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Forum zu den Eisenbahnen in Polen
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nix mehr, 217 055, Strojmistr, Der Falke, wxdf, PKP-ST44, NL_SO, Joachim Piephans, Bf Koblenz-Lützel

Mal kurz ins Glatzer Bergland

Startbeitrag von nix mehr am 20.08.2013 19:07

Servus Polenfans!
Was soll ich schreiben an die Fraktion derer. Denn sie wissen was sie tun! Polen ist und bleibt stets der teilweise ! Schritt ins deutsche Museum. Aber auch oft ein weher Blick in die Zukunft, was Bahn und Bus in Deutschland durchaus anbelangen wird, wenn Lobby Oberhand gewinnt.
Zwei Tage vor einem Wochenende hatte ich wieder frei bekommen. Das Wetter top in der Vorhersage, und der Drang, noch zwei Gagarins kratzen zu müssen. Grund genug, wieder in Schlesien einfallen zu müssen. 50% meines Vorhabens gelang. Und ein guter tschechischer Abgang, der nicht geplant war. Alles in allem war es wieder „traumatisierend“. Man sah Regionen, die später unbedingt für verlängerte Wochenenden eisenbahnlose Urlaubstage bringen werden. Und es war wieder eine Auszeit von unseren „schönen“ Dingen der Neuzeit.
Die große Frage war, inwieweit der katholische Feiertag Mariä Himmelfahrt zuschlagen würde.

Donnerstag, 3 Uhr Abfahrt von daheim, über die BAB Richtung Plauen/V, Dresden, Görlitz Grenzübertritt mit Umleitung, Ankunft kurz nach 6.00 Uhr in Wegliniec. Kein sklep war auf den paar Metern von der Autobahn bis zum Bf Wegliniec geöffnet. Und das sind deren drei. Die Autobahn war auch ziemlich leer gefegt auf polnischer Seite. Nicht gerade unbedingt erfreulich. Doch auf dem Bahnhof erstaunliches! Leider kam ich drei Minuten zu spät: PozBruk W232.03 zog mit ihrer Leine wummernd gen Lasów von dannen. Am Nachbargleis stand ewr 232 401, die im Blockabstand mit modernen Schenkerwaggons gen Westen hinterdrein fuhr. Am dritten Gleis rumun ST43-116 mit einem prächtigen Holzzug wohl in Richtung Zary davon dampfend. Im Bahnhof dümpelten blaugrau rauchend vier blaue SU46 vor sich hin. Kalt waren die Henker- Loks 66 166, und 3E/1-001 in cargo-rot mit etwas Graffity verziert, abgestellt.

Dunkle Wolken waren später über Lubin-Gorniczy, die Sonne drumherum… Karre abstellen, vom Bü zu den Gleisen latschen , war schon mit Hektik fürs erste Bild eines fahrenden Zuges verbunden: PMT M62-1208 stampft rauf zum Werkbahnhof. Ob das der leere Erzpendel ist?

Feiertag! Es geht was.


Nun war der dyspozytor von PMT dran. Zwei junge Kerle, die meiner Anfrage freundlich gegenüber standen: M62-3104! Deren Identität sollte per Rahmenkratzung gesichert werden. Und die Auskunft war höchst erfreulich, nachdem in zwei vergangenen Jahren stets der Griff ins Klo geschah, die Lok „jwd“ umher schwirrte. Die Kiste weilt um 8.45 Uhr in Walbrzych-Szczawienko, hieß es, und wollte nach Kamienna Gora! Aufauf, diese Auskunft beglückte, der Tagesverlauf war damit festgelegt. Via Rogoznica (FLP 66 606) und Jaworzyna Slaska (PMT M62-1199) traf ich in Walbrzych-Szczawienko ein.


M62-3104 war aber schon weg, so rechnete ich auch. Es kam der kibl EN71-030 daher.

Erfreulich das Schiff SM31-010 von DLA, was Feiertagsruhe hatte.


Walbrzych Fabryczny nur eine kalte PKP ET22. Am Glowna nix los. Im depo sichtbar abgestellt ST43 und kibl, der Bahnhof weitgehend im Betriebsbereich ohne Waggons.

Boguszow Gorce: ein leerer PMT-dumpcar in den Auffahrgleisen für kopalnia Czarny Bor.

Boguszow Gorce Zachod: Da ist sie ja. Lok 3104 wartet auf Lz-Weiterfahrt gen Kamienna Gora… Kurze Hektik: Knipse und Taschenmesser einstecken. Hinlatschen, ablichten, kratzen. Das Porträt gelang. Der Rahmen auch ;-)
Man ist fast fertig mit der Renovierung des alten KWK. Welches „event“ wird es da zukünftig geben? Begegnungsstätte für Senioren? Regionale Baumessen? Nachtflohmärkte?

Sedzislaw: ein Ganzzug leerer KWK-Bogdanka-Eao stand umher. Nanu? Ein abwegiger Gedanke, hier könnten sich S200 dieses EVU umher treiben. 183 023 war kalt im Stutzen hinterstellt.

