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Informationen zum Thema:
Forum:
Gesellschaft, Kinder, Beziehungen, Kultur
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Angelika Allesroh, Entwanderer

Missionarisch

Startbeitrag von Angelika Allesroh am 28.03.2013 20:17

Grüß euch!

Ich weiß nicht, ob ich es schonmal im Forum schrieb, aber eine Sache gibt es, die mir in den Jahren immer wieder auffiel:
Wenn jemand oder gewisse Menschen sehr dominant-missionarisch gegenüber anderen wurden, dann hatten diese meist gerade (oder auch laufend) selbst ein Problem in der Durchführung.
Ausgeglichenen Rohköstlern ist es ziemlich egal, was andere essen und sie fragen nicht viel nach.
Stabile, gelandete Menschen stehen im Leben und sie lassen sich nicht fremd beeinflussen. Und es ist schlicht uninteressant für sie, andere dominant zu beeinflussen.

Wenn mir auffällt, dass Menschen so agieren, flüchte ich.

Antworten:

Hallo Angelika,

ich kann das nur bekräftigen - auch in anderen Lebenslagen und bei anderen Glaubenssätzen.

Es scheint wie eine Art Drang zu sein, dass jemand anders das eigene Problem lösen soll, indem er sich, so paradox das klingen mag, genauso verhält, wie man es selbst tut. Sozusagen als Beweis für sich selbst, dass man richtig liegt und es nur noch nicht bei einem selbst funktioniert (noch etwas dauert). Als möchte man sich damit versichern, ja alles richtig zu machen, das eigene Scheitern nicht eingestehen, aber dennoch daran festhalten.

Das ganze ist aber realitätsfern, da der Beweis, dass es bei jemandem anders funktioniert, erbracht werden kann(!) - aber was noch lange nicht, heißt, dass es bei einem selbst auch auf diese Art und Weise funktioniert.

Jemand anders soll bestätigen, soll sagen, dass man alles richtig macht. Soll sagen, dass die missionarischen Worte ja so toll und richtig sind.
Anstatt dass man selbst Verantwortung für sich selbst übernimmt, sich um seine Probleme an sich selbst kümmert und nicht an anderen damit herumdoktert.


Sinngemäß gab es da mal einen tollen Spruch, der die Problematik auch ausdrückt (in Goethes Faust?):
"Wer sich selbst nicht zu beherrschen weiß, beherrscht gern seine Nachbarn."

von Entwanderer - am 28.03.2013 20:35
Zitat
Entwanderer
Sinngemäß gab es da mal einen tollen Spruch, der die Problematik auch ausdrückt (in Goethes Faust?):
"Wer sich selbst nicht zu beherrschen weiß, beherrscht gern seine Nachbarn."


Genial .. ja so ist es ...

*knud*

In Goethes Faust ist so manche Perle .. *cc*

von Angelika Allesroh - am 28.03.2013 20:53
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