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Forum zu den Eisenbahnen in Polen
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svoigt69, 217 055, SU45-115, Der Falke, Joachim Piephans

Unser Abschied von Podlasien (m13B)

Startbeitrag von svoigt69 am 29.01.2016 21:12

Liebe Freunde, Mitmacher und Mitleser,

bereits zu Beginn des Jahres 2015 war das Gerede zu vernehmen, es ginge zu Ende mit den Zweitaktern in Podlasien. Angeblich wäre die Anzahl der ST48 in Bialystok auskömmlich, von Spotverkehren einmal abgesehen, für welche man noch einen Gagarin heran ziehen kann. Nikocek und ich haben das Ding dann einfach ausgewürfelt, mit etlichen Bedenken, und schlussendlich war klar, dass unsere Frühjahrsreise erneut an die weißrussische Grenze geht.

Ihr erinnert Euch? Zumindest in Bruchstücken hatte ich hier davon geschrieben. Irgendwann gab es aber einen Schnitt in der Berichterstattung und die Serie wurde nicht fortgesetzt. Hier kommt so eine Art Hauptteil und unser persönlicher Schlussakkord.

Nach zwei sehr erfolgreichen Tagen Anreiseprogramms landeten wir schließlich in Czeremcha. Unser Basislager sollte erst abends bei Bogus in Bielsk erreicht werden, eine fabelhafte Unterkunft für einen Forumsausflug. In Czeremcha selbst ergab sich das Bild seit Jahren dauernden Sterbens irgendwie intensiver. Die Gleise im Bahnhof belegten das ja zu unterschiedlichsten Zeiten. Hier ein Eindruck davon:



Nun kam hinzu, dass die Werkstatt im ehemaligen Bw auch noch geschlossen war. Draußen im Freigelände die üblichen Ansichten und alten Bekannten, so wie hier:



Im Bild sieht man rechts das nicht mehr neue Heizhaus mit der überdachten Kohlenbanse. Unter der Überdachung haben sie allen Dergel, Dreck und Unrat versteckt, der in der Region so anfallen kann, von Hausmüll bis Fernsehgerät alles dabei. Ein paar Y25-Drehgestelle liegen auch umher, teilweise sogar artig aufgestapelt. Wofür weiß keiner.

Am Schuppen waren alle Tore zu, aber nicht verschlossen. Vorn und hinten waren die Zugänge ungesichert und der Eintritt für jeden möglich. Der Aufgang hoch zum Lokleiter, vorbei an der Damentoilette, still wie in einem Sarg, nicht einmal die Wände konnte man atmen hören. Drüben auf der anderen Seite des Schuppens, wo die Werkstattmeisterei hauste, alles verwaist, alle Türen abgeschlossen. Drinnen in der Halle boten sich dann folgende Blicke:





Da steht sie also immer noch, wenigstens seit Sommer 2014, unser Schicksalslok ST44-1081 aus dem Frühjahr 2014, daneben die Schwester 324. Abgasanlage ab, Abgaskompensator, Zwei-Maschinen-Satz, Regler ... alles hingeworfen, zwischendrin eine abgerissene Nockenwelle. Wir sehen uns nicht wieder, dachte ich mir so, als ich von da oben auslöste, unter mir das Ölbindemittel und der EU-konforme Kanalübergang.

Plötzlich Geräusche, bekannte Geräusche von draußen, ein vertrautes Jaulen, geboren in den Technikschmieden von Worowschilograd. Was glaubt Ihr, wie schnell man da ein Stativ abbaut? Nico war schon draußen, war schneller als ich, und machte die erste Aufnahme unserer zweiten gemeinsamen Begegnung mit EccoRail BR232-443-2. Tags davor hatten wir sie in der langen Kurve hinter Platerow archivsicher gelöst. Nun waren Aufnahmen in Czeremcha dran, mit SOK und ohne.

Unten in Kuzawa gab es Zugaben, nicht bahnfremd, eher ganz im Gegenteil. Würde Pan Jutei hier mitlesen, er wüsste sofort, worum es sich dreht, hatte er doch dort auch die Füße auf geheiligtem Boden.







