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Praxis-Forum für Kuren + langfristige Umstellungen
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vor 5 Jahren, 6 Monaten
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vor 5 Jahren, 2 Monaten
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Ralphus, Angelika Allesroh, lanius, beere, ROHjan

Ralphus' Rohkosttagebuch

Startbeitrag von Ralphus am 18.11.2012 17:52

Hallo liebes Forum,

nun ist es endlich so weit: Ralphus beginnt, sein Rohkost-Tagebuch online zu stellen. Bin schon gespannt auf Eure konstruktiven Rückmeldungen ... ist ja alles doch nicht so einfach, wie man meinen könnte. Aber wir wissen ja alle:

"Der Weg ist das Ziel."

... aber auch:

"Der Weg ist nicht das Ziel, sondern der Weg."

Euer Ralph

Die 50 interessantesten Antworten:

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-06

Der Tag beginnt gegen 9:00 eine Mega-Stuhlentleerung (jetzt weiß ich auch, warum ich gestern Abend so rasch satt war – da hatte sich einiges angesammelt, was sich jetzt wieder den Weg nach draußen gebahnt hat; vielleicht gibt es aber auch einen Zusammenhang zu der Sapotte Amarillo, die ich gestern Mittag gegessen habe). Danach trinke ich 200 ml energetisiertes Leitungswasser, 200 ml Leitungswasser direkt aus dem Hahn, und 200 ml Leitungswasser mit drei TL Salzsole. Die Waage zeigt 64 kg. Etwas später halte ich meine Nase mal an die Cassia … nach einigen Tagen Pause (hatte da gar keine Lust, die Stange überhaupt aus dem Kühlschrank zu holen) gehen heute wieder ein paar Blättchen – nach vier Stück wird es etwas bitter im Mund und ich höre auf. Irgendwie habe ich bei der Verdauung noch kein Gleichgewicht gefunden: Mit der Umstellung auf instinktive Rohkost wurde mein Stuhl immer fester …. Dann begann ich mit der Cassia, und hatte damit auch einige durchschlagende Erlebnisse. Ohne Cassia scheint es aber wieder zu fest zu werden.
Bei einem Gartenrundgang versorge ich mich mit sechs der sieben Helfer: Korbblütenarige (Eberraute, Löwenzahn), Kreuzblütler (Rucola), Doldenblütenartige (Petersilie), Lippenblütenartige (Oregano, Salbei, Thymian, Majoran), Süßgraßartige (Gras/Quecke) und Raublattgewächse (Vergissmeinnicht). Die Malvenartigen fehlen mir leider noch – die wird es wohl in Form von Blättern erst nächstes Jahr geben, wenn wir dann im Frühjahr den Malvensamen aussäen.
Nun ist es Mittagszeit (11:30), und heute gilt mal wieder „sauer macht lustig“: Ich beginne mit einer halben Zitrone, gefolgt von 4.5 Grapefruit, einer Pomelo und ¾ Ananas. Ich werde auf meine leicht blutende Unterlippe aufmerksam gemacht (hatte ich selbst gar nicht bemerkt) und beende vorsorglich die Mahlzeit (12:15). Typisch nach einer so Yin-lastigen Mahlzeit wird mir recht kühl, besonders deutlich wird das in den Fingerspitzen. Sowohl die Grapefruit wie auch die Ananas sind nur von mittelmäßiger Qualität – da hatte ich in den vergangenen Wochen schon bessere.
13:30 gibt es den ersten Nachtisch: Ein paar getrocknete Maulbeeren. Obwohl sie gut rochen, wurden sie nach wenigen Stück geschmacklos.
14:30 gibt es noch einen weiteren Nachtisch: Das Wasser einer vollreifen (aber noch gut gefüllten) Kokosnuss, sowie das Fruchtfleisch aus einer Hälfte (die Qualität dieser Kokosnüsse aus dem Bio-Angebot von Rewe ist recht gut – sie enthalten deutlich mehr Wasser als die beim Ökomarkt ebl).
17:30 – 19:00 wird so etwa 1.5l Wasser getrunken, und ein wenig am Salzkristall geleckt.
19:55 beginnt die zweite Mahlzeit mit einem Chicorée (keine eindeutige Sperre, wird aber eher langweilig und ich habe nur einen), 12 Spinat-Blätter (habe nur diese 12 Blätter, schmeckt aber gut: das nächste Mal wird es mehr), etwas Rotkohl (wird zunehmend scharf, da geht also nicht sooo viel), Zucchini (nur mal gekostet, schmeckt heute total fad), vier Radieschen (dann fühlt sich der Bauch irgendwie unangenehm an und ich höre auf). Auf dem Gang treffe ich einen Kollegen, der mir ein paar Bio-Power-Sprossen anbietet – die waren recht würzig. Weiter geht es mit einem Kohlrabi (ist wieder super lecker), etwas Pastinake (davon geht heute schon mehr als vor einiger Zeit). Nach einiger Zeit setze ich die Mahlzeit mit 1/3 Butternusskürbis fort. Jetzt (22:00, habe immer mal wieder Pausen gelassen) wird das Gemüse uninteressant, und ich höre auf.
0:30 gibt es als Nachtisch noch fünf verrührte und leicht erwärmte Hühnereier.
Über den Tag nur mal ganz kleine Mengen an festem Stuhl, aber jede Menge abgehende Winde.

von Ralphus - am 18.11.2012 18:06

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-07

Trinke gegen 9:00 ca. 600ml Wasser (200ml gesalzen), dann 10:30 nochmal 400ml (200 ml gesalzen). Von der Cassia gehen grad mal wieder 4 Blättchen.
12:15 geht es in den Garten, ein paar Blätter von den: Korbblütenarigen (Eberraute, Löwenzahn), Kreuzblütlern (Rucola), Doldenblütenartigen (Petersilie), Lippenblütenartigen (Oregano, Salbei, Thymian, Majoran, Minze), Süßgraßartigen (Gras/Quecke) und Raublattgewächsen (Vergissmeinnicht) – sowie etwas Samen von der Kapuzinerkresse.
12:45 beginnt die erste Mahlzeit, heute mit Moosbeeren (aus den USA, gab es bei Rewe), es gehen an die 20 Stück; dann probiere ich eine von den Pflaumen (eine späte Sorte, stammt aus der Bekanntschaft), die schmecken aber irgendwie nur nach Wasser; nun gibt es den Rest (1/4) Ananas von gestern (schmeckt gut, hätte ich nur etwas früher aus dem Kühlschrank nehmen sollen). Meine Frau bereitet Karpfen vor – ich probiere mal ein kleines Stück Karpfenfilet roh: schmeckt irgendwie fade (scheint wohl doch nur erhitzt genießbar zu sein). Weiter geht es mit anderthalb Pomelo (frisch geliefert von Tropenkost), der Fruchtfleischanteil ist hier deutlich größer als bei der gestrigen (aus dem Biomarkt).
15:40 Nach einer Pause gibt es nun eine Kokosnuss Pagode (ebenfalls aus der Lieferung von Tropenkost – das Kokoswasser schmeckt um Welten besser als das von den hier gekauften vollreifen Kokosnüssen, das Fruchtfleisch hingegen ist einfach anders), gefolgt von ein paar Cashewkernen (reichlich eine Hand voll).
18:50 esse ich vor dem Karate-Training eine Stange Stangensellerie, ein paar Spinatblätter und etwas Hafer (etwa 24h eingeweicht). Sowohl Spinat als auch Hafer werden (wie zuvor schon die Cashews) recht schnell uninteressant.
22:30 gibt es als Nachtmahl noch eingeweichten Meersalat (Algen) und ein im Kühlschrank schon etwas angetrocknetes Filet vom Glattbutt, das ich zuvor etwas im Dörrgerät angewärmt habe. Ich probiere auch nochmal den Thunfisch, aber der sperrt schon beim ersten Bissen.
Heute kein Stuhlgang, aber jede Menge abgehende Winde.

von Ralphus - am 18.11.2012 18:12

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-08

Trinke gegen 9:00 wieder Leitungswasser (energetisiert, pur, als Sole). Die Waage zeigt 63.6 kg. An Cassia geht heute etwas mehr: So etwa 15 Blättchen, dann wird es im Mund bitter und der Bauch beginnt zu grummeln. Die vormittägliche Gartenrunde verläuft ähnlich der gestrigen.
12:00, ich habe Heißhunger auf Honig, und nehme – nach ein paar Spinatblättern - einige Löffel aus dem Glas eines lokalen Anbieters (die Konsistenz ist cremig-fest, er hat also ein eher ausgewogenes Fructose-Glukose-Verhältnis). 12:30 gibt es Melonen: ½ Galia vom lokalen Händler, ½ Galia von Tropenkost (die nennt Tropenkost „Zuckermelone“, sie war noch nicht ganz reif, und daher definitiv den höheren Preis nicht wert), eine halbe Honigmelone und eine ganze Piel de Sapo (hat mir heute am besten geschmeckt).
14:xx – endlich mal wieder Stuhlgang (normale Menge, fest).
15:xx – es gibt ein paar Walnüsse, heute mal zweite Wahl (von einem Kollege, schon ein Jahr alt, eventuell zu warm getrocknet). Gegen Ende der verfügbaren Menge pampft es im Mund, die letzte spucke ich wieder aus. Mal sehen, ob es irgendwelche Nachwirkungen gibt. Ich habe vor ein paar Tagen schon frische (selbst gesammelt, nicht getrocknet) gegen diese B-Ware getestet, konnte aber geschmacklich keinen Unterschied feststellen (vielleicht ist ja mein Geschmack auch nur noch nicht so sensibel).
17:30 – ich trinke reichlich einen Liter Wasser (teils pur, teils mit Sole gesalzen) – heute habe ich wieder Quellwasser aus einer hiesigen Quelle.
19:00 - Ich beginne mit Lamm-Leber. Sie hat einen eigenartigen Geruch, der sich durch einen ebenso eigenartigen Geschmack fortsetzt. Ich esse daher nur wenig, entsorge den Rest … dann versuche ich ein Lammsteak, aber weder das Fleisch noch das Fett wollen mir richtig schmecken – und der Geruch geht in die gleiche Richtung wie der der Leber (habe beides seit heute Morgen in der gleichen Dose transportiert). Jetzt bemerke ich, dass ich mein Grünzeug zuvor ganz vergessen habe – und esse noch ein paar Spinatblätter und eine halbe Sellerie-Stange. Nun probiere ich mageres Rehfleisch, aber auch da geht nicht wirklich viel. Keine dieser schon seit einiger Zeit im Kühlschrank (abgesehen von einem Abtauzyklus) knapp über 0°C gelagerten (bereits einigermaßen angetrockneten) tierischen Lebensmittel will mir schmecken. Also lasse ich es bleiben, bin nicht wirklich zufrieden, habe aber auch nicht wirklich Hunger. Ob diese Ablehnung also nun an meinem gegenwärtigen Bedarf oder an der (viell. durch die bereits länger Lagerung – das Lamm ist sicher schon 14 Tage alt, das Reh noch deutlich älter, war jedoch anfangs für eine gewisse Zeit vakuumverpackt) verminderten Qualität der Lebensmittel liegt, werde ich zu klären versuchen, indem ich demnächst nochmal meine Nase ranhalte.
Um gegen 22:00 esse ich noch vier Kakaobohnen.

von Ralphus - am 18.11.2012 23:06

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-09

Gegen 9:00 wie üblich Wasser (habe jetzt auch wieder Quellwasser), danach fünf Blättchen Cassia, ein paar Senfsprossen (irgendwie missfällt meinem Magen aber die Schärfe auf nüchternen Magen, ist mir gestern schon bei den Samen der Kapuzinerkresse aufgefallen) gefolgt vom täglichen Gartenrundgang.
Gegen 12:00 beginne ich mit der ersten Mahlzeit: Ich schlachte einen Granatapfel (von Norma) – und stelle fest, dass mehr als die Hälfte des Inhalts verdorben ist (sieht braun aus und riecht vergoren – schmeckt auch nicht mehr). Es folgen zwei Mangos (vom lokalen Obsthändler), ein Haufen Rambutan (von Tropenkost, brutto so viell. ¾ kg), vier überreife Fingerbananen (von Rewe). Zum Abschluss gibt es getrocknete Feigen (von Topfruits) Hier bin ich nicht sicher, was ich davon halten soll: Einerseits hatte ich schon den Eindruck, ich sollte aufhören, andererseits habe ich doch die Tüte fast suchtartig leergegessen.
14:30 gibt es die zweite Hälfte vom Fruchtfleisch der vorgestern geschlachteten reifen Kokosnuss. Der Genuss war deutlich geringer als bei der ersten Hälfte vor zwei Tagen.
15:15 Stuhlgang, wieder eine schöne feste lange Wurst, gefolgt von etwas Stuhl breiigerer Konsistenz.
Beginnend etwa 17:30 trinke ich einen Liter Wasser. 18:45 esse ich eine halbe Stange Sellerie, 10 Spinatblätter, fünf Baby-Tomaten, etwa zwei Tage eingeweichten Hafer, und danach noch etwas selbsthergestelltes Rohkost-Brot: Leinsamen-Pizzabrot mit Zucchini aus Angelikas Buch und Chili-Cracker ohne Chili aus „Vegan for Fit“ von Attila Hildmann, jeweils mit Bio-Rohmilchbutter von „Schätze aus Österreich“ – ist für mich als instinktiven Rohköstler eher die Ausnahme. So gestärkt geht es zum Karate-Training.
Nach dem Training habe ich den Eindruck, es fehlt noch irgendetwas. Zum einen habe ich Durst, und so trinke ich gegen 21:30 noch reichlich einen halben Liter Quellwasser (zum Teil gesalzen). Während der Vorbereitung einer Orkos-Bestellung fällt mir plötzlich die Tamarinde ein, die gestern der Lieferung von Tropenkost beilag. Die hole ich mir aus dem Kühlschrank, öffne sie und genieße etwa die Hälfte der gelieferten 300g.

von Ralphus - am 18.11.2012 23:13

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-10

In der Früh gibt es nur Wasser (keine Cassia) und die Kräutlein auf der zwischenzeitlich üblichen Kräuterrunde – die Waage zeigt 64.4 kg. Wir fahren zu einer befreundeten Familie, um uns gemeinsam über eine 7.6 kg schwere Jackfrucht herzumachen. Bevor ich mich ans Schlachten derselben mache, trinke ich noch einmal. Dann wird die Jackfrucht mit einem scharfen Messer geteilt (sie ist schön weich, weswegen ich mir das probeweise Herausschneiden einer Spitze zwecks Testen des Reifegrades spare), und ich entnehme mit dem Löffel die einzelnen Fruchtsegmente, und verteile sie auf die Teller der am Tisch versammelten hungrigen Mäuler. Das Fruchtfleisch findet allgemein mehr oder weniger (bei mir eher regen) Zuspruch, es bricht aber niemand in Begeisterungsstürme aus (im Vergleich zur Cempedak und der Durian schmeckt mir die Jackfrucht einfach etwas langweilig). Geschätzt eine Stunde später hat jeder genug von der Jackfrucht – den einen Teil lassen wir vor Ort, den anderen packen wir wieder ein. Ich habe noch Appetit, finde beim weiteren Suchen erst mal den eingeweichten Leinsamen, von dem ich jetzt eine kleine Menge zu mir nehme. Dann werde ich bei hiesigem Obst fündig: Ein Apfel und fünf Birnen werden verzehrt, und das Mahl mit ein paar Maulbeeren abgerundet.
Danach geht es eine Runde an die frische Luft, bewaffnet mit einem kleinen Eimer für die Schlehenernte. Eine wandert auch in meinen Mund, aber so recht ist da grad kein Bedarf da. Auch die ebenfalls auf der Runde probierten Hagebutten sagen mir in diesem Moment nicht wirklich zu.
Zurück vom Spaziergang, führen mich meine Füße erst mal zur Toilette (der Stuhlgang ist, wie in den vergangenen Tagen auch schon, „normal“ – eine feste, aber nicht zu feste Wurst). Danach gibt es noch zwei Esskastanien (schmecken, obgleich bereits vor einer Woche geschält, noch vorzüglich – leider habe ich nicht mehr), und eine Mandel (passt jetzt nicht wirklich).
Auf dem Weg nach Hause trinke ich wieder Wasser. Zu Hause angekommen, habe ich noch einmal Stuhlgang (noch eine Wurst ähnlicher Konsistenz wie vor zwei Stunden). Danach esse ich etwas Grün (Spinat, Kopfsalat, Radicchio), gefolgt von etwas Zwiebel und einer Scheibe Roastbeef (140g).
1:55 rappelt es mich, und ich esse noch drei Scheiben Bio Pikantbrot „italienisch“ von lifefood – wo ich doch grad erst in einem Foren-Beitrag geschrieben habe, dass ich vorverarbeitete Lebensmittel meide. Und mir ist nicht klar, was mich daran eigentlich so anspricht. Die Inhaltsstoffe sind: Leinsamen, Paranüsse, Buchweizen, Tomaten mit Meersalz, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, italienische Kräuter und Basilikum. Da ich auch das Pizza-Leinsamen-Brot von Angelika sehr ansprechend finde, sollte ich vielleicht doch Mal Leinsamen solo bis zur Sperre essen? Ansonsten kommt noch Basilikum in Betracht (ist im Garten nicht mehr verfügbar – viell. findet ja nächste Woche mal ein kleiner Topf den Weg auf’s Fensterbrett), die ital. Kräuter (von denen natürlich nicht klar ist, was genau sie beinhalten), und der Buchweizen. Ich bin etwas ratlos.
Wie schon in den vergangenen Tagen gingen auch heute immer mal wieder recht unangenehm riechende Winde ab.

von Ralphus - am 19.11.2012 22:35

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-11

10:30 trinke ich Quellwasser, z.T. mit Sole versetzt. Der Blutdruck liegt bei 109 zu 63, der Puls bei 54. (nachfolgende Kontrollmessungen ergeben: 118 zu 73, 47; 94 zu 65, 52; 95 zu 64, 54; 108 zu 66, 54; 101 zu 61, 54). Für Cassia ist es schon reichlich spät, die Gartenrunde fällt wegen Regens aus.
Es stehen während der Frühstücksvorbereitung (11:15) Trauben auf dem Tisch (eine kleine kernlose geflammte Sorte aus dem Biomarkt) – fünf Minuten später sind sie weg. Erstaunlich, dass mich heute die Trauben wieder so ansprechen, sie wollten jetzt wochenlang gar nicht. Jetzt gibt es erst mal den Rest des gestern eingeweichten Leinsamens (schmeckt aber irgendwie deutlich weniger attraktiv als das Pizza-Leinsamen-Brot – meine Frau meint ja, es liegt an der Zwiebel, aber Zwiebel hatte ich doch gestern vor dem Roastbeef??).
Vor dem Frühstück nochmal ein kurzer Gang zur Toilette (ein paar feste ‚Lorberle‘), dann geht es an den Frühstückstisch (~12:00): Eine Birne (Alexander Lukas), 13 Schlehen, 10 bis 20 Moosbeeren, ¾ Kaki – dann geht es weiter mit einer größeren Menge Jackfrucht, gefolgt von drei Bananen – eine davon als Honig-Schoko-Banane (vorbereitet von meiner Frau), allerdings mit Reissirup statt mit Honig. Reissirup enthält jedoch gar keine Fructose, und wird wohl auch in der rohköstlichen Ernährung verwendet (vgl. auch http://www.wagashi-net.de/de/fluessige-suessungsmittel). Nachdem er sich hierbei auch um eine verarbeitetes Lebensmittel handelt (zur Erwärmung über 40°C konnte ich auf die Schnelle nichts finden), spielt er für mich in der Ernährung keine große Rolle – zur Tarierung ist er aber durchaus hilfreich: Er schmeckt von allen weiteren getesteten Lebensmitteln am neutralsten/zurückhaltendsten. Weiterhin getestet habe ich bei der Gelegenheit: Yakon-Dicksaft (schmeckt ähnlich dem Rübensirup, hat einen kräftigen karamelartigen im Abgang), Rapshonig (war mir heute schon zu penetrant), Heidehonig (hab nur gerochen, war mir viel zu penetrant), Brennnesselsamen in Honig (ging auch nicht) und Vielblütenhonig eines italienischen Versenders (war eher neutral), davon ging noch eine kleine Menge.
15:20 gibt es eine Kokosnuss Pagode (Wasser und Fruchtfleisch).
16:00 setze ich mich mit einer Schale mit Haselnüssen (stammen aus einer Lieferung des Vereins Bayerischer Haselnusspflanzer e.V.) etwa vier Hand voll) vor den Kamin.

17:30 trinke ich wieder Quellwasser (süß und salzig). 18:30 beginne ich mit Petersilie, Rucola, Rosmarin und Schnittlauch. Nun beginnt die Suche: Ich rieche den getrockneten Shiitake-Pilz: Riecht interessant, schmeckt aber nach nichts (es bleibt bei einem halben). Das letzte Pizza-Leinsamenbrot wird gegessen (sind nur noch zwei kleine Stücke) – schmeckt gut, aber nicht überwältigend. Okay, jetzt Spinat: Da geht heute richtig etwas (deutlich mehr als die Tage zuvor) – wasche mir die Blätter und stecke sie gleich am Waschbecken in den Mund. Nachdem es langsam bitter im Mund wird, höre ich auf (ist nur noch ein kleiner Rest übrig). Kopfsalat schmeckt danach langweilig, aber Radicchio hat wieder eine kräftige (aber nicht störende) Note. Ich beiße mir auf die Lippe und lege den Radicchio wieder zur Seite. Wie steht es mit dem Rotkohl (aka Blaukraut)? Ich esse ein Blatt, kann ihm aber heute nichts abgewinnen. Das war’s mit den Blättern. Ich probiere mal von den Chili-Crackern ohne Chili (vgl. den Eintrag von Freitag), ich spüre eine gewisse Würze im Mund. Woher? Viell. vom Kurkuma? Ich lasse mir also von meiner Frau das Gewürz reichen – und lese: Kurkumapfeffer. Meine Frau klärt mich auf: Kurkuma nähme man bevorzugt mit Pfeffer, dann würde der Körper die Inhaltsstoffe besser aufnehmen. Ich verkoste also mal Kurkuma (auch Gelbwurz genannt) einzeln – und würde den Geschmack erst mal als ‚interessant‘ bezeichnen. Dann verkoste ich schwarzen Pfeffer (hatte mein Körper wohl seit der Umstellung auf instinktive Rohkost im August nicht mehr) – der Geschmack ist bekannt: Scharf!
Hier stellt sich mir nun wieder die Frage nach dem Würzen in der instinktiven Rohkost, auf die ich bisher noch keine Antwort gefunden habe. In Angelikas Buch findet sich auf Seite 347 ein mit „Mut zur Würze“ betitelter Abschnitt, in dem steht: „Deswegen möchte ich auch Sie ermutigen, Gewürze in Ihrer Rohkostküche zu verwenden.“ Aber so richtig schlau werde ich daraus nicht. Es gibt einige Gewürze (wie z.B. Pfeffer, Chili), die ich einzeln nur in homöopathischen Dosen zu mir nehmen kann. Motiviert dieser Satz also dazu, Gewürze zum Würzen einzusetzen? Aber wo bleibt dann mein Instinkt? Mein bisheriges Verständnis ist, dass ich durch Würzen die instinktive Sperre aushebele. Auf S. 246 steht: „Lorber und Zimt können regelmäßig in pikante bzw. süße Zubereitungen als Gewürz gegeben werden.“ Das liest sich für mich nach einer Aufforderung, wieder mit Zubereitungen (aka Küchenrohkost) zu beginnen. Ist das wirklich notwendig zum Ausschöpfen der gesamten Nahrungspalette – fehlt mir also irgendetwas, wenn ich meine Lebensmittel nur einzeln und unverarbeitet zu mir nehme?
Nach diesem Intermezzo nun zurück zum Essen (19:30): Es liegt Zwiebel auf dem Teller – heute eine rote Sorte, die etwas milder ist. Dennoch geht davon heute nur 1/8. Gurke und Zucchini gehen nicht, aber Tomate geht: drei Baby-Tomaten (schmecken am besten, sind aber nur noch drei da), eine normale Strauchtomate und eine halbe etwas größere Fleischtomate. Ich bleibe bei rotem Gemüse: Als nächstes esse ich eine Paprika-Schote – sie schmeckt gut, aber nicht so zwingend, dass ich noch eine weitere esse.
Das war’s für’s (faserreiche) Gemüse, ich wende mich den (stärkehaltigen) Knollen zu: Es gibt etwas Feierabend-Kartoffel (eine kleine, längliche Sorte), aber es geht nur wenig (kann nicht mit der gekochten Variante konkurrieren, die ich vorhin mal kurz bei meiner Frau verkostet habe). Nun gibt es noch ein paar Scheiben von der Süßkartoffel (deutlich besseres Gefühl im Mund), aber auch da sagt der Bauch nach einer recht kleinen Menge, dass es ihm reicht.
23:00 gibt es – mit entsprechendem zeitlichen Abstand – noch eine Eiermahlzeit: etwa acht Hühnereier, eingeschlagen, etwas verrührt und im Dörrgerät etwa vier Stunden angewärmt und angetrocknet. Es ist spannend, die Belastung des Körpers zu spüren: Ich hätte noch weitere geschätzte zwei Eier gehabt, und der Geschmack hat auch nicht umgeschlagen. Aber die Magensperre war irgendwie nicht mehr zu übergehen – noch etwas mehr, und ich hätte mich übergeben. Meine Füße werden kalt – ich gehe ins Bett.

von Ralphus - am 19.11.2012 23:02

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-12

8:15 trinke ich wieder Quellwasser, habe aber irgendwie keine Lust, es mit Sole zu versetzen.
9:30 habe ich Stuhlgang, ein paar Bröckchen, recht fest. Die Waage zeigt 64.9kg.
Der Körper will überhaupt nichts tun – melde mich arbeitsunfähig.
10:50 noch einmal Stuhlgang, dieses Mal mehr in Form einer Wurst, etwas breiigere Konsistenz.
13:10 beginne ich die erste Mahlzeit des Tages mit Schlehen und Moosbeeren, danach gibt es zwei Kaki, einige Trauben (die gleiche Sorte wie gestern), in Päckchen Blaubeeren (125g), vier Gold-Kiwis, und den Rest der halben Jackfrucht (war doch noch einiges - schmeckt nach zwei Tagen im Kühlschrank fast besser als frisch). Danach schaue ich bei den Trockenfrüchten vorbei, und hab bei den grünen Rosinen eine himmlische Phase – es gehen geschätzte 200g! Danach schlachte ich eine reife Kokosnuss (Rewe, Bio), ist wieder recht viel Wasser drin (~300ml). Dieses trinke ich und esse ¼ des Fruchtfleisches. Jetzt bin ich erst mal gesättigt und zufrieden.
Irgendwann am Nachmittag habe ich wieder Stuhlgang – eine Mega-Wurst, weich und lang – musste zweimal spülen!
17:15 trinke ich wieder, jetzt auch wieder ein Glas mit Salz.
20:00 beginnt das Abendbrot mit Kopfsalat, einer Stange Sellerie, etwas Mangold (sperrt sofort), etwas Spinat (davon gehen kurioser Weise die paar Blätter, die ich gestern übrig gelassen habe – aber dann wird es auch bitter im Mund), dann ein Stück Rotkohl, eine kleine (aber nicht ganz kleine) Gurke, 15 Baby-Tomaten (ich nenne die kleinen Sorten so, meine Frau klärt mich grad auf, dass dies heute spanische Cocktail-Tomaten sind, gestern war es eine andere Sorte) – sie schmecken wunderbar süß. Ich probiere Schwarzwurzel, aber die schmeckt mir nicht. Dann probiere ich eine schon seit längerem herumliegende kleine Topinambur, sie schmeckt irgendwie nach nichts, und dann verschlucke ich mich auch noch daran. Weiter geht es mit Möhre, ich esse den größeren Teil einer Monstermöhre. Ich koste den Rest Süßkartoffel von gestern, aber kann mich nicht so recht dafür erwärmen. Vielleicht geht ja Kartoffel besser – nein, die dünne Scheibe, die ich koste, schmeckt auch nicht. Nun wechsle ich zu reichlich einem Tag eingeweichtem Hafer: Der schmeckt angenehm, aber auch nicht überragend, ich esse die eingeweichte Menge auf.
Irgendetwas fehlt noch, aber ich weiß nicht, was. Ich probiere die Samen (Sesam, Sonnenblume, Kürbis, Zeder, Pinie, Erdnuss, Pistazie, Cashew) durch, aber nichts passt. Auch Johannisbrot und Kakaobohnen nicht.
Am Ende bleibe ich wieder bei den Chili-Crackern ohne Chili hängen. Irgendwie habe ich immer noch Hunger, und von diesen Crackern geht mit Rohmilchbutter eine ganze Menge. Und wieder ist mir nicht klar, was genau mir fehlt, dass ich auf gemischte / verarbeitete Lebensmittel und Milchprodukte zurückgreifen muss, um eine Befriedigung zu erfahren. Hier nochmal die Zutaten der Cracker: Sonnenblumenkerne (hab ich grad einzeln getestet), Leinsamen, Chiasamen und Flohsamen zu je 1/3 (habe ich regelmäßig eingeweicht zur Verdauungsförderung), Salz (nehme ich über mit Sole versetztes Wasser auf), Tomatenmark (ich hatte eben erst 15 kleine Tomaten) und Kurkumapfeffer (habe ich gestern Abend getestet). Ja, und die Butter. Ich habe Milchprodukte seit August aus meinem Speiseplan gestrichen, habe aber für einige Milchprodukte, die mir nach wie vor fehlen (insb. Käse, Frischkäse, Quark und Butter) noch nicht wirklich einen Ersatz in der rohen Welt ohne Milch und Milchprodukte gefunden (und nein, Avocado ist für mich kein funktionierender Butterersatz).
Ich esse – die Unvernunft siegt – noch eine Schote von der getrockneten Tamarinde und beende damit das Abendmahl um 23:00.
Es gehen nach wie vor recht unangenehm riechende Winde ab. Irgendwie muss ich meine Darmflora geschädigt haben – vermutlich gibt es da einen Zusammenhang zu der zwischenzeitlich etwas intensiveren Anwendung der Cassia Fistula (mit entsprechenden Auswirkungen). Ich habe sie ja jetzt schon seit einiger Zeit reduziert bzw. ganz weggelassen – der Stuhlgang hat sich ja auch schon wieder normalisiert, nur das Ausklingen der Blähungen lässt noch auf sich warten.

