Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Elweb Infra
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 4 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 2 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Berlingo-98

Rom

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 10.02.2017 21:20

Ihr könnt alle mal mithelfen, das Ladeproblem der Römer zu lösen. Die würden gerne alle elektrisch fahren, aber das geht nicht. Wer mitten in der großen Stadt wohnt, hat keine Garage und von den hohen Wohnhäusern eine Verlängerungsschnur baumeln lassen bis in die übernächste Straße, das geht nicht. Ein großer Teil der Römer ist notgedrungen unterwegs auf der Straße, um ein kleines Plätzchen zu finden. Die meisten Autos sind Smarts, die parken ungestraft senkrecht. Platz ist dazwischen kaum, als gute und schnell reagierende Fahrerinnen kommen sie aber auch aus den engsten Parklücken, durch die kein Fußgänger mehr passt. Parkhäuser in die Tiefe bauen, geht nicht, denn da wohnen die alten Römer, das braucht 5 Jahre, bis die alten jetzt unterirdischen Wohnungen freigegeben sind.
Also, sagt was dazu, denn uns blüht in den großen Städten mit wachsender Fahrzeugdichte das Gleiche.

Meine Idee wäre der Strom von unten, per Induktion, da reichen 500 Watt Ladedauerleistung. Wer weiter fährt, kommt in die Peripherie, da ist Platz genug für die Schnelllader.

Eine andere Lösung wäre eine Oberleitung, unter die die PKWs passen. Man könnte auch Schukokupplungen am Spiralkabelnach unten ziehen und oben am Fahrzeug einstecken.
Lasst Euch was einfallen, denn irgendwann sind wir alle Römer.

Die Stadtverwaltungen und der italienische Staat elektrifizieren, wo sie können. Züge 100% elektrisch, Trolleybus sogar einige wenige in Rom, samt Straßenbahn. Alles im eigenen Land gebaut. Die alte österreichische Infrastruktut lebt noch und wurde ausgeweitet.
Fahrrad so gut wie unmöglich, Fußgänger ebenso, obwohl alle Autofahrer freundlich stehen bleiben, wenn sich ein Fußgänger auf die Straße wagt. Geduld? Haben die Römer.
Twizies gibt es, die Fahrerinnen müssen nur stark genug sein, um sie über die engen Parklücken über die Autos zur Steckdose zu befördern. Komische Dinger, erinnern nur entfernt an Schukostecker. 6 Ampere, das reicht fürs Twizy.
Der Busverkehr ist super. Überhaupt kein Fahrplan, wie sollte der auch funktionieren in dem Gewühle?

Also, jetzt lasst mal die Ladekabel nach oben schnellen!

Antworten:

Ladesysteme für möglichst alle Fahrzeuge sind unbestreitbar ein schwerwiegender Eingriff in die Infrastruktur einer Stadt.
Ich sehe folgende Lösungsmöglichkeiten:
1. Verlegung einer einfachen Drahtschleife in der obersten Schicht des Asphalts quer unter allen parkenden Autos, durchflossen von 10 Ampere bei 50 kHz. Unter jedem Fahrzeug ein "Saugkreis", der die Induktionsspannung auf 30 Volt anhebt, um 300 Watt abzapfen zu können. Das reicht für 90% der Versorgung und es werden nur noch wenige 11 bis 350kW-Lader außerhalb der Stadtmitten benötigt.
2. Über den Parkstreifen längs beiden Seiten aller Straßen isolierte Zweidrahtleitungen mit im ungefähren Parkabstand herablassbare 3 Ampere-Kupplungen, regenfest, herabziehbar, vielleicht nur 120 Volt , möglichst potentialfrei. Überall hochempfindliche Fehlerstrommessung. Wie unter 1. starke Ladesäulen in der Peripherie.
3.Konstruktion eines wirkungsgradstarken gasbetriebenen Generators, möglichst herausnehmbar und tragbar (6.Etage eines römischen Miethauses ohne Aufzug).
Italiener können so etwas und von dem, was dann in Rom abfällt, profitieren wir dann ebenso.
In Rom Laurentina befinden sich europäische und italienische Ministerien an einem Ort, alles, was Mobilität, Transporte, neue Techniken und Infrastruktur angeht.
Das Problem ist dringend und man würde auf offene Türen stoßen. Ich sehe in Italien schon das europäische Zentrum für die elektrische Mobilität entstehen. Neben der Wilhelmstraße, natürlich.
Industriemäßig ist in Italien alles Erforderliche vorhanden, Halbleitertechnik kann auch von außen angeliefert werden.

von Bernd Schlueter - am 11.02.2017 08:12
Zitat
Bernd Schlueter
Ich sehe in Italien schon das europäische Zentrum für die elektrische Mobilität entstehen. Neben der Wilhelmstraße, natürlich.


