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Elweb Infra
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Erster Beitrag:
vor 10 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 10 Monaten
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Hotzi-47, Solarstrom, Bernd Schlueter, el3331, Emil

Laden an Schnellladestationen an französischen Autobahnen

Startbeitrag von Solarstrom am 06.12.2016 10:47

An den Schnellladestationen (50 kW Triple) aus dem Corri-Door Projekt entlang der französischen Autobahnen kann man ab sofort mit dem PlugSurfing Key laden: [www.plugsurfing.com]

Antworten:

Das Laden ist aber wegen der Zeitabrechnung für alle Fahrzeuge ohne Chademo ein teures Vergnügen.

Einmalkosten: 0,79 €
Ladekosten pro Minute: 0,24 € (unabhängig von der Ladeleistung)

von Emil - am 07.12.2016 07:01
Dass EVs mit langsamer Ladetechnik von den Schnellladestationen ferngehalten werden, macht auch grossen Sinn. Sonst würden diese Fahrzeuge stundenlang die Schnelllader blockieren. Eine zeitbasierte Abrechnung ist hierzu sehr gut geeignet.

Das betrifft übrigens nicht nur CHAdeMO, sondern auch CCS 50 kW und AC Typ2 43 kW.

von Solarstrom - am 07.12.2016 20:33
50kWh für knapp 5 Euro, da kann wirklich niemand etwas gegen haben. Dann muss ich mir ja wohl doch einen chademo downregler bauen, damit die 50kW in meine Kiste passen. Vielleicht baue ich dann noch eine weitere Dose an, um den Strom , der nicht benötigt wird, nach hinten weiter zu reichen. Die Schlangen vor den Säulen verlieren damit auch ihren Schrecken.
Also, bei der Ladestromgröße ist es unsinnig, weiter Ladegeräte mit sich zu schleppen.
Nix RWE oder Innogy gehen voran, nein, die Franzosen, mit Gleichstromladung.
Mein Ziel, zusammen mit meiner obigen Idee, ist erreicht.
Auf einen Schlag Vervielfachung der Ladesäulen. und optimale Nutzung der Ladeleistung.

von Bernd Schlueter - am 08.12.2016 11:21
Zitat
Bernd Schlueter
Nix RWE oder Innogy gehen voran, nein, die Franzosen, mit Gleichstromladung.


Triple Lader gibts auch in Deutschland. Chademo, CCS, jeweils 50 kW und dann noch 43 kW AC über Typ2. Gleichstromladen kostenfrei bei ALDI hat auch was.
Wie erwähnt: Nicht nur in Frankreich. Aber fahr ruhig hin. Ist nicht so weit weg von Krefeld oder wo Du lebst. Und für welches Auto hast Du Deinen persönlichen Gleichstromanschluss verwirklicht? Chademo oder CCS? Und was macht Dein SAXO? Fährst Du noch (mit Schuko) oder lädst Du schon (mit DC)?
Was machen eigentlich die hp-minis, über die wir früher viel diskutiert haben? Hast da was mit gemacht in der Zwischenzeit?

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 08.12.2016 22:44
Das Corri-Door Schnellladenetz in Frankreich ist ein europäisches TEN-T Projekt mit der Bezeichnung 2013-EU-92055-S. 50% finanziert von der EU, die anderen 50% von Konsortialpartnern:
[ec.europa.eu]

Das vergleichbare TEN-T Schnellladenetz Fast-E in Deutschland ist von Allego und trägt die Bezeichnung 2014-EU-TM-0196-S. Übrigens, daran ist die RWE beteiligt:
[ec.europa.eu]

Der Preis für Corri-Door per PlugSurfing ist nicht 5€ für 50kWh. Wenn mein Soul EV leer ist, lädt er an CHAdeMO in rund 30 Minuten rund 20 kWh auf 84%SOC per CHAdeMO. Das sind dann 30 * 0,24€ + 0,79€ = 7,99€ für den Ladevorgang. Oder pro kWh 0,40€.

von Solarstrom - am 09.12.2016 07:37
Eines kann man sich jetzt sicher sein: alle Autos werden jetzt für Schnelladen ausgerüstet. Ich hoffe, für Gleichstrom , wobei der Lader nicht mehr im Fahrzeug sitzt. Die Fahrzeuge werden gleich einige Tausend Euro billiger, die Steckerungetüme werden auch irgendwann verschwinden.
Schukostecker und zweipoliger Ladestecker, ein kleines Kästchen im Fahrzeug, standardisiert, zur Ladeüberwachung und Kommunikation. Anwahlmöglichkeit für smart Laden. Sprich, im begrenzten Maße kann dann der Versorger der Säule die Ladeleistung Angebot und Nachfrage anpassen.
Jeder kann, auch für andere, das smart Laden abwählen, damit Warteschlangen vermieden werden können.