von Ralphus - am 20.11.2012 20:50

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-13

Der Tag beginnt gegen 9:00 mit Stuhlgang: Zwei lange Würste einigermaßen fester Konsistenz. Danach trinke ich Quellwasser, ich habe aber weder zu Salz noch zu Tonerde einen Bezug (probiere jeweils eine kleine Menge). Die Gartenrunde fördert folgendes zu Tage: Salbei, Oregano, Minze, Rucola, Petersilie, Schnittlauch, Majoran, Rosmarin, Thymian, Vergissmeinnicht und Gras. Dann finden sich noch drei kleine Rettichblätter an einem Rettich. Eine Überprüfung auf die sieben Helfer ergibt, dass die Lippenblütenartigen überrepräsentiert sind, aber heute nicht nur die Malvenartigen (das ist bekannt, da habe ich z.Z. keine Quelle), sondern auch die Asternartigen fehlen (die Stevia hat der Frost hinweggerafft, der Beifuß muckert, und auch Löwenzahn ist mir heute nicht begegnet). Also hole ich mir noch zwei Radicio-Blätter. Weiter geht es mit eingeweichtem Flohsamen. Nachdem ich immer so einen Zug auf die Cracker meiner Frau habe, erhöhe ich hier mal etwas die Dosis.
Nachdem mir irgendwie Energie fehlt, stelle ich jetzt mal wieder auf drei Mahlzeiten am Tag um. Ich beginne (10:20) mit einer Birne Alexander Lukas, einen halben Apfel Goldparmäne (ich habe die Sorte aus meiner Kindheit als Wohlschmeckender in Erinnerung – liegt aber wohl an dem Boden, auf dem sie wächst, vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Goldparm%C3%A4ne),eine Gold-Kiwi, zwei Bananen. Das Essen wir durch eine Stuhlentleerung unterbrochen: Noch eine schöne lange Wurst, etwas breiigere Konsistenz (ich brauche also Papier), aber immer noch fest. Nun esse ich eine Mango Keit, Ich probiere noch mal die grünen Rosinen, die gestern so gut gingen, aber heute sagt der Magen nein dazu. Damit endet die erste Mahlzeit um 11:30.
13:00 trinke ich wieder Quellwasser (so etwa 0.5l). 14:00 esse ich je einen halben Granatapfel von Rewe und von P4F (letzterer ist deutlich größer, die Beeren sind dunkelroter, der Geschmack ist etwas süßer). Ich koste eine Schlehe –geht gar nicht … eine Moosbeere – geht auch nicht. Man sollte eben doch mit den adstringierenderen Früchten beginnen. Ich esse noch jeweils ein weiteres Viertel von jedem der Granatäpfel. Nach einer Pause wende ich mich dem Salak zu (kam heute ebenfalls via P4F): Der erste Geschmackseindruck ist ‚eigenartig‘. Ich esse noch einige, und kann durchaus Gefallen daran finden – aber täglich bräuchte ich diesen Geschmack auch zukünftig nicht.
Mein Körper unterbricht das Essen erneut durch sein Bedürfnis, sich zu entleeren: Eine weitere lange Wurst, nicht zu fest und nicht zu breiig – was ist denn heute los??
Ich esse noch zwei Salaks, dann reicht es mir, und ich greife zu den Bananen Namwe (auch von p4f). Sie sind ähnlich den Urbananen, die ich jüngst von Tropenkost hatte. Ich esse an die zehn Stück. Dann runde ich die Mahlzeit mit einigen Datteln und dem Fruchtfleisch einer Viertel Kokosnuss ab.
Ca. 16:00 hat der Körper nochmals das Bedürfnis nach Stuhlgang: Es kommt nur eine kleine Menge, die Konsistenz ist fest bis breiig.
19:50 ist Abendbrotzeit (habe ganz verpennt, noch mal zu trinken). Eine Stange Sellerie, dann eine mittlere Menge Spitzkohl (schmeckt wieder gut), den restlichen Radicchio, den Rest der Monstermöhre; dann probiere ich eine weiße Möhre, die mir aber nicht schmeckt.
Was ist denn heute los: 20:30, und schon wieder Stuhlgang: Wieder eine Wurst mittlerer Länge.
Es folgen drei Rispen-Tomaten von p4f (normale Größe, aus Kreta), dann probiere ich Zucchini (passt nicht), Pastinake (geht auch nur wenig), von der kleinen Kartoffel der vergangenen Tage war noch die Hälfte übrig, die konnte ich heute aufessen. Meine Frau hatte noch etwas Avocado (wirklich nur ganz wenig) von der einzigen schon reifen Avocado aus der P4F-Lieferung übrig gelassen, das Fruchtfleisch hat recht angenehm geschmeckt, da freue ich mich schon auf mehr, wenn die nächsten reif werden.
Dann hab ich mich ans Fleisch gemacht – auch nur testweise (daher nicht als Mono-Mahlzeit): Es gab einen Hähnchen-Schlegel aus einer Packung „Bio-Hähnchenunterkeulen“ á 426 g mit drei Schlegeln, gekauft im Ökomarkt ebl. Die Packung enthält den Hinweis: „Geflügelfleisch muss vor dem Verzehr vollständig durchgegart werden, Es ist nicht zum Rohverzehr geeignet!“, aber keine Begründung für diese Behauptung. Ich werde mal sehen, wie es mir nach diesem einen Schlegel geht – wenn alles passt, gibt es voraussichtlich in zwei Tagen die anderen zwei (morgen ist erst mal Fisch an der Reihe, der Händler hat mir Rotbarsch versprochen). Ach ja: Der Schlegel hat mir recht gut geschmeckt – ein angenehmer Geschmack, ein angenehmes Gefühl im Mund und keine Beschwerden seitens des Magens während des Verzehrs.

von Ralphus - am 20.11.2012 20:57

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-14

Der Tag beginnt 7:45 mit Stuhlgang (!) – dieses Mal keine Wurst, sondern mehrere feste Bröckchen. Irgendwie scheint da grad ein Knoten geplatzt zu sein, so viel Stuhlgang hatte ich seit Monaten nicht. Dabei kommt es mir gar nicht so vor, als ob ich so viel mehr esse. Die Waage zeigt 65.1 kg an – eine leichte Zunahme trotz des intensiven Stuhlganges.
Ich trinke drei Gläser energetisiertes Quellwasser, eines davon mit drei Teelöffel Salzsole angereichert.
8:45 gibt es die Gartenrunde, danach versuche ich Bananen – und, welch Überraschung, esse 14 Stück der kleinen Sorte Namwa.
10:00 habe ich schon wieder Stuhlgang (einige feste Stücke).
11:50 trinke ich zwei Gläser Quellwasser.
12:15 nochmals Stuhlgang – immer noch feste Konsistenz (also aus meiner Sicht in Ordnung).
Ein Abstecher auf eine nahegelegene Wiese ergibt um 12:45 etwas Gundermann, Gras, Löwenzahn, Brennnessel und Giersch.
Der Test von Früchten ergibt: Apfel und Birne gehen nicht, Kaki würde wohl gehen, die kleinen kernlosen Trauben und Salak auch. Ich beginne aber wieder mit Schlehen (5), Moosbeeren (ein kleiner Rest, viell. 10), dann entscheide ich mich für eine Pitahaya (Drachenfrucht – schmeckt, wie erwartet, nach nahezu nichts), koste eine Kiwi (schmeckt jetzt eher nicht). Nun zieht es mich wieder zu den Trauben (ich esse den Rest – eine große Traube – auf), dann sind die restlichen 8 Salaks dran – der Geschmack wechselt dabei von ‚eigenartig‘ zu ‚durchaus interessant‘. Danach esse ich noch etwas Kaki (ein Rest vom Fruchtteller der Familie), die schmeckt aber eher langweilig; und etwas Banane Namwa, die schmeckt aber noch überraschend gut, so dass ich mir davon mehr hole, und fünf verzehre. Mit einer erklecklichen Portion getrockneter Goldfeigen (wieso fahre ich nach so einer Mahlzeit immer noch auf so viel Zucker ab??) endet das Mittagessen.
15:45 gibt es das letzte Viertel Fruchtfleisch einer reifen Kokosnuss. Danach esse ich eine Esskastanie (mehr mag ich nicht) und knacke mir ein paar Walnüsse.
17:00 ist wieder Stuhlgang angesagt – feste Konsistenz, braune Farbe, mehrere wurstartige Teile.
19:00 trinke ich wieder Quellwasser, auch wieder einen Teil mit Sole.
Zum Abendbrot gibt es eingeweichte Wakame-Alge, zwei Rotbarschfilets (insg. 392 g), zwei rosa schimmernde Matjes-Filets und etwas Forellen-Kaviar. Bei den letzten beiden Lebensmitteln handelt es sich um Verarbeitetes, das wird bei mir weiterhin die Ausnahme bleiben: Durch das Salzen ist keine klare Sperre mehr wahrnehmbar – außerdem schmeckt es viel zu intensiv nach Salz. Von meinem Fisch-Händler habe ich aber wieder etwas dazu gelernt: a) rosa scheinender Matjes ist frisch, weißer hingegen war schon mal gefroren; b) Fischeiweiß gerinnt schon bei unter 40° (quasi auch schon beim Kauen). Abschließend gab es noch eine halbe Zitrone.

von Ralphus - am 21.11.2012 21:36

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-15

Heute wache ich schon früh auf, und trinke um 7:30 zwei Gläser Quellwasser. Die Wage zeigt 65.6 kg an. Ich kann es kaum glauben: Trotz des guten Stuhlgangs nehme ich weiter zu.
Zwischen 8:00 und 8:30 esse ich 1.5 Tage eingeweichten Hafer. Irgendwann meldet der Magen ‚es reicht‘, und ich höre auf. Und wieder frage ich mich, ob es nun einen Vorteil bringt, den Hafer zu flocken und mit geriebenem Apfel (so, wie es meine Frau tut) oder zerkleinerter Banane (wie es in Angelikas Buch vorgeschlagen wird) zu mischen. Danach esse ich selbstgekeimte Linsen (die Sprossen sind etwa 1.5 cm lang). Sie schmecken sehr mild und – für mich das erste Mal – ich esse alle (so vielleicht an die 40 Stück) auf (bin bisher nie so an Keimlinge / Sprossen in größerer Menge rangekommen).
8:45 Stuhlgang, recht fest, was mich daran erinnert, dass ich die letzten beiden Tage keinen Leinsamen genommen habe – werde mir gleich mal welchen für heute Mittag einweichen.
9:00 gibt es die tägliche Gartenrunde.
Zwischen 11:00 und 12:00 trinke ich einen Liter Quellwasser.
Zu Mittag (13:30) gibt es ein paar Schlehen, gefolgt von vier Grapefruit, fünf Orangen (sind kleiner als die Grapefruit) und einer Ananas Phuket (1.27 kg, aus der jüngsten P4F Lieferung). Etwas verzögert folgt eine Trinkkokosnuss (Fruchtfleisch und reichlich ein halber Liter Kokoswasser), und wieder etwas verzögert 11 Mandeln aus dem Bioladen, die ich mir selbst knacke.
Zwischen 17:30 und 18:30 trinke ich einen Liter Quellwasser – zwischen 19:30 und 20:30 noch etwa einen Liter mit Sole versetztes Leitungswasser. Gegen 20:00 habe ich Stuhlgang – nicht sehr viel, und recht fest; es drückt schon den ganzen Tag, will aber irgendwie nicht raus.
20:50 beginne ich das Abendbrot mit einem Stängel Spargel und einem halben Blatt (den unteren Teil, mehr Stängel als Blatt) von Mangold. Es folgt ein Stück Spitzkohl (der Geschmack lässt langsam nach, scheine da meinen Bedarf zwischenzeitlich einigermaßen gedeckt zu haben), einen Rest Schwarzwurzel (ging bisher immer nur ganz wenig, heute könnte es fast noch ein wenig mehr sein, habe aber nur diesen Rest eingepackt), eine rote Paprika (in der sich noch eine kleine grüne versteckt hatte), und einem Drittel eines kleinen Hokaido-Kürbisses.
Nach einer Pause gibt es jetzt gegen 23:00 noch die zwei verbliebenen Hähnchenschenkel von vorgestern – der Geschmack ist exzellent, naja, irgendwie auch klar, nachdem ich jetzt seit Februar keinerlei Geflügel mehr gegessen habe. Danach gibt es noch ein halbe Zitrone.

von Ralphus - am 21.11.2012 21:45

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-16

Gegen 7:00 trinke ich zwei Gläser Wasser, dann 9:30 nochmals zwei, eines davon mit Sole. 10:00 Stuhlgang: Mal endlich wieder eine schöne Wurst – gefühlt etwas zu hart. Frage mich, warum die Verdauung jetzt wieder so gemütlich geworden ist, das ging vor zwei Tagen noch flotter. Ich lutsche mal wieder vier Blättchen Cassia.
12:45 gehe ich in den Garten, und esse von den üblichen Verdächtigen. In den Rucola könnte ich mich heute reinlegen – das wird schon fast eine halbe Mahlzeit. 13:10 gibt es eingeweichten Flohsamen, danach einige Schlehen … genauer gesagt eine ganze Menge (46 Stück, bin erstaunt). Danach esse ich einen reichlichen großen Granatapfel (von p4f), etwas Apfel (komisch, an Apfel komme ich in diesem Jahr irgendwie gar nicht ran). Es schiebt sich (um 14:15) ein Stuhlgang ein – eine immer noch recht feste Wurst, ich musste etwas drücken). Dann esse ich vier bis fünf Birnen – die schmecken wieder super-lecker. Könnte noch mehr essen, aber mehr hat meine Frau nicht mitgebracht – werde dann viell. gleich noch mal losziehen, um noch welche fürs WE einzukaufen (der Hofladen hat nur Fr. geöffnet). Ich probiere noch einen anderen Apfel – der schmeckt besser, kommt aber auch nicht an die Birnen ran. Eigenartig, als Kind habe ich Äpfel immer viel mehr gemocht als Birnen. Ich probiere einen Boskop, der geht gar nicht – dann nochmal die vorherige Sorte (meine Frau kann sich nicht an den Name erinnern), denn der ging ja einigermaßen. Als nächstes probiere ich eine andere Sorte Granatapfel (von Topfruits), der ist kleiner, heller (sowohl die Schale wie auch die Beeren – die irgendwie oberflächlich und wässrig schmecken). Nach zwei Kaki meldet der Magen „voll“. Die Mahlzeit endet mit ein wenig getrockneter Jackfrucht (p4f).
15:50 gibt es ein Kokosnuss „Pagode Lite“ (p4f) – komplett, Fruchtwasser und –fleisch. Danach meldet sich die Verdauung wieder – Stuhlgang: Eine Mega-Wurst von genau richtiger Konsistenz. Ob es nun die Cassia gerichtet hat oder ob sich einfach meiner Verdauung eines Besseren besonnen hat: So sollte es jedenfalls sein – nicht zu fest, und nicht zu flüssig. 16:20 esse ich noch drei Esskastanien.
18:00 trinke ich drei Gläser Wasser, eines davon mit Salzsole versetzt – um 18:45 noch zwei Gläser Leitungswasser.
Das Karate-Training lief heute super – hatte wieder mal so richtig Energie. Vielleicht ist ja meine energiearme Flaute doch bald überstanden!
Um 21:45 beginne ich das Abendessen mit einigen Blättern Endiviensalat, denen ein halbes Palmkohlblatt folgt (dann gibt es eine Sperre, Geschmacksumschlag ins Unangenehme, Zusammenkleben im Mund), ein kleines Blatt Mangold (da bin ich sehr vorsichtig, seit ich mir damit im August mal den Mund verätzt hatte), eine rote Spitzpaprika, eine orange Paprika, 10 Cocktail-Tomaten, eine kleine Gurke, einen Bissen Möhre (ist heute für mich geschmacklos), und eine rote Rübe (hatte ich länger nicht und habe ich mit großem Genuss verzehrt). Damit ist dem Gemüse genüge getan, und ich löffle eine halbe Tasse eingeweichten Leinsamen aus, den ich auch zerkaue.
Zum Thema Leinsamen: In Angelikas Buch wird einerseits davor gewarnt (enthält Blausäure-Vorstufen) – man solle ihn nur in kleinen Mengen und möglichst unzerkaut essen; und andererseits gibt es das Leinsamen-Pizza-Brot-Rezept, in dem er die Grundlage bildet. Daher habe ich jetzt mal in der Wikipedia nachgelesen (http://de.wikipedia.org/wiki/Leinsamen), und folgendes gefunden:
„Leinsamen enthalten cyanogene Glycoside (Linustatin und Neolinustatin). Diese Blausäure-Vorstufen entsprechen nach ihrer Umwandlung einer Menge von rund 50 mg Blausäure auf 100 g Leinsamen. Der geringe Wassergehalt der Samen, der zu saure pH-Wert im Magen und der Abbau durch Rhodanasen verhindert jedoch Vergiftungen bei Aufnahme normaler Mengen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit empfiehlt, wegen der Cadmiumbelastung von z. T. mehr als 1 mg/kg nicht mehr als 20 g Leinsamen (bei täglicher Einnahme) zu verzehren.“
Dem BMU scheint also die Cadmiumbelastung bedenkenswerter als die Blausäurevorstufen.
Zurück zum Essen: Ich löffle vom eingeweichten Hafer, bis es mir zu langweilig wird, und beschließe das Essen mit 1.5 Avocado (eine halbe Avocado Kreta von p4f, und eine ähnlich aussehende aus dem lokalen Handel, die allerdings etwas reifer ist, und etwas weniger fruchtig schmeckt).

von Ralphus - am 22.11.2012 23:02

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-17

Stuhlgang um 8:30 – schon wieder etwas zu fest.
Zwei Gläser energetisiertes Leitungswasser um 9:45. 10:15 nochmal Stuhlgang: Dieses Mal nur wenig – wollte aber offenbar noch raus. Die Wage zeigt 65.1kg.
12:10 beginnt die erste Mahlzeit: eingeweichter Chia-Samen (eine Tasse), Schlehen (21, dann wurde es im Mund richtig pelzig), Granatapfel (viell. ½, adstringierte zunehmend mehr), Kiwai (2, erstaunlich, die Kiwai sperrte sofort), Kiwi (1/2, schmeckt irgendwie nicht), Apfel (nur wenige kleine Stücke, schmecken nicht wirklich) Birne (einige Stücke verschiedener Sorten, schmecken heute alle nach nichts), und ein kleines Stück Banane „Feige-Apfel“ (schmeckt nach Stärke, und meine Frau bestätigt: Die ist noch nicht richtig reif). Hier kam ein weiterer Stuhlgang dazwischen, ähnlich dem um 10:15. Danach wechsle ich zu dem Rest überreifer Bananen Namwe, und esse alle verbliebenen 17 Stück. Nun wird es richtig süß: Ich verkoste die die von Orkos gelieferten Datteln (Testset) – ich esse jeweils eine Dattel der 16 verschiedene Sorten – sie schmecken alle lecker, da werde ich bei der nächsten Bestellung sicher ein paar Sorten nachbestellen. Zum Abschluss verkoste ich noch den Honig „Eiche“ in der Wabe und das Bienenbrot – beides schmeckt lecker, und bei beidem bekomme ich bereits nach einer kleinen Menge eine Bauchsperre.
15:00 gibt es wieder einen Stuhlgang (ähnlich den vorangehenden), und danach eine Kokosnuss Pagode Lite. 15:45 nochmals Stuhlgang (jetzt etwas leichtgängiger, wieder ein Wurst).
19:00 trinke ich zwei Gläser Ingwerwasser und zwei Gläser Solewasser. 19:30 beginne ich die Mahlzeit mit Feldsalat und Endiviensalat, ein halbes Mangoldblatt mit Stängel und getrocknete Alge Dulce (aus dem Algen-Testset von Orkos). Dann folgt ein Kalbs-Schnitzel (176g), dem (nach ein paar Blättern Basilikum) ein Großteil einer Beinscheibe vom Rind (brutto 440g) folgt (erst das Knochenmark, dann das Fleisch), der Rest des Fleisches wandert in das Dörrgerät. Die Mahlzeit schließt eine Zitrone ab … jetzt ist mir wieder mal richtig schön warm.

von Ralphus - am 22.11.2012 23:06

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-18

10:28 beginnt der Tag mit Stuhlgang (eine mittlere Menge, mehrere Stücke, scheint mir etwas zu fest). Ich trinke ein Glas Ingwerwasser und ein Glas energetisiertes Leitungswasser. Die Wage zeit 64.8kg. Messe heute mal wieder Blutdruck und Puls (habe allerdings grad ein paar Liegestütze und Klimmzüge gemacht, und bin wohl in der Erholungsphase (Puls schon wieder niedrig, Blutgefäße aber noch geweitet, daher der niedrige Blutdruck – ich mache fünf Messungen):

  • 99 zu 69, Puls: 59
  • 92 zu 69, Puls: 60
  • 108 zu 64, Puls: 64
  • 97 zu 68, Puls: 57
  • 99 zu 63, Puls: 59

Es folgt die Gartenrunde mit Minze (davon geht heute etwas mehr), Rucola, Salbei, Petersilie, Majoran, Eberraute, Gras und etwas Vergissmeinnicht (bei den kleinen Blättern wird man beim Essen immer hungriger). Das Frühstück beginne ich mit einem Rosenkohl und drei Blättern Radicchio. Dann geht es mit Obst weiter: Kiwai (das pelzige Gefühl im Mund bleibt heute im Hintergrund, so dass ich den Rest, ca. 450g, aufesse), 5/8 Ananas Bonbon (p4f), reichlich einen halben großen Granatapfel (p4f), 2.5 Birnen (sind auch heute noch nicht wieder so attraktiv wir am Freitag), 2.5 Kaki (von ebl, sind sehr schön reif) und reichlich 250g getrocknete Honigfeigen (Orkos, der Zug zum Süßen ist ungebrochen). Das Zuckerrohr, das ich danach noch probiere, schmeckt eher unattraktiv – die Mahlzeit endet satt und zufrieden gegen 13:45.
14:05 gibt es Stuhlgang: Eine größere Menge in Wurstform, die Konsistenz ist jetzt wieder breiiger. Dennoch habe ich nachfolgend wieder Blähungen.
16:40 gibt es eine Kokosnuss Pagode; 17:10 gibt es eine Handvoll geschälter Paranüsse; wie schon in der Vergangenheit kann ich davon nicht viel essen, sie pappen schnell im Mund ich kann sie kaum noch herunterschlucken.
19:10 beginnt das Abendbrot: Ich koste mal von dem Salat, den meine Frau vorbereitet hat (Gurke, Tomate, Avocado, griechischer Schafskäse, Olivenöl, Ao-Nori Algengemüse, Salz, Pfeffer). Schmeckt sehr intensiv – und ich vermisse mal wieder den Käse (bzw. ein natürliches Substitut) in meiner Ernährung, und auch ein wenig das Öl. Bei der Vorbereitung meines Salats bemerke ich, dass ich noch gar nichts getrunken habe, und trinke drei Gläser Ingwerwasser. Dann koste ich mal etwas von den Meeres-Spaghetti – die erste Spaghetti schmeckt intensiv salzig, die weiteren drei werden sukzessive geschmacklos. Dann gibt es Endivien-Salat (den ganzen Rest), ein kleines Blatt Mangold – hier schiebe ich eine halbe Tasse eingeweichten Leinsamen ein - den Rest vom Rotkohl, ein Stück Aubergine (wird dann pelzig im Mund), eine Kiwano (orkos – durchaus interessanter Geschmack, aber grad kein großer Bedarf), etwas vom Sprossenmix meiner Frau (Senf, Alfalfa, Mungo) – nach 2/3 der Keimschale stoppen mich Bauch und Mund am Weiteressen, 1.5 kleine Champignon (riechen ganz interessant, schmecken aber schnell nach aufhören), dann wechsle ich zu drei Tage eingeweichtem Hafer, und esse die Schüssel leer (ist durchaus genießbar, scheint mir aber bei weitem nicht so attraktiv wie Nudeln, Bratkartoffeln oder frisches Brot :-(), zwei getrocknete Shiitake (die werden mit zunehmender Lagerung immer interessanter, kommen aber doch nicht an die getrockneten Steinpilze heran, für die ich jetzt keine Quelle mehr habe), und abschließend noch zwei Avocado (eine kleine Wild-Avocado von Orkos, und eine Avocado Kreta von p4f).
23:00 bekomme ich noch mal Hunger – und Appetit auf Rohkostbrot. Als erstes esse ich den Rest der selbstgemachte „Chili-Cracker ohne Chili“, und danach noch 2.5 Scheiben Bio Olivenbrot (lifefood) – jeweils gut mit Rohmilchbutter bestrichen. Zu letzterem esse ich noch drei Nyons Bio-Oliven (p4f). Natürlich frage ich mich, was in der vorangegangenen Mahlzeit gefehlt hat, dass ich jetzt noch einmal Hunger bekomme: Hafer (Getreide, Stärke) und Avocados (Fett), hatte ich doch schon.

von Ralphus - am 25.11.2012 15:28

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-20

4:20 meldet sich mein Körper: Stuhlgang (eine stattliche Wurst passabler Konsistenz).
7:45 beginnt der Tag: Stuhlgang (wieder eine Wurst, vermutlich etwas kürzer, etwas geruchsintensiver).
Ich trinke drei Gläser Wasser (davon zwei mit Salzsole), und esse gegen 9:30 200g Bienenbrot.
Zu Mittag esse ich Schlehen (so um die 20), vier Kiwi, sechs Maracuja, eine Kaki und 8 Bananen der Sorte Feige-Apfel. Kurze Zeit später trinke ich das Wasser einer reifen Kokosnuss und esse die Hälfte des Fruchtfleisches.
Im Laufe des Nachmittags bekomme ich Durst – meine Lippen trocknen aus. Ich trinke etwa drei Liter Leitungswasser, und lecke auch am Salzstein. Welche Ursache hat der Durst – ist es noch eine Nachwirkung des gestrigen Fleisch-Verzehrs?
Zum Abendbrot (~19:30) esse ich einige Endivien-Blätter, ein halbes Mangold-Blatt (schmeckt heute recht unangenehm), eine rote Spitz-Paprika und einen halben Hokkaido-Kürbis (dann schmeckt er nicht mehr). Allerdings habe ich noch Hunger (bin noch nicht zufrieden), und greife, in Ermangelung anderer Lebensmittel zu Bio-Pikantkräckern (lifefood). So besonders schmeckt mir diese Sorte (Bärlauch) aber auch nicht, aber die Kräcker reduzieren das Hungergefühl. Ich beende die Mahlzeit mit zwei Wild-Avocados (eine ganz kleine schwarze und eine kleine grüne).
Zum Thema Stuhlgang: Ich hatte (die Serie gestern Nachmittag fortsetzend) heute wieder eine ganze Menge kleinerer Sitzungen. Die Konsistenz ist unverändert (weich, aber nicht breiig). Es gehen auch immer noch Winde ab.
22:55 nehme ich den Rest Pute (jede Menge Leber und ein wenig mageres Fleisch) aus dem Dörrgerät, und koste mal: Die Leber schmeckt sehr intensiv (und klebt zwischen den Zähnen), das magere Fleisch schmeckt dagegen fast nach nichts. Beides trifft aber nicht meinen augenblicklichen Geschmack – ebenso wenig wie das zu Vergleichszwecken aus dem Kühlschrank geholte getrocknete Rindfleisch des Rests Beinscheibe.
Auf dem Tisch steht noch eine Schachtel mit einigen ungeschälten Tamarinden (hat mir ein Kollege zum Kosten überlassen). Ich probiere eine, und vergleiche sie mit den geschälten, die ich noch im Kühlschrank liegen habe: Die geschälten sind saftiger, ansonsten unterscheidet sich der Geschmack kaum. Aber auch Tamarinde ist es nicht, was mich jetzt noch umtreibt – ebenso wenig wie Johannisbrot. Vielleicht der Vollständigkeit halber: Ich prüfe nicht nur mit der Nase, sondern koste auch. Dann fällt mein Blick auf die Kakaobohnen mit Fruchtfleisch – und so habe ich doch noch ein Betthupferl gefunden.

