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vor 3 Jahren, 8 Monaten
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Der Bimmelbahner

[D][A][SI][HR][RS][MK]>[GR]: Der lange Weg nach Meteora - Teil 4 (m10B)

Startbeitrag von Der Bimmelbahner am 24.11.2014 16:34

[GR]: Der lange Weg nach Meteora - Teil 4 (m10B)

Die vorangegangenen Teile:
Teil 1: Die Anreise von Deutschland bis nach Serbien
Teil 2: Weitere Reise über Mazedonien nach Thessaloniki
Teil 3: Die Entdeckung Meteoras


Tag 5:
Das Frühstück wollten wir heute erst gegen 8 Uhr beginnen um nicht mit den Raupen zu kollidieren. Gestern sind sie um diese Zeit schon wieder verschwunden. Wir hatten aber nicht mit der spirituellen Kraft der Raupen gerechnet und so waren diese augenscheinlich auch erst kurz vor unserem Erscheinen wieder in Kohorten aufgedribbelt. Es war also genauso chaotisch wie gestern. Nein es war schlimmer. Tarzan war auch vorhanden, nur war er nicht mehr Ire, sondern Südländer und dafür auch fünfmal vorhanden. Und wir saßen dreimal mit ihm am Tisch. Er lud sich immer neu und mehr auf, hat aber alles nur angeknabbert um es dann liegen zu lassen. Zwischendrin immer wieder ein paar englische Floskeln um seine Coolness uns gegenüber zu beweisen. Wir waren froh als wir endlich gesättigt waren und zum Auto gehen konnten. Diesmal nahmen wir die Landstraße Richtung Edessa. Noch innerhalb Thessalonikis musste man schon wieder erheblich zu schnell fahren um nicht als Ausländer aufzufallen. Über mit Baumwolle belegte Straßen erreichten wir nach über einer Stunde dann Edessa und bauten uns erst einmal am Bahnhof auf. Da sollte bald ein InterCity aus Florina kommen und hier hoffte ich jetzt wieder auf eine 220er mit Wagen. Es sollte anders kommen. Vorher kam aber noch jemand anders. Ein Bahner befragte uns nach unserem Tun. Das einzige was ich verstand war: „No foto, no internet!“ Meine Antwort „No“ schien ihn erstmal zufrieden zu stellen. Als ich mich nach dem IC erkundigte sagt er, dass es noch 20 Minuten dauert. Dann verschwand er auf seiner Baumaschine die augenscheinlich zur Kreuzung hier stand und warf den Motor an. Und folgendes Foto gibt’s jetzt im Internet …


621 101 | IC 84 (Florina - Thessaloniki) | Edessa


PBR-400U-RS und 08-32 U | Ausfahrt Richtung Florina | Edessa

Das Baugerümpel wurde auch noch gewürdigt, bevor es zu den berühmten Wasserfällen in die nahe Innenstadt ging. Das Wasser verläuft über mehrere Kanäle quer durch die Stadt um dann an einer Felskante im Talkessel einfach eine Ebene tiefer zu fallen. Sehr imposant die Landschaftsform dort. Wir besichtigten die Wasserfälle ausgiebig und ausführlich. Man kann sogar hinter das Wasser gehen und noch tiefer im Berg gibt es eine kleine Höhle, wo sogar eine Fledermaus ihre Runden dreht.


Einer der Wasserfälle von Edessa von der Seite


Hinter dem Wasserfall

Da wir noch nicht so richtig Hunger hatten, wollten wir noch in das Tal zu den beiden großen Stahlviadukten. Dort selbst wurde nun der Weg immer schlechter. Erst verlor er nur den Asphalt. Dann kam eine Furt. Und dann ziemlich große und kantige Steine, dafür war er nun aber wieder breiter. Nachdem wir den ebenfalls verspäteten IC nach Florina endlich hatten, hielt ich die Ausfahrt nach „oben“ für besser als unsere Anreise, aber dort war der Weg noch schlimmer, weil furchig und ausgespült.