Kamienna Gora: PMT M62-1211 rangierte!

Und 3104 war auch schon da. Hier ist was los am Feiertag…

3104 stand am Zug mit Schlußsignal. 1211 fuhr hinten ans andere Ende. Aha, Schiebe! Dachte ich… Dann kam die Badewanne mit dem Trutnover Zug daher. Eine Frage zum Lokführer auf der 3104, wann Abfahrt ist, wurde mit 20 Minuten beantwortet. Wohin nun für ein brauchbares Bild? Der Blick zum Himmel: 80% Bewölkung…

Ganz rechts der Berg, die sniezka (Schneekoppe).


Nee, da fährst raus nach Sedzislaw, dachte ich mir so. Seltsam war dann hier, das 1211 Lz einfuhr und auf den Bogdanka-Zug ging. Na gut, wird halt 3104 alleine den Zug hier her bringen. Nach 30 min der Warterei unter zumeist dunklen Wolken fuhr 1211 mit Zug nach Kamienna aus.

Hier die 1211 bei der Ankunft in Kamienna Gora:

Was wird nun das wieder? Also nochmals da runter nach Kamienna. Der Zug mit 3104 war weg… AHA! Also Freunde, man fährt volle Züge auch via Verbindungskurve nach Jelenia Gora ab. Oder sehe ich was falsch, das man wo eine Beladestelle hinter Kamienna reaktiviert hat? Gibt es die Vbk Richtung Marciszow noch? Wurscht, 3104 war ja archivierungsmäßig bereinigt. Gleichzeit damit meine letzte PMT-M62 im Kasten, und die vierte BUMAR-Fablok. Ich zog gen Klodzko von dannen. Übers Gebirg hin zu den Adrspacher Felsen, wo ich mit der Frau im März diesen Jahres vier Tage geurlaubt hatte, dem Braunauer Ländchen, erreichte ich Tlumaczow (nix los) und Scinawka Srednia.

Szinawka Srednia: ST44-1242 stand brauchbar im Licht, und am Zug.


Cargomasters 1286 bestens arrangiert mit der äußerst fossilen Umladeeinrichtung.


MajkolTrans SM42-2572 als Bahnhofshund hinterstellt.


Klodzko Glowne: der erhoffte Zufallstreffer auf WAM M62-0375A gelang nicht. Nun ja, bis Sonntag ist nun viel Zeit. Ich will ja in der Region bleiben. Mal sehen was wird.
MAJKOLTRANS EU07E-083 (ZNTKiM Gd 30.04.2012) kalt. Neubaukiste PMT E483 201 kalt, Newag-Umbau 6Dg-38 mit Eao-Zug am hantieren. Feiertag…



Aus Richtung Kamieniec fuhr „Wanda“, alias 163 045 mit dem „Sudety“ ein.

Nur Waggons für den Transport von Schotter. Wird nichts mehr gebaut, versiegt der EU-Fördertopf, dann...

PKP ST43-116 im feinen Zwirn kam zum Start. Als Lz daher rollte STK 181 077 (DPOV Pr 12.2011) mit der im Schlepp befindlichen LOTOS 186 274. Ein feines Bild gelang bei der Abfahrt des Sudety.

Zwei mal Tschechens zweier verschiedener SKODA-Generationen im Glatzer Talkessel.

Da noch Zeit bis zum Abend war, düste ich via Bardo-Przylek (wie gehabt 2x 401DA, PKP-ST44 und ein Aquarium SM42.12 drüben an der Hauptstraßenseite) nach Kamieniec Zabkowicki. Leasinglok 183 018 von ZSSK dürfte sich von mir fein porträtieren lassen.

Das wars, genug für den Donnerstag. Es tendierte zu 18 Uhr. 15 Stunden Lenkzeit lagen hinter mir, also der Rahmen überschritten. Aber so ist das halt mit uns Fans. Wenn, dann wird geknechtet, und wenn es 48 Stunden in der Karre werden.

Nun die Frage nach einem Quartier. Urlaubszeit, Feiertag mit langem Wochenende... Recherche im www zuvor brachte mir preislich günstig eine Bleibe für Bardo. Mit meinem mobilen Teflon war gleich geklärt, das dort noch was frei ist, und das wurde umgehend reserviert. Ein bissel Polnisch können erleichtert hier ungemein.


Ich gastierte nun im „Goldenen Löwen“, eine einfache Pilgerabsteige. Das Doppelzimmer mit Fst, DU/WC zu 90 Zloty. Etwas abgewohnt, aber sauber, und einem im Hinterhof per Rolltor gesicherten PKW-Parkplatz war die Sache genehm. Vom Faß gab es das PIAST. Mal was anderes, nicht andauernd Zywiec. Ja, und was soll geschrieben werden: schab panierowane i frytki! Schnitzel/Pommes… :cheers: Zwei Bier, und ich hatte einen leichten Treffer von dem bissel Alk. Kein Wunder, ein nüchterner Magen und ganztägig nur voda negazowana…
In der Basilika war noch Gottesdienst. Also rein da, man gehört ja zu diesem Verein. Oh man, die Orgel! Das ist ein Apparat. Recherche im www tut Not dachte ich mir. Und das fand sich dazu:
[www.jehmlich-orgelbau.de]
[commons.wikimedia.org]