von Ralphus - am 25.11.2012 17:40

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-21

7:30, ich trinke zwei Gläser energetisiertes Leitungswasser, statte der Toilette einen Besuch ab (wieder eine kleinere Menge fester (aber nicht zu fester) Stuhl), trinke noch ein halbes Glas Salzwasser (kann morgens irgendwie trotz Trockenheit im Mund nur langsam trinken – der Bauch sperrt hier selbst bei Wasser sehr schnell). Die Waage zeigt 65.5 kg an.
8:00, ich esse 130 g Bienenbrot – dann kratzt es im Hals, und das Wachs zergeht im Mund nicht mehr. Kurze Zeit später meldet sich auch der Bauch und meint, dass er jetzt gut zu tun hat. Danach folgt meine Gartenrunde. Das Bienenbrot meldet sich noch eine ganze Weile aus dem Magen in Form einer unbestimmten Belastung.
Vormittags trinke ich einen Liter Quellwasser und einen halben Liter Leitungswasser (jeweils mit etwas Ingwer aufgepeppt). Wundere mich immer noch über den überdurchschnittlichen Durst.
12:30 esse ich etwas Weizengras, vier Bananen „Feige-Apfel“ (Orkos, sind die letzten vier, schmecken aber immer noch etwas nach Stärke – frage mich, ob ich die hätte noch länger nachreifen lassen sollen), drei Bananen „Rosa“ (Orkos, sind etwas größer als die „Feige-Apfel“, auf mehr als diese drei habe ich aber keine Lust – schmecken heute nicht wirklich zwingend). Weiter geht es mit gekeimtem Weizen (der Inhalt einer Keimschale) und zwei Tage eingeweichtem Hafer (davon geht etwas, aber es bleibt noch genügend übrig, als der Körper „voll“ meldet). Etwas verzögert esse ich noch etwa die Hälfte der zweiten Hälfte (also ein Viertel ;-)) der gestern geschlachteten Kokosnuss.
Ich habe weiterhin Durst, und trinke im weiteren Verlauf etwa 1.5 l Ingwerwasser. Um 16:45 knacke ich mir eine Handvoll Haselnüsse. Als eine nicht so besonders schmeckt (keine Ahnung, ob Geschmacksumschlag oder schlechte Nuss), höre ich auf.
19:00 esse ich den Rest des Endiviensalats und ein Rosenköhlchen.
20:00 esse ich etwas Feldsalat, eine halbe Stunde später gibt es 35 g frische Alge Dulce (Orkos), gefolgt von zwei Hühnereiern (Demeter, trotzdem eher helles Eigelb und dünnflüssiges Eiweiß) incl. einer halben Eierschale und 1,5 Hähnchenkeulen (entspricht brutto etwa 300 g). Etwas später esse ich noch eine halbe Zitrone.
Heute über den Tag wieder häufig Stuhlgang, immer kleine Mengen, gute Konsistenz. Die Flatulenz ist immer noch präsent, aber rückläufig.

von Ralphus - am 25.11.2012 17:46

Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-22

Guten Morgen! 8:15 bis 8:30 trinke ich drei Gläser energetisiertes Quellwasser. 9:15 beginne ich heute mal mit drei Tage eingeweichtem Hafer – der ist mir schon fast zu sauer (ich esse knapp 60g). Dann greife ich zu den Bananen Feige-Apfel aus einer neuen Lieferung von Orkos: Die sind reifer als die in der vorangegangenen. Ich esse zwei Stück (300g), irgendwie schmecke ich immer noch etwas die Stärke heraus – werde sie mal noch weiter reifen lassen. Dann esse ich 40g Bienenbrot. Einerseits ist es sehr süß im Mund, beinahe kratzig – andererseits könnte ich einfach weiteressen … habe immer noch nicht kapiert, woher dieser Zug auf süß kommt. Ein paar Minuten nach dem Wegräumen meldet sich auch der Magen wieder ein wenig. Abschließend esse ich noch 5 Datteln Barhi soft – denke mir grad: Hier muss ich auch mit dem Verstand begrenzen, da spüre ich ein gewisses (ganz leichtes) Brennen auf der Zunge. Aber der süße Geschmack könnte einen diese sanfte Sperre rasch übergehen lassen (und hat es bei mir sicher auch schon öfter getan). Es folgt die Gartenrunde … sollte ich demnächst wieder vor dem Frühstück machen.
11:30 trinke ich noch zwei Gläser Leitungswasser, in das ich etwas Ingwer-Wurzel gelegt habe.
12:00 beginne ich mit dem Mittagessen: 600 g (brutto, d.h. mit Kernen) geschälte Durian Chanee. Sie hat für mich erstaunlicherweise nur ganz kurz beim Öffnen der Packung gerochen, und war während des Essens nahezu geruchlos. Zu Beginn war der Geschmack (verglichen mit der Morn Thong, die ich vor einiger Zeit hatte), nicht ganz so anziehend (hatte schon überlegt, vorzeitig aufzuhören) … dann hatte ich ein etwas unreifes Stück (ist der Nachteil bei der geschälten Variante – man hat selbst keinen Einfluss auf den Reifegrad, und die Fruchtsegmente sind eben auch nicht unmittelbar frisch aus der Frucht) … als letztes aber ein super passend reifes Stück. Jetzt bin ich erst mal gesättigt und zufrieden, und hebe mir die Sapotile und die Sapote Amarillo für später auf. 13:00 esse ich die letzte Viertel Kokosnuss. Keine Ahnung, ob das so gut war – es liegt mir etwas schwer im Magen.
16:00 – nach zwei kleineren Stuhlgängen verhält sich der Magen wieder unauffällig. Allerdings kratzt es im Hals, ich beginne wieder zu trinken, und lutsche auch am Salzkristall (da geht heute einiges).
19:15 esse ich ein paar Blätter Feldsalat, einen Chicorée, ein weiteres Stück von einem Spitzkohl, drei Blätter Radicchio und eine Scheibe Bio Pikantkräcker (schmecken auch heute wieder nicht so besonders).
22:00 esse 55 g frische Alge Dulce, 170 g Rotbarschfilet und reichlich 200 g (brutto), leider aufgetauten Seeaal, wobei der Seeaal irgendwie nicht an den frischen herankommt, den ich im August mal im Urlaub gegessen habe - aber hier ist ums Verrecken kein fangfrischer Seeaal zu bekommen, ebenso wenig wie Heilbutt oder Makrele (d.h. generell so ziemlich alles, was es so an fettem Fisch gibt).

von Ralphus - am 26.11.2012 23:33

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-23

Um Viertel nach Acht beginnt der Tag mit Stuhlgang: Mehrere kürzere und längere Würste passabler Konsistenz (das Toilettenpapier könnte ich mir eigentlich sparen). Ich trinke ein Glas Quellwasser (das ist mir aber zu kalt, stand über Nacht in der Garage), einen Liter gesalzenes Leitungswasser – alles in kleinen Schlucken, mein Magen ist da morgens recht sensibel. Die Waage zeigt 64.x kg.
Nach der Gartenrunde (Minze, Petersilie, Eberraute, Majoran, Salbei, Vergissmeinnicht – und Weizengras vom Fensterstock) esse ich eine Sapote Amarillo (orkos) und ein wenig von dem (jetzt vier oder fünf Tage) eingeweihten Hafer (den Rest entsorge ich, ist mir zu sauer).
Gegen Mittag trinke ich ein Glas Quellwasser, esse zwei Blätter vom Spitzkohl und zwei Blätter vom Radicchio, eine Sapotille, drei Bananen „rosa“ und vier Bananen „Feige-Apfel“ – dann meldet der Bauch „voll“.
Um 16:00 knacke ich mir drei Walnüsse, aber der Bauch meldet unmittelbar: voll. Dann probiere ich noch Datteln, aber die kleben zunehmend in den Zähnen, so dass ich lediglich sechs Stück esse.
Ich spüre, dass die Verdauung gut beschäftigt ist … es gluckert unterschwellig (die Sapote Amarillo lässt grüßen). Stuhlgang hatte ich heute Mittag, aber der war insgesamt unauffällig, nur anfangs kam ein wenig Schleim.
18:20 gibt es den ersten Abendbrot-Gang: Etwas aus dem Kräuterstrauß von Lebegesund (Petersilie, Minze, Rucola und Borretsch). Jetzt weiß ich endlich auch, wie Borretsch schmeckt – und irgendwoher kommt er mir auch bekannt vor. Allerdings war die Mischung recht unausgewogen: Vom Borretsch waren nur fünf Blätter dabei, von der Petersilie kann ich jetzt tagelang leben (wobei wir davon auch noch genug im Garten haben). Weiterhin gibt es Postelein, Rapunzel und Spinat … und ein kleines Blatt Mangold (irgendwie eine Häufung der Nelkenartigen). Um für Ausgewogenheit zu sorgen, esse ich noch zwei Blätter Radiccio und etwas Weizengras. Dann fordert der Körper nochmal sein Recht auf Entlehrung: Mehrere Stücke mittlerer bis weicher Konsistenz – alles in allem verlief das Experiment mit der ganzen Sapote Amarillo also recht harmlos.
21:15 trinke ich zwei Gläser mit Sole gesalzenes Wasser, esse 35 g frische Alge Dulce, 50 g Thunfisch (der heute deutlich weniger sperrt als jüngst – war aber wohl jüngst eine andere Sorte – habe da bestimmt 450 g entsorgt, und daher heute erstmal nur eine kleine Menge gekauft), 320g Seesaibling (super lecker) und 50 g Schollenfilet. Der Fisch war super, aber irgendetwas fehlt noch. Ich esse noch eine Grapefruit, und dann mache ich mich auf die Suche. 0:30 nochmals Stuhlgang, ähnlich dem vorangegangenen.

von Ralphus - am 28.11.2012 23:21

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-24

10:25 – die Waage zeigt 64.1 kg, trinke ich zwei Gläser Wasser – greife heute unmittelbar zur Sole, und gebe mir jeweils drei TL Sole ins Glas. Es kratzt im Hals: Ich nehme Meditonsin, und meine Frau reicht mir Spitzwegerich-Honig (mit Akazienhonig hergestellt) und meint, ich solle zwei TL nehmen … ich nehme gleich acht (wie war das noch mal mit dem Zug zu Süßem? – habe danach allerdings auch einen gewissen Nachgeschmack im Mund).
Gegen Mittag gibt es die obligatorische Gartenrunde, dann esse ich 13 Schlehen, dann beginnt der Magen zu grummeln und ich höre auf. Etwas später spüre ich auch einen pelzigen Geschmack auf der Zunge – und den Drang, meinen Darm zu entleeren. Wie die letzten Male auch schon, gibt es mehrere Stückchen passabler Konsistenz (insg. eine eher größere Menge). Dann geht es richtig „zu Tisch“: Eine Ananas Mauritius (orkos, brutto 1.5kg), einen (kleineren) Granatapfel, etwas Naval-Orange, etwas Birne, etwas Kaki („etwas“, weil es vom Frühstücks-Obstteller stammt, von dem sich ganze Familie bedient), eine Grapefruit (ist schon etwas alt, dafür gab es drei Stück für einen Euro), ein paar TL „Sanddorn in Blütenhonig“, einige Datteln aus dem Orkos-Testset und eine halbe Kokosnuss (zweite Hälfte von gestern). Dann öffne ich eine Kakaoschote (690g brutto, orkos) und lutsche das Fruchfleisch von etwa 3/5 der Bohnen ab, und esse dabei auch die eine oder andere Bohne mit (der Rest der Bohnen kommt in eine Schüssel, wird abgewaschen und getrocknet). Abschließend esse ich noch ein paar weitere Datteln aus genanntem Testset, aber irgendwie ist meine Zunge belegt / hinterlassen die Datteln einen bitteren Nachgeschmack im Mund. Die Mahlzeit wird 14:30 von einer weiteren Darmentleerung abgeschlossen.
Irgendwie gäbe es so viel zu tun, aber ich bin schlapp und es zieht mir die Augen zu. Wenn da mal nicht irgendein Virus dahinter steckt … werde mich erstmal ein wenig hinlegen und Gangaji hören: Gangaji - The heart can bear it all.
17:00 trinke ich zwei Gläser Quellwasser, in das ich heute Morgen ein paar Minze-Blätter geworfen habe. Dann nehme ich wieder vier (offiziell zwei ;-)) Löffel Spitzwegerich-Honig.
18:15 esse ich drei große Blätter Kopfsalat, 1 Rosenköhlchen, einen Chicoree, eine erkleckliche Menge Postelein, eine rote Spitzpaprika, drei Bissen Möhre (schmeckt nicht), einen Bissen Tobinambur (schmeckt nicht), eine halbe Süßkartoffel (schmeckt leidlich), eine viertel Tasse eingeweichten Reis (brauner, gekeimter Reis), ein paar gekeimte Dinkelkörner (riechen abartig und schmecken gar nicht), eine Cocktail-Tomate (schmeckt, soll man ja wohl aber nicht mit anderen eiweißhaltigen Lebensmitteln kombinieren), eine kleine und eine halbe mittelgroße wilde Avocado.
Später am Abend trinke ich nochmal etwas Leitungswasser (auch ein paar Schlucke kohlensäurehaltiges Mineralwasser), und esse (wir sind auf dem Tanzstundenball unseres Sohnes) zwei Fruchtspieße (mit Schokoladenüberzug). Bei der Schokolade frage ich mich, warum die mir schmeckt: Kakaobohnen hatte ich morgens erst, auf Vanille fahre ich nicht so ab – bleibt irgendwie nur die Milch, oder?
Die Spieße machen mich aber weder satt noch glücklich (ebenso wenig wie das Abendbrot zuvor, was wiederholt die Frage nach mehr rohen, konzentrierten Kohlenhydraten in Form von Stärke aufkommen lässt), und so esse ich gegen 1:00 noch 30 g frische Alge Dulce, den vorgestern übrig gelassenen halben Hähnchenschenkel (schmeckt gut), koste danach mal das getrocknete Putenfleisch und die getrocknete Putenleber (schmeckt intensiv, aber nicht sonderlich gut), und schließe mit einer Grapefruit ab. War zwar jetzt keine Kohlenhydratmahlzeit, aber bei stärkehaltigen (rohen) Lebensmitteln fällt mir einfach nichts mehr ein, wozu der Instinkt auch ja sagen würde; mit Ausnahme von Cashwes (die sich als Grundnahrungsmittel aber auch nicht wirklich empfehlen) und Bananen, die habe ich aber schon seit einiger Zeit verstärkt auf dem Speiseplan … am Ende lande ich doch noch bei „30 bananas a day“. ;-)
Die von meiner Frau zubereitete Pizza war durchaus attraktiv, und Lebkuchen, Brot oder Nudeln könnte ich vermutlich auch bis zum Umfallen essen. Ein Arbeitskollege bereitet sich allmorgendlich einen Frischkornbrei aus verschiedenem geschrotetem Getreide, welches er für eine gewisse Zeit einweicht und dann zusammen mit Obst isst. Aber wenn ich das Getreide erst mit Obst mischen muss, damit es für mich attraktiv wird … und abgesehen vom Hafer empfiehlt Angelika ja auch eher gekeimtes Getreide: Aber der Versuch mit dem Dinkel ging heute gründlich schief, und die vor einiger Zeit mal gekeimte Hirse schmeckte auch nur nach Pappe. Gekeimter Weizen ging ja vor ein paar Tagen, aber das ist für mich nichts zum satt werden.

von Ralphus - am 28.11.2012 23:21

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-25

Zwischen 9:00 und 11:00 trinke ich drei Gläser Wasser, habe einmal Stuhlgang (wie zurzeit üblich, mehrere Stücke guter Konsistenz), und drehe meine Gartenrunde. Vom Weizengras auf dem Fensterstock esse ich etwas mehr, das wird dann aber bitter im Mund – auch nichts, wovon man satt werden könnte. Auf den Tisch haben es zwei Sapotille, eine Sapote Amarillo, eine Papaya (Pak mai rai) und eine Drachenfrucht geschafft. Ich beginne mit der (bereits vor zwei Wochen erhaltenen) Papaya, und bin positiv überrascht: Sie schmeckt sehr zart und zurückhaltend – gänzlich anders als die Papayas, die wir vor einiger Zeit schon mal hatten (andere Sorten, die schmeckten irgendwie nach Medizin). Ich esse reichlich 3/4 der Frucht (1 kg brutto), den Rest verkostet die Familie. Es folgt die Drachenfrucht (auch hier entdecke ich eine zurückhaltende Süße – für den Rest der Familie schmeckt sie nur nach Wasser), einer der beiden Breiäpfel (der zweite kann gut noch ein, zwei Tage liegen) und ein Viertel der Sapote Amarillo (danach sperrt sie: Wird pelzig im Mund und ist kaum noch zu schlucken). Dann esse ich eine Dattel Bahri, aber heute zieht es mich stärker zum Honig: Ich esse etwas vom Wabenhonig Eiche und auch ein wenig vom Bienenbrot. Dann kommt mir der Gedanke, doch meine Glykogen-Reserven besser mit Stärkehaltigem aufzufüllen, und ich greife zu den Bananen. Habe zurzeit nur zwei Sorten: Poyo (orkos) und eine vom hiesigen Obsthändler. Ich koste beide, aber beiden fehlt irgendetwas – sie schmecken nicht „rund“. Nachdem mein Geschmack grad etwas verbogen sein könnte, lasse ich meine Frau kosten – sie bestätigt mir meine Feststellung. Irgendetwas fehlt noch, und so greife ich zu dem Rest der Kakaoschote, und esse die verbliebenen 2/5 Kakaobohnen mit Fruchtfleisch (habe heute also alle Bohnen gleich mitgegessen, so vielleicht 15 bis 17 Stück). Jetzt bin ich mal gespannt, wie mein Körper reagiert – sowohl die Sapote Amarillo (habe jetzt doch erst mal die Auto-Korrektur von Sapote nach Spotte in Word entfernt - wurde langsam lästig), wie auch die rohen Kakaobohnen haben ja ein gewisses Potential …).
13:30 der nächste Stuhlgang: business as usual. 15:45 nochmals Stuhlgang: Dieses mal nur eine kleinere Menge, etwas breiiger (Toilettenpapier erforderlich).
16:45 bohre ich eine reife Kokosnuss an (heute eine von ebl), trinke das Wasser (schmeckt nicht so gut wie das von denen von Rewe), und esse das Fleisch einer Hälfte. Danach esse ich einige Mandeln (Barlaise, orkos), und beiße mal von einer Zimtstange ab. Ich koste auch mal die Lebkuchen, an denen der Rest der Familie knabbert: Der Geschmack der verarbeiteten und denaturierten Mischungen scheint mir immer noch sehr attraktiv. Ich koste mal eine Prise Lebkuchengewürz (Orangenschale, Zitronenschale, Zimt, Gewürznelke, Sternanis, Ingwer, Muskatnuss, Kardamom), das ist mir jedoch zu intensiv. Ich esse etwas Granatapfel (alles, was die Familie von dem letzten großen von p4f übrig gelassen hat), und knabbere danach ein wenig am Sternanis. Jetzt probiere ich noch mal vier Tage eingeweichten Hafer – aber der ist zwischenzeitlich zu sauer und wandert auf den Kompost. Und ich frage mich: Warum schmeckt mir dieser fermentierte (vergorene) Weizen nicht, wo er doch so gesund und verträglich sein soll? Hab grad mal nachgelesen: Die Hafer-Drinks (Milch-Ersatz) werden ja auch aus fermentiertem Hafer hergestellt. Was ist da der Trick, dass diese Trinks schmecken (auch mir, als ich so etwas noch konsumiert habe)? Nach einer kurzen Pause esse ich noch vier kleine Datteln (2x Zahidi dry, 2x Deglet-Nour).
19:30 trinke ich ein Glas Leitungswasser und zwei Gläser gesalzenes Leitungswasser. Dann beginne ich mit dem Salat: Rapunzel, einen Rosenkohl, Petersilie, Rucola, Spinat, Kopfsalat, eine rote Spitz-Paprika, ein Stück rote Zwiebel, eine größere Menge Postelein (plötzlich pappt es im Mund, und ich spucke den Rest aus), eine Kiwano, dann wieder frische Algen Dulce (Ich habe die im Kühlschrank in der OVP von Orkos, aber langsam werden sie schmierig. Habe sie jetzt mal gespült. Wie lagert man die eigentlich richtig?), gefolgt von 12 Cocktail-Strauch-Tomaten (200 g), und stecke mir zu jeder Tomate noch ein Blatt Basilikum in den Mund (immer etwas verzögert, um die Sperre bei den Tomaten nicht zu übergehen). Danach reicht es mir, und auch des letzte Basilikumblatt schmeckt nicht mehr wirklich anziehend – hingegen fühle ich mich durchaus schon gut gesättigt. Jetzt lacht mich die Zwiebel nochmal an, und ich schneide mir ein kleines Stück ab und verzehre es – mehr braucht es nun aber nicht mehr davon. Ich esse noch vier Nyons-Oliven, dann meldet der Bauch „voll“. Dass er nicht wirklich voll ist, sondern nur von den Oliven nichts mehr wissen will, erfahre ich eine halbe Stunde später: Meine Frau schneidet sich frisch aufgetautes Brot auf, und irgendwie erinnere ich mich der lifefood Rohkost-Produkte. Ich probiere (jeweils mit Rohmilchbutter bestrichen) gemeinsam mit meiner Frau etwas vom „Olivenbrot“ (der Rest vom 19.11. ist rasch vertilgt), dann öffne ich die Packung „Gemüsebrot“, was mir allerdings nicht so zusagt, und greife dann zu einem Rest „Pikantbrot – italienisch“, das wieder ausgezeichnet schmeckt (ist allerdings nur noch eine Scheibe da).

von Ralphus - am 30.11.2012 23:08

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-26

8:30 trinke ich zwei Gläser energetisiertes Quellwasser (eines gesalzen), und setze mich auf die Toilette: Jede Menge einzelner Bröckchen, hart beginnend und sukzessive weicher werdend. 9:00 - ich trinke noch ein Glas Wasser. Die Gartenrunde um 9:20 ergibt Oregano, Salbei, Rucola, Petersilie, Rosmarin, Eberraute und Vergissmeinnicht. Dann esse ich noch zwei Blätter vom Radiccio, etwas Weizengras und eine Kakaobohne (davon mag ich jetzt aber definitiv nicht mehr). Danach versuche ich mich an ¼ Sapote Amarillo, schaffe es aber nicht ganz – es bleibt ¼ von diesem Viertel übrig, da der Geschmack umschlägt und eine adstringierende Wirkung einsetzt (gegessen hab ich also 3/16 :-)). Danach zieht es mich wieder zum Honig. Ich nehme mir zum Vergleich auch mal etwas von dem schon länger verfügbaren Streuobstwiesen-Wabenhonig (der ist zwischenzeitlich auskristalisiert), aber der hat für mich immer noch einen Geschmack, an den ich nicht mehr ran komme (hab im August davon mal fast 500g auf einmal gegessen). Dann greife ich wieder zum Wabenhonig Eiche, der schmeckt runder, aber heute Morgen auch irgendwie zu intensiv – mehr als zwei Löffel gehen nicht. Von dem zuletzt herangezogenen Bienenbrot gehen so an die drei Löffel – aber auch nur immer schön langsam, und immer schön die Waben durchkauen, sonst wird es zu süß. Aber dann meldet sich auch der Magen (mit dem Hinweis, dass er jetzt etwas zu tun hat) und der Hals (mit kratzen).
12:45 trinke ich etwas eingeweichten Leinsamen, esse 15 Schlehen, einen Apfel, 5 Birnen (verschiedene Sorten) und drei Bananen (2x Poyo von Orkos und eine vom hiesigen Obsthändler).
Nachmittags esse ich die zweite Hälfte der gestern geschlachteten Kokosnuss.
Gegen Abend trinke ich Ingwerwasser (reichlich 1 l).
19:30 beginnt das Abendbrot mit einige Blättern Endiviensalat, es folgt das letzte Stück vom Spitzkohl, ein Rosenköhlchen, ein Stück Fenchel, der Rest Radicchio, ein Stück Porree (ist heftig, da geht nicht so viel), ¼ Hokkaido-Kürbis, ein Stück vom Mairübchen, ein Stück vom Knollen-Sellerie, und abschließend eine wilde Avocado.
21:45 gibt es einen Stuhlgang – wieder mehrere Stückchen, dieses Mal schon fast etwas zu fest.
22:50 fällt mir plötzlich der Forellen-Kaviar wieder ein: Ich hole ihn aus dem Kühlschrank und esse ein paar Löffel, gefolgt von ein paar Gabeln frischer Alge Dulce, die ich zwischenzeitlich in (Meer-)Salzwasser umquartiert habe.

von Ralphus - am 30.11.2012 23:14

Re: *t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-24

Hallo Angelika,

vielen Dank für Deine Zeilen.

Zitat
Angelika Allesroh
es gibt keinen gleichwertigen Ersatz für durch Hefeanreicherung bzw Gase aufgeblähte z.T. vorverdaute Kohlenhydrate die mit Aminosäuren reagiert haben in der Natur.


Oh - das ist gut zu wissen! Das hinterlässt natürlich bei der Umstellung auf Rohkost eine gewisse Lücke - jedenfalls bei denen, die zuvor Brot etc. in ihre tägliche Nahrung integriert hatten (da haben jene mit entsprechenden Unverträglichkeiten mal einen Vorteil ;-)).

Zitat
Angelika Allesroh
Du kannst fermentieren, da entstehen auch Gase. Wenn du fermentierenden Nackthafer (DEN würde ich wenn nehmen) spülst, kannst du evtl davor Blubberbläschen sehen.


Richtig, ich nehme immer Nackthafer (gegenwärtig den von Demeter, gekauft bei ebl) - und es entstehen Blubberbläschen.

Zitat
Angelika Allesroh
Das einzige "Semmelkonsistenzartige" in de Natur ist das Weiße der Grenadille: Eher geschmacklos aber sehr gut zu essen, nachdem die Grenadille ähnlich wie ein hartgekochtes Ei geschält wurde.


Vielen Dank für diesen Tipp - habe die Grenadille bisher so wie die Maracuja oder die Passionsfrucht gegessen, und das Weiße daher nicht beachtet.

Zitat
Angelika Allesroh
Manche mischen sich Hefe in "Rohkost-Teige" oder mischen sie sonst wo hinein, evtl hilft dir das (?ich mag den Geschmack ja nicht aber wer weiß was dir schmeckt?) oder Brotgewürz (das kann schon eher interessant sein meist) zu eingeweichtem Hafer. Könnte sein.


Letzteres werde ich am WE mal probieren, aktuell weicht der Hafer erst seit heute morgen.

Apropos Hefen: Die kommen doch auch in der Natur vor (Stichwort Fermentierung). Da fehlt mir immer noch eine Übersicht, welche Vorgänge als natürlich angesehen werden können, und die nachzuahmen den Körper dann eher nicht vor unlösbare Rätsel stellt.

