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Startbeitrag von ROHjan am 16.08.2012 20:07

Es muss nicht immer Kaviar sein...

Um den Proteinbedarf in der ganzheitlichen Rohkostpraxis zu decken, bedarf es meinerseits von Zeit zu Zeit auch Eiweiß tierischen Ursprungs.
Diese besonderen Anlässe kündigen sich irgendwie gefühlsmäßig vorher an und wollen dann auch eine gewisse Befriedigung erfahren.
Ein anderes Lebewesen "auszunutzen" ist eine Sache mit der jeder persönlich umgehen muss. Ich nehme diese Gaben der Natur als nicht selbstverständlich und daher mit besonderer Dankbarkeit an.

Der moderne Jäger und Sammler begab sich heute zu diesem Zweck in die 60km entfernte Großstadt und nutzte die Zugfahrt für Literatur und Muße.
Fündig wurde ich ich in Form eines guten Stückes vom weißen Heilbutt.
Das Filet von rund 300g zeichnet sich durch kompaktes, festes weißes Fleisch aus.

Dass der Verzehr ohne den Umweg über die Tiefkühltruhe statt finden sollte, signalisierte, zu Hause angekommen, ein sehr anziehender Geruch und ein deutlich angeregter Speichelfluß bei Sichtung des Lebensmittels.

Eine Stunde vorher, die letzte Mahlzeit lag 8 Stunden zurück, nahm ich einen Liter Wasser mit dem Saft einer Zitrone zu mir, gefolgt von einigen frisch gepflückten grünen Helferlein.
Für die Mahlzeit nahm ich mir ca. 45min Zeit. Das zarte Fleisch zerging förmlich auf der Zunge. Der eingespeichelte, sämige Brei schmeckte fein buttrig und leicht nach Meer und See.
Aufgrund der anhaltenden Genußphase wurde die ganze Portion verzehrt, gedankenverloren war es fast ein wenig wie Urlaub...
einfach vollkommene Harmonie aller Elemente.

[attachment 67 20120816_WeisserHeilbutt.jpg]

Ich wünsche eine entspannte Zeit
und ein sonniges Wochenende
ROHjan

Die 50 interessantesten Antworten:

Schöner Beitrag, rohjan.

Ich bin vorgestern mit der U-Bahn eine Station früher ausgestiegen und die restliche Strecke noch einen Spaziergang angetreten, was ich oft so mache.

Dabei entdeckte ich zu großer Freude auch viele Brombeeren.
Noch besser war, dass irgendjemand so einen Kunststoffbehälter für Früchte oder Beeren dort liegen ließ, der sauber gewaschen war durch den nächtlichen Regen und so konnte ich sie halb füllen mit Brombeeren und welche den Eltern und der lieben kleinen Tochter mitbringen die sich recht freute darüber.

Mirabellen fand ich auch noch welche.

Und langsam kommen die Äpfel, von denen ich auch schon welche sammelte.
Die Eltern haben auch 7 Apfelbäume und Zwetschgen.

Von einem Garten fiel ein Apfel auf den Fußweg (andere Sorte wie die eigenen) und den nahm ich einfach mal mit. Die Druckstelle vom Aufprall auf den Asphalt schnitt ich weg. Wow, war der lecker!

Das ist das, was Rohkost für mich ausmacht!

Draußen sein, sich bewegen und dabei keine Belastung spüren, Sachen sammeln.

*cc*

So macht das Spaß.

Bei der Tante kommt der Birnbaum langsam - auf einem Spielplatz sind die Zwetschgen kurz vor der Vollreife, auch woanders entdeckte ich noch Birnen und Äpfel, usw... Raus gehen und die Augen aufmachen lohnt sich!

Irgendwas kaufen und bestellen schön und gut und es gibt auch traumhafte Sachen hin und da, doch an den eigentlichen Rohkost Lifestyle, der eben mehr mit selber sammeln und ernten zu tun hat, kommt echt kein Handel ran. Auch wenn die Sachen gut schmecken, doch es ist einfach ganz was anderes, wenn man direkt am Baum ist...

Bei den Apfelbäumen an den Äpfeln ganz sanft ziehen und spüren, ob der Baum den Apfel schon leicht hergeben will oder ihn doch noch etwas zu stark festhält... Das allein ist schon eine Aktion für sich. Ich bilde mir auch ein, dass ich mit Bäumen kommunizieren kann. Sie sprechen und können auch antworten. Sie merken, wenn man bei ihnen ist und sich für sie interessiert und sie zeigen einem, was man nehmen kann und was sie von einem erwarten. Das hat Spirit!

Rohkost ist viel mehr als sich nur über gute Waren informieren und das Beste kaufen.
Ob was tauglich ist, spricht man am besten mit der Pflanze ab und nicht mit irgendwelchen Händlern ;-) - Dass das nicht immer geht, ist klar, aber wenn möglich bevorzuge ich das bei Weitem.

Einkaufen finde ich direkt fad dagegen, egal jetzt wie gut die Sachen sind. Kann ich genausogut Reis essen... ( bisschen übertrieben, aber wer ein Gespür für Natur hat, weiß schon, wie ich es meine und wie es ist )

WildRegioRoh eben... my favorite.

Liebe Grüße, viel Spaß!

von Markus - am 02.09.2012 00:12
Wow, Feigen und Weintrauben!

Ich hab noch nie einen Feigenbaum in echt gesehen, glaube ich.

Mit dem Bike bin ich mal nach Südfrankreich gedüst und da war ich erstaunt über die vielen Kirschen, Wahnsinn! - Wilde fand ich allerdings keine, denn ich bin fast nur Hauptstraße gefahren und die Plantagen sind ja eingezäunt. So kam es dann, dass ich neben den millionen Weintrauben, Äpfeln und Kirschen dann letzten Endes Orangen in einem Supermarkt kaufte, denn einen Bioladen fand ich auch keinen. Irgendwie fand ich das krank, als ich mir das so bewusst machte, aber so funktioniert die Wirtschaft eben...
Die Kirschen im Laden sahen gar nicht so gut aus...

Am Bodensee die Äpfel rochen schon beim bloßen Vorbeifahren nach Gift. Ich fühlte mich alleine durch das Vorbeifahren schon vergiftet... Einmal fuhr ich eine komplette Nacht durch, weil es mir zum Schlafen zu kalt war und da fuhren dann die ganzen Traktoren mit den Spritzmitteltanks hin und her auf den Feldwegen...
edit: Na, die Spritz-Unimoks waren in der Nähe vom Genfer See, soweit ich mich erinnere.

Hier bei mir gibt es recht viele Äpfel, doch bei denen muss man auch etwas aufpassen, denn die Bäume lassen die Äpfel teilweise noch gar nicht vollreif herunter fallen. So wirklich richtig zuckersüß werden nur manche Sorten und das auch nicht jedes Jahr. Da ist wohl einfach die Sonne teils noch zu wenig dafür, hier in diesem Breitengrad.

Bleibt wohl doch wieder nur Orkos übrig in Bälde. Die meisten Äpfel bei meinen Eltern sind auch eher mehlig. Die haben sie extra so angepflanzt, weil sie gerne Kuchen daraus machen. Na, sollen sie mal. Zum so essen sind sie allerdings auch recht gut - schmecken zwar nicht so intensiv, aber ich mag die auch recht gerne. Aus den grünen Äpfeln machen sie immer Kompott.

von Markus - am 02.09.2012 09:53
Liebe Leser,

heute hatte ich Zeit. Zeit für Entspannung, Zeit für Essen, Zeit für Sport und
Zeit ein paar Zeilen zu schreiben.
Am nördlichen Alpenrand herrschte heute vorwiegend herbstliches Wetter mit Nebel, Nieselregen und Temperaturen um 14°C.

Nach entspannter Nacht gab es am späten Vormittag folgendes:
0,75l Wasser; Halbtrockene Honigfeigen, ca. 500g; Mangostane, 5St.; 1,5Mangos;
später etwas Wabenhonig.

Nach ein paar Erledigungen über Mittag gings am späten Nachmittag zum Berglaufen.
Heute auf meinen Hausberg, sind 900 Aufstiegshöhenmeter und in Summe ca. 4,6km von Haustür zum Gipfel. Die Zeiten liegen für die Strecke von Haustür zu Haustür zwischen 1h45min und 2h15min. Verbrannt werden ca. 1300kcal.

Zuhause schmeckten 1Liter stilles Wasser mit ca. 1,5EL Salzsole.
Anschließend Wechselduschen à la Kneipp... eine Wohltat :D

Das Essen fing mit einer Auswahl Kräuter an. Mit Ausnahme der Lindenblätter alle von Balkonien.
[attachment 89 Balkonkruter_20120929.jpg]

Das Bild zeigt folgende Auswahl (von links unten im Uhrzeigersinn) Verzehrt wurde alles der Reihe nach, von den Lindenblättern die doppelte Menge:
- Malven, div.Arten (Malvengewächse)
- Meerrettich (Kreuzblütler)
- Beinwell (Raublattgewächse)
- Liebstöckel (Doldenblütler)
- Borretsch (Raublattgewächse)
- Beifuß (Korbblütler)
- Estragon (Korbblütler)
- Majoran (Lippenblütler)
- Schweizer Minze (Lippenblütler)
- Basilikum, purpur (Lippenblütler)
- Linde (Malvengewächse)
wem von den sieben Helfern die Süßgrasartigen fehlen, der kommt beim Hauptmahl in Form von Mais.

Nach ner Pause hab ich mir für die Gemüsemahlzeit gute 2h Zeit genommen und folgendes gegessen, aus regionalem Bioanbau:
- eine dünne Scheibe Knoblauch (Sperre: durchdringende Schärfe)
- Spinat, 52g (Sperre: Umschlagen ins metallisch, stumpfe)
- Zuckermais, 696g (Sperre: -- )
- Ur-Möhren, 176g (Sperre: durch plötzliche Geschmacklosigkeit)
- Wirsing-Kohl, 24g (Sperre: Brennen im Hals)
- Knollensellerie, 20g (Sperre: Brennen auf Zunge)
- Pastinak, 50g (Sperre: Umschlagen ins Scharfe)
- Kohlrabi, 170g (Sperre: Umschlagen in Fade)

Das Bild zeigt einen Teil der verzehrten Sorten

[attachment 90 Rohgemse_20120929.jpg]

Das Beste zum Schluß, hatte noch 3 Safus "gefunden" ;-) mittlerweile mit weißem Edelschimmel garniert. Die Safus hatte ich ursprünglich im Ofen nachreifen lassen (im Beutel, leicht feucht), anschließend ohne Folie angetrocknet.
Der Rest lag dann noch einige Tage bei Raumtemperatur und hat den Schimmel entwickelt.

[attachment 91 SafusEdelschimmel_20120929.jpg]

Rechnung der Gemüsemahlzeit: Der größte Anteil waren die Kohlenhydrate durch den Mais, fast schon ein klassisches 80-10-10 Essen (Kräuter ausgenommen)
(80%Kohlenhydrate, 10%Fett, 10%Eiweiß)
Nach CRON-o-METER Rechner: ca. 2700kcal, 70g Protein, 550g Kohlenhydrate, 33g Fett

Jetzt erst mal zufrieden und satt.

Als Nachtmahl locken vielleicht noch ein paar Eier oder Nüsse.

Wünsche ein schönes Wochenende
ROHjan


aktuell 38J, 184cm, 68,5kg

von ROHjan - am 29.09.2012 18:40
28.10.2012 Wieder in der Normalzeit.
Früh am Morgen, ein sanftes Klopfen an der Tür, ei wer war denn da?
Ich bin's, die vierte Jahreszeit! Hast du mich vergessen? Nein, ich hab dich schon erwartet.
Dieses Jahr komme ich früher als sonst, nicht mal das Fallen des Laubs konnte ich abwarten.
Dafür hab ich dir auch was mitgebracht, die weiße Parcht, welche den ganzen Tag anhaltend alles in eine tief verschneite Landschaft tauchen wird.

Nach einem entspannten Tag gestern, einer Nacht mit tiefem, entspanntem Schlaf,
gab es heute viel handwerkliche Arbeit, aber auch reichlich Zeit zum Essen.

Die Auswahl an Lebensmitteln war groß so dass ich mich einmal
durch die Speisekammer aß.
Die Speisekammer ist der Raum der vormals Küche hieß, nun aber mangels Feuerstelle nicht
mehr zum Kochen dient und daher den Namen Küche (lat:coquere=kochen)
nicht mehr verdient. Ich bin gerade dabei meine Lagerhaltung und Aufbewahrung zu optimieren. Werde zum späteren Zeitpunkt mal ein paar Bilder zeigen.

Nach einem Fleischtag gestern, heute eher ein "süßer"
Insgesamt führte ich Energie von rund 4000kcal zu.
Kohlenhydrate 65%, 30%Fett, 5%Eiweiß
Alles ungemischt, nacheinander gegessen.
Normal sind zur Zeit zwei Mahlzeiten am Tag, heute waren es mehrere Einheiten.
Zeit zum Abmessen hatte ich auch, Mengenangaben in (g)
Über den Tag rund 2l reines Wasser und div. Kräuter

9.00-9.50
Longan (192)
Datteln frisch (225)
Tamarinde (53)
Sapotille (242)
Apfelbananen (500)

11.30-13.00
Kürbis (150)
Brokkoli (50)
Pastinak (10)
Alge Wakame (10,Trockenmasse)
Oliven (126)

14.30
Wabenhonig (162)

16.30
Granatapfel (130)
Grapefruit (110)

18.00-19.00
Paprika rot (230)
Nackthafer (130)
Süßkartoffel (100)

20.30
Feige halbtrocken (200g)
Kokosnuss reif (300g)


Hier noch ein Bild von der perfekten Wabe:

[attachment 125 perfecthoneycomb.jpg]

Schöne Woche für alle

von ROHjan - am 28.10.2012 20:37
Huhu Farawla,

danke für deine Fragen :) es könnten nicht genug sein :spos:

Da ich einen Tag hatte, den ich überwiegend zu Hause verbrachte war die Zeit für die "ausführliche Doku" da.
Das mit dem Abwiegen mach ich ab und zu um dann mit dem Cron-O-Meter Programm die Kalorien/Vitamine und sonst. Bestandteile zu erfassen, ist eine interessante Spielerei.
Link:Cronometer-Programm
Zeichne zur Zeit auch Ruhepuls, Gewicht und Blutdruck auf. Möchte einfach mal ein paar Zusammenhänge verstehen, es kommen dabei interessante Dinge zu Tage.

Die vielen kleinen Mahlzeiten sind auch eher unüblich, meist nur zwei. Da entscheidet
dann der Verstand, der sagt dem körper zweimal eine größere Menge zuzuführen
ist bekömmlicher als mehrmals am Tag kleine Portionen. Auch habe ich dann nicht das Gefühl das die Nahrungsaufnahme meinen ganzen Tageablauf bestimmt.
Wenn ich aber mal Zeit habe, auch zwischendurch zu essen (Wochenende), und mich der kleine Appetit überkommt esse ich.
Nachdem ich mich auch gewichtsmäßig auf ein nun beständiges Maß geschrumpft habe,
ist es an der Zeit ein paar gesunde Kilo aufzubauen.

Generell habe ich eher wenig Hunger, könnte also gefühlsmäßig wenig essen.
Habe auch gänzlich alle Gelüste nach Gekochtem abgelegt, also keine Heißhungerattacken.
Ich versuche mögl.genau auf verträgliche Kombinationen zu achten.
Die Sperre, oder das Umschlagen des Geschmacks ist für mich wichtig. Versuche immer ausreichend von einem Lebensmittel vorzuhalten und esse dann bis genug ist. "Stop-Signale" sind hier auch kleine Signale wie plötzlich fader Geschmack, Verschlucken o.ä.

Die Süßkartoffel ist eine meiner Favoriten. Mir schmeckt sie roh ausgezeichnet. Es gibt Tage da kann ich viel davon essen, dann mit großem Genuß, sie schmeckt dann einfach großartig. Manchmal ist schon eine dünne Scheibe zuviel.
Daher ist es wert, ein "echtes Lebensmittel" nicht gleich nach dem ersten Versuch zu verdammen sondern anderntags erneut zu probieren.

Werde die kommenden Tage noch ein paar Speisepläne posten.


Liebe Grüße
zurück *ff*

von ROHjan - am 29.10.2012 17:27
29.10.2012

Start in eine neue Arbeitswoche. Meine Tätigkeit, 8-10h tägl. in Bewegung, großteils outdoor und der Witterung ausgesetzt, also gerade im Winter eine Herausforderung :hot:
Auf dem Weg zur Arbeit habe ich ein paar Rohköstler getroffen, (mit Schneebrille :xcool:)

[attachment 127 20121029_Schafe.jpg]

welche dem üppigen Schnee trotzten und ganz instinktiv der Nahrungssuche
nachgingen. Mit diesem schönen Bild im Herzen konnte ich den Arbeitstag im Freien, bei
Temparaturen um den Gefrierpunkt ganz gut ertragen. Der Temperaturwechsel von rund 20°C innerhalb von ein paar Tagen machen mir noch ein paar Probleme, merke aber was die Macht der Gedanken für einen ungeheuer positivenEinfluß hat. *sonnen*

Am Morgen gab es Wasser und Cassia.
In Klammern wieder die Nettoverzehrmengen (g) und zusätzl.Angaben zum Verzehr
Heute rund 2800kcal, 55% Carb, 40% Lip, 5% Prot

12.00-13.30
Sapotille (138, Restbestand)
Apfelbananen (760, milde Sperre:genug)
Süßkartoffel (80, milde Sperre)
2 Carobschoten (40)


17.00
Kokosnuss reif (200, Sperre:genug)

Jeden Tag soll was "wildes" auf meinen Speiseplan, auch wenn z.Zt vieles unterm Schnee verborgen ist.
Am Abend erntete ich noch zwei Handvoll Malven. Menge 40g.
Zuhause hatte ich noch Beifuß, Liebstöckel, Estragon, Minze, jew. ein paar Blättchen


[attachment 128 20121029_Malve.jpg]

19.00-21.00
Ingwer, ein paar Scheiben als "Kaltauszug" im 38° warmen Wasser --> wärmt!
Kaki/Persimon (100, von einem Duzend waren nur zwei reif, sollen für den Verzehr ganz weich sein, am Besten wie rohes Eigelb)
Longan (280, Restbestand)
Rotkohl (30, Sperre:Umschlagen ins sehr Scharfe)
Schwarzwurzel (32, war heute sehr mild im Geschmack, schon einige Zeit gelagert, weißer Milchsaft trat jedoch immer noch aus.
Kürbis, Sorte Chapa (300)
Walnüsse, frisch (100, Sperre Geschmacksumschlag in "metallische")


[attachment 129 20121029_Longan.jpg]

Viele Grüße

von ROHjan - am 29.10.2012 20:27
30.10.2012 Intensive Begegnungen

6.00 Uhr morgens, mit glasigen Augen stehe ich vor dem Spiegel.
Heute Nacht hat er mich besucht, der Mann mit der Eisenfaust, und hat mich umgehauen.

Oft kommt er nicht mehr seit der geänderten Ernährungsweise, 2-3 mal pro Jahr, früher war er oft da, so zwanzigmal vielleicht, und immer krabbelte ich erst mal wie eine Stubenfliege die Decke hoch bevor mich eine Portion Chemie wieder runter holte.
Erwacht, gegen ein Uhr nachts, von einen durchdringend stechenden Schmerz in der Schläfengegend, jagen einem die Gedanken durch den Kopf, Entgiftung, Vergiftung, Verspannung, grippaler Infekt? Irgendeinen Grund wird es wohl haben dass sich der Körper
meldet, bloß wie den Schmerz besiegen um wieder einschlafen zu können?
Und dazu die leidigen Gedanken, der Körper muss ja funktionieren...wer soll nur am anderen Tag deine Arbeit machen...?
Wieder Chemie um Symptome zu beseitigen? Nein eher nicht, was dann, verusuchs mal mit ner banalen Nasenspülung, vielleicht geht es nur darum wieder "ein Stück weit frei zu werden". Schließlich hat es nach ein paar Spülungen geklappt, auch mit dem wieder-einschlafen. Der Tag lief dann problemlos, ohne Schmerz.