Die letzten Gläubigen der Kommunion waren vom Priester verarbeitet, Orgel aus, Schummerbeleuchtung. Vor der Kirche waren noch zwei Marktstände, wo ich mir etwas Geräuchertes kaufte. Dann ein Rundgang durch den alten Bereich des Stadtkerns, wo es was Sehenswertes (für den normal konsumierenden westlich beeinflussten Bürger wohl unglaublich bis abwertend) gab. Ein ganz normaler Sommerabend in einer verschlissenen, typisch polnisch da stehenden Kleinstadt. Hier zuschauen zu dürfen, beruhigt ganz gemein. Alles ist so normal, nichts überzogen. Unsereins jammert über leere Kassen in den Kommunen, weil nix repariert werden kann. Aber gerade der Wildwuchs von Brennnesseln, windschiefen Zäunen, kaputten Bürgersteigen, umher liegenden Felsbrocken (Unterlegkeil am PKW), Leerstand an Häusern, quirlig lebendigen Tante-Emmaläden (wo sich keiner um den Ladenschluss nach Vorschrift herum diskutiert), Schlaglöchern, eingebrochener Rinnsteingullideckel, umgefallenen Mülltonnen vor dem Haus, etc… das macht es doch aus! Unreguliert, trotzdem mehr bewohnbar und lebensechter als in manch sterilen strangulierten tollen Gemeinden properer geldfetter Landkreise. Es lebt sich auch in so etwas „baufälligen“. Noch länger, noch einfacher, noch billiger. Aber hierzulande streitet man sich in manch Regionen per Anwalt mit dem Nachbar, welch Farbe ans Haus darf! Geld kann auch etwas verderben. Rauf geht es scheinbar immer. Aber versiegt der Mammon, hat man ein Problem damit: zurück zu Brennnessel und Löwenzahn in den Grünanlagen. Ein Problem?

Freitag. 8 Uhr Frühstück. Wolkenlos, 11°C.
Kamieniec Zabkowicki: STK 181 077 stand nun hier. Ohne LOTOS.


Cargomasters M62-1286 kam Lz aus Klodzko herein und fuhr nach Zabkowicke Slaskie (wohin auch…). Und ich fuhr auch da hin.
Doch nirgends eine WAM 0375A.

In Zabkowicke Sl. stand die 1286 an der kalten SM62-2467 (26.08.2011) selbigen EVUs. Man pumpte Luft. Aussage des Tf: 0375 hat er nicht gesehen und er selber hat noch keinen Fpl zum wohin der heutigen Schicht. Auch gut.
Recherche im www zu WAM ergibt eine Adresse hier in Zabkowicke Slaskie und eine Telefonnummer. Das erste: das Grundstück existiert mit Bauschutt und Wildwuchs! Hausnummern 5 und 9 vorhanden. Nummer 7 nicht mal als Briefkastenfirma… Ein Anruf dort: ja, die Schenker M62-1241 fährt für uns! Aber nicht 0375! Aha… Nun wird’s zäh mit der Kiste und nervig. Der eine bekommt die Lok, und denkt fotografierender Weise nicht dran, den Rahmen abzugreifen. Der andere sagt, der Lokführer guggte. Ja und? Nur weil man am Rahmen guggt? Gekratzt werden muß nicht immer. Bei den meisten Wummen ist diese für viele sogenannten Fans geheimnisvolle Nummer einfach so ablesbar. Alles ausreden. Lieber fahre ich nochmals 1000 km, als das ich mir die Bilder ansehen muss, wo Zeit war, aber angeblich nicht für den Rahmen. Wissen will man ja auch, welche ex M62 es tatsächlich ist.

Via Klodzko fahre ich nach Scinawka Srednia. Im Bahnhof Ruhe, nur Waggons voll und leer hinterstellt. Ich fahre hoch nach Nowa Ruda Slupiec. Unterwegs an einem Bü dies Stilleben…


M62-1242 war leider schon draußen aus dem Anschluss. Hinten dran das Aquarium.

Weiter nach Tlumaczow: SM42-2058 konnte ich in der drängenden Zeit fahrend nicht mehr motivlich dort hinauf ablichten. Ohne Streckenkenntniss geht halt nix. Dafür dann beim Umsetzen.

SM42-2058.

Zurück in Scinawka Srednia war 1242 mittlerweile da und rangierte. Doch ST44-1217 muß zwischenzeitlich mit einem Zug just von Tlumaczow herunter gekommen sein. Fast schon Hochbetrieb war hier. Bei der Stellwerkerin erbrachte die Anfrage nach der Abfahrt „dvadiste minut“, also 20 Minuten.


Ein Motiv war vom Dach meines PKW herunter gleich gefunden.