Zitat
Angelika Allesroh
Dein Anspruch, Maillardprodukte/AGEs in der Rohkosternährung haben zu wollen ist in etwa so, als würdest du von einem Fleischer Obst kaufen wollen und beim Obststand Leber.
Es widerspricht sich.


Na so ist es ja nun auch wieder nicht. Ich suche eher das, worauf der Körper eigentlich scharf ist, wenn er meint, er bräuchte jetzt Maillardprodukte, weil die zufällig oder aus speziellem Grund genau so duften / schmecken wie das, was dem Körper grad fehlt (sonst würde er ja nicht so scharf auf diesen eher giftigen Ersatz sein).

Zitat
Angelika Allesroh
Warum diese und ähnlich Maillardprodukte so anziehend sind, habe ich an anderer Stelle schon geschrieben, vor allem weil es veränderte essentielle Aminosäuren sind, die wir aber zum Teil bis zu einer gewissen (kleinen) Menge zuückbauen können. Dann wird es aber für den Körper eher mühsam. Es sind eben jene essentiellen Aminosäuren, die noch dazu häufig zuwenig vertreten sind: Lysin und Methionin.


Okay, das beantwortet meine Frage (jedenfalls zum Teil). Wenn ich also ausreichend Lysin und Methionin durch entsprechende Lebensmittel zu mir nehme, sollte die Attraktivität von Maillardprodukten deutlich abnehmen. Jetzt frage ich mich natürlich: Um welche Lebensmittel handelt es sich dabei? Irgendwie müssen die mir ja noch fehlen. Oder ich habe sie schon mit in meiner Auswahl, aber sie schreien nicht wirklich: Ich bin attraktiv, bitte iss mich. :confused:

Habe grad nochmal in Deinem Buch auf S.302-304 nachgelesen: Ich esse weder Unmengen Nüsse oder Samen, noch ernähre ich mich vegan. Okay, ich esse täglich Kokosnuss (von Dir wegen der gesättigten Fettsäuren empfohlen - und die schmeckt mir auch). Was ich an Lysinspendern bisher nicht beachtet habe, sind Hefe und Frischkäse. Mit Milch stehe ich etwas auf Kriegsfuß, aber vielleicht schaue ich ja mal nach einer Roh-Frischkäse-Quelle. Und wie steht es mit Hefe (fand ja weiter oben schon mal Erwähnung)? Die gibt es als Schlagwort nicht in Deinem Buch. Ansonsten könnte ich meinen Fisch- und Fleischkonsum noch weiter steigern: Z.Z. im Schnitt vielleicht drei bis viermal pro Woche - und der Bedarf (=Appetit) scheint vorhanden zu sein.

Zitat
Angelika Allesroh
Gib dir Zeit und suche eine ausgewogene Rohkost-Ernährung. Soweit ich gesehen habe isst du hochgezüchtete Früchte und Gemüse, davon zu viel Fruchtzucker und ähnliches, das möglicherweise den Magen füllt aber nicht ausgewogen nährt. Damit hast du automatisch den Hunger auf AGEs und gekochte Stärke mitgekauft und gegessen (Entsteht aus der Erinnerung/Intuition des Körpers).


Klingt vernünftig. Nur erkenne ich das noch nicht so wie Du. Daher hier meine Bitte: Nenne doch mal explizit die hochgezüchteten Früchte und Gemüsearten, die Du an meiner Stelle reduzieren würdest - und verrate mir auch, womit Du sie sinnvollerweise ersetzen würdest.

Hab vielen Dank bereits vorab,
Ralph

von Ralphus - am 01.12.2012 00:14

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-29

Ich beobachte in letzter Zeit wieder häufiger nächtliches Schwitzen – und zwar dann, wenn ich so zwischen 4:00 und 4:30 mal zum Entleeren der Blase raus muss. So war es auch diese Nacht: Der Körper hatte gut Wärme erzeugt und geschwitzt. Das kann nun verschiedene Ursachen haben: Ein Arzt meinte mal, dies kann auf eine Entspannung (und damit einhergehende Weitung der Blutgefäße) zurückzuführen sein – eine Entspannung, die sich der Körper tagsüber noch nicht erlaubt (daher tagsüber auch gelegentlich frieren, kalte Hände oder abgestorbene Finger). Es kann aber vielleicht auch auf eine Entgiftung über die Haut zurückzuführen sein – oder auf eine Virusinfektion, auf die der Körper mit erhöhter Temperatur reagiert.
9:20 trinke ich ein Glas Wasser und habe Stuhlgang (mittlere bis größere Menge, fest, aber nicht zusammenhängend). Es gibt ein neues Gewichts-Minimum: 63.2 kg. Das war so definitiv nicht geplant … hatte eher daran gedacht, mal wieder etwas zuzulegen. Aber wie sagt man so schön: Der Mensch denkt, und Gott lenkt. :-) Ich trinke eine kleine Tasse mit eingeweichtem Chia-Samen, und noch zwei Gläser Wasser und begebe mich bei leichtem Schneeregen auf die Gartenrunde. Heute ist mir wieder eher kühl. Nach den Kräutern probiere ich selbst gezogene Linsenkeimlinge/-sprossen (ist so ein Zwischenstadium): Die schmecken angenehm würzig, so esse ich die halbe Keimschale leer. Danach esse ich mehrere Tage eingeweichten Hafer – der ist heute auch gar nicht soo sauer, so dass ich das Schälchen leer esse. Dann greife ich zu den Bananen (Sorte „Namwa“, p4f), und esse zehn Stück (so zwischen 800g und 900g).
12:30 esse ich zwei rote und eine weiße Grapefruit, zwei Orangen, eine Mandarine und eine Klementine.
15:00 esse ich eine Kokosnuss Pagode Light – super lecker!
16:45 esse ich eine Sapotille (die musste weg – war heute auch super lecker), und greife dann zu den Cashews: Erst ein Rest mit Häutchen, danach noch eine Hand voll aus der Tüte mit den geschälten Cashewkernen. Interessanter Weise wird der Geschmack recht schnell fade, so dass ich keine größere Menge esse (hätte erwartet dass da mehr geht).
18:30 beginne ich wieder zu trinken. Süß- und Salzwasser.
21:00 esse ich den Rest des Radicchio und ein weiteres Stück der Fenchelknolle.
23:00 esse ich weiter von den frischen Algen Dulce (geschätzt viell. 20 gr), fünf Austern (wäre mal interessant, da die Sperre auszutesten), danach 345g (netto, brutto waren es 785g) Knurrhahn (hab gestern Morgen beim Anruf meines Fischhändlers gelernt, dass das ein Fisch ist :-)) – festes Fleisch, nicht aufdringlich, aber doch geschmackvoll. Eine Sperre ist noch nicht in Sicht, aber der Fisch ist alle. Also probiere ich mal vom Lachs: er schmeckt schön fettig – es gehen 100g, dann meldet der Magen voll, und gleichzeitig fängt der letzte Bissen im Mund an zu kleben. Ich runde die Mahlzeit mit einer halben Zitrone ab. Beim Gespräch mit meiner Frau zum Thema „Safu trocknen“ greife ich doch noch mal in die Schale mit den Grumbeln (in Öl geröstete Brotwürfel), und probiere davon vier Stück … hmm, ich könnte vermutlich auch mehr davon essen – Grumbeln hatten bei mir schon als Kind eine immense Zugkraft, deutlich mehr als die einzelnen Zutaten. Danach probiere ich noch mal den Lachs-Kaviar, aber der ist mir deutlich zu salzig.

von Ralphus - am 04.12.2012 22:43

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-30

Um 7:40 zeigt die Waage 64.1 kg an. Ich trinke ein Glas Wasser, und drehe gegen 8:00 meine Gartenrunde. 8:30 esse ich eine Banane aus dem lokalen Handel (hätte noch eine, aber irgendwie keinen Appetit mehr darauf), dann probiere ich eine Banane Planta (orkos) – ein großes Exemplar, schon fast schwarz, aber doch noch recht fest … und der Geschmack ist völlig überraschend: Die Konsistenz ist sehr fest, aber dennoch schmeckt sie nicht nach Stärke sondern hat eine milde Süße. Auch von dieser Sorte habe ich noch ein Exemplar (ein Stück wiegt über 200g) – die werde ich aber noch etwas reifen lassen, mal sehen, ob sie noch weicher wird. Ich greife nun zu den frischen Datteln Barhi, im Vergleich zu den getrockneten (soft) sind sie nicht nur weicher / enthalten mehr Flüssigkeit (das ist ja nicht wirklich überraschend), sie schmecken auch anders, und zwar haben sie auch eine säuerliche Note. Nach 15 Stück melden sich Magen (nein es ist keine wirkliches Völlegefühl, eher der Hinweis darauf, dass er arbeitet) und Zunge (leichtes bitzeln) gleichzeitig, und ich beende diese morgendliche Mahlzeit.
Zwischen 10:30 und 11:30 trinke ich mehrere Gläser Wasser. 11:40 beginnt das Mittagessen: frische Salatblätter und geschälte Durian Kop. (orkos, 580 g brutto) – es schmeckt vorzüglich, und ebenso wie beim letzten Mal riecht die Durian nur ganz kurz für mich. Ich probiere auch mal einen Kern: Die Schale ist irgendwie unangenehm (ins bittere gehend), das Innere jedoch mild, seifig – fängt dann aber im Mund an zu kleben, so dass ich nur das Innere eines Kerns esse.
14:30 esse ich eine Kokosnuss Pagode (p4f) – ist wiederum einfach herrlich.
16:30 beginne ich wieder zu trinken.
18:10 esse ich einen „Asia Salat“ (zwei oder drei Blattsorten, nicht gemischt, kein Dressing) - gefolgt von Feldsalat (nicht all zu viel, schmeckt schnell nach ‚nichts‘), ¼ Hokkaido-Kürbis, ein kleines Stück Mairübchen (wechselt fast unmittelbar ins unangenehm Scharfe) – dann geht es erst mal ins Karate-Training.
21:15 gibt es den zweiten Abendbrot-Gang: Einen knappen halben Kohlrabi (dann wird er fade), eine große Scheibe Knollensellerie (pappte gegen Ende zunehmend im Mund), einen Rest Süßkartoffel (kleines Stück, schmeckt recht gut, hinterlässt aber einen Nachgeschmack, weswegen ich mir keine neue mehr hole), koste eine kleine grüne Paprika (trifft überhaupt nicht meinen Geschmack), koste den getrockneten Shiitake (riecht ganz gut, aber nach zwei getrockneten Hälften klebt auch der im Mund), probiere von den Coctail-Tomaten (sechs Stück, aber auch die haben mir schon besser gemundet). Warum habe ich beim Gemüse nur gegenwärtig solche Probleme – nahezu nichts geht. Irgendwie bin ich noch nicht zufrieden, und so probiere ich mal vom erst heute früh eingeweichten Hafer (schmeckt auch indifferent bis langweilig). Irgendwie zieht es mich zu dem Rest Lachs im Kühlschrank – mal sehen, was Geruch und Geschmack sagen. Auf dem Weg dahin komme ich an dem Schrank mit den Saaten vorbei, und halte meine Nase mal an Pinienkerne, Zedernkerne, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Pistazien (und koste auch von allem mal) – aber nichts behagt mir (brauche wohl grad keine Omega-6 Fettsäuren). Die restlichen 150g Lachs riechen jedoch attraktiv, und zergehen auch auf der Zunge - auch wenn das jetzt vielleicht im Sinne der Trennung einzelner Lebensmittelgruppen nicht so geschickt war, auf das Gemüse (faser- und stärkehaltig) noch Fisch zu essen.
Heute gab es keinen Stuhlgang!

von Ralphus - am 05.12.2012 23:10

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-01

Der erste Dezember, das erste Adventswochenende. Der Tag beginnt mit dem schon heiß ersehnten Stuhlgang (der erste Teil ist so fest, dass es schmerzt). Die Waage zeigt 63.8 kg. Die Gartenrunde findet heute bei Frost (-2.5°C) statt, und ist nicht sonderlich ergiebig (Salbei, Rucola, Petersilie, Minze, Majoran – von allem nur ein wenig, die Blätter sind mit Eiskristallen übersät). Dann gibt es wieder etwas Weizengras, und ich trinke (drei Gläser Wasser). Die Finger sind nach dem Gartenrundgang kalt, fast abgestorben, und tauen auch beim Aufschneiden der Ananas (Lagerung in der Garage) nicht wieder auf. Ich beiße mal an die kalte Ananas, und komme auf die Idee, sie doch besser im Dörrgerät vor dem Verzehr ein wenig anzuwärmen.
Zum Mittag esse ich 13 Schlehen, 125 g Blaubeeren (Rewe, Import aus Argentinien), ein paar Stücke Apfel, Birne und Kaki vom Familien-Obstteller, eine halbe Kiwi gold (schmeckt irgendwie wässrig), eine Ananas Queen Victoria (Orkos, 1 kg brutto, schmeckt leicht angewärmt vorzüglich), 13 Bananen der kleinen Sorte Hom (p4f, geschätzt viell. reichlich 600 g) - die waren zum Teil schon überreif (und somit hatte ich sie für mich allein ;-)), ein paar Datteln (Medjool aus dem lokalen Handel; Barhi soft und Medjool kristall von Orkos), zwei Kakaobohnen (mehr geht da heute nicht, zergeht beim Kauen nicht im Mund sondern klebt an den Zähnen) und abschließend noch ein klein wenig Wabenhonig Eiche (entfacht ein regelrechtes Geschmacksfeuerwerk im Mund) und ebenso ein klein wenig Bienenbrot (jeweils in der Summe nicht mehr als zwei TL).
15:20 bahnt sich der zweite Stuhlgang am heutigen Tage an: Wieder eine größere Menge in Wurstform, wobei die Konsistenz sich jetzt wieder dem persönlichen Optimum annähert.
17:00 gibt es heute ein „Kaffeetrinken“: Dafür haben wir zur Feier des Tages Angelikas Rohkost-Kakao zubereitet … und dafür eine Trinkkokosnuss und ‚traditionell‘ auch das Kokosnuss-Fruchtwasser verwendet. Tipp: Bei Verwendung einer Trinkkokosnuss (weiches Fruchtfleisch) und eines Hochleistungs-Mixers kann man sich das Filtern sparen (bei einer reifen Kokosnuss gibt es auch dann einen Bodensatz, so dass das Filtern notwendig bleibt). Dazu esse ich das Fruchtfleisch einer halben reifen Kokosnuss, einige süße Mandeln, ein paar süße Aprikosenkerne und auch fünf oder sechs bittere Aprikosenkerne. Danach beiße ich noch jeweils ein Stück von der Zimtstange und vom Stern-Anis ab.
Irgendwann, viell. so gegen 18:00, gibt es dann noch einen Stuhlgang … da will der Körper heute einiges loswerden, was er sich gestern noch aufgespart hat.
20:45 trinke ich Wasser (ein Glas süß, drei Gläser salzig) und eine halbe Tasse eingeweichten Chia-Samen.
21:00 geht es noch einmal zu Tisch: Serviert werden Kopfsalat und Feldsalat sowie etwas getrocknete Alge Nori (die aber irgendwie hier geschmacklich nicht rein passt) als Vorspeise, der erste Gang besteht aus 130 g Kalbs-Schnitzerl aus der Oberschale, der zweite Gang aus 210 g vacuum-gereiftem Roastbeef, und der dritte Gang aus 130 g (brutto) Rinder-Markknochen. Zum Nachtisch wird (gegen 0:40) eine Grapefruit Ruby gereicht (die musste erst auf Temperatur kommen, habe sie erst nach dem dritten Gang aus der Garage geholt).

von Ralphus - am 05.12.2012 23:30

Schlaf vor Mitternacht

Hallo lanius,

vielen Dank für Deinen Kommentar.

Zitat
lanius
@ Ralphus /( @Angelika ) !
Was hälst / hält Du/ ihr von Vormitternachtsschlaf ?


Hab schon davon gehört, aber woher kennt der Körper die Uhrzeit? Und wie verhält sich das im Falle eines Jetlags?

Nach meinem Verständnis ist der Körper durchaus in der Lage, die Stellung der Erde relativ zur Sonne wahrzunehmen (in dem Sinn, ob er sich gerade auf der der Sonne zugewandten oder -abgewandten Seite der Erde befindet - vermutlich auch ohne unmittelbare Auswertung der Lichtverhältnisse. In wieweit er auch die Kulminationspunkte exakt erkennt, entzieht sich meiner Kenntnis - denkbar ist es allerdings durchaus.

Zitat
lanius
Bei mir ist der Unterschied deutlich am nächsten Tag im / am Kopf zu spüren.
Das heistt für mich konkret spätestens um 23. 20 h ins Bett.


So konkret ist das bei mir nicht - gegenwärtig komme ich vielfach erst nach Mitternacht ins Bett (daher wohl an dieser Stelle auch Deine Frage an mich).

Ich gebe mich da eher den Bedürfnissen meines Körpers hin - wobei mein Instinkt natürlich durch künstliche Beleuchtung verwirrt werden könnte. Dann aber wieder den Tag-Nacht-Rhythmus nach Uhr zu zelebrieren missfällt mir.

Zitat
lanius
Was ich esse spielt manchmal natürlich auch eine Rolle auf die Qualität des Tiefschlafes.
Aber praktisch immer ist ein Unterschied zu merken.
Nicht angenehm.Nicht voll da im Alltag.
Vor allem in der zweiten Tageshälfte kann ich dann ein Dösen brauchen, um genügend Energie zu haben für das Abendessen zu verdauen.


Ich hänge eher morgens durch, wenn ich zu früh aufstehe (in dem Sinne dass zwar will, aber nicht kann). So zum Beispiel heute: Als ich dann mit dem Auto unterwegs war, zog es mir die Augen permanent zu (habe dann das Steuer mit meiner Frau getauscht).

Zitat
lanius
Habe auch nicht Lust lange auf zu bleiben wie die 'Jungen'.


Bei mir gibt es abends / nachts nochmal einen Leistungsschub, der meist bis fast 1:00 geht. Das hat mit Lust weniger zu tun. Wenn ich mich hingegen 22:00 am WE gelegentlich doch mal vor den Fernseher setze, um mir eine DVD anzuschauen, bin ich oft nahe am Einschlafen. Ist also ganz unterschiedlich.

Und es gab Zeiten, da bin ich schon 21:30 in die Falle gesprungen, weil ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte (zu dieser Zeit bin ich allerdings früh zeitiger / nach Wecker aufgestanden).

Zitat
lanius
Typisch für unsere 'Zuvielisation' : das soziale und kulturelle Leben auf die Abend- und Nachtzeiten zu verschieben.
(Wenn auch gewisse Naturvölker ja auch abends ums Feuer versammelt sind und singen und tanzen.
'Dank' des Feuers; mit dem auch das Essen denaturiert wird.)
Und eben tagsüber das Bruttusozialprodukt mehren.


Naja, die Naturvölker haben wohl nicht soo viel zum Bruttosozialprodukt beigetragen ...

Zitat
lanius
Für mich ist Schlaf etwas schönes. Ich träume seit Begin der nicht mehr unterbrochen praktizierenden100 % Rohkost 1994, intensiv.
Das ist spannend.


Schon achtzehn Jahre Rohkost, Hut ab! Wie bist Du denn dazu gekommen?

Bei mir hängt das Träumen mit anderen Faktoren zusammen, ich habe da bisher keinen großen Unterschied in Abhängigkeit von der Ernährung feststellen können.

Als ich mich vor einiger Zeit mit luziden Träumen beschäftigt habe, habe ich in einer Nacht einmal fünf (thematisch unabhängige) Träume gehabt (habe ich mir dann auch gleich notiert).

Zitat
lanius
Osho sagt z. B., Meditation ist träumen.Dann meditiert man echt.
Alles andere ist wieder DENKEN.
Menschliche Methoden 'runterzukommen von der Gedankenflut.


Naja, träumen ist auch eine Art von Denken - es findet im Verstand statt. Der Unterschied ist, dass keine Kontrolle vorhanden ist - und insofern hat Osho recht: Genau diese Kontrolle gibt man in der Meditation auf (oder versucht es - und dann ist es eben wieder keine Meditation, denn ein Versuch birgt eben immer auch Kontrolle in sich, und das ist dann lediglich Selbstbetrug). Lies mal hier - immer wieder spannend zu lesen: Jiddu Krishnamurti spricht über Meditation.

Alles Liebe,
Ralph

von Ralphus - am 08.12.2012 18:31

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-02

9:50 zeigt die Waage 64.7 kg. Ist irgendwie eigenartig: Gestern hatte ich ein geringeres Gewicht als vorgestern, trotzdem dass ich vorgestern keinen Stuhlgang hatte; heute habe ich ein höheres Gewicht als gestern, trotzdem dass ich gestern dreimal Stuhlgang hatte. Ich trinke zwei Gläser Wasser.
Vor dem Brunch drehe ich eine Runde durch den verschneiten Garten, und sammle einige Minzeblätter, Rucolablätter, Petersilie, Majoran und Salbei. Aus der Garage hole ich mir noch zwei Blätter vom Weißkohl, ein Blatt vom Blumenkohl, ein paar Chicorée-Blätter, ein Stück Lauch und ein paar Spinat-Blätter. All dieses Grünzeug esse ich, und setzte die Mahlzeit mit 5 Schlehen und einem halben Granatapfel fort. Dann verzehre ich Stücke von Äpfeln und Birnen vom Familien-Obstteller (in der Summe viell. jeweils ein Apfel und eine Birne), sowie einige Stücke von einer Mango Keit. Allerdings schmeckt mir all dieses Obst nicht wirklich sonderlich gut (eine ähnliche Kombination hatte ich schon einmal am vergangenen Mittwoch, und hatte danach recht starke Blähungen), so dass ich nun zu den Bananen greife: Ich esse vier Bananen der kleinen Sorte Hom, eine (große) Banane Planta und die letzten beiden Bananen Namwa. Danach greife ich zu dem „Zwiebel-Brötchen“ (siehe dazu auch hier), und esse zwei Stück mit etwas Rohmilchbutter. Abschließend esse ich zum Vergleich noch ein paar Teelöffel vom zwei Tage eingeweichten (Nackt-)Hafer, der heute noch gar nicht sauer schmeckt (auch mal mit etwas Brotgewürz: Koriander, Kümmel, Anis, Fenchel – das braucht es da aber grad gar nicht wirklich) – dann bin ich wirklich satt.
Im Laufe des Nachmittags gibt es einen Stuhlgang (größere Menge, nicht zu fest – also o.B.).
Vor dem eigentlichen Kaffeetrinken mit der Familie trinke ich die Hälfte der gestern im Zusammenhang mit der Zwiebel-Brötchen-Zubereitung angefallenen Mandelmilch. Zum Kaffeetrinken selbst gibt es für mich ¾ Trinkkokosnuss-Fleisch und –Wasser (der Rest wird unter den anderen Familienmitgliedern aufgeteilt), und etwa drei Handvoll Haselnüsse, die ich mir knacke. Danach probiere ich mal interessehalber (eigentlich bin ich zufrieden) vom von meiner Frau zubereiteten Obstteller (Orange, Kaki, frische Dattel, getrocknete Feige), aber so recht passt da nichts mehr nach den Nüssen.
Gegen Abend trinke ich drei Gläser Wasser. Das Abendbrot beginnt mit jeweils etwas Zwiebel, Schnittlauch, Lauch, Spinat und einem halben Blumenkohlblatt; setzt sich fort mit 1.5 roten Paprika (die zweite hat nicht mehr so gut geschmeckt wie die erste), einer Scheibe Kohlrabi (komisch, der hat mir mal so gut geschmeckt, jetzt ist nach einer Scheibe Schluss) einer halben Schlangengurke, einem verbliebenen Stück Fenchel (da war aber nach zwei Bissen Schluss, der Rest wandert in den Bio-Müll) einen Biss an das Mairübchen (sperrt quasi sofort), einer Knolle Tobinambur (bin ganz erstaunt, dass da heute eine ganze Knolle geht) und abschließend noch eine halbe Avocado.
Meine Gemüse-Mahlzeiten sind derzeitig vielfach eher eine Qual: So gut wie nichts bereitet wirklich Genuss. Das kann heute natürlich auch wieder mit anderen Dingen im Zusammenhang stehen (der Rechner meiner Frau streikt und einige der zwecks Reifung in einer Kunststofftüte gelagerten Safus sind angegammelt – bei anderen sind wir uns unsicher, was von dem Schimmel jetzt noch als Edelschimmel durchgeht. Ich habe mal eine aufgeschnitten und gekostet: Für meine Frau schmeckt sie nach Salami, für mich eher nach Oliven (und ich bin kein Oliven-Fan :-)). Naja, jetzt hatte mein Körper zumindest mal Gelegenheit, das Safu-Aroma zu schmecken – vielleicht wird ja nun das passende biologisch-instinktive Programm nachgeladen. Die noch einigermaßen als mit Edelschimmel besetzt durchgehenden Safus habe ich nun jedenfalls abgewaschen, abgetrocknet und in das Dörrgerät bei 35°C befördert.
Im Dörrgerät begegne ich den ‚Zwiebel-Brötchen‘ wieder, und esse noch eines, das meine Frau zuvor zwecks besserer Trocknung in drei Scheiben geschnitten hat. Nachdem ich offensichtlich immer wieder so auf Leinsamen abfahre, habe ich mir jetzt noch mal etwas davon in einer Tasse eingeweicht – werde ihn dann mal nicht nur schlucken sondern auch kauen, mal sehen, was mein Instinkt dazu sagt … okay, schmeckt recht neutral, aber füllt den Magen.
Gegen Mitternacht rafft es mich, und ich esse noch zwei Hühnereier (Eiweiß und Eigelb, keine Schale).

von Ralphus - am 09.12.2012 22:50

Re: *t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-11-26

Zitat
lanius
@ Ralphus /( @Angelika ) !
Was hälst / hält Du/ ihr von Vormitternachtsschlaf ?

Bei mir ist der Unterschied deutlich am nächsten Tag im / am Kopf zu spüren.
Das heistt für mich konkret spätestens um 23. 20 h ins Bett.
Was ich esse spielt manchmal natürlich auch eine Rolle auf die Qualität des Tiefschlafes.
Aber praktisch immer ist ein Unterschied zu merken.
Nicht angenehm.Nicht voll da im Alltag.
Vor allem in der zweiten Tageshälfte kann ich dann ein Dösen brauchen, um genügend Energie zu haben für das Abendessen zu verdauen.
Habe auch nicht Lust lange auf zu bleiben wie die 'Jungen'.
Typisch für unsere 'Zuvielisation' : das soziale und kulturelle Leben auf die Abend- und Nachtzeiten zu verschieben.
(Wenn auch gewisse Naturvölker ja auch abends ums Feuer versammelt sind und singen und tanzen.
'Dank' des Feuers; mit dem auch das Essen denaturiert wird.)
Und eben tagsüber das Bruttusozialprodukt mehren.

Für mich ist Schlaf etwas schönes. Ich träume seit Begin der nicht mehr unterbrochen praktizierenden100 % Rohkost 1994, intensiv.
Das ist spannend.
Osho sagt z. B., Meditation ist träumen.Dann meditiert man echt.
Alles andere ist wieder DENKEN.
Menschliche Methoden 'runterzukommen von der Gedankenflut.


Ja ich halte sehr viel vom Schlaf vor Mitternacht, am liebsten so um 22:00 .. also für mich jetzt Zeit den PC abzudrehen.
Manchmal gehe ich auch schon um 21:00. Leider spielt es das nicht sehr oft. Morgens muss ich ja immer recht zeitig aufstehen.
Interessant finde ich, dass du meinst du träumst. Das freut mich, denn mir sagte mal ein Wiener Rohköstler (mit dem ich aber nur skypte, ihn nie traf), dass er nicht träumt weil er ja roh ißt.
Ich habe manchmal sehr klare Träume. Solche dir mir etwas sagen. Oder gar nichts - wisch und weg war ich.
Wenn ich etwas Ungegeignetes gegessen hatte (oder mich sportlich ärger überlastet hatte), kann es zu einem Alptraum kommen. Zum Glück äußerst selten.

von Angelika Allesroh - am 10.12.2012 22:25

Re: hochgezüchtete Früchte und Gemüse

Zitat
Ralphus
Zitat
Ralphus

Zitat
Angelika Allesroh
Gib dir Zeit und suche eine ausgewogene Rohkost-Ernährung. Soweit ich gesehen habe isst du hochgezüchtete Früchte und Gemüse, davon zu viel Fruchtzucker und ähnliches, das möglicherweise den Magen füllt aber nicht ausgewogen nährt. Damit hast du automatisch den Hunger auf AGEs und gekochte Stärke mitgekauft und gegessen (Entsteht aus der Erinnerung/Intuition des Körpers).


