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Informationen zum Thema:
Forum:
Forum zu den Eisenbahnen in Polen
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 2 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
SU45-115, awp

Irgendwie Flaute im Hause Oleba. (1. B.)

Startbeitrag von SU45-115 am 14.06.2018 11:54

Hallo,

Heute mal kein Bildbeitrag von mir, als eher die Feststellung, das es in den letzten Wochen und Monaten doch extrem ruhig hier geworden ist. Selbst im tschechischen Forumsteil ist es schon geruhsamer geworden, wenn dort auch noch nicht fast Funkstille herrscht, wie hier in den beiden Polenforen mittlerweile der Fall ist. Der letzte Bild-Beitrag, welcher nicht von mir stammt, ist in diesem Unterforum bereits einen Monat alt, auch mein letzter Beitrag aus dem Schotterrevier um Jawor herum von Ende Mai, hat die Leblosigkeit hier nicht unterbrechen können. In der Galerie, wo ja noch seltener Reiseberichte hoch geladen werden, sieht es nicht besser aus, 21. Mai ist dort der letzte Bildbericht hochgeladen worden.

Daher Frage ich mich ernsthaft, was ist los?:confused::confused::confused:

Es gab Zeiten, da war doch wesentlich mehr los gewesen. Natürlich könnte ich hier noch mehr Bildbeiträge hochladen, doch dann würde ich ja bei der derzeitigen Leblosigkeit hier zum Alleinunterhalter mutieren, und das macht dann auf die Dauer auch keinen Spaß mehr. Also Leute, gebt Euch einen Ruck, und last wieder Leben hier einkehren.

Last es wieder so aussehen, wie sinnbildlich hier auf diesem Bahnhof.



MfG Reinhold.

Antworten:

Oberglogau

Servus,

Beiträge schreiben sich halt nicht von allein. Vielleicht haben einige weniger Zeit. Von anderen höre ich weit entfernte Reiseziele. Dazu kommen noch Waldrufer. Und das Sommerloch.

Ob es im Regelbetrieb dort auch so viele Reisende gibt? Wir sind im April am Bf. mal aufgeschlagen, weil sich im Ort ein Zweigwerk der Zuckerfabrik Hotzenplotz befand - und ab 1939 auch deren Sitz. Mich interessierte vor allem ein mögliches Anschlußgleis.

Ein Zugsfoto gab es dann in Rasselwitz, tatsächlich mit einer Handvoll Reisender. Hätte Grenzbahnhof für Stichstrecke nach Hotzenplotz werden sollen.

Weiteres kann dann ab August erlesen werden.

Der Kreis Groß Strehlitz ist seit 2008 übrigens amtlich zweisprachig. Das erspart durchgestrichene "l" und anderes ... ;)


Glückauf!

von awp - am 14.06.2018 16:32

Re: Oberglogau

Hallo,

Naja, sonst ist wenig los im Bahnhof. Wenn zu Berufsverkehrszeiten der Triebwagen zum stehen kommt, dann sind natürlich auch Menschen zu sehen, aber außerhalb der Mo.-Fr. Stoßzeit am Morgen und späten Nachmittag kann man die Leut´ an einer Hand abzählen, die auf einen der wenigen Personenzüge warten tun.
Das Anschlußgleis, was östlich des Bahnhofes unmittelbar hinterm BÜ im 90° Bogen nach Norden weg führte, ist schon lange ab gebaut, man kann auf Google den Verlauf aber noch gut erkennen. Eine Zuckerfabrik ist mir in Glogowek aber nicht bekannt.
Etwas weiter östlich, in Reinschdorf(Reńska Wieś) gab es vor über 100 Jahren mal eine Zuckerfabrik, diese wurde schon 1870 mittels einer Anschlußbahn von der Podsudecka aus angeschlossen, der Abzweig der Anschlußstrecke befand sich am heutigen Haltepunkt
Pokrzywnica. Die Strecke wurde dann später, so um 1900 schon wieder abgebaut, da zu diesem Zeitpunkt die Strecke von Kosel nach Baborów gebaut wurde. Der Bahnhof in Reinschdorf der ehemaligen Anschlußbahn, wurde dann in die neu gebaute Strecke nach Baborów integriert, der Rest der Anschlußbahn nach Pokrzywnica wurde dann abgetragen. Heute ist davon nichts mehr zu sehen(auch nicht über Google Maps), die Trasse wurde komplett zu Ackerland zurück gebaut. Da das Ganze nun auch schon über 100 Jahre her ist, auch kein Wunder, das alle Spuren verschwunden sind. Nur auf alten Meßtischblättern von 1870 aus der Gegend, da ist die Anschlußbahn eingezeichnet, auf späteren Blättern so um 1930, da ist sie schon wieder verschwunden.


