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Forum zu den Eisenbahnen in Polen
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vor 6 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 6 Monaten
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PKP-ST44, ST44-700, svoigt69

Und ewig ruft das Grenzland (m11B)

Startbeitrag von svoigt69 am 29.01.2018 23:07

Serwus Gemeinde,

letzte Woche hieß es, Resturlaub und Stunden abbummeln. Das Ziel der Reise war wie schon so oft wieder das geliebte Grenzland. Obwohl ich dort bereits mehrfach sehr gut fotografieren konnte, wollte ich einige Wintereindrücke von der Gegend sammeln und festhalten. Die Wetterprognose war jedoch alles andere als gut, aber ich fuhr dennoch los. Bekanntlich steigt mit zunehmendem Alter auch die "fotografische Wetterfühligkeit". Viele Zeitgenossen setzen den Fuß nur noch dann vor die Tür, wenn Kachelmann & Cie. entsprechende Garantien abgeliefert haben. Dem alten Credo "Erstmal losfahren!" folgen nur noch wenige. Entsprechend überwiegen die Standardaufnahmen mit Sonne im Rücken. Aufnahmen im Streiflicht, bei Gegenlicht, im Frühnebel oder gar nachts werden rarer.

Begonnen wurde in Lasow nahe Piensk. Typisch wird am Sonntag Morgen dort verladen und irgendwann geht es dann am Vormittag mit einem Vollzug los, in der Regel nach Poznan oder Rokitnica. Diesmal war es anders, denn "Madame" musste zur Frist nach Gliwice.



Was für ein Kübel!

Interessant ist, dass PKPC in Wegliniec derzeit viel auf den unbekannteren Nebenstrecken zu tun hat. Von Rakowice holt man Flußkies, von Nowogrodziec holt man Kaolin und von Lesna werden Baustoffe für den Straßenbau abgefahren. Neu dürfte sein, dass nach Niwnice mit dem Gagarin gefahren wird. Lesna wird wahlweise mit SU46 oder - wenn gerade vorhanden - noch mit ST43 angefahren. Ganze fünf Stück sind noch in Niederschlesien vorhanden!



In unmittelbarer Nachbarschaft zur Verladung liegt dieser Hühnerhof in Lesna. Man kann gut erkennen, dass der polnische Müll die gleiche Widerwärtigkeit wie bei uns hat. Er springt aus Fahrzeugkabinen, klettert aus Papierkörben, suhlt sich auf der Straße, bildet Völker in Straßengräben und macht im Grunde genommen, was er will. Die Menschen sind völlig machtlos und wissen nicht, was sie dagegen tun könnten.

Im Laufe der Woche zeigte sich u.a. RailPolska mit SM42 und natürlich die Staatsbahn.



SU46-029 hat ihre Leerwagen hier bereits abgesetzt und steht abfahrbereit vor dem beladenen Zugteil nach Luban Slaski. Ein Tageslichtbild auf der Strecke gab es allerdings nicht mehr.

Irgendwann trudelte Colas Rail mit der angemieteten 232 408 ein. Mein zweites Zusammentreffen mit dieser Lok, jedoch nun die erste Aufnahme. Morgens 05:37Uhr kam die Leerleine aus Koszalin in Wegliniec an. Vor und nach dem Umfahren des Zuges konnten schöne Nachtaufnahmen mit Neuschnee angefertigt werden. Eigentlich sollte es 07:40Uhr weiter nach Sulikow gehen, aber der Bahnhof dort war voll.



12:20Uhr passierte die Fuhre das Garagenghetto nahe Zgorzelec Miasto, um dann in Sulikow weitere Wartezeit zu erdulden. Wie lang das ging, weiß ich nicht. Allerdings landete der erste beladene Zugteil noch am Abend des gleichen Tages in Nowogrod Osiedle.



Bestens!



Das ganze Drumherum in Sulikow finde ich irgendwie spannend. Nur, wofür wäre es gut, hätte das Pentagon in Nr. 19 wirklich eine Außenstelle dort? Oder gab es eine Schulstunde in Kalligrafie, welche draußen stattfand? Man weiß es nicht. Da lässt sich das Bauwerk der Schwalben schon besser einordnen. Sie befanden eine Ecke für gut und legten sich den polnischen Kabelanschluss direkt in den Bau.



Jahr um Jahr, Tag um Tag, Tropfen für Tropfen! Es platscht und quatscht von den Resten der Dachentwässerung herunter, findet keinen Abfluss und geht ins Mauerwerk. Kommt Frost hinzu, bricht der Putz und die Steine verlieren ihre Festigkeit. Dabei hätte jede Tür für Jahrhunderte zu erzählen. Hätte! Aber wer fragt danach?



Wieder drüben an der Lesnaer Schiene, links erkennt man das ESig von Luban. Tatsächlich gab es einiges an Sonne in diesen Tagen und die Vögel sangen ihr frühlingshaftes Lied dazu. Wenig später nach diesem digitalen Beleg gab sich SU46-035 die Ehre und konnte auf Diafilm festgehalten werden.



Das ist Zareba! Auch wenn es aussieht, als liefen hier Reparationsarbeiten, ist die Grube aktiv. Den Ortsdienst macht eine 401Da, während die Staatsbahn Leer- und Vollzüge mit ihren Sechsachsern fährt. Zur Zeit meines Verweilens dort tat sich jedoch nichts. In der Pension hatte ich eh ausgecheckt, also fiel es leicht, in eine andere Gegend zu verlegen.



Östlich von Glogow kommt man nach Wschowa, dem früheren Fraustadt. Hier wird wieder Holz verladen. Auf der Ladestraße war ein beachtliches Lager angelegt worden. Allerdings hatte ich in der Gegend andere Ziele, welche leider bereits in der Nacht fuhren. Dennoch war es schön, mal wieder dort gewesen zu sein.



Über Lubin fand ich hinunter nach Jawor. Ich traf Depol, RailPolska und die natürlich die Staatsbahn. Überall wurde gewühlt, nicht nur am Empfangsgebäude des Bahnhofes dort. Die recht milden Temperaturen ließen allerlei zu. In den Gruben Czernica, Gniefkow und Zimnik wurde gearbeitet und verladen. ST43-334 drückte 28 beladene Eaos(s) von Gniefkow nach Jawor hoch ... kein Qualm, keine erkennbare Abgasfahne! Nach dem Umsetzen oben in Jawor wurde dann geduldig auf die Ausfahrt gewartet.

Zum Schluss noch ein Filmchen von der Überfahrt nach Legnica:

[www.youtube.com]

Das war´s!

Viele Grüße,
Sven

Antworten:

Hallo Sven,

danke für den schicken und stimmungsvolen Beitrag! Du hast recht, viele rennen erst los wenn die Sonne scheint. Ich finde auch, das man bei verschiedenen Lichtbedingungen und Wetter klasse fotos machen kann!

viele Grüße Sylvio :cheers:

von ST44-700 - am 01.02.2018 20:16
Hallo Sven,

danke für den schönen Bericht aus dem Grenzland.
Sehr gut finde ich, dass du das "Drumherum" auch festgehalten hast und davon hier ein paar Bilder zeigst.


Winterliche Grüße
Ronny

von PKP-ST44 - am 14.02.2018 19:32
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