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Elweb Infra
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vor 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
Solarstrom, Bernd Schlueter, Ralf Wagner, Berlingo-98

Förderung Ladeinfrastruktur - Gesamtliste

Startbeitrag von Solarstrom am 21.09.2017 20:43

Hier gibt es eine sehr interessante Gesamtliste der Bescheidempfänger: [www.bmvi.de]


Einiges ist bereits bekannt:
Lechwerke: 117 Normal- und 19 Schnellladepunkten
Kaufland: 130 Schnellladepunkte


Anderes ist mir absolut neu:
Stadwerke Ulm: 24 Schnellladepunkte
Donau-Iller Bank: 6 Schnellladepunkte
Albwerk: 4 Schnellladepunkte
Landkreis Ravensburg: 8 Schnelladepunkte
Flughafen Stuttgart: 26 Normal- und 6 Schnellladepunkte
.....

Antworten:

Der Run auf die besten Standorte läuft. Ich wundere mich, dass das Konsortium der Automobilindustrie nicht dabei ist und das Tank + Rast nicht dabei ist. T+R baut offenbar nicht selber, sondern z.B. die ENBW für sie in BW.

von Ralf Wagner - am 22.09.2017 08:01
Ich vermute hinter den 60 Schnellladepunkten von Sortimo steckt das Konsortium. Anders kann ich mir persönlich das Projekt in Zusmarshausen nicht erklären. Der Ort liegt näherungsweise mittig von Porsche, Daimler, Audi und BMW.

Von den 160 EnBW Schnellladepunkten dürften sehr viele 150 kW sein, welche an den vorbereiteten Trafos an den Raststätten betrieben werden. Das sieht man auch an der Höhe der Förderung von 5 Mio.€, was 31 T€ pro Ladepunkt sind. An der Raststätte Allgäuer Tor haben sie den 2. Lader gar nicht mehr aufgestellt mit der Begründung es kommen dann eh bald 150 kW.

Auch interessant sind die 150 Ladepunkte von Fastned. Wenn wie geplant 25 Standorte kommen, sind das 6 Ladepunkte (Lader?) pro Standort.

von Solarstrom - am 22.09.2017 16:51
Gefördert werden nur noch 150 kW und 800 V Lader, die 50 kW Klasse ist raus, zumindest aus der Förderung.

Ich konnte diese Woche mit H Pallasch reden, er ist bei der NOW zuständig für die Verteilung der Fördergelder.

Angehoben wurde der Zuschuß für Mittelspannungsanschlüsse, da diese deutlich teurer sind als gedacht.

Ebenfalls gefördert werden lokale Speicher, wenn ein Speicher günstiger ist als ein größerer Netzanschluß.

Ein Problem sind immer noch geeichte DC Zähler die bisher nur in China aber nicht in Europa verfügbar sind. Das Thema soll bald technisch gelöst werden.

Ein riesen Diskussionsthema ist noch das Eichrecht und dazu passende Ladestationen die kWh verkaufen dürfen, da fehlt es noch massiv an Marktbreite...

Wenn man die Richtlinie richtig liest, kann man auch Überdachungen fördern lassen, damit man nicht immer im Regen steht.

Bei den Förderbescheiden wird geprüft wo das Geld den besten Effekt hat, das heißt wo die meisten Ladepunkte fürs Geld entstehen, insofern sind Lösungen wie die Überdachungen eher nicht förderfähig.

