Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Kewet / Buddy
Beiträge im Thema:
37
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Heinzz, Ingo Bösch, Bernd Schlüter, Karl, Ralf Wagner, Carlo, wotan, John, Berlingo-98, Andreas

Stromverbrauch beim Kewet berechnen

Startbeitrag von Heinzz am 07.01.2006 13:16

Hallo,
da bei meinem Kewet wohl ein neuer Batteriesatz ansteht, wollte ich vor nun vor einer Kaufentscheidung erst mal berechnen wieviel Strom bei einer Fahrt zur Arbeit theoretisch verbraucht wird, bzw. wie hoch der max.Fahrstrom bei meinem Motor ist.
Im Fahrzeugschein ist eine Leistung von 5KW angegeben, auf dem Motor selbst steht allerdings 7,5KW/194A .Was Zählt nun?

Gruß
Heinz

Antworten:

Hallo Heinz,

die Angabe auf dem Motor gilt für Kurzzeitbetrieb S2 40 Minuten. Das heisst der Motor kann 40 Minuten lang 7.5kW liefern. Im Fahrzeugschein ist wahrscheinlich die Leistung, die der Motor im Dauerbetrieb liefern kann angegeben. Bei beiden Angaben handelt es sich um die abgegebenen Leistung. Die elektrische Leistung ist wegen der Verluste des Motors natürlich höher. Auf dem Typenschild werden für 7.5kW mechanische Leistung und 48V Motorspannung 194A angegeben. Das heisst der Motor nimmt in diesem Arbeitspunkt 9.31kW (48Vx194A) auf. Wieviel der Kewet bei deiner Fahrstrecke aufnimmt kannst du damit aber nicht ausrechnen weil der Motor bei einer normalen Fahrt nur selten in diesem Arbeitspunkt sein wird.
Ich glaube der maximale Strom wird durch die Motorsteuerung auf 350A begrenzt. Das kommt aber normalerweise nur kurzzeitig beim Beschleunigen vor.
Wenn du wissen willst wieviel Energie dein Kewet für eine bestimmte Strecke braucht, musst du entweder einen Ah-Zähler einbauen oder nach der Fahrt die vom Ladegerät aufgenommene Energie messen.

Gruß
Ingo

von Ingo Bösch - am 07.01.2006 15:39
Hi Ingo,
klar, das sich der Stromverbrauch für meinen Weg zur Arbeit im vornherein nicht genau berechnen lässt, da zu viele variable eine Rolle dabei spielen.
Vielleicht habe ich mich auch etwas unklar ausgedrückt. In erster Linie geht es mir darum die max. u. - durchschnittliche Stromaufnahme des Motors zu ermitteln (zummindest Rechnerisch). Denn dies spielt ja schließlich die entscheidende Rolle bei der Wahl der neuen Batterien und deren Kapazität.
Anscheinend waren meine Effektas mit 200Ah(C20) der Leistungsabgabe auf die Dauer (3300km) eben nicht gewachsen.
Sorry, irgendwie blick ich deine Aussage nicht so recht. Wie kann die Motorsteuerung den Strom auf 350A (odgl.) begrenzen, wenn die max. Stromaufnahme des Motors mit 194A angegeben wird?

Gruß
Heinz

von Heinzz - am 07.01.2006 18:27
Hallo Heinz,

Im Stillstand und bei kleinen Drehzahlen ist die Stromaufnahme bei 48V theoretisch nahezu unbegrenzt, praktisch durch Drähte und den Innenwiderstand der Batterien sowie durch die Hauptsicherung begrenzt. Zusätzlich sucht der "Curtis" natürlich sich am Leben zu erhalten und begrenzt daher den Strom.
Ich würde auch zu praktischen Messungen raten!
Batteriestrom ist nicht zwingend Motorstrom, Verluste treten in niedrigen oder ganz hohen Drehzahlbereichen vermehrt auf.
Als allgemeine Faustregel für Bleiakkus kann wohl gelten: Batterien sollten nur in Ausnahmefällen höher als C1 belastet werden- das verlängert die Lebensdauer erheblich.

Sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl - am 07.01.2006 18:42
Hallo,
hab zwar schon ein Amperemeter nebst Shunt hier am rumliegen, doch kam ich noch nicht zum Einbau, was aber noch folgt.
Das mit dem Strombezugswert (C5, C10, C20, C100) hat mir Emil freundlicher Weise schon nahegelegt, was bei meinen Überlegungen bzgl. der Batteriewahl mittlerweile auch eine gewichtige Rolle spielt.
Demnach wäre es nämlich kein Wunder wenn die 200Ah(C20) grad mal 150 von 800 angegebenen Zyklen mitgemacht haben. Denn legt man deren Kapazität um auf C1 (wenn bei AGM´s überhaupt möglich), kommt dann wohl ein sehr ungüstiges Verhältnis heraus.
Nochmal zur Stromaufnahme des Motors: Wenn ich die 7,5KW durch die 48V teile kommt bei mir 156A raus. Was hat´s dann mit den angegebenen 194A auf sich. Sorry, will das nur begreifen...

Gruß Heinz

von Heinzz - am 07.01.2006 19:28
Hallo Heinz,

laut Typenschild darf der Motor bei 48V und 194A maximal 40 Minuten lang betrieben werden. Beim Maximalstrom der Motorsteuerung von 350A funktioniert er auch noch, er wird aber schneller heiss. Auf dem Typenschild gibt es keine Angaben wie lange 350A zulässig sind, wahrscheinlich sind es nur wenige Minuten.

Gruß, Ingo

von Ingo Bösch - am 07.01.2006 19:57
Hallo Heinz,

die auf dem Typenschild angegebenen 7.5kW sind die abgegebene mechanische Leistung. Ein Motor mit 100% Wirkungsgrad würde dafür eine elektrische Leistung von 7.5kW (48Vx156A) brauchen. Weil der Motor im Kewet aber nur ca. 80% Wirkungsgrad hat braucht er elektrisch 9.3kW (48Vx194A) um eine mechanische Leistung von 7.5kW abgeben zu können.

Gruß, Ingo

von Ingo Bösch - am 07.01.2006 20:11
Hallo nochmal,
ach sooo. Na ja, dann kann man den max. Strom mit gegebenen Daten garnicht berechnen? Und, wie machen das die Leitungen denn mit? Kabel mit 50qmm Querschnitt (wie verbaut) sind ja "nur" für ca. 200A ausgelegt.

Gruß nochmal
Heinz

von Heinzz - am 07.01.2006 20:14
Ach so. OK das is begreifbar! Merci!

Gruß
Heinz

von Heinzz - am 07.01.2006 20:17
Für die Leitungen gilt das gleiche wie für den Motor. Der Nennstrom darf kurzzeitig überschritten werden. In meinem Kewet (El-Jet 2 Baujahr 92) waren nur 35mm2 Kabel eingebaut. Das war eindeutig zu wenig, die Isolierung war schon teilweise verschmort als ich ihn gekauft habe. Ich habe sie inzwischen durch 50mm2 ersetzt.

von Ingo Bösch - am 07.01.2006 20:53
Jo, an den "kleinen" wird schon recht viel rumgebastelt :). Ingo, welche Batterien hast Du denn?

von Heinzz - am 07.01.2006 21:06
Hallo Ingo und Heinz,

ist 7,5kW wirklich S2? Ich dachte es ist S1... also die Dauerbelastbarkeit.
In meinem Kewet 3 ist auch ein (laut Typenschild) 7,5kW Motor drin (im Fahrzeugschein auch...).
Inzwischen kann ich eine Amperestundenmessung machen, aber die ist für Dich (Heinz) leider nicht aussagekräftig, da ich kein Getriebe habe und ab >30km/h ohne Compound fahren muss.
Die Stromaufnahme beim Beschleunigen (mit Compound, also so wie bei Heinz)geht jedoch gut und gerne schon mal kurzzeitig über 250A.
Bei konstant 30km/h brauche ich ziemlich genau 65A, bei konstant 50km/h 100A.
Diese Werte könnten vom Getriebekewet noch etwas unterschritten werden.
Das heißt, wenn Du 30min. konstant 50 fahren würdest (ohne Bremsen und Beschleunigen), dann hast Du 50Ah verbraucht. Nach 60min eben 100Ah...

