andere Ladesysteme, wie auch die Motorsteuerung übernimmt. Einen CANbus würde ich völlig herauslassen, allenfalls für eine überall völlig abtrennbare Überwachungsfunktion.
Wir brauchen nicht den überflüssigen Kokolores, der in unseren Verbrennern grassiert. Elektroautos sind einfacher gestrickt. Das nur als Diskussionsanstoß.
Mit dem Wildwuchs von Lade- und Abrechnungssystemen geht es allenfalls übergangsweise weiter.
Das betraf jetzt gleich drei Themenbereiche, bei denen wir das ganze im Auge behalten sollten.

Antworten:

Soeben sind meine aus Versehen bestellten zwei Pakete Lader angekommen. 20 kg pro 11kW Ladeleistung. Sprich, über 22kW sind möglich und für meinen Saxo und evtl für meinen zukünftigen Partner überaus geeignet. Das Ladegerät bekämme dann eine Hochstromklemme. Für das Kabel mit Typ2-Stecker. Für das Adapterkabel mit vernünftigem Stecker, den es (noch) nicht gibt

Irgendwann kommt das Ladegerät dann weg, wenn überall einheitliche Gleichstromlader installiert sind. Die Zwischengleichspannung von bis zu 500 Volt der Ladegeräte ist auch als Eingang für Gleichspannungsquellen brauchbar. Dann wäre das Ladegerät ein Gleichspannungswandler. Eine passende Sicherung müsste dann nur ergänzt werden.

Vorschnell sollten keine Entschlüsse für die Weltladenorm beschlossen werden, die dann das ganze Lader- und Steckergedöns ersetzt.

von Bernd Schlüter - am 09.06.2016 16:10
Zitat
Bernd Schlüter

Die Zwischengleichspannung von bis zu 500 Volt der Ladegeräte ist auch als Eingang für Gleichspannungsquellen brauchbar.


Bernd ich mein das die Zwischenkreisspannung bei 400 V~ Strom so uma 560 V Gleichstrom ist
( es ist lang aus das mir so ein Frequenzwandler da eine gepfiffen hat, so Anno 90 )

Derzeit sind die Geräte die selbiges können werden eh mehr in der Industrie um die Bremsenergie
nicht zu verheizen sondern zu Nutzen weil selbiges ja effizienter

I mon es war ebba 5 Jahr her als diese Geräte als Neuheit angepriesenen ( obs inzwischen Jeder geschnallt :confused: )

[www.elektronikpraxis.vogel.de]

Der Link ist natürich nur ein technischer Hinweis und keine Kaufempfehlung, den auch andere Mütter haben Dingsda

[www.schurter.de]

In diesen Vortrag ist die Zwischenkreisspannung ( Seite 4 oberes Bild ) mit 565V angegeben ;-)

von Manfred aus ObB - am 09.06.2016 19:43
Hallo Manfred,

mit 560 Volt liegst Du richtig, auch wenn das dann die Spannung ist.

Wem das zu neu ist kann ich sagen das so ein Industrieumrichter schon vor 20 Jahren ins TWIKE gebaut wurde (da konnte der Zwischenkreis über 600 Volt laufen bei bis zu 440 Volt an den Akkus)

Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 10.06.2016 07:28

Re: Keine Geduld! Entwickeln wir die nächsten Schritte..

Weltladesystem? Klingt so, als wollten wir die Welt verändern. Na ja ok, aber fangen wir mal bei uns an.

Zitat
Bernd Schlüter
.. sollten wir uns zunächst auf Gleichstromladung, direkt in die Batterie einigen. Dazu sollten wir ein Wunschregister anlegen, in Weiß, natürlich.


Was genau hast Du nicht mitbekommen? Genau das ist doch schon passiert, leider etwas getrennt in Japan und Europa. So sind gleich zwei Gleichstromlade-Systeme entstanden, Chademo und CCS. Na ja, mit dem Tesla Supercharger noch ein drittes System.

Schaun wir mal, was am Ende übrig bleibt. Kommt mir vor wie damals bei den Videorecordern: beta, video2000 und VHS. Am Ende sind sie alle verschwunden, jetzt wird alles auf Festplatte oder USB Sticks oder Speicherkarten gespeichert. Vielleicht überlebt keiner der Stecker, und am Ende wird nur noch induktiv geladen.

Also Wunschregister in Weiss anlegen, ein Weissbuch sozusagen. Schreib mal.

Hier ein paar Punkte mit meinen persönlichen Wünschen:
1. Ladestationen alle mit Triple-Anschlüssen: Typ2, CCS und Chademo. Minderheitenschutz, keinen ausgrenzen.
2. Ladeanschlüsse am Auto: Typ2 Stecker, wie jetzt üblich.
3. Ladegeräte im Auto standardmäßig und ohne Aufpreis: 230/400V 32A 50-60 Hz, für AC laden weltweit über Typ2 Steckverbindung bis 22 kW (gilt noch nicht als Schnellladung)..
4. Schnellladung: Elektroautos müssen standardmäßig und ohre Aufpreis Gleichstromladung ermöglichen, Richtwert: 50 kW.
5. Pflicht: Ladekarte im Auto zur Kennzeichnung, dass und wie lange geladen wird, in etwa so, wie es hier als "Ladescheibe" vorgeschlagen ist.
6. Kennzeichnung aller Ladeplätze mit grüner oder blauer Markierung auf dem Boden der Park/Ladeplätze zur besseren Kennzeichnung.
7. Kennzeichnung der Ladeplätze mit den neuen Verkehrszeichen für Ladesäule mit zusätzlichem Halteverbotsschild und "Außer für Elektrofahrzeuge" Hinweis. Dann endlich kann bei Verbrenner-Blocken abgeschleppt werden ohne lange Diskussion.
8. Hinweisschilder auf Elektrotanksäulen, ähnlich wie jetzt überall die Hinweisschilder für Gas-Tankstellen stehen. Zum besseren Finden.
9. Adapter von Typ2 auf CEErot legalisieren. Damit wir "alten" E-Fahrzeuge mit Schuko oder Drehstromeingang an Typ2 Ladesäulen nicht nur laden können sondern auch dürfen.
10. Zugang zum Laden und Abrechnung der Energie so einfach wie beim Bezintanken oder an Parkautomaten: Kostenlos, Bargeld, Bankkarten oder Kreditkarte. Mehr nicht. Ok, kostenlos Benzintanken gibts nicht, aber 30 Minuten kostenlos Parken ("Brötchentaste") ist bei uns üblich. Und Aldi läßt das Strom-Ziehen für 60 Minuten bei max. 20 kW Leistung kostenlos zu. Ein gutes Modell.