Heute rund 2100kcal, 65% Carb, 25% Lip, 10% Prot
Morgens:
1 Liter Wasser mit einem EL Salzsole

9.30
Feige frisch (120)
Feige halbtrocken (200)
Apfelbananen (425)
Tamarinde (40)


11.00
Streuobstäpfel, nur die äußere Schalenschicht (180)
Apfelbananen (170)


Die zweite intensive Begegnung des Tages war die mit tierischen Organismen.
Nach der nächtlichen Attacke wäre vielleicht ein Fastentag angebracht gewesen, jedodoch
war es mir heute wert am Morgen zu essen und mich, mit einigem Abstand am Abend dem anziehenden Geruch vom Lamm nicht zu entziehen.
Jeder der sich dafür entscheidet Fleisch, insbesondere Fleisch von Landsäugern in die Rohkosternährung mit aufzunehmen wird seinen eigenen Zugang finden.
Gewiss ist jedoch dass es sich um hochpotente Nahrung handelt für die eigene Gesetze gelten.
>>Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren eigenen Körper und lassen ihre Sinne entscheiden.

von ROHjan - am 30.10.2012 19:24
31.10.2012 Es lebe die Vielfalt!

Nach sehr erholsamer Nacht, mit tiefem Schlaf und wie fast immer leichtgängigem Aufstehen,
ging es in den Tag. Das Ziel, einiges reinzuarbeiten, um ein langes Wochenende genießen zu können wurde erreicht. Verspürte heute viel Energie, Zeit zum Essen blieb eher nur zwischendurch, aber dafür die Zeit sich die wärmende Mittagssonne ins Gesicht scheinen zu lassen *cc*
Ein kurzer Einkaufstrip zum regionalen Biomarkt, bei welchem meist die Regale überquellen, war auch drin. Dort gibt es oft viel von schön gezüchtetem Hybridgemüse, fällt flach, und erlaubt den Einkauf mit kleiner Papiertüte anstatt großem Einkaufswagen.
Heute fanden Spinat, Chicoree, Süßkartoffel, Fenchel und Feldsalat (Vogerlsalat) ihren Weg zu mir.
Der nächtliche "Schlag" vorletzte Nacht hatte keine deutlichen Nachwirkungen mehr, die gestrige Fleischmahlzeit wurde bis dato optimal verdaut und vertragen. :D

Am Morgen geht es immer mit einer Kühltasche aus dem Haus, die zur Zeit eher dazu dient dass nichts einfriert. :eek:
Ich treffe also am Morgen bereits eine kleine Vorauswahl was mir denn untertags gut tun könnte. Komme dann manches mal mit leerer Tasche nach Hause, oder aber auch mal dass ich fast nichts anrührte weil es einfach nicht schmeckte oder kein Appetit da war.
Mit der Rohkosternährung hat sich die Lebensmittelauswahl in meinem Haushalt vervielfacht.
Die großen Nahrungsmengen pro Mahlzeit aus Kochkostzeiten sind volumenmäßig deutlich geschrumpft, die monatlichen finanz. Ausgaben haben sich jedoch vervielfacht.
Anstelle treten die Wildpflanzen, Kräuter, ausgewählte Gemüse, einige Exoten. Oberste Priorität ist die Qualität der Ware, ob nun selbst gesammelt oder gekauft.

Heute viel verschiedenes, rund 3100kcal, 60% Carb, 30% Lip, 10% Prot
Wasser ca. 1,5 Liter.
(Trinke ausschließlich stilles Wasser aus Glasflaschen, watch this: plastic-planet)
(Nettomengen in [g]) Habe mal die Planzenarten/ Ordnungen und Familien mit angegeben

8.30
2 Carobschoten (40) [Schmetterlingsblütenartige, Hülsenfrüchtler]

9.00-13.00
Zimtapfel/Cherimoya (240) [Magnolienartige, Annonengewächs]
Apfelbanane (345) [Ingwerartige, Bananengewächse]
Nackthafer, 4 Tage eingeweicht u. gespült (60) [Süßgrasartige, Süßgräser]
Streuobstäpfel/Fallobst (460) [Rosenartige, Rosengewächse]
Spaghettialgen (14 tr) [Braunalgen]
Pastinak (18) [Doldenblütlerartige, Doldenblütler]
Fenchel (50) [Doldenblütlerartige, Doldenblütler]
Chicoree (200) [Asternartige, Korbblütler]
Feldsalat (90) [Kardenartige, Geißblattgewächs]


[attachment 135 20121031_Zimtapfel.jpg]

19.30
Zimtapfel/Cherimoya (270) [Magnolienartige, Annonengewächs]
Longkong, Frucht des Lansibaumes (290) [Seifenbaumartige, Mahagoniegewächs]
Bengkoang/Jicama (370) [Schmetterlingsblütenartige, Hülsenfrüchtler]
Spinat (70) [Nelkenartige, Fuchsschwanzgewächse]


[attachment 136 20121031_Longkong.jpg]

21.30
Haselnuss, frisch (40) [Buchenartige, Birkengewächs]
Kerne vom Kaschubaum/Cashews geschält (150) [Seifenbaumartige, Sumachgewächs]
Kerne vom Kaschubaum/Cashews geschält mit Haut (50)


Schönen Feiertag :-)

von ROHjan - am 31.10.2012 22:13
2011.11.02 Mein Eden - oder: Power ohne Ende
Tag 6 des Rohkosttagebuchs

Ein "freier" Tag, ausschlafen möglich, aber bereits nach fünf Stunden gesundem Schlaf erwacht. Fit und gleich voller Tatendrang. Das Mundgefühl heute etwas trocken, ah ja, irgendwie klar, habe dies schon paar mal bei abendlichen Nuss und Kernmahlzeiten gemerkt.
Gestern auch mal wieder das "knacken" der Gelenke beim Treppensteigen, bei den vielen Zuckern und Kohlenhydraten vom Vortag!? Ein intensives Leben mit den Wahrnehmungen der eigenen Sinne führte in den letzten Monaten zu vielen Erkenntnissen und lässt einige Zusammenhänge endlich besser deuten.

Nach einem halben Liter Wasser und sonst nüchtern ging es gegen Sieben Uhr ans Reifenwechseln beim familiären "Fuhrpark". 3x4 Reifen holen, montieren, reinigen, einlagern, alles lief easy. Dann noch nahtlos an die Gartenarbeit und erst gegen 11Uhr lockte die erste Mahlzeit in Form von Eibenfrüchten vorm Haus.
Wollte es mal genau wissen und habe gezählt und gewogen. Nach 170 Stück war Sense, klare Sperre durch herb, bitteren Geschmack, gut. Einen Zimtapfel hatte ich noch, welcher ebenfalls gut mundete.



Die Sonne blinzelte vom Himmel, der Drang über die Felder und Fluren zu gehen war groß.

Vorher aber musste ich ihn unbedingt auspacken den "Stinker", den stacheligen. War zwar nur ein 'ordinärer' Mon Thong von 3kg, aber immerhin, der Duft drang jedenfalls schon betörend durch die vielen Schichten der Verpackung. Ohh umwerfend himmlisch, doch jetzt erst mal los ins Grüne, quasi hungrig, um die Vorfreude auf den Exoten zu steigern.



Ja und dann gelangte ich auf meinem Spaziergang, quasi als Kontrast zum fremden Igel im eigenen Garten, in den heimatlichen - herbstlichen Garten Eden.
An den Wegen fand ich jungen, kräftig - grünen Giersch, zarte Brennesseltriebe bis hin zu ein paar Blättern vom Spitz- und Breitwegerich. Ich probierte ein paar säuerlich trockene Schlehenbeeren und fand sogar noch eine ganze Handvoll Himbeeren welche schon zwei strenge Frostnächte hinter sich hatten.



Der Geschmack war bereits etwas verblasst, konnte aber noch als wässrige himbeernote wahrgenommen werden. Ein paar hundert Meter weiter ein dutzend alter Obstbäume. Unglaublich, noch so viele Früchte am Baum, ich nahm mit was die Taschen trugen, waren sicher 5-6 verschiedene Sorten. Ich naschte von einigen indem ich nur die äußere Schalenschicht abnagte, eine unglaubliche Geschmacksvariation, süß, herb, sauer, fruchtig, mehlig, teilweise in einer Frucht. Äpfel kaufen? Schon lange nicht mehr!



Und dann traf ich sie noch, die perfekten Hagebutten. Weiche Konsistenz, auf leichten Druck quoll das fruchtige Mark heraus. Rein in den Mund, die feinen stacheligen Kerne auf der Zunge spüren, das Kitzeln der feinen Härchen, und wie ein kleiner Junge seinen Kirschkern, wieder ausspucken, eine nach der anderen, warum brauch ich Marmeladenbrot?
Ich wußte dass auf dem letzten Stück meiner Runde noch ein paar Lindenbäume warteten, es waren den Sommer über die saftigsten und grünsten Blätter die ich bisher fand. Aber jetzt im November, hier im Norden Bayerns liegt nahezu alles Laub schon am Boden,... wirds wohl nichts mehr Grünes geben. Doch weit gefehlt, einer trug noch zur Hälfte sein grünes Dach, welches bereits eine leicht graue Färbung angenommen hatte. Der Geschmack war dennoch großartig vollmundig. Die schleimbildenden Stoffe entfalteten ihre Wirkung und so trat am Ende meines Spaziergangs sogar eine gewisse zufriedene Sättigung ein.
Am Nachmittag nochmal werkeln im Garten, und ja, da war ja noch die Durian, dieses igelige Malvengewächs bei dem die Nährstoffkombination von Mutter Natur so genial angelegt ist.
Neben der hohen Mineralstoff und Vitamindichte noch eine gehörige Portion an Fetten.
Vorsichtiges Öffnen, und ein großer Bissen von einem der cremigen Segmente, von der Hand in den Mund. Einfach zum Niederknien, dieser Genuss in der Nachmittagssonne. Alsbald war die halbe Frucht verzehrt, Sättigungs- und Zufriedenheitsgefühl inklusive.

Die Sonne geht schon früh unter, was bleibt sind die Erinnerungen an einen perfekten Rohkosttag. Die reichlichen Geschenke der heimischen Natur gepaart mit den besonderen Leckerbissen
einer anderen Welt.

Viele Grüße

von ROHjan - am 02.11.2012 19:02
04.11.2012 Macht der Nahrung
Tag 8 des Rohkosttagebuchs

In der Nacht bin ich nach 4h tiefem Schlaf erwacht. Der Körper sendete eindeutige Signale in Form von Nadelstichen unter der Haut welche einen Juckreiz auslösten. Dieser begann in den Armbeugen und breitete sich über Schulterblatt, Kopfhaut und die andere Armbeuge aus. Es dauerte ca. 3-4Minuten dann war es vorbei, während dessen waren Verdauungsgeräusche zu vernehmen.
Es war also um die Verträglichkeit eines der Lebensmittel der letzten 1-2Tage nicht ganz so gut bestellt; da die Reaktionszeiten doch auch mal länger dauern können, möchte ich es nicht nur an der 23Uhr Mahlzeit festmachen. Die Wahrscheinlichkeit liegt jedoch nahe, die Herkunft nicht 100% i.o!?
Wie dem auch sei, ich schlief für weitere erholsame 5 Stunden.
Ich schlief mit einem Lachen auf den Lippen ein als ich mir vorstellte was während der Reaktion in mir vorging,...so fühlt sich die rezeptorvermittelte Endocystose an, genauer: der Moment wo der überlebenswichtige Metabolit Vitamin B12 in die Vorläuferzellen der Erythrocyten gelangt und an der Plasmamembran andockt :rolleyes:

Am Morgen ein Ruhepuls von 49, für mich ein sehr guter Wert. Ich messe aus sportlichen Gesichtpunkten schon viele Jahre. Ich konnte mich stets darauf verlassen dass ein um 5-10 Schläge erhöhter Ruhepuls in den Folgetagen immer eine körperliche Beeinträchtigung nach sich zog.
Vor einem Jahr, mit "gekochter Durchschnitts- Ernährung" und auch schon viel Ausdauersport lag der Puls immer um die 55-58. Ich führe den Erfolg gegenüber dem Vorjahr vor allem auf das reine Wasser als alleiniges Getränk, den Verzicht auf jegliche Milchprodukte und den seit Jahresbeginn gestiegenen Rohkostanteil zurück.
Es braucht nur einer überschlägigen Rechnung was ein verlangsamter Herzschlag, besonders in den Ruhephasen, für eine Entlastung des Organismus mit sich bringt, gerechnet auf ein ganzes Leben.

Um 9Uhr ging ich bei Regen eine Stunde ins Grüne um Wildpflanzen zu sammeln, meine Ausbeute=Verzehrmenge in folgendem Bild, zusammen mit dem 180g Rest der Durian, der verzehrbare Anteil der 3kg Frucht betrug ca. 1200g.


Die Wildpflanzen und die Durian habe ich am Abend gegessen

Beifuß (Korbblütler)
Linde (Malvenartige, Malvengewächse)
Giersch (Doldenblütlerartige, Doldenblütler)
Schlehdornbeeren u. Hagebutten (Rosenartige, Rosengewächse)
Schafgarbe (Asternartige, Korbblütler)
Löwenzahn (Asternartige, Korbblütler)
ein paar Blüten
Spitz.- u. Breitwegerich (Lippenblütlerartige, Wegerichgewächse)
ergänzt aus eigenem Anbau:
Meerrettich (Kreuzblüterartige)
Borretsch (Raublattgewächse)


Nach dem Spaziergang wieder eine Autofahrt von 3h, während mich ein kleiner Appetit überkam. Ich aß 4 wilde Äpfel aus der Sammlung, wobei ich mich für die entschied die den anziehendsten Duft verströmten, anschließend ca. 200 Fruchtmäntel der Eiben (Sperre), welche ich am Morgen gelesen habe. Bis mittag trank ich zusätzlich ca. 1,5 Liter Wasser.

Zurück am Alpenrand, das Wetter war sonnig, leichter Fön bließ vom Berg und lockte mit einem Besuch. Ich entschied mich, in leichtem Laufdress für einen Berglauf auf den Hausberg. Es ging heute etwas zäh die knapp 900 Höhenmeter hinauf, oben noch ein paar wenige Minuten Bekanntschaft mit der milden Abendsonne und die 5km wieder zurück, 2h15min.
Der Lauf hat bei einem Druchschnittspuls von 138bpm ca. 1100kcal verbraten.
Im nachhinein hätte ein schneller Zucker, wie etwas Honig o.ä vorher ganz gut getan, zu Hause lief 1Liter Wasser angereichert mit etwas Salzsole (angesetzt aus Himalaya,-Halit,-Alpen,-und Persiensalz) wie von selbst die Kehle hinunter.

Es folgte eine heiße Dusche, welche ich gerne mit gelegentlichen kalten Güssen unterbreche. Das sind die Momente die einen den Körper ganz besonders spüren lassen und auf mich außerordentlich belebend wirken.

Die erste größere Mahlzeit begann um 17.30Uhr mit den geernteten Wildpflanzen (Menge wie abgebildet) und dem restlichen Stück der Durian, sowie 5 Stück übriggebliebener halbtrockener Honigfeigen. Eine Stunde später eine 'wilde' Birne 150g, zwei reife Kaki 90g und 660g Ur-Bananen.



Dann 210g Kürbis.
Ab 20Uhr schnüffelte ich mich durch die Auswahl und entschied mich für Wabenhonig, 100g, hier ist die Sperre immer klar durch leichtes Kratzen im Hals.
Das Verlangen nach Kokosnuss war groß, zwei hatte ich da, reife aus konventionellem Biohandel. Die erste entpuppte sich nach dem Öffnen als gut genießbar, 200g (halbe Nuß), nach der Menge schmeckte sie mir nicht mehr. Weiterhin einige Datteln, Sorte Saffawi, und die Probiermengen von Mandeln, wie es sich gehört ;) in Schale (Brutto 110g, Netto 25g), sowie 10g Pinienkerne und 50g Walnüsse frisch.

Summe ohne Wildpflanzen: 3300kcal, Carb: 60%, Lip: 35% Prot: 5%

Viele Grüße :)

von ROHjan - am 04.11.2012 20:41
06.11.2012 Kalt und Warm- Früchte des Meeres
Tag 10 des Rohkosttagebuchs

Ein langer Tag geht zu Ende. Um 5Uhr war nach 7h Schlaf die Nacht vorbei, erholsam, Ruhepuls 49bpm.
Es galt ein wenig Proviant für den Tag zu packen, es sollte ein Seminartag in der Großstadt werden, mit
einem zusätzlichen Vortrag am Abend.
Ich habe folgendes eingepackt, Kürbis, Süßkartoffel, Kokosnuss, Trockenfeigen, getrocknete Apfelringe. Für den Abend wollte ich mir frischen Fisch kaufen.
Ich bin gegen 6Uhr aus dem Haus und habe mir unterwegs noch ein Sackerl Malven, Giersch und Beifuß gepflückt.
Um 7Uhr ging der Zug, vorher trank ich noch rund einen halben Liter Wasser mit Sole.
Der Vormittag verlief recht statisch, mir wurde im mäßig geheizten Raum nicht recht warm, gegen 10.30
gab es 5 Trockenfeigen und 5 Apfelringe, selbstgetrocknet, schmeckten vorzüglich.
Um 12Uhr eine dreiviertel Stunde Pause, ich aß die Wildkräuter, dann 200g Kürbis und etwa 200g der Kokosnuss,
dann hatte ich keinen Appetit mehr.
Der Nachmittag verlief etwas belebter, fand überwiegend outdoor statt.

Ich hatte den ganzen Tag gedanklich frische Austern eingespeichelt, welche ich gegen 17.30Uhr am Markt in
der Innenstadt kaufen und direkt zu mir nehmen konnte. Ich hatte schon viele Jahre keine mehr gegessen, umso mehr habe ich mich über diese Meeresfrüchte (4St.) gefreut. Ich habe weißen Heilbutt aus Wildfang mitgenommen und im Nachbargeschäft eine frische Makrele. Ich beabsichtigte beide Fische an einem ruhigen Ort zu essen und habe sie mir diesmal gleich filetieren lassen, Heilbutt netto 160g, Makrele rund 200g.
Auf dem Weg zum Vortragsort, ich hatte noch zwei Stunden Zeit, entdeckte ich den idealen Vesperplatz, quasi Standesgemäß :-)
Ein Brunnen am Rande eines Parks, der dem Flußgott Rhein gewidmet ist.



Es hatte vielleicht knapp über 0°C. Ich stand 40min allein im Licht der Brunnenbeleuchtung in einer heimeligen Atmosphäre. Einige Meter weiter der Fluß und beinahe nicht wahrnehmbar der Feierabendverkehr. Jetzt irgendwo drinnen zu sitzen wäre nicht angebracht gewesen. Die Tiere des Meeres kommen aus der Kälte, ich habe auch an die nordischen Völker gedacht, die teilweise ihre Beute direkt nach dem Fang auf dem Eis verzehren; nun ja da war es für mich als verweichlichter Mitteleuropäer heute mal nicht besonders abwegig auch draußen in der Kälte zu stehen.
Und, mir wurde zum ersten mal an diesem Tag richtig warm *cc*
Im Bild, im diffusen Licht, nun die Makrele. Von der Menge her war es eigentlich (zu) reichlich, da ich mich anschließend noch dem Heilbutt widmete.

[attachment 141 20111106_Makrele.jpg]

Beide Fischarten sehe ich, geschmacklich und auch inhaltlich für den Rohverzehr als sehr geeignet an.

Ich hatte zwecks der optimierten Eisenaufnahme noch eine Zitrone mit. Ich habe diese wenig später geschält, entkernt und einfach gegessen. Heute schmeckte sie nur leicht säuerlich, würde fast sagen halb süß. Vor Monaten undenkbar...