621 xxx | IC 83 (Thessaloniki - Florina) | Agras


621 xxx | IC 83 | Agras - Nachschuss auf das zweite Viadukt

Irgendwann hatten wir dann aber wieder Asphalt und fuhren nach Edessa zum Mahlen. Es gab kein richtig großes Essen, aber man konnte sich schön aus einzelnen Snacks eine wunderbare Mahlzeit zusammenstellen. Die Käse-Kroketten waren mega. Und auch das überbackene Souvlaki mit Auberginen. Einen kleinen Spaziergang setzten wir nun noch an, liefen bei den Wasserfällen ganz runter ins Tal und eine andere Straße wieder hoch. Zwischenzeitlich war auch die Sonne weg und da es nun recht spät war gings wieder Richtung Hotel. Unterwegs traffen wir wieder viele Baumwoll-Traktoren, die scheinbar grad die Ernte einbrachten. Maik wollte noch unbedingt zum Bahnhof um dort eine heiße Schokolade zu sich zu nehmen. Ich war da auch nicht abgeneigt und hinterher gab es auch noch paar Bilder vom Bahnsteig. Nebenbei wurde in der Schokoladen-Bar auch mein Trauzeuge gebacken … ;-) So klang der Abend gemütlich aus.


120 023 | Abgestellt in Thessaloniki


Dann kam 621 101 wieder an vrmtl. mit 3744 aus Edessa | Thessaloniki


120 007 | Wartet in Thessaloniki und wird später mit den zusätzlichen Wagen den 601 durch die Nacht nach Athen bringen


Mit Verspätung: 220 033 | 610 (Alexandroupolis Port - Athen) | Thessaloniki

Als der Nachtzug 601 mit Verspätung endlich einrollt, ist es bereits 22:50. Am Bahnsteig warten bestimmt 200 Leute auf den Zug. Ordentliche Nachfrage auf jeden Fall. Die 220er setzt bald weg. Dafür schiebt die A116 (dt. V60) einen Autotransporter an ihre Stelle. Und am anderen Ende postiert sich 120 007 mit den Verstärkerwagen. Nachdem dort von der A116 noch zwei Bmz abgezogen worden. Der Zug kam also mit 220 und sieben Wagen (Admz + Bpmz + verschmiert + WRmz + verschmiert + Bmz + Bmz) in Thessaloniki an und verließ den Bahnhof wieder mit 120 und zehn! Wagen (verschmiert + Bc + verschmiert + verschmiert + verschmiert + WRmz + verschmiert + Bpmz + ADmz + MDDm). Wir verließen den Bahnhof, als der Zug dann mit nur noch +10 ebenfalls von der Bühne abgetreten war.

Tag 6:
Der letzte halbe Tag war wie angekündigt grau. Das Frühstück war allerdings sehr entspannt, da die Raupen nicht mehr da waren. Der Raum war in der Mitte abgetrennt, dafür entdeckten wir aber vollkommen neue Speisen, wo an den Vortagen nur leere Teller standen. Wir nahmen uns noch einen Ausflug zu den drei Fingern von Chalkidiki vor und hatten es aufgrund der verkehrlich Lage auf Kassandra abgesehen. Nea Poteidaia und auch Kallithea hauten uns nicht vom Hocker. Von historischen Gebäuden gab es nur noch Grundmauern, dafür aber mit Eintritt. Und die fehlende Sonne gab den verlassenen und völlig vermüllten Stränden kein besseres Aussehen. Erst als wir im Flieger (immer noch auf griechischem Boden) saßen, kam die Sonne wieder raus. Schon beim Check-In war abzusehen, das die dafür vorgesehenen 30 Minuten nicht reichen würden, dafür war die Dame einfach zu lahm. Als wir dann über 20 Minuten zu spät fertig zum Start waren, schob es die Crew auf Frankfurt, die keinen Lande-Slot freigeben würden. Mein Reim darauf ist, dass dieser Slot aufgrund der dichten Belegung Frankfurts wirklich nicht gegeben wurde, aber die Ursache das Gedaddel hier in bei den Griechen war. Irgendwann mit +75 gings dann endlich los. Und der Beginn des Fluges war einfach nur genial. Die ersten Minuten waren Wolken- und Balkanberge, angestrahlt von der untergehenden Sonne, zu sehen. Damit hatte sich das Warten gelohnt. Und unsere letzte Heimfahrt für den Tag haben wir in Frankfurt auch noch bekommen. Im Flieger ging ich dann nach dem Motto vor: Kaffee und Bier, das lob‘ ich mir. Maik hatte schon Angst um mich. Aber meinen Berechnungen zu Folge wäre ich kurz vor Mitternacht wieder nüchtern und fahrtauglich (das wurde dann ja auch benötigt). Und so klang der Griechenland-Trip bei einem „Mythos“ aus (wobei ich gestehen muss, zuletzt bekam ich dann noch ein Heinecken) … ;-)

Vielen Dank für alle, die bis hierher dabei waren
Der Bimmelbahner

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