Meiner Meinung nach ist technisch alles da. Die genannten Zwischenkreisspannungen sind schon seit einiger Zeit de-Facto Standard. Geladen wird schon mit höheren Spannungen, denn die Ströme sollen im erträglichen Rahmen bleiben. 150A und mehr sind für DC-Steckverbindungen schon heftig, aber bei Chademo und CCS wirds ja bereits jetzt gemacht.

Ladeleistungen größer 120 oder 150 kW halte ich nicht unbedingt für nötig. Eine Lademenge von rund 40 bis 50 kWh sollte immer für 200 km ausreichen. Dann eine Kaffeepause von 20 bis 30 Minuten ist immer erträglich auch für eilige Fahrer. An Autobahnen überall 120 kW DC Lader und in der Provinz überall die Aldi Lader mit 20 kW, das wäre traumhaft.

Wie Bernd schon schrieb: Jetzt bauen wir uns die 11 oder 22 kW Lader für unsere alten Franzosen. Wenns mal technisch klappt, kommt Freude auf, dann müssen wir nur noch Aldi Nord überzeugen, dem Beispiel von Aldi Süd zu folgen. Und REWE, Lidl, Norma, ebl Naturkost und so. Die haben gerade eine ABL Säule in Fürth eingeweiht. Das Aldi Beispiel macht Schule..

Gruss, Roland
Geduld? Warum das denn, ne ne, nicht in meinem Alter. Ich will es noch erleben, immerhin hat mir das der Club of Rom in seinem Buch schon vor über 30 Jahren angedroht. Jetzt wird es endlich Zeit. Die Wende ist nahe!

von Hotzi-47 - am 10.06.2016 09:53

Re: Keine Geduld! Entwickeln wir die nächsten Schritte..

Zitat
EMobile plus solar

Was genau hast Du nicht mitbekommen? Genau das ist doch schon passiert, leider etwas getrennt in Japan und Europa.


Roland der Bernd beanstandet wenn Du es genau ließt das die dezentrale Gleichstromnutzung und
Ladung im Interessenfeld der Großen bewußt Außen vor bleibt.

Deshalb ja Seine Erwähnung wenn auch etwas Verbuchselt der Zwischenkreisspannung bei Frequenzumrichtern
was ja geschichtlich gesehen bei Eautos ein alter Hut ( sieh Beitrag Twike und Industrieumrichter )
ja für Teile der Vaillant Ecopower BHKWs sogar Richtungsweisend, den die variable Drehzahlsteuerung
mittels eines Umrichters stammt aus der Garage in der Schweiz wo auch einst das SAM das Licht der
Welt erblickte. Nur eine Kaskadenlösung so wie beim Ecopower, geht gegen das was die alten Römer
( also die dort im Club ) geschrieben weil Resorcenverschwendung wenn in jeden BHKW ein Umrichter.

Es gilt also Intelligente Lösungen zu Finden ohne Rohstoffverschwendung und diese Lösungen sollten
natürlich Energieeffizient sein und so wäre die Spannung des Zwischenkreises ein technische Größe
die Systembedingt vorgegeben, leider wirds wie immer sein die jeweiligen Akteure rechnen sich
Ihr System solang schön wie es Profitabel und eventuell politisch von Vorteil und dan Tschüs nach
uns die Sündflut. So gesehen ist es Schad das die keinen Hindus oder Budisten, mit dem Karma
wär dreimal eine Runde als Mistkäfer fällig :mad:

Zitat
EMobile plus solar


Dann eine Kaffeepause von 20 bis 30 Minuten ist immer erträglich auch für eilige Fahrer.



Des ist aber bei Chademo schon ein biserl bewußt gegen das System :rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 10.06.2016 10:55

Re: Keine Geduld! Entwickeln wir die nächsten Schritte..

Hallo Manfred,
danke, dass Du mir erklärst, was Bernd gemeint hat oder gemeint haben könnte. Wie in alten Zeiten.

Nu hoffe ich, dass Bernd mir erklärt, was Du gemeint hast. Vor allem mit Sündflut? So gemeint, oder Dreckfuhler oder Realsatire? Auch das mit den Mistkäfer-Runden habe ich noch nicht verstanden.

Vor allem auch Deine Ausführungen zum sogenannten Zwischenkreis verstehe ich nicht, wass Du mir eigentlich sagen willst. Haben wir Anfang der 80er Jahre schon in allen Wechselrichtern gehabt, ist sozusagen seit Urzeiten Stand der Technik. Im Twike übrigens nicht in einer Schweizer Hinterhofgarage entstanden, sondern bei Schmitthauser in Deutschland. Umrichter, Motor und Ladegerät, alles ist eins. Immer noch modern, immer noch gut.

Dies genau hatte Bernd geschrieben, ich lese da nix von Interessenfeld der Grossen oder so:
Wenn wir wieder von vorne anfangen, was ich für die beste Lösung halte, sollten wir uns zunächst auf Gleichstromladung, direkt in die Batterie einigen.

Nun erklär Du mir - oder besser wäre die Erklärung von Bernd - was er gemeint hat damit:
Wer ist mit dem doppelten "Wir" gemeint? Wer soll von vorne anfangen? und wer soll sich zunächst auf Gleichstromladung direkt in die Batterie einigen?

Stand der Technik ist - so meine ich - die Gleichstromladung über die drei bekannten Systeme. Was soll von vorne angefangen werden jetzt, da alle Welt auf die Anbindung der Autoakkus an die Home-Systeme inklusive Solarstromanlage nachdenkt. Und Geräte liefert. Und Audi von 800 V Akkuspannung spricht. Die DC Lader müssen ihre Zwischenkreisspannung dann noch höher ansetzen. Der Trend auch bei Autos geht zu höheren Spannungen, genau wie bei der Photovoltaik. Man munkelt von Systemspannungen über 1000 V DC.
Na ja, schaun wir mal. Sicherungen, die über 1000 V können habe ich so im Handel noch nicht gefunden.

Und Du weißt sicher, wo die Teufelchen stecken, Du hast ja beruflich lange Jahre Wechselrichter
für Antriebe entwickelt, oder?

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 10.06.2016 16:29

Re: Keine Geduld! Entwickeln wir die nächsten Schritte..

Zitat
EMobile plus solar

Auch das mit den Mistkäfer-Runden habe ich noch nicht verstanden.