Die beste Möglichkeit die Verträglichkeit der Lebensmittel zu testen bot sich anschließend in Form von ruhigem Dasitzen während einem, hoch spannenendem, dreistündigen Vortrag. Besonders auffällig war ca. 3h nach dem Fisch ein kurzzeitig (3min) vermehrter Speichelfluß, also der Magen hatte was zu tun...

Um 0.30Uhr wieder zu Hause, ein erlebnisreicher Tag.
1700kcal, Carb 22%, Lip 54%, Prot 24% (ohne Wildkräuter)

Viele Grüße

von ROHjan - am 07.11.2012 00:48
08.11.2012 Ein genußvoller Tag
Tag 12 des Rohkosttagebuchs


Nach knapp 9 Stunden Schlaf ohne Störungen frisch erwacht, startete ich gegen 6Uhr in den Tag. So fühlte er sich für mich an ;)



Im Laufe des Vormittags nahm ich etwa 1,5Liter Wasser zu mir. Gebe oft einen Eßlöffel Salzsole dazu,
so ist ein Großteil des Mineralienbedarfs gedeckt.
Ich fühlte mich gut heute, geistig frisch. Die ersten Morgenstunden meiner Arbeit verbrachte ich bei anfänglichen Temperaturen um den Gefrierpunkt im Freien. Die Aussicht auf einen sonnenschwangeren Tag wärmte von innen *sonnen*

In der früh stattete ich noch dem Bio Gutshof einen Besuch ab, manchmal ist was Leckeres dabei.
Mein Blick streifte über das reichhaltige "geleckte Normalköstler"-Angebot und viel sogleich auf die unteren Reihen,
wo oft ausrangierte Ware steht. Eine Steige mit gold-orange glänzenden Bio-Kakis lachte mich an.



Ja, und das große Glück für jemand der weiß wann ein Lebensmittel erst richtig gut schmeckt, nämlich wenn
es reif! ist, ist, wenn er die Unwissenheit der anderen "ausnutzen" kann.
Also meine Frage: Wie schaut's mit den Kakis da unten aus? Antw.: Die sind schon sehr reif, überreif. Meine Antw.:Ich würde sie schon noch nehmen, am Besten gleich alle! Antw.: Da mach ich einen Spezialpreis. Meine Antw.:Ja gerne. Nach einigem wiegen und hin und her. 7,99EUR für 4,3kg (brutto)!
Die innere Freude war riesig und ich schaute was sonst noch da war, ich kaufte einige Schwarzwurzeln, ein paar Ur-Karotten, Fenchel, 3 Handvoll Feldsalat aus der offenen Steige, 2 Handvoll Spinat, 2 Grapefruits.

Um 12Uhr konnte ich mir eine Stunde Zeit zum Essen nehmen. Ich habe die Kakis probiert.... und erst viel später wieder aufgehört zu essen. Ich habe 1,2kg netto verspeist, sie schmeckten wirklich sehr fein. Die Schale habe ich zur Hälfte mitgegessen. Nach dieser Menge war dann aber auch genug, entspricht 11 Früchten.
Anschliessend gab es den Feldsalat, ca. 190g, dann war die Stunde für dieses genußvolle Mahl schon um.
Nach einer weiteren Stunde draußen hatte ich großen Appetit auf die frischen Datteln Barhi und habe 500g gegessen, dannach 400g weiße, halbtrockene Trauben. Ich habe diese Fruchtmahlzeiten heute als sehr befriedigend empfunden. Es waren nach dieser ersten Essenseinheit dann schon über 3000kcal.



Ich konnte am Nachmittag meine Arbeit früher beenden, ein Segen bei dem schönen Wetter und habe mich für eine Bergtour entschieden.
Um 16Uhr gings los, wieder auf den naheliegenden 'Hausberg'. Über 70 mal bin ich ihn in den letzten zweieinhalb Jahren gegangen. Bei Tag, bei Nacht, bei Sonne, bei Regen, bei Schnee, im Sommer, im Winter. Die Wege sind mir so vertraut und doch schenken mir die Touren immer wieder aufs Neue andere Eindrücke von der Natur und lassen mich diese immer wieder neu erleben. Es ging heute mit zügigem Schritt voran, ich brauchte nur das was ich am Leib trug und ein paar Stöcke. Am Gipfelgrat und in den Flanken lagen bereits bis zu 20cm Schnee. Die Stirnlampe machte ich erst zum Abstieg an, nach zweieinhalb Stunden war ich wieder im Tal.
Rund 800kcal bei einer mittleren Herzfrequenz von 110bpm wurden verbraten. Also ein Lauf im sog. Grundlagenausdauerbereich, bei welchem, ausreichende Länge vorrausgesetzt, hauptsächlich eine Verbrennung von Körperfett stattfindet. Dies ist auch der niedrige Frequenzbereich bei dem man über die Jahre seinen Puls runter bekommt und der es ermöglicht Läufe weit jenseits der 10h ohne Pause zu absolvieren. Wenn ich mal die Muse habe kann ich auch über die Erlebnisse und Gefühle die mir bei solchen Aktivitäten aus rohköstlicher Sicht in den Sinn kommen berichten.


Hier der Blick von der Wohnung zum Gipfel im ersten Licht heute morgen. Und dann der nächtl. Blick von oben
über den See hin zum Lichtermeer der 60km entfernten Großstadt :xcool:



Auf dem Nachhauseweg pflückte ich ein großes Sackerl voll Giersch und junger Löwenzahnblätter..

Zuhause angekommen gab es einen wohlschmeckenden halben Liter Wasser mit Mineralien. Anschließend habe ich
mich dem Sackerl Wildkräuter gewidmet. Mehrere handvoll Giersch verschafften mir geschmacklich große Befriedigung. Es gab noch Minze und Borretschblätter.
Reife Sapotillen folgten, rund 280g netto und anschließend als Gegenpol frische Spaghettialgen. Die Algen schmeckten wirklich zum reinlegen, nach 50g war aber auch genug.
Um 20.30 köpfte ich noch eine kleine, reife Kokosnuss und ließ mir 260g schmecken.

Weiterhin habe ich 500g Safus zum Reifen vorbereitet. Ich mache es so: In einen Plastikbeutel gegeben, etwas Wasser reinspritzen, Luft weitgehend raussaugen, verschließen und eine Nacht bei 38°C in den Ofen. Die weitere Behandlung ergibt sich dann je nach Zustand.

Die Tagesmenge belief sich heute auf 4300kcal, Carb 77% Lip 20% Prot 3%

Viele Grüße

von ROHjan - am 08.11.2012 21:00
09.11.2012 Ausgewogner Tag
Tag 13 des Rohkosttagebuchs

Bis Mittag gabs nix, die Verdauung hatte noch genug zu tun. Am Morgen hatte ich einen halben
Liter Wasser, leider etwas zu kalt, getrunken, mir war dann einige Zeit lang flau im Magen, legte sich später wieder.

Wie seit Monaten esse ich immer ein Lebensmittel für sich allein und wenn genug davon da ist, meist bis
zum Zeitpunkt, wo ein Signal kommt "dass genug ist". Dies funktioniert für mich so sehr gut.

Mittags war der Hunger noch verhalten, es gab im Sonnenschein 6 Stück Kaki, ganz wenig Spinat.
Im Laufe des Nachmittags gab es dann immer wieder von den frischen Datteln, letzlich 500g.


Ich habe am Abend gegen 17.30Uhr die im Bild gezeigten Wildkräuter gesammelt und zu Hause beinahe die ganze Menge gegessen.



Da nun das Grün nicht mehr ganz so üppig spriest, gerade auch in meinen Breiten, und ohne eigenen Garten, wird jedes Pflänzchen zu einem besonderen Schatz.
Habe heute Abend förmlich den Schnecken das Futter weggepflückt *v*
Möchte damit auch sagen dass es gerade mal Mitte November ist, ein milder Jahresausklang.
Jeder der jetzt schon eine Rohkosternährung ohne Wildpflanzen bestreitet, in der Meinung es gibt nichts mehr draußen, ist, ein wenig provokant gesagt, zu bequem! ;)

Heute fand ich:
Giersch (Doldenblütler)
Löwenzahn (Korbblütler)
Brennnessel (Rosenartige)
Linde (Malvenartige)
Rotklee (Schmetterlingsblütler)
Wegeriche (Lippenblütler)
Beifuß (Korbblütler)
Gänseblümchen (Korbblütler)
Wilde Minze (Lippenblütler)
Schafgarbe (Korbblütler)


Es gab noch:
-Spinat 80g
-Bananen 350g
-Kürbis 200g
-frische Spaghetti Algen 80g (himmlisch)
-zwei angereifte Safus zum probieren. Waren gut aber geschmacklich noch nicht ganz so würzig wie ich es mag.
Sind bereits schön weich, werde sie nun noch ein wenig trocken lagern.
-frische Haselnüsse in Schale 70g (himmlisch), wenig später lief für drei Minuten die Nase....wohl ne kleine
allergische Reaktion *x*
-Später Cashewkerne 90g

Grobe Messung, Tagesmenge: 3700kcal, 75%Carb 20%Lip 5%Prot



Jetzt früh schlafen gehen, um 2Uhr klingelt der Wecker...

Allen Lesern ein schönes und erholsames Wochenende

von ROHjan - am 09.11.2012 19:29
10.11.12 Geerdet - Ein Tag im Jetzt
Tag 14 des Rohkosttagebuchs

Ein früher Morgen unterm Sternenhimmel. Der Föneinfluss (Fön=warmer Fallwind im Gerbirge auf der windabgewandten Seite) war spürbar durch milde Nachttemperaturen. Aufwachen vor dem Wecker, optimal. Ich trank einen halben Liter angewärmtes Wasser und fuhr in die Nacht. Um 4Uhr startete ich bergwärts.

Gegen 6.15Uhr noch weit vor Sonnenaufgang, begann auf etwa 2000 Metern Beobachtungshöhe weit im Osten das erste Licht des Tages den finsteren Mantel der Nacht zu durchdringen. Ein Zeichen des Fönsturms sind dünne, oft linsenförmige Wolkenbänder und Schichtungen.



Im Laufe einer halben Stunde wechselte das blutrote Schauspiel in das vertraute Sonnengelb. Die darüber liegenden dichten Wolkenschichten pressten den goldenen Ball förmlich zwischen die schneeglänzenen Bergketten der mittleren und südlichen Alpen.



In den frühen Morgenstunden herrschte ein diffuses Licht, welches eine ungeheure Anziehungskraft in sich barg. So fühlt sich November an, die Klarheit eines kalten Winters wird sich erst in den kommenden Monaten am Himmel wiederspiegeln. Am Anfang war das Licht!



Im Abstieg, die Begegnung mit drei Gamsjägern. 8Uhr, m.E. viel zu spät unterwegs für eine erfolgreiche Jagd :rolleyes: Auf die Frage ob ich Wild gesehen hätte antwortete ich ja, eine Gams unweit des Gipfels. An das ganze Rudel in der Südflanke habe ich mich in diesem Moment gar nicht mehr erinnert. Es folgte ein kurzes, geselliges Gespräch, ein paar herzliche Wünsche und jeder ging seines Weges.
Wenig später dachte ich mir, mann, vor einem halben Jahr, auf dem Gipfel meiner veganen (Irrungs-)phase wäre diese Unterhaltung schwer möglich gewesen, voller Groll und Unentspanntheit. Mein Horizont hat sich erweitert, die Gelassenheit auch. Naja, ein wenig vegan vielleicht doch noch, das Rudel Gämsen blieb ja vorerst unerwähnt :p

Solche Naturerlebnisse egal ob am Berg, im Wald, am Meer machen mir den Zugang zur natürlichen Ernährung wesentlich leichter. Mit eigener Kraft etwas erreichen, die Elemente erleben. Kraft und Energie tanken. Gedanken fliegen zurück und nach vorne, aber der Augenblick dominiert, es ist das Jetzt was zählt.

Um 12 Uhr konnte ich zuhause die erste Mahlzeit beginnen.
Der Duft einer reifen Mango zog mich zuerst in den Bann. Die Konsistenz war zum Auslöffeln reif und schmeckte hervorragend, Nettomenge 400g. Hatte noch eine zweite gleicher Sorte. Ich nahme sie in die Hand, befühlte sie, roch, etwas hielt mich, sie auch noch anzuschneiden also legte ich sie wieder zurück.
Die Sapoten daneben, die Erinnerung an den herausragend cremigen Geschmack
der letzten Sapote Blanco vor wenigen Wochen war noch im Kopf. Das Aussehen heute anders, eher leicht schrumpelig, von hellgelber Farbe, nicht leuchtend grün wie sonst. Aber der Geruch, eindeutig nach Weihnachtsgewürzen, süßlich herb, sehr ansprechend. Ein Biß und ich viel fast in die Knie, so herrlich, anhaltend himmlisch bis zur vierten Frucht, Netto 777g.
Ich hatte gekauften Spinat, diesmal die Babyblätter. Oberflächliche Reinigung der Ware, ein erstes Blatt, was war dass, schnell noch ein zweites rein. Wahnsinn, der beste Spinat meines Lebens, ein Blatt nach dem anderen, kaum zu bremsen, bis, wie immer, sich ein leicht metallischer Geschmack auf die Zähne legte, 90g.
Halbtrockene Trauben mit Kern waren noch da, ein paar probieren, an die Hochgenüsse der Vorgängerspeisen kamen sie nicht ran, 260g.
Zwischendurch eine Handvoll Wildkräuter, Rest von gestern.
Kakis, immer noch herrlich weich und verführerisch prall. Doch da kam mir die Sache mit dem Fruchtzucker wieder in den Sinn....kurz mal die Instinkte beiseite schieben, zusätzlich zum persönlichen Tarierungssinn Tabellen wälzen, naja Fructose-Glucose Verhältnis gar nicht so unausgewogen, also ran. Fünf herrliche Früchte ließen sich zartschmelzend einsaugen, 530g.
Ein Test mit den kleinen Bananen, 188g, brauchen noch etwas Zeit
Softdatteln Mozafati, wie Konfekt, knack, zisch, schmelz, 180g.
13.30Uhr.Magen voll, ende over aus. 2400g, 2700kcal vom Besten was Mutter Natur an LEBENSmitteln darbot.
Das Gefühl am Nachmittag war entspannt gesättigt, nicht vollgestopft.

Um 15Uhr waren es 18,1°C vor der Türe, das ist der Fön! Ich ging noch eine Stunde raus Pflanzen sammeln.

Am Abend zogs mich zu dem hin, wo wegen des reichhaltigen Fruchtkonsums heute Mittag, aus Ernährungs-Vernunft-Gründen eigentlich kein Weg hinführen sollte.
So oder so musste ich die groben Stücke von Wildschweinbrust und Lammkeule etwas herrichten, probieren blieb nicht aus. Ich habe mich lange, fast schon anatomisch-patologisch den Stücken gewidmet. Gegessen etwas, 80g Lamm, 150g Wildschwein.
Mal sehen was die Folgen sind, muss ja nicht immer alles so machen wie ich meine es sei richtig *x*

Viele Grüße

von ROHjan - am 10.11.2012 18:47
16.11.2012 Kalorienarmer Tag aber zufrieden

Eine Woche die aus Ernährungssicht bis dato ohne Auffälligkeiten verlief.
Einflüße der Nahrung auf das Kälteempfinden lassen sich allmählich bewußt steuern.
Die vollständige Rohkosternährung ist zum Alltag geworden.

Die letzten beiden Tage waren mit je fast 4000kcal eher reichhaltig, sowohl von der Auswahl als auch der jeweiligen
Essensmenge. Gestern 17 verschiedene Produkte in 3 Mahlzeiten. Habe die letzten Tage mal wieder zusätzlich am Morgen gegessen. War nicht unangenehm, vorallem wenn ich in der früh arbeitsmäßig schon recht rödeln darf.
Mittelfristig ist so auch Gewichtszunahme möglich, die Waage deutet dies an. :spos:

Heute jedenfalls am Morgen kein Appetit, dann mal wieder etwas Cassia und Vormittags 1Liter Wasser.
Um Mittag rum 380g Äpfel, 370g Longkong, 215g Kürbis.
Am Abend ab 18Uhr Malven, Meerrettich und Beifuß, sowie 190g Feldsalat.

Nach Wochen mal wieder Hühnereier von Dem...er. Bisher war der Eigenuß, alle 4-6Wo,immer eine ganz großes Geschmackserlebnis. Hatte heute viermal nur das Eigelb und zweimal Ei komplett aus der Schale getrunken.

Dann kam etwas Wildschwein dran. Seit 10Tagen im Kühlschrank gelagert weißt es bereits versch. Reifezustände auf. Fett ist zu meinem Leidwesen nicht mehr viel dran. Einige Stellen sind recht gut angetrocknet, Fleisch differiert farblich stark und die inneren Schichten haben eine regelrecht geleeartige Konsistenz. Damit ergeben sich geschmacklich auch sehr interessante Facetten.
Nach 220g langsamen Verzehrs ließ dann aber die Fleischeslust nach.

1200kcal, 42%Carb, 29%Lip, 29%Prot

Wünsche ein schönes Wochenende

von ROHjan - am 16.11.2012 19:59
17.11.2012 Ein sonniger Tag und reichhaltige Nahrung

Nach über neun Stunden Schlaf erwacht. Erste Bestandsaufnahme: Puls etwas erhöht und Blutdruck
unterm Durchschnitt, vom Gefühl her auch net so optimal,... konnte ich wohl das Potential einer langen Schlafphase nicht ganz ausnutzen. :rolleyes:
Das erste was mir nun gut tut sind positive Gedanken und ein knapper Liter Wasser mit Sole [0,85].
Alsbald der Entschluss den Tag mit einem Workout zu starten, Krafttraining und Dehnübungen, dauerte etwa eine Stunde. Im Anschluß einige Wechselduschen mit kaltem Abschluß und schon war ein super Körpergefühl erreicht! *l*

Mittlerweile vertrieben draußen die ersten Sonnenstrahlen die Kälte der Nacht.
Heute habe ich mal in eckigen Klammern die Preise der Lebensmittel [EUR], berechnet nach den Bruttoverzehrmengen, mit angegeben.

Um 10.00Uhr lockte etwas zum Wabenhonig, der nach 60g [1,7] nicht mehr überragend schmeckte. Im Anschluß 530g [6,27] Thai-Zimtäpfel, ein paar Kiwis 280g [1,96] und 486g [6,16] Ur-Bananen. Die Bananen liefen förmlich schon aus, teilw. leicht matschig. Ein vortreffliches Geschmackserlebnis, dagegen schmecken die konventionellen Biobananen die sonst auch auf meinem Speiseplan stehen wie langweilige Pappe. ;)

Die Sonne lachte vom Himmel, ein Tag wie im Frühling, also raus in die Natur.
Die Wildkräuterrunde brachte wieder einiges zum Vorschein, hier ein Bild als kleine Motivation



Nach der Heimkehr trank ich den Saft zweier Jungkokosnüsse (530g) [8,80]und verzehrte einen Großteil des Grüns [0].
Eine Stunde sonne Tanken wurde begleitet vom Naschen an einer anderen Honigwabe der ich mich angesichts
der Wärme *cc* nicht wiedersetzen konnte (150g) [4,0]
Später gab es dann ein paar kleine reife Kakis (110g) [0,8]gefolgt von ein paar sonnengetrockneten Tomaten, nach 15g [0,40] biss ich mir auf die Lippe, also stop. Weiterhin 226g Bencoang [2,16], 190g Süßkartoffel [0,75] und zwei kleine Scheiben einer Knoblauchzehe, welche sehr anziehend roch.
Die erste Scheibe war bereits so scharf das ich eigentlich hätte aufhören sollen, aber habe die zweite doch noch gegessen, mit der Folge dass sich der Knoblauch noch einige Zeit geschmacklich deutlich auswirkte.
Ein Versuch diese Dominanz später mit 200g [1,2]Rispendatteln zu tilgen gelang nur mäßig.

Es folgte ein angenehmer Nachmittag mit einigen handwerklichen Tätigkeiten.