Viele Grüße
Andreas

von Andreas - am 07.01.2006 21:36
Ich fahre mit Sonnenschein Blei-Gel Batterien. Allerdings habe ich auf 72V aufgerüstet. Ich habe unter den Sitzen 6 Stück Sonnenschein GF 12 050 V G mit 12V/50Ah (C5) eingebaut. Drei von diesen Batterien haben fast die gleichen Abmessungen wie die ursprünglich eingebauten 12V/160Ah Blöcke. Im Moment habe ich nur 72V/50Ah, ich kann aber vorne noch einen Strang einbauen und parallel schalten. Dann komme ich auf 72V/100Ah.

von Ingo Bösch - am 08.01.2006 08:46
Hallo Andreas,

bei meinem Kewet El-Jet 2 steht auf dem Motor 7.5kW S2 40 Minuten. Vielleicht ist im El-Jet 3 ein etwas verbesserter Motor eingebaut, der die gleiche Leistung auch im Dauerbetrieb liefern kann?

Gruß, Ingo

von Ingo Bösch - am 08.01.2006 08:54
Vorsicht, die 7,5 kW beziehen sich nur auf eine bestimmte Mindestdrehzahl, die in dem Diagramm ebenfalls angegeben ist, als S3 Kurve oder etwas ähnlichem, die sich auf die Maximal- oder Mindestdrehzahl bezieht.
Tatsächlich kann der Motor selbst auf Dauer nicht viel mehr als 2 kW verbraten, ohne durchzubrennen. Das schafft er auf Dauer auch nur, wenn der Motor gut belüftet ist und der eingebaute Lüfter tüchtig schnurrt: je schneller er dreht, desto mehr Hitze verträgt er.
Die ganze Geschichte ist also viel komplizierter, als Du denkst, die 7,5 kW beziehen sich auf die sogenannte "Nenndrehzahl". Bei dieser und bei angelegter "Nennspannung" nimmt der Motor den angegebenen Strom auf, hinzu kommen allerdings noch geringere zusätzliche Verluste, wenn der Curtis taktet. Ganz kurz darf man deutlich höher belasten, bis die Bürsten verbrennen.

Also, ganz einfach, Dein Motor nimmt die Leistung auf, die er zum Fahren benötigt. Mal 1,3 bis 1,6, wegen der elektrischen Verluste, die beim Thrige immens sind. Schleichst Du also, ohne zu beschleunigen, mit 30 km/h durch die Gegend, nimmt der Motor ca. 48/72*50 Ampere = 35 Ampere auf.
Dann sind nach einer Stunde die Batterien längst leer.

von Bernd Schlüter - am 08.01.2006 09:29
Du hast recht. Die auf dem Typenschild angegebene Leistung gilt nur im optimalen Arbeitspunkt (2500U/min, 28.6Nm, 48V). Bei kleinerer Drehzahl müsste der Motor für die gleiche Leistung mehr Drehmoment liefern. Für mehr Drehmoment braucht er mehr Strom und der höhere Strom verursacht höhere Verluste. Er kann dann aber weniger Verlustleistung abführen weil sich der Lüfter langsamer dreht. Das heisst unterhalb der Nenndrehzahl ist die maximale Leistung kleiner (bei gleicher Betriebszeit).
Wenn bei 48V Motorspannung die Drehzahl über 2500U/min steigt, sinkt die Stromaufnahme des Motors. Er kann dann gar nicht mehr genug Strom aufnehmen um 7.5kW zu liefern.
Wenn der Motor längere Zeit eine höhere Leistung liefern soll, muss die Batteriespannung erhöht werden. Dadurch sind höhere Drehzahlen möglich, die zu einer besseren Kühlung des Motors führen.

von Ingo Bösch - am 08.01.2006 10:59
Hi,
was den Thrige-T.-Motor angeht hab ich auf Ralf Wagners Seite was gefunden. [www.ralfwagner.de]
(Ich hoff das mit dem Link geht klar hier).
Anhand dessen was ich mittlerweile über die Stromaufnahme des Motors und die Kapazitäten diverser Batterien rausgefunden hab, frag ich mich ob es denn überhaupt Sinn macht, einen Kewet mit 48V zu betreiben. Denn je niedriger die Spannung desto höher der Strom der bei gleicher Leistung den Batterien entnommen wird, was sich somit negativ auf die Lebensdauer derer auswirkt. Unter anderem desshalb wurde wohl auch die Betriebsspannung der Kewet´s mit jeder Modellreihe mehr erhöht.
Hm, weiß wer aus dem stehgreif bis zu welcher Spannung man beim Kewet 2 gehen kann, ohne veränderungen am Curtis bzw. am DC/DC-Wandler durchführen zu müssen?

