Buna Ziua in Romania, Teil 2

Startbeitrag von obb1040 am 30.12.2014 22:12

Buna Ziua in Romania, Teil 2

Tag 3, 25.5.2014

Heute müssen wir wieder früh aufstehen und ohne Frühstück los – wir wollen den Zug aus Vascau irgendwo südlich von Beius erwischen. Verfolgen geht dann nicht aber in Holod müsste es wieder passen. Die Straße nach Beius ist ernüchternd – viele Baustellen samt Baustellenampeln. Wir kommen langsamer voran als geplant. Südlich von Beius dann noch eine lange ampelgeregelte Baustelle. Wir brechen ab und sehen uns den Bahnhof mit seinen Formsignalen an. Hier geht es noch am ehesten. Der Bahnhof ist aber mit abgestellten Güterwagen ziemlich zugestellt. Links eine abgestellte Caravelle, rechts der soeben eingefahrene Zug nach Holod – die Ausfahrt ist schon gezogen.


Dann fahren wir direkt nach Holod um rechtzeitig dort zu sein. Es geht sich aus und wir können noch den abgestellten Triebwagen ansehen.


Dann kommt auch schon der Triebwagen aus Vascau der sich wohl im Bahnhof davor geleert hat. Der Lokschuppen links steht auch leer. Davor auf dem Gleis stehen Tauschdrehgestelle für die Triebwagen.


Ein Blick auf das Ensemble samt Wasserturm. Der Triebfahrzeugführer macht Wartungsarbeiten.


Mittlerweile ist es 9 Uhr und Zeit fürs Frühstück. Dann checken wir aus und sind auch schon wieder unterwegs. Südlich von Beius haben wir ein Motiv für einen Südfahrer gesehen. Es geht sich gut aus.


Bis Vascau geht dann nichts mehr und wir machen ein letztes Foto im Endbahnhof. Der Zugschluss ist auch schon auf der anderen Seite.


Wir machen dann einen Streckenwechsel auf die Strecke 300 von Oradea nach Cluj. Unterwegs kommen wir über eine schöne Passstrecke.


Hier zeigt unser Auto auch was in ihm steckt: Jedes Gasgeben wird mit einem lauter werden des Motors quittiert – sonst tut sich nicht viel. Irgendwann fällt D dazu die Bezeichnung „Soundmodul“ ein – dabei bleibt es auch. Überholvorgänge bleiben spannend!

An der Strecke peilen wir zuerst den Bahnhof Ciucea mit seiner Formsignalgallerie an. Die Wolken tun dies auch. Der TFC Wadloper kommt im Schatten.


Für den IC aus Budapest postieren wir uns dann an den Vorsignalwiederholern. In der Wartezeit sehe ich hinten aus dem Bahnhofsgebäude jemanden mit Warnweste herauswackeln. Ich wusste gleich – jetzt ist es so weit! Prompt kommt er zu uns mit dem Hinweis dass das Filmen verboten sein - tun wir nicht – was wir denn tuen – fotografieren – auch verboten – wo das steht – im Gesetz – ich will es sehen – dass soll ich einmal prüfen – habe ich getan (was stimmt) usw. Die Diskussion geht hin und her und der Eisenbahner wird immer hilfloser – er greift zur ultima Ratio: Wenn wir nicht gehen kommt der Chef! Stimmt – vor dem habe ich Angst. Irgendwann meint er dann das wir da im Gleis nix zu suchen hätten – diesmal der richtige Spruch! Wir einigen uns darauf dass wir den Zug in ein paar Minuten noch fotografieren dürfen und dann gehen. Ich liebe diese Diskussionen – D hat´s auch amüsiert, obwohl er nichts verstanden hat. Ich habe das Thema des Fotografierens wirklich mit einem Anwalt erörtert der mir bestätigt hat dass es legal ist aber halt noch in vielen Köpfen das Verbot aus der Ceausescu – Zeit drin ist. Nun endlich das Foto im Schatten:


Dann war wieder Zugpause. Bei einem nett aussehenden Lokal samt Terrasse stoppen wir für einen Kaffee – dazu gelüstet uns nach Palatschinken – schwupps gleich zum Kaffee bestellt – die gehen ja schnell und im Lokal ist fast nichts los. Wie sollten wir uns täuschen. Der Kaffee war schon kalt und ausgetrunken da war noch nichts zu sehen, Der Zug kam auch bald und wir warten schon über ½ Stunde! Meine Nachfrage ergab wenig außer dass sie kommen. 10 Min. später setzte ich eine Frist von 5 Minuten. Die erneute Beteuerung nach der Rückfrage der Bedienung in der Küche beantworte ich mit „noch drei Minuten“. Von dem dann folgenden Gebrüll aus dem Eingang heraus habe ich nicht einmal die Hälfte verstanden. Fünf Minuten später legen wir das Geld für den Kaffee auf den Tisch und gehen. Aus dem Seiteneingang kommt dann die Bedienung und will den Kaffee kassieren – ich verweise sie zum Tisch. In über 50min. keine Palatschinken hin zu bekommen wenn sonst nichts los ist ist scharf. Entweder hatte der Koch keine Lust oder vergessen … . Wir schaffen es noch gerade so nach Braisoru zum Desiro nach Oradea. Und D hat schon einmal einen netten Eindruck!


Unser nächster Fotopunkt ist die Brücke bei Huedin. Als Erstes sollte Transferoviar Calatori Richtung Oradea kommen – ein 614 kommt vor den Felsen ums Eck.


Der nächste Zug steht zwar im Kursbuch, nicht aber auf der Abfahrtstafel in Huedin. Was kommt ist klar – nichts! Der nächste CFR – Zug besteht aus einem Desiro – Doppel nach Westen.


Das hat unseren Plan etwas durcheinander gebracht. Wir fahren dann direkt nach Macau um den Wadloper der TFC abzupassen. Bei der Einfahrt


Und am Bahnsteig.


Der Abschnitt um den Haltepunkt Macau bietet zahlreiche Möglichkeiten. Vor Allem die Hügel südlich der Bahnlinie eignen sich bei der Verwendung von längeren Brennweiten ausgezeichnet als Fotostandpunkte. Wir beginnen westlich des Haltepunktes für einen Westfahrer. Wir haben Glück – es kommt eine Rh. 60 mit Wagen!


Der Blick in die Gegenrichtung würde um diese Uhrzeit einen Frontschatten bringen. Doch die Wolken sorgen für kompletten Schatten! Dennoch gefällt das Motiv. Wir beschließen für die nun kommenden Züge nach Osten auf dem Feldherrenhügel zu bleiben. Als erstes kommt der von einer Rh. 65 gezogene IR von Budapest nach Cluj.


Gefolgt von einem Desiro – Doppel als Regionalzug aus Poieni


Und dem ex DB 614 der TFC aus Oradea.


Als Tagesabschluss müsste doch noch die 60-er kommen. Stimmt! Wir „erlegen“ sie im letzten Büchsenlicht im Bhf. Garbau.


Dann geht es weiter nach Cluj zu unserem Hotel in der Nähe des CFR – Stadion. Der Abschnitt östlich von Aghires hat uns sehr gut gefallen, so dass wir ihn morgen nochmals bei anderem Licht und damit anderen Motiven „bearbeiten“ wollen.

Die beiden Diskussionen (Palatschinken und Fotoverbot) sollten es übrigens auf unsere „Hitliste“ schaffen.

OBB1040

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