Klingt vernünftig. Nur erkenne ich das noch nicht so wie Du. Daher hier meine Bitte: Nenne doch mal explizit die hochgezüchteten Früchte und Gemüsearten, die Du an meiner Stelle reduzieren würdest - und verrate mir auch, womit Du sie sinnvollerweise ersetzen würdest.


Hallo Angelika,

magst Du mir diese Frage bitte noch konkret beantworten?

Ein Kollege hat vor Jahren in einer solcher Situation mal zu mir gesagt: Du hast gegackert, jetzt solltest Du aber auch das Ei legen!

Alles Liebe,
Ralph


Hallo Ralph,

naja wenn ich jetzt gackern würde, würdest du mich auch nicht verstehen. :rp:

Gezüchtet ist alles, was sonst normalerweise gekocht gegessen wird: Kohlblätter, Kohlrabi. Aber auch das groß gezüchtete Obst. Es enthält automatisch mehr Fruchtzucker dann außer es ist von Natur aus groß und wurde kleiner gezüchtet wie bei der Papaya (die ist mir allerdings auch zu süß meist). Wenn ich Äpfel esse, mag ich bevorzugt die Schale und den Bereich darunter. Klar esse ich ihn auch mit Putz und Stingl allerdings bevozuge ich so kleine Äpfel wie möglich in dem Fall.

Hast du evtl gelesen, dass ich Beeren stark bevorzugt empfehle? Auch haben junge zartere Blätter einen höheren Eiweißgehalt im Vergleich. Ebenso die junge Kokosnuss im Vergleich zur reifen (was nicht bedeutet, dass man die eine immer der anderen vorziehen muss in dem Fall - beides kann äußerst interessant sein).

Ich habe etwas Mühe deine Texte alle zu lesen und vermute, anderen geht es evtl ähnlich wenn der Text in einer Wurst/Block ist.
Vielleicht magst du Absätze einfügen und ggf Lebensmittel auch oder wie auch immer als Liste anfügen.

Wie dein Stuhlgang ist, schreibst du, aber nicht ob hell oder dunkel. Ich glaube nicht dass es notwendig ist, es jedesmal zu schreiben. Man weiß als Rohköstler, dass Nachschub meist zu einer Entleerung führt und dass "mehr" kommt, wenn du mehr Ballaststoffe ißt. Aber ist es manchmal schleimig oder klebrig? Ich weiß nicht ob du das immer schreiben solltest. Schreib es dann, wenn du eine besondere Beobachtung gemacht hast: Diesmal war es eben klebrig, vermutlich weil .. wenn du dir darüber Gedanken machen möchtest.
Wir machen auch Stuhlbeobachtung zu Hause, es hilft sehr zu erkennen, wie gut das Verdauungssystem mit der Nahrung zurecht kommt.

Dann würde mich interessieren, ob du Fleisch aus Massentierhaltung kaufst? Versuche dies wenn ja eher zu vermeiden.
Du isst viele Kräuter/Pflanzenfamilienblätter - sehr gut - aber auch sehr viel Obst, davon viel Hochgezüchtetes. Das mag einerseits an der Jahreszeit liegen, auch das Süße, der Honig. Aber ich denke das kannst du noch besser.
Zuviel Zucker ist nicht gesund, auch wenn er roh ist. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor, weil du relativ durcheinander alles mögliche ißt. Vielleicht schaut es auch nur durch die (mangelnde) Textformatierung so aus.

Hast du dich schon von anderen Tagebüchern evtl auch inspirieren lassen?
Jedenfalls nimmst du zu den Aufzeichnungen nach, das ist ja jedenfalls gut.
Grapefruit (muss aber reif sein!!) finde ich gut, normalen Blattsalat wie Lollo Rosso eher uninteressant, nur ergänzend gut. Alge ist gut.
Übrigens hatte ich nach Salat anfangs immer zugenommen gehabt. Nach Fleisch anfangs immer abgenommen.

Mich wundert, dass du nicht erkennst oder weiß, was gezüchtet sein könnte und was nicht und mich nochmals extra fragst. Wenn du magst schreibe mir alle jene Lebensmittel auf, die du dzt gerne bzw öfter regelmässig ißt, als Liste untereinander auf und ich schreibe dir dann daneben betreffend Züchtung usw.

von Angelika Allesroh - am 10.12.2012 22:44

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-06

Gegen 8:00 – die Waage zeigt 65.0 kg – trinke ich drei Gläser Wasser, habe Stuhlgang (kleine bis mittlere Menge, wieder eher fest), drehe meine Gartenrunde, leere eine Tasse mit eingeweichtem Flohsamen, esse meine Kräuter (ein Blatt vom Endivien-Salat, ein Blatt vom Weißkohl, Rucola, Petersilie, Minze, Salbei, Majoran, Basilikum und Weizengras; Malvenartige und jetzt auch Raublattgewächse fehlen), 5 Bananen Feige-Apfel (Orkos, etwa 500 g brutto, schmecken exzellent fruchtig, sperren dann durch die Wahrnehmung von Stärke / kleben im Mund), und die Tasse drei Tage eingeweichten Nackthafer.
Vormittags trinke ich mehrere Gläser Wasser.
11:30 beginne ich das Mittagessen mit 18 Schlehen (da wird der Mund richtig pelzig, und ich höre auf). Danach esse ich die zweite Kräuterrunde (vgl. oben) und setze fort mit roten Johannisbeeren (Rewe, Import aus Italien, sie sind wieder auf eine andere Weise sauer – nach weniger als einer halben Packung á 125 g geht nichts mehr). Ich esse ein Blatt vom Endivien-Salat und probiere von den Feijoas: Von den 10 Stück, die ich eingepackt habe, esse ich sieben – die anderen sind noch hart. Jetzt duften die Maracujas verführerisch, ich esse zwei von drei, dann reicht es da auch mit der Säure, außerdem ist die dritte noch nicht verschrumpelt. Dann greife ich zu den Grenadillen und schäle sie, um heute auch mal das Weiße zu probieren, das das flüssige Fruchtfleisch mit den Kernen einschließt: Sehr interessant, in gewisser Weise auch sättigend (wurde mir von Angelika als recht nahe an ungesalzenem Brötchenteig nahe gelegt, und kommt da auch nahe ran): Ich esse drei der fünf eingepackten Früchte, dann wird der Geschmack uninteressant. Ich esse noch ein paar weitere Salatblätter und rieche nochmal durch die verbliebenen Früchte (Äpfel, Birnen, Papaya Solo, Mango Edward) – am verführerischsten duftet die Mango, so dass ich das Mahl mit ihr beende.
15:00 teile ich die nächste (reife) Kokosnuss aus dem lokalen Handel, trine das Wasser und esse eine Hälfte des Fruchtfleisches. Danach esse ich eine Cherimoya und erlebe eine himmlische Phase – leider ist bisher nur eine reif, aber mir bleibt die Vorfreude auf das nächste Festessen (wahrscheinlich am WE), wenn die anderen dann reif sind.
16:30 gibt ein Kollege seinen Ausstand – ich knacke mir eine Handvoll Mandeln und zwei Handvoll Walnüsse.
18:00 beginne ich wieder zu trinken (süß und salz). Habe die vergangenen zwei Stunden wieder verstärkt Blähungen. Sollte es da bei mir einen Zusammenhang zwischen Mango und Flatulenz geben?
23:00 esse ich etwas von den getrockneten Algen Kombu Royal (die schmecken seeehr salzig), fünf Austern, Steinbutt (viell. so 300g – davon könnte ich noch mehr essen, habe aber nicht mehr), und Rochenflügel (vielleicht so 150 g bis 200 g von den vorhandenen 300 g, dann bekommt er einen Nachgeschmack im Mund und ich höre auf).
Stuhlgang: Tagsüber mehrfach kleinere Mengen, recht fest; zum Tagesabschluss um 0:45 nochmal eine größere Menge näher an der optimalen Konsistenz.

von Ralphus - am 15.12.2012 19:56

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-07

Zwischen 6:45 und 8:00 trinke ich mehrere Gläser Wasser und habe einmal Stuhlgang: Eine größere Menge angenehmer Konsistenz. Die Waage zeigt 65.9 kg. Fühle mich wieder energiereicher – auf meiner Gartenrunde (Außentemperatur -3°C) laufe ich gleich mal ein paar Katas (Bassai Dai, Sochin, Gangaku, Kanku Dai). Nach der ersten Kräuterrunde koste ich vom Wabenhonig Eiche, da geht aber heute nichts (kein Geschmacksfeuerwerk), dann greife ich zum Bienenbrot, da geht etwas mehr: Scheint, als ob der Körper eher Bedarf an den Inhaltsstoffen der (von den Bienen vergorenen) Pollen hat. Hier fällt es mir schwer, wieder mit dem Essen aufzuhören, auch wenn Mund und Magen bereits meinen, es sei genug. Schauen wir mal, in wieweit ich mich jetzt überlastet habe (die Menge war nicht wirklich groß, viell. so an die 100g).
Vormittags trinke ich ca. 1l Wasser.
12:30 beginne ich mit Endivien-Salat, trinke dann den Becher mit den eingeweichten Leinsamen, verspeise meine heute früh geernteten Kräuter, danach gibt es noch mehr Endivien-Salat, gefolgt von Feldsalat, ½ roten Paprika, ½ Kohlrabi (ging gerade so, das letzte Stück wurde bitter und ließ sich kaum noch schlucken). Jetzt probiere ich mal den Knollensellerie (er riecht zwar, aber nicht unbedingt nach „beiß in mich rein“) – erwartungsgemäß ist auch der Geschmack eher indifferent, okay, lass ich den mal. Nun greife ich zu einer stattlichen Süßkartoffel (lokaler Handel): Okay, die schmeckt! Ich esse fast die ganze Kartoffel auf – es bleibt nur ein kleines Ende übrig, da der Geschmack plötzlich unangenehm wird. Damit ist mein Bedarf an Gemüse gedeckt – und diese Mahlzeit beendet.
15:15 esse ich die zweite Hälfte der gestern geöffneten Kokosnuss. Irgendwie hat sie mir heute nicht so sonderlich gut geschmeckt – bleibt abzuwarten, ob das an der Kokosnuss, an mir (kein Bedarf) oder an dem zuvor gegessenen Gemüse (unpassende Kombination) liegt.
18:00 trinke ich drei Gläser Wasser (zwei gesalzen), und esse kurze Zeit später weiter vom Endivien-Salat. Danach koste ich Rind: Erst etwas Gehacktes (~60 g, einfach mal, um zu wissen, wie das pur schmeckt), und dann auch von dem Hüftsteak (habe beides grad bei ebl eingekauft). Ursprünglich hatte ich vor, dies heute zum Abendbrot (nach dem Karate-Training) zu essen, aber es schmeckt nicht (irgendwie eher säuerlich). Daher greife ich dann gegen 22:00 zum Hähnchenschlegel, den meine Frau mir heute vom Bauer mitgebracht hat (390 g), und schiebe ihn gemeinsam mit zwei aufgeschlagenen Hühnereiern in das Dörrgerät. Nach einer kurzen Anwärmphase esse ich die Eier (mehr als zwei braucht es nicht – keine Ahnung, welches Defizit ich im August auszugleichen hatte, als ich mehrmals innerhalb kurzer Zeit 10 Eier gegessen habe). Dann esse ich das Hühnchenfleisch vom Schlegel: Es schmeckt zart, und ich höre erst auf, als nur noch 145 g Reste (Knochen und nicht weiter zerkaubares) übrig sind. Kurz nach 0:00 (und nach einem Stuhlgang: der Stuhl ist fest, aber nicht zu fest, es gibt zwei größere Stücke) gibt es dann noch eine Grapefruit (ebenfalls kurz im Dörrgerät angewärmt, da erst kurz davor aus der Garage geholt).
Anmerkung: Am späten Nachmittag und frühen Abend gibt es wieder Blähungen. Der Geruch unterscheidet sich allerdings von dem gestern. Gestern war es eher in Richtung Schwefelwasserstoff (H2S), und da hat mich der Geruch auch selbst gestört. Heute war der Geruch hingegen für mich selbst deutlich weniger aufdringlich.

von Ralphus - am 15.12.2012 20:05

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-08

Ich trinke morgens (~8:45) drei Gläser Wasser, wobei ich (eher ungewöhnlich) gleich zur Salzsole greife. Ich habe Stuhlgang (etwas größere Menge in Stück- und Wurstform). Die Waage zeigt 65.2 kg. Ich drehe meine Gartenrunde und sammle die üblichen Kräutlein ein.
Zum Frühstück esse ich diese Kräutlein + Weizengras, dann probiere ich vom Familienobstteller Birne, Kaki und Apfel – und welche Überraschung: Heute spricht mich der Apfel am meisten an. Hole mir also noch drei Exemplare dieser Sorte (von denn’s), sind schön knackig. Dann probiere ich auch mal einen Apfel der Sorte Canada Grey (Orkos). Bei dieser Sorte hat mich meine Frau vorgewarnt, er sei eher mehlig. Interessanterweise kann ich sogar diesen Apfel komplett aufessen, obwohl ich sonst gar nicht auf mehlige Äpfel stehe. Danach greife ich zu den Bananen, und esse acht Stück der Sorte Feige-Apfel (Orkos). Abschließend esse ich noch ein wenig Zuckerrohr (Orkos). Jetzt meldet sich ganz deutlich die Verdauung (ging mit dem Essen der (kalten) Äpfel los), und der Körper scheidet eine größere Menge Stuhl aus (Konsistenz gegen Ende schon zu breiig, was Toilettenpapier zwingend erforderlich macht).

In Vorbereitung der zweiten Mahlzeit am heutigen Samstag öffne ich eine reife Kokosnuss und eine Trinkkokosnuss (coconow). Das Wasser der Trinkkokosnuss schmeckt einfach himmlisch. Für die Familie bohre ich dann noch eine weitere an - die erste habe ich teilweise geschält, um die Öffnung zu finden – die dann unten auftauchte. Diese erste habe ich dann auch noch weiter geschält und klassisch durch Schlagen auf den Äquator geöffnet (werde doch das Fruchtfleisch nicht wegwerfen). Bei der zweiten habe ich mir das Schälen gespart und sie mit dem Beil geöffnet.
Gegen 16:30 esse ich zwei Kiwis (gleich mit Schale, das Auslöffeln war mir heute irgendwie zu lästig), dann ein Schälchen mit Litschies (Orkos), die Hälfte des Fruchtfleisches einer Trinkkokosnuss und etwa ¾ des Fruchtfleischs der reifen Kokosnuss. Alsdann probiere ich Datteln, je eine Medjool aus dem lokalen Handel eine Barhi soft und eine Medjool kristall von Orkos – aber die brennen auf der Zunge: Klassische Sperre, die da ganz überraschend kommt. Ich bleibe also bei den Kernen, und knacke mir ein Schälchen Mandeln Marcona (Orkos) mit dem Macadamia-Nussknacker, den mir meine Frau auf zwei Teile aufgeteilt via Adventskalender hat zukommen lassen (Danke nochmals auf diesem Wege für diese nette Überraschung). Nach den Mandeln esse ich noch eine Handvoll süße und drei bitte Aprikosenkerne: Das Aroma der bitteren Kerne ist überwältigend, und nimmt bei intensivem Kauen immer mehr zu. Beim dritten Kern wird es dann zu intensiv und schlägt ins bittere um. Jetzt greife ich zu den Gewürzen, und esse ein wenig von der Zimtstange, vom Sternanis, von der Gewürznelke (nur ganz wenig, ist heute seehr intensiv) und ein Korn Kardamom. Danach mache ich ein Experiment: Ich probiere vom (denaturierten) Lebkuchen, der schon eine gewisse Zeit lang verführerisch in meine Richtung geblinzelt hat: Der Geruch ist durchaus attraktiv, der Geschmack aber – welch Überraschung – recht fade. Vermutlich habe ich gut mit den diversen Zutaten vorgebaut (auch wenn die Gewürze noch nicht in Rohkostqualität vorhanden sind) – so dass der Körper alles schon in reinerer Form zur Verfügung hat (und da habe ich das mit Honig aus Orangenschalen hergestellte rohköstliche Orangeat noch nicht mal mit eingesetzt, das probiere ich erst jetzt, während ich hier schreibe).
Dann koste ich mal von der Rohkost-Schokolade (coconow), und der Geschmack bringt mich darauf, doch mal verschiedene Kakao-Varianten zu verkosten. Zur Auswahl stehen: Kakaobohnen pur (keimling), Kakaobohnen mit Fruchtfleisch (keimling), Kakao Nibs (Die Bioinsel) und rohe Kakaobutter (lifefood). Ich bevorzuge heute die Kakaobohnen mit Fruchtfleisch (sind auch sonst meist meine Favoriten), und esse zwei Handvoll davon. Dann verlieren sie plötzlich den Geschmack, und es pappt nur noch im Mund. Ein Versuch mit einer puren Kakaobohne bestätigt: Kein Geschmack mehr – ich kann nur noch die halbe essen, die ich schon im Mund habe, die andere Hälfte wandert zurück in die Tüte. Die Erfahrungen mit der instinktiven Sperre bei den diversen Lebensmitteln sind immer wieder faszinierend.
Nach dem Essen trage ich mal meine persönliche Ernährungspyramide nach und sehe, dass ich die Litschis noch gar nicht eingetragen habe … und ein Blick in Angelikas Buch offenbart, dass die Litschi ein erstklassiger Lysin-Spender ist.

Ich wünschte, es gäbe eine schnellere Möglichkeit, sich über das Eiweißprofil einzelner Lebensmittel zu informieren als die über das ganze Buch verteilten Profil-Bilder, die darüber hinaus nur für ausgewählte Lebensmittel vorhanden sind.

22:00 habe ich wieder Durst, und trinke vor dem Nachtmahl drei Gläser Wasser. Danach esse ich vom Rucola mehr als nur die üblichen drei / vier Blätter (haben einen ganzen Bund frisch geernteten Rucola gekauft), danach zwei Stück getrocknete Alge Wakame (seehr intensiv salzig) und schlussendlich den Rest Rochenflügel (viell. so 100g), der – leicht angetrocknet – nicht mehr ganz so himmlisch schmeckt wie am Donnerstag.

Um Mitternacht wage ich dann noch mal ein Experiment: Ich koste von den „Rosengarten Dinkel-Kräcker mit Tomate – scharf gewürzt“ (hauchdünne Knusperscheiben aus Dinkelmehl gebacken‘: Dinkelmehl, Tomatenmark, Gewürze (Paprika, Pfeffer, Zwiebel, Koriander, Kümmel, Knoblauch, Oregano), Meersalz, Rapsöl, Rohrohrzucker, Emulgator: Sojalecithin). Der Geruch ist intensiv, fast wie der der üblichen Chips, deren Geruch schreit: „Iss mich, stopf mich in Dich hinein“. Allerdings hält der Geschmack nicht, was der Geruch verspricht: Es pappt und klebt im Mund; und die Gewürze, insb. die Schärfe, sind aufdringlich – und irgendwie getrennt von der klebrigen Masse. Der Geschmack des Gewürz-Misch-Maschs bleibt noch eine ganze Weile unangenehm im Mund.

von Ralphus - am 15.12.2012 21:02

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-09

10:00 trinke ich drei Gläser Wasser. Habe schon in der Nacht mehrfach getrunken, da mein Rachen sich immer wieder trocken anfühlt. Die Waage zeigt 64.4 kg.
Die erste Mahlzeit des Tages beginne ich gegen 11:00 mit Blättern: Endivie, Weißkohl, Rucola, Petersilie, Minze, Thymian, Weizengras, Eberraute, Rosmarin. Danach esse ich Beeren: Schlehen (13), rote Johannisbeeren (auch nur eine kleine Menge), Feijoa (viell. 10), Granatapfel (1/4), Trauben (~25 hell, ~10 dunkel, jeweils mit Kern). Alsdann gibt es Ananas (etwa 1/2) und zum Abschluss fünf Bananen Feige-Apfel (mit etwas Reissirup-Kakaopulver-Dipp, sie sperren heute durch zunehmendes Kleben auf der Zunge). Danach probiere ich mal wieder grüne Rosinen: Da konnte ich mich vor ein paar Wochen überhaupt nicht zurückhalten und hab sie beinahe hemmungslos in mich reingestopft; Heute kann ich davon nur wenige auf einmal essen, wobei diese wenigen Beeren jeweils einen intensiven (angenehmen) Geschmack im Mund entfalten.
15:30 bohre ich eine Trinkkokosnuss an, trinke sie aus, halbiere sie und esse das Fruchtfleisch. Dann knacke ich mir 15 geröstete (!) Macadamia-Nüsse mit meinem neuen Nussknacker; sie schmecken deutlich besser als die schon einige Monate alten geschälten Macadamias. Bin ich schon gespannt auf die rohen Macadamias von Orkos, die am kommenden Dienstag geliefert werden. Dann esse ich eine Hand voll Pistazienkerne (mehr mag ich nicht, habe wohl schon genug Omega-6 Fettsäuren durch die Macadamias), 21 frische Datteln Barhi und drei getrocknete Gold-Feigen.
Gegen 19:00 trinke ich wieder mehrere Gläser Wasser, auch wieder mit Salz.
20:45 beginne ich mit dem Abendbrot: Es gibt als Aperitif Schnittlauch, ein paar Basilikum-Blätter, ein paar Endivien-Blätter und etwas Rucola. Dann probiere ich erst vom Rind, aber das schmeckt immer noch irgendwie säuerlich – und dann von der Pute. Letztere schmeckt angenehm, und über den weiteren Verlauf der Mahlzeit einfach nur köstlich. Es handelt sich um einen Unterschenkel, schön mit Haut und Fett, brutto so um die 400 g, direkt vom Bauer. Ich benötige sicher eine Stunde dafür, denn jeder Bissen will gut durchgekaut werden. Und als nur noch Elle, Speiche und weiter nicht zerkaubare Reste übrig sind, könnte ich eigentlich immer noch weiter essen. Danach gehe ich vor dem Haus noch etwas Schnee schippen, und mir ist richtig schön warm. Eine Stunde später gibt noch eine Grapefruit und etwas von der Rohkostschokolade von coconow.

Um 23:55 gibt es den ersten und einzigen Stuhlgang des heutigen Tages (größere Menge, mittlere Konsistenz).

von Ralphus - am 15.12.2012 21:09

Re: hochgezüchtete Früchte und Gemüse

Hallo Angelika,

hab vielen Dank für Deine Zeilen.

Zitat
Angelika Allesroh
Ja, das ist ein guter Tipp, mit nicht gar so viel ... meine Oma würde sagen zu ihrem Bauch: "Na, und jetzt muss sich das alles miteinander vertragen!"
Das sagte sie immer, wenn sie von mehreren kleine Mengen gekostet hatte wenn sie ausgegangen war (sie war nie dick).


Ja, nicht so viel querbeet - richtig! Manchmal funktioniert das ganz gut, manchmal eher nicht. Letzteres hat zwei Ursachen:

  • Ein oder mehrere Lebensmittel stehen nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, so dass ich nach dem Verzehr noch nicht zufrieden bin.
  • Ein oder mehrere Lebensmittel passt nicht, so dass ich davon nur eine kleine Menge verzehre (und danach natürlich auch nicht zufrieden bin).


Der erste Punkt kam heute wieder zum Tragen, als ich von den Himbeeren, den Physalis und dem Granatapfel jeweils nicht ausreichend zur Verfügung hatte, und dann noch diverse anderes Obst gegessen habe (was in der Summe wohl mal wieder zu Blähungen geführt hat). Wobei das ja in der Natur auch vorkommen kann, dass das Angebot an einer Frucht mengenmäßig begrenzt ist.

Zitat
Angelika Allesroh
Ralphus, riechst du eigentlich vor dem Essen und achtest auf das Mundgefühl? Wenn letzteres nämlich nicht gut ist, solltest du es ausspucken und etwas anderes nehmen.
Irgendwie schaut es bei manchem so aus als würdest du trotzdem eine kleine Menge dann schlucken, obwohl es dich evtl eher sogar abstößt.


Das trifft den zweiten Punkt - und damit wohl bei mir auch einen wunden Punkt. Du hast Recht, das Ausspucken praktiziere ich eigentlich nur, wenn es gänzlich widerwärtig schmeckt, habe es aber sonst noch nicht wirklich kultiviert.

Zitat
Angelika Allesroh
Hast du auch schon herausgefunden, was du besonders magst und was nicht so? Eine Liste wäre evtl gut.


Hmm, was mache ich dann mit dieser Liste? Meine Lebensmittel-Palette darauf einschränken? Oder daraus abzulesen versuchen, wo es Mängel gibt?

Ich versuche halt, mich möglichst breit aufzustellen, und meinem Körper immer mal wieder Dinge anzubieten, die er bisher noch nicht so kannte; aber auch Dinge, die er bisher noch nicht so mochte.

Liebe Grüße,
Ralph

von Ralphus - am 15.12.2012 21:35

Re: hochgezüchtete Früchte und Gemüse

Hallo Angelika,

vielen Dank für Deine Antwort.

Zitat
Angelika Allesroh
naja wenn ich jetzt gackern würde, würdest du mich auch nicht verstehen. :rp:


Kannst Du absolut sicher sein, dass das wahr ist? ;-)

Zitat
Angelika Allesroh
Gezüchtet ist alles, was sonst normalerweise gekocht gegessen wird: Kohlblätter, Kohlrabi. Aber auch das groß gezüchtete Obst. Es enthält automatisch mehr Fruchtzucker dann außer es ist von Natur aus groß und wurde kleiner gezüchtet wie bei der Papaya (die ist mir allerdings auch zu süß meist). Wenn ich Äpfel esse, mag ich bevorzugt die Schale und den Bereich darunter. Klar esse ich ihn auch mit Putz und Stingl allerdings bevozuge ich so kleine Äpfel wie möglich in dem Fall.


Hmm, wenn ich all diese Dinge weglasse, bleibt nicht mehr viel übrig.

Zitat
Angelika Allesroh
Hast du evtl gelesen, dass ich Beeren stark bevorzugt empfehle?


Ja, nur frage ich mich, woher ich jetzt Beeren bekommen soll. Wenn ich mal eine kleine Packung Heidelbeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren bei Rewe kaufe, kann ich mir von meiner Frau gleich wieder anhören, dass die jetzt gar keine Saison haben (mal davon abgesehen, dass sie keine Bio-Qualität haben).

Wie eben anderswo in diesem Forum schon geschrieben, hatte ich heute Schlehen (die einzigen Beeren, die jetzt Saison haben und die ich selbst gepflückt habe, aber davon kann ich immer nur kleine Mengen essen), Himbeeren (von Rewe, kein Bio), Physalis (von Rewe, kein Bio) und Granatapfel (von Rewe, kein Bio). Allerdings hatte ich von allem zu geringe Mengen (und bin mir auch nicht sicher, ob ich die bei dieser Ware erhöhen sollte), weswegen ich dann noch Banane (3/4, von meiner Frau als Honig-Schoko-Banane zubereitet), Papaya (900 g, war aber auch zu wenig), etwas eingeweichten Nackthafer (war nicht so besonders) sowie danach noch eine erkleckliche Menge Kakaobohnen mit Fruchtfleisch gegessen habe.

In der Folge hatte ich dann am Nachmittag mal wieder verstärkt Blähungen.

Zitat
Angelika Allesroh
Auch haben junge zartere Blätter einen höheren Eiweißgehalt im Vergleich.


Blätter beziehe ich zwischenzeitlich häufiger mit in meine Mahlzeiten ein (Postelein, Feldsalat, Spinat, Rucola; Endivien-Salat, Kopfsalat etc. sind ja wohl schon wieder zu hochgezüchtet - das gleiche gilt vermutlich auch für den Asia-Salat, an den ich aber gegenwärtig auch gar nicht heran komme).
Allerdings ist für junge zarte Blätter ja auch grad nicht die passende Jahreszeit.

Zitat
Angelika Allesroh
Ebenso die junge Kokosnuss im Vergleich zur reifen (was nicht bedeutet, dass man die eine immer der anderen vorziehen muss in dem Fall - beides kann äußerst interessant sein).


Kokosnuss mag ich sehr gern - und esse sie z.Z. auch täglich. Die Menge habe ich dabei eher aufgrund Deines Anratens (max 1/2 reife oder eine junge) begrenzt - da könnte ich vermutlich auch deutlich mehr essen (insb. von der jungen) - bei einer Reifen habe ich das auch einmal gemacht: Als die erste halbe reife Kokosnuss zu gut geschmeckt hat, habe ich dann die zweite halbe auch noch gegessen.

