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Praxis-Forum für Kuren + langfristige Umstellungen
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vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
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*Susanne*, Entwanderer, binkeinMuggel, Angelika Allesroh, Manu1977, Bieni

*t* Aus dem Alltagsleben einer Rohköstlerin

Startbeitrag von *Susanne* am 31.03.2013 09:30

13. Woche 2013, Ostern


Ostern und Rohkost, dass sind zwei Dinge, die bei mir eng miteinander verknüpft sind. Ostern 1990 kam ich zum ersten Mal auf die Idee, dass die menschliche ebenso wie die tierische Ernährung aus rohen Lebensmitteln bestehen sollte. Nach langen Jahren des Experimentierens habe ich schließlich 2007 kurz vor dem Osterfest den Weg zur instinktiven Rohkost gefunden. Den 01. April betrachte ich seitdem als meinen rohen Geburtstag. :)

Mittlerweile kann ich mir nicht mehr vorstellen, etwas anderes als unverarbeitete rohe Lebensmittel zu essen, jedenfalls nicht bewusst. Dass sich ab und zu denaturierte Produkte in meine Auswahl schleichen, habe ich erst im Laufe des letzten Jahres gemerkt. Wirklich einwandfreie Lebensmittel scheinen im Moment fast ebenso selten zu sein wie echte Rohköstler. :confused:

Meine Auswahl an Lebensmitteln ist gegenüber früheren Jahren also sehr bescheiden geworden. Besonders tragisch finde ich das allerdings nicht. Wichtiger ist es mir, dass das, was ich im Haus habe, wirklich roh ist. Ab und zu trete ich zwar noch in Fettnäpfchen, aber ihre Anzahl scheint mir doch sehr viel geringer geworden zu sein.

Diese Woche habe ich mich in einem Luxemburger Supermarkt mit tropischen Früchten, in verschiedenen Bioläden mit Gemüse, Zitrusfrüchten und Blattsalat und bei einem Jäger aus der Region mit Fleisch vom Wildschwein versorgt. Mandeln, Haselnüsse und Walnüsse lagern bei mir im Keller. Außerdem haben die ersten Wildkräuter den Speiseplan bereichert. Ich bin froh, dass sich endlich der Frühling nähert. Bei Wildkräutern, Beeren und Obst aus dem eigenen Garten oder der näheren Umgebung kann man wenigstens voller Vertrauen zugreifen.

Sportlich habe ich es diese Woche wegen Renovierungsarbeiten im Haus eher ruhig angehen lassen. Für den Ostermontag ist auf jeden Fall ein Lauf über 10 Kilometer geplant. Eine Monatskarte für die Kletterhalle will ich mir nächste Woche auch wieder holen: Es gibt einige neue Routen, die ich noch nicht kenne.

P.S. Heute Nacht wurden viele Uhren auf europäische Sommerzeit umgestellt. Meine Uhren zeigen weiterhin normale *a* Zeiten an. Frau muss ja nicht jeden behördlich verordneten Blödsinn mitmachen.

Antworten:

Liebe Susanne !!!

Ich mache diesen Blödsinn auch nicht mit. Für mich gehen die Uhren auch weiterhin ganz wie vorher.
Für mich bedeutet es einfach Stress die Umstellung und mein Biorythmus würde total durcheinander kommen.


Liebe Grüße
Sabine !!!


PS: Arbeitsbedingt müsste ich dann schon um 1/4 4 Uhr (alte Zeit) aufstehen !!! - Nein Danke !!!

von Bieni - am 05.04.2013 05:01
Sportlich fing es diese Woche sehr gut an: Bei einem 10-Kilometer-Lauf auf amtlich vermessener Strecke bin ich am Montag unter 49 Minuten geblieben und war damit eine halbe Minute schneller als das letzte Jahr auf der gleichen Strecke. So darf es weitergehen. :-) Auch meine anderen sportlichen Aktivitäten wie Klettern oder Krafttraining liefen diese Woche sehr gut.