Und die Abfahrt erfolgte nach zehn Minuten…

Blick ins Kartengewerk. Auf nach Packow und Otmuchow an die „podkarpacka magistralna“. Zuvor noch ein Abstecher nach Klodzko Glowne, wo erneut nix los war. Nur die PMT-Ellok stand herum. Und es war allerübelstes Verkehrschaos im ganzen Bereich von Glatz! Aber wartet, euch schmiere ich aus, dachte ich mir. Durchs Zentrum mit geringer Warterei fuhr ich antizyklisch an Gestank und Krawall vorbei, zügig hinaus nach Krosnowice Klodzkie. Grund war eine Kontrollfahrt des kopalnia Krszywa. Da war also die NEWAG-6Dg-38 am hantieren! Zwei Züge standen in der allerneuesten Verladeanlage.

Nun erfolgte die Passüberquerung von Ladek-Zdroj über die 390er-Strasse nach Zloty Stok ins Tal der Glatzer Neisse. Welch famose Straße! Man lese zum Ort: [de.wikipedia.org] Ob da 400 Höhenmeter überwunden werden müssen? Zumindest gibt es fast keinen PKW außer mir auf dieser Holterdipolter-Piste. Einen Lieferwagen. Und dann plötzlich einen voll beladenen Holztransporter mit 3-Achs-Pritschenauflieger… Da rauf! Unglaublich. Ob es so in den rumänischen Waldkarparten ist? Die Straße eng, kurvig. Nix für den gemeinen dt. Sicherheitsfetischisten-„Wagen“-Fahrer mit viel Technik „an Bord“. Keine Linien, keine Pfosten, keine Leitplanke. Der Belag zwar weitgehend… ohne Schlaglöcher, aber bestimmt schon die letzten 50 Jahre nach jedem Winter geflickt. So sprang mein Gelber wie ein Ziegenbock in wohl neuer Rekordzeit Richtung Neisse-Tal. Ob der vor mir im Lieferwagen vom LKW genervt war, oder ich beim Zusehen, wie der LKW-Fahrer sein Gefährt um die Serpentinen herum drückt? Die Räder hinten schwurbelten nur so den losen Asphalt ab... Nee. Das Überholen war kriminell. Wer bremst verliert. Die Landschaft im Passbereich, durch hochgewachsenen Buchenwald beeindruckend. Sicher nun: hier wird in den nächsten Jahren einmal ein langes Wochenende verbracht werden müssen. Kurzurlaub in alten deutschen Gebieten.

Packow: nix. Schaut nach selten benutzt aus. Otmuchow: LOTOS-TRAXX 285 123 steht an einem Kesselzug umher und wartet. Wohl für die Biospritbude in Goswinowice.


Goswinowice: gegenüber des EG rangiert 401Da-484 mit PKP-Eao in den Anschluss. Bauarbeiten im Richtungsgleis Kedzierzyn-Kozle. ST44-1225 wartend gen Kamieniec.


Nysa: die übliche Schaar an Waggons in dem Betrieb östlich. Hat da jemand schon was gesehen? Bedienung durch PKP? SA134-013 steht umher. Prudnik spare ich mir, 27 km ergibt 54 km. Zu viel, falls da nichts stehen sollte.

Zurück in Klodzko Glowne gelang gerade noch rechtzeitig ein zweites mal die Ausfahrt des „Sudety“. Erneut ist 163 045 vorgespannt.


Zeit zum Feierabend ist noch genug. Den verprasse ich in Scinawka Srednia. Eine gute Wahl, wie sich herausstellte.
Doch zuerst hoch nach Nowa Ruda Slupiec: Scheiße, Sekunden zu spät traf ich ein, ST44-1242 zieht gerade über den Bü heraus in den Bahnhof. Das hätte ein Bild mit dem sehr beeindruckenden Steinbruch im Hintergrund geben können. Der Notschuss taugt auch noch.


Leider muchtete es sich am Firmament ein. War was anderes zu erwarten für den gemütlichen Feierabendausklang? Das drückte dann doch etwas auf das Konto eines nahezu 100%igen Erfolgstages.
ST44-1217 wartet auf Ausfahrt gen Klodzko! 1242 will von Nowa Ruda herunter. Es ist Betrieb. Und ich hab Zeit! Mal klarte es, mal schleierte es. Mitte August um 18 Uhr bereits mit extremen Folgen in der Belichtung und Beleuchtung. Mit der halbstündigen Warterei im Kleinbahnhof konnte das Umfeld dieser geschichtlich herrlichen Anlage in Ruhe betrachtet werden.
1242 kommt gemütlich den Berg herunter. Über dem neunten Waggon das Einfahrtsignal. Am Schluß rollt das Aquarium mit.


Kein Umsetzen im Kleinbahnhof.

Links oben sieht man den anderen Bahnhofsbereich.




Das Ehepaar mit Hund und vier Eimern Zwiebeln auf dem Nachhausweg in preußische Bahnarbeiterwohnungen. Vorbei an den all zu typischen Kleingärten, die hierzulande dem Geld (Verkauf/Abriss durch Spekulanten!!!), oder den tollen Dingen eines dt.-europä. Baumarktprospektes geopfert wurden. Die Welt in OBI… Leider auch in polnischen Landen. Vor dem malo-kibl der Sohn des Hauses, die Milchziege an der Kette führend…, die Mädels mit dem iPhone hantierend. Und ich lass die Tür offen am PKW? Ja die Polen klauen gleich alles…





Das markante Gebäude da unten? Was das ist?