18.00-20.30
Im Laufe des Tages noch rund ein Liter Wasser [0,85]
Start mit Feldsalat (190g) [3,38] Rest Wildkräuter
Safus 108g [2,4]. Heute mit herzhaftem Schimmel überzogen
(Garten-)Schwarzwurzeln 80g [?]
Fleisch der Jungkokosnüsse (235g) [-]
Zedernkerne 30g [1,2]
Feigen getrocknet 90g [1,4]

3900kcal, Carb 75%, Prot 4% Lip 21% [44EUR]

Viele Grüße

von ROHjan - am 17.11.2012 20:04
Ein Wochenende im November.

Zur Zeit ist "befreite Ernährung" angesagt. Einmal ohne Abmessen, Zählen und Wiegen.
Ich lebe ein gewisse Vielfalt über den Tag und geniesse jedes Lebensmittel.
Die vielfach beschriebenen Gelüste nach Gekochtem und Zubereitetem verspüre ich nicht.
Ich suche nicht nach "Ersatzstoffen" und "Gewürzen". Ich esse jedes Lebensmittel bewußt und nehme die Vielfalt an Geschmacksstoffen war. Manches schmeckt einfach gut und manches stellt eine große Befriedigung dar. Dabei halte ich mir auch immer wieder die "Mächtigkeit" eines rohen Lebensmittels vor Augen.

Was gabs am Wochenende?
Am Freitag Abend während eines Familienfestes, bei welchem es für konventionell Essende div. Vorspeisenplatten der türkischen Küche gab, habe ich verschiedene frische Algen und acht Austern gegessen, gefolgt von einem schönen Stück Thunfisch. Wärend die anderen sich ächtzend die Bäuche rieben fühlte ich mich zufrieden satt und frei.
Was vorallem bei zubereiteten Speisen, wie hier den Vorspeisenplatten, verführt ist die "schöne" Zubereitung" fürs Auge. Oberflächlich ist auch bei Allerlei der Geruch anziehend. Ich habe an manchem intensiver geschnuppert und dabei für meine Sinne auch unangenehme Nuancen wahrgenommen, und schon war die Anziehungskraft verloren.

Am späten Samstag Vormittag gab es vor einem Spaziergang Wabenhonig und im Anschluß die "wilde Beute" der Naturrunde.



Am frühen Nachmittag schmeckte ein Stück der Jackfrucht gefolgt von einem grünen Teller mit Algen und Feldsalat, sowie etwas Topinambur.



Abends folgte etwas für die Kaumuskulatur in Form von Kürbis, Schwarzwurzel, Chiccoree, Topinambur, etwas Grün und Oliven.



Zu vorgerückter Stunde knackte ich noch frische Wahlnüsse.

Der Sonntag Morgen begann süß mit Wabenhonig, Jackfrucht und einer Handvoll frischer Datteln.



Zum Mittag schaute ich den anderen beim Essen zu, es gab Schweinebraten und zusammengekochten Wirsingkohl sowie Kartoffelknödel.



Am Nachmittag aß ich eine Mango und Wildgrün, ca. die doppelte Menge wie abgebildet.



Später noch einige kleine Bananen und am Abend etwas Kokosnuss, sowie Wildgrün und Algen.

Viele Grüße

von ROHjan - am 25.11.2012 21:00
29-11-2012 Vitamin D und B12 ohne Ende

Heute wieder eine kleine Bilderschau.
Da die örtlichen Fischer zur Zeit wg. Schonzeit eher nur noch sporadisch erfolgreich sind bin ich immer auf der Suche nach weiteren "besten Lebensmitteln", Klasse statt Masse. Daher habe ich heute Meerestiere eines Onlineversenders getestet.
Tiefgekühlte Ware schließe ich in meinem Ernährungsplan aus.
Speziell war ich auf der Suche nach Makrelen. Nach Voranfragen per Mail bezüglich Herkunft und Frische der Ware
habe ich bei einem Versender aus Cuxhaven Makrelen und Kaisergranat bestellt.
Ich gehe davon aus dass die, mit "kleineren" Booten im Nordostatlantik vor den Küsten Dänemarks gefangenen Tiere nicht weit mehr als 48 Stunden vom Fang bis zu mir (Süddeutschland) unterwegs waren.
Die Makrelen, wie auch der Kaisergranat wurden komplett, d.h.nicht ausgenommen, in Folie eingeschweißt, sowie in einer Styroporverpackung mit Kühlakkus geliefert.
(Im Gegensatz dazu wird der Fang von großen Fischtrawlern auf hoher See nahezu immer für den Versand tiefgefroren)

Vorspeise, zusammen mit etwas frischer Dulce wurden die 500g Brutto des Zehnfußkrebses (10St.), der zur Familie der Hummerartigen zählt.



Der Fang dieser Tiere ist zu Recht umstritten, da zumeist per Schleppnetz am Grund auch "unerwünschter" Beifang (Jungfische) ins Netz gerät.
Frischezeichen sind rel. neutraler Geruch, transparentes o. weißdurchsichtiges Fleisch. Meine waren bzgl.
Farbe gerade noch so i.o. und geruchlich neutral



Was am Tier verzehrt werden kann sollte jeder selbst testen. Der Geschmack ist leicht süßlich und neben dem Hauptbestandteil Wasser ist das Eiweiß deutlich "herauszuschmecken".



Die Makrelen sind rel. unkompliziert auszunehmen und zu filetieren. Die Köpfe wanderten nicht in einen Smoothie ;)



Bei den Makrelen bleiben rund 50% des Gesamtgewichts zum Verzehr. Die Tiere wogen zwischen 350g und 500g.
Ich habe drei gegessen. Die Frische der Lebensmittel 2-3 Tage nach Tod und den Verzehr ohne weitere "Trocknungsvorgänge" empfand ich als Ideal für meinen Geschmack.



Alles in allem habe ich mir für die "Zubereitung" und den Verzehr drei Stunden Zeit genommen.

Viele Grüße

von ROHjan - am 29.11.2012 21:37
12-12-2012 Tropenfrucht im Winter

Der Morgenstart um 5.30Uhr, von den Schneefräsen vorm Haus aus dem Bett geholt, am Besten
gleich mit aufstehen, Schaufel in die Hand und wie die letzten Tage 30-45min Auto und Hof freischaufeln.

Ein Liter Wasser mit zwei Esslöffeln Salzsole dannach.
Gegen 8.30Uhr ein paar Eßlöffel Wabenhonig.

Der Arbeitstag in kalter Halle, einiges an Ärger mit versagender Technik und sonstigen Unzulänglichkeiten.
Draußen ein Tag mit strahlendem Sonnenschein, funkeln und glitzern von den Wipfeln und Gipfeln, ein Wintermärchen.

Zwischendurch ein paar kleine getrocknete Feigenfrüchte.
Zu Mittag drei Handvoll Postelein, 5 Cocktailtomaten und zwei konventionelle Biobananen.

Am Abend ein Mittwochspaket aus Thailand, Früchte mit 30°C im Herzen...
....das Thermometer vor der Haustüre zeigte -8°C
Genüsse aus den Tropen in der konsequenten Rohkosternährung immer eine Bereicherung, für mich eine Notwendigkeit und stets was Besonderes....Gerade wenn man bei kalten Temperaturen und wenig bis ztw. gar keinem Wildgrün kleine Durchhänger hat.

Ein großes Jackfruchtstück, ein paar Segmente davon, sensationell.
Dann eine 3kg Durian. Durian in einer Mietswohnung? Will kein Aufsehen erregen ;) und entscheide mich für einen vertrauten Ort. Ein Platz der sich nach Bedarf bis auf tropische Grade temperieren lässt, ein Platz der durch räumliche Enge die Aromenentfaltung besonders unterstreicht, ein Platz an dem die momentane Stimmung durch Ilumination und elektroakustische Untermalung verstärkt werden kann.
Ich fahre mit dem Auto auf einen einsamen Parkplatz.

Nach dem langsamen Genuß der ganzen Frucht liegen 14 Kerne vor mir und es gibt nur eines zu sagen: totale Befriedigung

Viele Grüße

von ROHjan - am 12.12.2012 20:21
Hallo Ralphus,

beinahe richtig ;-) wie schon im Untertitel des Bildes zu finden:
Giersch, Löwenzahn, Vogelmiere, Spitzwegerich, Wiesenschafgarbe


Hallo Laloona,

keine Scheu vor Wildplanzen! Der Menschliche Körper verfügt über ein Alarmsystem welches es zu trainieren gilt.
Ich hatte es zu Beginn nur geschafft jede Woche ein bis zwei neue Pflänzchen mit in den Speiseplan aufzunehmen.

Folgendes Vorgehen bei Unbekannten Gewächsen, also das Testen (auf S.30 in Angelikas Buch beschrieben) auszugsweise wiedergegeben:

- Blatt in der Mitte abreisen, Wahrnehmen des Geruchs
- Blatt zwischen den Fingern reiben, wird der Geruch intensiver?
- Blatt vorsichtig auf Zunge tupfen. Brennt es oder ist es unangenehm.
--> Wenns nicht passt, wird nach meiner Erfahrung instinktiv der Speichelfluß angekurbelt und man
spuckt aus oder er versiegt der Speichel und der Mund wird trocken/belzig, was einen ebenso abhält weiter zu probieren.
- Bei unauffälligem oder gutem Geschmack ein kleines Stück in den Mund geben und daran kauen.
Sollte es nun brennen oder unanagenehm schmecken ist es wieder Zeit auszuspucken.
- Weiter kauen, solange nicht unangenehm
- Das kleine Stück könnte man dann schlucken wenn sich nach längerer Zeit nichts Unangenehmes bemerkbar macht.
- Nachgeschmack prüfen
- Eine "Unbekannte" pro Tag, nach 2-3 Tagen wiederholen (Bestimmungsort merken, viell. Photo machen)
- Sekundäre Pflanzenstoffe entfalten erst nach gewisser Zeit ihre Wirkung

- weniger ist mehr
- Wildpflanzen einzeln essen und nicht (in Salate) untermischen



Nachschlagewerke/ Grundwissen zur Pflanzenbestimmung:

Essbare Wildpflanzen
Aichinger, Erwin. - Moosburg, Krumpendorferstr. 34/1 : E. Aichinger, 2011, 3., erw. und überarb. Aufl.
ISBN-13: 978-3950182613


Essbare Wildpflanzen : 200 Arten bestimmen und verwenden /
Steffen Guido Fleischhauer ; Jürgen Guthmann ; Roland Spiegelberger
Verlag: AT Verlag; Auflage: 5., Aufl. (1. Mai 2007)
ISBN-13: 978-3038003359


Angelikas Wildpflanzendatenbank:

http://www.allesroh.at/erklaerung/faqs/wildpflanzen-datenbank.php

oder hier:

http://www.pflanzenbestimmung.de/bestimmung.html#top


Alles Gute

von ROHjan - am 01.01.2013 21:15

alternative Ernährung und andere alternative Verhaltensweisen

Zitat
ROHjan
Dennoch, sich anders als 99,99999% der Weltbevölkerung zu ernähren ist doch etwas ungewöhnliches.
Teil eines ganz, ganz kleinen Kreises zu sein, wobei jeder seinen eigenen Weg geht.


... und dabei ist die Ernährung ja nur ein Aspekt ... und bei mir war es nicht der Erste.

Wenn man zuvor schon andere durch die Offenbarung der eigenen Polyamorie mit den eigenen inneren Konflikten in Bezug auf persönlichen Besitz ("mein Mann") in Verbindung gebracht hat, Ihnen die vier Fragen der Katie Byron gestellt hat, sie mit ihrem eigenen Schmerzkörper konfrontiert hat oder empfohlen hat, 16 Stunden Jiddu Krishnamurti anzuhören (Teil 1), dann ist die Ernährungsumstellung für dieses leidgeprüfte Klientel nur noch das i-Tüpfelchen. ;-)

Zitat
ROHjan
Und wie sehen es die Mitmenschen, wenn sie denn überhaupt des Anderen Tun registrieren und zu Verstehen bereit sind?


Ich habe diesbezüglich zwischenzeitlich jede Menge losgetreten ... es ist wirklich erstaunlich, wie viele in meinem engeren Umkreis sich plötzlich mit Fragen der Ernährung auseinandersetzen. Es geht ja nicht darum, dass sich gleich jeder sinnesorientiert von Rohkost ernährt ... es ist ja schon viel gewonnen, wenn die Aufmerksamkeit geweckt ist, und die Leute nicht mehr alles blind in sich hineinstopfen, was sie auf den Tisch gestellt bekommen.

Spannend war für mich die eigene Entwicklung - mit all diesen nicht unmittelbar gesellschaftskonformen Dingen völlig entspannt und selbstverständlich umzugehen ... also erstmal die eigenen Konditionierungen aufzulösen.

Grad vor wenigen Stunden habe ich einer ganz lieben Freundin geschrieben:
"Früher hat man ja ein gesundes, glückliches, gutes neues Jahr gewünscht, aber davon halte ich zwischenzeitlich nicht mehr viel ... gesund, glücklich und gut sind Bewertungen, und wenn ich etwas für die Zukunft wünsche, dann bin ich nicht mehr im Hier und Jetzt. "

So möchte ich es auch hier halten. Daher wünsche ich uns allen einen permanenten Zustand wunschlosen Glücklichseins ... jenseits aller Wünche sind wir eins! :spos:

In Liebe,
Ralph

von Ralphus - am 02.01.2013 00:14
.... *knud* ....

2013-02-12 Fitness und Bewegung

Meine Kunden wollten heute nicht arbeiten, dann wollte ich es auch nicht... ein freier Tag juhuu *l*

8:30 Wabenhonig etwa 4 Teelöffel

1,5-2h leichtes Kräftigungsworkout und Dehnen, zwischendurch kleine Arbeiten am PC

10:30 Bei leichtem Schneefall und Temperaturen zog es mich nach draußen.
Heute hatte ich nach Längerem mal wieder Lust auf einen normalen Dauerlauf in der Ebene.
Es wurde eine Runde um den See, ca 12km. Locker und leichtfüßig gings auf schneegestapften Pfaden
dahin. Der Puls pendelte sich nach 40min auf durchschnittlich angenehme aerobe 130 Schläge ein, der Lauf dauerte insgesamt 95min.

Die meiste Zeit meines Ausdauersportprogramms absolviere ich in den Bergen. Der Höhepunkt meiner bisherigen Leistungsfähigkeit war in 2011 vor den ersten Schritten zu einer bewußteren Ernährung erreicht.
Der höchste Berg der Alpen im Alleingang in einem Stück vom Tal hinauf und hinunter.
3700 Aufstiegshöhenmeter ohne längere Zwischenstops...
Nach der Findungsphase in 2012 mit deutlich reduziertem Pensum könnte ich mir vorstellen nun wieder etwas anzuziehen.



Nach dem heutigen Lauf, zuhause angekommen verspürte ich keinen Durst und keinen Appetit, ich fühlte mich sehr wohl und gewärmt.
Ich habe mir dennoch ein Schälchen mit angewärmten Wasser und eingelegtem Ingwer genehmigt, gleiches habe ich auch vor dem Lauf getrunken.
Etwas später zog mich der zarte Duft der Grapefruit und das saftige Rot des Granatapfels an, zusammen mit etwas Grün.



Nun zeigt sich doch noch die Sonne am bedeckten Himmel *cc*, nochmal los...

vorher noch 3 Eßlöffel vom Öl der VirginCoconut, eines der ganz wenigen "Instantprodukte" auf meinem Speiseplan, aber gerade sehr bekömmlich.

Die übliche Bergtour mit optimaler CO2 Bilanz, direkt von zu Hause weg, 870 Höhenmeter. Heute bei durchwachsenen Schneeverhältnissen, dem Jojo-Winter sei Dank. Verharschte Platten, eingewehte Mulden, teilw. knietief Spuren aber es war so eine große Freude, und ich bin dabei wirklich sehr geerdet.
Beim Winterbersteigen kreisen nicht immer alle Gedanken frei, auf Schritt und Tritt ist die Erkundung des Areals überlebensnotwendig, es lauern Wechten an den Graten und Schneebretter/Lawinen in den Flanken,aber heute war es eine sehr gute Tour :spos:

Zuhause floß ein dreiviertel Liter Wasser mit Sole angereichert geradezu von selbst in den Schlund. Anschließend sollte die Abendessenfrage geklärt werden.
Bei beiden Sportaktivitäten wurden in Summe rund 2000 kcal verbrannt, also war kein Fasten angesagt.
Ich schnupperte mich durch die Speisekammer, Lamm roch heute verführerisch hatte aber starke Konkurrenz aus der heutigen Lieferung von Passion4Fruit, also gab es schließlich....

DURIAN *k*



Zwei besonders schöne Exemplare waren vorhanden (Bei je ca. 1800g brutto, je 650g verzehrbarer Anteil). Sie waren zum Anlieferzeitpunkt bereits ideal reif und mussten nur noch auf Betriebstemperatur gebracht werden.
Stolze 1100g Netto (1600kcal, 3%Prot 32%Lip 65%Carb) schmeckten himmlisch. :D
Die Sorte Gan Yau wird als ganz erlesene Sorte angepriesen. Ich hatte auf meiner Reise kürzlich diverse Sorten gegessen, diese war nicht dabei, also eine tolle neue Erfahrung. Die Konsistenz war perfekt cremig, der Geschmack sehr würzig, eine Mischung aus Vannillepudding mit Kräutern und einem leichten Schuß Cognac.

Was kann diesen Abend noch toppen?

...ein rustikaler Nachtisch, in etwa so



und dann ein heißes *baden* bei rohköstlchen 38°C um ein bisserl einzuweichen :p



Viele Grüße

von ROHjan - am 12.02.2013 13:01
2013-02-14 Wenig essen, viel leisten

Am Morgen einen halben Liter Wasser mit etwas Sole.
Der erste Appetit gegen 11.00Uhr, eine Handvoll feiner griechischer Minitomaten, etwas Fenchel und zwei Handvoll Feldsalat.

Um zwei Uhr habe ich die Arbeit beendet es ist ein fantastischer Sonnentag!
Ich hatte Lust auf den Berg zu gehen und habe vorher noch etwas getrunken. Ca. 4 Eßlöffel Wabenhonig sollten schnelle Energie liefern, ergänzt habe ich noch 2 Eßlöffel Kokosöl. Diese Mischung hat sich als vorzüglich verträglich herausgestellt.
Die Tour lief prima, locker gings rauf und runter, hier ein paar Eindrücke:



Es war windig am Grat, man sieht im Vordergrund... die Arbeit des Baumeisters der Lawinen, des Windes. Im Hintergrund den Gratweg zum Gipfel.

Und wieder mal hat es sich gelohnt:



Am Abend standen ''Tierversuche'' auf dem Programm. FRISCHE FISCHE!
Ich habe mir per Express von der Küste Fisch liefern lassen.
Ein erster Test sollte mit Hering starten, den hatte ich bisher noch nicht.
Hering, Fanggebiet Nordostatlantik, ausgenommen mit Kopf und natürlich nicht gefroren.
Einer wurde drei Stunden im Ofen bei 33-35°C leicht angetrocknet, der andere Kühlschrankkalt, im Bild der Vergleich.



Eindeutig einfacher zum Verzehr eignete sich der Ofengetrocknete. Haut und Fleisch liessen sich fein ablösen.
Der Hering zeichnet sich durch viele haarfeine Kräten aus, welche ich grob entfernte und den anderen Teil mitaß.
Demnach wanderten die restlichen drei Fische auch noch zur Antrocknung.

Hier der Vergleich des frischen Fisches aus dem Kühlschrank mit dem frischen Fisch aus der 3h Ofentrocknung.



Der Geschmack des kalten war kernig, festbissig, natürlich, frisch. Der angetrocknete schmeckte nussig das Fleisch war buttrig, zartschmelzend ;), teilw. hatten einzelne Stücke den leicht säuerlichen Heringgeschmack.
Später dann trank ich den Saft einer halben Grapefruit.
Ich habe 5 Fische gegessen, es dauerte eine Zeit lang bis ich den richtigen Dreh raus hatte :rolleyes:
Andächtige Stunden.