14,40 Euro für 50 kWh. das sind 29,88 Cent pro kWh.
Auf nach Frankreich! Wo ist mein Saxo-Adapter?
Mist, 200 Ampere mal 120 Volt, das sind nur 24 kW!
dann wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als eine zweite Batteriegarnitur mitzuschleppen.

So stelle ich mir die Zukunft vor.
Also, verkaufen wir unsere müden Kisten! SUV heißt die Devise. 1000kg Akku, 1000kg SUV.

Was macht eigentlich A123 mit 20C?

2,5kWh Speicherfähigkeit würden dann genügen. Gut, dass ich mir noch keine Winston gekauft habe.

von Bernd Schlueter - am 19.12.2016 15:08
Zitat
Bernd Schlueter
Mist, 200 Ampere mal 120 Volt, das sind nur 24 kW!
dann wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als eine zweite Batteriegarnitur mitzuschleppen.
So stelle ich mir die Zukunft vor.
Also, verkaufen wir unsere müden Kisten!


Oder bau die müde Kiste um auf Li-Akkus. Mach zwei Sätze á 120V 100Ah.
Beim Fahren parallel schalten. Mehr als doppelte Reichweite, denn der Innenwiderstand ist besser als bei den Säften. Also weniger Verluste in den Batterien heißt mehr Reichweite.
Beim Laden in Reihe. Dann kannst Du über Chademo oder CCS laden. Allerdings sind 200 A Ladestrom schon etwas heftig für einen 100 Ah Akku. Mußt den entsprechenden Typ wählen, dann gehts schon. Wie wären die 72er Cälber?

Die Umschalttechnik bekommst Du alter Tüftler schon hin. Es kann ja stromlos umgeschaltet werden. Evtl. über Steckverbinder.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 19.12.2016 18:29
Hallo,
ob 70 Zellen à 100AH aber in die Saxo-Kästen passen?
In meinem AX, der ja die gleichen Kästen hat, sind 80 X 60 AH drin und damit sind die Kästen eigentlich voll.

Lothar

von el3331 - am 19.12.2016 22:30
Zitat
el3331
... ob 70 Zellen à 100AH aber in die Saxo-Kästen passen?


Keine Ahnung, wie hoch der Platzbedarf der 100er Winston, Calb oder so sind. Für die habe ich mich noch nicht ernsthaft interessiert. Kannst schon recht haben, dass man die nicht mehr reinbringt.

Die 72er Cälber haben 222 x 135 x 29 [mm], und wenn man sehr dicht packt, sollte man bis zu 124 Stück in die AX / Saxo / 106 er Kästen bekommen. SIC, so sollte es sein, was zu beweisen wäre.
Gibt aber keine schöne Anpassung. Ich würde eher nicht so dicht packen, evtl. den oberen 3er Kasten nicht mit Akkus vollpacken und dann insgesamt nur 2x45 Zellen nehmen.
Man hätte dann 144 V und 142 Ah, alles bei rund 180 kg Zellgewicht inklusive Verbindern. Ungefähr jedenfalls. Allerdings nicht ganz billig der Spass mit rund 10 T-Euros.

Da könnte man dann diese Serienschaltung zum Laden und die Parallelschaltung zum Fahren wohl wagen. Obwoh: die 72er Cälber sollen nach Datenblatt eigentlich nur bis 72 A Ladestrom vertragen. Eigentlich zu wenig für diese Anwendung. Mit 200 A laden würde ich mich nicht mehr trauen.

Passt also doch nicht so gut. Die Kosten und Mühen mal in Betracht gezogen, ist der Kauf eines Fahrzeugs, dass schon von Haus aus das DC Laden beherrscht, sicher sinnvoller.

Also Bernd, hast doch Recht. Verkaufen wir unsere müden Kisten. Wie wärs mit dem EV-Seelchen aus Korea von KIA? Kostet rund 1000 Euro pro kWh, der Wagen ist ohne Aufpreis dabei. Und der kann an Chademo wirklich schnell laden, deutlich über 50 kW. Ich glaube, bis 70 kW oder noch mehr. Hauptsache, die Ladestation kann das liefern. Und über Chademo sollte auch der Hausanschluss für V2G und Rückspeisung ins Hausnetz möglich sein. Für den Preis bekommt man sonst keinen 27 kWh Hausspeicher.
Oder doch gleich den (von Dir vorgeschlagenen) SUV von BYD. Der hat noch mehr Speicher und den direkten Anschluss mit AC rein und raus über die Typ2 Schnittstelle, alles bis 43 kW. AC raus kann nur der, sozusagen ein Alleinstellungsmerkmal. Frag nach bei Fenecon, die bieten das schon an in Deutschland. Die 43 kW AC Laden sollen auch an französischen Ladestationen gehen, an Triple Ladern in Deutschland sowieso.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 20.12.2016 09:40
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