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1. Kreisklasse
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vor 4 Jahren, 8 Monaten
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84er, Fragebär, Jodlers, aaa, Fairplayer, Die Zweite, Rangerbom, EspanaFavora, Tempo, Ballträger

Kreispokal - 2. Runde

Startbeitrag von Fragebär am 24.10.2013 01:41

SV Westerholt 3 - VfL Dorsten

Dorsten verliert gegen Westerholt 3 mit 31:23. Westerholt 3 (!!!) nach Hörensagen mit Spielern aus der 2. und sogar der 1. Mannschaft verstärkt. Dorsten ohne zahlreiche Stammkräfte.

Antworten:

Spieler aus der Ersten waren nicht dabei. Das Spiel hat die fast komplette Zweite bestritten.
Gutes Spiel der Dorstener Rumpftruppe, wirklich stark dagegen gehalten.

von 84er - am 24.10.2013 09:45
Pressebericht aus "Der Westen"


Mogelpackung statt Überraschung

Gegen die Dritt-Vertretung des SV Westerholt unterliegt der VfL Dorsten im Pokal mit 22:31.Die Gründe für die Pleite am Mittwochabend haben wenig mit Handball zu tun.


Ein Mittwochabend, wie es ihn in ungezählten Sporthallen der Republik gibt: ein Schiedsrichter pfeift ein Handball-Pokalspiel ab - in unserem Fall lassen die Kreisklasse-Spieler des VfL Dorsten die Köpfe hängen und die Drittvertretung des SV Westerholt, im Ligabetrieb in der 2. Kreisklasse am Ball, feiert seinen 31:22-Triumph.

Also doch: auch der Handball-Pokal hat wie der Fußball seine eigenen Gesetze. Der vermeintliche Underdog fertigt den Tabellenführer aus der höheren Liga ab. Stoff, aus dem die Träume im Amateursport gemacht sind. Könnte man meinen, wenn man diese Meldung unkommentiert betrachtet. Die Realität sieht jedoch etwas anders aus.

„Wir kennen Westerholt sehr genau, denn wir haben in der Vorbereitung die zweite Mannschaft geschlagen. Die spielt in der Kreisliga. Die erste Mannschaft spielt dagegen in der Verbandsliga“, sagt VfL-Trainer Thomas Kramer und lacht dabei. „Wo Drittvertretung dran steht, muss deshalb nicht immer Drittvertretung drin sein“, orakelt Kramer und deutet damit an, was Experten bereits im Vorfeld vermuteten und was im Amateur-Handball wie im Amateur-Fußball immer mehr in Mode kommt: Wettbewerbsverzerrung durch den Einsatz von Spielern, die im Normalfall in höherklassigen Ligen am Ball sind.

„Einer von meinen Jungs sprach nach dem Spiel vom Preußen-Wunder und meinte damit die 1:8-Niederlage des SV Hardt gegen die Reserve von Preußen Münster. Da waren sieben Spieler aus der Profimannschaft am Start. In unserem Spiel gegen Westerholt saßen 14 Spieler auf der Bank und in der zweiten Halbzeit hat kurz der Torwart der Dritten gespielt. Das ist ein Witz“, erklärt Kramer, der freimütig einräumt, dass er ohne fünf Stammspieler zu diesem Pokalspiel gefahren ist und das er auch kein Problem damit hat, zu verlieren.

„Natürlich fahren wir zu jedem Spiel, um zu gewinnen, aber eine Niederlage im Pokal ist kein Beinbruch. Die Frage ist, wer einen solchen Sieg haben will. Der wird dann auch noch so gefeiert, als wenn er eine Sensation wäre“, kann Kramer nur den Kopf schütteln. Die Praxis ist legal, denn der Einsatz von U-21-Spielern ist optional im Reglement geregelt, wenn ein Team Heimrecht hat. Kramer: „Diese Regelung ist nicht gut für den Sport. Wir wollen den Erfolg in der Liga, deshalb trifft uns das Ausscheiden aus dem Pokal nicht sonderlich. Aber es steigert nicht die Motivation, wenn man weiß, dass man gegen eine Mogelpackung antreten wird.“

Hoffnung macht da lediglich das Gerüchte um die Abschaffung der umstrittenen U-21-Regelung zur nächsten Saison. Bis dahin sollten die sportlichen Leitungen aller Vereine sich auf den eigentlichen Sinn der Regelung besinnen, die es Nachwuchstalenten ermöglichen soll, Erfahrungen in einer Erwachsenenmannschaft zu sammeln. Auch Rekonvaleszenten soll so ein Wiedereinstieg nach der Verletzung in den Wettbewerbssport leichter machen. Von praktizierter Wettbewerbsverzerrung steht nichts in den Statuten.

Jo Gernoth

von Fragebär - am 24.10.2013 23:51
Wattenscheid verliert 23:25 zu Hause gegen Suderwich. Ganz schwache erste Halbzeit, umso stärkere zweite Halbzeit. Gut gekämpft. Suderwich gewönlich durchdrangsstark

von EspanaFavora - am 25.10.2013 07:50
Das kann auch nur einer geschrieben haben, der von der U21 Regelung keinen Schimmer hat. Die U21 Regelung hat im Kreispokal überhaupt keine Anwendung. Im Pokal spielt sich jeder Spieler automatisch für die Mannschaft fest, für die er das erste Spiel im Wettbewerb gemacht hat. Egal ob im Alter von 5, 18 oder 40 Jahren. Theoretisch kann die komplette 1. Mannschaft von Westerholt als 3. Mannschaft spielen und die 3. Mannschaft als 1. Mannschaft.
Da sträuben sich ja die Haare vor solch einer Unkenntnis.

