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Elweb Infra
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Hotzi-47, R.M

Idee für Unterwasserkabel

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 02.12.2016 07:54

Die Macht des Hitlermonopols auf die Energieversorgung ist immer noch unbeschränkt. Für die Energiewende benötigen wir ein freies Netz, in das jeder frei alternative Energie einspeisen und entnehmen kann. Zur Zeit ist das in "unserem" Netz nur möglich, indem wir für 3 Cent, im Vorjahr 2,5 Cent pro kWh den teuren, umweltfreundlichen Strom einpeisen und mit ca 1000%, in Worten: eintausend Prozent Aufschlag, der an Staat und Monopole geht, weiter verkaufen. Für diese unverschämte Bereicherung haben wir unser Stromnetz nicht gebaut, das jetzt den Monopolisten noch als Eigentum in den Rachen geworfen wurde.
Herr Trump, was sagen Sie dazu? Ist das richtig, wie unsere Politiker mit uns herumspringen?

Ein für Deutschland irrelevantes Netz wäre ein unterseeisch verlegtes Gleichstromnetz auf der Basis von Supraleitung, mit Flüssigwasserstoffkühlung.
Die Kühlung sehe ich nicht als ein Problem an. Eine Hochvakuumkühlung von wenigen cm Dicke reduziert das Eindringen von Wärme auf erträgliche Werte. Auf See kann uns niemand Energietransporte verbieten und der Handel ist dort auch frei.
Sollten wir die Monopole jemals überwinden, breiten wir das unterseeische Netz auch auf das Land aus.
Hat solch ein Supraleiterkabel eine Oberfläche von 1m² pro Meter, strahlt ein hochverspiegelter Körper pro m2 circa 3 Watt ab die mit ca 60 Watt Kompressorleistung kompensiert werden müssen. Damit hätte eine 1000 km lange Doppelleitung ca 60 Megawatt Verluste, rund um die Uhr.
Dem gegenüber steht eine Übertragungsleistung bei 50.000 Volt und 2 Millionen Ampere von 100 Gigawatt. Dieser Stromfluss besteht aber nur an einem kleinen Teil des Tages. In Essen wird schon lange ein 1000 Meter langes Kabel getestet, das auch die vielen Elektrotankstellen mit Gleichstrom, gleich in der Spannung passend zu allen Elektrautos, versorgen könnte.
Zweimal 48 Volt, symmetrisch zur Erde, bei 100.000Ampere, das wäre schon ein guter Anfang für das Zentrum von Städten mit 1000 Ladestationen.
Nun, der Saharastrom ist dann auch bald bei uns, wenn die israelische Armee die Solarfelder bewacht. Allah ist groß und wird das sicherlich bald möglich machen. Noch sollten wir solche Projekte zurückstellen. Ist ja auch schon geschehen.
Was mir auch gerade auffällt, Aerogel könnte durchaus auch die erforderliche Wärmeisolation möglich machen.Bei tiefen Temperaturen verbessern sich dessen Eigenschaften im gleichen Maße. Aerogel darf übrigens jeder herstellen. Es unterliegt keinem Patentmonopol.
Zumindest die Schweizer Bevölkerung kann sich in kürzester Zeit von allen Monopolzwängen befreien. Die Schweiz könnte ein El Dorado für alternative Energie werden. Die schweizerische Bevölkerung wäre am ehesten dazu zu bewegen, preiswerte elektrische Energie nicht mehr unbedacht für elektrische Direktheizung und Elektrolyse zu verschwenden.

Antworten:

Zitat
Bernd Schlueter
Ein für Deutschland irrelevantes Netz wäre ein unterseeisch verlegtes Gleichstromnetz auf der Basis von Supraleitung, mit Flüssigwasserstoffkühlung.


??? Wieso beschäftigst Du Dich so detailliert mit irrelevanten Dingen?
Oder meintest Du "irre relevant"? Ich halte es für irre und für nicht relevant.

Bin also etwas irritiert über da, was Du jetzt wirklich gemeint hast.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 02.12.2016 09:42
Als das Aufwendigste an den Supraleitungskabeln erschien immer der Energieaufwand für die Kühlung.Das ist aber nicht der Fall. Das andere Problem, das Fehlen einer ausreichenden Anzahl von Kühlapparaturen, ist noch nicht gelöst. Ebenso fehlt noch der Rohstoffnachschub. Viele Anreicherungsverfahren für benötigte Seltene Erden sind nicht umweltverträglich.
Sogar Interkontinentalverbindungen sind technisch möglich, aber für die Gegenwart tatsächlich noch irrelevant. Trotzdem ist es sinnvoll, sich heute schon auf die zukünftige Entwicklung einzustellen. Auch, wenn es nur in der Leistung regelbare Gleichstromlader sind.
Wechselstrom ist heute eigentlich nicht mehr erforderlich und kann jederzeit beliebig umgewandelt werden.
Elektrische Energie wird allerdings immer als Wechselstrom erzeugt werden müssen, zum Weitertransport wird Gleichstrom bevorzugt verwende werden..

von Bernd Schlueter - am 03.12.2016 01:43
Zitat
Bernd Schlueter
Elektrische Energie wird allerdings immer als Wechselstrom erzeugt werden müssen, zum Weitertransport wird Gleichstrom bevorzugt verwendet werden..


Na ja, heute siehts grosstechnisch genau andersrum aus.
Rund 40 GWatt werden aus Sonnenenergie direkt in Gleichstrom umgewandelt. Zum Weitertransport wird bevorzeugt Wechsel- bzw. Drehstrom verwendet. Nicht werden, sondern wird, heute jedenfalls noch.
40 GWatt sind keine Kleinigkeit. Die Leistungsspitze im deutschen Netz liegt rund doppelt so hoch oder ähnlich. Ach so, der Wind weht auch noch, da wird aber Wechselstrom gemacht.

Und am Kochelsee soll es ein 250kW Wasserkraftwerk geben, bei dem der Wechseltrom nach zum Weitertransport dient.

Ich sehe es nicht als Problem an, dass es diese Anlagen zum Wechselstromtransport noch gibt, und sie werden sicher noch lange genutzt. Wo ist eigentlich das Problem? Sie sollen nicht ausreichen, man braucht mehr Trassen? Nö, lieber dezentral erzeugen und dezentral verbrauchen, dann müssen wir nicht so viel hin und her transportieren. Die Erkenntnis ist weder neu noch von mir, sonden wurde kürzlich von der N-Ergie Nürnberg so veröffentlicht und auch mit konkreten Zahlen untermauert.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 03.12.2016 09:51
Hallo

Die wird es sogar ganz lange geben, mit Gleichspannung ist die Regelung wesentlich aufwendiger.
Damit eine Maschenstruktur aufzubauen wie beim Wechselstromnetz ist immens teuer.

Die netten Erdkabel für Südlink kann man hier bewundern sind schon echte Klopper.

Gruß

Roman

von R.M - am 04.12.2016 18:07
Das 100.000Voltkabel für Drehstrom hier in Düsseldorf, das durchgebrannt war, auch. Aber das verstehe ich nicht, was an den Gleichstromnetzen aufwendig sein soll, außer den Hochspannungswandlern. Oder ist das die fehlende Nullphase?

von Bernd Schlueter - am 05.12.2016 18:49
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