Die „elektrownia DRG“, aus der Zeit der 15000V – 16 2/3 Hertz… Jenes Gebäude wird beim nächsten Besuch begutachtet ob seines Charmes und Zustandes.

Ich mache mir in dieser Friedfertigkeit des Bahnhofareales meine stillen Gedanken.
Das es qualmt im Spätsommer in Polen, ist normal. Man zündelt nur all zu gern. Hierzulande verboten! Warum? Der Bürger möchte doch stets Spritzmittel kaufen müssen gegen allerlei Blatt- und Pflanzkrankheiten, und auch Dünger soll erworben werden. Asche düngt… Ein Feuer mit Rauch riecht gut, Gift stinkt.
Bei uns schiebt man all zu gerne den Mantel „Öko“ vor, dem Schutz irgendwelchen Getieres.
Aber kann mir JEMAND sagen, dass ab Grenzübertritt Fauna und Flora bis heute reichhaltiger sind als bei uns??? Sei es mit einem ganz simplen Kuckuck, Unmengen an Rebhühnern und Fasanen. Ganz zu schweigen von Rotmilanen, Störchen usw…

Mehr als fossil der Umladekran…

Man beachte den gefederten Hacken.


Die Badewanne Klodzko – Walbrzych bei Licht.


Mit Schmierseife am Himmel, jedoch nicht auf den Schienen, drückt Gagarin mit aller Macht seine Fracht in den oberen Bahnhof.


Büchsenlicht.

Der Maunz (Stellwerkskatze) im Erker bei der Stellwerkerin.

PKP, wie sie leibt und lebt!


Ausklang im Goldenen Löwen zu Bardo. Leider gab es aufgrund einer Reisegruppe in der Wirtschaft „nur“ Zurek und Bigos ;-) Polnischer geht’s nimmer. Drei Bier, Rundgang im Ort, kurz Kirchenbesuch. Bett.


Samstag: 7.45 Uhr Frühstück.
8.20 Uhr Kamieniec Zabkowicki, letzter Versuch M62-0375A durch Zufall zu erwischen.
Anstatt dessen wie aus dem Nichts Schenkers M62, Leiheinsatz für WAM!

Wartend für Doboszowice.
Nun war die Frage gut: heim via Böhmen, Sonntag faulenzen. Oder das Risiko eine Stunden wartende Abfahrt der 1241 nach Doboszowice mit ungewissen Motivausgang? Ich entschied mich für ersteres. Polen mit tschechischem Abgang! PLATA 201Eo-008 war auch noch im Bahnhof anwesend.

Klodzko: Schenker 66 220 kalt, PMT futsch. SM42-2058 fährt mit Schotter ein. Und ich ab nach Scinawka Srednia, vorbei an Bardo Przylek, Bardo… Wiedersehen Basilika!

Scinawka: gleisendes Licht, schon wieder 1242 im Bahnhof.


Via bester Landschaftsblicke über Kudowa Zdroj fliege ich ins tschechische Nachod ein. Touristisch völlig überlaufen an diesem Samstag: Sicher oben auf den Bergen wird’s auch hier mal einen Urlaub geben. Das Heuscheuergebirge! [de.wikipedia.org]
Urlaub im vorm. dt. Gebiet… Ist Mallorca eine deutsche Kolonie?

Nach Hradec Kralove zügige Fahrt. Via Autobahn zackig nach Praha hinein.
Praha hl n: dort gibt es "einfach zusehen der Abfahrten und Ankünfte". Leider ist für mich keine neue Lok der Suchliste dabei.


Praha-Vrsovice selbiges Vorhaben, nur war mir hier das Glück hold.
Museumshektor T458.1532 stand plötzlich da.

Welch Augenweide!
Dessen Abfahrtsgeräusche so knallend, als das man Löcher im Himmelsblau suchen wollte, wo der Schall Löcher heraus gestanzt hätte und nun das Schwarze durchscheinen müsste.


Die Brille aus dem Sazava-Tal, der 854 für Liberec.

Fast schon Museumsbetrieb um 17 Uhr bei noch immer 31°C.

Den Feierabend verbrachte ich in der Berounsky medved. 19 Uhr, fast nix los. Gutes und günstiges Abendessen, nur leider kein Bier (für mich).

Im Hof der Brauerei…

Die Heimfahrt erfolgte gemütlich bei fast gar keinem Verkehr auf der Autobahn bis Bor, von da Landstraße, in Sichtweite des Kaiserwaldes…, Marianzke Lazne, Cheb, Grenzübertritt Pomezi nad Ohri. Ankunft Marktleuthenu nad Ohri, 21.00. Noch fix Bratwurschd und Steak auf der "Schnittkirwa" verputzt, und gar schnell heim. Und Schluss.


malo

Antworten:

immer wieder großes Kino....DANKE

von NL_SO - am 20.08.2013 19:39

Schrecken um und um

Zitat
malo
Aus Richtung Kamieniec fuhr „Wanda“, alias 163 045 mit dem „Sudety“ ein.