Viele Grüße

von ROHjan - am 14.02.2013 23:03
2013-02-16 Winterwochenende

Heute morgen kein Wecker, schööön lange Schlafen.
Rohkost heißt nicht jede Nacht mit vier Stunden Schlaf auszukommen und um vier aufzustehen, zumindest für mich.
Befinden gut, Puls gut, was mich aufrund der eher geringen Rohfleischerfahrung besonders freut.

Um zehn Uhr habe ich eine Morgenmahlzeit zusammengestellt, rein intuitiv.



Bei genauerer Betrachtung zeigte sich folgendes:

Asterartige/Korbblütler: Radicchio Rosso di Chioggia
Kardenartige/Geißblattgewächse: Feldsalat
Nelkenartige/Fuchsschwanzgewächse: Spinat
Kreuzblüterartige: Rucola/ Rauke
Schmetterlingsblütler: Bockshornklee
Seifenbaumartige/Rautengewächs: Grapefruit

Prima, ne? Schön Vielfältig, genau so wie ich es beim Essen empfunden habe! *l*
Nach dieser sehr befriedigenden Mahlzeit kam ich auf den Geschmack und genoss es heute viel Zeit zum Essen zu haben was ich mit einem zweiten Frühstück mit Kulturgemüße feierte.
P.S:holt euch die eher bittere Sorten: Chicorée, Radicchio, Endivien, Rucola und die Wintersalate: Feldsalat und Postelein



Neu dabei
Spargelartige/Amaryllisgewächs: Knoblauch
Doldenblüterartige/Doldenblüter:Fenchel
Asternartige/Korbblütler: Garten-Schwarzwurzel
Doldenblüterartige/Doldenblüter: Pastinak
Nachtschattenartige/Nachtschattengewächse: Tomaten

Der zarte, junge Knoblauch kann schon mal zu einem kleinen Schluckauf führen :o

Das Wetter ist heute winterlich, wechselhaft, ab und an lässt sich die Sonne blicken, Zeit für
frische Luft und einen Spaziergang. Auch im Tal liegt noch genug Schnee.
Hier im Bild: Rohkostexperten im Einsatz



Was blieb mir anderes übrig als auch etwas zu graben und siehe da, Wildkräuter im Hochwinter sind möglich!
Auch wenn die Ausbeute wirklich nicht üppig ist, ist der Verzehr was gaanz besonderes.
Wirkliche Begeisterung löste der Fund der wilden Malve aus :)



Am Nachmittag gab es heute ein weitere Mahlzeit, eine Spezialkombination
aus Banane Namwa, Rucola und Kokosöl



Am Abend habe ich eine Stunde Körpertraining absolviert. Manchmal zeigt sich bei sportlicher Aktivität doch noch eine gewisse Unterarmausdünstung welche, wie oft beschrieben, eine Assoziation zu Kochgerichten zulässt.
Dannach ungeheure Lust auf kalt Duschen. Drei Minuten waren richtig gut bevor ich
wieder auf den Auftaumodus umstellte.

Heute zum Abendessen sprach mich von allem Verfügbaren besonders der feine
Geruch des weißen Heilbutts an. Er wurde zusammen mit den Heringen und Dorsch diese Woche
direkt von der Küste geliefert



Das 300g Filetstück deckte genau meinen Bedarf. Ein wahrer Genuß, das weiße Fleisch
war so zart dass es mit wenigen Kauvorgängen im Munde zerging.
Kann mich nicht erinnern jemals solch einen exzellenten Fisch gegessen zu haben *l*
Und was bringt so ein Fischlein sonst noch so mit sich?
Auswertung nach CRON-o-Meter:



Schönes Wochenende

von ROHjan - am 16.02.2013 09:52
Zitat
Farawla
Lieber ROHjan,
ich habe da eine Frage: weshalb hast du auf dem einem Bild die weißen Champignons geschält?
Soll die Schale nun etwa auch wieder schädlich sein? Verdauung hemmen oder sowas? Kenn mich da nicht so aus, aber es interessiert mich sehr ;-)


Liebe Farawla,

danke sehr :)

ich habe die braunen ;) Champignons geschält, stimmt.
Wenn du magst kannst du auf Seite 259 in Angelikas Buch nachlesen...
..ich zitiere:
" Beachten Sie, dass Pilze immer einen leichten säuerlichen Geschmack besitzen.
Dieser Geschmack ist auf die erwähnten aktiven Inhaltsstoffe zurückzuführen, welche
besonders in der oberen Pilzhaut enthalten sind. Verwechseln Sie diese leichte Pilz-
säure nicht mit Würze - denn sowie Ihnen im Rahmen einer Pilzmahlzeit diese Säure
besonders auffällt, ist dies ein Anzeichen dafür, mit dem Pilzverzehr aufzuhören.
... In der Regel häute ich die Pilze, da....in der obersten Hautschicht die meisten aktiven
Inhaltsstoffe enthalten sind."


...und dazu noch das Bild der Kirlianfotografie auf Seite 19 :eek:

Im geschälten Zustand wirkt die Sperre immer noch gut.
Ich esse diese Pilze selten, merke aber dann und wann einen Bedarf.

Zitat

Übrigens hast du immer fantastische Bilder!!! Sie sehen super schön aus! So knackiges frisches Grün liebe ich! Unser Kühlschrank fällt schon fast immer aus allen Nähten ;-) so voll ist der mit Grünzeug und Co. :D


Grün hat die meiste POWER! Ich finde man braucht sich nur die Bilder anschauen, deswegen mache ich sie ja :xcool:
100% Rohkost macht mir große Freude, ich liebe das was ich esse.
In meinem Kühlschrank finden sich nur die tierischen Produkte, Oliven und der Nackthafer um die Fermentation zu verzögern . Gut, ich gehe öfters einkaufen, und lasse die Ware für den zügigen Verzehr draußen liegen.
Das Auge isst mit *apfel*

Liebe Grüße

von ROHjan - am 16.02.2013 15:36
2013-02-17 Schöner guter Morgen

Um vier Uhr morgens klingelte der Wecker, ich erkundete die Wetterlage.
Zuviel Neuschnee und zu warm für die geplante Bergtour, so startete ich langsam in den Tag.
Die Nahrungsmittel von gestern zeigten keine Auffällikeiten.
Kurz nach Acht bin ich bei leichtem Schneefall und 0°C, nüchtern, zu einem 90 minütigem Dauerlauf gestartet.
Teile der Laufstrecke kreuzten die vielbefahrene Bundesstraße über die sich heute morgen wieder eine unsäglich
lange Blechlawine in die Winter"sport"gebiete wälzte.
900kcal und nachgemessene 800g Flüssigkeitsverlust blieben auf meiner Strecke.

Für einen gewissen Ausgleich sorgte nach dem Lauf ein dreiviertel Liter Wasser, mit Mineralsalzen angereichert.

Gedanken zum Wasser:
Als Getränk nehme ich seit über einem Jahr ausschließlich natürliches, stilles Mineralwasser aus Glasflaschen zu mir.
Fast ein Jahr nur Wasser der St.Leoxxxxd-Quelle. Irgenwann schmeckte mir das Wasser nur noch "metallisch"
--> Zeit zum Wechseln, dachte ich mir und habe einen gemischten Kasten durchprobiert. Und siehe da, ich habe
ein neues Wasser für mich gefunden, diemal Geroxxxxner naturell. Also gilt für mich auch hier: Öfter mal abwechseln.
Wann trinke ich? Wenn sich Durst meldet und wenn die Farbe des Urins nicht günstig ist.

Um kurz nach 10 ein erstes Frühstück - süß, sauer, bitter, fettig -



Gegen 13 Uhr, nachdem ich zwischendurch zwei Carob-Schoten geknabbert habe, folgende Auswahl



Viele Grüße

von ROHjan - am 17.02.2013 13:01
2013-02-18 Klare Gedanken

Eine gute Nacht mit tiefem, traumfreien Schlaf lag hinter mir.
Die Auswirkungen des gestrigen, abendlichen Rinderkonsums? Naja, zwiegespalten.
Einerseits gute Nacht, andererseits kalte Hände etwa zwei Stunden nach Verzehr.
Die Mengen waren gering, ca. 150g Bruststück, fettreich, von der Konsistenz eher "schwer" zu essen,
was allerdings auch ein Signal gewesen sein könnte es besser nicht zu essen. Im zweiten Gang gab es etwas Mark
von Rinderknochen, welche geschmacklich sehr befriedigend waren. Die Herkunft, Weiderind aus der Biozucht,
was sicherlich lange nicht das Optimum darstellt.

Heute Morgen um 6Uhr gab es einen halben Liter Sole-Wasser.
Irgendetwas zog mich heute nach monatelanger Abstinenz wieder zur Cassia hin, worauf ich im Laufe des vormittags
doch einige sehr wohlschmeckende Plättchen aß.
Um elf gab es einiges von meinem Mobilen-Mittagsbuffet.



Die Sperren funktionierten gut. Besonders Auffällig war der leicht süße, apfelartige Duft
des Kohlrabi, nach knapp der Hälfte wurde er scharf, optimal :-) Im Anschluß gab es noch eine Handvoll Pistazien, welche erst Stück für Stück von der Schale befreit werden wollten, sehr fein.

Am Nachmittag überkam mich ein leichter Süßhunger. Vor einiger Zeit hätte ich nun 30 Datteln und 10 Feigen gegessen, heute blieb es bei zwei Feigen und einigen Kakaobohnen mit Haut.
Ich legte lieber noch Grünes, mit was Saurem und Öl nach.



Die Preise für Feldsalat steigen nun wöchentlich und liegen nun schon bei über 24EUR/kg regionaler Anbau.

...Die letzten Tage werde ich mir über die Klarheit meiner Gedanken bewußt, es sprudelt und fließt *g*

Am Abend...wartet der Schellfisch, direkt von der Küste, Fanggebiet Nordostatlantik.
Hier im Bild 500g, nach zwei Stunden bei 36°C. Das Fleisch von diesem Knochenfisch lässt sich nun sehr gut lösen.
Der Schellfisch ist deutlich fettärmer als der vor Tagen verzehrte Hering
und weißt eine andere Gewichtung der B-Vitamine auf.



Der Geschmack deckte meinen Bedarf optimal, zart, mit leichtem Biss und vollmundig während des Kauens.
Nebenwirkungen?

Viele Grüße

von ROHjan - am 20.02.2013 17:32
2013-02-23 Ein erfüllter Tag - Bilder sagen mehr als tausend Worte

Die gestrige Abendmahlzeit habe ich sehr gut vertragen und konnte erholsam schlafen.
Am Wochenende geht es zumeist entspannt in den Tag.
Ein halber Liter leicht gesalzenes Wasser und ein Blick aus dem Fenster.



Im Morgendunst zeigt sich ein verschneiter Grat welcher mir heute ungemein reizvoll erschien...
Ein schönes Frühstück folgt



Weiterhin habe ich, um dem Grün noch etwas Substanz zu geben noch eine halbe reife Kokosnuss gegessen.

Gegen 10Uhr habe ich in "Winterausrüstung" das Haus verlassen um einen kurzen Blick
zu einer traditionsreichen, lokalen Wintersportveranstaltung zu machen, dem sog. "Skijöring"
Vogelwilde Typen auf ihren fliegenden Kisten, hinter Pferden, Autos und heute hinter Motorrädern



Hobbies gibt es viele ;) als mir vom Zuschauen so langsam die Kälte in die Glieder kroch brach ich
auf zu meinem Sport und bin den oben gezeigten Gratweg angegangen.
Der sehr steile Anstieg in unwegsamen Gelände brachte bald wieder Wärme zurück und so ging es Stunde
um Stunde bergauf. Die Fähigkeit, heute 4,5h, in streckenweise mehr als knietiefem Pulverschnee eine Spur zu ziehen zeigte mir dass die Frühstücksauswahl gold richtig war. *l*
Verpflegung hatte ich keine dabei, ich verspürte keinen Hunger und keinen Durst.
Mit Stecken an den Händen und Steigeisen an den Füßen konnte ich nach wirklich
herzhaften 700 Höhenmetern die Tour ohne Pause beenden. 2200kcal verbrannt.



Mit dem Fahrrad wieder zu Hause gelandet fühlte ich mich entspannt und nicht ausgelaugt. Ein Halber Liter
angewärmtes Wasser tat gut, ebenso wie eine kleine Süße-Einlage :p



Um die kalten Glieder zu entspannen und wieder zu wärmen gab es ein *baden*
...und dann ein Blick in die frischen Vorräte für einen zweiten Gang....es ward bald etwas gefunden



Im weiteren Verlauf schweifte der Blick auch mal wieder zu den Nüssen, Steinfrüchten, Samen und Kernen.
Die Sinne entschieden sich für das eine und andere.



Der überwiegende Teil meiner Mahlzeiten der letzten Zeit besteht in den Wintermonaten aus Kaufgemüse, ergänzt mit eigenen Kleinigkeiten wie gekeimten Linsen oder div. Sprossen. Kein großer Aufwand.
Meine bisherigen Erkenntnisse lassen den Schluß zu, mehr und mehr vom regelmäßigen Obstkonsum
Abstand zu nehmen. Ein paar süße Früchtchen in Kombination mit Grün sind jedoch immer eine
schöne Abwechslung. Und da mir Einfältigkeit bei der Nahrungsmittelauswahl nicht als geboten erscheint
ist meine Ernährungsgeschichte nach wie vor ein spannende Reise.
Mehr als nur "gut schmecken" und "satt zu sein" das sind meine Erwartungen, welche bereits nach dieser
kurzen Phase der vollständig rohen Ernährung mehr als übertroffen wurden. Einen Schritt weiter zu gehen,
die "Sperre" erleben, neue Geschmacksdimensionen erreichen, LEBENSmittel lustvoll erfahren.
Lasst es euch schmecken!


Viele Grüße

von ROHjan - am 23.02.2013 18:39
Zitat
ROHjan
Hallo Ralphus,

danke der Nachfrage,
an den Tagen wo ich Gelegenheit habe alle Mahlzeiten zu dokumentieren stimmt die abgebildete Menge um Plusminus 5% mit der Verzehrmenge überein. Es kann auch vorkommen dass ich nicht alles Dargestellte aufesse wenn sich Geschmacksveränderungen zeigen.


Eben - ich stelle mir das recht schwierig vor, da ich zu Beginn der Mahlzeit ja nicht weiß, wieviel ich wovon essen werde, wie groß also der Bedarf an den einzelnen Lebensmitteln habe.

Gestern habe ich zur ersten Mahlzeit folgendes gegessen:

  • Postelein (102g) – jetzt beginnt er im Mund zu sperren, und ich höre auf
  • Ananas Phuket+lokaler Handel (188g+387g) – schmecken ähnlich, nach 3/8 von jeder brennt meine Blase an der Unterlippe
  • Kaki (191g) – ist mir heute fast zu süß
  • Papaya Nila (1/2 Stk., 511g) – schmeckt angenehm zart, ich esse auch die Schale und streue ein paar Kerne ein (die übrigens nach Kresse schmecken – und ein Blick in meine „Große Liste“ zeigt, dass es sich auch um Kreuzblütler handelt)


Danach war ich aber noch unzufrieden, und bin zweimal in den Keller gegangen, um Bananen zu holen. Danach war ich aber immer noch nicht zufrieden und bin noch ein weiteres Mal Bananen holen gegangen - so dass ich schlussendlich noch folgendes nachgelegt habe:


  • Banane Hom (11 Stk., 312g) – mehr sind noch nicht reif
  • Banane rot (4 Stk. 304g) – nun bin ich gut gesättigt und zufrieden


Insgesamt dauerte die Mahlzeit von 12:20 bis 14:00. Das war so ja nicht vorauszusehen - wie hätte ich das vorab also fotographisch dokumentieren sollen?

Auch generell entscheide ich mich erst unmittelbar vor dem (nächsten) Lebensmittel, wohin ich greife. Natürlich habe ich eine gewisse Abfolge im Kopf (z.B. Grünzeug immer als erstes), aber die endgülte Entscheidung (basierend auf Intuition, Geruch und Geschmack) passiert immer erst unmittelbar vor dem Essen.

Zitat
ROHjan
Die Bilddokumentation ist also nicht als exaktes Abbild der Menge anzusehen, sondern stellt meine persönliche Lebensmittel-Zusammenstellung, wie ich sich zur Zeit am geeignetsten halte, dar. Es mag vielleicht auch dazu Motivieren von der "verarbeiteten Rohkost wegzukommen", wenn dies ein Ziel ist.


Jepp - mir kam aber eben der Gedanke, dass dann jemand auch die Mengen als Richtschnur nimmt - und für mich wären die abgebildeten Mengen zur Zeit definitiv deutlich zu gering.

Zitat
ROHjan
Ich glaube daran dass es nicht die Menge macht, individuelle Bedarfe und Mengenvergleiche sind
auch mit Vorsicht zu geniessen. Ich Stufe mein Aktivitätslevel im Alltag als hoch ein und wundere mich schon auch manchmal wie gut dann die "Maschine" mit Wenig ihren Dienst tut ;-)
Langsames Essen und ein langer Kauprozeß machen zufrieden.


Klar - und ich würde mich freuen, wenn auch ich mit weniger auskämme - und gleichzeitig auch wieder mehr Energie hätte. Aber ich begrenze da nicht mit dem Verstand, sondern esse, bis der Körper mir signalisiert, dass er nichts mehr braucht - und ich esse durchaus auch langsam und kaue intensiv. Derzeitig sind die Mengen insb. beim Obst noch recht groß, obgleich mein Aktivitätslevel gegenwärtig eher moderat bis gering ist.

Zitat
ROHjan
Mein Ziel ist es wenig zu Essen und die aufgenommene Nahrung bestmöglich zu verwerten. Dies gelingt mir, mit der konsequenten Rohkost jeden Tag ein Stück besser.


Da hast Du meine volle Zustimmung.

Was mich immer wieder verwundert sind die Mengen, die Stefan so zu sich nimmt - insb., aber nicht nur, beim Fleisch - da bin ich immer noch ein Mauerblümchen. Nicht, dass ich diese Mengen für mich als erstrebenswert halte; ich frage mich eher, wieso seine Verwertung - z.B. im Vergleich zu Dir oder Angelika - so schlecht ist. Bei mir sehe ich das ja noch ein, nachdem die Verdauungsumstellung / Entgiftung vielleicht noch nicht abgeschlossen ist - aber Stefan ist ja schon ewig Rohköstler.

Ich peitsche den Körper auch nicht mehr in Aktivitäten, wenn er mir signalisiert, dass er mal grad noch gern Ruhe hätte. Ich bin aber davon überzeugt, das auch bei mir wieder aktivere Zeiten kommen, ohne dass sich dadurch die notwendige Nahrungsmenge noch weiter erhöht.

Viele Grüße,
Ralph

von Ralphus - am 24.02.2013 11:22
Zitat
Ralphus
Zitat
ROHjan
Hallo Ralphus,

danke der Nachfrage,
an den Tagen wo ich Gelegenheit habe alle Mahlzeiten zu dokumentieren stimmt die abgebildete Menge um Plusminus 5% mit der Verzehrmenge überein. Es kann auch vorkommen dass ich nicht alles Dargestellte aufesse wenn sich Geschmacksveränderungen zeigen.


Eben - ich stelle mir das recht schwierig vor, da ich zu Beginn der Mahlzeit jaz nicht weiß, wieviel ich wovon essen werde, wie groß also der Bedarf an den einzelnen Lebensmitteln habe.