MfG Reinhold.

von SU45-115 - am 15.06.2018 08:47

Zucker

Servus,

beim heute noch intensiven Zuckerrübenanbau wird die hohe Dichte an Verarbeitungsanlagen verständlicher, waren die Betriebe damals in ihrer Kapazität doch übersichtlicher als heute. Daß sich auf dem Weg nach Cosel noch eine befand, ist interessant.

Die in Oberglogau arbeitete von 1886 bis 1945. Da von der bereits 1920 eingestellten Fabrik in Hotzenplotz ja immer noch Reste deutlich zu sehen sind, dachte ich mir, besser mal hinschauen. Und zumindest einen Eindruck gewinnen. Vom fein sanierten Stellwerk machte ich auch ein Foto.

Weißt du, was das für eine Bude war, die unlängst zwischen Stadt und Bahnhof geplättet wurde? Da steht nur noch der Kamin, als ob man den bewußt (für Mobilfunk) erhalten wollte.

Für Hotzenplotz ist der Blick westwärts wichtiger, denn in Schadowitz bei Zülz/Biala (heute Ortsteil) befand sich ein zweites Zweigwerk, etwa zeitgleich eröffnet. Das liegt an der Bahn von Neisse nordwärts nach Krapkowitz. Die Oderbrücke hinüber nach Gogolin ist wohl nach dem Kriege nicht wiedererstanden. Auch diese Fabrik ist 1945 eingegangen.

Heute scheint sich wohl die ganze Verarbeitung der Gegend auf die Fabrik in Ratibor zu konzentrieren.

Ich bedauere immer noch, daß sich der Gen. Autor nur auf die Grenzübergänge zu Bayern/Sachsen beschränkte, wo sowieso schon relativ viel bekannt und gedruckt ist. Die gesamte preußisch-österreichisch-/tschechoslowaksiche Seite von Heinersdorf bis Hultschin bleibt außen vor. Nichts hätte dagegen gesprochen, diesen Abschnitt thematisch 1945 zu beenden. Nur, für ein eigenständiges Werk reicht das Leserpotential nicht aus. Das ist eine vergebene Chance. Und genau deshalb wird die Schmalspurbahn Bärn - Hof ein Anhang im Hotzenplotz-Werk, weil es nicht für was Eigenständiges langt.


VG

von awp - am 15.06.2018 10:57

Re: Zucker

Hallo,

Mir ist nicht bekannt, was da eingeebnet worden ist. Kleinere Zuckerfabriken waren früher mehr vorhanden als heute. Die meisten davon sind aber längst verschwunden. Die Bahnbrücke bei Krapkowice über die Oder ist auch heute noch vorhanden, wird aber als Fußweg genutzt, Gleise liegen da keine mehr, die Enden am Bahnhof Krapkowice von Prudnik aus kommend.
Die alte Bahnbrücke bei Krapkowice soll jetzt aber einer neuen Straßenbrücke weichen, man plant, auf der alten Bahntrasse eine neue Entlastungsstraße über die Oder zu bauen, da die jetzige Oderquerung zu Stoßzeiten am Morgen und Abend überlastet ist, die Planungen dazu sind schon weit voran geschritten. Auch in Gogolin selber, wird über den Bahnhof eine neue Straßenbrücke gebaut, und der BÜ am südlichen Bahnhofskopf geschlossen, wenn die neue Brücke steht.

Klick --> alte Bahnbrücke Krapkowice


MfG Reinhold.

von SU45-115 - am 15.06.2018 12:12
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