Immerhin war es überraschend dass der zweite Call noch vor der Wahl kam, es tut sich etwas im Aufbau der Ladeinfrastruktur.

von Ralf Wagner - am 01.10.2017 17:40
Es tut sich etwas. Traurig und nicht zeitgemäß wäre es, wenn immer noch 50 HZ-Mittelspannungstransformatoren gefördert würden. Hier müssten auch andere Spannungsklassen Verbreitung finden. Leistungsfähige IGBTS gibt es beispielsweise mit 3000V und mehr Source-Drain-Spannung. und einigen kA Stromtragfähigkeit.
Für höhere Spannungen bis ca 10kV zieht man inzwischen ICGTs vor, die robuster sind und ähnlich den Thyristoren und GTOs einen Gatestrom benötigen ist, der höher als der Drain- bzw. Kollektorstrom ist.
Es tut sich enorm viel in der Hochspannungstechnik, insbesondere in Hinblick auf die HGÜ-Fernübertragungstechnik.
Es sieht so aus, das man sich in absehbarer Zeit auf eine einheitliche, allen Anforderungen genügende Frequenz einigen wird, die uns von allen Inkompatibilitäten befreien wird.

Auf jeden Fall, für schnelles elektrisches Vorankommen sind leistungsfähige, konduktive Lader unbedingt erforderlich, mit Ladegeschwindigkeiten, die teilweise schon 300km/h überschreiten. Diese sind dann nur für mit entsprechenden Batterien versehene Fahrzeuge vorgesehen, um die teuren Ladestationen nicht zu blockieren.

Eine unverzichtbare Entlastung der leistungsfähigen Stationen erfolgt weiterhin durch zahlreichere, schwächere Ladestationen, ins besondere für den ruhenden Verkehr, wie in Parkhäusern und an der heimischen Steckdose. Um dieses zu kanalisieren, sind zeitgebundene Tarife für die höheren Ladeleistungen geboten und bereits eingeführt.

Saxofahrer wie ich müssen dabei leider draußen bleiben. Mein Fahrzeug verträgt lediglich 150 Ampere bei bis zu 150 Volt.
Die Ladefrequenz ist allerdings bei meinem Fahrzeug bereits zukunftsfähig.

von Bernd Schlueter - am 03.10.2017 14:41
Zitat
Bernd Schlueter
Es tut sich enorm viel in der Hochspannungstechnik, insbesondere in Hinblick auf die HGÜ-Fernübertragungstechnik. Es sieht so aus, das man sich in absehbarer Zeit auf eine einheitliche, allen Anforderungen genügende Frequenz einigen wird, die uns von allen Inkompatibilitäten befreien wird.


Was genau darf ich mir unter der "allen genügende Frequenz" bei HGÜ vorstellen? Da habe ich 1975 oder 76 bei meinem Besuch in Songo (Cabora Bassa) nicht aufgepasst, als ich dort zur Besichtigung war. Die HGÜ dort lief mit Gleichspannung. +- 550 kV.


Zitat
Bernd Schlueter
Saxofahrer wie ich müssen dabei leider draußen bleiben. Mein Fahrzeug verträgt lediglich 150 Ampere bei bis zu 150 Volt. Die Ladefrequenz ist allerdings bei meinem Fahrzeug bereits zukunftsfähig.

Was genau ist eine "zukunftsfähige Ladefrequenz"? Von außen gehen 50 Hz rein, innen wird mit Gleichstrom geladen. Oder meinst Du mit Ladefrequenz etwa "dreimal am Tag Laden" ??? Oder hast Du einen Marechal-Stecker mit DC Kontakten? Dann genügt Dir die Frequenz "0" (in Worten "Null"). Watt denn nun? Und laden Deine hp-minis schon?

Oh Oh, so viele Fragen. Du hast es mal wieder geschafft. Es grüßt Dich ein verwirrter Roland

von Berlingo-98 - am 03.10.2017 15:54
Zitat
Ralf Wagner
Gefördert werden nur noch 150 kW und 800 V Lader, die 50 kW Klasse ist raus, zumindest aus der Förderung.


Die Aussage mit 800V wundert mich doch sehr :confused:

Haben die Hersteller wie ABB, Efacec, ... sowas überhaupt schon lieferbar? Ich wäre davon ausgegangen, dass die 150kW Lader allesamt auf der 400V Technik basieren. Da sind dann einfach weitere Leistungsteile aus der 50kW Klasse parallel geschaltet. Und damit die 800V Porsches daran laden können, wird deren Akku beim Ladevorgang in 2 Teile mit je 400V geteilt.