Gestern habe ich zur ersten Mahlzeit folgendes gegessen:

  • Postelein (102g) – jetzt beginnt er im Mund zu sperren, und ich höre auf
  • Ananas Phuket+lokaler Handel (188g+387g) – schmecken ähnlich, nach 3/8 von jeder brennt meine Blase an der Unterlippe
  • Kaki (191g) – ist mir heute fast zu süß
  • Papaya Nila (1/2 Stk., 511g) – schmeckt angenehm zart, ich esse auch die Schale und streue ein paar Kerne ein (die übrigens nach Kresse schmecken – und ein Blick in meine „Große Liste“ zeigt, dass es sich auch um Kreuzblütler handelt)


Danach war ich aber noch unzufrieden, und bin zweimal in den Keller gegangen, um Bananen zu holen. Danach war ich aber immer noch nicht zufrieden und bin noch ein weiteres Mal Bananen holen gegangen - so dass ich schlussendlich noch folgendes nachgelegt habe:


  • Banane Hom (11 Stk., 312g) – mehr sind noch nicht reif
  • Banane rot (4 Stk. 304g) – nun bin ich gut gesättigt und zufrieden


Insgesamt dauerte die Mahlzeit von 12:20 bis 14:00. Das war so ja nicht vorauszusehen - wie hätte ich das vorab also fotographisch dokumentieren sollen?

Auch generell entscheide ich mich erst unmittelbar vor dem (nächsten) Lebensmittel, wohin ich greife. Natürlich habe ich eine gewisse Abfolge im Kopf (z.B. Grünzeug immer als erstes), aber die endgülte Entscheidung (basierend auf Intuition, Geruch und Geschmack) passiert immer erst unmittelbar vor dem Essen.

Zitat
ROHjan
Die Bilddokumentation ist also nicht als exaktes Abbild der Menge anzusehen, sondern stellt meine persönliche Lebensmittel-Zusammenstellung, wie ich sich zur Zeit am geeignetsten halte, dar. Es mag vielleicht auch dazu Motivieren von der "verarbeiteten Rohkost wegzukommen", wenn dies ein Ziel ist.


Jepp - mir kam aber eben der Gedanke, dass dann jemand auch die Mengen als Richtschnur nimmt - und für mich wären die abgebildeten Mengen zur Zeit definitiv deutlich zu gering.

Zitat
ROHjan
Ich glaube daran dass es nicht die Menge macht, individuelle Bedarfe und Mengenvergleiche sind
auch mit Vorsicht zu geniessen. Ich Stufe mein Aktivitätslevel im Alltag als hoch ein und wundere mich schon auch manchmal wie gut dann die "Maschine" mit Wenig ihren Dienst tut ;-)
Langsames Essen und ein langer Kauprozeß machen zufrieden.


Klar - und ich würde mich freuen, wenn auch ich mit weniger auskämme - und gleichzeitig auch wieder mehr Energie hätte. Aber ich begrenze da nicht mit dem Verstand, sondern esse, bis der Körper mir signalisiert, dass er nichts mehr braucht - und ich esse durchaus auch langsam und kaue intensiv. Derzeitig sind die Mengen insb. beim Obst noch recht groß, obgleich mein Aktivitätslevel gegenwärtig eher moderat bis gering ist.

Zitat
ROHjan
Mein Ziel ist es wenig zu Essen und die aufgenommene Nahrung bestmöglich zu verwerten. Dies gelingt mir, mit der konsequenten Rohkost jeden Tag ein Stück besser.


Da hast Du meine volle Zustimmung.

Was mich immer wieder verwundert sind die Mengen, die Stefan so zu sich nimmt - insb., aber nicht nur, beim Fleisch - da bin ich immer noch ein Mauerblümchen. Nicht, dass ich diese Mengen für mich als erstrebenswert halte; ich frage mich eher, wieso seine Verwertung - z.B. im Vergleich zu Dir oder Angelika - so schlecht ist. Bei mir sehe ich das ja noch ein, nachdem die Verdauungsumstellung / Entgiftung vielleicht noch nicht abgeschlossen ist - aber Stefan ist ja schon ewig Rohköstler.

Ich peitsche den Körper auch nicht mehr in Aktivitäten, wenn er mir signalisiert, dass er mal grad noch gern Ruhe hätte. Ich bin aber davon überzeugt, das auch bei mir wieder aktivere Zeiten kommen, ohne dass sich dadurch die notwendige Nahrungsmenge noch weiter erhöht.

Viele Grüße,
Ralph


Hi Ralf,
spaeter beim pc werde ich dir hier extra eine Antwort schreiben.
Vorab: Eine widernatuerliche und eingeschraenkte Auswahl bewirkt chaotisches und unzufriedenstellendes Essen.
Dass du nach jenem Obst nich zufrieden sein kannst wird dir vermutlich so gut sie jeder sagen koennen, selbst Kochkoestler. Lass dich nicht von Blendern blenden die exzessiv wider der natur einkaufen.

von Angelika Allesroh - am 24.02.2013 13:39
2013-02-28 Arbeiten, Essen, Sport

ROHKOST - NEXT LEVEL
Bald kommt er wieder der Frühling, die Natur wird erwachen, alles Grünt.
Zeit die Ernährung anzupassen. Die letzten Monate ein wenig hin und her, dies und das.
Mein Fokus soll sich nun auf grüne Lebensmittel richten. Im Klartext, überwiegend (dunkel-)grünes Blattgemüse
und Wildkräuter. Früchte auf ein Minimum reduzieren, nur im gezielten Einsatz z.B. bei außerordentlicher körperl. Betätigung und als Schmankerl.
80% Grün, 20% Rest aus wenig Beeren, wenig tierischem, wenig Wurzelgemüse, wenig Nüssen.

Für mich heißt das noch weniger Einschränkungen, vor allem bei den ewigen Überlegungen zu Kombination und Verträglichkeit.
Grün geht immer und vor allem soviel wie es einem gerade zuträglich ist.

Let's go!

Heute morgen gegen 6Uhr gabs bereits eine gute Portion wie abgebildet.



Gestern Abend in der großen Stadt bin ich wieder in einem kleinen Laden der süditalienische Biospezialitäten vertreibt fündig geworden. Ich würde behaupten der beste Einkauf dieses Winters.
Es gab dort erlesene Spezialitäten, wie Löwenzahn, "wilder" Chicoree (Chicoree Cicoria Grumolo Verde), junger Mangold,...
Look:




Um 13Uhr schnelle Energie in Form von zwei kleinen Bananen und etwas Wabenhonig
Gegen 15Uhr folgende Mahlzeit



Um 16Uhr bin ich dem dunstigen Tag entflohen und bin noch bergwärts.
Heute Inversionswetterlage


Knappe 900 Höhenmeter Spurarbeit haben sich wieder mal gelohnt, ABENDSONNE *cc*


Am Abend


Viele Grüße

von ROHjan - am 28.02.2013 18:41
2013-03-01 März - Frühlingscountdown

6Uhr Aufstehen, Körperfunktionen einwandfrei, dann so langsam in die Gänge kommen mit einer Stunde Kraft und Dehnübungen.
Von 7-9 gab es folgendes Morgenmahl, welches sich als sehr befriedigend und sättigend
herausstellte



Im unteren Bildrand ist gekeimter Nackthafer. Er sagte mir nicht zu, bereits nach einem Löffel setzte ein unangenehmes, leicht ätzendes Mundgefühl ein, welches sich erst nach 2-3 Stunden
verlor. Ein durch Einweichen über mehrere Tage fermentierter Nackthafer ist vom Geschmack
und der Wirkweise ganz anders. Erste Gedanken waren dann auch, von diesem, letzten Korn auf meiner
Lebensmittelliste Abstand zu nehmen.

Tagsüber gabe es außer 0,5L Wasser nichts festes.
Am Abend habe ich mal mit der Hand-Saftpresse experimentiert. Bin kein Saftfreak, hatte aber heute im Sinn evtl.
für Unterwegs diese konzentrierte Flüssignahrung zu testen. Rote Beete, Karotten und Wirsingkohl. Alle Komponenten schmeckten einzeln gut. In der Mischung zeigte sich nach ca. 100ml ein leichtes Halskratzen.
Rest weggestellt.



Der Abend, den Edel-Fischen gewidmet. Schwarzer und weißer Heilbutt, geliefert per Express direkt von der See.
Hier der bildliche Vergleich.



Bild oben: Nicht die ganze Haut des "Weißen Heilbutts" ist weiß, hier ein Stück mit Grauschattierungen



Vergleich des Fleisches (sehr unterschiedlich bzgl. Fett und Eiweißgehalt)





Schönen Tag
und viele Grüße

von ROHjan - am 01.03.2013 07:47
2013-03-02 Ausgewogener Tag

Von den gestrigen Fischen gab es jeweils ca. 200g, keine negativen Symptome ;)

Um 3Uhr hatte ich heute den Wecker gestellt, ein Blick aus dem Fenster, hm.. Hochnebel...trotzdem
raus aus den Federn, oben wirds schon Sonne geben.
Optimale Köperfunktionswerte (Ruhepuls 44!, Blutdruck 70/110)
500ml Wasser mit Sole, 2 Löffel Wabenhonig.
Um 4Uhr aufs Fahrrad geschwungen.
45min Zufahrt zum Bergsteig, immer schön wenns ohne Auto geht, die Straße ging
allerdings stramm bergauf. Hatte heute Schneeschuhe mit was ich nicht bereuen sollte, überall noch
weicher, pulvriger Schnee. Es dämmerte so langsam als es im Steilgelände ziemlich zur Sache ging, bald
war das Plateau erreicht und die Sonne auch schon da *cc*




Nach 5h "Dauerlauf" war diese herrliche, einsame Runde vorbei, der Kopf voll schöner Eindrücke.
1100 Höhenmeter, 2300 kcal. Dabei hatte ich 400ml Wasser
Zuhause gab es 1L Wasser mit Sole und nochmal etwas Wabenhonig.
So sieht die angesetzte Sole aus div. Mineralsalzen aus



Nachdem die Glieder langsam wieder auftauten gab es gegen 10Uhr
saure Früchte, halbe Grapefruit und halber Granatapfel.



Dann gings weiter mit Grün, als erstes Feldsalat, im Bild 200g, vollständig aufgegessen, langsam wie
eine Kuh, gegen Ende sank die Attraktivität dieses Grüns langsam.


Mit meinen Gemüsedoublen hab ich die verzehrten Mengen nachgestellt :-)

Petersilie 15g, Radicchio 120g, Rucola 20g,
schöne Sperren durch wachsende Schärfe


Mangold 40g, Chicoree wild 170g, Löwenzahn 25g


+80g span. Oliven.

Die Sonne schaffte es im Tale heute leider nur für ne halbe Stunde durch die Nebelsuppe zu blinzeln.
Am Nachmittag habe ich viel getrunken und mir ein Buch über die "Anatomie des Stretchings" zu Gemüte geführt und sogleich ausgiebig erprobt. Dynamik und Beweglichkeit halte ich für einen ganz wichtigen Schlüssel.

Fische am Abend
Fisch und Tierverzehr im allgemeinen geht bei mir ganz vom "Bedarf" aus. Wichtig ist hier das eine besonders
hohe Anziehungskraft vom Lebensmittel ausgeht.
Anziehender Geruch und ein gutes Gefühl beim Zubereiten,
z.b. Ausnehmen oder Spülen der Ware.
Den Rest vom weißen Heilbutt habe ich auf Zimmertemperatur temperiert und es gab eine Nettomenge von 100g,
es schmeckte einfach gut.
Die Große Steigerung zeigte sich beim schwarzen Heilbutt, bereits nach dem zweiten Happen setzte ein unbeschreibliches Schwebegefühl ein, Kräfte strömten durch den ganzen Körper, herrlich *feuerwerk*
80g Netto war die Menge welche ich zuvor für eine Stunde bei 35°C in den Ofen gab. Im Kühlschrank wäre
noch etwas gewesen, aber ich wollte aufhören wenns am schönsten ist ;)
In der zweiten abendl. Essensstunde gab es noch 4 von diesen perfekten Heringen



Wieder ein ganz anderes Geschmackserlebnis, feine Würze, zartes Fleisch, einfach fein *g*
Ich überlege mir wie ich denn früher an Gekochtem und Gebratenem Gefallen finden konnte...
...ich kannte es nicht anders.

Die heutige Ausgewogenheit zeigte sich auch in der rechnerischen Bilanz welche ich mal wieder durchführte:
2300kcal, Kohlenhydrate 37%, Fett 45%, Eiweiß 18%

Viele Grüße

von ROHjan - am 02.03.2013 10:32
2013-03-03 Ich könnt' die Wand hochgeh'n!

Sonntag-Wochenende-viiieel Zeit
Der Morgen beginnt um 5Uhr, nun gut der Wecker hat geholfen.
Wetterlage, nur lichte Wolken am Himmel, also in aller Vorfreude die Ausrüstung gepackt, einen halber Liter Wasser
getrunken und einen halben L. in den Rucksack. Um 5.45 mit allem Gerödel aufs Fahrrad und los...

Hier, neben dem kulinarischen Tagesablauf auch immer mal Einblicke in meine sportlichen Betätigungen

Bergg'schicht'n
Seit Beginn des Winters liegen bei mir das eine oder andere heiße Eisen in der Gedankenglut. Es gibt vor der Haustüre schöne Berge. An den Bergen schlängeln sich reizvolle Pfade, glänzen scharfe Grate und stemmen sich ehrfürchtige Wände empor.
Diese Wände, im Winter überzogen mit Eis und Schnee üben eine besondere Faszination aus.
So ging ich los, in Gedanken die geplante Route, wie werden die Verhältnisse sein nach dieser eher milden Nacht um die Null Grad?
Nach der Anfahrt, eine halbe Stunde auf einem Bergpfad empor, führte letzlich der Weg über tiefen Schnee zu einem großen Lawinenkegel. Abgegangene Schneerutsche und Lawinen machen den Aufstieg einfacher, weil zumindest schon mal das "lose Material" herunten ist und sich auf der verbleibenden Schneeschicht eine gut begehbare Oberfläche bildet. Die erste Hälfte des Aufstiegs war heute mit Schneeschuhen möglich.
Nach der Hälfte blinzelte bereits die Sonne über den Bergkamm, ohje nun heißt's stramm nach oben bevor der Schnee allzu weich wird. Wechsel auf Steigeisen und Pickel und ...weiter. Als die Sonne den oberen Wandteil küsste lösten sich bereits kleine Steine und Eisreste. Der Aufstieg in derartigen Rinnen bietet allem Material eine vorzügliche Rutschbahn. Um geringeres Risiko einzugehen ist demnach ein früher Start und zügiges Gehen unabdingbar. Also Gas geben! Helm auf dem Kopf, nach jedem dritten Schritt ein Blick nach oben, eine heikle Stelle noch und schon ist das obere Schneefeld erreicht. In der ersten hellen Stunde des Tages -fantastische Fernsicht und ein gutes Gefühl in Körper und Geist.
Der Blick schweift in die Ferne, droben wolkenlos, Fernblick bis nach Südtirol, ein echtes "Kaiserwetter"






Ein wenig verweilen und genießen - dann über den Grat (links, im zweiten Bild) wieder nach unten. Während des Abstiegs fällt mein Blick auch den gegenüberliegenden westseitigen Berghang wo die Sonne noch fern ist. Eine ähnlich anmutende Aufstiegslinie in der Flanke...vielleicht da auch noch rauf?
Erst mal nach unten "wühlen" bis zu einem Sattel und dann ein paar Meter aufsteigen um zu sehen. Auch hier zeigte sich ein abgegangenes Schneebrett über den ganzen Hang. Kraft war da, Wille und Leidenschaft ebenso, also ran an den Speck. Es wurde noch ein steiler Direktweg welcher am "Gipfel von gestern" mündete.
6 Stunden, 1600HM, 3700kcal


Daheim
Ein Liter Wasser und erste Nahrungsaufnahme des Tages

Einige kleine Bananen (280g) zum Anfang und 30min später 180g Feldsalat, 18g Petersilie, 18g Rucola, etwas Ingwer.
120g großblättriger Spinat bis zu deutlicher Geschmacksveränderung
80g Radicchio
80g Chicoree
20g Wirsing-Kohl, auch hier klares Stop durch Schärfe





Der vorgestrige Saft hatte was, der Zubereitungsaufwand ist mir generell zu groß, heute hatte ich die Zeit. Habe Karotten (260g->140g) Kohlrabi (120g->60g) und rote Beete (310g->200g) per Handpresse entsaftet. Die Ausbeute ist beachtlich, 400g.

Im Antlitz der Nachmittagssonne konnte ich, langsam genossen, die ganze Menge trinken, Sperrsignale bei dieser Mischung eher unter dem Tisch...


Kokosnuss wäre nun recht, ein kläglicher Rest von 100g findet sich im Kühlschrank. Da fiel mir auch noch mein letztes Tiefkühlprodukt ein, Blaubeeren.
Naja mal ne neue Kombination


Die dargestellten Mengen aller Bilder entsprechen der tatsächl.verz. Menge

Am Nachmittag schien -seit langem- mal wieder die Sonne so herrlich durchs Balkonfenster.
Die Nacht war nicht üppig mit Schlaf bedacht, Zeit sich noch ein Stündchen lang zu machen.
Die Sonnenstrahlen kribbeln von Kopf bis Fuß, angenehme Wärme von außen.
Ich rieche an meiner Haut, was verändert sich am Körper nach 6h intensivem Ausdauersport?
Ich nehme keinen auch noch so leisen unangenehmen Duft war, vielleicht eine ganz dezente
Eigennote, auch unter den Armen, sind also nicht nur die Gedanken rein? ;-)
... könnnte also direkt in den feinen Anzug steigen und zum Vorstellungsgespräch oder in die Oper :-)

Ich ging heute Morgen durch eine lichterfülltes Waldstück der Schnee glitzerte un funkelte. Die kristalline Struktur
des Schnees erinnerte mich augenblicklich an ein Meer aus Kokosnussflocken. Ich hatte auf einmal großen Appetit darauf. :rp:


Am frühen Abend gab es nochmal 150g Feldsalat, 40g Spaghettialgen und 80g Oliven
Als Spätmahlzeit war noch Fisch anvisiert, Rest sozusagen.
150g vom schwarzen Heilbutt schmeckten fein. Es blieben noch 3 Heringe, welche heute gar nicht "gingen".
Appetit war keiner mehr vorhanden... so ging es nicht hungrig ins Bett :)

Viele Grüße

von ROHjan - am 03.03.2013 16:28
Hallo Ralphus,

ein paar Gedanken zu deinen Fragen

Zitat
Ralphus
Du notierst die verbrauchten Kalorien - rechnest Du auch gegen, wieviel Du aufnimmst? Irgendwie sollte die Bilanz doch stimmen, oder?


Ich habe in den Anfangsmonaten letztes Jahr im Sommer beispielhaft einige Tage eingeben und zwischendurch immer mal, um ungefähr einen Anhaltspunkt zu haben.
Die Wiegerei und das Protokoll führen mach ich nur noch wenns zeitl. mal reinpasst.
Natürlich kommen mir auch die Fragen nach der Tagesbilanz in den Sinn. Am heutigen Tag stehen 3700kcal (nur über die Pulsuhr ermittelt)+der normale Tagesverbrauch im Raum.
"Gesunde" 5000kcal aufzunehmen ist wohl nicht möglich, und ich halte es auch nicht für notwendig.
Hätte ich nicht gemessen würde ich mir da wohl auch keine Gedanken drüber machen, sondern das was ich für ausreichend empfinde zu mir nehmen.
Essen bis sich ein gutes Gefühl einstellt.
Ideal für mich wäre an so einem Tag nach dem Sport ordentlich Proteine und Fett zu essen und wenig Kohlenhydrate. Mein Vorrat gibt dies gerade aber net her,
will aber dann keinen Zucker futtern, und Nüsse auch nicht. Während der Aktivität zu essen müsste ich wohl etwas erzwingen. Aber es befindet sich ja alles noch in der Erprobungsphase.
Manche, meist veganen, "Rohkost"-Profisportler verzehren üppige Mengen indem sie diese zurechtmixen um das Volumen überhaupt aufzunehmen oder machen sich Salate und andere Zubereitungen, das widerstrebt mir (noch ;)).
Mit Zuckern in Früchten und z.B. Honig könnt ich mir da schnell ein paar 1000kcal einverleiben, aber ich habe ja im Fokus diese Zucker deutlich zu reduzieren.

Also oft stimmt die rechnerische Bilanz wohl nicht überein, wichtig ist mir aber ein gutes Gesamtfeeling!