Und von einem Journalisten kann man wohl verlangen, dass solche Aussagen überprüft werden und nicht einfach übernommen werden.

Durchführungsbestimmungen Kreis Industrie:

"3.2 Kreispokal
An den Pokalspielen können mehrere Mannschaften eines Vereins teilnehmen.
SpielerInnen sind in der Mannschaft festgespielt, in der sie zuerst an einem
Pokalspiel der laufenden Saison teilgenommen haben (§ 45 SpO)."

Quelle: [www.handballkreis-industrie.de]

Spielordnung DHB
§45

(7) In einer an der Pokalrunde teilnehmenden Mannschaft kann grundsätzlich jeder
Spieler mitwirken, gleichgültig, in welcher Mannschaft seines Vereins und in welcher
Spielklasse er bei den Meisterschaftsspielen bisher mitgewirkt hat oder weiterhin
mitwirkt. Er ist jedoch für die Pokalmeisterschaften in der Mannschaft desselben
Vereins innerhalb eines Spieljahres festgespielt, in der er erstmals eingesetzt
wird, auch wenn diese Mannschaft ausgeschieden ist.

Quelle: [www.westdeutscher-handball-verband.de]


Also nächste mal nachdenken und dann erst sprechen!

von Tempo - am 25.10.2013 08:34
Der Pressebericht geht am Regelwerk vorbei. Die U21-Regelung ist da gar nicht involviert und mit dem Heimrecht hat das gar nichts zu tun.

Vielmehr darf jeder Spieler eines Vereins im Verlauf einer Pokalsaison in einer Mannschaft seines Vereins auflaufen. Da wir die 1. und die 3. Mannschaft gemeldet haben, steht der "Dritten" im Verlauf der Pokalsaison quasi der komplette Kader der 2., 3. und 4. Mannschaft zur Verfügung.

Das kann man gut oder schlecht finden, ist aber regeltechnisch einwandfrei und war für uns die Gelegenheit, einen zusätzlichen Test für die 2. Mannschaft, noch dazu unter Wettkampfbedingungen, durchzuführen.

Die von Thomas Kramer beschriebenen Jubelszenen sind doch eher sein subjektiver Eindruck. Eine "normale" Freude nach einem gewonnenen Spiel sollte doch erlaubt sein, oder?

von 84er - am 25.10.2013 08:45
„Natürlich fahren wir zu jedem Spiel, um zu gewinnen, aber eine Niederlage im Pokal ist kein Beinbruch. Die Frage ist, wer einen solchen Sieg haben will. Der wird dann auch noch so gefeiert, als wenn er eine Sensation wäre“, kann Kramer nur den Kopf schütteln. Die Praxis ist legal, denn der Einsatz von U-21-Spielern ist optional im Reglement geregelt, wenn ein Team Heimrecht hat. Kramer: „Diese Regelung ist nicht gut für den Sport. Wir wollen den Erfolg in der Liga, deshalb trifft uns das Ausscheiden aus dem Pokal nicht sonderlich. Aber es steigert nicht die Motivation, wenn man weiß, dass man gegen eine Mogelpackung antreten wird.“




Wie geil, U21 Regelung bei Mannschaften mit Heimrecht. Der Trainer hat ja mal gar keine Ahnung.

Und wegen solcher Vollpfosten wird die U21 Regelung torpediert. Unglaublich

von Rangerbom - am 25.10.2013 11:43
Man kann es auch als eine gute Trainingseinheit sehen, für Dorsten.
Wenn Sie aufsteigen sollten, bleiben solche Gegener nicht aus!!

von Ballträger - am 25.10.2013 16:09
Nicht die beste Art, eine Niederlage zu verarbeiten!

von Fairplayer - am 25.10.2013 16:11
Für mich stellt sich die Frage warum der Trainer von Dorsten so rumheult?
Er sagt indirekt damit, dass seine Mannschaft nicht in der Lage sei die 2te Mannschaft von westerholt zu schlagen. Dann brauch man das Wort Aufstieg nicht in den Mund nehmen tut mir leid.

von Jodlers - am 26.10.2013 04:23
Zitat
Fragebär
„Wir kennen Westerholt sehr genau, denn wir haben in der Vorbereitung die zweite Mannschaft geschlagen.


Neben mangelhaften Regelkenntnissen scheint noch ein schlechtes Gedächtnis vorhanden zu sein. Ich unterstelle mal positiv, dass die Dorstener in der Vorbereitung extrem fleissig waren und so viele Testspiele gemacht haben, dass der Trainer nicht mehr weiss, welche gewonnen und welche verloren wurden. Die beiden Spiele gegen Westerholt 2 wurden jedenfalls verloren.

von Die Zweite - am 26.10.2013 11:11
ich möchte unserem Trainer mal zu gute halten,
das der Reporter der WAZ mit einer recht blühenden Phantasie ausgestattet ist
und Artikel gerne mal Bildzeitungmäßig "aufwertet", sodaß man davon ausgehen kann, dass der Artikel nicht als 1-1 Zitat zu sehen ist.
Dennoch muss man nicht rumheulen, wenn man gegen eine gute Westerholder Truppe verdient verloren hat.

von aaa - am 27.10.2013 19:30
Kein Wunder, dass die WAZ immer mehr Lokalredaktionen schließt... :D

von 84er - am 28.10.2013 08:55
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