Roland Du weißt ich bin Katholisch und als solcher kein Fachmann für Karmafragen,
da wärs Besser Du besorgst Dir ein Fachbuch z.B. sowas

[www.reichel-verlag.de]

Liest des Durch, wenn dann noch Fragen kannst ja beim Verleger nachfragen eventuell kann
Dir Der einen Kontakt zur Autorin verschaffen und da Dein Englisch im Gegensatz zu meinen
Grottenschlechten Perfekt :spos: sollte Dir da eventuell durchaus Geholfen werden :cheers:


Zitat
EMobile plus solar


Im Twike übrigens nicht in einer Schweizer Hinterhofgarage entstanden, sondern bei Schmitthauser in Deutschland.
Umrichter, Motor und Ladegerät, alles ist eins. Immer noch modern, immer noch gut.



Roland ließ alles nochmal in Ruhe durch ich weiß in unsren Alter, läßt die Aufmerksamkeitsspanne nach,
Niemand hat geschrieben das Twike wäre in einer Schweizer Hinterhofgarge entstanden ( gut Du schon
nur Warum :confused: ) sondern das SAM und eben das BHKW Ecopower, Du kannst Bernd Fragen,
der hat mir dazu vor Jahren was geschrieben, als den Bernd welcher nicht der Co-Admin sondern
der ELWEBadmin.

Genauso diese Behauptung welche auch von Dir :eek:
woher hast Du die Eingebung oder sind Dir alle meine Beitrage welch Du Zensiert entfallen :confused:




Zitat
EMobile plus solar

Und Du weißt sicher, wo die Teufelchen stecken, Du hast ja beruflich lange Jahre Wechselrichter
für Antriebe entwickelt, oder?



Ich hab nie Wechselrichter entwickelt, aber mit etlichen Entwicklern Anwendungen sehr früh,
teilweise zu Früh so das die erst später Marktreif, wie z.B. bei Wasserkraftturbinen statt 1992
erst 15 Jahre später z.B. die Driveturbine [www.dive-turbine.de]
und zum Teufel in Detail ;-) wir wollen doch nicht die Jungen mit Lebenserinnerungen von 2 alten
Männer Langweilen :o



Zitat
EMobile plus solar

Dies genau hatte Bernd geschrieben, ich lese da nix von Interessenfeld der Grossen oder so:
Wenn wir wieder von vorne anfangen, was ich für die beste Lösung halte,
sollten wir uns zunächst auf Gleichstromladung, direkt in die Batterie einigen.





So wenn Du Bernd ( also unsern Berühmten ) zitterst, solltest Du es halt nicht wie bei einer Dr-Arbeit ohne Verstand
Kopieren sondern Lesen und wenn nicht Verstanden halt nett Nachfragen, was Verstehst Du nicht an dem Satz

" sollten wir uns zunächst auf Gleichstromladung, direkt in die Batterie einigen. "

von Manfred aus ObB - am 10.06.2016 18:26
Nochmal die Frage: Wer ist "Wir" ?
Also ich frage nochmal, wer sich auf Gleichstromladung einigen soll?

Ach so, Batterien werden immer mit Gleichstrom geladen. Die Frage ist, wo das Ladegerät ist:
a) im Fahrzeug, 3,7 kW oder mehr, am besten 22 kW
b) stationär, in der Ladesäule: 20 kW, 50 kW, 120 kW oder mehr über die bekannten und erwähnten Schnittstellenstandards Chademo, CCS bzw. Supercharger. Oder gibts da noch mehr? Ach so ja, die alten Hochstromlader damals der PSA Gruppe in Frankreich. Sind aber vom Markt verschwunden. Meine drei (AX, 2x Berlingo) haben am Auto noch die Kontakte in der Marechal Buchse. Und ich kenne sogar Lösungen, diese für die Ladung zu nutzen. Diese Kollegen lesen hier aber nur mit, darüber wird nicht geschrieben, denn warum?

Mit "Warum" meine ich, dass einfach nicht klar ist bzw. überhaupt genannt wurde, wer sich auf was einigen soll, und mit wem. Wir mit der Industrie? Die lachen sich kaputt. Wir mit der Politik bzw. den Gesetzgebern? Na wer hört schon auf uns. Also wer mit wem. Wenn Bernd, Manfred und noch einige hier sich auf irgendwas einigen, interessiert das draußen, also außerhalb dieses Forums, niemand. Es wird nicht mal Notiz davon genommen.

So ist der Stand der Technik. Auf was genau sollen wir uns da (neu) einigen?
Oder geht es um die Frage, wie wir, die (noch) die alten Franzosen fahren (wie Bernd und andere und ich auch) jetzt Geräte für die Gleichstromladung entwicklen sollen oder wollen, evtl. sogar aus alten HP Server Netzteilen, oder so. Na, wen interessiert denn das, außer uns selbst?
Also Bernd, was genau war gemeint, was wolltest Du uns sagen?

Gruss, Roland
Hallo Manfred: Katholisch, Wasserkraft 1992 oder was Du sonst noch so Interessantes aber wenig Zielführendes schreibst. Es interessiert mich nicht wirklich.
Mich interssieren hier nur Ladesysteme für Elektroautos. Sonst nix.
Und Manfred, ich denke, Du willst ja gar keine E-Autos laden oder Ladesysteme machen.
Auf was willst Du Dich da einigen, und mit wem? Warum schreibst Du hier über fiktive Gedankenspiele?
Hast ja kein E-Auto, oder etwa doch (mittlerweile)? Damit Du endlich den Strom Deines Wasserkraftwerkes verfahren kannst, mit laden an Deiner eigenen Stromtankstelle? Elektrifizierter Unimog? Mit 22kW AC oder mit Gleichstrom-laden? Oder immer noch nicht?
Oder haste doch den 4-Rad-getriebenen Tesla. Soll super sein im Gelände. Und Strom hast ja zu Hause genug. Wenn das Hochwasser nicht wieder dazwischen kommt...

von Hotzi-47 - am 11.06.2016 19:54
Wir? Damit meine ich uns hier.
Das Einfachste dürfte das Sicherste sein. Ich denke dabei vor allem an die Zuleitungsdrähte zum Fahrzeug. Diese solten meiner Meinung nach nur zwei sein, die direkt zur Batterie führen. Alles andere, die gesamte Datenkommunikation , sollte ebenfalls über die beiden Zuleitungsdrähte gehen.
Bei Gleichstrom ist das überhaupt kein Problem, denn über einen übergeschobenen Ringkern kann man fast beliebeige Trägerfrequenzen über die Oberfläche der Gleichstromleiter schicken. Der Ringkern kann dabei auch aus Eisenblechen bestehen und man kann nicht unerhebliche Leistung für die standardisierte Elektronik gleich mit über das Kabelpaar schicken.