Zitat
Ralphus
Mich interessiert, warum Du Dir die Arbeit mit dem Entsaften machst: Was stört Dich an dem festen Anteil - warum isst Du nicht alles, so wie es ist?


Die Entsafterei? Ich habe mir erlaubt nach 6Monaten mal die Saftpresse rauszuholen. Bisher habe ich diese zweimal zur Schokoladezubereitung genutzt.
Reine Experimentierfreude. Die entsafteten Wurzelgemüse esse ich so gut wie nie, auch nicht pur, halte ich nicht geeignet für meine Rohkost. Spontan entschied ich mich doch für diesen Einkauf, mit dem Hintergrund die Presse zu probieren und natürlich auch den Saft. Gedanken gehen auch dahin, bei meinen langen Touren nicht nur Wasser mitzuführen.
Der Aufwand der Zubereitung und Reinigung der Gerätschaft ist mir viel zu hoch.
U.a. bin ich auch immer mal am Eruieren über geeignete "Expeditionskost" - für wochenlange Aufenthalte in unwirklichen Gebieten.
Wie meinem Tagebuch zu ersehen verzehre ein Maximum der Lebensmittel pur, nacheinander und ohne Verarbeitung.
Nur nebenbei, das werden wohl 5 von 100 Rohköstlern so machen (wenn es überhaupt 100 gibt die
sich 100% Roh ernähren :rolleyes:
Die Frage ob mich der feste Anteil stört ist generell kein Thema.

Viele Grüße

von ROHjan - am 03.03.2013 18:32
2013-03-07 Was esse ich heute?

Mein heutiger Arbeitstag begann mit Aufstehen um kurz vor sechs.
Am morgen tat es gut nichts zu essen. 1,5Liter Wasser schmeckten
über die Stunden.
Um die Mittagszeit war Gelegenheit die Haut großflächig mit etwas Winter-
sonne bescheinen zu lassen, das tat so gut *cc*
Ich habe folgendes verspeist



Feldsalat
Spinat
Passionsfrucht
Eiskraut
Mango, diese, von mir aus bekannten Gründen selten verzehrte Frucht
war ein Geschenk von Or**os, stammte aus Peru, hieß "Kafro" und schmeckte
sehr fein! Gegessen hab ich diese mit Schale

Eineinhalb Stunden später war nochmal Zeit für diese schöne Runde



Feldsalat
Mangold
Spaghettialge frisch
Eiskraut
Oliven

und nun gibts noch bissl was zu tun...

am Nachmittag blickte ich aufs Außenthermometer und sah: +18°C.
Ich musste eine zweites mal hinschauen, ein weiteres Thermometer dazulegen
und tatsächlich, +18°C im Schatten...und drumherum die weißen Berggipfel welche allmählich ihre
weiße Pracht einbüßen.
Die Wärme des Tages konnte sich heute jedoch nicht vollständig auf meinen körper übertragen,
mir war zeitweise doch recht frostig zumute.

Der Abend war recht arbeitsintensiv und zwischendrin gab es wertvolle Fette
in Form einer Trink- und einer reifen Kokosnuss. Ein paar Kakaobohnen und 4 Datteln dazu



und später stellte sich doch noch eine angenehme Körperwärme ein. :)

Viele Grüße

von ROHjan - am 07.03.2013 14:03
2013-03-08 Sunny day :)

Mein Fühstück heute Morgen um 7Uhr



Menge wie abgebildet, 3 Kaktusfeigen (Kaktusbirne), Passionsfrucht, Rucola, Feldsalat, Alge Kombu Royal

Ganzen Tag "on the road". Proviant hatte ich dabei, essen leider nur "nebenbei"
Um Mittag rum, geringe Mengen: 4 kleine Bananen, Feldsalat, Minitomaten, Alge Kombu Royal, Spinat,1 Avocado

Einige Früchte finden sich noch immer zu den einen oder anderen grünen Mahlzeiten.
Mehr und mehr läßt für mich bei bestimmten Sorten zur Zeit deutlich die geschmackliche Anziehung und Befriedigung nach, wie z.B. bei Bananen.
Saures und gemäßigt Süßes ist angenehm.
Ganz lasse ich euch lieben Früchtchen noch nicht ganz fallen, irgendwie seid ihr ja auch sexy wenn
ihr da so zwischen dem Grünzeug liegt.


Am Abend gabs ein Feuerwerk für die Geschmacksnerven in Form der gerade erworbenen Gemüse und
einer halben Grapefruit.
Die gekauften Fische sahen heute nur gut aus, zogen mich jedoch (noch) nicht genug an..



...die Nüssen machen noch das Rennen. Kokosnuss und die guten französischen
Walnüsse - heute einfach nur genial -


Menge? Bis die Freude nachlässt. (Nachtr.:Es waren soviele wie abgebildet, bevor die Walnuss
fade schmeckte..)
+ 1 Dutzend Datteln

...und Gedanken ob und welches gepresste Öl nun für die Rohkosternährung geeignet erscheint
brauche ich mir auch nicht machen ;)

Viele Grüße
und ein schönes Wochenende

von ROHjan - am 08.03.2013 18:48
Hallo Alysia,

ich bin so frei und antworte auch einfach mal auf Deine Frage aus meiner Perspektive (die sich nicht zu sehr von Rohjans unterschiedet).

Zitat
Alysia
hast du die reife Kokosnuss auf einmal ganz aufgegessen?


Du hattest schon mal davon geschrieben, dass Dir das Fruchtfleisch der reifen Kokosnuss zu hart ist und Du es daher respelst. Ich mag es ab und an ganz gern - natürlich ungeraspelt ...

Hast Du Dir schon mal jüngere Kokosnüsse bzw. Trinkkokosnüsse besorgt? Nicht nur, dass das Kokoswasser frischer schmeckt (und die Ausbeute höher ist), auch das Fruchtfleich ist nicht so hart (ist allerdings auch weniger). Je nach Alter und Sorte kann es sogar noch richtig weich sein und in der Konsistenz an Joghurt erinnern.

Ich hatte eine ganze Zeit lang Kokosnüsse (in den Sorten immer wieder wechselnd) in meiner täglichen Ernährung, und auch jetzt esse ich zumindest noch jeden zweiten Tag eine halbe reife oder eine ganze Trinkkokosnuss.

Zitat
Alysia
Und die Kakaobohnen - ich hatte mir neulich meine ersten bestellt bei Pura Vita, und leider schmecken sie mir so überhaupt nicht, sind mir einfach viel zu hart! Deshalb mahle ich sie zu Pulver und schäle sie vorher jetzt auch.


Hier stimme ich mit Rohjan überein. Wenn sie pur nicht schecken, dann ab damit in den Kühlschrank und in einer Woche mal wieder probieren. Etwas nicht passendes verarbeiten, so dass es doch noch passt, führt mit Sicherheit in die Überlastung.

Ich konnte anfangs auch nur eine halbe Bohne essen ... zwischenzeitlich habe ich schon - zu meiner eigenen Überraschung - in einem Zug eine ganze Schote (~40 Bohnen samt Fruchtfleisch) gegessen. Persönlich mag ich auch getrocknet die Bohnen mit Fruchtfleisch lieber.

Alles Liebe,
Ralph

von Ralphus - am 08.03.2013 22:38
@ Rohjan !

Bei Deiner Nahrungsauswahl hat Angelika bestimmt ihre helle Freude daran (und Dein Körper erst).
Alles gemäss Buch : Fruktose - Glukose- Verhältnis, Omega 6 -Omega 3-Verhältnis, Aminosäurenprofil, sehr viel Grünes...
da stimmt ja einfach alles ;-).

Ich surfe auch ungefähr auf der Welle, weil's sich gut anfühlt..

Im Moment, wohlgemerkt, sieht das so aus :
Viel Spinat selbst gepflückt, massenweise Löwenzahn (zurzeit mild), viel Stangensellerie,viel Chicoree, 1-2 mal pro Woche Fisch,halbe Kokosnuss als Fettquelle pro Tag und selbstgemachte Cracker ( aus ca. 80 % Pastinake, 12 % Leinsamen gekeimt,6 % Zwiebeln, 1 % Knoblauch, der Rest Thymian) oder die andere Crackersorte ( ca.82 % Brokkoli, 18 % gekeimter Leinsamen; wie die beste Bitter-Schokolade schmeckend ).
An Obst einige nicht süsse Aepfel als erstes Obst (alte Most-Sorten vom Hochstamm (mag die Fruktose nicht, esse deshalb auch nie Birnen und Mangos; schmecke das)) , etwas Plantabanane, Apfelbanane und halbreife Cavendish ( mag keine reifen Chiquitas, halbreif aber sehr), etwas Trockenfeigen zum würzen(!) dazu.
Esse zuerst Selleriestange oder anderes Blattgemüse und dann meine selbst gesammelten nicht - süssen Aepfel als Ouvertüre.
Sättigendes, süsses Obst mag ich nicht zuerst essen. Zum anfangen muss ich wohl die Sekrete locken, ..mit Würze und leichter Säure.
Vorher UND nach Obst immer Sellerie oder Chicoree auch zur Zahnhygiene.
Denn :
Karies entsteht ( nur ) vom auf den Zähnen liegen gebliebenen Zucker( so Rattenexperimente), nicht von der Menge verzehrten Zuckers.
Pflanzenfasern reinigen auch zwischen den Zähnen, Zahnbürste nicht.
Am besten noch Kariesbakterien - desinfizierende - Wildkräuter am Schluss der Mahlzeit. Dann dürfte Karies kein Problem mehr in der Rohkost werden.
Aber leider schmeckt Gemüse nicht allen.
Würde das (Rohkost-)Kindern so beibringen..

Süsses essen und dann kein Gemüse hinterher, mach' ich schon seit über zehn Jahren nicht mehr.
Einer der wichtigsten Regeln meiner Rohkost. Einfach und wirkungsvoll.Verdünnt und 'verpackt' den Zucker..

Auf die Cracker kann ich momentan nicht verzichten : dadurch brauch ich keine Nüsse oder / und mehr andere Fett- und Proteinquellen.
Man kaut auch seeehr lange und gern. Denn : je länger im Mund, desto besser wird der Geschmack.
Die Cracker selbst sind mir alleine genossen allerding zu trocken. Kann seit den letzten Rohkostjahren nicht mehr so trocken essen wie früher.
Kochkost ist auch so dehydriert.
Verdünne sie mit Chicoree, Löwenzahn und etwas Fett von Kokosnuss : zuerst Cracker kauen und schmecken und dann das andere sukzessive dazu.Instinktives Mischen ;-) (Schimpansentechnik)

Dieses Würzige sättigt so.
Meine Cracker sind so konzentriertes, fermentiertes Gemüse.

Ich mische im Mund.
Sonst mag ich aber mono immer lieber. Mache keine Salate.

von lanius - am 09.03.2013 07:46

Re: *t* Entdecke mit allen deinen Sinnen....in corpore sano

Sich einfach Wohlfühlen in seiner Haut. Einfach gesagt...
Selbstachtung, sorge tragen um das eigene Wohlbefinden. Sich so akzeptieren wie man HEUTE ist.
"Körpergewicht und Aussehen" steht hier nicht in erster Reihe.

Alle die in den vergangene Jahrzehnten ihre Meinung zum Thema Ernährung Preis gaben,
hielten im Nachsatz regelmäßig auch die "körperliche Bewegung" für einen unverzichtbaren Bestandteil einer gesunden Lebensweise.

Diese Bewegung sollte über die alltägliche Aktivität hinaus gehen, um einen gewissen Reiz zu erzeugen.

Ich selbst versuche immer mehr einseitige Abläufe zu vermeiden und eher auf eine ganzheitliche Ertüchtigung zu zielen.
Mal liebe ich den einen Sport mehr, mal den anderen.
Vernachlässigt habe ich hierbei eine aktive Arbeit zur allgemeinen Beweglichkeit, sprich: Dehnung.
Flexibilität beugt nicht nur Verletzungen vor sondern lässt auch den Sport erfolgreicher absolvieren.
Viele meiner Übungen erfolgten bisher intuitiv. Da wo es zwickt wird einfach gedehnt. Ich habe mir nun etwas Literatur zugelegt und fand tatsächlich in vielen Übungen eine Bestätigung der "richtigen Ausführung". Was, wie, warum, wie lange,....
Das im Bild dargestellte Buch enthält 114 Übungen für den ganzen Körper. Einige Übungen beziehen sich auf die gleichen Muskelgruppen.
Besonders sind die Skizzen der Körperhaltung während der Übung mit den farblich hervorgehobenen Muskelgruppen.
Darunter folgende Unterteilung mit etwas Text:
Ausführung,
Gedehnte Muskeln,
Geeignet für folgende Sportarten,
Empfehlensw. bei folg. Sportverletzungen,
Hinweis zur korrekten Ausführung,
Ergänzende Dehnübungen.


Ein weiterer Punkt ist das Krafttraining einzelner Körperpartien, ...für den schlanken Rohköstler beinahe unverzichtbar.
Ich mag kein Studio, mag keine Geräte, mag dann Üben wann ich will.
Aber eine gewisse "Anleitung" hätte ich dann doch ganz gerne.
Vor 3-4 Monaten habe ich meinen Lehrmeister gefunden, siehe Bild (Buch/DVD). Ich habe die DVD gewählt.
Diese enthält Aufwärm- und Abkühlübungen, sowie Übungen für Kraft und Ausdauer OHNE Geräte, nur mit dem eigenen Körpergewicht.
In 35 min läuft das straffe und anspruchsvolle Programm (Kraft:12 Übungen) ab,
man bleibt also "am Ball". Anfangs waren für mich einige Übungen "unmöglich" aber man probiert und versucht und siehe da, es wird immer besser...
das sind die kleinen Erfolge die gepaart mit motivierenden Kommentaren des Sprechers
zu einem schönen Körper- und Selbstwertgefühl nach jedem Workout führen.



von ROHjan - am 09.03.2013 10:37
2013-03-09 Kräftigung-Dehnung-Ausdauer

Aufgestanden um 7.30Uhr, Puls 47bpm
1 Liter Wasser und 30min Krafttraining gefolgt von einer Stunde Dehnen
Um Zehn gabs folgendes Frühstück.
Die "Ausscheidungsphase" seit der letzten Mahlzeit dauerte also ca. 12h und lag in meinem natürlichen Rhytmus.


Verzehrmenge wie abgebildet, Minus halbe Grapefruit

Grapefruit, Seifenbaumartige, Rautengewächs
Petersilie, Doldenblütler
Beifuß, Korbblütler
Rucola, Kreuzblütler
Löwenzahn, Korbblütler


Während der Nieselregen draußen nachließ kribbelte es gegen 12Uhr in den Beinen und so startete ich, bei nun
trockenem Wetter zu einem Läufchen.

Aha....so läuft der Hase
Wohl wegen der bereits gelockerten Muskulatur und dem Signal durch Kribbeln in den Beinen, konnte ich die leicht
hügelige Runde um den See heute bereits von Anfang an in beherztem Schritt angehen. Manches mal dauert es erst
40-50min bevor ich richtig in den Fluß komme. Anders heute, von Beginn an konnte ich zügig durchziehen.
Ich führte den Lauf in verschiedenen Tempi aus, wobei neben langsameren Metern immer mal wieder die Schlagzahl für ein paar hundert Meter erhöht wurde. Gute 20min weniger waren es für die Gesamtstrecke. Zuhause angekommen fühlte ich mich nicht weniger relaxed als sonst.
Wenn der Puls in der Entspannungsphase innerhalb von 5min wieder auf unter 100 Schläge abfällt weiß ich das die Belastung i.O. war und es mit der Regeneration zügig von statten gehen sollte.


Wie oft, war direkt nach dem Lauf kein Durst- oder Hungergefühl vorhanden, so ließ ich erstmal Körper und Organe in Ruhe.
Flüssigkeit führe ich mir rund 40min später in Form von zwei Trinkkokosnüssen (auf +30°erwärmt), langsam und genüßlich, zu.
Ich kann mir nicht vorstellen dass es nach einem Dauerlauf neben Wasser etwas wertvolleres als diesen Drink gibt!?

Ab 15Uhr

Verzehrmenge wie abgebildet

ABEND-ESSEN-SINNE-SCHÄRFEN


Was blieb übrig?


Mangold, Fuchsschwanzgewächs
Wirsing, Kreuzblütler
Linse gekeimt, Schmetterlingsblütler
Erbse, Schmetterlingsblütler
Brokkoli wild, Kreuzblütler
Fenchel, Doldenblütlerartige
Zwiebel getrocknet, Spargelartige, Amaryllisgewächs
Olive, Lippenblütlerartige


Klare Sperr-Signale, befriedigende Geschmacksvielfalt :D

Später folgte noch ein Experiment
Avocado-Knoblauch

Viele Grüße

von ROHjan - am 09.03.2013 12:55
2013-03-11 Wege in andere Höhen

Liebe Leser,

Meine ausnahmslose Rohkost ist nun im neunten Monat ;) angekommen.
Wie niemals zuvor bin ich in die Tiefen der geschmacklichen Vielfalt unserer Mutter Natur eingetaucht.

Rohkost ist für mich viel mehr als die Aufnahme von Nahrung. In vielen Augenblicken führt sie mich in wirklich befriedigende und befreite Momente.

Besonders eindrückliche und tiefe Genugtuung erziele ich beim Verzehr von wilden, selbst gesammelten Pflanzen und dem Verzehr von tierischen Lebensmitteln.

Heute war wieder der Moment, wo ich dieses vollständige Eins werden mit der stofflichen Nahrung erlebt habe.
Das Beschaffen (Kauf, Sammeln,...) der Lebensmittel erfolgt durch ein "anziehendes Signal" - ebenso wie für mich dann auch der Verzehr erfolgen sollte.
Manchmal bedarf es etwas Zeit, was mit Warten und Lagern des Lebensmittels verbunden ist. Dann kommt der Impuls ausgelöst durch ein Verlangen welches sich in kurzer Zeit stark intensivieren kann.

Die Makrelen hingen seit Freitag Abend im Kühlschrank und konnten leicht eintrocknen. Eine tägliche Geruchsprobe nach kurzem Akklimatisieren bei Raumtemperatur konnte mich nicht Überzeugen.
Heute jedoch war es der "richtige Riecher" was mich zu einem Test veranlasste.

...Es nimmt dann seinen Lauf ...ich halte den ganzen Fisch in beiden Händen, mich erfüllt ein wohliges Gefühl, spüre eine große Vertrautheit, spüre das Leben des bereits erkalteten Lebewesens, es fühlt sich warm an, bin dankbar. Fahre mit den Fingern unter die Haut und löse das weiche Fleisch, welches sich zart von den schlanken Knorpeln streifen lässt.
Der Erste Bissen lässt meinen Kopf zurückfallen und die Augen schließen, eine Leichtigkeit erfüllt den ganzen Körper. Die Atemfrequenz steigert sich während alles im Mund zerfließt. Seufzen, Schmelzen, Jauchzen, ...

Momente die sich nur bedingt in Worte fassen lassen. Erlebe es wenn Dich deine Sinne leiten!

Ich befinde mich in meiner Situation weit weg von "Akt einer animalischen Triebbefriedigung".
Ich empfinde vielmehr eine "himmlische Vereinigung" zweier lebendiger Wesen.



Viele Grüße

von ROHjan - am 11.03.2013 19:47
2013-03-14 Good Morning

Draußen neuer Schnee, zapfige Temperaturen.
Heute Morgen, Sehnsucht nach Frühling -
nicht nur im Kopf, sondern auch auf dem Tisch



Mittags war kaum Zeit zum Essen, wenn ich gut in Action bin ist
auch oft der Hunger nicht sehr groß, doch a bisserl wos geht allerweil!
So gab es ein paar Kräuter und 3 kleine Apfelbananen, meine letzten.
....waren es meine letzten Früchte überhaupt?
Nein, sicher nicht, aber das Grünzeug ist zur Zeit so attraktiv dass ich diesem immer den Vorzug gebe,
die wenigen Früchte die ich noch habe schmecken dann wenn sie mal locken umso besser :)

Gestern habe ich durch Zufall einen Blick auf meinen Führerschein geworfen, und siehe da die LKW-Klassen
waren abgelaufen :eek:, ups schon wieder fünf Jahre rum! ...Das heißt schnell den Verkehrmediziner für einen Check
aufsuchen. Habe den späten Nachmittag dafür genutzt. Es ging hauptsächlich ums Sehvermögen und einige Gesundheitsfragen. Konnte alle möglichen "Vorschädigungen" mit Nein beantworten und habe auch beim umfangreichen Sehtest optimal abgeschnitten *egypt*


Am Abend gab es folgenden Teller, es war wieder so lecker



Wenig später passte der frisch gelieferte schwarze Heilbutt so optimal, dass ich die
Genialität dieses Mahls kaum beschreiben kann. Ca. 3/4 des knapp 500g Stückes gegessen.