Meine Mahlzeiten waren ebenfalls sehr befriedigend. Beim Obst standen Zitrusfrüchte wie Clementinen und Apfelsinen im Vordergrund. Diese gab es fast täglich. Wildkräuter, Gemüsefenchel, Kohlrabi, Feldsalat, der erste Spargel und die ersten Erdbeeren aus Spanien, das pulverige Fruchtfleisch des Affenbrotbaumes, Apfelbananen, Mangos der Sorte "Kent", eine kleine Papaya, Grenadillen, Datteln "Medjool", Avocados verschiedener Sorten, Honig aus Neuseeland sowie Fleisch vom Wildschwein und Lamm aus Neuseeland vervollständigten den Speiseplan. Außerdem habe ich zum ersten Mal den Roten Schnapper probiert bzw. gegessen. Diesen Fisch hatte ich am Freitag in einem Trierer Fischladen entdeckt. Er ist nicht besonders fettreich und hat einen milden Geschmack. Ich bin kein großer Fischliebhaber und mehr wie 200 Gramm esse ich selten, aber bei diesem Filet war nach 180 Gramm nur deshalb Schluss, weil ich nicht mehr gekauft hatte.

Die Fleischportionen waren diese Woche sehr üppig und auch vom Obst durfte es immer etwas mehr sein. :-) Wenn ich das Essen nicht abwiegen würde, hätte ich davon kaum etwas mitbekommen, denn im Magen fühlte es sich nicht nach mehr wie sonst an. Bisher haben sich die großen Portionen auch nicht auf der Waage bemerkbar gemacht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. *a* Frau kann bei einer Größe von 179 Zentimetern ruhig etwas mehr wiegen wie 59 Kilogramm: Gegen etwas mehr Muskelmasse habe ich nämlich nichts einzuwenden. Aber ich will mich nicht beklagen, mehr habe ich mein ganzes Leben nicht gewogen (abgesehen von den Schwangerschaften :xcool: ), passt also schon. *cc*





von *Susanne* - am 07.04.2013 08:09
Hallo Susanne,

der "rote Schnapper" - meine Händlerin verkauft ihn nach der englischen Bezeichnung "Red Snapper" gehört auch zu meinen rohen Favoriten und wird bei Ihr von mir bei jedem Einkauf, wenn vorrätig, mitgenommen.

Ich bin mir nicht mehr sicher, aber der Papageienfisch war soweit ich mich entsinne ebenso vergleichbar ein überraschender, roher Neuling.
Vielleicht ist der auch Dir mal einen Tipp wert oder kennst Du ihn bereits?

Gratulation zu Deinem Laufergebnis. :spos:
Bin ja selbst auch leidenschaftlicher Läufer.

von Entwanderer - am 07.04.2013 10:06
Zitat
Matthäus
Ich bin mir nicht mehr sicher, aber der Papageienfisch war soweit ich mich entsinne ebenso vergleichbar ein überraschender, roher Neuling.


Der Papageienfisch wurde mir ebenfalls empfohlen. Ich habe ihn als nächsten Testkandidaten im Visier. :-)

Zitat
Matthäus
Gratulation zu Deinem Laufergebnis.


Danke schön! *b* Was macht deine Lauferei? Hast du deine Knieverletzung auskuriert?

von *Susanne* - am 07.04.2013 15:36
@susanne, finde spannend, dass das so gut wie jeder sagt, "obwohl ich mehr esse, nehme ich nicht zu". Ich habe eine komplett andere beobachtung gemacht, umso mehr ich esse, umso mehr gewicht verliere ich, wenn ich hingegen weniger esse, oder mahlzeiten weg lasse, zeigt die waage mehr an oder bleibt konstant. Nur eine beobachtung an mir...

von Manu1977 - am 07.04.2013 18:17
Der Papageienfisch wird Dir bestimmt gut munden.
Erzähle dann, wenn es soweit war. :-)

Meinem Knie geht es schon besser, ich kann schon wieder bis ca. 5 km laufen, ohne dass der stechende Schmerz wiederkommt - aber tlw. macht sich als Vorstufe ein Druckgefühl bemerkbar, wo ich dann weiß, jetzt nur noch ganz sachte Laufen oder Spazieren.