Zitat
Angelika Allesroh
Ich habe etwas Mühe deine Texte alle zu lesen und vermute, anderen geht es evtl ähnlich wenn der Text in einer Wurst/Block ist.
Vielleicht magst du Absätze einfügen und ggf Lebensmittel auch oder wie auch immer als Liste anfügen.


Da gibt es sicher noch Verbesserungspotential. Zwischenzeitlich habe ich auf eine strukturiertere Darstellung umgestellt - mal sehen, ob die ansprechender ist. Lass dich überraschen!

Zitat
Angelika Allesroh
Wie dein Stuhlgang ist, schreibst du, aber nicht ob hell oder dunkel.


Ein interessanter Punkt. Was lässt sich daraus denn ablesen?

Zitat
Angelika Allesroh
Ich glaube nicht dass es notwendig ist, es jedesmal zu schreiben. Man weiß als Rohköstler, dass Nachschub meist zu einer Entleerung führt und dass "mehr" kommt, wenn du mehr Ballaststoffe ißt.


Klaro. Was mich eher verwundert ist, dass manchmal große Mengen auf einmal kommen, und dann mal wieder 'zig Sitzungen anstehen, in denen immer nur kleine Mengen ausgeschieden werden. Woran könnte das liegen - und was ist eigentlich natürlicher?

Zitat
Angelika Allesroh
Aber ist es manchmal schleimig oder klebrig?


Das ist bei den modernen WC's gar nicht so einfach festzustellen. Gelegentlich erwähne ich, dass Toilettenpapier zwingend erforderlich war - in den meisten Fällen ist das aber nicht mehr notwedig (dient quasi nur der Kontrolle). Das war vor meiner Umstellung deutlich anders - da war Papier fast ausnahmslos notwendig, da immer etwas kleben blieb.

Zitat
Angelika Allesroh
Dann würde mich interessieren, ob du Fleisch aus Massentierhaltung kaufst? Versuche dies wenn ja eher zu vermeiden.


Das ist eher die Ausnahme. Eigentlich habe ich nur einmal Rind beim "normalen" Metzger gekauft. Sonst kaufe ich Rind bei ebl (demeter), Lamm beim Metzger (da muss ich die Herkunft noch klären), Geflügel entweder bei ebl (demeter) oder beim Bauer (frisch geschlachtet, zumindest die Hühner laufen da auf dem Hof herum - die Herkunft der Puten muss ich noch klären), und Wild vom Jäger (hatte ich jetzt länger Zeit nicht, sollte ihn mal wieder kontaktieren).

Zitat
Angelika Allesroh
Du isst viele Kräuter/Pflanzenfamilienblätter - sehr gut - aber auch sehr viel Obst, davon viel Hochgezüchtetes.


Auf Obst fahre ich derzeit halt ab! Habe schon versucht, mit Gemüse, eingeweichtem Nackthafer oder was auch immer gegenzusteuern, hast ja von meinen diesbezüglichen Versuchen gelesen. Die Frage ist immer: Wenn ich auch diese Dinge noch weg lasse, was esse ich dann?

Zitat
Angelika Allesroh
Das mag einerseits an der Jahreszeit liegen, auch das Süße, der Honig. Aber ich denke das kannst du noch besser.


Ist schon wieder weniger geworden mit dem Honig. Da ist / war der Körper wohl noch in der Einschwing-Phase (ähnlich wie mit den 10 Eiern, die ich im August gegessen habe, während ich jetzt nach zwei Stück genug habe).

Zitat
Angelika Allesroh
Zuviel Zucker ist nicht gesund, auch wenn er roh ist. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor, weil du relativ durcheinander alles mögliche ißt. Vielleicht schaut es auch nur durch die (mangelnde) Textformatierung so aus.


Gleiches Problem - ich habe noch nichts gefunden, um den Zucker-Konsum wirklich signifikant einzudämmen. Die Problematik stärkehaltiger Lebensmittel haben wir ja schon durchgekaut, ohne dass Du mir da welche hättest nennen können, die mir bisher verborgen geblieben sind. Entweder habe ich sie schon mit auf meinem Speiseplan, oder sie sind für mich nicht attraktiv (wie z.B. Knollenselerie). Zwischenzeitlich esse ich schon einmal in der Woche Durian (wirklich lecker, aber nicht sonderlich preiswert - und beim Verzehr bin auch eher allein) ...

Jedenfalls möchte ich weder hungrig herum laufen noch weiter abnehmen ...

Zitat
Angelika Allesroh
Grapefruit (muss aber reif sein!!) finde ich gut,


Ich auch. Ich habe vor zwei Monaten mal bis zu dreimal pro Woche mittags zwischen sechs und acht Grapefruit und eine Ananas gegessen. Da habe ich dann aber z.T. auch mit klammen Fingern da gesessen - so kalt war mir (Jin lastige Ernährung). Jetzt gibt es eine solche Mahlzeit zumindest noch einmal in der Woche.

Zitat
Angelika Allesroh
normalen Blattsalat wie Lollo Rosso eher uninteressant, nur ergänzend gut.


Da versuche ich halt auch etwas zu variieren.

Zitat
Angelika Allesroh
Alge ist gut.


Frische Algen gab es jetzt eine ganze Zeit lang nicht bei Orkos, und bei getrockenten habe ich bisher noch nicht oft wirklich bis zur Sperre gegessen - weiß nicht, wie gut die bei getrockneten Algen wirkt, und wie kritisch ein Überziehen bei dem hohen Jod-Gehalt ist.

Zitat
Angelika Allesroh
Übrigens hatte ich nach Salat anfangs immer zugenommen gehabt. Nach Fleisch anfangs immer abgenommen.


Ich bleibe z.Z. konstant zwischen 64kg und 66kg - obwohl ich die Anzahl der Mahlzeiten von zwei wieder auf drei oder vier erhöht habe (ohne die Mengen der bisherigen Mahlzeiten deutlich zu reduzieren) und auch keine Cassia Fistula mehr verzehre. Ich fühle mich zwischenzeitlich vielfach schon wieder kräftiger, aber so recht bereit für Ausdauersport fühle ich mich noch nicht wieder. Zum Glück ist es noch etwas hin mit der nächsten Radel-Saison, aber da möchte ich schon ganz gern wieder mit dabei sein (und habe noch keine Ahnung, wie ich da meinen Energiebedarf decke - möchte ja nicht noch weiter abnehmen).

Zitat
Angelika Allesroh
Mich wundert, dass du nicht erkennst oder weiß, was gezüchtet sein könnte und was nicht und mich nochmals extra fragst.


Naja, sagen wir mal so: Ich bin kein Ernährungsberater oder Lebensmittelbiologe - und insofern eher unsicher auf einem Gebiet, mit dem ich mich erst seit kurzer Zeit beschäftige. Und das Weglassen oder Reduzieren ist ja nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist: Was esse ich dann???

Zitat
Angelika Allesroh
Wenn du magst schreibe mir alle jene Lebensmittel auf, die du dzt gerne bzw öfter regelmässig ißt, als Liste untereinander auf und ich schreibe dir dann daneben betreffend Züchtung usw.


Okay - ich schicke Dir mal meine Ernährungspyramide (die große Liste) per E-Mail, und freue mich schon auf Deine diesbezüglichen Anmerkungen.

Alles Liebe,
Ralph

von Ralphus - am 15.12.2012 22:45

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-10

6:40 trinke ich an die zwei Gläser Wasser und habe Stuhlgang (mittlere Menge, mittlere Konsistenz). Die Gartenrunde fällt aus, da alles eingeschneit ist. Ich behelfe mir mit Kräutern vom Fensterstock und bereits Geerntetem:
  • Korbblütenartige: Currykraut (wächst schneesicher, da überdacht), Radicchio
  • Kreuzblütler: Rucola (vom gekauften Bund), Gartenkresse (Keimlinge), Rotkohl
  • Doldenblütenartige: Dill (vom gekauften Bund), Fenchel (ein paar vereinzelte Blättchen von einer Knolle) [vormerken: Petersilie einkaufen]
  • Lippenblütenartige: Basilikum (Fensterstock), Thymian (Fensterstock), Salbei und Oregano (wächst beides schneesicher)
  • Süßgrasartige: Weizengras
  • Spargelartige: Schnittlauch (Fensterstock)

7:30, ich habe bereits Schnee vom Hof geschippt, löffle ich den eingeweichten Chia-Samen und verspeise die erst Kräuterrunde. Dann gibt es ein paar Nacktgerste-Keimlinge (spielberger Mühle; die Ausbeute ist nicht sonderlich groß, der Dinkel hat nur zu viell. ¼ gekeimt) und vier Tage eingeweichten Nackthafer.

Im Laufe des Vormittags trinke ich reichlich einen Liter Wasser.

12:00 esse ich die zweite Runde Blätter, gefolgt von einem Teller voll Feldsalat, einer Papaya Solo (Orkos, schmeckt super – davon werde ich demnächst mehr bestellen), 12 Litschis (Orkos, schmecken immer wieder himmlisch – werde ich auch noch mal nachbestellen), und vier Cherimoyas (Orkos, schmecken auch wieder himmlisch – wobei nach der ersten ein recht spontaner Stuhlgang (größere Menge, angenehme Konsistenz) die Mahlzeit kurz unterbricht. Vier Bananen Feige-Apfel runden das Mittagsmahl ab.

14:00 trinke ich das Wasser einer halben reifen Kokosnuss (Rewe, konventionell) und esse die Hälfte des Fruchtfleisches. Irgendwie schmeckt mir das Fruchtfleisch heute nicht so gut: Liegt das nun an mangelndem Bedarf oder am konventionellen Anbau?

Gegen 16:30 beginne ich wieder zu trinken, und lecke auch mal am Salzstein (allerdings führt das nach sehr kurzer Zeit zu einer Reaktion kleiner Bläschen im Mund, die anschwellen).

19:00 esse ich 60g Postelein, 100g Rucola, koste vom Austernsaitling (schmeckt unangenehm), nasche von den getrockneten Steinpilzen (sind nicht so genial, wie die vor einiger Zeit selbst getrockneten, es geht auch nur wenig), und wende mich dann den Süßkartoffeln zu, von denen ich an die 460g vertilge.

22:30 esse ich noch zwei Eier, die mir ein Kollege, der „auf dem Dorf“ wohnt, „vom Bauer gegenüber“ mitgebracht hat. Sie schmecken mir heute irgendwie besser als die, die ich in der vergangenen Zeit so hatte. Nach zwei Stück meldet aber der Bauch „voll“.

von Ralphus - am 16.12.2012 13:17

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-11

Zwischen 7:30 und 8:00 trinke ich drei Gläser Wasser (ein Glas = 250 ml – 300 ml) und habe einen Stuhlgang (größere Menge in Wurstform, angenehme Konsistenz).

Die Waage zeigt 65.5 kg.

Zum Frühstück gibt es die obligatorische Kräuterrunde. Danach esse ich wieder Beeren: die letzten zwei Zweige rote Johannisbeere, acht Schlehen, elf Feijoa (hier kommt der Appetit mit dem Essen: Anfangs konnte ich nicht wirklich etwas mit den Feijoa anfangen, aber jetzt schmecken sie mir – sind aber nun erst mal alle). Zum Abschluss gibt es noch ein paar Löffel vom Wabenhonig Eiche.

Vormittags trinke ich wieder Wasser.

12:45 beginne ich die zweite Mahlzeit des Tages mit der zweiten Hälfte der heute Morgen eingesammelten Kräuter/Blätter. Danach esse ich zwei Grapefruit und eine Ananas.

15:00 esse ich einen Garten-Salat (wollte ich eigentlich mittags essen, hatte ihn aber im Kühlschrank vergessen), die zweite Hälfte der gestern zerlegten Kokosnuss und den Inhalt einer ganzen (!) Kakaoschote.

Ab 17:00 trinke ich wieder Wasser (nur süß).

23:15 esse ich noch etwas Spinat, eine halbe rote Paprika, und wende mich dann dem Rindfleisch zu: Zur Auswahl steht ein am vergangenen Freitag gekauftes Stück Hüfte, sowie zwei Varianten getrocknete Stücke (jeweils von einer Beinscheibe, zum einen sehr stark getrocknet vom 20.11. und zum anderen nicht so stark getrocknet vom 3.12.). Das frische Fleisch riecht etwas säuerlich – das getrocknete sehr markant … beides nicht unbedingt anziehend. Dennoch koste ich: Das frische Fleisch schmeckt sehr angenehm und zart (nicht mehr sauer, wie am Tag des Kaufes), das getrocknete schmeckt so ähnlich wie es riecht – dieser Geschmack ist mir heute irgendwie viel zu intensiv). Also esse ich weiter von dem frischen Hüftstück, und frage mich, woher dieser säuerliche Geruch rührt. Könnte es mit einer anaeroben Reifung zusammen hängen? Als ich das Fleisch vergangene Woche Freitag kaufte, hat es die Verkäuferin an der Fleischtheke einer Kunststoffverpackung entnommen, die sie zuvor aufgeschnitten hat. Dies legt eine vakuumierte Lagerung nahe, von der ich allerdings davon ausging, dass sie nur für die Dauer des Transportes passierte (für eine solch kurze Zeit ist mir das eher gleich – eine längere anaerobe Reifung stelle ich jedoch hinsichtlich ihrer Natürlichkeit in Frage.

Stuhlgang: Über den Tag noch fünf kleinere Ausscheidungen passabler Konsistenz.

von Ralphus - am 16.12.2012 13:23

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-12

Masse: 65kg (morgens)

Kräutermix:

  • Malvenartige: %
  • Korbblütenartige: Currykraut
  • Kreuzblütler: Gartenkresse, Rucola, Rotkohl
  • Spargelartige: Schnittlauch
  • Doldenblütenartige: Dill (getr.), Fenchel
  • Lippenblütenartige: Oregano, Minze, Thymian, Salbei
  • Süßgrasartige: Weizengras
  • Raublattgewächse: %


Mahlzeit 1: 8:30 – 9:15
  • Kräutermix
  • Banane Planta (1 Stk., 240g), nur eine ist reif
  • Banane Feige-Apfel (2 Stk., 170g), dann meldet der Bauch: voll


Mahlzeit 2: 12:40 – 13:30
  • Postelein (1 Teller)
  • Kräutermix
  • Guaven (4 Stk., 530g) – die machen durch ihren Geruch sehr stark auf sich aufmerksam
  • Birne (1Stk., überreif) – duftet intensiv; danach haben die Birnen ihren Geruch verloren, auch die Äpfel duften nicht
  • Mango Nam Dok Mai (1Stk., 320g brutto, reif) – duftet sehr zart (nur die eine, die andere (noch) nicht


Mahlzeit 3: 15:15 – 15:45
  • Trinkkokosnuss (Wasser und Fruchtfleisch)
  • Macadamianüsse in der Schale (orkos, d.h. roh/ungeröstet, 50g)


Mahlzeit 4: 22:00 – 23:00
  • getrocknete Alge Nori
  • Rotbarschfilet (270g) – das war eindeutig zu wenig (hat meine Frau zu viel zum Denaturieren und nachträglichen Verfüttern an die Kinder stibitzt
  • noch mehr getrocknete Alge Nori – dieses Tütchen aus dem Algen-Testset ist nun leer
  • ½ Zitrone


Stuhlgang:

  • 9:20 mittlere Menge; hellbraun; weich, aber nicht breiig; mittelgroße Segmente; geruchsintensiv
  • 13:30 kleine Menge, danach ein wenig Schleim (wofür ich Papier benötigte)
  • 17:15 kleine bis mittlere Menge, unspektrakulär
  • 18:40 große Menge, wurstform, hellbraun, passable Konsistenz

Trinken: Wasser vor den Mahlzeiten

von Ralphus - am 16.12.2012 13:28

Re: *t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-12

Grüß dich!

Durch die Weihnachtszeit und die Messeorganisation komme ich derzeit kaum zu anderem.
Also Birne esse ich fast gar nie und Mango ist schon speziell. Klar esse ich diese auch, allerdings gerne Sorten mit der Schale. Solche bekomme ich im Handel nicht, da schmecken die nach Spritzmittel - schmeckt man raus (ins bei der Schale). Wobei die gelben meist nicht so essbare Schalen haben. Diese sind meist aber so oder so teuer.

Also rein prinzipiell: Ich wechsle auch die Obstsorten, allerdings meist Jahreszeitenbezogen. D.h. Jetzt esse ich meist Grapefruit oder - heuer vertrage ich sogar mal wieder Mandarinen (beide Sorten müssen immer komplett reif sein, reifen nicht nach). Oder Grapefruits wenn ich gute bekomme.
Weizengras baue ich fast nie an, solange ich Süßgras finde, das ich viel milder und bekömmlicher finde (bevorzugt aus dem Garten/Hügelbeet)
Für Weihnachten habe ich mir Litchis bestellt - das ist meist die einzige Zeit wo ich diese esse, als Besonderheit.

Nach den Zitrusfrüchten und den Granatäpfeln werde ich dann im Frühjahr wieder vermehrt Beeren essen. Dann schmecken diese auch sehr gut.
Äpfel esse ich derzeit wieder immer weniger. Auch wenn sie so toll gelagert sind, scheinen sie sich (mit ziemlicher Sicherheit) zu verändern, sodass ich allergische Symptome bei Kaufäpfeln bekomme (mind. Kratzen im Hals). Enzyme lassen sich halt nicht bremsen. Manche Apfelsorten sind aber noch ok und ich mag es durchaus, wenn sie anschrumpeln (Rubinette). Spargelartige esse ich kaum, statt dessen lieber die Kreuzblütler die ja auch winterhart sind. Spargelartige werden für mich wieder im Frühjahr mit dem Bärlauch besonders interessant. Jetzt esse ich zwar auch ab und zu etwas Lauch o.ä. aber nicht täglich wie z.B. Kreuzblütler (da ist der Schwefel eh auch drin/die Putzkraft)

Kokosnüsse esse ich - heute mal den Saft, morgen das Fleisch der Trinkkokosnuss. Manchmal esse ich sie mehr, dann wieder pausiere ich.
Datteln gibt es jetzt sehr gute noch (Bahri etc). Süßkartoffel und Tombinambur auch ab und zu.
Mir gehen im Winter wirklich die Lindenblätter ab. Also nehme ich mit Jungsalaten/Pflücksalaten bzw Babyspinat vorlieb. Ist nicht das selbe, aber besser als nichts. Grün brauche ich täglich mind. 3 Hand voll, sonst bin ich es nicht so wirklich.

Das waren kurz meine Gedanken, gehe nun zur Familie.

von Angelika Allesroh - am 19.12.2012 20:24

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-14

Mahlzeit 1: 9:00 – 10:00
  • Kräutermix


Mahlzeit 2: 10:50 – 11:10
  • Durian Mon Thong (2.1kg brutto, aber 1.5 kg Abfall) – Durian ist immer wieder köstlich, und der vielleicht 600 g umfassende essbare Anteil war eindeutig zu wenig, werde also nächstes Mal eine größere bestellen


Mahlzeit 3: 13:00 – 13:40

  • Banane Planta (1 Stk., 255g)
  • Banane Feige-Apfel (6 Stk., ~420g) – erstaunlich, dass ich hier noch so viel essen kann, obwohl mir eine Kochbanane gereicht hat
  • Granatapfel (25g) – kleine Nachspeise, von der Familie übrig gelassen
  • Dattel Barhi soft (7 Stk.)


Mahlzeit 4: 16:50 – 17:20

  • Pomelo (eine reichliche halbe, 600g)
  • Orange (120g)
  • Kokosnuss Pagode (eine kleinere, Fruchtfleisch und Fruchtwasser)
  • Feinschmecker Röllchen Bio (lifefood, 1Stk.) – erster „Nachtisch“
  • Raw Chocolate Cardamom & Apricot Pie (coconow, 60g) – zweiter „Nachtisch“
  • Dattel Medjool kristall (1 Skt) – dritter „Nachtisch“ schmeckt jetzt nicht sonderlich gut, einfach nur süß


Mahlzeit 5: 00:00 – 00:30

  • getrocknete Spaghetti-Alge
  • Austern (5 Stk.) – lecker
  • Steinbeißer/Seewolf (315 g) – köstlich, leider ist nun der Teller leer


Masse: 64.5 kg (morgens)

Stuhlgang:

  • vormittags eine größere Menge, passable Konsistenz, hellbraun
  • nachmittags (17:50) eine größere Menge, passable Konsistenz, hellbraun


Trinken:

  • Wasser vor bzw. zwischen den Mahlzeiten
  • habe heute schon in der Nacht mehrfach einen trockenen Gaumen und ein Kratzen im Hals: Fleisch braucht nun wohl mal viel Flüssigkeit zur Verdauung
  • der Bedarf an Salz in reiner Form hat nachgelassen: Habe sowohl gestern als auch heute kein Salzwasser getrunken


Kräutermix:

  • Malvenartige: %
  • Korbblütenartige: Eberraute, Currykraut, Kopfsalat
  • Kreuzblütler:, Gartenkresse, Rucola, Broccoli
  • Spargelartige: Schnittlauch
  • Doldenblütenartige: Petersilie
  • Lippenblütenartige:, Oregano, Basilikum, Minze, Rosmarin, Thymian, Salbei
  • Süßgrasartige:, Weizengras
  • Raublattgewächse: %


von Ralphus - am 19.12.2012 21:53

Re: *t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-12

Zitat
Angelika Allesroh
Grüß dich!


Hallöchen!

Zitat
Angelika Allesroh
Also Birne esse ich fast gar nie


Ich esse Birne auch nur ab und zu - allerdings schmeckt sie mir dann, und ich kann mehr davon essen als von Apfel. Allerdings habe ich den Eindruck, dass Birne bei mir Flatulenz verursacht.


Zitat
Angelika Allesroh
und Mango ist schon speziell. Klar esse ich diese auch, allerdings gerne Sorten mit der Schale. Solche bekomme ich im Handel nicht, da schmecken die nach Spritzmittel - schmeckt man raus (ins bei der Schale). Wobei die gelben meist nicht so essbare Schalen haben. Diese sind meist aber so oder so teuer.


Habe jetzt auch mal Mango mit Schale probiert (Mango Edward von Orkos) - war völlig unproblematisch. Besten Dank für den Tipp.

Zitat
Angelika Allesroh
Also rein prinzipiell: Ich wechsle auch die Obstsorten, allerdings meist Jahreszeitenbezogen. D.h. Jetzt esse ich meist Grapefruit oder - heuer vertrage ich sogar mal wieder Mandarinen (beide Sorten müssen immer komplett reif sein, reifen nicht nach). Oder Grapefruits wenn ich gute bekomme.


Grapefruits oder Mandarinen oder Grapefruits - Okay. Habe jetzt auch einiges an Zitrusfrüchten vorrätig ... aber Grapefruits oder Mandarinen oder Grapefruits scheint mir schon ein wenig einseitig. Davon abgesehen: Wie erkenne ich denn den Reifegrad?

Zitat
Angelika Allesroh
Weizengras baue ich fast nie an, solange ich Süßgras finde, das ich viel milder und bekömmlicher finde (bevorzugt aus dem Garten/Hügelbeet)


Ja, klar, nur gibt der Garten jetzt grad nicht so viel her.


Zitat
Angelika Allesroh
Für Weihnachten habe ich mir Litchis bestellt - das ist meist die einzige Zeit wo ich diese esse, als Besonderheit.


Kann zur Zeit von Litschis ganze Mahlzeiten bestreiten ... werde mir wohl demnächst wieder welche bestellen ... da scheine ich grad Bedarf zu haben.

Zitat
Angelika Allesroh
Nach den Zitrusfrüchten und den Granatäpfeln werde ich dann im Frühjahr wieder vermehrt Beeren essen. Dann schmecken diese auch sehr gut.


Welche Beeren gibt es denn im Frühjahr schon?

Was hältst Du von gefrorenen Beeren, wie von lanius empfohlen? Im Rohkostwiki rät man ja generell von Gefrorenem zwecks Denaturierung ab (mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen).

Zitat
Angelika Allesroh
Äpfel esse ich derzeit wieder immer weniger. Auch wenn sie so toll gelagert sind, scheinen sie sich (mit ziemlicher Sicherheit) zu verändern, sodass ich allergische Symptome bei Kaufäpfeln bekomme (mind. Kratzen im Hals). Enzyme lassen sich halt nicht bremsen. Manche Apfelsorten sind aber noch ok und ich mag es durchaus, wenn sie anschrumpeln (Rubinette).


Bekommst Du diese Symptome auch von den Äpfeln von Orkos?

Zitat
Angelika Allesroh
Spargelartige esse ich kaum, statt dessen lieber die Kreuzblütler die ja auch winterhart sind. Spargelartige werden für mich wieder im Frühjahr mit dem Bärlauch besonders interessant. Jetzt esse ich zwar auch ab und zu etwas Lauch o.ä. aber nicht täglich wie z.B. Kreuzblütler (da ist der Schwefel eh auch drin/die Putzkraft)


Schwefel = Putzkraft? Steht darüber etwas in Deinem Buch ... dann habe ich diesen Abschnitt bisher noch nicht gelesen. Ich greife immer mal nach dem Schnittlauch auf dem Fensterbrett, aber davon kann ich derzeitig auch nur sehr wenig essen - ist mir zu scharf.

Zitat
Angelika Allesroh
Kokosnüsse esse ich - heute mal den Saft, morgen das Fleisch der Trinkkokosnuss. Manchmal esse ich sie mehr, dann wieder pausiere ich.
Datteln gibt es jetzt sehr gute noch (Bahri etc). Süßkartoffel und Tombinambur auch ab und zu.


Süßkartoffeln esse ich immer mal wieder gern, Tobinambur sperrten bei mir bei bisher jedem Versuch fast unmittelbar - da fehlt mir immer noch der Bezug.

Zitat
Angelika Allesroh
Mir gehen im Winter wirklich die Lindenblätter ab.


Die hatte ich bisher noch nie wirklich ... habe Dein Buch im Herbst einfach zu spät gelesen. Aber der nächste Frühling kommt bestimmt ...

Zitat
Angelika Allesroh
Also nehme ich mit Jungsalaten/Pflücksalaten bzw Babyspinat vorlieb. Ist nicht das selbe, aber besser als nichts. Grün brauche ich täglich mind. 3 Hand voll, sonst bin ich es nicht so wirklich.


Das mit dem Grün geht mir auch so - hat sich über die letzte Zeit aber erst so entwickelt.

Zitat
Angelika Allesroh
Das waren kurz meine Gedanken, gehe nun zur Familie.


Sind jetzt grad in Bad Grund angekommen ... werden jetzt mal eine Runde Skat spielen ...

Alles Liebe,
Ralph

von Ralphus - am 23.12.2012 21:21

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-15

Mahlzeit 1: 10:45 – 12:30
  • Kräutermix
  • Schlehen (15 Stk.) – sperrt durch starkes Adstringieren
  • Himbeeren (~100g) – Packung leer
  • Physalis (~100g) – Packung leer
  • Postelein (~50g) – Tüte leer (parallel zu den Physalis)
  • Granatapfel (~140g) – Schale leer (war ein großes Exemplar: 865g, davon 411g essbar, allerdings hatten die Kinder auch Appetit)
  • Mangostane (1 Stk.) – die letzte aus der vergangenen Lieferung
  • Banane (3/4 Honig-Schoko-Banane) – Familienteller leer
  • Papaya Pak mai rai (~900g)
  • eingeweichter Nackthafer (ein Rest, vier Tage eingeweicht)
  • Kakaobohnen mit Fruchtfleisch (drei Hände voll)


Mahlzeit 2: 14:10 – 15:30
  • Trinkkokosnuss (Wasser und die Hälfte des Fruchtfleisches) – jeden Tag aufs Neue wieder köstlich
  • Pomelo (1/2 Frucht, geschätzt ~500g) – dann sind auch die Pomelos der vergangenen Lieferung aufgegessen (haben auch regen Zuspruch seitens der Familie)
  • 30 min Pause, dann Dattel Barhi frisch (15 Stk.) – damit sind die frischen Barhis aufgegessen
  • Walnusshälften (3 Stk.) – schmecken nicht (sind die schon zu alt?)