Ein schöner Tag :)

von ROHjan - am 14.03.2013 06:12
2013-03-15 Leben, jetzt!

Heute morgen bin ich nach gut 5 Stunden Schlaf erwacht und fühlte mich sehr wohl,
ich musste nicht gleich aufstehen und blieb noch etwas liegen, das tat gut.

Meine Zähne, meine Rohkost.
In der Früh hatte ich einen Termin bei meinem Zahnarzt. Ich gehe wirklich gerne da hin.
Zweimal im Jahr, so wie immer. Diesmal aber außerplanmäßig, da mir im Januar ein kleines Stück eines
Backenzahnes abgebrochen war. Mein Zahnarzt ist ein Guter. Vieles was an meinen Zähnen in fast vierzig
Jahren kaputt gegangen ist versucht er zu erhalten und behutsam zu sanieren.
Mit der Rohkost kann man sich viel kaputt machen an seinem wichtigsten Werkzeug, dem Gebiss.
Das eigene Kauwerkzeug ist durch nichts zu ersetzen!
Fehlerquellen sollten bekannt sein, man muss sie ja nicht nachmachen... vieles schlägt ja aber auch erst nach
Jahren zu buche. Das kleine abgebrochene Stück war wohl nicht auf Zahnzerfall durch Entmineralisierung oder
exzessiven Zuckerkonsum zurückzuführen sondern eher ein "normaler" Verschleiß durch intensive Kauvorgänge.

Ein üblicher Vorgang also, Rohkost bedeutet ja auch eine deutliche Umstellung für den Kauapparat hin zu
einer intensiveren Nutzung. Viele Urvölker und auch urzeitliche Gebisse weissen diese Spuren des abrasiven
Verschleißes auf. Ich habe dies selbst in der Hand inwieweit ich dies in Zukunft zulassen werde.
Keiner braucht sich sich die ganzen Kauflächen runterwetzen, für manche Produkte bietet sich daher eine "Vorzerkleinerung" an.

Zahnstein ist fast kein Thema mehr. Einen guten Zuspruch habe ich auch sonst erhalten. Durch viel planzliche Stoffe
beginnen sich auch manche Stellen, vornehmlich am Zahnhals, zu verfärben. Es sind Ablagerungen die den einen
oder anderen vielleicht optisch stören mögen wenn er meint er müsse in der Mitte des Lebens noch ein weißes Milchgebiss haben.
Ohne genauere Details erfahren zu haben und ohne dies auch genauer nachgefragt zu haben liess ich die
Aussage so stehen, dass diese Ablagerung auch einen postiven Schutzeffekt z.B. vor Kariesbefall bieten können.
Im weiteren Gespräch wurde nochmals die Wichtigkeit der Anwendung von Zahnseide angesprochen und die Vorsicht
die geboten ist nach "Saurem" eine Zeit mit der Zahnhygiene zu warten bis der natürliche Zahnschutz im Mund wieder aufgebaut ist.


Nun gut, das defekte Eck wurde begradigt und es ging mit einem strahlenden Lächeln nach Hause



14Uhr, die erste Mahlzeit des Tages


Zweiter Gang


Am Nachmittag eine kleine Baumfällaktion im Garten. Hierzu musste auch die verlassene Bleibe
der diebischen Elster weichen. Zuviele Bäume, zuviel Schatten, Rohköstler brauchen Licht! *cc*



Zwischendurch etwas Honig und ein paar Kakaobohnen
und am Abend das gewohnte Krafttraining, ca. 45min.

Für ca. 2h gab ich die restl. 650g des Schwarzen Heilbutt bei 35°C in den Ofen.
Ein butterzartes, weißes Fleisch erlaubte den zweiten Abend in Folge ein erstklassiges Mahl
bis zum letzten Bissen. Danke!


Viele Grüße

von ROHjan - am 15.03.2013 17:13
Zitat
ROHjan
Hallo Ralphus,

Zitat
Ralphus
Komisch - irgendwo habe ich mal gehört, es wäre empfehlenswert von sauer nach süß zu essen - würdest Du es umgekehrt machen, oder sauer und süß gar nicht mischen?


Denke an Säure die den Zahnschmelz angreift.

Wenns offenstichtlich sehr sauer ist (Zähne fühlen sich rauh an...würde ich es nicht mit Süßem kombinieren oder mindestens 45-60min warten. Sauer eher nur mit Grün. Wenn ich z.B. eine Grapefruit esse spüle ich den
Mund kurz mit Wasser.


Ja, stimmt. Angelika empfiehlt ja in ihrem Buch auch, saure Früchte eher mit Fleisch/Fisch/Eiern zu mischen.

Wobei mir da noch irgendwie eine mehr oder weniger allgemeingültige Zuordnung fehlt, welche Früchte denn nun zu den sauren Früchten gehören. Mir fallen ad-hoc ein:

  • Zitrusfrüchte
  • Ananas
  • Kiwi


Den Granatapfel würde ich da eigentlich nicht mit sehen (eher bei den Mittelsüßen), ebenso Physalis. Und wie steht es mit Beli und Sauersack?

Welche Frucht ist das da eigentlich in Angelikas Buch in der Abbildung 14 zwischen Honig und Banane? Das sieht ein wenig aus wie Kiwi, aber mit Kiwi habe ich mir schon mal so den Mund verätzt, dass ich nicht glauben kann, dass sie hier zu den süßen Früchten gerechnet wird. Vielleicht sollen es ja Datteln sein?

Zitat
ROHjan
Zitat
Ralphus
Hmm, ich habe bisher immer mit dem Grün begonnen - meinst Du ich sollte das ändern (also das Grün dazu / mischen oder danach)?


Ich versuche mit dem leicht Verdaulichen zu beginnen, Früchte, Honig und esse das Hauptgrün dannach.
Habe ich Wildgrün/Medizinkräuter in kleinen Mengen dabei esse ich diese Vorab, das regt an.

Mein Weg ist nicht allgemeingültig. Grün dannach ist für mich Zahnhygiene und so fühlt es sich auch an!
Kauen von Grün und Gemüse dannach mobilisiert den Speichelfluß und verhilft zu einem schützenden
Milieu.


Klingt auch plausibel. Hier würde mich Angelikas Sicht der Dinge mal interessieren. Angelika, wenn Du hier mitliest - was meinst Du dazu: Grün vor, während und/oder nach dem Obst?

Zitat
ROHjan
Zitat
Ralphus
Was spricht denn dagegen? Ich finde die da gegebenen Informationen immer wieder hilfreich oder zumindest bedenkenswert.


Da ist sicher auch Hilfreiches dabei, ohne Frage. Ich sehe aber auch das Gesamtwerk, wenn ich lese wie die "Erbauer" ihren Rohkostalltag bestreiten beschleicht mich ein Gefühl des Bedauerns.


Naja, dann hat es ja sein Gutes - es bringt Dich mit diesem Gefühl in Verbindung, so dass Du es wahrnehmen, annehmen und lieben kannst. *a*

Zitat
ROHjan
Wen fragt der gutgläubige Leser da nach Risiken und Nebenwirkungen?


Ich kann da nur für mich sprechen: Ich bin irgendwann auf Angelikas Buch gestoßen ...

Ich halte aber auch nichts davon, das Kinde mit dem Bad auszuschütten. Es gibt da viele wertvolle Beiträge und Ansätze (wenn ich Informationen zu einem Lebensmittel suche, werde ich da unter "Rohkosttipps und Erfahrungen" fast immer fündig), und letztlich ist jeder Leser selbst für sich verantwortlich - kann mit seinem Herz prüfen, was für ihn passt und was nicht.

Alles Liebe,
Ralph

von Ralphus - am 16.03.2013 11:01
2013-03-17 Ruhiger Tag

Nach einem "fetten" Tag folgte der Sonntag eher asketisch und ruhig.
Kein Appetit und zwei lange Spaziergänge in der Natur.

Im allgemeinen herrschte ein bedeckter Himmel vor, die Sonne zeigte sich nur
in den Mittagsstunden. Bei der ersten Runde konnte ich außergewöhnliche Beobachtungen machen.



In der Bildmitte sind Blubberblasen zu sehen die von unterirdischen Karstquellen herrühren. Wenn genug Wasser vorhanden zeigen sich diese periodischen Ausschüttungen des "Hungerbrunnens" oder "Tummlers"

Dann entdeckten wir ein Reh im Wald welches, ganz entgegen der Eigenschaft eines Fluchttieres, ca. 10m von uns ruhig da liegen blieb und uns beäugte. Nach Kurzem sprang es auf und flüchtete aufs freie Feld um dort ein sonderbares Gebaren an den Tag zu legen.
Für über 10min rannte es in einem Affenzahn immer im Kreis, Durchmesser ca. 20m, wechselte die Richtung, stolperte, lief wieder weiter....



...hier ein Schnappschuß aus den Videoaufnahmen, voll crazy...könnte man meinen. Irgendwann wurde
es zu Langweilig und wir gingen weiter ;)

Zum Mittag konnte ich mir etwas Sonne ins Gesicht scheinen lassen, als sich seit Längerem ein leichter, drückender Kopfschmerz breit machte. Ansonsten fühlte ich mich etwas energieloser als sonst. Da machte die Appetitlosigkeit nun auch Sinn. Gegen 3Uhr habe ich den Saft einer Grapefruit getrunken und habe anschliessend noch liebe Menschen für einen weiteren Spaziergang aufgesucht.
Während einer dreistündigen Autofahrt am Abend habe ich eine Schüssel Grünzeug gegessen und die Zeit für eine paar Entsapnnungsübungen genutzt, sowie etwas Gesichtsgymnastik eingebaut. Für letztere ist eine Autofahrt gerade ideal.

Fühlte mich dann schon wesentlich entspannter und habe am Abend noch eine verspätete
Lieferung entgegen nehmen können :rp:



Sensationelle Früchtchen, da konnte ich nicht einfach "dran vorbeigehen"...

Die Sapote Amarillo wieß perfekte Reife auf, ein Exemplar war sog.schon gekeimt!



...allerdings auch bereits mit ein paar kleinen flinken Bewohnern, die mich aber
nicht sonderlich gestört haben...

Viele Grüße

von ROHjan - am 18.03.2013 06:13
2013-04-01 Experiment - nächste Stufe

Der 1.April ein geeignetes Datum für Rückblick und Ausblick.
9 Monate konsequente Rohkost im Rücken steigern meine Neugier auf die weiteren i-Tüpferl,
an welche ich durch eigenes Erleben bereits habe Hinschmecken dürfen.



Der Raum der Rohkost ist bereits betreten und ein Platz gefunden. Im Inneren zeigen sich weitere
teilw. verschlossene Türen aus deren Schlüssellöchern ein helles Licht erstrahlt.

Die vergangenen Monate waren insbesondere bestimmt vom einer"analytischen" und verstandes-gesteuerten Rohkostpraxis.

Zubereitete, gemischte Rohkost(ersatz)produkte beschränkten sich auf ein Minimum.
Keine Nahrungsergänzungen und Präparate.
Keine Einschränkungen bei der natürlich verfügbaren Lebensmittelpalette.
Rückfälle zu erhitzter Nahrung irgendwelcher Art blieben aus, es bestand auch keinerlei Verlangen.

Um ein rohköstliches Grundwissen zu erlangen empfand ich den gegangenen Weg für geeignet.
Lebensmittelkombinationen verstehen, Inhaltsstoffe analysieren, Verträglichkeiten sehen, Riechen, Schmecken, Erleben.
Wiederbelebung des Geschmacks- und Geruchssinns.
Ich habe Lebensmittel kennengelernt von deren Existenz ich vor einem Jahr noch nicht mal wusste.
Schätze der Natur die, einzeln für sich, einzig wahre Genuß-Erlebnisse hervorriefen.
Ein Schlüssel um Überlastungen vorzubeugen ist das Verzehren der ungemischten Lebensmittel nacheinander.
Dieser Schlüssel ermöglicht das Erkennen wann der Organismus "davon" vorerst genug hat.
Gerade genial und auf einmal fad.
Heute himmlisch und morgen unattraktiv oder abstoßend.

Ich habe gelernt WAS auf dem Tisch liegen muss um eine Rundum-Versorgung mit roher unbehandelter Ware zu ermöglichen.

Mit das anspruchsvollste, aber auch spannendste an der Rohkosternährung ist für mich das Entdecken und Aufspüren der besten Frisch-Lebensmittelquellen.
Ich lebe im Herzen Europas, erlebe Jahreszeiten mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen.
Meine Quellen sind heimisch regional, traditionell gewachsen, ursprünglich wild aber auch bunt exotisch.

Ein weiteres Stück Freiheit fehlt noch.
Freiheit heißt für mich sich gänzlich auf seine Sinne zu verlassen wenn es um das Was und Wann bei der Nahrungsaufnahme geht.
Freiheit heißt für mich auch Mengenbeschränkungen aufzugeben. Das Ende einer Essensphase sollte maßgeblich von einem körperlichen Signal ausgehen.

Erfreue Dich an der Schönheit und Vielfältigkeit der Natur, aber pass auf und respektiere Ihre Mächtigkeit!


Schneerose, Christrose, (Helleborus niger) Hahnenfußgewächs, gefährdet, stark giftig

Make a long story short

Bisher galt: "Iss mich roh"

Ab jetzt gilt: "Iss mich roh, wenn mich deine Sinne wahrnehmen" und
"Iss mich auf, solange ich genial schmecke"!

Viele Grüße

von ROHjan - am 01.04.2013 18:50
2013-04-07 Ein Wochenende mit sehr viel Fisch, heißen Nächten und gaaanz viel Ordnung.

Schockstarre - draußen ist immer noch alles im Winterschlaf - Frühlingserwachen? Weit gefehlt.
Die Luft ist herrlich belebend und frisch, Sport im Freien - befreiend.

Wenn ich für eine Errungenschaft meines Rohkostweges besonders dankbar bin dann ist es die KLARHEIT
welche sich in den letzten Tagen wieder deutlich einstellte.



Nach einem halben Jahr hin und her ganz am Anfang und reichlich Untätigkeit fällt es mir seit Monaten leicht immer wieder anzupacken und "alte Dinge" aus dem Weg zu räumen. Kramen in Schubladen die sich seit Jahren füllten, mehrere Wohnungswechsel überdauerten und immer wieder als kleine Aufreger gut waren.
Es kommt die Zeit da geht es allem/n an den Kragen ;)
Dabei könnte doch alles, für mich wertvolle einen Platz haben.
Vorbei die Zeit des Suchens und Stolperns und es riecht nach noch mehr Freiheit für neue Abenteuer!

Die Tage bin ich bei der Wahl des geeigneten Lebensmittels eher Suchend und Abwartend und wenns passt Zuschlagend.
Am Wochenende verzehrte ich große Mengen Fisch (Schw.Heilbutt/ Rotzunge) und es wurde richtig warm!

Im Mai stehen wieder ein paar Tage Urlaub an, warum nicht mal wieder verreisen?!
Thailand im Januar war herrlich, die Früchteauswahl war jedoch eher moderat.
Ganz anders im Wonnemonat Mai, die volle Auswahl und viele Durian-/Früchte-Festivals.
So ward' der Flug gebucht und die Vorfreude auf die grünste Provinz im Nordosten des Landes ist riesig! *cc*

Viele Grüße

von ROHjan - am 07.04.2013 16:49
Hallo Susanne,

danke der Nachfrage.

Zitat
Susanne
zu Beginn deiner Aufzeichnungen hast du sehr klare Angaben über die verzehrten Lebensmittel und die Mengen, die du gegessen hast, gemacht. Dank der Informationen konnte sich jeder ein ziemlich genaues Bild von deiner individuellen Rohkost-Praxis machen. Diese Beiträge waren nicht nur für Anfänger der Rohkost eine Inspiration.

Später bist du dazu übergegangen, Bilder für sich sprechen zu lassen. Auch hier bekam man noch eine ungefähre Vorstellung von dem, was Rohkost für dich bedeutet. Mittlerweile geben deine Beiträge fast keinerlei Informationen mehr über deine Praxis preis. Ist das beabsichtigt?


Meine spontanen Gedanken dazu.
Ich hoffe doch sehr dass man auch anhand der Bilder erkennt was Rohkost für michbedeutet!
Nämlich frei von Zwängen, Berechnungen und Statistiken einen ganz normalen Alltagzu führen wo Essen nicht die Hauptsache ist.
Ich habe dies so in der Vergangenheit auch kommentiert warum ich nun gerade nicht (mehr) abwiege und dies und das.

Ich sehe Aktivitäten in einem gemeinschaftlichen Forum auch immer als "geben und nehmen"
Es ist so dass nur 5% geben und 95% nehmen. Für mich macht das nichts, es macht mir Freude meine Aufzeichnungen und Dokumente von Zeit zu Zeit preis zu geben.

Keiner legte seine Praxis hier im letzten halben Jahr so offen dar wie ich.
Wo sind all die, die eine Woche euphorisch berichten und dann waren sie nicht mehr gehört?

Ich für meinen Teil empfinde es gerade sehr entspannend nicht minutiös alles aufzuschreiben, für wen auch. Wenn mir dannach ist mache ich schöne Bilder und teile meine Gefühle mit euch.

Mittelfristig werde ich die Öffentlichkeit aber eher ganz verlassen, zur Zeit genügt mir
auch weitgehend eine direkte, persönliche Kommunikation mit den 5-10 Rohköstlern
im deutschsprachigen Raum, die die Rohkost so betreiben wie ich sie mir vorstelle.

Viele Grüße

von ROHjan - am 08.04.2013 16:48
Guten Morgen Jan!

Vielen Dank für deine offene Antwort.

Zitat
Jan
Keiner legte seine Praxis hier im letzten halben Jahr so offen dar wie ich.
Wo sind all die, die eine Woche euphorisch berichten und dann waren sie nicht mehr gehört?


Um es auf den Punkt zu bringen: Du bist der einzige, der über einen längeren Zeitraum berichtet hat.

Ich kann gut verstehen, dass sich nicht jeder dazu berufen fühlt, täglich Details über seine Ernährung in der Öffentlichkeit preis zu geben. Das ist auch gar nicht notwendig, ab und zu ein sinnvoller Bericht ist zur Information für andere vollkommen ausreichend. Aber selbst das scheint den meisten zu viel zu sein. Eigentlich schade, denn solche Berichte sind meiner Meinung nach ein wichtiger Bestandteil eines Rohkost-Forums.

Zitat
Jan
Ich sehe Aktivitäten in einem gemeinschaftlichen Forum auch immer als "geben und nehmen". Es ist so, dass nur 5% geben und 95% nehmen.


Das ist eine Beobachtung, die man leider nicht nur in Foren machen kann. :-(

Zitat
Jan
Mittelfristig werde ich die Öffentlichkeit aber eher ganz verlassen, zur Zeit genügt mir
auch weitgehend eine direkte, persönliche Kommunikation mit den 5-10 Rohköstlern
im deutschsprachigen Raum, die die Rohkost so betreiben wie ich sie mir vorstelle.


Das erklärt natürlich deine nachlassende Aktivität im Tagebuch. Der Zeitbegriff "mittelfristig" lässt allerdings allerdings hoffen, dass man sich noch eine Zeitlang an deinen tollen Bildern erfreuen kann. :spos:

Liebe Grüße *dd*





von *Susanne* - am 09.04.2013 08:30
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