Unser Mühen im Zielgebiet war hartnäckig, trotz schlechtester Prognosen. Viele ST48 waren im Umlauf und man konnte auch schauen, wie es sich die Kutscher auf den Böcken gemütlich machten. Mit Sonnenbrille natürlich! Wir brauchten solche Apparatur nicht, denn das Wetter meinte es oftmals nicht gut mit uns. Dazu kam, dass das reale Zugangebot und PKP-Computersimulationen nicht einher gingen, unser Dilemma zwischen Real- und Scheinwelt halt. Das hat aber nicht zu bedeuten, dass wir nicht etwa eine gute Zeit gehabt hätten! Ich erinnere da bloß den Ankerwurf bei einem unnachahmlichen Bäcker in Hajnowka, wo wir Kaffee und Gebackenes aus feinster Hand bekamen.

Weiter im Text, weiter im Kalender, weiter auf der Karte! Morgens erreichten wir Siemianowka. Artig wie wir sind, gingen wir zuerst zum Fahrdienstleiter. Das junge Mädel mit den langen Zöpfen und dem unverkennbar slawischem Gesicht hieß uns willkommen und bedeutete uns, ein Telefonat abzuwarten. Mit diesem meldete sie uns bei der Grenzpolizei vor, was aber die im Anschluss erfolgte Kontrolle dennoch nötig machte. Zu dem flossen aber alle Informationen. Drüben auf der Regelspurseite des Bahnhofes stand sie dann wieder, unsere geliebte Landplage.



Manch einer hätte Purzelbäume geschlagen. Für uns war es einfach nur Lok 1 an Tag 3. Dias wurden auch gemacht ...

Wir klärten die Ausfahrt, klärten noch zwei weißrussische M62 auf dem Damm, klärten diverse SM48 und schließlich noch ST44-1099 in der Einsatzstelle beim Kühlwasser nachfüllen und trafen dort einen der Motorenschlosser aus Czeremcha wieder. Großes Hallo, Zigaretten wurden gereicht, Schultern geklopft und es wurde erzählt und gelacht. Später dann Eindrücke an der Straße, die uns morgens bereits erreichten, wir aber erst einmal weiterfuhren.



So ein Brilux-Farbeimer geht auch für Kartoffeln, Äpfel und geteilten Graskarpfen!



Wer mag da nicht anhalten wollen und ein schönes Ofenfeuer oder die Glut im Herd vermuten, drinnen im Haus einen heißen Tee genießen, fernab unseres mitteleuropäischen Konsum- und Wachstumswahnsinns? Es geht auch ohne.



Letzter Blick vor Hajnowka, dann fuhren wir weiter zurück nach Czeremcha.

Das waren keine leichten Tage. Ständig gaben sich Sonne, Wolken und Regen flotte Wechsel, es ging beinahe immer Wind und mehrfach wurde uns der Wasserkocher ausgeblasen. Von den vielen Präferenzzügen, welche die Fahrdienstleiter in den Computern anklicken durften, sahen wir nicht all zu viel. Dennoch gab es keinen Grund, unzufrieden zu sein. Ganz im Gegenteil, wir hatten schön gefischt.

So sollte es ein endgültiges Abschiedsbild aus Podlasien geben, gern mit Wumme oder Gagarin oder Iwan oder Sergej oder Robogagarin oder Challenger. Jeder wäre uns recht gewesen. Ein Challenger war sogar schadhaft in Czeremcha abgestellt, aber das war nicht unser Ding. Wir fuhren weiter nach Niemojki und hatten dort eine der wundervollsten Zusammenkünfte mit einem Fahrdienstleiter der alten Schule. In einem Moment günstigsten Sonneneinlasses spiegelte sich der PKP-Adler an der Wand in seinen Brillengläsern, die etwas derber ausgefallen waren. Nun ja, ein Güterzug war im Zulauf, wir mögen nur warten, meinte er. Und so kam es dann auch, dass wir warteten, sogar ohne noch einen Kaffee zu brühen. Ein fürchterliches Tröten aus Ri. Siedlce verriet uns aber, dass erneut kein Gagarin am Zug ist.



Traurig waren wir nicht, also weiter nach Siedlce.



Muss man dieses Bild erklären? Wir hatten großes Glück und konnten noch zwei SM42 am Orte eines ehemals stolzen Bahnhofes fotografieren. Inzwischen ist das alles vorbei. Das aufgelassene Stellwerk, die zum Teil demontierte Fahrleitung, das Baufeld ringsherum ... alles spricht eine deutliche Sprache. Wie mag es heute dort sehen? Fragen wir lieber nicht.

