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Fotogalerie Polen
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Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Niels K., LVT 771, Tristan22

Kleine Abschiedstour nach Breslau und ins Erzgebirge – (1/2) (m. 43 B.)

Startbeitrag von Tristan22 am 07.12.2014 17:12

Zwei noch in diesem Jahr zu nehmende Tage zum Überstundenabbau ließen kurzfristig die Idee wachsen, vor dem ersten Adventswochenende eine Abschiedsfahrt mit EC "Wawel" und auf der Strecke Chomutov – Vejprty zu unternehmen. Am Mittwoch, 26.11., ging es nach dem Büro nachmittags erst einmal mit dem ICE nach Berlin und dort – nach pünktlicher Ankunft - gleich ins direkt am Hauptbahnhof gelegene Hotel.

Donnerstag 27.11. Berlin – Breslau



Einfahrt EC 249 "Wawel" aus Hamburg in Berlin Hbf. Der erste Wagen (269) hinter der Lok wird als „versperrt und leer“ angekündigt. Meine Reservierung befindet sich jedoch in Wagen 270.



Für die an diesem Tag insgesamt rund 20 Fahrgäste mit Fahrtziel Polen in der zweiten und einem Fahrgast in der ersten Klasse reichen diese Platzkapazitäten locker.




Der Zug (noch) in voller DB-Länge in Cottbus Hbf. Die 101 004 wird gleich den Platz für ihre PKPCargo-Kollegin SU46 011 frei machen,…



…..die in Gesellschaft von zwei ex-DB 142 der Eisenbahngesellschaft Potsdam EGP (vorne EGP „61“ - 142 118-9, dahinter ??) auf die Übernahme des internationalen Fernzuges gewartet hat.



Die beiden DB-Wagen sind schon abgezogen als sich SU46 011 vorsichtig an ihren Zug herantastet.



Mit rund zehnminütiger Verspätung fahren wir in Cottbus ab. In Forst steigen drei Fahrgäste aus. Hinter dem Bahnhof Forst werden – noch auf deutscher Seite – zwei Bahnübergänge im Schritttempo passiert – offensichtlich war die Schrankenanlage defekt. Im Bahnhof Tuplice wird ein kurzer Betriebshalt eingelegt, um zwei Herren der Grenzpolizei Straż Graniczna zusteigen zu lassen, die bis Węgliniec mitfahren und die Ausweise aller Reisenden genauestens kontrollieren werden.

Eine Handvoll Fahrgäste steigt in Żary zu. Kurz nach Żary kommt eine freundliche Mitarbeiterin von PKP-Intercity mit einem kleinen Wagen durch den Zug und verteilt (auch in der 2. Klasse) kostenlose Schokoriegel sowie Mineralwasser oder Saft.



Fast kerzengerade führt die Strecke von Żary nach Wegliniec – hier bei Iłowa Żagańska.

Für den Gegenzug habe ich meine Fahrt in Węgliniec unterbrochen und bin erst eine Stunde später mit dem aus Dresden kommenden RE nach Breslau weitergefahren.





Für unsere SU46 ist die Fahrt in Węgliniec ebenfalls zu Ende. Der EC hat hier – wie auch in einer Durchsage vom Zugchef angekündigt - einen lokwechselbedingten Aufenthalt von einer Viertelstunde, der von einigen Reisenden für eine Rauchpause genutzt wird.



Für das Reststück nach Breslau wird der Eurocity EP07-1032 von PKP Intercity anvertraut. Rechts hinten ist 3E-100 -004 (UIC 3 140 031-8) von DB Schenker Rail Polska zu sehen.



Während die Lok angekuppelt wird haben sich die Raucher wieder in den Zug zurückgezogen.



Mit +10 wird die letzte Etappe nach Wrocław Główny in Angriff genommen.



Bis zum Eintreffen des Gegenzuges bleibt ein wenig Zeit, sich den Bahnhof anzusehen. Die nördlichen Bahnsteige sind unpassierbar (an ihnen wird eifrig gewerkelt). Aushänge informieren u.a. über das Streckennetz der Koleje Dolnośląskie.



SA134-023 wartet auf die in Kürze eintreffenden Anschlussreisenden aus Breslau. Hinten links kann man noch ST44-1223 erkennen.



EC 248 "Wawel" nach Hamburg ist mit EP09-012 aus Wrocław in Węgliniec angekommen. Auch die beiden Beamten der Grenzpolizei haben hier Pause gemacht und inspizieren schon mal von außen ihre zu kontrollierende Klientel. Links entschwindet 31WE-003D gen Lubań Śląski.



Die Fahrt nach Cottbus übernimmt die Bekannte von der Hinfahrt. EP09-012 fährt an ihrer Ablösung vorbei in Richtung Depot.



Do widzenia EC "Wawel"!





Auch ein Abschied: DB 642 043 als RE von Dresden, der mich nach Breslau brachte. Auf dieser Relation verkehrt ab Fahrplanwechsel der Trilex der Vogtlandbahn.

Nach Bezug des Zimmers im bahnhofsnahen Hotel fuhr ich zum Weihnachtsmarkt in die Altstadt.







Tram 3011 vor der Oper.