Das gibt es noch nicht, und da Kabel und Komunikation weitestgehend getrennt sind, sind die Teilaufgaben voneinander trennbar und es wird sich sofort eine Konkurrenzsituation der beteiligten Firmen entwickeln, bei der schnell nur das beste, das ist gleichzeitig auch das billigste, durchsetzen wird. Wichtig ist, dass wir nur Vorveröffentlichungen der einzelnen Komponenten machen, sodass sich keiner der industriellen Halsabschneider ein ganzes komplexes System sichern kann.

Das Mennekessteckersystem (neben CEE und Schko) sichert uns eine allgegenwärtige Konkurrenz neben dem staatlich geförderten Ladesäulenunsinn.

Ich habe mich überzeugen lassen, dass Stecksysteme so leistungsfähig sein können, dass man in jedem Fall beim Ladevorgang dabei bleiben kann und auch die Feuerwachefunktion übernehmen. Der Zeittarif verjagt jeden Elektromobilisten, der vollgeladen hat.


Open source!

Ich denke, schon eine Veröffentlichung hier im Forum gilt als Vorveröffentlichung und beendet jeden patentrechtlichen Kampf im Vorfeld. Jedenfalls für viele Länder gültig.


Vorveröffentlichung

"Hiermit vorveröffentliche ich eine Einrichtung zur Strommessung durch ein Gleichstromkabel, gekennzeichnet dadurch, dass ein Ringkern der über eines der Gleichstromkabel gezogen ist, eine Wicklung trägt, die das durch den Gleichstrom des Ladekabels hervorgerufene Sättigung des Ringkernmaterial kompensiert und somit eine Strommessung ermöglicht."

Die Art der Datenkommunikation kann dann ebenfalls in viele Teilbereiche aufgeteilt werden, die es erschweren, zu entwicklungshemmenden Monopolansprüchen (Patenten) zu kommen.
Ich denke schon, dass wir alle dabei mitwirken können und da Ralfs Forum ein öffentliches ist, dürften die Voraussetzungen für eine bindende Vorveröffentlichung hier gegeben sein?

Mein Vorschlag, sich auf nur zwei Stromkabel zu beschränken, dürfte wegen der fehlenden Erfindungshöhe jeden Patentanspruch abwehren.

Sollten sich dagegen Bedenken erheben, vorveröffentliche ich hiermit auch die Erfindung, gekennzeichnet dadurch, dass der oben bezeichnete Ringkern auch zur Datenübermittlung zwischen Ladeapparatur und dem zu ladenden Gerät per Trägerfrequenzverfahren dient.

Ich denke, open source, ist das, was unser Anliegen am meisten weiterbringt und eine barrierenfreie Entwicklung in Richtung auf das eine, beste Ladesystem ermöglicht.

Zur Zeit behindert eine Vielfalt von überflüssigerweise patentierten, komplexen Ladesystemen die Entwicklung der Infrastruktur. Vorveröffentlichen wir unsere Gedanken, um den heutigen Fehlentwicklungen den Wind aus den Segeln zu nehmen!

Wer kennt sich damit aus? Wie könnte man eine Ideensammlung vorveröffentlichen, sodass sie für ein Vielzahl von Ländern patentrechtlich bindend wird? Der nächste Schritt wäre die auch in anderen Medien veröffentlichte Ideensammlung, die jeder patentrechtlichen Behinderung der Infrastrukturentwicklung entgegenwirkt. Ja, WIR sind gefordert und jeder , der seine Ideen einbringen will.
Wie sind die Anforderungen, gültig für viele Länder, die an einen patentrechlich wirksamen virtuellen Verlag zu stellen sind? Schon das Forum hier?

von Bernd Schlueter - am 12.06.2016 07:57

Bitte Geduld! Entwickeln wir das Welt-Ladesystem ( ein etwas zu kurz gegriffenes Ziel )

Zitat
EMobile plus solar
Hallo Manfred:
Katholisch, Wasserkraft 1992 oder was Du sonst noch so Interessantes aber wenig Zielführendes schreibst.
Es interessiert mich nicht wirklich.


Hallo Roland

Die Sache ist ganz Einfach :angry:

Du stellst zu meiner Person keine Falschen Behauptungen auf, dann brauch ich die nicht Richtigstellen
und Du brauchst dann diese Sache nicht Lesen, also keine Behauptungen ich würde Frequenzumformer
konstruieren und andere Unterstellungen oder Scheinfragen wie diese, da Du eh keine Antwort willst :mad:

Zitat
EMobile plus solar


Nochmal die Frage: Wer ist "Wir" ?



Die Verfechter des 3 Weges, also Die denen es um eine effizientere, nachhaltigeren weil Ressourcenschonendere Technik geht
um zu einer tatsächlich Neutraleren, aber vor allen Sozialeren Energiewirtschaft zu gelangen :spos:



3 Weg hatt nix mit Perry Rodan zu tun, weil da gings um die 3 Macht [www.perry-rhodan.net]

Da Du ja im Verlagswesen tätig, ein Taschenbuch dazu [www.politische-bildung.nrw.de]

Titel: Jahrhundertaufgabe Energiewende

Von Prof. Dr. Felix Ekardt, LL.M., M.A. ( wie Du ein etliches an englischen Akademischen Adelstitel ähh Dingsda halt )

Für einen Einblick in die Hintergründe des Handbuchs die WWWseiten des Professors
[www.sustainability-justice-climate.eu]

Im Prinzip ein Kritik ain EEG und Tesla da falsche Signale gegeben werden
( Dein Hinweis wan ich mir einen Tesla kaufe beantwortet sich damit von Selbst :p Niemals
obwohl die Probefahrt im Allrad natürlich ein Affengeiles Fahrfellig abgibt, aber wir wollen
uns ( des Uns ist wie Wir zu lesen ) ja nicht zum Affen machen sondern eine Nachhaltige
Lebensweise für die Nächsten Generationen erreichen ) und je schneller die Korrigiert um so Besser.

Leider ist das nicht so Einfach :rolleyes: da die Einsicht in das Thema sehr wenig vorhanden, ich erinnere
nur an Deine Zeit als Co-Admin ;-) hier, wo Du nur zu gern Beiträge die sich kritisch mit dem EEG
auseinandersetzten und wie der Professor eine Besteuerung des CO2 aus fossilen Brennstoffen
von etlichen Beteiligten nur zu gern Zensiertest.

