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vor 4 Jahren, 6 Monaten
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Der Bimmelbahner

[SRB] Das Land in dem Züge sehr verspätet oder eben überhaupt nicht fahren (Teil 2 - m15B)

Startbeitrag von Der Bimmelbahner am 25.10.2013 09:23

Hallo zusammen,

heute geht’s mit dem zweiten Teil weiter.
Der erste findet sich hier: [ TEIL 1 - m4B ]

Früh ging’s raus an diesem Sonntag an dem ein paar Uerdinger um Zrenjanin gelichtelt werden sollten und wir dann mit dem Mittagsschnellzug und dem zeitnah liegenden Putnicki auf der KBS 70 mit gen Süden schwimmen wollten. Als wir am Bahnhof von Zrenjanin angelangt waren, stand schon ein Uerdinger mit Steuerwagen da. Das müsste der Zug gen Norden gewesen sein. Entgegen aller Versprechungen waren mehr Wolken als Sonne am Himmel. Nun ja – wir hatten noch paar Minuten Zeit.


814 307 hinter Beiwagen 812 307 als PT 2510 bzw. PT 2520

Danach gesellte sich mit leichter Verspätung unser Südfahrer dazu den wir noch etwas begleiten wollten. Zur Ausfahrt fehlte dann allerdings gänzlich die Sonne.


Deutsche Schienenbusse mitten in Serbien

Wir nahmen die Verfolgung auf. Auch am Sonntagvormittag kommt man bis zum Vorortbahnhof Fabrika allerdings nicht vorbei. Bis Lukicevo hatten wir aber genug Vorlauf. Im Bahnhof stand auch ein Güterzug, dessen Begleitwagen auf eine Übergabe schließen lässt, die vrmtl. nach Zrenjanin geht. Wir erlegten den Bus bei der Einfahrt.


814 302 mit PT 2501 nach Beograd Dunav

Die Ausfahrt des Güterzuges nahmen wir auch noch mit. Der Weichenwärter hat die Fahrstraße festgelegt und wird gleich den Begleiter grüßen, der die weite Landschaft verfolgt.


644 017 bei der Ausfahrt aus Lukicevo

Wir fuhren dem Uerdinger nun wieder voraus, denn der Plan war nun die kombinierte Schienen-Straßenbrücke bei Orlovat zu machen. Das war auch problemlos möglich. Ein roter Audi 100 (und glücklicherweise kein weißer Lieferwagen) bereicherte die Szene.


814 302 überquert das Flüsschen Tamis

Nachdem wir nicht übermäßig rasten, konnten wir den Zug doch schon wieder an dem Bahnübergang zwischen Tomasevac und Uzdin kriegen, hier klemmte dann allerdings mein Autofokus, den ich aufgrund der gebotenen Eile hier benutzen wollte. Eine weitere Stelle vor Kovacica gefiel uns nicht, hätte aber auch nur Seitenlicht gehabt. Außerdem kam der Zug lang nicht und wir waren uns nicht sicher, ob vielleicht doch schon vorbei war. Das war aber eigentlich unmöglich, denn eine Ortsdurchfahrt auf der Straße mit 50 km/h ist immer noch weitaus schneller als der Zug überhaupt fährt. Als nächstes wollten wir Kacarevo probieren. Das Esig stand irgendwo in der „Steppe“ mitten im „Kraut“. Und der Zug kam ohnehin nicht. Ich meinte dann beim „Bahnhofsmanagement“ verstanden zu haben wie er den zwei Beförderungsfällen etwas von Crash erklärte. Wie auch immer. Hier gab es keinen Uerdinger mehr und wir wollten endlich weiter in den Süden. Und so gings nach Pancevo und über die Straße 24 direkt zur Autobahn. Da wir spät dran waren, verließen wir die Autobahn erst wieder an der Abfahrt Krusevac und stellten uns mal einfach an die Strecke. Nach dem sowohl der Brzi als auch der Putnicki eine Ewigkeit nicht kamen, bemühten wir mal die Auskunft. Beide sollten noch kommen, liefen aber arg hinter Plan. Eine weitere gefühlte Ewigkeit später war es dann allerdings soweit. In der Zwischenzeit halfen wir einem Jungen mit dem Fahrrad über die Gleise und ein Anwohner wollte uns per Polizei verscheuchen.