Was genau ist noch in der Wilhelmstraße? Der BSM ist umgezogen.

Dafür fährt in Rom, pardon: im Vatikan, jetzt einer elektrisch.

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 14.03.2017 14:00
Ach, da treibt Ihr Euch jetzt herum. Da kann man ja lange suchen... Für Rom habe ich mir auch schon einen Standort ausgeguckt, in Laurentina, auch ganz weit draußen. Ist aber immerhin auch so eine Art bombastisches Eurocenter mit Gebäuden, das Seinesgleichen sucht. Die Verkehrsprobleme in Rom sind mit Berlin vergleichbar, nur schlimmer. Ich denke , eine Partnerschaft könnte da hilfreich sein. Wo schon der Papst elektrisch fährt...

von Bernd Schlueter - am 21.03.2017 18:06

Konzept für Rom: kostenlose Energie, wie Nicola Tesla es plante

Rom leidet enorm unter einer hohen Verkehrsdichte mit ihren Abgasen und dem Lärm.
Italien ist ein rohstoffarmes Land, zumindest, was Brennstoffe angeht. Öl muss teuer importiert werden und schädigt die Umwelt. Sonne gibt es viel, sie wird kaum genutzt.
In Geothermie ist es Weltspitze, aber das ist nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein.

Elektromobilität ist ein Muss. Aber ein Tanksäulensystem würde das Verkehrschaos komplett machen. Alles spricht dafür, die Energie für die Fahrzeuge kostenlos abzugeben, jedenfalls eine Grundenergieversorgung, ausreichend für vielleicht 5000km im Jahr, das sind, falls Steuern entfallen, bei 20kWh/100km Verbrauch, jährlich 1000kWh oder, gleichmäßig auf das Jahr verteilt, weniger als 150 Watt Ladeleistung , im Werte von ca 50 Euro. Das Geld käme schon alleine dadurch herein, weil die teure Gesundheitsfürsorge in Krankenhäusern stark eingeschränkt würde, und Rom ist voll von Krankenhäusern.
Vor allem aber würde ein teures Abrechnungssystem entfallen.
Induktionsschleifen für eine dermaßen geringe Ladeleistung sind überaus einfach und billig zu verlegen, aber halten Rom am Leben, ohne, dass auf Mobilität verzichtet werden muss.
Dieses Modell ist auch für andere Städte tauglich, so auch für Berlin und London.
Ich beabsichtige, an die Stadtverwaltung von Düsseldorf heranzutreten und solch ein Induktionsladeprojekt zunächst für ein gerade in der Planung befindliches Parkhaus vorzuschlagen. Dabei kommt es darauf an, dass die Induktionsschleifen nicht in der Nähe von Eisenträgern und -matten liegen, die Induktionsfrequenz liegt im Bereich der von Induktionskochherden.
Missbrauch des Stroms kann man weitgehend ausschließen. dafür gibt es einfache Überwachungsmöglichkeiten und , wer mehr als die zugewiesene Leistung abzapft, fällt sofort auf.
Um den Umstieg auf die Elektromobilität attraktiver zu gestalten, kann auch mit einer kostenlosen Dauerzuteilung von 1000 Watt pro Fahrzeug begonnen werden. Sprich , 10.000kWh im Jahr, ausreichend für 50.000km im Tesla oder Elektromaserati.

Auch Nicola Tesla plante einst, alle Straßen per Induktion mit elektrischer Energie zu versorgen und demonstrierte dies in Großversuchen. Dabei verwendete er jedoch eine ca 1000 fach höhere Frequenz, sodass die Wirkung des elektrischen Feldes die des magnetischen Induktionsfeldes bei weitem übertraf. Professor Mabuse alias Daniel hat uns das schon sehr schön in der Waldmühle demonstriert.
Vielleicht gelingt es ja noch, die Energieversorgung unserer Gefährte bis zum Treffen auf das Zehnfache anzuheben...
Wenn der Wotan sich endlich melden würde, hätte ich die ersten zwei Lader schon angepasst (Regelbarkeit).

von Bernd Schlueter - am 24.03.2017 05:27

Re: Konzept für Rom: kostenlose Energie, wie Nicola Tesla es plante

Hallo Bernd,

zwei Fragen zu Deinen Quellen:
Wann genau und wo steht geschrieben, dass Nicola Tesla kostenlose Energie plante?
Wann genau und wo steht geschrieben, dass Nicola Tesla einst plante, alle Straßen per Induktion mit elektrischer Energie zu versorgen und wann und wo hat er dies in Grossversuchen demonstriert.