Eine Leseprobe aus den Buch des Professors, welche von mir etwas bearbeitet, um den Ewig
Gestrigen und der Neugestrigen ( also den EEG Abhängern welche so gern von den Ärmeren
ihren Tribut für den geleisteten Klimawandel einfordern ) das finden der Aussage zu erleichtern.
Für die Ewig Gestrigen dünn rot Unterstrichen das es die Technik bereits gibt ( wenn auch noch
etwas Verbeserrungswürdig ) und dick Rot für die mit der Aussage das Deutsche EEG Rettet die Welt
( Warnung falls das Buch gelesen wird, es können Vorurteile zerstört werden,
Anhänger der Theorie das einsortieren von Vorurteilen wäre ein Denkvorgang besser nicht Lesen
)


[attachment 1866 3erWegderEnergiewende.png]

von Manfred aus ObB - am 12.06.2016 08:19
Zitat
Bernd Schlüter
Wenn wir wieder von vorne anfangen, ..., sollten wir uns zunächst auf Gleichstromladung, direkt in die Batterie einigen.


In wenigen Jahren dürften mit Ausnahme von urbanen Stadtfahrzeugen Kapazitäten von > 50 kWh Standard sein. Bei 3C ergibt das Ladeleistungen von rund 150 kW und damit Ladegeschwindigkeiten von ca. 500 - 1000 km/h. 150 kW Ladegeräte wird man aus wirtschaftlichen Gründen nicht in jedes EV einbauen können, sondern stellt sie an der Autobahn und Bundesstraßen auf.

Auf der anderen Seite muss man das Auto auch zu Hause, an Zielorten und in Notfällen (Plan B) laden können. Da wird man aus wirtschaftlichen Gründen nicht überall kostenintensive DC Ladesäulen aufstellen können, sondern kommt zwangsläufig auf im Fahrzeug eingebaute Ladegeräte. Ich persönlich sehe da als wirtschaftlichen Kompromis einen 11 kW dreiphasen Lader.

So denke ich, dass sich eine Kombination aus DC 150 kW und 3p AC 11 kW kurz-/mittelfristig durchsetzen wird.

Welcher Stecker? 2 Stecker für AC und DC scheiden meiner Meinung aus. Bleibt ein Kombinationsstecker wie bei CCS und ein Stecker + Umschaltebox wie bei Tesla. Da kann man unterschiedlicher Meinung sein, ich tendiere aus Kosten+Sicherheitsgründen eher für einen Kombinationsstecker.

Interessant wird es, wenn auch induktive Ladesysteme dazukommen. DC 150 kW bleibt, aber braucht man dann noch AC 3p 11 kW?

von Solarstrom - am 12.06.2016 08:52

Re: Keine Geduld! Entwickeln wir die nächsten Schritte..

Zitat
Manfred aus ObB
So wenn Du Bernd ( also unsern Berühmten ) zitterst, solltest Du ...


Ich würde ihm da Baldriantropfen empfehlen :rp:

von Solarstrom - am 12.06.2016 09:03

Re: Keine Geduld! Entwickeln wir die nächsten Schritte..

Zitat
Solarstrom
Zitat
Manfred aus ObB
So wenn Du Bernd ( also unsern Berühmten ) zitterst, solltest Du ...


Ich würde ihm da Baldriantropfen empfehlen :rp:


Das ist etwas aus Historisch Sicht gesehen :D

Die Konstellation Bernd in Seiner frühen Nickform ( siehe Ranglist der meisten Schreiber )
der erste Co-Admin hier im ELWEB, welcher auch der Verfaßer der Forumsregelen
( die Lex Manfred in Fettschrifft ist von Ihm )
wie auch meiner Einer :o der von Anfang an Gegrantelt ist so Alt das bei vielen Lesern hier
das durchaus über 30 % der Lebenspanne ausmacht, allein durch so manche Pause der
Beteiligten, fehlt halt bei machen Leser das Wissen zwischen den Zeilen, ist wie Asterix
Asterix kann man Lesen oder auch eben Verstehen ;-)

[www.comedix.de]

von Manfred aus ObB - am 12.06.2016 09:19
Zitat
Solarstrom
Zitat
Bernd Schlüter
Wenn wir wieder von vorne anfangen, ..., sollten wir uns zunächst auf Gleichstromladung, direkt in die Batterie einigen.


Auf der anderen Seite muss man das Auto auch zu Hause, an Zielorten und in Notfällen (Plan B) laden können.
Da wird man aus wirtschaftlichen Gründen nicht überall kostenintensive DC Ladesäulen aufstellen können, sondern ......
.



Ich finde es Gut wenn sich Solarstrombetreiber Gedanken über Kosten machen, na ist ja auch Wichtig
in der PostEEGzeit, da das Bezahlen durch Oma Käthe GottseiDank ( jeder darf sich seinen Raussuchen ) keine Zukunft hat :cheers:

Genau hier setzt die Überlegung eben an, welche Spannung ist Sinnvoll weil Langfristig eventuell Kostengünstig
und eben Wichtig für den 3 Weg effizient und Schont Rohstoffe, bzw. erhöht den Einsatz der Geräte
im Jahr den dadurch steigt in der Regel der Erntefaktor.

Eine Erhöhung der Stunden aus rein Wirtschaftlichen Gründen ist aber wieder Kontraproduktiv siehe
altes BHKW und zuviel Wärme. Legst Du es nach dem Wärmebedarf aus ist es zu Klöein und benötigt
einen Spitzenstromkessel, dadurch wird's zu teuer, ergo kommen manche aus die Idee Brennstoffzelle
nur die ist zu Teuer, also klein machen und mit der den Grundlaststrom abdecken, den gibts aber nicht
mehr mit PV und Solarstomspeicher weil 4 Monate bie andern Wetter als jetzt Autark.

Nur bei Sinnvoller PVgröße bleibt der Solarstromspeicher in Winter leer das macht den Erntefaktor und
die CO2 Bilanz Schlecht bis Negativ



In dieser Graphik ( das Originalbild ist auch in der neuesten Fassung der Fraunhofer Solarbibel 2016 so )
sieht man das PVstrom direkt genutzt mit 0,31 kWh Fossilstrom Rucksack je kWh mitschleppt, wenn
man jetzt einen Solarstromspeicher dazu der in Sonnen reicher Zeit eine Autarkversorgung ermöglicht
( ohne Wärme ) so ergibt sich ein Wert um 0,6 und je Autarker man es über das Jahr macht um so
Teurer wird das Ganze wie auch der Faktor steigt über 1.