Mahlzeit 3: 19:15 – 20:35
  • Spinat (~100g) – dann wird es langsam unangenehm im Mund
  • Lammniere (~90g) – dann sind die Nieren aufgegessen
  • Lammleber (~30g) – ein Rest
  • Lammkottelet (~150g) – damit ist auch das Lammfleisch aufgegessen
  • Rinderhüfte (~20g) – zwei Scheibchen von einem Rest von vor einer Woche, das Säuerliche ist immer noch da, passt jetzt aber nicht wirklich nach dem Lamm;
  • Zitrone (1/4) – wird heute schnell sauer, mehr als ¼ geht nicht


Betthupferl: 0:10 – 0:15
  • Tamarinde süß, geschält


Masse: 64.5 kg (morgens)

Stuhlgang: einmal über den Tag (größere Menge, passable Konsistenz, hellbraun)

Trinken: Wasser vor bzw. zwischen den Mahlzeiten

Kräutermix:

  • Malvenartige: %
  • Korbblütenartige: Eberraute, Currykraut
  • Kreuzblütler: Gartenkresse, Rucola
  • Spargelartige: Schnittlauch
  • Doldenblütenartige: Petersilie
  • Lippenblütenartige: Oregano, Minze, Thymian, Salbei, Basilikum
  • Süßgrasartige: Weizengras
  • Raublattgewächse: %


von Ralphus - am 24.12.2012 12:27

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-16

Masse: 64.5 kg (morgens)

Kräutermix:

  • Malvenartige: %
  • Korbblütenartige: Eberraute, Currykraut, Kopfsalat
  • Kreuzblütler: %
  • Spargelartige: Schnittlauch
  • Doldenblütenartige: Petersilie
  • Lippenblütenartige: Oregano, Basilikum, Minze, Rosmarin, Thymian, Salbei, Majoran
  • Süßgrasartige: Weizengras
  • Raublattgewächse: %

Mahlzeit 1: 11:30 – 13:15
  • Kräutermix – hab im Garten bei Salbei, Minze, Rucola, Eberraute und Petersilie ganz schön hingelangt (der Schnee ist am Abtauen, so komme ich wieder besser ran)
  • Schlehen (5 Stk.) – Sperre
  • Granatapfel (185g = vorhandene Menge) – hätte gern noch weiter gegessen
  • Feldsalat (~50g = vorhandene Menge) – als Puffer zwischen den Früchten
  • Clementinen (350g = vorhandene Menge) – hätte vermutlich noch etwas weiter essen können
  • Gartensalat (~35g) – als Puffer zwischen den Früchten
  • Kaki und Charon (720g = vorhandene Menge) – hat ausgereicht, hätte jetzt auch nicht mehr weitergegessen (bei Rewe werden die großen Früchte als entbitterte Kaki und die kleinen Früchte als Charon verkauft – geschmacklich konnte ich keinen Unterschied feststellen)
  • Gartensalat (~40g) – als Puffer zwischen den Früchten
  • Ananas (~700g = vorhandene Menge) – hat ausgereicht, hätte jetzt auch nicht mehr weitergegessen
  • Banane Cavendish als Reissirup-Schoko-Banane (93 g)
  • Banane Planta (1 Stk, 265g) – hat ausgereicht, hätte jetzt auch nicht mehr weitergegessen, Magen ist voll und ich bin zufrieden


Mahlzeit 2:16:45 – 18:15
  • ½ Trinkkokosnuss (Wasser und Fleisch)
  • Datteln (5 Stk. Barhi soft, 1 Stk. Medijol, 1 Stk. Medijol kristall)
  • ½ reife Kokosnuss (Wasser und Fleisch) – beim Essen des Fruchtfleisches schlägt der Geschmack um, passiert mir so deutlich das erste Mal
  • Mandeln in der Schale (6 g) – behagen mir heute nicht wirklich
  • Aprikosenkerne (~6 Stk. süß, 1 Stk. bitter) – bei den süßen geht genau so wenig wie bei den Mandeln, bei der bitteren passt genau diese eine: Sehr aromatisch, aber mehr brauche ich davon nicht)
  • Macadamia in der Schale (5 Stk.) – die erste schmeckt gut, aber dann geht es mit dem Geschmack bergab
  • Haselnuss in der Schale (24 g) – ich habe Haselnuss, Erdnuss und Walnuss probiert, nur die Haselnuss hat geschmeckt, so dass ich mir davon ein paar knacke
  • Wabenhonig Eiche (40g) – schmeckt sehr intensiv aber dennoch ausgewogen; auch bleibt es bei einer überschaubaren Menge
  • Bienenbrot (1/2 TL) – hat intensiv (aber nicht unangenehm) gerochen, sperrt aber sofort durch einen viel zu intensiven Geschmack
  • Raw Chocolate Naked Pie (coconow, 60g) – exzellenter intensiver Geschmack, habe den Riegel heute Morgen in meinem Adventskalender gefunden :-)


Mahlzeit 3: 23:00 – 23:45

  • eingeweichter Leinsamen (1 kleine Tasse)
  • Zwiebel (1/4 Stk.) – erstaunlich, dass der Geschmack nicht ins Extreme umschlägt – aber der Bauch rührt sich
  • getrocknete Alge Dulce (etwas aus dem Beutel)
  • Merlan (~150g) – nichtssagender Geschmack; das zweite Filet bleibt liegen (schmeckt selbst mit Zitrone nicht wirklich attraktiv)
  • getrocknete Alge Dulce (der Rest des Beutels)
  • Zitrone (~1/8) – der klägliche Rest


Stuhlgang:

  • vor der ersten Mahlzeit eine größere und nach der ersten Mahlzeit eine kleinere Menge mit angenehmer Konsistenz (Wurstform, hellbraun bis graubraun)
  • nach der zweiten Mahlzeit eine kleinere Menge, etwas dunkler und fester


Trinken:

  • während der ersten Kräuterrunde lediglich ein Glas Wasser
  • über den Tag nichts getrunken, abgesehen von dem Kokosnuss-Fruchtwasser
  • gegen 22:00 bekomme ich Durst, und trinke über einen Liter Wasser


von Ralphus - am 24.12.2012 13:03

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-21

Masse: 65.0 kg (morgens)

Kräutermix:

  • Malvenartige: %
  • Korbblütenartige: %
  • Kreuzblütler: Gartenkresse, Rucola, Kohlrabi
  • Spargelartige: Schnittlauch
  • Doldenblütenartige: Petersilie
  • Lippenblütenartige: Basilikum, Minze, Thymian
  • Süßgrasartige: %
  • Raublattgewächse: %


Mahlzeit 1: 9:20 – 10:00
  • Urbanane (750g) – seehr lecker
  • Kakaobohnen aus einer Schote (20g) – hatte irgendwie Appetit aber jetzt reicht mir doch diese kleine Menge (viell. 6 oder 7 Bohnen)


Mahlzeit 2:13:00 –14:20
  • Flohsamen, eingeweicht (1 kleine Tasse)
  • Feldsalat (135g) – dann reicht es erst mal
  • Cempedak (Rest von gestern, 115g (20%) von 550g essbar)
  • Mango Edward (1Stk., 335g von 370g essbar)
  • Ananas Phuket (1Stk., 545g von 948g essbar)
  • Longan (390g von ~550g essbar)
  • Banane Rosa (5 Stk., 333g von 481g essbar)


Mahlzeit 3: 17:00 –17:40
  • Trinkkokosnuss (1/2 Wasser und Fruchtfleisch)
  • gekeimte Kokosnuss (1/2 Stk.) die zweite Hälfte von gestern, der Rest der Familie hat nur mal zaghaft gekostet, konnte sich aber nicht wirklich dafür erwärmen
  • Datteln (3 Medjool kristall, 11 Barhi soft)
  • Mandarine (1/2 Stk.)
  • Esskastanie (1 Stk.)


Mahlzeit 4:21:30 – 22:45
  • Rapunzel (30g)
  • Hühnerei (2Stk.) – nahezu brutale Sperre, etwas mehr und ich müsste es wieder herauswürgen
  • Hühnchenleber (88g) – die Leber bleibt eher blass im Geschmack (im Vergleich zu Rind, Lamm oder Pute)
  • Hünchenherz (25g)
  • Hühnchenmagen (75g)
  • Hühnchenschenkel (130g) – das Schenkelfleisch mit Haut ist hier attraktiver als das Fleisch der Innereien (Herz und Magen); nach 130g ist dann aber eine Sättigung erreicht


Stuhlgang:

  • morgens eine mittlere Menge, passable Konsistenz
  • 14:50 und nochmals ~23:00 eine eher größere Menge, Wurstform, angenehme Konsistenz, mittleres braun


Trinken:
  • Wasser vor bzw. zwischen den Mahlzeiten
  • 0:30 0.35l Palmnektar


von Ralphus - am 30.12.2012 22:28

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-22

Masse: 65.1 kg (morgens)

Kräutermix:

  • Malvenartige: %
  • Korbblütenartige: Eberraute
  • Kreuzblütler: Gartenkresse, Rucola
  • Spargelartige: Schnittlauch
  • Doldenblütenartige: Petersilie
  • Lippenblütenartige: Oregano, Basilikum, Minze, Rosmarin, Thymian, Salbei
  • Süßgrasartige: Gras
  • Raublattgewächse: %


Mahlzeit 1: 11:00 – 11:45
  • Kräutermix
  • frische Alge Spaghetti (35g)
  • Lachs (72g)
  • Stör (144g)


Mahlzeit 2: 16:45 – 18:30 (wir sind mal wieder bei meinen Schwiegereltern; ich habe mir mein Essen mitgebracht; hier habe ich keine Waage zur Verfügung, daher gibt es keine exakten Angaben … habe auch nicht immer exakt mitgezählt)
  • Kokosnuss Pagode (Wasser & Fruchtfleisch)
  • Mandarine (~8 Stk.)
  • Clementine (3 Stk.)
  • Passionsfrucht (4 Stk.)
  • Mangostane (2Stk.)
  • Litschi (>20 Stk.)
  • Kakaobohne (~5 Stk. aus einer Schote)
  • Dattel (25 Stk. Barhi soft & 2 Stk. Medjool kristall)

Beim Schälen der Litschis wurden meine Fingerspitzen sukzessive immer kälter. Diesen Effekt kenne ich schon vom Verzehr von Ananas oder Zitrusfrüchten. Er tritt verstärkt auf, wenn ich längere Zeit nasse Finger habe, und die Kühlung wird wohl durch die Verdunstungskälte hervorgerufen. Das ruft dann wohl das Raynaud-Syndrom auf den Plan, und die Durchblutung der Finger wird vollständig gedrosselt, was zu weißen ersten Gliedern diverser Finger führt. Gelegentlich habe ich dann schon recht lang gebraucht, um die Muskelverkrampfung durch Wärmezufuhr wieder zu lösen. Heute hat das Waschen der Hände mit warmem Wasser ausgereicht, und ich brauchte mich nicht erst an den Kamin zu setzen. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass es bei mir langsam aber einigermaßen stetig wieder bergauf geht: Meine Masse (landläufig als Gewicht bezeichnet) ist schon über einen längeren Zeitraum recht konstant, die Phasen totalen Durchhängens werden geringer, und mir ist auch nicht mehr gar so häufig kalt.

Kochkost-Kostproben 20:20:
  • eine dünne Scheibe Pecorino, direkt aus Italien: Da könnte ich mich reinlegen … diese Geschmacksnote fehlt mir irgendwie noch in der rohköstlichen Ernährung
  • ein Bissen heißgeräucherter Lachs mit Pfeffer (ein Geschenk von meinem Feinkost-Geschäft, bei dem ich regelmäßig Fisch und Austern kaufe – wurde mir als besondere weihnachtliche Rarität angedient): Der Lachs schmeckt gut (obwohl nichts neu, hatte ja heute Vormittag erst rohen Lachs, der Pfeffer ist allerdings eher lästig; ich bin intensives Kauen gewöhnt, und so zerkaue ich natürlich auch alle Pfefferkörner, wodurch nicht mehr viel von dem Lachsgeschmack übrig bleibt


Mahlzeit 3: 22:00 – 23:10
  • Rucola
  • Kaninchen (kleine Menge als Kostprobe vom noch rohen Weihnachtsbraten der Schwiegereltern, eingeschweißt auf dem Markt gekauft) – arg zäh, und wird säuerlich im Mund
  • Hühnchenschenkel (Rest von gestern, geschätzt 200g) - schmeckt deutlich angenehmer als das Kaninchen
  • Grapefruit (1Stk.)


Stuhlgang:
  • dreimal über den Tag eine kleinere bis mittlere Menge, passable Konsistenz
  • 23:00 größere Menge in Wurstform; hat jetzt noch mal kräftig durchgeschoben


Trinken: Wasser vor bzw. zwischen den Mahlzeiten

von Ralphus - am 30.12.2012 22:34

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-23 vormittags - Brunch in einem konventionellen Restaurant

Brunch in einem konventionellen Restaurant ...

… eher ein Desaster: Es gibt eine Ananas für 50 Gäste, zwei Melonen und drei Mandarinen. Denke in meiner Blauäugigkeit tatsächlich, da würde nochmal nachgelegt … aber als ich den (selbst mitgebrachten) Rucola aufgegessen habe, ist der Obstteller nahezu leer. Esse ich eben nur die grad noch vorhandenen paar Melonenscheiben (wobei eine der Melonen noch nicht mal richtig reif ist). Auf Nachfrage in der Küche bekomme ich zumindest noch drei Stück Ananas und ein paar Trauben (die mir aber nicht schmecken). Das nächste Mal werde ich mir den Obstteller dann gleich komplett sichern – egal was die anderen Gäste dazu sagen.

Beim zweiten Gang (Mittagessen) sieht es nicht viel besser aus. Das einzig Essbare für mich scheint der Gurkensalat (mit Dill und wenig Öl war der ganz passabel). Allerdings gibt es davon auch nur eine Schüssel, und die ist leer, als ich das zweite Mal am Bufett vorbei komme. Allerdings gibt es da wenigstens noch einmal Nachschub, bevor dann auch die Gurke alle ist. Ich frage mich echt, wer da für den Einkauf verantwortlich ist … den würde ich glatt feuern (jede Menge Gekochtes, Gebackenes und Gebratenes, aber für ausreichend Gurke und Ananas - Dinge, die man auch gut ein paar Tage lagern kann - reicht es nicht). Nach Rücksprache mit dem Chefkoch bekomme ich dann noch einen Gemüseteller mit Rucola, Radicchio, Tomate, Stangensellerie und noch einem weiteren Gemüse (fällt mir grad nicht ein).

Zum Glück habe ich vorgesorgt, und so kann ich nach dem ersten missglückten Gang noch ein paar Bananen Rosa und vier Tage eingeweichten Hafer nachlegen, und nach dem zweiten ebenso missglückten Gang noch eine Kokosnuss Pagode und ein paar Datteln. Bei der Kokosnuss bin ich mangels geeigneten Werkzeugs auf die Hilfe der Küche angewiesen. Die Mitarbeiter da erweisen sich als recht hilfsbereit – aber nicht wirklich fähig. Die Kokosnuss wird mir völlig dilettantisch geöffnet.

Abends geht es dann nach Bad Grund ins Naturkost-Hotel Harz ...

von Ralphus - am 05.01.2013 15:30

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-23 bis 2012-12-27 - Aufenthalt im Naturkost-Hotel Harz

2012-12-23

Abends geht es nach Bad Grund ins Naturkost-Hotel Harz. Da lasse ich mich auf das Abenteuer Küchenrohkost ein.

Mir hat das Abendbrot: rohköstlicher Cocktail, kleiner Rohkostburger + Salat im ersten und Schokoladenmus (auf Avocado-Basis) auf Kiwi gut geschmeckt … und dank einer fast doppelten Portion beider Gänge (der Jüngere hat nicht wirklich viel gegessen) bin ich auch satt geworden. :-) Bin dabei auch mit dem Küchenchef ins Gespräch gekommen: Er ist Rohköstler, der sich nach eigener Aussage mangels Bedarf vegan ernährt (hat schon öfter an Fleisch gerochen, aber bisher diesbezüglich nie Bedarf gehabt). Ich könnte mich hier wohl auch sinnesorientiert / instinktiv ernähren (würde dann die Dinge pur zur Auswahl bekommen), aber ich möchte mal bewusst schauen, wie ich mit Küchenrohkost klar komme: Der Küchenchef meinte schon, dass da nach seiner Erfahrung jegliche Sperre entfällt (was natürlich einer Überlastung Tür und Tor öffnet).

Stuhlgang: Mehrmals kleiner Mengen, eher fest.


2012-12-24

Zum Hotel:

  • Das Personal ist sehr nett und zuvorkommend.
  • Das Frühstücksbuffet ist zweigeteilt: Es gibt einen Rohkostbereich und einen traditionellen Bereich.
  • Es gibt kostenlos aufbereitetes Wasser auf dem Zimmer (man kann sich beliebig Nachschub in der Küche holen).
  • Zimmerausstattung ist auf 3-Sterne-Niveau.
  • Die Zimmer sind recht hellhörig (über uns sind spät abends noch Gäste eingezogen, die auch morgens schon früh wieder aktiv waren, was unsere Nachtruhe etwas beeinträchtigt hat).
  • Ich habe mit dem Eigentümer gesprochen: Er hat das Hotel vor wenigen Monaten im laufenden Betrieb übernommen (es hieß „Hotel Berlin“). Er hatte ursprünglich vor, ein reines Rohkosthotel aufzuziehen, und es auch so zu nennen – allerdings sind ihm auch so schon viele Stammkunden weggebrochen, so dass er den Name des Hotels jetzt doch etwas moderater gewählt hat und auch nach wie vor Kochkost mit anbietet.
  • Das als Vierbett-Zimmer gebuchte Zimmer ist für vier Personen nicht sonderlich groß. Es hat zwei fest installierte Betten und eine für zwei Personen hergerichtete Aufbettung (geschätzt 1.85x1.45), auf der es insbesondere für unseren großen Sohn (16 Jahre alt, über 1.7m groß) schon recht eng zugeht. Vier Erwachsene würden sich definitiv auf die Füße treten und ein Streit um die fest installierten Betten wäre nahezu unausweichlich (und ich sehe den gewährten Kinderrabatt jetzt eher im Zusammenhang mit der Verpflegung als im Zusammenhang mit der Raumgröße und –ausstattung).
  • Es ist kein Duschbad oder ähnliches auf dem Zimmer verfügbar. Wir haben uns mit unserem eigenen Duschbad und Haarwaschmittel ausgeholfen.


1. Mahlzeit

  • grüner Smoothie (Spinat, Apfel, Banane, Dattel, …)
  • Rohkost-Kakao (auf Mandelbasis)
  • Kaki (in Scheiben geschnitten, mit einer Bananenscheibe garniert) - habe zweimal den Obstteller leergeräumt :-)
  • Cherimoya (1.Stk) – gut reif, aber warm (mit etwas Glück bekomme ich morgen gekühlte)
  • Mango Edward mit Schale (Orkos) –die Kostprobe auf dem Obstteller hat gut gerochen und auch gut geschmeckt, habe mir daher noch eine ganze bringen lassen (schon aufgeschnitten, ohne Kern)
  • Apfelbanane (Orkos, ~6 Stk.)
  • getrocknete Feige (4 Stk.)


2. Mahlzeit

  • eingeweichter brauner Leinsamen (1/2 Tasse)
  • Rahmchampignon auf Paprika-Spinat
  • Zucchini-Spaghetti mit Tomatensoße (der Rest, den der Jüngere nicht aufgegessen hat)

Die Portionen dürften durchaus etwas größer ausfallen – ich werde hier nur satt, wenn ich immer noch mindestens ½ Portion zusätzlich vom Jüngeren bekomme. Eben hat auch eine ältere Dame nach einen Nachtisch gefragt (der allerdings nicht verfügbar war). Sie hat sich dann mit einer Banane zufrieden gegeben. Habe mich schon mal nach dem großen Heiligabend-Buffet erkundigt: Durian und Safus wird es nicht geben, aber dennoch soll wohl jeder satt werden … ich lasse mich überraschen.

Zwischenmahlzeit: Zwei Mandarinen und viell. zehn Walnüsse (waren schön groß; haben gesperrt; waren zum Teil schon offen (konnte sie einfach mit der Hand in zwei Hälften drehen – werde dann vielleicht mal nach der Quelle fragen).
Einschub: Die Quelle ist ein lokaler Großhändler. Nachdem mir nach dem Genuss der Nüsse immer kälter wird, wage ich an der Rohkostqualität dieser Walnüsse zu zweifeln.

3. Mahlzeit, das große rohköstliche Heiligabend-Buffet, bestehend aus

  • Brot [vier Sorten] (ich probiere alle Sorten, sind alle gut)
  • Ratatouille [Aubergine, Zucchini, Paprika, Tomate, …] (zwei Teller)
  • Tsatsiki [Sonnenblumenkerne, Zitrone, Knoblauch, Dattel, …] (etwas zum Ratatouille)
  • „Braten“ [Walnüsse, Sonnenblumenkerne, getrocknete Tomaten, …] (nur eine Kostprobe)
  • gefüllte Avocado [Avocado, Oliven, Orange] (1/2 Stk.)
  • grüner Salat [Kopfsalat] (1 Teller)
  • gelber Salat [irgendwelcher Kohl mit einem gelb färbenden Gewürz] (nur gekostet, heute nicht mein Fall)
  • Dessert [Apfel, Granatapfel, Casshewcreme] (1.5 Stk, mit zeitlichem Abstand)

Ich begrenze die Mengen bewusst mit dem Verstand – ich hätte definitiv von allem doppelt so viel essen können. Es bleibt einiges übrig, was ich echt bedaure, insbesondere wenn ich den Aufwand betrachte, mit dem all diese Dinge zubereitet worden sind, und der vermutlich nur von den Wenigsten gewürdigt wird (für mich möglichst naturnah Essendem ist es mal eine nette Abwechslung; für einige der anwesenden Kochköstler scheint es schon zu fremd).

Stuhlgang: zu Tagesbeginn zweimal kleine Mengen in Bröckchenform, später am Vormittag und im Laufe des Nachmittags dann wieder größere Mengen in Wurstform


2012-12-25

1. Mahlzeit: Ich trinke einen grünen Smoothie und einen Kakao. Das Obstangebot gleicht dem von gestern (Kaki, Mango) – nur mag ich heute nicht wieder das gleiche Obst essen – und Gemüse mag mein Körper heute früh gar nicht (probiere mal Tomate und Paprika). Dann entdecke ich doch etwas Papaya auf einem Obstteller, die ich mir sogleich sichere, und um Nachschub bitte. Da mir die Kostprobe Papaya mundet, passe ich den Nachschub ab und nehme der Dame gleich den ganzen Teller ab. Man lässt es sich hier nicht nehmen, das Obst ansprechend zu präsentieren, obgleich ich schon mehrfach erwähnt habe, dass ich mit einer ganzen Frucht zufrieden bin, und man sich den Aufwand mit dem Aufschneiden und Trappieren sparen könnte.

Da wir verschlafen haben und nur wenig Zeit bis zum Beginn der geführten Wanderung durch den Weltwald verbleibt, lasse ich es damit bewenden.

2. Mahlzeit: Zur Auswahl stehen an Obst Ananas, Cherimoya und Banane; an Gemüse Tomate, Gurke, Zucchini und Paprika; sowie Rohkostbrot. Mein Herz schlägt für’s Obst, aber zuvor hätte ich gern etwas Grün. Der Küchenchef hilft hier aus, und bringt mir einen Salatteller (Petersilie, Spinat, Blattsalat und Asiasalat). Sofort mache ich mich über diesen Teller her. Danach würde ich gern mit Ananas fortsetzen, nur hat die unserem Jüngeren auch schon geschmeckt (er hat ¾ Ananas vertilgt!). Der Küchenchef kann aber auch hier aushelfen, und sucht noch eine reife in seinem Vorratskeller heraus. Die bekomme ich in Portionen: Erst ein Teller mit ¼ der von meinem Sohn übrig gelassenen und ½ der neuen – und auf Nachfrage dann auch noch die zweite Hälfte der neuen. Gesperrt hat bis dahin noch nichts wirklich, aber nachdem keine reifen Ananas mehr verfügbar sind, greife ich zu den Cherimoyas. Es liegen drei kleine Exemplare aus, von denen unser Jüngerer schon eine geöffnet hat. Diese hat seinen Geschmack jedoch nicht getroffen, so dass sie mir nahezu komplett zur Verfügung steht. Ich esse alle drei auf, und frage wieder nach mehr. Leider gibt es keine reifen Exemplare mehr, so dass ich zum Sattwerden auf Banane umschwenke. Der Küchenchef hat noch drei leckere Urbananen im Vorratskeller, die nach mehr schmecken … das Mehr decke ich dann mit weiteren vier konventionellen Bananen (Urbananen gibt es keine mehr). Nun bin ich zufrieden, und das Obstbuffet ist fast leer (eine Banane lasse ich übrig :-)).

Zwischenmahlzeit: Eine der mitgebrachten Kokosnuss-Pagoden beginnt außen zu schimmeln (wir lagern diese auf dem Balkon, und da ist es gegenwärtig wohl einfach zu warm und zu feucht). Ich begebe mich mit dieser Kokosnuss also in Richtung Küche, und verzehre sie da (nach der üblichen Prozedur des Leerens und Öffnens, wobei man mir in der Küche bereitwillig mit den notwendigen Utensilien weiterhilft).

3. Mahlzeit: Es gibt eine Brokkoli-Zubereitung auf Pastinaken-Reis an Sesam-Sauce. Ich esse meinen Teller brav auf, wohl wissend, dass ich Pastinake pur bisher nie in dieser Menge gegessen habe (hat typischer Weise immer nach einer kleinen Menge gesperrt). Unser Jüngerer verweigert das Essen komplett (er hat von allem gekostet, aber nichts hat ihm geschmeckt), und bekommt mit Gurkenscheiben belegte Käsebrote. Ich koste eine Gurkenscheibe und finde Gefallen daran … also frage ich nach Gurke … und bekomme Gurke, während die anderen drei Familienmitglieder ihr Bananeneis serviert bekommen. Die Gurke schmeckt, und so frage ich nochmals nach mehr – und bekomme noch einen weiteren Teller mit aufgeschnittener Gurke. Ich bin selbst überrascht, wie gut die Gurke heute Abend geht … frage aber dann doch kein drittes Mal nach Nachschub.

Stuhlgang: Über den Tag verteilt zweimal eine größere Menge jeweils in Wurstform. Abends nochmal ein wenig, jetzt eher breiig, und ich benötige Toilettenpaper – das erste Mal seit langem, hängt wohl mit dem Durcheinander gestern Abend zusammen.


2012-12-26

Mahlzeit 1: Das Rohkost-Buffet sieht wieder recht übersichtlich aus (links Rohkostbrot, rechts daneben zwei rohköstliche Brotaufstriche, in der Mitte ein grüner Smoothie, rechts zwei Obstteller und eine Schüssel mit Kumquats; dann sieht man noch Denaturiertes: ganz rechts Joghurt und im Hintergrund Cerealien).


Ich trinke zwei Smoothies (wie üblich ist da wohl Spinat und Banane drin), einen Kakao (wird hier leider nicht mit frischer Kokosnuss zubereitet, sondern mit Mandelmus), dann hole ich mir die vier Birnenspalten und die paar Stücke Orange, die sich noch auf dem Obstteller befinden, und esse zwei mitgebrachten Maracujas. Nach einigem Warten gibt es noch einen weiteren Obstteller, den ich komplett abgrase – erst Birne und Orange, danach die Banane. So richtig satt bin ich davon natürlich immer noch nicht … In meiner Verzweiflung greife ich zur Schokocreme (keine Ahnung, was da alles drin ist, aber sie sättigt und sollte im Zusammenhang mit dem Obst zu keinen größeren Verdauungsproblemen führen). Das Warten lohnt sich – letztlich gibt es noch einen Teller mit Kaki … natürlich wieder schön in Scheiben geschnitten und auf dem Teller drapiert … insgesamt viell. eine ganze Kaki. Damit sollte ich über die Runden kommen. Alternativ hätte ich noch Kumquats (schmecken recht strohig), Rohkostbrot und Gemüse essen können. Letzteres habe ich auch mit einer Scheibe Rohkostbrot und je zwei Scheiben Tomate und Gurke probiert, bin damit aber nicht wirklich warm geworden (und so recht will das auch nicht zum Kakao passen).

Überlegungen: Ich frage mich, wie das wohl laufen würde, wenn sich meine ganze Familie 100%ig rohköstlich ernähren würde. Frau und Kinder weichen regelmäßig auf die auch angebotene denaturierte Kochkost (Brötchen, Käse, Nutella) aus … aber auch den Damen am Nachbartisch ist das Obstangebot zu gering. Wäre ich noch Kochköstler und würde hier in einem „Rohkosthotel“ das Frühstücksangebot sehen, würde ich vermutlich eher abgeschreckt.