Polnische, besser: niederschlesische Schreckensbilder!! Dem Gebirge werden tiefe Wunden geschlagen für Straßenbau und Flächenversiegelung ohnegleichen. Wie hierzulande die "Kistenzüge" mit dem ganzen Fernost-Billigimport die Fotografen erfreuen, aber doch in Wirklichkeit doch nur den Niedergang hiesiger Wertschöpfung und Industrie symbolisieren, steht der polnische "Schotterwahnsinn" für eine rücksichtslose Bau- und Verkehr(t)spolitik. Wahnsinn ist nicht, welch tolle Loks dort in Fülle über die Gleise des Waldenburger und Glatzer Berglandes ihre Schotterfrachten wuchten, sondern Wahnsinn ist der Anlaß dieser Verkehre selbst! Bedenket dies!

Rein sachlich: die Merzdorfer Kurve liegt, aber die Weichen am ehemaligen Abzweig Obermerzdorf sind ausgebaut. Fahrten aus Kammiena Góra (Landeshut) nach Jelenia Góra (Hirschberg) müssen also immer in Sedzislaw (Ruhbank) Kopf machen, wie es ja auch der Triebwagen von/nach Trutnov tut.

Der abgebildete Sp 1917/1916 heißt übrigens „Sněžník“ (nach dem Glatzer Schneeberg), nicht "Sudety".
Lob für die schönen Stimmungsbilder!!

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 20.08.2013 20:30

Es war

Joachim,

Du weißt, das ich in einer Region wohne, die in vielen insustriellen Dingen niedergegangen ist. Porzellan ist das eine. Steinbrüche das andere...
Hier sah es vor über 30 Jahren nicht anders aus... Heute? Wehe eine legt Hand an an diesen wertvollen!!! Biotopen.

Und so wird das zeitig in Niederschlesien sein. Es wächst zu. Die Natur kommt zurück.
Und keiner hält einen Bergsturz auf in den Alpen, und dann ist da auch für Jahre eine kahle Fläche.

Den verkehrten Verkehr, den ein paar Lobbyisten anzetteln, und EU-Politik fördert, werden wir nur mit allerradikalsten Mitteln aufhalten.
Das macht keiner. Und schon gar keiner, und niemals ein echter Pole, wenn er sein Leben damit finanziert.
Was passiert denn? Da gibt es einen Rummser, eine Staubwolke, dann Arbeit, und Züge und LKW rollen.

Und wir rollen zum Schotterwahnsinn. Und die Polen und Tschechen rollen rauf zum Urlaub nach Kudowa Zdroj. Da war teils Dauerstau.
Schnell aus Praha über die feine Autobahn angefahren...
Vielleicht bin ich in Jahren mal dort zum Urlaub. Anreise per Zug. Und da wird über manch Steinbruch, und dann stillgelegter Abfuhrstrecke, das Birkenwäldchen gewachsen sein.
Selbst der dt. Urlaubsradfahrer, dem jeder Berg zu anstrengend, jede geteerte ex Bahnstrecke recht ist, würde in Polen an der Krummbuckeligkeit mancher Straßen verzweifeln. Und da muß halt zur Reparatur etwas Schotter unten rein.

Oder wir holen das Zeug in China und verteilen sehr fein in der Fläche.


malo

von nix mehr - am 21.08.2013 03:19

Klasse Bildbericht! Bin begeistert! :-)

.

von Bf Koblenz-Lützel - am 21.08.2013 06:00
Hallo Markus,

klasse Dein Reisebericht!!!!
Sicher wieder einige Kilometer mit dem Auto im Glatzer Bergland abgespult.
Aber der bildliche Erfolg war da. Sehr schöne Ausbeute an verschiedenen EVU.
Besonders die Aufnahmen der M62 gefallen.
Zum Schluß noch ein gemütlicher Abschluss im Tschechischen!!!

Eine kleine stimmungsvolle Reise - man bekommt selbst Lust auf eine Tour dorthin.

Viele Grüße Ronny

von PKP-ST44 - am 21.08.2013 09:45
Hallo Markus,

ein sehr schöner Bericht und wirklich für einen Feier- + Brückentag beachtlich viel unterwegs gewesen. Da du schon das Identifizieren der ursprünglichen Trommel-Nummern ansprichst: Gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich bei der PTK-M62-1241 um die ehemalige Wismut-V200.505 handelt?

von Strojmistr - am 21.08.2013 15:37

Spitze!

Übrigens, wenn Dir T458 so gefällt, hier eine ähnliche Lok (T458.1549), die am 1.9. ins Sazavatal ausschwärmt:

[www.juniormarket.cz]

von wxdf - am 21.08.2013 15:45

Huuu

Werter "Schdrajmasder" (dt: Streumeister) :-)

schon aus zig Metern Entfernung erkennt man, das es sich hier bei der 1241 um eine ex CSD-Lok handelt.
Da sind typische Zutaten an jene damalige Bahnverwaltung.