Ein ErdgasBhkw mit Brennwertnutzung der Wärme erreicht bei entsprechenden Wärmebedarf aber
den Faktor 1 nur das ganze Jahr nicht, in dem Fall wäre als die Wirtschaftliche Schnittmenge zu Suchen
und hier kommt der Bernd ins Spiel wie sollte die Spannung sein im Gleichstomsektor wen das Ganze
eben ein Zukunft haben soll im PostEEGzeitalter :eek:

Kleiner Tipp Deine 150 Volt und Rolands Stand der Technik stammen noch aus der Zeit der PV Technik
wo die Maxime galt, es darf Kosten was es Wolle, macht sowieso Nix, die Rechnung Bitte an Oma Käthe.

p.s. Die Gleichstromladung im Haus soll sowohl kein zusätzliches Gerät benötigen, wie auch
ökologisch sein und eine erweiterte Notreserve ( Bitte nicht mit Plan B verwechseln ) erlauben.

von Manfred aus ObB - am 12.06.2016 09:56
Zitat
Solarstrom
Welcher Stecker? 2 Stecker für AC und DC scheiden meiner Meinung aus. Bleibt ein Kombinationsstecker wie bei CCS und ein Stecker + Umschaltebox wie bei Tesla.
Interessant wird es, wenn auch induktive Ladesysteme dazukommen. DC 150 kW bleibt, aber braucht man dann noch AC 3p 11 kW?


Danke für Deine konkreten Vorschläge. So ähnlich sehe ich es auch. Den Tesla Stecker find ich genial, klein und handlich und kann alles. Entsprach übrigens den ursprünglichen Normen. Irgendwann hat man das dann wieder rausgenommen und die Phönix Lösung gemacht mit den angefügten Gleichstromkontakten. Geht zwar, aber ich liebe es nicht. Hat aber den Vorteil, dass diese dickeren Kontakte noch mehr Strom können, also 150 kW sind angesagt, man spricht schon von noch mehr.

Bei AC haben wir ja nun eine ganze Menge Ladesäulen, die Typ2 und 22 kW können, also 400V 32A. Als CEErot ist das auch ein gewisser Standard und weit verbreitet. Ich denke, dass 22kW Lader im Auto ok sind, dürften nicht viel schwerer und teuerer werden in Grossserie als die kleineren Lader. Und wie beim Brusa Lader sollten die auch mit 11 kW Eingang oder mit einphasig 16A zurechtkommen. Der Brusa Lader ist leider nur für 50 Hz, was ist mit den USA (denn unser Thema heißt ja Welt-Ladesystem)? Da ist noch was zu tun, und ich habe so meine Ahnungen, dass da viel schon entwickelt ist. Auch bei den grossen Autobauern und noch mehr bei den Zulieferern. Der Konkurrenzkampf dürfte das Angebot bald sehr beleben.

Ich wünsch mir also: Standard sollte werden:
a) Not- oder Heimladeanschluss: 230V 16A einphasig, Schuko, CEEblau oder Typ2
b) Unterwegs 22 kW, also 400V 32A über Typ2 Anschluss
c) Schnellladen DC über die üblichen Verbinder, min. 50 kW, bei größeren Akkus bis 150 kW als Standard. Ziel: unter einer halben Stunde VOLL-Laden.

Es wäre schon schön, wenn die grossen Autohersteller hinsichtlich der Ladesysteme mehr in Gesamtsystemen denken und die Autos an die bestehende Ladestruktur anpassen.

Induktives Laden? Ja gut, machen, so wie Wamsler mit seinen 120 kW Ladern für Busse. Sinnvoll für Busse und Taxis und Flotten, auch die üblichen Vermietsysteme für Stadtautos. Geredet wird seit Jahren in den Kongressen, gezeigt werden die Lösungen aus Messen und Ausstellungen. Ich denke, wenn die Anzahl der E-Autos mal die 100.000 übersprungen hat, gehts auch hier richtig los.

Hoffentlich.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 12.06.2016 15:46
Zitat
Bernd Schlueter
Wir? Damit meine ich uns hier.

Open source!

Vorveröffentlichung
"Hiermit vorveröffentliche ich eine Einrichtung zur Strommessung durch ein Gleichstromkabel, gekennzeichnet dadurch, dass ein Ringkern der über eines der Gleichstromkabel gezogen ist, eine Wicklung trägt, die das durch den Gleichstrom des Ladekabels hervorgerufene Sättigung des Ringkernmaterial kompensiert und somit eine Strommessung ermöglicht."


Danke für die Klärung des "Wir".

Open source! Ja, ich denke die OpenEVSE Aktivitäten sind bekannt, z.B. für die Elektronik in Ladeboxen. Na ja, jetzt auf jeden Fall.

Ach so: Zur Strommessung über Gleichstromkabel: Kauf Dir den LEM-Wandler, oder einen der vielen chinesischen Nachbauten. Ab rund 40 Euro, und Du schiebst die DC Leitung durch und misst den Hin- und Herstrom, also Laden und Entladen. Ist standardmäßig in vielen BMS System verbaut, auch in meinem Hotzi (CHB-300SG, natürlich CE, also chinese Export). Oder hattest Du noch was anderes gemeint? Diese Durchsteckwandler für Gleichstrom sind seit 50 Jahren oder so ähnlich üblich.

Na ja, da "Wir" gefordert sind, jetzt die Frage nach den kleinen Schritten: Was kommt in unsere Fahrzeuge, also Deinen SAXO, meine Berlingos oder den Hotzi. Zusatzlader auf jeden Fall, aber DC Anschluss?
Sowohl Chademo als auch CCS haben Protokolle, die es nachzubauen oder nachzu-empfinden gilt. Weiss nicht, ob sich das lohnt, da noch viel Arbeit reinzustecken wäre, oder Unterlagen kaufen. Chademo wäre wohl möglich, aber teuer, und wie offen ist CCS? Gibt es da in unseren Kreisen schon Erfahrungen? Und wenn die blöden Steckverbindungen nicht so teuer wären. Könnte man den TESLA Chademo Adapter umbauen? Chademo Buchse und Typ2 Stecker dran für vergleichsweise wenig Geld. Immerhin halte ich die Tesla Lösung, den Stecker für DC und AC umschaltbar zu machen, für genial. Schade, dass nur die Europa-Teslas das haben, die in den USA nicht. Weltstandard? Weit gefehlt. Wie kommen wir da an die technischen Einzelheiten ran?

Bleiben (uns) nur die ganz kleinen Schritte: Zeitschaltuhr oder Messen und Anzeigen über eine WiFi Edimax Steckdose. Schade, dass das leicht nur für 230V 16A geht. Wann kann Dein Saxo wirklich mit 400V 32A laden? Typ2 Ladesäulen gibt es viele, und CEErot ist auch weit verbreitet, besondern auf dem Lande und in Werkstätten. Als Messgerät im Fahrzeug einen aus diesem shop hier, z.B.. Da lohnt sich keine Eigenentwicklung mehr, bei den Preisen. Oder doch mit einem Pretzel Board damit mit WiFi Kontakt hat?