Das war es dann. Mit derzeit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es kein Wiedersehen in Podlasien. Die 627/628 sind weg, die Wumme ist extrem im Rückzug. In und nördlich von Bialystok dürfte noch einiges möglich sein. Wir werden sehen, wie sich die Verkehrslage zum Frühjahr hin dort entwickelt.

Pozdrawiam,
Sven

Antworten:

Schönes aus Podlasien

Danke, Sven, für den lebendigen Bericht und die überaus atmosphärischen Aufnahmen! Bist auf dem viertletzten Bild, dort an der Straße, Du selbst verewigt worden? Das macht man auf gemeinsamen Touren meist viel zu wenig, sich auch mal gegenseitig ins Bild zu nehmen. Wenn in Jahren dann neben den vielen Lokomotiven auch mal der Kollege auftaucht, sind das Erinnerungen eigener Art.

Kann ich Dich dazu verlocken, auch noch ein paar der entstandenen SM48-Bilder zu zeigen, vielleicht auch in Farbe? Durch die Konzentration der Tamara auf das östliche Polen tauchen sie hier in Bildberichten leider so selten auf. Dabei ist das durchaus auch eine Bauart "mit Charakter". Ein paar Streckenaufnahmen und auch so "im Gerümpel" wären schön.

Glückauf!
Joachim

von Joachim Piephans - am 30.01.2016 11:30

Noch mehr Schönes aus Podlasien ...

Lieber Joachim,

... kann ich vorerst nicht anbieten. Zwar haben wir auf der Reise (und davor auch) mehrere SM48 (10, 19, 37 und 55) fotografiert, aber nur auf Diafilm. Ich selbst habe kein einziges davon in digitaler Form vorliegen. Nico ist da vielleicht fleißiger. Ich werde ihn fragen, ob er etwas beisteuern möchte.

Danke für Dein Interesse!

Grüße,
Sven

von svoigt69 - am 31.01.2016 13:35
Hallo,
Sven, ich danke für Deinen Bericht. Für manch ein Bildchen musste man sehr sehr lange warten. Ich denke da auch an Siemianowka, Motiv mit Brücke auf dem Damm. Oh waren das 3 laaaaaange Stunden, aber dann ging es Schlag auf Schlag ;-)
nochmals dank
LG Steffen Duntsch

von Der Falke - am 01.02.2016 14:55

ein sehr guter Text!

Lieber Sven,

leicht verspätet (wegen fehlender Ruhe) noch einen Dank an Dich für diesen atmosphärischen Bericht über Eure Reise in den beginnenden Frühling 2015. Da liegt doch viel Melancholie in allem. Und es erinnert mich stark. An die Gegend, die Erlebnisse dort, die sichtbaren Veränderungen - und auch die nur fühlbaren bevorstehenden Entwicklungen.

Selber war ich nur wenig später zur Mitte des Monats Mai gewissermaßen auf Euren Spuren unterwegs - und schon war wieder Einiges anders. Der Lokschuppen in Czeremcha war völlig ausgeräumt (die beiden Loks waren - äußerlich vollständig - in Białystok versammelt) und ich bekam es nicht fertig, dort (in Czeremcha) Doku-Bilder anzufertigen.
Auch der Verkehr im ganzen Gebiet ließ sehr zu wünschen übrig. Gewissermaßen lag "Sonntag" über dem Land, ein Widerspruch, ist doch der Sonntag in Polen im Verkehr nicht allgemein ein Tag mit eingeschränktem Güterverkehr.
In Czeremcha gab es zwischen Mittag und Abend außer wenigen Triebwagen nur einen Güterzug von ORLEN-Kol mit Remo-M62 (-1684) und "Tamara" (TEM2-200) in Richtung Norden, während vorher in Siemianówka so richtig Friedhof war. Keine Bewegung (ST44-1113 stand mit 6 Wagen ohne Personal und Leben im Bahnhof), nicht mal was zu rangieren - und nichts los war auch an jedem Umladeterminal im tiefen Wald - außer bei der Straßenfracht in geringem Umfang. "Eure" EccoRail-Lok war in Bielsk Podlaski beim Schlummern.