Ich habe das in meiner ziemlich umfangreichen Literatur über Tesla und sein Wirken nicht gefunden.

Gruss, Roland
Alle Wege führen zwar nach Rom, und viele erneuerbare Energien könnten zu kostenloser Energie führen. Aber lass uns stattdessen gelegentlich mal ganz woanders hin fahren zu Ausflügen zu den diversen Tesla Museen. Sowas gibts mehrfach, soviel ich weiß in Kroatien, Serbien und in den USA. USA ist derzeit nicht so gut, und auch zu weit weg. Aber 2020 kannst Du ja hier mitfahren.

von Berlingo-98 - am 24.03.2017 09:59
Zumindest zündete Tesla auf einer Länge von 200 Metern auf einer Straße in den USA alle evakuierten Röhren, die beliebige Personen in den Händen hielten und träumte stets von elektrischer Fernwirkung bzw Übertragung, wollte die USA durch ein elektrisches Kraftfeld verteidigen und feindliche Flugzeugmotoren auf 250 Meilen Entfernung zum Schmelzen bringen. Ronny Reagan fand an der Idee schließlich auch Gefallen und mit dem Harp-Experiment wollte man schließlich das Weltklima dauerhaft verbessern. Mit einer vergleichsweise lächerlich geringen Energiemenge.
Von seinem Museum in Belgrad gehen aus seiner Kugel geheimnisvolle Energien aus, natürlich kostenlos und, wäre er später geboren, wären seine Resonanzenergie-Sendestationen sicherlich ins Lemnet eingetragen worden.

Meine Induktionspläne beruhen übrigens sehr genau auf Teslas Erfindungen der Energieübertragung über Resonanz, wie sie gelegentlich auch in der Waldmühle herumspukt.

Ob man wollte oder nicht, im Nu wurden damals die gesamten USA von einem Netz der Energieübertragung überzogen, das Netz war kostenlos, die Nutzung der daraus bezogenen Energie schon sehr bald nicht.

Freie Energie konnte man das damals mit Fug und recht nennen. In Deutschland ist elektrische Energie heute alles andere als frei, wird von Monopolen behütet und mit Steuern, Wegelagererprämien und Umlagen belegt, die mit inzwischen über 1000 %, in Worten über Tausend Prozent in der Welt vergeblich ihresgleichen suchen.
Nein, so hatte Nicola Tesla sich das nicht vorgestellt und er hat sich eigens deshalb in einer Kugel beerdigen lassen, damit er sich im Grab problemlos herumdrehen kann. Er rotiert sozusagen, wenn er von den wöchentlichen Ankündigungen von Strompreiserhöhungen in Deutschland hört.

Demnächst mit niedrigerer Frequenz und ohne Funken

Tesla war damals auf ultrahohe Frequenzen angewiesen, seine Ignitrons = Funkenstrecken waren einfach das Höchstfrequenteste, was bis heute immer noch nicht übertroffen ist. Selbst Fusionsreaktoren bedienen sich heute noch Teslas Methode und Kaiser Wilhelms Telefunkensender wussten Teslas Erfindungen noch lange zu würdigen.

Nein, in Rom braucht man sich zukünftig nicht mühselig die 28 Stufen der heiligen Treppe emporzuquälen, um sein Cityel laden zu dürfen, das wird dann völlig kostenfrei am Rande beliebiger Straßen Roms erfolgen...Auch gefährliche Röntgenstrahlung, wie bei Teslas und Dr. Mabuses Experimenten ist dabei nicht zu befürchten.
Sanfte 50kHz harmonischer Schwingung sorgen dann völlig gefahrlos für ein Fortkommen. Den Transistor kannte Nicola Tesla damals noch nicht und wenn er nicht gestorben wäre, hätte er ihn mit Sicherheit längst erfunden.

von Bernd Schlueter - am 29.03.2017 03:33

Nur ein Film: Milano, Kopenhagen

Es muss nicht alles elektrisch sein: Fahrrad nicht vergessen
Ihr kennt meinen Traum von ausschließlich schmalen, leichten, elektrischen oder elektrisch unterstützten Fahrzeugen, die man verladen kann...
das ist auch die Lösung für die Metropolen in allen Ballungsgebieten. Bei uns gibt es Radwege entlang des Rheins und der Ruhr...teilweise noch stiefmütterlich behandelt.

a la prochaine...

von Bernd Schlueter - am 15.04.2017 20:28
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.