Nochmal zum Welt-Ladegerät:
Es sollte 230V einphasig können, 50 oder 60 Hz, für Europa 16A, für USA bis 32A oder mehr (40A). Dreiphasig dann 16 und/oder 32A, alles mit und ohne Mittelleiter.
Dann gehts in fast ganz Europa, auch dort, wo die 4-poligen CEErot verbaut sind, wie z.B. in Italien. Mit sowas würde man schon gut rumkommen. ZOE läßt grüssen. Frag einfach die Fahrer mal nach ihren Erfahrungen, oder lese bei goingelectric nach.
DC dann als Sahnehäubchen obendrauf.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 12.06.2016 16:20
Jedes Ladegerät arbeitet an der entscheidenden Stelle induktiv und der Wirkungsgrad steigt sogar, wenn man die Induktivität in einer relativ großen Luftspule unterbringt, die auf magnetischem Weg auf das Fahrzeug koppelt. Nein, die nun diskutierten hohen Leistungen wpllte ich nicht induktiv auf die Menschheit loslassen. Das könnte zu schweren Verbrennungen führen, bei Metalleinlagen in Schuhen oder gar bei Verschraubungen nach Knochenbrüchen. Wenn, dann unerreichbar für den menschlichen Körper, oder eben Beschränkung in der Ladeleistung. Physikalisch begrenzt ist diese Ladeleistung nicht nach oben und anscheinend die über Stecker übertragbare Leistung auch nicht.
11kW-Lader bitte nur herausnehmbar! Dämmen wir die Wegwerfgesellschaft wenigstens an dieser Stelle ein und machen wir uns klar, dass jeder Wechsel- oder Drehstromlader in seinem Innern bereits einen deutlich verlustärmeren Gleichstromanschluss besitzt! Jeder solcher Lader passt unterschiedliche Netze fast beliebig an und bindet eine Übergangslösung für zukünftige Netzveränderungen, samt direkter Einbindung alternativer Quellen.
Ein Gleichstromstecker bedarf nur zweier Pole plus einer narrensicheren Sicherung gegen Verdrehen.

Alles andere bitte für ein offenes Trägerfrequenzverfahren, offen, das heißt, nicht patentierbar.
Klar, Leistungslader nur extern.

Der Gleichstromspeicher befindet sich bitte im Auto, erst danach kann man ihn in der feuerfesten Garage sein Gnadenbrot verdienen lassen.

Der Oma ihr klein Häuschen haben wir Grünen längst den Bach hinunter gehen lassen, weil wir unsere Kinder Sonneblumen auf alle Windmühlen und Sonnendächer malen ließen. Das war verfrüht mit der künstlichen Verteuerung des Stroms. Das ist der falsche Weg. Wir hätten besser in die Vermeidung der Stromvergeudung durch Direktheizung investiert. Das wäre noch einfacher gewesen als die Revolution im Beleuchtungswesen, die perfekt gelungen zu sein scheint.

Meiner Meinung gehören Menschen auch zur Natur und wir sollten nicht mit sonnenblumenbemalten
Scheinalternativen bedenkenlos unsere Resourcen vergeuden.
Das lassen wir aber alle fast widerspruchslos über uns ergehen, ohne die Folgen unseres Tuns je durchdacht zu haben.
Mit Stephan Nagel haben wir unsere Europaabgeordnete im europäischen Parlament besucht. Dort hätten wir eine überaus wichtig Ansprechpartnerin für unsere Anliegen. Wenn wir da nicht tätig werden, die Industrie lässt sich nicht erst bitten und beansprucht gerne auch das, was außer dem Häuschen noch nicht den Bach hinunter geschwommen ist.

Manfred, die hohen Spannungen sind auf das Drehstromnetz zurückzuführen, das gleichgerichtet und powerfaktorkorrigiert mindestens 500 Volt erzeugt. Steigen wir jedoch von dem mehrere Tausend Volt -Mittelspannungsnetz auf eine Gleichspannung von 100 Volt hinab, erledigen sich sofort Direktstromheizer in Waschmaschinen und Durchlauferhitzern, wir können trotzdem ziemlich direkt unsere Fahrzeuge laden und Strom aus ihnen beziehen.
Die Infrastruktur mit einem solchen alternativen Netz wird ganz von selbst auch zur Anpassung des Verbraucherverhaltens an die zur Verfügung stehenden Stromquellen führen.
Heute bestrafen sich die Stromerzeuger nur selbst, wenn sie unseren alternativen Strom nicht auf den Müllhaufen Aluminiumelektrolyse werfen. Die tatsächlichen Zusammenhänge sind noch schlimmer, als Du sie aufzeichnest, Manfred.
Ich denke, unser Energiesystem badarf einer grundliegenden Änderung, und auch Gleichstromladen kann dabei hilfreich sein. Bei jedem Lade-Entladezyklus einmal die Stromart unnötig zu wechseln, das kostet zu viel Energie, Häuschen unserer Omas und lässt die Sonnenblumen welken.

von Bernd Schlueter - am 12.06.2016 16:28
Zitat
EMobile plus solar
Den Tesla Stecker find ich genial, klein und handlich und kann alles.


In Europa verwendet Tesla ja den Typ2 Stecker mit der DC Mid Belegung.

In den USA verwendet Tesla einen selbst entwickelten Stecker für AC + DC. AC ist dieser Stecker aber nicht kompatibel zum dortigen Typ1 Standard. Wenn man da an einer AC Ladestation mit Typ1 Stecker laden will, braucht man einen Adapter. Und an den Destination Chargern in den USA können ohne Adapter vermutlich auch nur Tesla Fahrzeuge laden (der Roadster vermutlich nicht).

Das ist alles ganz großer Bullshit. Da sind selbst die 2 getrennten Stecker der Japaner noch besser als dieses Adaptergeraffel.

von Solarstrom - am 12.06.2016 19:05
Zitat
Solarstrom
Das ist alles ganz großer Bullshit.


Ja ja, hast nicht ganz unrecht.

Was ich ausdrücken wollte: Die Kombistecker wie TESLAS modifizierter Typ2 mit DC und der CCS Kombistecker sind eigentlich ok. Bis darauf, dass wir wieder zwei unterschiedliche Systeme haben.

Was schlägst Du vor? Ein Kombi-Stecksystem für die Welt? Ich sehe da keine Einigung, obwohl es wünschenswert wäre. Aber wer hört schon auf uns.
Engländer und Chinesen machen wieder ihre eigenen Systeme.

Für Welttouren werden wir wohl Adapter brauchen. Und für Europa? Ein Kollege war kürzlich in Frankreich mit seinem i3. Nu hat er noch einen Typ3 -Adapter oder wie der heißt. In Frankreich noch immer weit verbreitet.

