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Forum zu den Eisenbahnen in Polen
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
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SU45-115, Niels K., 232 520, 229 147-4

Ein kleiner Tagesausflug nach Nowogard Bobrzsanki und an die Gubener Strecke.

Startbeitrag von SU45-115 am 04.11.2016 09:56

Hallo allerseits,

Gestern wurde das vom Wetterbericht vorhergesagte Wetter(was natürlich nicht so wirklich mit der Prognose überein stimmte) genutzt, um kurzfristig einen kleinen Ausflug hinter die Grenze zu machen. Dabei ging es zunächst nach Jankowa Zaganska, wo sich bis gegen halb zehn nichts bewegte, von ein paar Bauarbeitern ein mal abgesehen, welche im Auftrag des polnischen Verteidigungsministerriums die seit Jahrzehnten unbefahrbare und in weiten Teilen schon lange abgebaute Strecke nach Sanice(Weiterführung auf Deutscher Seite hinter der Neiße Rothenburg-Horka) wieder aufbauen sollen. Ob die auch die Neißebrücke bei Sanice wieder aufbauen werden? Nun egal, da sich in Jankowa nichts tat, fuhr ich zurück nach Zary, aber da sah es immer noch so trostlos aus wie schon am frühen Morgen, also weiter nach Czerwiensk. Als ich in Bieniów über den Bü fuhr, konnte ich am anderen Bahnhofskopf erkennen, das sich dort gerade ein Güterzug in Bewegung setzte. Wenige Minuten später im Wald vor Nowogard Bobrzsanki lüftete sich dann das Rätsel, als ST44 1240 mit dem Nahgüter auf die Bühne fuhr. Da fiel es mir wieder ein, Di. und Do sind ja die Verkehrstage vom Nahgüter nach Nowogard Bobrzanski, und heute war, genau, Donnerstag.


Das Wolkenlotto lief jetzt zur Hochform auf, immerhin bekam die dunkle Hochnebelsuppe vom Morgen jetzt größere Löcher. Die Standzeit in Nowogard wurde genutzt, um auf sonnige Momente zu warten.


In einem sonnigen Moment schloß der FDL die Schranken und gab HP2, nur das kümmerte den Wummendompteur erst mal wenig, während dessen die nächste Wolke im Anflug war, wollte wohl den Nervenkitzel beim Fotografen etwas in die Höhe treiben :-) . Nach gefühlter Ewigkeit setzte er sich aber doch noch in Bewegung, für Lok und Stellwerk reichte das Restlicht gerade noch so aus, nach dem letzten Klick war dann auch wieder Zappenduster.


In Nowogard Osiedle wurde dann rangiert, dabei gab es auch noch ein paar Einstellungen.


Nachdem die mit Holz beladenen Wagen vom Ladegleis abgeholt waren, ging es anschließend in den Anschluß, um Zementsilowagen dort heraus zu holen.


Wieder in Nowogard Bobrzanski angekommen, wurde nun um den Zug herum gefahren.




Das letzte Bild hier, zeigt den Zug nun abfahrbereit, doch das passiert erst nach dem Personenzug um 13:09, bis dahin gibt es erst mal eine Pause.


Für mich hieß es dann Aufbruch, und so fuhr ich nach Czerwiensk, wo aber auch nicht wirklich viel los war, ST44 1207 und 1218 warteten auf neue Aufgaben, und der Fotograf darauf, das die fetten Wolken endlich mal der Sonne die Chance gaben, ihre Strahlen bis zur Erde hindurch zu lassen.




So fuhr ich dann nach Krosno Odrzanskie, wo sich über Stunden eine Wolkenbank als Verdunkellungsschirm übers Odertal gelegt hatte. CTL ließ sich dann noch mit einem Kurzzug blicken, TEM2-292 kam bei Dunkelheit durch den Bahnhof gen Guben gefahren, der dunklen Situation angemessen nur mit Rangierlicht. Das war wohl schon seit Czerwiensk eingeschaltet, schon in der Ferne war nur ein Licht aus zu machen gewesen.


So, das war es dann auch schon wieder, danke für Eure Aufmerksamkeit.


MfG Reinhold.

