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Elweb Infra
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vor 2 Monaten
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vor 2 Monaten
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Bernd Schlueter

Schwerpunktmäßige Elektromobilität

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 17.10.2017 06:54

In den USA ist man sehr viel beweglicher, wenn es um die Einführung neuer Stadtstrukturen gibt. Ganze Städte wurden auf dem Reißbrett entworfen, in denen man Innenstrukturverbesserungen umfassend umsetzen konnte.
Ich selbst reiste am Anfang meines Studiums nach Härnösand , 600km nördlich von Stockholm, wo man alle möglichen Modernisierungen, nicht immer mit vollem Erfolg, durchgesetzt hatte. Insgesamt eine gelungene Stadt aus der Retorte.
Alles funktionierte elektrisch, samt der Heizung mit und ohne Wärmepumpen. Einkaufen in der Anfangszeit per automatischem, elektrischem Fließband, das durch sämtliche Häuser führte und Einkaufen gehen und Autofahrten, damals noch nicht elektrisch, überflüssig machte. Im Winter fuhr und ging man in Schneetunneln, es war damals noch unmöglich, allen Schnee auf Seite zu räumen. Das hat sich dank unserem immer noch zunehmendem CO2-Ausstoß unserer immer noch nicht die Abwärme nutzenden Elekrofahrzeuge geändert, heute ist die Schneebedeckung in Härnösand nicht mehr gut 50% des Jahres und es wird voll geräumt. In Härnösand stammte 100% der Energie aus alternativen Quellen, Wasserenergie vor allem aus dem norwegischen Fjordgebiet und vor allem aus den Heizkraftwerken, im Winter zu 100%.
Alles war bargeldlos.
Allerdings lockte die nicht immer voll durchdachte Automatisierung auch Kriminalität und Ungeziefer, darunter vor allem Ratten, an, die dem vollautomatischen Abfallsytem den Garaus machten.
Ich hielte es für sehr sinnvoll, dass wir damals gemachte Erfahrungen bei Stadtplanungen ausgegraben würden.
Die ausufernde Faulheit beim Erledigen von Besorgungen führte unter anderem dazu, dass man praktisch nur noch mit dem Auto (nach Ausfall der automatischen Versorgungs- und Entsorgungssysteme) bis in die Kaufhäuser fuhr, nicht mehr kochte ,
Köttbulla (heute Pizza-) dienste beauftragte und keinen Schritt mehr zu Fuß ging. Hunde wurden grundsätzlich nur per Auto spazierengeführt, die auf extra dafür vorgesehenen Alleen nebenher liefen.

Bei uns werden Städte wieder mit hohen Zuschüssen mittelalterlich restauriert, bei uns entwickelte elektrische Verkehrssysteme wanderten ins Ausland aus, so Einschienen-
und Magnetbahnen in alle Welt, heute auch China.

Wenn man nun Städte ganz für den Verbrennerverkehr sperren will, wäre es erforderlich, dies schwerpunktmäßig zu machen, indem man vorher versucht, das öffentliche Verkehrssystem so auszubauen, dass der Verlust der Verbrenner voll ausgeglichen wird.
Das geht nur mit einer umfassenden Organisation.

In Köln hatte man sehr viel Geld in eine solche umfassende Neuplanung und -Stadtentwicklung gesteckt, vor allem aus Kreisen der FDP heraus.
Das politische Hickhack führte dazu, dass man sämtliche Pläne aufgab und dass wir Köln heute so vorfinden, wie es ist. In der Stnkerstadt Stuttgart soll es auch nicht viel besser sein.
Immerhin gibt es an Elektrotankstellen der Rheinenergie den Strom noch kostenlos...

Insbesondere die nicht ausreichend konsequente Politik der Grünen führte dazu, dass elektrische Energie künstlich verteuert wurde, das Verbrennen fossiler Energie aber weitestgehend steuerfrei blieb. Das Verbot von Nachtstromdirektheizungen ist immer noch nicht ausgesprochen.
Angesprochen wurde das alles mal, aber kaum einer meiner grünen Parteifreunde spricht noch davon und bei uns hier wird meiner Meinung nach auch viel zu wenig von der wirklichen Herkunft unseres Fahrstromes gesprochen.

Antworten:

Eine leise, abgasfreie Stadt, in der die Menschen den Vorrang haben, würde mit aller Wahrscheinlickeit auf Akzeptanz stoßen. Bei unserer Mischung unter Verbrennern, fallen die Vorteile überhaupt nicht auf. Ist die Stadt erst einmal zu 100% auf Elektromobilität umgestellt, macht auch dasLaden kein Problem, insofern man Ladeverfahren wählt, die von Fallstricken keinen Gebrauch machen. Aber so weit denkt keiner, ich mache nur schon mal darauf aufmerksam. Ich könnte jetzt zur e-move in München fahren, aber ich habe noch keine günstigen ICE-Verbindungen gefunden. Laut Roland sind dort viele Firmen vertreten, die Ladeverfahren anbieten.Ich werde mir wohl berichten lassen müssen, aber erst einmal zu Bahn.de!

von Bernd Schlueter - am 18.10.2017 09:12
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