Welches Schweinderl hättens denn gern?
[www.youtube.com]


malo

von nix mehr - am 26.08.2013 18:23

Re: Haaaa

Hallo,
nach Markus Tipp zur Lok, nun Tipp 2:
Die Lok trug beim deutschen EVU die Nummer V200.505 und die Bezeichnung M62-1241 ist nicht die Fabriknummer.

Gruß Steffen

von Der Falke - am 30.08.2013 12:10

Re: M62U-0375A (1 Bild)

Hallo malo (und alle anderen),

einerseits war Dein ausführlicher Beitrag interessant und enthielt auch einige "aktuelle Lagebilder" oder die verbale Beschreibung davon. Dafür besten Dank.
Andererseits enthält er einige Formulierungen, die vermutlich nur Insider Deiner persönlichen Ausdrucksweise verstehen. Das ist schwierig für jemanden, der nicht zu Deinem persönlichen Umkreis zählt. Schwierig dann, manches Wort oder einen Satz zu verstehen.
Grundsätzlich unpassend finde ich die Aufzählung autofahrerischer Heldentaten mit beispielsweise nach eigener Aussage "kriminellem Überholen". Das gehört meiner Meinung nach vielleicht in ein Tagebuch (oder eine Beichte) - aber in einen Bericht für die Öffentlichkeit?

Richtig geärgert habe ich mich über einen kurzen Absatz, den ich folgend mal auseinandernehme.

Zitat malo:
"Der eine bekommt die Lok, und denkt fotografierender Weise nicht dran, den Rahmen abzugreifen. Der andere sagt, der Lokführer guggte. Ja und? Nur weil man am Rahmen guggt? Gekratzt werden muß nicht immer. Bei den meisten Wummen ist diese für viele sogenannten Fans geheimnisvolle Nummer einfach so ablesbar. Alles ausreden."
Was soll man dazu sagen? Wen meinst Du? Entweder ist dieses Statement nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, oder Du kommunizierst mit gewissen Kumpeln nur übers www?
Wenn Dir an der Erkenntnis was liegt (was ich sehr gut verstehe), wäre es sicher besser gewesen, die den "sogenannten Fans" geheimnisvolle Nummer mal mit einem den Ort der Schlagzahlen zeigenden Foto bekannt zu machen und so für Verbreitung dieses geheimen Wissens zu sorgen. Bis auf ein paar Ausnahmen wären wohl die meisten bereit, eine erlangte Kenntnis auch zu teilen. Aber dann ist es ja nicht mehr elitär?! Ich kann Deinen Absatz eigentlich nur so deuten.
Und fühle mich in Gefahr, von Dir unbekannterweise "ange..." worden zu sein. Ich zähle dann wohl auch zu den "sogenannten Fans", weil für mich nach zufälligem Auffinden dieser Lok in Scinawka Srednia am zweiten Tag nach ihrer Abnahme die Feststellung der gesicherten Identität nicht erste Priorität hatte? Von der M62U-0375A wußte ich bis zu diesem Tag gar nichts. Sie war die größte Überraschung eines dreiwöchigen Urlaubs. Das angebrachte Fabrikschild wies die Lugansker Fabriknummer 6991 aus dem Jahr 1992 aus (daß Fabrikschilder letztlich kein Beweis sind, ist mir bekannt). Viel bedeutender war für mich, eine nach meiner Identifikation M62U bzw. einen Teil einer ehem. xM62U aufgefunden zu haben. Bedenklicher Weise hatte die Lok schon 2 Tage nach der Abnahme einen Haufen Öl auf´s eigene Dach "gekotzt". Der Maschinist und ein Mechaniker waren gerade dabei, mit einem Schlauch aus dem Keller des Stellwerks durch das Dach der Lok Betriebsstoffe zu ergänzen.


M62U-0375A am 25. April 2013 in Scinawka Srednia. Das Foto entstand auf dem zielgerichtet dort vorbeiführenden Wechsel meines fotografischen Einsatzgebietes aus dem Raum Trutnov in den Raum Ostrava und ist mein erster Versuch einer gepixelten Veröffentlichung (mit logistischer Unterstützung durch eine EDV-Fachkraft).

Gleich darauf fuhr die Lok aber dort weg und bespannte einen Zug Richtung Klodzko. Sofort wurde mit der Bremsprobe begonnen. Woher sollte ich wissen, daß es noch lange dauert bis zur Abfahrt und erst noch ein anderer Zug nach Klodzko rollte, der noch gar nicht in Scinawka Srednia anwesend war? Im Endergebnis wäre "Zeit für den Rahmen" gewesen, aber mitten in den Gleisen und ohne Kenntnis des genauen Ortes zum Suchen?

