Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Elweb Infra
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 12 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter

Ausbau der Energiemonopole

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 25.11.2016 00:26

...und schon wieder soll unser Energiemonopolgesetz aus der Hitlerzeit verschärft werden:

"1. BHKW-Betreiber sollen auf vermiedene Netzentgelte verzichten
Ein kürzlich vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vorgelegter Referentenentwurf zum Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG) gibt vor, „die Erstattungen für Einspeisungen aus dezentralen Erzeugungsanlagen [...] an Erfordernisse der Energiewende“ anpassen zu wollen. Doch genau das Gegenteil vom Versprochenen enthält dieser Entwurf: Er sieht die Abschaffung der Zahlung von „vermiedenen Netznutzungsentgelten“ (vNNE) von Netzbetreibern an die Betreiber von (Mini-)Blockheizkraftwerken vor. In Wahrheit soll die Energiewende also wieder einmal nicht vorangetrieben, sondern schlicht konterkariert werden. Weiterlesen: "

Energiesparen lohnt sich nicht, jedenfalls nicht für die Monopolkonzerne. Den BHKW-Betreibern sollen nur Nachteile entstehen. Man beachte: unter 3 Cent kostete im letzten Jahr durchschnittlich die Erzeugung von einer kWh Strom.. Verkauft wird er den Verbrauchern für etwa 26,5 Cent, beim RWEnoch etwas teurer.
Also fast 1000% Aufschlag an Steuern, Umlage, Wegegebühren und Gewinn für die Monopole.
Nun soll auch noch die letzte Vergünstigung für das Energiesparen der BHKW-Betreiber entfallen.
Energiesparen läuft den Interessen der Energiemonopole entgegen.
Was in Kolumbien die Drogenkartelle von der Bevölkerung einfordern, erhalten widerspruchslos bei uns die Energiekonzerne. Die ehernen Gesetze Monopolgesetze aus der hitlerzeit dienten einst zur Absicherung der Energieversorgung in Kriegszeiten. Es musste genug Geld für den Wiederaufbau durch die Kriegszerstörungen vorhanden sein.Heute werden die Kartellgesetze missbraucht, um sich jegliche Konkurrenz vom Hals zu halten und die Energiewende zu unterlaufen.

Ich weiß nicht, ob es schon jedem klar geworden ist: Alternativer Strom aus Solardach und Windturbine stören die Einkommensstruktur der Monopole. Optimal wird diese erst, wenn man regenerativ erzeugten Strom in die Aluminiumelektrolysieranlagen und ins Ausland verschiebt. Genau das geschieht. Die deutsche Bevölkerung lässt sich widerspruchslos alles gefallen.

"Heil dem Energiehimmel für die Monopolkonzerne", unter diesem Motto steht offenbar die deutsche Energiepolitik.

Vorgegaukelt wird uns jedoch eine angebliche Liberalisierung des Energiemarktes, durch eine sogenannte "Energiebörse".
Die ist so frei wie die für Drogenhandel in Kolumbien.
Die Bevölkerung hat da nicht mitzubestimmen. Wie käme man denn dazu?

In der Türkei hat die Bevölkerung auch noch freiwillig die Diktatur gewählt, sogar einschließlich Verfassungsänderung, weil diese dem Diktator zu gefährlich wurde.

Es ist nur eine Frage der Zeit, wann bei uns die letzte Vergünstigung für das Erzeugen alternativer Energie fällt: die sogenannte "Bagatellregelung", die es erlaubt, selbst erzeugten Strom abgabenfrei selbst zu nutzen. Zur Zeit liegt diese "Bagatellgrenze" bei unter 10.000kWh jährliche Eigenerzeugung. Die Konzerne haben schon längst ein Auge auf diese geworfen, entgehen ihnen dadurch doch ca 700 kg erteugtes Aluminium im Werte von über 1000Euro pro Jahr und 7kW-Solardach.

Merkt die deutsche Bevölkerung denn überhaupt nicht, was bei uns gespielt wird?

Antworten:

Da gibt man sich Mühe und bereitet die Energiewende vor, und dann bekommt man am laufenden Band einen übergebraten (so sagt man das heute, wir leben in der Trump-RTL-Zeit).

von Bernd Schlueter - am 05.12.2016 18:51
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.