Echte Wummen gab es im Einsatz noch um Sokółka (ST44-1101), Suwałki und auf der Strecke nach Ełk (ST44-1103, 1108 und 2023). Aber nur in feinen Spuren - auch dort gab es schon ST45 und ST48. Auf der Strecke von Suwałki Richtung Sokółka gab es auch noch Einsätze von ST44, aber wie so oft zu Zeiten der Fotoruhe in der Nacht. Quasi als Störung des Schlafes in Bahndammnähe. Oder bei Sauwetter!
Und (natürlich) in Warschau. Dort traf ich nach vielen Jahren mal wieder auf ST44-282, was mich durchaus erfreute. Nach allen Bemerkungen (über die man so stolpern kann) wird die Wahrscheinlichkeit, eine "Wumme" auf mitteleuropäischer Regelspur im Jahr 2016 fahrend anzutreffen, außerhalb Ungarns nur noch recht gering sein. (Ungarn ist nicht mal weiter weg als Nordostpolen! Und rot mit gelb sind keine schlechten Farben).

Schön sind auch die fotografischen Ergebnisse der Abbildung von Bebauung und Besiedlung in "Eurer" Gegend anzusehen. So etwas muß man dort einfach tun. Es ist zu weit weg von dem, wie "man" hier so wohnt. Damit hat man auch ausgefüllte Stunden, ganz ohne Züge. Oder einfach EU-Außengrenze-nah auf Waldwegen mit Buslinie die Gegend durchstreifen. Beispielsweise von Sokółka bis nach Siemianówka. Ein ganz besonderes Erlebnis über mind. 2 Stunden (ohne Aufenthalte oder Kontrollen).
Allerdings wäre mein Fazit nach dem von Dir geschilderten "Glück" mit den Zügen nicht so positiv ausgefallen. Beim besten Willen nicht. Ich habe es im Jahr 2015 nur einen Tag dort ausgehalten, entgegen den eigenen Vorstellungen. Nichts los - wenn ausnahmsweise doch dann ST48 oder ... . Wie heißen die gleich? 222M. Nicht unschön aussehend, aber nichts, wofür der Aufenthalt lohnen würde (aus individueller Sicht).


Also, besten Dank noch mal für Deinen Beitrag
217 055

von 217 055 - am 02.02.2016 17:20

Kurz nachgelegt (m1B)

Lieber 217 055,

danke für Deine ausführliche Rückmeldung und die Schilderungen zu Deinem Erleben vor Ort. So schnell kann es also gehen. Man macht ein Bild und wenige Tage später gibt es nur noch das Konservierte auf beschichteter Acetylzellulose. Vom damaligen Zugangebot in der Region einmal abgesehen, bereuen Nico und ich zu tiefst, kein Bild vom schönen Kraft-durch-Freude-Wandbild im Melderaum vor der Lokleitung in Czeremcha gemacht zu haben. Der Grund liegt einfach in einer nötigen Optik kleiner 35mm, für Mittelformat kleiner 50mm. Statt dessen hier ein anderer Mittelformateindruck aus Nicos Gehäuse, wie Du ihn gar nicht mehr gewinnen konntest:



Die seit Mai 2014 auf HU in Bialystok wartende ST44-1081 wurde dann doch nach Czeremcha gebracht und dort anoperiert. Mitten im Eingriff am offenen Herzen wurde das Besteck fallen gelassen und der Patient sich selbst überlassen. Lebenswichtige Organe (derer sieht man einige) wurden lieblos liegengelassen, die Operateure gingen andere Wege. Wenn die Halle nun komplett leer ist und die beiden Loks in Bialystok im Gemüse stehen, dürfte klar sein, was daraus wird.

Viele Grüße!
Sven

von svoigt69 - am 06.02.2016 10:55

Re: Kurz nachgelegt - ein Kracher!

Lieber Sven,

hab Dank auch für den Nachtrag aus der Hand von Nico.
Ein Bild, ein Kunstwerk, ein Kracher!

Nun war ich ja auch schon mehr als ein Mal in diesem Schuppen, kannte auch den Umstand, daß dort ein Brückenkran eingebracht ist. Aber dieser Blick, dieses Stilleben mit Kran und den feinen Oberlichtfenstern - das hätte ich ohne örtlichen Hinweis höchstens aufgrund der Nummern der Lokomotiven zuordnen können. Was wieder beweist, wie unterschiedlich Blicke gerichtet sein können, wie selektiv die eigene Wahrnehmung ist - auch abhängig von Zeit und Umstand des Betretens solcher Örtlichkeiten.
Wenn ich in Erwägung ziehe wie klein doch der Schuppen wirklich ist (mit seinen max. 9 (?) Stellplätzen), dann ist davon auf Nicos Bild wenig zu sehen, das wirkt auf mich eher wie ein Ausbesserungswerk. (Allein schon die Belegung des vorderen Stellplatzes hätte diesen Blick verhindert.)