Wir fahren normalerweise in ein Hotel, um uns da verwöhnen zu lassen – mal etwas zu essen, wofür wir zu Hause den Aufwand scheuen. Hier müssen wir uns nun aber eher einschränken: Zu Hause ist das Obstangebot zum Frühstück deutlich umfangreicher, woran sich zwischenzeitlich auch die Kinder sehr gewöhnt haben.

Was mich darüber hinaus verwirrt, ist, dass der Küchenchef selbst nicht kongruent zu seinem Angebot für die Gäste speist: Er ist Sprossen- und Weizengras-Fan. Das Fehlen von Sprossen wird mit hygienischen Aspekten begründet, das Fehlen von Weizengras (und daraus gepresstem Saft) mit den mit dessen Genuss eventuell auftretenden radikalen Entgiftungserscheinungen. Aber: Wenn ich schon ein Hotel mit Rohkostanspruch betreibe, dann bevormunde ich doch meine Gäste nicht, oder? Notfalls bringe ich einen Hinweis an: „Kann zu starken Entgiftungserscheinungen führen – Verzehr auf eigene Gefahr!“ ... vermutlich wird es dann hier wohl auch nie Sapote Amarillo geben …

Kurs: „Weihnachtsschleckerei ohne Zucker“ (Beginn 10:40): Ich lerne einiges, und fülle im Verlauf des Kurses meinen Magen mit diversen Leckereien, die wir selbst zubereiten:
  • Mandel-Chai-Latte [Mandeln, Wasser, Kakaopulver, Zimt, Ingwer, Kardamom, Nelke, Pfeffer, Datteln] (zwei Glas) – das wärmt tatsächlich, einer Teilnehmerin wird regelrecht heiß :-)
  • Rohkost-Schokolade [Kokosöl, Kakaobutter, Mandelpüree, Kakaopulver, Mandeln, Agavendicksaft] (zwei Pralinen, etwas von einer Schokoladentafel)
  • Schokoladenkuchen [Mandeln, Feigen, Datteln, Zucchini, Kakaopulver, Vanille, Salz] (2 Stk.)

Der Kurs ist sehr ansprechend, und Herr Sievers beantwortet bereitwillig alle Fragen aus dem Publikum. Wir sprengen das Zeitlimit, der Kurs endet letztlich erst 13:30. Das war dann gleichzeitig das Mittagessen – für die Fans des eher Herzhaften gäbe es noch Rohkostbrot, Gurke, Möhre, Paprika und eine Art Tsatsiki. Mir reicht die süße Runde – ich halte damit gut bis zum Abend durch.

Mahlzeit 3:
  • Ich habe mal wieder das Bedürfnis nach Salz und trinke vor dem Essen nicht nur normales aufbereitetes Wasser, sondern auch Salzwasser.
  • eingeweichter Leinsamen (1/2 Tasse) – der Küchenchef hat sich an meinen Wunsch erinnert
  • Gazpacho (1 Teller) – habe auf den noch fast vollen Teller des Jüngeren gehofft, aber da war der Ältere schneller (ihm hat das Gazpacho offensichtlich auch geschmeckt, und er hat auch Hunger)
  • im Saft von roter Beete marinierte Zucchini-Spaghetti mit Walnuss-Pesto (~1.3 Teller) – der Jüngere hat etwas übrig gelassen, meine Frau und ich haben es uns geteilt
  • Beeren mit Cashew-Vanille-Sauce (reichlich 1 Glas) – der Jüngere bekommt einen Nachschlag und lässt mir etwas übrig, da ich für ihn gefragt habe :-)

Hat heute alles sehr gut geschmeckt. Über das Thema Küchenrohkost muss ich mich an dieser Stelle ja nicht noch einmal auslassen – ist für mich hier einfach mal ein Experiment. Bei den Portionsgrößen ist eine Überlastung so wie so ausgeschlossen … selbst die beiden Damen im gesetzteren Alter am Nachbartisch fragen regelmäßig nach einem Nachschlag.

Überlegungen: Was mich auch verwundert ist die Tatsache, dass das Obst wie in der traditionellen Kochkost zum Dessert gereicht wird, wobei doch bekannt ist, dass Obst am schnellsten verdaut wird und daher eher zum Beginn der Mahlzeit verzehrt werden sollte (wenn man schon unbedingt Obst mit etwas anderem kombinieren möchte).

Anmerkung: Nachdem auch noch künstliches Süßungsmittel und Zucker neben dem Salz auf den Tischen steht, frage ich nach der Salzqualität. Der Hotelinhaber bekräftigt, dass es sich dabei um Meersalz handelt, dabei riecht das Salz definitiv nach Jod. Ich habe den Verdacht, dass diese Dinge noch nicht neu aufgefüllt worden sind (auch der Zucker ist vermutlich normaler raffinierter Kristallzucker und kein Vollrohrzucker).


2012-12-27

Mahlzeit 1 – das letzte Frühstück im Hotel, das Buffet sieht wie folgt aus: Links der rohköstliche Teil, die Schüsseln auf der rechten Seite enthalten Joghurt (keine Rohkost), links (nicht mehr im Bild) steht heute ein Warmhaltegerät für Eier und Fleischklößchen (ebenfalls keine Rohkost):


Ein Schwenk nach rechts offenbart weitere denaturierte Kost:




Ich konsumiere:
  • grüner Smoothie (ein Glas)
  • Rohkostkakao (1/2 Glas, schmeckt heute irgendwie nicht)
  • Granatapfel
  • Cherimoya
  • Banane (Cavendish, 2 Stk.)

Die Granatapfelbeeren kommen peu à peu, ebenso die Cherimoya – zwischendurch sieht das Rohkostbuffet immer mal wieder so aus:


Schlussendlich kommt der Küchenchef nochmals von Tisch zu Tisch und fragt, ob noch etwas gewünscht wird. Ist natürlich schwierig für mich, mir etwas zu wünschen (ich rieche und schmecke lieber und entscheide dann). Unverfänglich und sättigend sind immer Bananen, und so wünsche ich mir welche (und bekomme zwei aus dem lokalen Handel).

Kommentare zum Angebot:

  • Weihnachtlicher Begrüßungscocktail – es gab am ersten Abend einen rohköstlichen Cocktail
  • 4 Übernachtungen mit Vollpension – Leistung wurde erbracht
  • 1 Teilnahme am Kurs: „Weihnachtsschleckerei ohne Zucker“. Unser Küchenchef Andreas Sievers gibt ein paar Geheimnisse seiner Kunst preis und zaubert zusammen mit Ihnen traumhafte Leckereien. – dieser Kurs ist aus meiner Sicht sehr zu empfehlen, er war kurzweilig und lehrreich
  • 1 Teilnahme am großen Heiligabend-Buffet mit einer Kreation aus saisonalen Früchten verschiedener Ländern zusammen mit Gourmet-Rohkost-Spezialitäten – am Heiligabend-Buffet gab es keine Früchte, weder saisonale noch anderweitige
  • 1 ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für jeden Gast – und ein Weihnachtsmann, der die Geschenke verteilt (individualisiert nach Kind / Frau / Mann) und mit dem wir gemeinsam Weihnachtslieder gesungen haben, sehr schön gemacht
  • 1 Teilnahme am Weihnachtsmenü – keine Ahnung, was das genau hätte sein sollen (neben der Vollverpflegung und dem Heiligabend-Buffet gab es keine weitere Verpflegung … war ja auch nicht notwendig)
  • 1 geführte Wanderung durch den Weltwald – okay, das war eher ein gemeinsamer Spaziergang, durchaus nett, aber nicht unbedingt unter der Rubrik „Leistung“ zu erwähnen


Überlegungen: Das Hotel gehört Matthias Birkhölzer, der Küchenchef Andreas Sievers ist selbständig. Für Events, wie Weihnachten und Silvester, wird Andreas von Matthias quasi gebucht. Andreas erhält dann von Matthias eine Vorgabe, was er pro Teilnehmer pro Tag (inkl. aller Kosten) ausgeben darf, sowie die Anzahl der Personen für jede Mahlzeit. Leider stimmten diese Angaben oft nicht, so dass Matthias nicht im geplanten Maß zubereiten konnte – letztlich konnte er noch von Tag zu Tag planen konnte.

Das Hotel befindet sich aus meiner Sicht gerade in einer Selbstfindungsphase, und Matthias ist sicher noch am Anfang mit dem ganzen Projekt.

Gegenwärtig wäre man mit noch mehr (insb. instinktiven / sinnesorientierten / pure Lebensmittel bevorzugenden) Rohköstlern schnell überfordert … da hilft nur, den Fokus (und die Mittel) noch mehr von der Zubereitung der Nahrung auf die Beschaffung der Nahrung zu lenken (von mir aus muss da niemand den ganzen Tag in der Küche stehen – viel wichtiger wäre mir eine größere Lebensmittel-Auswahl und -Verfügbarkeit). Qualitativ hochwertige frische unverarbeitete Lebensmittel waren nicht wirklich im Überfluss vorhanden … und das ist aus meiner Sicht das A und O. Das beginnt mit vielem Grün (was nicht wirklich teuer ist, aber eben beschafft und eventuell auch gepflegt werden will – d.h. möglichst dunkles Blattgrün aus dem Bereich der sieben Helfer (siehe Angelikas Buch), ergänzt durch weiteres dunkles Blattgrün (Spinat, Postelein, Feldsalat, …)); und geht weiter über lokales Obst (es gab über die vier Tage vermutlich nur einen einzigen Apfel auf dem Frühstücksbufett, auch Birne war nicht wirklich reichlich vorhanden … auch wieder Dinge, die nicht wirklich großen finanziellen Aufwand bedeuten), Gemüse (es waren noch nicht einmal Süßkartoffeln vorrätig – nach Topinambur etc. habe ich gar nicht erst gefragt), und hört bei tropischen Früchten noch nicht wirklich auf (die nur in homöopathischen Dosen gereicht wurden) – ich denke da nur an die oben genannten Keimlinge und Sprossen, Weizengrassaft und andere Greenjuices oder Algen. Mit Mangeldenken (und sich daraus ergebender Mangelwirtschaft) wird langfristig kein Erfolg möglich sein.

Das Team selbst ist engagiert, und man ist immer bereit für ein Gespräch, Anregungen etc. Allerdings schien man bereits bei halber Hotelbelegung personell an die eigenen Grenzen zu stoßen … keine Ahnung wie das laufen soll, wenn das Hotel jetzt über Silvester tatsächlich ausgebucht ist.

Ein denkbarer Ansatz ist dabei sicher die Idee von Matthias, Lebensmittel einzukaufen und dann zum Selbstkostenpreis weiterzuverkaufen: Dann wäre das Buffet reich bestückt, und jeder Gast könnte selbst nach Gutdünken, Bedarf und Geldbeutel auswählen. Das hätte (zumindest bei einem recht kleinem Hotel wie diesem) den Vorteil, dass es unter den Gästen keine Ungerechtigkeiten oder gar Konkurrenzkampf hinsichtlich besonders teuer Lebensmittel (z.B. Durian, Mangostane oder ähnlichem) gäbe.

Einen Punkt möchte ich noch ergänzen, der für Rohkost-Interessierte eine zusätzliche Hürde darstellt (und für Rohköstler ohne verstandesgemäße Einschränkung der Lebensmittelpalette ebenso ein K.-o.-Kriterium sein könnte): Die Ausrichtung auf roh-vegan ... insbesondere, wenn parallel für die Kochkostsüchtigen auch Eier, Wurst, Fleisch, Honig, Käse, Milch etc. angeboten werden (wofür es ja im Roh-Bereich durchaus entsprechende Korrespondenzen gibt). Rohköstler können dann ja selbst wählen, was sie davon essen - aber wenn die tierischen Produkte im Rohbereich fehlen, entsprechend denaturierte Varianten aber angeboten werden, dann greifen womöglich selbst Rohkost-Enthusiasten zum Denaturierten, wenn ein entsprechender Bedarf da ist - und an der Rohkost Interessierte empfinden das dann schnell als Schmalspur-Ernährung, und wenden sich wieder ab.

Andreas teilte mir im Nachhinein mit, dass er mir zum Thema Buffet und dessen Aufteilung zustimmt und fügt hinzu, dass es so nicht abgesprochen war, als er für die beiden Termine zugesagt hat. Er ist davon ausgegangen, dass er deutlich mehr Platz hat und dass das Buffet mindestens vegetarisch ist. Das mit der Familie von Matthias und deren Essgewohnheiten (traditionelle Kochkost) hätte man nicht parallel zu den Essenszeiten der Gäste stattfinden lassen sollen. Aber diese Entscheidung hat er nicht treffen dürfen/können. Grundsätzlich war die Idee bei der Planung, den Gästen ein Angebot an verschieden Rohbroten, Aufstrichen und Getränken neben einem ausreichenden Obst- und Gemüseangebot zu bieten. Bei der Planung ist Andreas dann davon ausgegangen, dass alle Gäste alles vom Buffet essen. Leider fehlten ihm für die Planung genauere Angaben über die Essgewohnheiten der Teilnehmer. Mit Sicherheit sind da noch einige Verbesserungsmöglichkeiten vorhanden – eine wäre zum Beispiel, bei der Buchung die Essgewohnheiten der Gäste mit abzufragen, um die Ausrichtung noch gezielter auf das jeweilige Publikum abstimmen zu können.

von Ralphus - am 20.03.2013 22:31

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-27 nachmittags

Mahlzeit 2 – wir sind wieder zu Hause, und es geht erst mal in den Garten und ans Fensterbrett:

  • Salbei
  • Minze
  • Rucola
  • Petersilie
  • Eberraute
  • Majoran
  • Oregano
  • Thymian
  • Basilikum

Habe diese Kräuter als täglichen ein- oder zweimaligen Aperitif wirklich vermisst. Danach ist der Tisch



reich gedeckt



(das Bild zeigt nur eine erste Auswahl – ich habe mir dann noch weitere Äpfel und Kaktusfeigen geholt, ebenso wie Kakaobohnen und Aprikosenkerne - hingegen waren die Zitrusfrüchte für mich in dem Moment nicht attraktiv):
  • Apfel (4 Stk., verschiedene Sorten)
  • Kaktusfeige (4 Stk. rot, 4 Stk. grün, insg. brutto 1 kg) – hätte nie gedacht, dass die mir so gut schmecken, werde ich gleich bei der nächsten Orkos-Bestellung wieder mit berücksichtigen (die letzten, die ich im Spätsommer aus dem Bio-Markt hatte, schmeckten eher langweilig)
  • Banane rosa (4 Stk.)
  • Datteln (~10 Stk., Barhi soft & Medjool kristall)
  • Kakaobohnen (~5 Stk.)
  • Mandeln in der Schale (viell. 15 Stk.)
  • Aprikosenkerne (6 Stk. süß, 1 Stk. bitter) – der bittere Kern entfaltet ein unheimliches Aroma
  • Rohkost-Weihnachts-Konfekt (Keimling, 1 Kugel, schmeckt nach dem bitteren Aprikosenkern eher fade)


Mahlzeit 3:
Ich habe nach einigen Tagen Abstinenz Fleisch eingeplant, und mir dafür zwei Sorten Reh aus dem Kühlschrank geholt: Die eine Sorte lagerte offen (und ist angetrocknet), die zweite Sorte war bisher vakuumiert (und daher noch recht frisch). Ich beginne mit Kopfsalat … und dann folgt eine Überraschung: Keine der beiden Sorten Reh sagte mir zu. Beide rochen unterschiedlich (das angetrocknete stärker), nicht abstoßend, aber auch nicht sonderlich anziehend. Ich habe auch beide Sorten gekostet – mit dem gleichen Ergebnis.
Irgendwie scheint mir das Gemüse auf dem Tisch viel reizvoller … und das rohköstliche Bärlauch-Tomaten-Pesto (Vita Verde) duftet unglaublich verführerisch. Ich koste Tomate, Gurke und Paprika – und meine Wahl fällt eindeutig auf die rote Paprika: davon esse ich 1.5 Stück (mehr ist nicht da). Dann koste ich mehrmals von dem Pesto, und frage mich, was mich daran so anmacht. Vermutlich ist es der Bärlauch … werde also schauen, dass ich den in purerer Form beschaffen kann. Als vorläufige Alternative hole ich mir eine Knoblauchzehe, und knabbere etwas daran. Nach einer recht kleinen Menge schlägt die Sperre unbarmherzig zu – ich muss einige Male sehr tief durchatmen.
Naja, und dann steht da noch so ein Verführer auf dem Tisch: Pecorino (von Fattoria La Vialla). Er schmeckt einfach himmlisch - ich esse davon vielleicht 50 g, dann stellst sich Zufriedenheit ein. Aber die Frage bleibt: Wenn dieser Käse nicht zur ursprünglichen natürlichen Nahrung meiner Vorfahren gehörte – worauf hat sich dann der Instinkt derart ausgerichtet, dass mir dieser Käse so vorzüglich mundet? Es ist sicher nicht die Milch (auf Milch, Butter oder Joghurt habe ich keinen Appetit). Bleiben die Fermentations-Produkte. Wo genau aber gibt es die in Natur?

Stuhlgang: Ich habe schon seit gestern häufiger den Eindruck, dass etwas heraus will, aber nicht so recht kann … es kommen immer nur kleine Mengen harten Stuhls. Der Stuhl ist zu fest, und damit die Verweildauer zu groß.

von Ralphus - am 21.03.2013 21:27

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-29

Masse: 65 kg (morgens) – die Waage offenbart, dass ich nicht wirklich zugenommen habe … vielmehr war das gestern gemessene Mehr an Masse wohl tatsächlich eher einer gewissen Darmträgheit und Verschlackung zuzurechnen, und hat sich durch entsprechend intensivierte Ausscheidung über den gestrigen Tag wieder abgebaut

Kräutermix:

  • Malvenartige: %
  • Korbblütenartige: Currykraut
  • Kreuzblütler: %
  • Doldenblütenartige: Petersilie
  • Lippenblütenartige: Oregano, Basilikum, Minze, Rosmarin, Salbei, Majoran
  • Süßgrasartige: Gras,
  • Raublattgewächse: %


Mahlzeit 1: 12:00 – 13:00
  • Kräutermix
  • Petersilie & Rucola (20g) – etwas größere Menge extra, die Petersilie sperrt, den Rucola esse ich auf
  • Grapefruit Ruby (970g, 4 Stk.) – wird dann zu sauer und beginnt im Hals zu kratzen
  • Mandarine (185g) – Lückenfüller vom Familienobstteller
  • Ananas Mauritius (605g, 7/8 Stk.) – 1/8 hat der Jüngere schon weggefuttert …

Mal wieder eine wirklich gelungene Zitrusfrüchte + Ananas-Mahlzeit!

Gegen 15:00 gehe ich nach langer, langer Zeit mal wieder Joggen – das sonnige milde Wetter lädt förmlich dazu ein, und ich fühle mich fit genug und habe Lust. Die reichlich 5 km sind in reichlich einer halben Stunde bei gemächlichem Tempo locker abgespult … und mein Körper freut sich, dass ich ihn mal wieder auf diese Weise auf Temperatur bringe.

Mahlzeit 2: 17:30 – 18:30
  • Kokosnuss-Wasser (~250ml) – teile ich mir mit meiner Frau
  • Granatapfel (220g, 1/2 Stk.) – meine Göttergattin hat nur eine Hälfte ausgepult, ich könnte einerseits noch mehr essen, habe andererseits aber nicht genügend Motivation, dafür jetzt den Tisch zu verlassen
  • Cherimoya (95g, 1 Stk.) – es ist nur diese eine reif
  • Litschi (485g, 38 Stk.) – noch ist keine Sperre in Sicht (mal davon abgesehen, dass ich mir auf die Unterlippe gebissen habe), aber für mehr müsste ich in die Garage …
  • Dattel (140g, 15 Stk. Barhi soft, 3 Stk. Medjool kristall) – die aus dem Keller geholten Barhi waren aufgegessen (der Jüngere hat mitgeholfen), die dritte Medjool wird im Mund klebrig/pappig
  • Kokosnuss-Fruchtfleisch (95g) – das Kauen fällt immer schwerer, ich beiße mir wieder auf die Unterlippe
  • Esskastanie (11g, 1.5 Stk) – ein Rest, liegt schon länger; intensiver, eigenwilliger Geschmack, sehr schwer zu kauen
  • Kakaobohnen mit Fruchtfleisch (12g, 5 Stk.) – Bohnen stammen aus einer Schote, nach den fünf Stück reicht es mir
  • Gewürze – ein Biss an eine Zimtstange und der Inhalt einer Kardamom-Samenkapsel


Mahlzeit 3: 21:20 – 22:10
  • eingeweichter Chia-Samen (1/2 Tasse)
  • Rapunzel (105 g) – da war ja echt Bedarf da, hab die ganze Packung niedergemacht
  • Tomate (25 g als Salat, 78g = 1 Stk.) – löst keine Höhenflüge aus
  • Rinder-Rohmilchkäse (Tomme Fermiere, 50g)
  • Ziegen-Rohmilchkäse (Zuheros Sujaira natur, 56g)

Bei beiden Käsesorten reicht die vorhandene Menge – mehr brauche ich davon nicht, aber in beiden Fällen war der Geschmack insb. anfangs genial. Bin schon gespannt, was meine Verdauung dazu sagt.

Stuhlgang:

  • 10:50 eine mittlere Menge, eher bröckelig, tendenziell zu fest
  • 13:20 eine mittlere Menge, immer noch recht bröckelig
  • 21:00 eine kleinere Menge, immer noch recht


Trinken: habe heute nur vor der ersten und vor der dritten Mahlzeit getrunken (das scheint mir insgesamt etwas zu wenig, und erklärt vielleicht auch den etwas festen Stuhl)

von Ralphus - am 22.03.2013 22:51

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-30

Masse: 64.9 kg (morgens)

Kräutermix: 10:30

  • Malvenartige: %
  • Korbblütenartige: Löwenzahn, Eberraute
  • Kreuzblütler: Gartenkresse
  • Spargelartige: Schnittlauch – irgendwie ist mir der Schnittlauch zurzeit viel zu scharf
  • Doldenblütenartige: Petersilie
  • Lippenblütenartige: Basilikum, Minze, Rosmarin, Thymian, Salbei, Majoran
  • Süßgrasartige: Gras
  • Raublattgewächse: %


Mahlzeit 1: 11:30 – 12:30
  • eingeweichter Flohsamen (1/2 Tasse)
  • getrocknete Alge „Meersalat“ (2g) – irgendwie komme ich an den Meersalat nicht ran (ist heute nach längerer Pause der zweite Versuch
  • Spinat (30g) – dann ist er alle
  • Süßkartoffel (303g) – irgendwann wird die Kartoffel zu langweilig
  • Rührei (135g, 3 Hühnereier) – habe die drei Eier aufgeschlagen, verrührt und im Wasserbad auf reichlich 30°C erwärmt

Die Idee zu dieser Lebensmittelabfolge kam mir jüngst, als meine Frau Spinat mit Kartoffeln und Rührei zubereitet hat – nur dass ich die Lebensmittel roh und sequentiell zu mir nehme.

Mahlzeit 2: 16:15 – 17:00
  • Mandel-Chai-Latte (~100ml)
  • Pepino (505g, 2 Stk.) – mal etwas anderes, aber nichts, was ich jetzt größere Begehrlichkeiten nach häufigerem Genuss hervorgerufen hat
  • Apfel-Banane (920g, 19 Stk.) – ein Hochgenuss
  • Cacao Buckwheaties (65g) - mal wieder ein Ausflug in die Küchenrohkost () – die schmecken mir ganz gut
  • Chocolate Cookies mit Cashew Cream – der Preis für dies Cookies regelrecht unverschämt (67.40€/kg), und so gut sind sie nun auch wieder nicht
  • getrocknete Wildaprikosen (27g) – der Geschmack ist angenehm intensiv, aber der Bedarf nur gering
  • Macadamianüsse in der Schale (16g, 10 Stk.)

Das Testen der diversen Kochkostprodukte dient hauptsächlich dazu, die Qualität zu testen und Anregungen für eigene Kreationen zu erhalten. Ab und zu kann man sich ja mal etwas Gemischtes / Verarbeitetes gönnen (Bedarf vorausgesetzt) – das fördert die Gemeinsamkeit mit dem Rest der Familie. Wenn wir das dann selbst herstellen, wird es sicher auch verstärkt von den Kindern angenommen, und ist vermutlich immer noch besser als Küchenkochkost.

Mahlzeit 3: 20:20 – 21:00
  • eingeweichte getrocknete Alge Wakame (210g eingeweicht)
  • Putenleber (114g) – schmeckt heute wieder lecker, aber das kleinere Stück aus der Packung von ebl reicht mir (ärgerlich, dass die da so große Packungsgrößen haben, über 400g am Stück sind mir zu viel, und frisch schmeckt sie mir am besten)
  • Lolo Bianco (86g)
  • Hühnchenschenkel (12g) – das Hühnchen schmeckt gut, aber noch während des ersten Bissens realisiere ich vollends, dass ich eigentlich schon zufrieden bin; also gibt es den Schenkel voraussichtlich morgen


Betthupferl: 1:00 – lifefood chocolate Kirsche-Nuss (~60g)

Stuhlgang:

  • morgens eine mittlere Menge: fest, erst bröckelig, danach etwas weicher in Wurstsegmenten
  • nachmittags eine mittlere Menge, ähnliche Konsistenz wie vormittags
  • abends verstärkt Flatulenz – allerdings ist mir unklar, welche Mahlzeit diese verursacht


Trinken: Wasser vor bzw. zwischen den Mahlzeiten

von Ralphus - am 23.03.2013 09:29

*t* Ralphus' Rohkosttagebuch - 2012-12-31

Masse: 65.5 kg (morgens)


Mahlzeit 1: 12:25 – 13:00
  • Rucola (27g)
  • eingeweichter Hafer (55g)
  • Leinsamen-Mandel-Brot (7g) – nur mal kosten, die Mandeln passen nicht wirklich in diese Mahlzeit
  • Safu (324-200, 10 Stk.) – tatsächlich, nachdem der Körper mal etwas Zeit hatte, um das passende Programm zu laden, schmecken die Dinger genial … werde ich bei der nächsten Bestellung wieder mit berücksichtigen (auch wenn die Nachreifung doch ein wenig aufwendig ist)


Mahlzeit 2: 16:10 – 17:45
  • Kräutermix:

    • Korbblütenartige: Löwenzahn, Eberraute, Currykraut
    • Doldenblütenartige: Petersilie
    • Lippenblütenartige: Oregano, Basilikum, Minze, Rosmarin, Thymian, Salbei, Majoran
    • Süßgrasartige: Gras

  • Cherimoya (375g, 3 Stk.) – man, da könnte ich mich wieder reinlegen, aber jetzt sind sie alle; werde sie gleich für die nächste Bestellung mit vormerken
  • Apfel-Banane (1066g, 19 Stk.)
  • Kokosnuss-Fleisch (1/2 Nuss) – habe die Fruchtfleisch-Stücke gestern zum Anwärmen in den Trockner verfrachtet, und dann ebenda vergessen; so gab es heute getrocknetes Kokosnuss-Fruchtfleisch; auch mal nett, aber man muss noch mehr kauen
  • Tamarinde, süß (21g) – ein Rest; habe auch mal die saure Version probiert, die schmeckt wie saure Drops, aber ich kann davon nicht so ungebremst essen wie von der süßen
  • Feige (1 Biss) – interessehalber beiße ich noch mal an eine Feige, die ich heute bei Rewe gekauft habe … sie schmeckt irgendwie nur nach Wasser, es fehlt die Süße – irgendwann werde ich es wohl auch lernen, dass ich Feigen da nicht kaufen sollte


Mahlzeit 3: 22:30 – 23:40
  • eingeweichter Leinsamen (1/2 Tasse)
  • Rucola, Feldsalat, Lolo Bianco
  • Rohkostbrot (Mandel & Leinsamen), Rohmilchbutter und Rohmilch-Hartkäse (1 Sorte Ziege und 3 Sorten Kuh)

Hatte jetzt keine Waage mit am Tisch, aber nach einer Stunde Essenszeit und einer guten Magenfülle waren das jetzt doch keine gar zu kleinen Mengen

Stuhlgang:

  • 18:00 größere Menge, immer noch ein wenig zu fest
  • später abends nochmal eine kleine Menge, fest
  • 1:15 nochmal eine größere Menge, an Festigkeit abnehmend


Trinken: Wasser vor bzw. zwischen den Mahlzeiten

von Ralphus - am 23.03.2013 09:35
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