Der weitere Satz von Dir
Zitat malo:
"Lieber fahre ich nochmals 1000 km, als das ich mir die Bilder ansehen muss, wo Zeit war, aber angeblich nicht für den Rahmen. Wissen will man ja auch, welche ex M62 es tatsächlich ist."
weist eine sehr krasse Diskrepanz zu Deinen anderweitigen Äußerungen über Stechzirkel und schlechte (persönliche) wirtschaftliche Lage auf. Doch das nur nebenbei bemerkt. Fast aktuell gab es ein Bild der Lok nahe der Ostsee. Da sind die 1000 km pro Richtung fällig.
[www.wrphoto.eu]

Freundliche Grüße
217 055

von 217 055 - am 30.08.2013 13:54

Re: tschechoslowakische M62

Hallo,

ich bin zwar kein absoluter Spezialist für Kleinigkeiten, aber auch nicht desinteressiert an dieser Bauart. Sie dürfte immerhin das für mich hobby- und berufsauslösende technisch-akustische Gebilde auf den Schienensträngen gewesen sein (mehr als Dampfloks) und ich kenne diese Fahrzeuge bewußt seit mindestens 1980.
Jedoch sind mir wesentliche äußere Unterschiede außerhalb der Lackierungen zwischen den Wummen an die CSD und an die DR nicht geläufig. Welche sind das? Eine hilfreiche Antwort wäre sehr freundlich.

Grüße
217 055

von 217 055 - am 30.08.2013 14:01

Guggst Du

Servus 217,

gugg Dir mal bei den Tschechen/Slowaken den Griff für Rangierer an... Das hatte nur die CSD. Aber nicht alle Loks. Und auch nicht immer vier an jeder Lokecke davon.
Bei der DR gab es das meines Wissens nicht. Ebenso der Rest der Bahnverwaltungen wie z.B. PKP, RZD, MAV.

PMT M62-1211 M62-226/18.9.1971
PMT M62-1208 M62-124/13.5.1971
DBSRP M62-1241 M62-145/9.6.1971

So war die ex Skinest M62-1211 z.B. die 226.Rahmenlegung bei LTS im Jahre 1971 der Loktype M62. Auch Ludmillas haben Rahmennummern...

Gefälschte Nummern tragen 1286, 1331, ausgeschliffen sind 1535, 1793, 1812, 1845, 3554.
Völlig unklar sind 1703, 1296 hier wäre größter Handlungsbedarf.
Kontrollieren muß man noch: 0198, 0201, 1848, 2087, 1077, 1705, 7038, 7039, 0375 A, 0375B (es gibt hier nur schlüssige Erklärungen, sprich Wareneingang/-ausgang PESA) und das ist ungenau.

Aufgrund unseres Wirkens erhielten die letzen ST40s von NEWAG (für LHS) eine Aussparrung an der Rahmennummern im Blechrahmen des Neuaufbaues darüber. Warum? ;-)


malo

von nix mehr - am 30.08.2013 16:12

Re: Guggst Du

Zitat
malo
...

gugg Dir mal bei den Tschechen/Slowaken den Griff für Rangierer an... Das hatte nur die CSD. Aber nicht alle Loks. Und auch nicht immer vier an jeder Lokecke davon.
Bei der DR gab es das meines Wissens nicht. Ebenso der Rest der Bahnverwaltungen wie z.B. PKP, RZD, MAV.

malo


Hallo malo,

habe das gerade mal nachgesehen. U.a. mit Hilfe des auch unter Deiner Beteiligung entstandenen Buches "Sergeje".
Zwar ist das mit den Griffen für die Rangierer nicht ganz eindeutig gewesen, ich habe aber gefunden, was Du meinst. Und damit wirst Du wohl auch Recht haben. Als eindeutiger Beweis dürfte es wie das Fabrikschild nicht geeignet sein, als Indiz aber allemal. Vielen Dank.

Ich halte es auch grundsätzlich für sinnvoll, daß sich ein paar Spezialisten intensiv um statistische Daten wie die Prüfung von Identitäten kümmern. Ob das spezielle Interesse daran aber der Nachweis ist, ob man als richtiger Fan durchgeht oder nur sogenannter Fan ist, das würde ich doch zugunsten des lieben Friedens lieber undiskutiert lassen.
Und weil auch mich die Identitäten der M62-Familie durchaus interessieren, frage ich auch noch mal direkt nach dem Ort der Rahmenmarkierung. Auch während der Verschrottung von Loks mit dann völlig frei liegenden Rahmen habe ich diese Markierung noch nicht finden können. (Anfang der 1990er-Jahre habe ich davon aber auch noch gar nichts gewußt.)

Freundliche Grüße
217 055

von 217 055 - am 30.08.2013 16:56

Re: Hoooo

Danke Steffen, dann wär´s ja doch eine der ehemaligen Loks der SDAG Wismut? Weil die ja Nummern ab 501 trugen. Immerhin hätte es auch eine tschechoslowakischen Sergej mit der Fabriknummer 1241 gegeben. Wie ich aber gerade hier [www.drehscheibe-foren.de] gefunden habe, hat es auch DR und Wismut-Loks gegeben, die die besagten Griffstangen hatten.

von Strojmistr - am 30.08.2013 18:58
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