Bei der 800V/350kW Technik hätte ich vermutet, dass die Leistungsteile ungefähr den gleichen Strom können wie bei der 400V/150kW Technik, dafür aber die Spannung von ca. 50V bis über 800V stufenlos durchziehen können. So könnten daran 400V und 800V Fahrzeuge daran laden, mit 150kW bzw. ca. 300/350kW.

von Solarstrom - am 03.10.2017 16:52
Hmm, bei Efacec gibt es zwei 800/920V Lader, einmal mit 175A und 2 Stück kombiniert zu 350A: [electricmobility.efacec.com]

- Bei einem typischen 400V Auto hat der 175A Lader dann ca. 70kW, bei einem 800V Porsche sind es dann 140kW.
- Bei einem typischen 400V Auto hat der 350A Lader dann ca. 140kW, bei einem 800V Porsche sind es dann 280kW.

Die 70kW passen recht gut zum Hyndai Ioniq. Würde auch gut zum Kia Soul passen, aber der hat CHAdeMO und den Efacec gibts wohl nur mit CCS.


Interessant: Efacec hat auch einen 50kW Lader mit Akku, damit er an einem 32A Drehstromanschluss betrieben werden kann: [electricmobility.efacec.com]

Bei ABB habe ich auf der Webseite auf die Schnelle nichts gefunden, was über 50kW geht: [new.abb.com]

von Solarstrom - am 03.10.2017 17:55
Roland, ich wollte euch nicht immer mit dem gleichen Wort nerven. Die neue Frequenz, die ich meine, ist die tiefste , die überhaupt möglich ist, so etwas wie 0 Hertz.
Nicht ganz, denn ich möchte von Zeit zu Zeit eine sehr kurze Unterbrechung einfügen, damit Lichtbögen die Chance haben, zu verlöschen und Menschen, die bei einem Unfall an der Leitung kleben, die Chance haben, sich von selbiger zu lösen.
Leider hat Edison damals auch viel gelogen, um seinen Mitstreiter bloß zustellen.
Aber es könnte gut etwas Wahres daran sein, dass Menschen, die einen Gleichstromschlag bekommen haben, sich viel öfter erholen und aus dem Herzfimmern herauskommen, als die 60Hz-Liebhaber.
Außerdem ist es unvergleichlich einfacher, ein zusammengebrochenes Netz wieder hochzufahren. Einspeisen ist erst recht einfacher und davon lebt schließlich unsere Energiewende. Zur Zeit haben wir immer noch das Gegenteil.

von Bernd Schlueter - am 03.10.2017 18:52
Auch ABB stellt demnächst seine 150/350kW Lader vor: [www.abb.com]

von Solarstrom - am 05.10.2017 08:49
Der 2. Förderaufruf ist am 30.10.2017 geendet. Jetzt sind die ersten Daten bekannt:

Bei den Schnellladepunkten ging es um Ladepunkte mit mindestens 150 kW mit dem Spannungsbereich von 200 - 900 V, d.h. es handelt sich dabei ausschließlich um HPC Technik. Es wurden dafür 395 Anträge gestellt mit zusammen 3.151 Ladepunkten. Da der 2. Aufruf auf ca. 1.000 Ladepunkte begrenzt ist, ist er gut 3fach überzeichnet :spos::spos::spos:

Bei den Normalladepunkten gab es 1.196 Anträge mit zusammen 9.207 Ladepunkten. Die Obergrenze waren 12.000 Stück, d.h. es wurden weniger Anträge gestellt als möglich.

[www.bmvi.de]



Es wurde auch eine aktualisierte Gesamtliste der Bescheidempfänger eingestellt, dort finden sich auf alle Fälle die genehmigten Anträge aus dem 1. Aufruf. Ich kann nicht genau sagen, ob auch schon Bescheide aus dem 2. Aufruf dabei sind, mir sieht es nicht danach aus.

[www.bmvi.de]

von Solarstrom - am 10.12.2017 07:43
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