Freitag 28.11. Wrocław – Kłodzko – Wałbrzych - Jaworzyna Śląska - Wrocław

Heute hatte ich mir neben einer Fahrt über die Strecke von Kłodzko nach Wałbrzych einen Besuch im niederschlesischen Eisenbahn- und Industriemuseum von Jaworzyna Śląska vorgenommen. Die humane Abfahrtszeit um 7h52 erlaubte noch ein gemütliches Frühstück im Hotel.







Der morgendliche, sehr sparsam besetzte und bestens geheizte Kibel nach Kłodzko. Bei einigen Bahnübergängen (auch an Hauptstraßen) waren die Schranken- und/oder Lichtzeichenanlagen defekt, so dass diese nur mit Schrittgeschwindigkeit passiert wurden. Der Fahrplan hat aber genügend Reserven, denn wir kamen auf die Minute pünktlich in Kłodzko an.



Dort wartete bereits „Basia“ alias ČD 163-047 mit PR-R 1915 „GLACENSIS“ (Ústí nad Orlicí - Wrocław Gł.), links SA135-009 als KD-Os 69340 nach Kudowa-Zdrój.

Die Fahrt nach Wałbrzych war recht eindrucksvoll, auch wenn dank des Hochnebels nicht allzu gute Sichtverhältnisse herrschten. Der Triebwagen war sogar recht gut besetzt.



Ankunft in Wałbrzych



Die Heilige Katharina von Alexandria – Schutzpatronin der Eisenbahner



Die von Przewozy Regionalne angemietete 163 029 legt mit PR-R 7610 „KAMIEŃCZYK“ ( Poznań - Szklarska Poręba Gorna) einen kurzen Halt ein.



Unter weiter ging es für mich nach Jaworzyna Śląska. Dort konnte die Einfahrt des nach der Schneekoppe benannten IC-TLK von Warschau nach Jelenia Góra (mit EU07A-003) auf dem Chip festgehalten werden.

In freudiger Erwartung marschierte ich dann zum Königszelter Eisenbahnmuseum - und wurde enttäuscht: Wegen eines nachmittäglichen Betriebsausflugs wurden die Tore außerplanmäßig schon um 14 Uhr geschlossen :mad:. Die (sehr freundliche) Dame an der Kasse drückte mir aber noch einen deutschen Prospekt in die Hand und meinte, ich solle im nächsten Jahr zum Dampflokfestival wiederkommen. Mal schauen.

Da es immer dunkler und (noch) kälter wurde, fuhr ich – nach einem heißen Kaffee undeinem Stück Kuchen in einer kleinen Konditorei auf dem Weg zurück zum Bahnhof – wieder zurück nach Breslau. Die zwei Wagen des TLK nach Warschau waren ordentlich gefüllt. Vier Zugbegleiter kümmerten sich um die Kontrolle (und Verkauf) der Fahrkarten.



Der kurze TLK „Śnieżka“ (Jelenia Góra – Warszawa Wschodnia) bei der Einfahrt in den dunklen, aber von der Schutzpatronin gut behüteten Bahnhof von Jaworzyna Śląska….



…und nach Ankunft in Wrocław, wo er noch um einige Wagen verstärkt wird.



Die optisch reizvolle SM62 607 übernimmt nicht die Weiterfahrt nach Warschau, sondern bringt nur die von den Reisenden sehnlichst erwarteten Verstärkungswagen.



Nebenan wartet EP07-103 auf die Abfahrt mit ihrem IC nach Katowice, die sich aber (aus einem mir nicht bekannten Grund) um gut 30 Minuten verzögern wird.



Noch ein Foto von einem Kibel vor dem beleuchteten Bahnhofsnamen und dann ging es zum Aufwärmen und einem guten Abendessen in die Stadt.


Samstag 29.11. Wrocław - Szklarska Poręba Gorna (- Chomutov)

Für die Fahrt in Richtung Tschechien und Erzgebirge bot sich natürlich die „klassische“ Route über die Zackenbahn an.



Außerhalb der Bahnhofshalle wartet EN71-27 am frühen Morgen des 29.11. auf seine Abfahrt zu seiner rund dreieinhalbstündigen Reise nach Schreiberhau. Der Triebwagen war gut gefüllt, auch mit vielen umgeleiteten Reisenden aus dem Nachtzug TLK „Karkonosze“, der an diesem Tag offenbar außerplanmäßig bereits in Wrocław endete.



Begegnung mit EU07-121 kurz hinter Wałbrzych.









Blick ins Bw Jelenia Góra und Einfahrt in den Bahnhof.



Hinauf geht es in die Berge – und in den Nebel.



Mit „Marysia“ geht es im nächsten Teil nach Tschechien (und in der dortigen Fotogalerie) weiter.


Viele Grüße
Michael

Antworten:



Habe ich jetzt was verpasst die DB fährt doch weiter bis breslau ??

von LVT 771 - am 08.12.2014 13:41

Re: DB nach Breslau

Schau hier nach Eintrag 1652:
[www.zvon.de]
Wenn überhaupt etwas über die Grenze fährt dann wohl DB Regio als "Subunternehmer" der Vogtlandbahn bzw. von Przewozy Regionalne.
Das ganze Gezerre ist ein Stück aus dem europäischen Tollhaus. Das die polnische Seite den absolut unmöglichsten Part in diesem Stück spielt bestätigt meine Meinung zu polnischer Verkehrspolitik.

von Niels K. - am 08.12.2014 20:59
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