Die erwähnte, amtlich vermessenen 10 km-Strecke war bestimmt die von einer Laufveranstaltung. Nahmst Du direkt teil oder hast Du die Strecke für Dich selbst abgelaufen? Ich laufe immer völlig ohne Messgeräte, ganz nach Gefühl und sehe meine Leistung dann bei den geliebten Laufveranstaltungen.

von Entwanderer - am 07.04.2013 19:04
Zitat
Manuela
Ich habe eine komplett andere beobachtung gemacht, umso mehr ich esse, umso mehr gewicht verliere ich, wenn ich hingegen weniger esse, oder mahlzeiten weg lasse, zeigt die waage mehr an oder bleibt konstant.


Ich musste schon immer viel essen, um mein Gewicht zu halten bzw. zuzunehmen. Das hat sich bisher auch nach der Umstellung auf Rohkost nicht geändert. Leider!

Zitat
Matthäus
Die erwähnte, amtlich vermessenen 10 km-Strecke war bestimmt die von einer Laufveranstaltung.


Stimmt! Ich bin gerne auf solchen Veranstaltungen, vor allen Dingen, wenn sie bei mir in der Region stattfinden. Als ehemalige, sehr ambitionierte Läuferin treffe ich dort immer auf Freunde und Bekannte. Es wird also nicht nur gelaufen, sondern auch viel erzählt. ;-)

von *Susanne* - am 07.04.2013 20:43
Meine Erfahrung ist, dass es sehr auf die Art, wie auch Zusammensetzung der Mahlzeiten, Abstände und Tageszeiten ankommt.
Wer gewisse Lebensmittel ißt, die von Grund auf ohnehin hemmen, kann meiner Beobachtung nach viel essen ohne zuzunehmen. Mir sperren solche Dinger allerdings meist gleich: Sie haben einen für mich seltsamen Eigengeschmack auf den ich verzichte.

von Angelika Allesroh - am 08.04.2013 17:13
15. Woche 2013


Meine Auswahl an Lebensmitteln hat sich gegenüber letzter Woche kaum geändert: An Früchten standen Mangos, Papayas, Bananen verschiedener Sorten, Datteln "Medjool" und "Deglet an der Rispe", japanische Mispeln, Cherimoyas, Clementinen Grapefruit, Tamarinde, Grenadillen, Sharon und Avocados auf dem Speiseplan. An Gemüse gab es Feldsalat und Gemüsefenchel.

Dank milder Temperaturen und reichlich Regen wachsen mittlerweile zahlreiche Wildkräuter, die meinen Speiseplan die nächsten Monate bereichern werden. Probiert wird alles, was mir in die Finger kommt, auch Pflanzen, die mir bisher nie besonders gut geschmeckt haben: Der Bedarf kann sich immer wieder ändern.

Es gibt jedoch einige Pflanzen, die einen so bleibenden, negativen Eindruck bei mir hinterlassen habe, dass ich sie nicht mehr anrühre. Dazu gehört der im Frühjahr üppig wuchernde Aronstab. Zitat aus dem Artikel "Aronstab" von Wikipedia:

Zitat

Alle Teile der Pflanze sind giftig und enthalten in großen Mengen Oxalat, daneben flüchtige Scharfstoffe, wie das bittere Saponin Aroin und das Alkaloid Coniin... Nach dem Verzehr von Pflanzenteilen, speziell der roten, süß schmeckenden Beeren, können sich Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle einstellen. Auch ein Anschwellen der Lippen sowie Entzündungen der Mundschleimhäute mit schmerzhaftem Brennen auf der Zunge und im Rachen können die Folge sein.