Ach so, die beiden Loks standen Mitte Mai 2015 auf den Strahlengleisen neben der nördlichen Seitenwand des Halbrundschuppens in Białystok, dabei die ST44-324 zusammen mit 754 046, ST44-878, ST48-007 in einer netten Parade zur Drehscheibe hin. Hintenan hinter der -324 standen ST44-1081 und -1110. Weiter vorhanden waren dort ST44-1028, -1074 und SM42-463 sowie noch ein paar weitere Rangierhobel. Im Schuppen drin waren mindestens 7 weitere Wummen in Bereitschaft bzw. Instandhaltung oder standen einsatzbereit vor dem Schuppen, wie die ST44-1109.


Freundliche Grüße
217 055

von 217 055 - am 08.02.2016 13:25
Hallo Sven,

Schöne Ansichten aus Podlasien. Gerade auch die Bilder Abseits der Bahn. Solche Ansichten bekommt man auch in Schlesien noch recht häufig zu sehen, eventuell ist der Baustil etwas anders, aber der Charme der Vergangenheit und des Langsamen liegt dort genauso wie in Podlasien über der Landschaft. Dann gibt es Ecken, kennst Du ja selbst aus Schlesien, eben noch die moderne Jetztzeit und dann urplötzlich ein Straßenzug, da fühlt man sich um 100 Jahre und mehr zurück katapultiert. Das ist eben das Schöne und entspannende, wo man auch mal die Seele baumeln lassen kann, so etwas findet man hier leider nicht mehr. Da wünsche ich mir oft, dort Leben zu können, auch wenn das Leben dort sicherlich härter ist als hier zu Lande, aber da ist eben noch etwas, was hier längst verloren gegangen ist.


MfG Reinhold

von SU45-115 - am 10.02.2016 13:10

Antwort

Servus Reinhold,

hab vielen Dank für Deine Gedanken und Ausführungen, mit denen Du am Beitrag teilnimmst. Du hast meine vollste Zustimmung, zumal wir in unserer HighSpeed-Wachstums-Verbrauchs-Gesellschaft oft den Blick für das Wesentliche verlieren. Doch was ist das Wesentliche? Ich mag da nicht unbedingt Grenzen ziehen, weil jeder seine eigenen Schwerpunkte setzt. Nico und ich haben bei Reisen immer eine Portion Verlangsamung im Gepäck. So lassen wir uns eben mit unserer inneren Einstellung gern auf Gegenden ein. Das hilft nicht nur dem Erholungseffekt, sondern es schärft auch die Sinne.

Viele Grüße,
Sven

von svoigt69 - am 10.02.2016 17:17

ein aktueller Stand?

Sven, ich grüße Dich,

hier folgend verlinkt ist ein relativ aktuelles Foto und ein Eindruck (bzw. Recherche) aus Białystok sichtbar (und zu lesen).

[www.wrphoto.eu]

Der Text sagt für mich aus, daß ST44-1081 wohl kürzlich im Einsatz gewesen ist, wenn ich den Übersetzungen (den eigenen und den maschinellen) trauen darf.


Gruß
217 055

von 217 055 - am 20.02.2016 20:10

Ja, das ist es!

Lieber 217 055,

danke schön für Deinen Hinweis, der einfach nur Deine Nähe am Zeitgeschehen und Deine Aufmerksamkeit belegt. Nun ja, ich hatte das Bild auch gesehen und mich gefreut, wie nett Pan Kolins da uns denkt. Wenn die 1081 wieder im Geschäft ist, heißt das für mich nur, dass sie Lokmangel haben in Bialystok. Sonst hätten sie die Karre doch einfach im Gemüse stehen gelassen. Und das wiederum ist ein gutes Zeichen!

Für Anfang Mai eine Passage nach Klaipeda buchen, wird jetzt wahrscheinlicher.

Herzliche Grüße,
von Sven

von svoigt69 - am 20.02.2016 21:02
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