Und wie kann man einen Twizy an modernen Typ2 Ladesäulen laden? Renault sagt einem da nix.
Auch, wenn Du auf Adapter schimpfst, werden wir wohl noch eine Weile damit auskommen müssen.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 12.06.2016 19:18
Zitat
EMobile plus solar
Was schlägst Du vor? Ein Kombi-Stecksystem für die Welt? Ich sehe da keine Einigung, obwohl es wünschenswert wäre.


Meine Glaskugel sagt:

In Japan bleibt es bei Typ1 und CHAdeMO. Letzteres auch mit 150 kW. Das CHAdeMO Netz ist für einen Umstieg in Japan schon viel zu weit ausgebaut um jetzt noch umzusteigen. Auch z.B. BMW liefert seinen i3 in Japan mit CHAdeMO aus.

Europa wird CHAdeMO 150 kW nicht mehr mitgehen. Hyundai (und damit Kia?) und PSA haben bereits angekündigt auf CCS zu schwenken. Nicht grundlos haben die Kia Vertragswerkstätten in Europa CCS2/CHAdeMO Duolader aufgebaut. Bleibt in Europa CCS2 oder Tesla. Tesla ist vor ein paar Monaten bei CCS Mitglied geworden. Ich vermute Tesla wird bei zukünftigen Fahrzeugen unter die Typ2 Buchse noch die 2 DC Pins von CCS dranbauen. Damit können die Fahrzeuge an Tesla SUCs und an CCS2 laden.

Für die USA sehe ich ohne Adapter keine Lösungsmöglichkkeit. Könnte auch gut sein, dass es dort bei mehreren DC Standards bleibt.

China hat seinen eigenen Standard entwickelt (das hätte es wirklich nicht auch noch gebraucht).

von Solarstrom - am 12.06.2016 20:57
Die Technik - Manuals (Schaltpläne, Aufbau, Wartung, Fehlersuche) von Chademoladesäulen eines namhaften japanischen Herstellers hatte ich seinerzeits (v. 2Jahren 7Monaten) versucht über dieses Forum der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Den Ort dieser Dateien (Wicki?) kennt wohl nur noch Admin Johannes der Multimegatrucker.
Sollte Bedarf da sein, könnte ich mich zwingen lassen Einblicke in die Originale zu ermöglichen.
woti

von wotan,der ältere - am 12.06.2016 23:51
Ich denke, alle Ideen sind willkommen und da sollten die Ideen von TEPCO nicht fehlen. Die Notwendigkeit, mehr als zwei Verbindungsdrähte zum Fahrzeug vorzusehen, sehe ich nicht.
Per Trägerfrequenz lässt sich eine überaus sichere Datenverbindung aufbauen. da braucht man nicht weitere Drähte, die brechen können oder einen Isolationsschaden erleiden können. Viel größere Bedenken hätte ich beim Verlassen nur auf komplexe Mikrocontroller, die meiner Ansicht immer ausfallen können.Da würde ich lieber antiquiertere, sichere Technik sehen. Offensichtlich beruht die Chademo-Steuerung auf einere Vielzahl von einzelnen Drahtverbindungen.
Sicherheit: fehlt eine Trägerfrequenz, bricht die Ladung ab. Mit einem Eisenringkern kann man so starke Trägerfrequenzströme erzeugen, dass kein Außenstehender die Verbindung manipulieren kann.
Wlan und ähnliche Kommunikation kommen nicht in Frage. Die sind nicht manipulationssicher.

Das Bezahlsystem und die Identifizierung können sehr wohl per RFID oder ein anderes Hochfrequenzverfahren erfolgen. Sicherheitsrelevante Kommunikation nicht: über eine relativ niedrige Trägerfrequenz, die auch die Elektronik im Fahrzeug mit Strom versorgt.

Wir sollten beachten, dass auch Elon Musk sein System allen Interessenten kostenlos zur Verfügung stellt. Der Patentschutz dient nur dazu, die Einhaltung der Standards zu erzwingen.
Wäre schon interessant, einen Blick auf TEPCOs Schaltung zu werfen, Bernhard.

Ein paar Jahre Zeit sollten wir uns schon lassen, bis alles fest zementiert ist, aber nicht Jahrzehnte, wie bisher.

von Bernd Schlueter - am 13.06.2016 07:35
Zitat
Bernd Schlueter
Wir sollten beachten, dass auch Elon Musk sein System allen Interessenten kostenlos zur Verfügung stellt. Der Patentschutz dient nur dazu, die Einhaltung der Standards zu erzwingen.


Der verwendete Steckerstandard ist Typ2 DC-Mid mit dem einzigen Unterschied dass Tesla statt den spezifizierten 140 A zeitweise mehr als 300 A über die Kontakte fließen lässt.



Ich kann mir nicht vorstellen dass hier ein relevanter Patentschutz durch Tesla vorhanden ist.

von Emil - am 14.06.2016 06:38
Zitat
Emil
Ich kann mir nicht vorstellen dass hier ein relevanter Patentschutz durch Tesla vorhanden ist.


kow how schon: bessere Kontakte, Kühlung, Überwachung und Umschalten von DC auf AC Ladung und zurück, je nach angeschlossener Energiequelle.

Trotzdem find ich die Lösung genial und frage mich, warum man das nicht zum Standard ernannt hat. DC geht auch ohne die zusätzlichen Combo Kontakte.

Aber seis drum, der Typ2 mit Combo scheint sich einigermassen durchzusetzen. Weltstandard? Na ja, wie schon erwähnt: Europa auf der einen Seite, England schon etwas anders, USA dann Typ1 mit Combo Kontakten, und was genau macht China? Schade, (mal wieder) eine Chance vertan.

Wär ja auch zu schön gewesen.... in einer Welt, wo es noch immer Ländercodes für DVDs gibt. Schlimmstenfalls kann man eine in Singapur gekaufte DVD nicht in Europa oder den USA abspielen. Allerdings scheinen sich immer mehr Leute recht lautstark dagegen zu wehren.

Das sollten wir bei der Steckervielfalt fürs Laden auch tun, uns also gegen wehren. Aber wie? Auf uns kleine Fahrergemeinde hört doch keiner, und die Foren nimmt wahrscheinlich niemand so recht ernst. Ob die Leute in den Standardisierungsausschüssen uns überhaupt wahrnehmen?
Wie kommen wir da rein mit unseren Stimmen? Mit "Wir" meine ich klar die Anwender und Fahrer. Vielleicht beim CCS Verein mal Mitglied werden, also dem "Charin" Verein?

Solarmobilelektrische Grüße

von Hotzi-47 - am 14.06.2016 07:34
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