Da ich immer alles genau wissen will, habe ich ihn trotz der Warnung probiert: Ein winziges Stück eines Blattes ist beim Probieren so scharf und zusammenziehend gewesen, dass ich es sofort wieder ausgespuckt habe. Trotzdem hat mein Mund noch ziemlich lange gebrannt. Das braucht man nur einmal und dann nie mehr wieder. :rolleyes:

Diese Woche habe ich regelmäßig Fisch (Zackenbarsch, Filet vom Hecht, Heilbutt sowie roten Schnapper) und einmal sogar Kaisergranat und Venusmuscheln gegessen. An Fleisch hatte ich Lamm, iberisches Schwein und Wildschwein zur Auswahl. Außerdem habe ich zwei Eigelb verzehrt.

Die großen Mengen an Lebensmitteln, die ich die letzten Wochen gegessen habe, mache sich mittlerweile auf der Waage bemerkbar: Ich wiege fast 61 Kilogramm und habe damit einen "normalen" BMI von 19 erreicht. :xcool:

Sportlich war ich aktiv wie immer: Ich war regelmäßig Klettern und im Fitness-Studio, sowie dreimal die Woche laufen. Mein Ziel für nächste Woche ist es, im Stadion aufzukreuzen und ein Tempo-Training zu absolvieren. Ende nächster Woche steht außerdem ein Straßenlauf über 15 Kilometer auf dem Programm.

Was gibt es sonst zu berichten? Im Moment quäle ich mich durch ein englischsprachiges Rohkost-Buch mit dem Titel "The 80/10/10 Diet". Weit bin ich allerdings bisher nicht gekommen, das Buch ist weder besonders spannend, noch erkenntnisreich. Ich halte es allerdings für wichtig, über diese Variante der Rohkost Bescheid zu wissen, da sie immer wieder zur Diskussion steht. Angelika hat vor kurzem hier im Forum einen englischsprachigen Beitrag zum Thema veröffentlicht: Die Schattenseiten von 80/10/10

Wie alle Rohkost-Varianten, bei denen die Lebensmittelpalette mit dem Verstand eingeschränkt wird, ist auch diese, wie man lesen kann, langfristig zum Scheitern verurteilt. Da hilft nur eines, wenn man weiter bei der Rohkost bleiben will: den Verstand ausschalten und den Instinkt entscheiden lassen.





von *Susanne* - am 14.04.2013 08:35
Zitat
*Susanne*
.... An Fleisch hatte ich Lamm, iberisches Schwein und Wildschwein zur Auswahl. Außerdem habe ich zwei Eigelb verzehrt.


Hallo liebe Susanne,

darf ich ganz neugierig nachfragen was Du für eine Bezugsquelle hast für dieses iberische Schwein und welche Erfahrungen mit demselben gemacht hast (Sperre, Verträglichkeit etc.) ?

Liebe Grüße, Harry
(seit Wochen absolut fleischlos, dafür schon längere Zeit in einer bislang nie gerannten Meeresfrüchte- & Fischphase)

von binkeinMuggel - am 15.04.2013 17:04
Hallo Harry,

ich kaufe das iberische Schwein bei einem Wild- und Delikatessenhändler, Preis ab 40 Euro das Kilogramm. Die Sperre ist einwandfrei: Genau wie bei Wild wird das Fleisch beim Kauen gegen Ende der Mahlzeit immer mehr im Mund. Wenn ich trotzdem weiter esse, kommt eine knallharte Ekelsperre. So weit gehe ich allerdings nicht mehr, das habe ich nur die ersten beiden Mahlzeiten ausprobiert.

Bisher konnte ich keine negativen Symptome nach einer Mahlzeit beobachten.

Liebe Grüße aus der Pfalz :-)

von *Susanne* - am 15.04.2013 18:09
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