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Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Harald Bachlmayr, Sandyhasi, sabi_mausi, Sandra Laser, Blümchen16

Helfersyndrom

Startbeitrag von Sandyhasi am 11.08.2010 20:31

Hob amoi a Frage, wann also ab wann leidet man unter einen Helfersyndrom?

I woas ned, wie es bei mir ist, leide ich wirkli darunter und bin i anfoch nur ein liebenswerter und zu gutmütiger Mensch?

Möchte immer den Leuten helfen, denen es nicht gut geht, egal ob si es wollen oda nicht. Ich fühle mich auch überhaupt nicht gut dabei, wenn ich helfen will und ich weiß, es geht nicht.

Antworten:

Was versteht man unter einem Helfersyndrom?

Der Begriff Helfersyndrom wurde von Wolfgang Schmidbauer eingeführt. Die Merkmale des Helfersyndroms sind: Betroffene

* haben ein geringes Selbstwertgefühl.
* beziehen ihr Selbstwertgefühl daraus, anderen zu helfen.
* berücksichtigen manchmal die Wünsche desjenigen, dem sie helfen wollen, nicht, sondern drängen ihre Hilfe auf.
* lehnen Unterstützung bei der Hilfe durch andere ab.
* übersehen eigene körperliche Grenzen.
* vernachlässigen eigene Bedürfnisse und Wünsche.
* erwarten von den Menschen, denen sie helfen, Dankbarkeit und Anerkennung.

Wie entsteht das Helfersyndrom?

Betroffene lernen in der Kindheit, sich von der Anerkennung durch andere abhängig zu machen. Sie halten sich nur dann für liebenswert und wertvoll, wenn andere ihnen dankbar sind und sie für diese wichtig sind. Sie fühlen sich in der Rolle des Märtyrers wohl, der sich für andere aufopfert. Sie glauben, sonst nichts zu besitzen, als besonders leidensfähig und aufopferungsvoll zu sein. Es ist ihr Weg, sich aufzuwerten und als etwas Besonderes zu sehen.

Eltern, die ihren Kindern die Schuld an ihren Gefühlen geben ("Wegen dir ist Mama traurig; du bist schuld an Mamas Kopfschmerzen"), vermitteln ihren Kindern die Botschaft: "Du musst die Verantwortung für die Gefühle anderer übernehmen".

Betroffene denken häufig nur in einer Alles-oder-Nichts-Schiene: Entweder ich bin ein guter Mensch und bin immer hilfsbereit oder ich bin egoistisch, berücksichtige meine Bedürfnisse und bin ein schlechter Mensch.
Wie ein Helfersyndrom erkennen? Die Folgen eines Helfersyndroms

* Die Bilanz zwischen Geben und Nehmen stimmt nicht. Wir geben mehr, als wir bekommen.
* Wir hören nicht (mehr) auf die Bedürfnisse des Hilfsbedürftigen, sondern helfen ungefragt.
* Wir wissen besser über die Bedürfnisse und Wünsche des anderen Bescheid als über unsere eigenen.
* Wir sind erschöpft und ausgelaugt, da wir uns überfordern.
* Wir sind depressiv.
* Wir haben keine eigenen Wünsche und Ziele mehr.
* Wir lehnen jede Unterstützung durch andere ab.
* Wir nehmen Medikamente oder Suchtmittel, um der Belastung standzuhalten.

Die Folgen des Helfersyndroms können Burnout, Depressionen, psychosomatische Erkrankungen sein. Besonders häufig findet man das Helfersyndrom in der Altenpflege bzw. in helfenden und heilenden Berufen.
Ist Helfen etwas Schlechtes?

Nein, natürlich nicht. Wenn wir Menschen helfen, die Unterstützung benötigen, dann ist dies generell eine gute Tat. Zum Helfen gehört meist auch, dass wir dem Hilfsbedürftigen zuliebe eigene Interessen momentan zurückstellen. Das ist in Ordnung.

Kritisch wird es, wenn wir uns und unsere seelischen und körperlichen Bedürfnisse völlig unterordnen und die Interessen des Hilfsbedürftigen ignorieren, indem wir ihm quasi unsere Hilfe aufzwängen, obwohl er diese gar nicht möchte oder nicht in dem Umfang braucht, wie wir ihm diese angedeien lassen, wir ihn also überbehüten.
Was tun, wenn man unter einem Helfersyndrom leidet?

* Sich aus dem Helfersyndrom zu befreien ist nicht einfach. Der erste Schritt besteht darin, zu erkennen und zu akzeptieren, dass sich hinter der Hilfsbereitschaft ein "eigennütziges" Motiv verbirgt. Das Helfen ist nur Mittel zum Zweck. Wir wollen uns wichtig und gebraucht fühlen und durch unsere Hilfe unser Selbstwertgefühl stärken. Wir brauchen vielleicht den Hilfsbedürftigen mehr, als dieser uns braucht. Sich dies einzugestehen, schmerzt und fällt deshalb nicht leicht.
* Wenn wir akzeptieren, dass hinter unserer Hilfsbereitschaft in erster Linie eigene Interessen und Bedürfnisse stehen, dann gilt es herauszufinden, wie wir das Bedürfnis nach Anerkennung und Bestätigung auf anderem Wege als durch Helfen erfüllen können oder wie wir lernen können, unser Selbstwertgefühl zu stärken, um so weniger von der Anerkennung anderer abhängig zu sein.
* Häufig ist zusätzlich eine psychotherapeutische Behandlung notwendig. Wir müssen z.B. herausfinden: "Wer bin ich, wenn ich nicht in der Rolle des Helfers bin?" und "Welche Wünsche habe ich für MEIN Leben?"
* Ziel bei der Selbsthilfe und einer Psychotherapie ist, dass wir uns wertvoll fühlen, ohne etwas dafür zu tun, d.h. ohne anderen helfen zu müssen.