Antworten:

Hallo,

Danke für den Beitrag, Anfang des Jahres hatte ich nicht soviel Glück gehabt in Nowogard Bobrzanski einen Zug zu sehen.

Weist du etwas genauer warum die Strecke nach Sanice wieder aufgebaut wird, gibt es da noch eine Kaserne oder so?

Danke

Mfg Br.155

von 232 520 - am 06.11.2016 16:29

Zur Strecke Jankowa ZaganskaSanice(RothenburgHorka)

Hallo,

Zwischen Zary und Zagan befindet sich ein größeres Militärgelände, welches auch per Bahn von Zagan aus angeschlossen ist, aber ob sich in den vielen Wäldern zwischen Jankowa Zaganska und Sanice etwas versteckt, weiß ich nicht, zu vermuten ist es ja, da sonst das polnische Verteidigungsministerium keine Notwendigkeit eines Streckenwiederauf/neubaues sehen würde. Die Strecke Prudnik--Krapkowice wurde auch drei Jahre lang wieder auf Vordermann gebracht, weil im Wald nordwestlich von Krapkowice ein Munitionsdepot sich versteckt. Seit dem die Strecke wieder hergerichtet wurde, ist mir nach den letzten Schotterzügen im Dezember 2015 keine weitere Zugfahrt dort mehr auf gefallen.
Vielleicht braucht man aber auch im Kriegsfall eine alternative Neißequerung, falls die Brücken in Horka und Görlitz zerstört worden sind. In wie weit dort Natoentscheidungen mit eine Rolle spielen, weiß ich nicht, es wäre aber auch nicht aus zu schließen, soweit mir bekannt, ist ja die Anbindung von Rothenburg auf Deutscher Seite der Strecke in Horka weiterhin vorhanden(trotz Komplettneubau und ESTW), und das will schon was heißen, zu mal auf den wenigen Kilometern auf Deutscher Seite kein Bedarf besteht. Fakt ist, das hinter der Sanierung dieser Strecke, wie auch der in Schlesien, nur militärische Gründe liegen, und ziviler Zugverkehr dort nicht wirklich statt finden wird, wie schon gesagt, beide Strecken werden, bzw. wurden nur mit Geldern aus den Verteidigungsministerium finanziert.


MfG Reinhold

von 229 147-4 - am 06.11.2016 20:29

"Strategische" Strecken?

Hallo Reinhold,

Du schreibst in Deinem zweiten Absatz von "Fakt(en)". Kannst Du diese (bspw. die nur militärisch begründete und finanzierte Wiederanbindung der Strecke nach Rothenburg) in irgend einer Form unterlegen? Oder ist diese Wiederanbindung vielleicht doch eine eigenständige wirtschaftliche Entscheidung von DB Netz in Zusammenarbeit mit dem derzeitigem Streckenpächter DRE? Ich glaube nämlich nicht ganz dran, daß die Nato noch heute für die praktische Wiedererrichtung solch einer "strategischen" Strecke verantwortlich zeichnet.

Zitat
229 147-4
In wie weit dort Natoentscheidungen mit eine Rolle spielen, weiß ich nicht, es wäre aber auch nicht aus zu schließen, soweit mir bekannt, ist ja die Anbindung von Rothenburg auf Deutscher Seite der Strecke in Horka weiterhin vorhanden(trotz Komplettneubau und ESTW), und das will schon was heißen, zu mal auf den wenigen Kilometern auf Deutscher Seite kein Bedarf besteht. Fakt ist, das hinter der Sanierung dieser Strecke, wie auch der in Schlesien, nur militärische Gründe liegen, und ziviler Zugverkehr dort nicht wirklich statt finden wird, wie schon gesagt, beide Strecken werden, bzw. wurden nur mit Geldern aus den Verteidigungsministerium finanziert.


von Niels K. - am 07.11.2016 06:05

Re: "Strategische" Strecken?

Hallo Niels,

Der Satz mit "Fakt" bezieht sich auf die benannten polnischen Strecken. Ich habe hier einen Link dazu, wo das auch so steht.


MfG Reinhold

von SU45-115 - am 07.11.2016 08:58
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