Sandbahn Schlesien Spezial, heute gibt´s ne Menge Sand. (22 B.) vyp:

Startbeitrag von SU45-115 am 29.09.2016 07:10

Hallo allerseits,

Heute dreht sich alles um das Thema Sand. Wer schon immer mal wissen wollte, woher der Sandmann jeden Abend seinen Sand bezieht, dem sei verraten, aus Kotlarnia.:joke: Ok, Spaß beiseite. Wie es das Glück so wollte, ergab sich die Gelegenheit, auch mal etwas tiefer in die Grube hinein zu fahren, aber keine Sorge, nicht mit dem eigenem Pkw, der blieb sicher abgestellt vor dem Grubengelände. Die Mitfahrgelegenheit gab es in einem Dienstgefährt. Leider war der Zug bei unserer Ankunft schon fertig beladen, so dass nur wenige Bilder dort unten in der Grube entstanden sind, es war ja auch schon später Vormittag gewesen. TEM2-188 hatte heute die Ehre, den Sand aus der Grube hoch zur Umladeanlage in Kotlarnia zu zerren. Fünf kilometer Strecke sind es etwa bis dahin, dafür wird er etwa eine halbe Stunde benötigen. Der letzte Wagen wird gerade beladen.




Auch eine Aufnahme von oben darf nicht fehlen, dann geht´s aber auch schon mit einem lauten Tröööt los.


Nach etwas Smaltalk ging es dann auch für mich und mein Begleiter wieder zurück in Richtung Betriebsmittelpunkt. Von hier aus verlegte ich meinen Standpunkt zum östlichen Bahnhofsausgang, wo sich alle drei Strecken nach Rybnik, Knurów und Zabrze trennen. Es stand nämlich eine Zugfahrt in Richtung Zabrze an. Lange mußte ich auch nicht warten, und TEM2-043 setzte sich mit ihrer klassischen Garnitur in Bewegung. Sogar die Sonne hatte Interesse daran, und wollte sich das Ganze ebenfalls anschauen. Punktgenau mit dem Zug wanderte die helle Stelle langsam in meine Richtung.


Hiernach wurde die Verfolgung auf genommen. Aufgrund der geringen V-Max des Zuges von 10-20km/h war das alles aber eine sehr entspannte Angelegenheit. Bei Bycina erwartete ich den Zug dann erneut.


Zwei, Drei Kilometer weiter, das nächste Bild. Auch das Quotenauto in letzter Sekunde am BÜ darf natürlich nicht fehlen. Wenn´s denn noch wenigstens ein Maluch wäre, oder gleich das berühmte Pferdegespann mit Wagen hintendran............ . Man kann´s den Fotografen aber auch nie recht machen.:D


Es folgt Pyskowice.


Und weiter mit einem Bild bei der Ortslage von Przezchlebie, hier fuhr der Zug besonders langsam, Schrittgeschwindigkeit war angesagt, fast ne halbe Stunde Fahrzeit für die vielleicht vier Kilometer von Pyskowice aus. Zu hören war der Zug aber schon lange vorher. Der zugewachsenen Einschnitt beherbergte früher einmal zwei weitere Gleise, hier ging es auf kurzem Wege von Pyskowice nach Bytom, heute nehmen alle PKP-Züge den Weg über Gliwice.


Südlich von Ziemiecice gibt es einen BÜ, vorbildlich warteten die Autofahrer in gebührenden Abstand vor der weißen Haltelinie, wurden sie doch vom Fotografen auf die drohende Gefahr, welche sich noch nicht sichtbar hinter dem Gebüsch versteckt, rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht worden. Hier wurde mal richtig kräftig in die Streckeninfrastruktur investiert, eine "Langsamfahrt Ende" Tafel wurde neu auf gestellt. :-) Man darf gespannt sein, welcher Mast jetzt die längere Lebenzeit vor sich hat, der neue mit der Langsamfahr Ende, oder der alte dicke mit dem Stoppschild.


Nun, genug philosophiert, weiter nach Mikulczyce, wo ich den Zug ein letztes Mal die Aufwartung machte. Noch einmal ein freundliches Winken meinerseits und des Lokpersonals.


Nun ging es wieder zurück nach Kotlarnia. Nachdem beim örtlichen Sklep die Vorräte für meinen Magen wieder aufgefüllt waren, ging es an die schon bekannte Stelle vom Vormittag. Erneut war ein Licht im Bahnhof aus zu machen, und es dauerte nicht lange, bis es sich in Bewegung setzte. Diesmal sollte Rybnik das Fahrtziel sein. TEM2-157 hatte nun Eaos Wagen mit Kohle beladen am Haken, der Zug kann eigentlich nur aus Knurów gekommen sein. Spaßmodus ein : Oder hat der Sandbagger etwas zu tief gegraben und man ist auf Kohle gestoßen???:joke: Am Km 2,5 fehlen ein paar Betonmaste der alten Oberleitung, hier ist das Schußfeld daher etwas freier.


Am km 3,1 sieht es dann so aus.


Und bei km 4,1


Am km 9,9 bei Rudy wurde frisch der Wald abgeholzt, da gibt es nun zur Abwechselung mal ein Bild mit Sonne.


Und km 16,5 darf natürlich auch nicht fehlen.


Nun wurde der Heimweg angetreten. Dabei konnte in Kotlarnia erneut TEM2-188 abgelichtet werden, wie sie mit dem Nachmittagszug aus der Grube kommt, und in wenigen Augenblicken den Betriebsmittelpunkt Kotlarnia erreichen wird.


Auf einem der nach links wegführenden Gleise stand TEM2-124 abgestellt.


TEM2-188 kommt zurück und fährt in Richtung TEM2-124.


Das war es dann für den 21. September gewesen.

Weil es am nächsten Tag bei Sonne auch noch ein paar wenige Bilder dazu passend gab, hänge ich die noch gleich mit ran. Bei Ortowice gibt es einen kleinen Bahnhof, wo sich die Strecke in Richtung Sandgrube verteilt, nach Süden führen zwei Gleise in einem weiten 90° Bogen weg, und ein Gleis führt weiter an der Waldkante entlang nach Westen, dort fährt aber nur sehr selten etwas. An diesem Morgen konnte dort aber ein kleines Baufahrzeug aus gemacht werden.


Unterdessen war TEM2-124 damit beschäftigt, einen Vollzug aus der Grube heraus zu ziehen, und erreicht hier gleich den Verteilerbahnhof, ich will ihn mal so nennen.




Auf halben Wege nach Kotlarnia, konnte der Zug dann erneut fotografiert werden.


Das war es dann erstmal gewesen. Ich Danke für Eure Aufmerksamkeit.


MfG Reinhold

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