Quelle: http://www.psychotipps.com/helfersyndrom.html

so hier steht alles drinnen was du wissen musst

von sabi_mausi - am 11.08.2010 20:37
Zitat
Sandyhasi
Hob amoi a Frage, wann also ab wann leidet man unter einen Helfersyndrom?

I woas ned, wie es bei mir ist, leide ich wirkli darunter und bin i anfoch nur ein liebenswerter und zu gutmütiger Mensch?

Möchte immer den Leuten helfen, denen es nicht gut geht, egal ob si es wollen oda nicht. Ich fühle mich auch überhaupt nicht gut dabei, wenn ich helfen will und ich weiß, es geht nicht.


So was ähnliches ahtte ich früher auch, aber ich habe gelerntz, man kann es nicht Jeden/Jeder wirklich Recht macht machen, nämlich so, dass zufrieden sind. Ich habt gemerkt, dass dies nicht geht, es Allen recht zu machen.

Bin mal gespannt wie das die Andren sehen, aber vielleicht hat ja Sabrina eine gute Antwort parat.

Es heißzt ja glaub immer Frauen, haben mehr gute Ideen. Gibt es da nicht so einen ähnlichen Leitsatz, oder Zitat.

Bilde mir ein, dass ich einmal soetwas in die richtung gehört habe,

von Harald Bachlmayr - am 11.08.2010 20:43
Hallo Sabrina

Wollte fragen, wie du dass siehst bei mir ob ich nicht vl. auch darunter leide oda ob ich anfoch nur ein liebenswerter und zu gutmütiger Mensch bin?

Danke

von Sandyhasi - am 11.08.2010 20:49
Also ich sehe das so auch so man kann nicht jedem helfen man sollte sich 2 Personen die man wirklich mag versuchen zu helfen. Und ihnen immer beistehen egal ob in schweren Situationen oder einfach da sein und einfach zuhören .
Lg Blümchen 16

von Blümchen16 - am 15.08.2010 09:45
des is eben des i wü jo jemanden eig. helfen, a waun er mir verdammt weh dau hod und verletzt hod oba des wos bei ihm is is schlimm. Oba er losst si ned helfen.

von Sandyhasi - am 15.08.2010 12:04
Zitat
Sandyhasi
des is eben des i wü jo jemanden eig. helfen, a waun er mir verdammt weh dau hod und verletzt hod oba des wos bei ihm is is schlimm. Oba er losst si ned helfen.


Eben ER muss es zulassen, aber wenn er das nicht zulässt, hast du keine Chance.

von Harald Bachlmayr - am 15.08.2010 14:27
sagen wir es so wenn du weißt wo es schluss ist dann leidest du nicht darunter.
Wichtig ist das du dich selbst nicht verlierst°!!

Liebe grüße

von sabi_mausi - am 16.08.2010 06:53
Ich weiß

I fühl mi jetzt irgendwie leida eh schon zu schwach zu helfen.

von Sandyhasi - am 16.08.2010 08:30
Zitat
Sandyhasi
Ich weiß

I fühl mi jetzt irgendwie leida eh schon zu schwach zu helfen.


Hallo Sandra!!
Wir sind ja da, dir so gut es geht zu helfen, wieder stärker zu werden, auch, wenn es etwas dauern kann.

von Harald Bachlmayr - am 16.08.2010 09:16
genau aber an erster linie musst du an dich selber denken.
ein wenig zu helfen ist ja gut nur darf man sich dabei nicht selber verlieren hörst du?

wenn es keinen sinn hat oder du merkst das du einfach zu schwach bist musst du es bleiben lassen.

Denn merke dir immer eines:

Du kannst einen Menschen nicht ändern.
Der Mensch kann nur sich selbst ändern.

Dieser Spruch entspricht der Wahrheit davon hab ich auch schon viele Erfahrungen sammeln können.

Glaub mir Sandy, es ist einfach besser so...



ganz liebe grüße


von sabi_mausi - am 16.08.2010 20:09
Zitat
sabi_mausi
genau aber an erster linie musst du an dich selber denken.
ein wenig zu helfen ist ja gut nur darf man sich dabei nicht selber verlieren hörst du?

wenn es keinen sinn hat oder du merkst das du einfach zu schwach bist musst du es bleiben lassen.

Denn merke dir immer eines:

Du kannst einen Menschen nicht ändern.
Der Mensch kann nur sich selbst ändern.

Dieser Spruch entspricht der Wahrheit davon hab ich auch schon viele Erfahrungen sammeln können.

Glaub mir Sandy, es ist einfach besser so...



ganz liebe grüße


sabi_mausi
Dein HB-Forencity-Team!!!


Hallo!!
Eben und ändern kannst ja keinen, nur er kann sich ändern.

von Harald Bachlmayr - am 16.08.2010 20:20
Hallo!
Helfersyndrom beginnt in einer gewissen hinsicht
helfersyndrom is dann erst du beobachten wenn man anfängt über seinen eigenen schatten zu gehn
in gewisser hinsicht ist es gut einen menschen helfen zu wollen
heut zu danke helfen viele menschen andern
aber wenn du dabei über deinen eigenen schatten und dein eigenes ich gehst, obwohl du selbst weisst das du es nicht schafst dann solltest du es einen behandelden arzt sagen

von Sandra Laser - am 20.08.2010 20:30
Hallo!!
Ich hoffe, wir konnten dich durch die Antwort von Sandra Laser aufklären und dir helfen?

Wenn du noch weitere Fragen hast das Medizinforum steht dir gerne bereit.

Link: Medizinforum

von Harald Bachlmayr - am 30.08.2010 10:45
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