Nach Jahrzehnten der erste Personenzug zwischen.....

Startbeitrag von SU45-115 am 22.05.2017 17:08

Hallo allerseits,

.... Prudnik und Krapkowice. Der Personenverkehr wurde hier schon Anfang der Neunziger Jahre eingestellt, der Güterverkehr dümpelte noch bis zur Jahrtausendwendezeit ein wenig vor sich hin, dann war auch damit Schluß und die Strecke viel in einen Dornrößchenschlaf. Mutter Natur eroberte sich schnell die Trasse zurück, im Jahre 2012 war kaum noch etwas davon zu sehen.
Ab 2013 werkelten fleißige Männlein an der Strecke herum, um sie wieder in befahrbaren Zustand zu versetzen, Anfang 2016 waren die Arbeiten abgeschlossen. Nur Züge wollten keine auf der Strecke fahren, und so lag sie traurig in der Landschaft herum. Doch dies sollte sich am 20. Mai des Jahres anno 2017 nun ändern. Eine Sonderfahrt mit SA134 003 und 007 der Kolej Dolnoslaskie, war von Legnica über Raciborcz nun auf dem Weg nach Prudnik, um von dort weiter nach Krapkowice zu fahren. Nun half Kommisar Zufall mal wieder kräftig mit, das auch ich von dieser Aktion Wind bekam. Eigentlich war es auch gar nicht geplant gewesen, am Samstag nach Schlesien zu fahren, doch die verärgernden Zustände und Erlebnisse an jenem Morgen um Wolsztyn herum sorgten dafür, das ich zur Erholung von den Zuständen um Wolle herum schnell reiß aus nahm. So trudelte ich zusammen mit meiner zweiten Hälfte schon am Vormittag in Schlesien ein. Zufälliger weise war an jenem Tage auch noch ein Polterabend angesetzt, und diesen Spaß wollte ich mir dann auch nicht entgehen lassen. Nach dem Mittagessen und anschließendem Mittagsschlafe, wurde nun das Rote Telefon bemüht, und nach und nach in mehreren Gesprächen kristallisierte sich dann heraus, das eben jene Sonderfahrt nach Krapkowice an stand. Das ließ bei mir doch so sämtliche Alarmglocken aufschrillen, eine Zugfahrt auf der Strecke ist eine absolute Rarität, und noch dazu ein Personenzug. So wurde die Verwandschaft ins Automobil gebeten, und als Vorprogramm zum Polterabend wurde noch schnell eine Fotozugveranstaltung mit ins Programm genommen. Als erster Anlaufpunkt wurde Biala(Zülz) auserkoren. Nachdem meine zweite Hälfte in eine orange farbene Warnweste gehüllt wurde, und in die polizeilichen Aufgaben zwecks Verkehrslenkung vor dem BÜ eingewiesen wurde, stand dem Anfertigen des ersten Bildes nichts mehr im Wege. Es dauerte auch nicht mehr lange, und SA134 003 und 007 kamen trötend um die Ecke gefahren.


Da die Strecke nur für 40km/h zugelassen ist, war eine Verfolgung auf der parallel verlaufenden Straße keine schwierige Aufgabe, bei Moszna wurde wieder Halt gemacht, und dem Züglein erneut die Aufwartung gemacht.


Bei der Ortsdurchfahrt in Kujawy waren nicht nur die Fotografenscharen aus dem Häuschen, auch die Anwohner konnten nicht fassen, was sie da sahen. Laut riefen sie umher, Zug kommt, Zug kommt, auf das die frohe Kunde schnell die Runde in dem Dorfe machte.


Hinterm Ort verlaufen Straße und Bahn direkt nebeneinander, die Höchstgeschwindigkeit auf der Straße verlangsamte sich zusehends auf 40km/h, auch die Autofahrer schauten sehr gebannt hin, was da neben ihnen herfuhr.


Bei Strzeleczki wurde erneut auf den Auslöser gedrückt.


Bei Steblów sieht es dann so aus. Hier war früher mal der Bahnhof.


Nachschuß.


Ankunft Krapkowice, hier steht wenigstens noch das EG.


Bis hier hin geht es, und nicht weiter.


Das ehemalige Stellwerk. Unmittelbar hinter der Straße befindet sich der Prellbock. Das Gleis auf dem der VT steht, ist das ehemalige Anschlußgleis der Papierfabrik. Das Gleis links daneben, ist das ehemalige Streckengleis weiter in Richtung Gogolin. Es endet ebenfalls hinter der Straße und ist auch nicht mehr angebunden ans restliche Gleisnetz des Bahnhofes. Ein Radweg führt heute an seiner Stelle auf der alten Bahnbrücke über die Oder.


Nachdem alle Zugreisenden ihr Bildchen gemacht hatten, ging es wieder zurück im Triebwagen zum EG.


Hier war ebenfalls Fototermin angesagt, während die Meute ihr Erinnerungsbildchen machte, fuhr ich sofort weiter zum nächsten Fotostandpunkt. Es dauerte auch nicht lange, und der Zug kam nun zurück.


Nun fuhr ich wieder vor bis Strzeleczki. Nach einiger Zeit tauchte dann auch der Zug wieder auf. Ganz in der Ferne steht noch das EG, es ist aber unbewohnt und besteht eigentlich nur noch aus den Außenmauern und dem Dach, eine Frage der Zeit, bis auch dieses verschwunden ist.




Bei Zielina geht es ein klein wenig Berg auf.


Und wieder in Moszna.


Nun fuhr ich weiter nach Biala.


Und Nachschuß.


Weiter ging es nach Józefówek. Der Schwellenstapel liegt immer noch herum, und wird es wohl auch noch in Zukunft tun. Somit bleibt auch weiterhin ein erhöhter Standpunkt hier am Set.




Und auch hier wieder ein Nachschuß.


Das letzte Bild von der Fuhre gibt es nun bei der Ausfahrt aus Prudnik.


Damit endet nun der Beitrag. Danke für Eure Aufmerksamkeit.


MfG Bw Nysa.

Antworten:

Schöne und interessante Bilder.
Danke fürs zeigen.

Viele Grüße aus Strausberg.

von Sven (SRB) - am 24.05.2017 10:05
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