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Fotogalerie Baltikum und Osteuropa
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
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vor 4 Jahren, 6 Monaten
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obb1040, mirquidi

Carpathia 2013, Teil 6

Startbeitrag von obb1040 am 31.01.2014 21:39

Carpathia 2013, Teil 6

24.6.2013

Heute steht – wie gestern Abend – die Hauptstrecke durch die Karpaten auf dem Fotoprogramm. In der Früh wollen wir uns vor dem Frühstück die ersten Züge aus Uzhorod im Bahnhof vornehmen – mit der Kirche im Hintergrund kommen sie im besten Licht! Aus dem Zimmer kommen wir problemlos. Doch aus dem Gang in das Restaurant und weiter ins Freie kommen wir nicht. Wir sind eingesperrt! Die Telefonnummern am Notausgang sind auch nicht nützlich – es geht keiner dran. Wir hören die Züge nur. Frustriert kommen wir dann kurz vor 8 Uhr frei.

Somit geht sich noch der Triebwagen aus.




Schiebeloks in der Morgensonne.


Genervt frühstücken wir dann und fahren los. Erstes Ziel ist die obere der beiden Talquerungen. Wir parken unter der Brücke. H nimmt den Weg, ich die Diretissima den Hang hinauf. Innerhalb der weißen Säulen ist das Gras nicht gemäht und ich komme an einer alten Stellung vorbei.


Als ich fast oben bin kommt ein Zug talwärts durch den ich aus einer etwas ungünstigen Position fotografiere.


Wir treffen uns oben am Fotopunkt. Unten auf der Brücke steht jemand in Uniform und telefoniert. Etwas drauf kommt jemand in Uniform und sagt uns wir sollen hier verschwinden. Wir verstehen noch „Militarija Objekt“ und Milicija“. Aha – das heißen die weißen Säulen und die Schilder die wir nicht lesen können! Als wir den Weg zurück gehen wie uns bedeutet ist uns klar warum wir aufgeflogen sind – eines der Häuser am Gleis ist ein Wohngebäude von Miliz oder Militär. Wenn dann also unter der Brücke durch und im großen Bogen über die Wiese … ! Am Weg zurück drücke ich trotzdem noch einmal ab.


Wir fahren dann zurück zur Wiese von gestern. Als erstes kommt ein talfahrender Personenzug des Fernverkehrs in Form eines EPL2T am in Fahrtrichtung rechten Gleis (sonst ist Linksverkehr).


Samt einem Nachschuss.


Kurz darauf kommt ein bergfahrender Güterzug mit zwei Doppelloks an der Spitze.


Gefolgt von einem ER2 mit neuerer Kopfform als Personenzug.


Dann kommt ein talfahrender Güterzug ums Eck – samt Fotowolke.


Mitten drin ein Wagen mit einer verklemmten Bremse.


Hinten drauf geht dank Schiebelok ein Nachschuss wieder mit Sonne als der Zug Richtung Volovets verschwindet.


Der nächste bergfahrende Güterzug ist mit einer blauen VL10 bespannt.


Gefolgt von einem Lokzug aus drei VL11


Der nächste talfahrende Güterzug mit einer VL11 an der Spitze. Im Hintergrund wieder die „verbotene“ Brücke. Das Wohnhaus der Miliz ist das große Gebäude über dem fünften Wagen.


Und noch ein Nachschuss.


Dann ein talfahrender Fernzug mit einer blauen VL10.


Bei der Station Huklyvyi – gleich hinter der Stelle auf der Wiese – ist noch eine große Talbrücke. Nicht mit weißen Pfählen eingezäunt und auch nicht bewacht. Als erstes kommt der Triebwagen wieder zurück.


Dann ein Mess – oder Inspektionszug mit einer besonderen VL10


Und einem Lokzug bestehend aus einer VL11


Über zwei Stunden müssen wir warten bis der erste Güterzug talwärts fährt! Und dann auch noch bei Wolken. Stundenlang sind wir in der prallen Sonne gesessen und es war für die Strecke außergewöhnlich ruhig. Ziemlicher Mist – aber besser als nix.


Eine halbe Stunde später kommt noch ein Lokzug talwärts.


Dann sind wir unterwegs und fahren weiter Richtung Vinohradiv. Westlich des Bahnhofs Karpaty legen wir einen Fotostopp ein. Zuerst kommt ein Fernzug in Form eines EPL2T aus Uzhorod – hier als Nachschuss.


Eine halbe Stunde später kommt ein Nachtzug nach Kiev mit einer VL10.


Dann geht es weiter nach Vinohradiv. Zuerst fahren wir zu unserem Hotel. Es liegt am Hang am Ostende der Stadt und heisst bezeichnenderweise „Sunny Mountain“. Wir bringen das Gepäck ins Zimmer und fahren dann zum Bahnhof. Als wir ankommen verhüllen Wolken die Sonne. Ein zug der Schmalspurbahn steht im Schmalspurteil des Bahnhofs.


Dann rumpelt es im Breitspurteil. Ein Chmelak samt Güterzug kommt in den Bahnhof. Und die Wolken reißen auf! Er kommt auch auf dem Vierschienengleis gefahren.


Er wartet die Kreuzung mit dem Personenzug aus Batovo der leicht verspätet ankommt. Volltreffer – es ist ein D1!


Noch ein Nachschuss am Bahnübergang am westlichen Ende des Bahnhofs Vinohradiv.


Dann kommt der Güterzug Richtung Westen aus dem Bahnhof.


Freundlich grüßt der Lokführer


Dann fahren wir zum Hotel zurück. Am Bahnhof halten wir kurz – die Sonne ist heraus gekommen und der Zug der Schmalspurbahn fährt gerade los. Der Auspuff spuckt auch eine kräftige Wolke aus.


Im Hotel zurück genießen wir einmal den Pool. Die Erfrischung tut gut! Das Restaurant des (kleinen, neuen und absolut empfehlenswerten) Hotels macht einen guten Eindruck. Es gibt aber nur den japanischen Teil der Speisekarte. Nicht einmal Kartoffeln gibt es. Also japanisch Essen in der Ukraine. Ich brauche es nicht wirklich – und die Gerichte kosten doppelt soviel wie die einheimische Speisekarte! Dann kommt noch der Kellner und sagt die Eigentümer bitte uns die Motorräder nicht auf dem Parkplatz sondern doch bitte in ihrer Garage zu parken – eine nette Geste die wir auch annehmen. Ich hätte auf dem Parkplatz am Ende der Wohnstraße keine Sorge gehabt.

OBB1040

Antworten:

Hallo OBB1040,

da wart ihr doch glatt ein wenig vor uns in Vynohradiv. Wir haben im Oktober im gleichen Hotel genächtigt. Da hatte sich die Speisekarte aber schon etwas erweitert. Immerhin gab es auch Steak mit Pommes. Unser Bericht folgt etwas später, ich bin noch am aufbereiten.

Gruß, Falk

von mirquidi - am 01.02.2014 17:05
Hallo Falk,

Ihr wart auch im "Sunny Mountain"? Herrlich! Ich bin schon auf eure Fotos gespannt!

OBB1040

von obb1040 - am 02.02.2014 09:15
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