441 703 mit B 337 und zirka +40

Der Bummelzug sollte auch noch kommen. Für diesen gings zum Haltepunkt Drenovac. Leider war dort so ein blödes Geländer, welche es zu Hauf an zweigleisigen Strecken an Haltepunkten zwischen den Gleisen gibt. Die Schranken gingen aber grad schon runter, also machten wir mal das Beste draus.


441 321 mit PT 2903 (Beograd – Nis) und genau (nur) +30

Nächster Anlaufpunkt war Aleksinac. Dort sollten wir wieder am Schnellzug vorbei sein. Das passte auch wunderbar. Mit einem riesigen alten Wasserturm ist die Kulisse dort gar nicht so schlecht.


441 703 mit B 337 (Beograd – Skopje), Einfahrt Aleksinac


441 703 mit B 337 (Beograd – Skopje), Ausfahrt Aleksinac

Wir ließen den „Schnellen“ ziehen und suchten uns eine Stelle für den Bummelzug. Der hatte ohnehin die schöneren Wagen. In der Nähe von Grejac war eine schöne Ecke mit einem kleinen Weinhang gefunden. Die Stelle gefiel mir gleich von unten und wir blieben nach der Beschau dann auch dort.


Wieder 441 321 mit PT 2903 nach Nis


Und der Weinberg von Nahem

Nun suchten wir eine Stelle für Nordfahrer. In der Nähe von Supovac, die Supovacki Most und den gleichnamigen Haltepunkt in Sichtweite, gibt es einen schönen Außenbogen. Der war aber noch lange nicht im Licht. Als wir so zum Auto zurück schlenderten, klang etwas verdächtig nach Zug. Das Grummeln wurde lauter und auch der nahe BÜ hob nun an zu läuten. Und was kam, war ein richtiger Zug.


444 019 mit dem Optima-Express 13141 (Villach Hbf - Edirne)

So – der war im Kasten und für Südfahrer war die Stelle ja auch OK. Auf dem Rückweg zum Auto, wiederholte sich das Spiel, nur das diesmal der BÜ zu läuten anfing, bevor wir den Zug hörten. Jetzt kam uns ein Russentriebwagen auf Werkstattfahrt entgegen, den wir schon bei Gradac in Gegenrichtung gesehen hatten.


711 012 als „Lt“ von Aleksinac nach Nis

Nun fuhren wir aber wirklich weiter. Bei Mezgraja wollten wir noch auf den Gegenverkehr warten. B 336 kam dann auch schon mit +45 um die Ecke und der nachfolgende 6960 mit nur +35 und der bekannten Garnitur vom 2903. Letzterer ging allerdings nur im Schatten durch.


Wieder 441 514 mit B 336 von Skopje nach Beograd

Nun hatten wir genug von der Hauptstrecke, denn wir wollten ja auch noch an die KBS 75 nach Zajecar. Bei Gramada kam uns gegen 16 Uhr noch ein Güterzug gen Nis entgegen. Den hätten wir mal verfolgen sollen. Wir fanden zwar kurz darauf eine schöne Stelle für den Schweden und malten uns aus, dass dieser mit dem Güterzug in Matejevac kreuzt. Doch kam PT 2746 lange nicht und dann erst nachdem die Stelle komplett im Schatten lag und mit gut +90.

Die Verspätungen gingen uns gelinde gesagt schon ein wenig auf den Zeiger, aber so ist das halt. Die Bahn fährt ja nicht für uns Fotografen. Wir suchten uns nun das vorreservierte Hotel in Nis und liefen nochmal in die Stadt. Ich nahm zur Eingewöhnung meines Magens mal bloß eine Tüte Pommes und wir ließen den Abend ganz ruhig ausklingen.


Marktplatz von Nis



Es grüßt bis zum nächsten Teil
Der Bimmelbahner

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