Sonnige Sonntagsgrüße

Heinz

von Heinzz - am 08.01.2006 11:42
Hallo Heinzz,
50 qmm und 200 A ist ganz gut, würde bedeuten 4 A pro qmm. Da dürfte sich die Erwärmung in Grenzen halten.

In der Hausinstallation sind z.B. 1,5 qmm und 16 A üblich. So als Daumenwert rechnet man mit zulässigen 10 A pro qmm. Da gibt es natürlich Erwärmung und Verluste.

Erwärmung kannst Du per Handprobe mal kontrollieren: Fahr rund 1 km und rund 12 bis 13 % bergauf (ist meine Teststrecke kurz vor dem Haus, als regelmäßig). Danach fasse einfach die Kabel vom Akku zum Steller und vom Steller zum Motor an. Durch die Erwärmung bekommst Du ein Gefühl für die Stromwärmeverluste, die hier anfallen. (.... im wahrsten Sinne des Wortes: so kannst Du es begreifen).

Bei den 16 qmm in meinem CityEl wirds da ganz schön warm und - wie man so sagt - es riecht nach Ampere. Plane daher die Umrüstung auf mindestens 25 qmm. Das lohnt sich immer dann, wenn man durch viele Anfahrvorgänge oder Bergstrecken häufig hohe Ströme fahren muss.

Noch ein Hinweis: Wenn Du die Energieverbräuche am KEWET per PC Programm nachrechnen möchtest, kann ich Dir das vor rund 13 Jahren von meinem Sohn Marco entwickelte Programm SOSO empfehlen, siehe: [www.solarmobil.net]
Nach den Hinweisen und Verbesserungen einiger Forenteilnehmer läuft es jetzt auch auf modernen und schnellen Rechnern in der DOS-Box.

Gruss, Roland, bsm

von Berlingo-98 - am 08.01.2006 11:44
Interessant! Aber 50Ah, ist das nicht ein bischen wenig? Womit bekommst du jene geladen? Sorry, bin halt Wissensdurstig....

Gruß
Heinz

von Heinzz - am 08.01.2006 11:45
Du hast recht, 50Ah sind wirklich zu wenig. Deshalb möchte ich noch einmal 72V/50Ah einbauen und parallel schalten.
Ich lade mit einem Brusa NLG511 [www.brusa.biz]

von Ingo Bösch - am 08.01.2006 11:59
Das weiß ich zwar nicht, ab wann der Kommutator anfängt, zu funken, aber im Wesentlichen ist die Spannung durch den Curtis begrenzt. Ob Du nun stärkere Batterien oder mehr von diesen, also, mit höherer Spannung nimmst, das kommt auf das Gleiche heraus. Nicht ganz, bei Vollgas hast Du mit höherer Spannung höhere Beschleunigung und ebenso am Berg höhere Reserven. Du kommst den Berg schneller herauf. Allerdings auch auf Kosten der Reichweite. Bei gleicher Fahrweise tut sich das nichts, es kommt nur auf die Leistung an, da der Curtis die Spannung relativ verlustfrei wandelt.
Bei 30 km/h und 35 Ampere Stromverbrauch anm der 72 Volt-Batterie fließen durch den Motor immerhin fast 100 Ampere.
Sollte jedoch der Motorstrom nur 35 Ampere betragen, dann werden der Batterie nicht viel mehr als 10 Ampere entnommen.
Achtet also darauf, dass Euer Kewetmotor mit nur 35 Ampere auskommt, dann fährt das Kewet mit 50 Ah-Batterien 150 km weit.
Ganz schön verfressen, die Thriges.

von Bernd Schlüter - am 08.01.2006 14:50
Hallo

Der Curtis verträgt nur 48V !
54V oder gar 60V zerstören den Curtis auf Dauer.
Der DC-DC Wandler müsste aber 60V aushalten
evtl auch 72V kommt aber darauf an was du für einen
DC-DC Wandler drin hast bei Kewet gibts da verschiedene.

Ich fahre mit 60V das ist ganz angenehm.
Curtis und DC-DC Wandler lassen sich umbauen. Kann dir dafür
ein günstiges Angebot machen.

MFG

von John - am 08.01.2006 14:54
Hallo,
mir geht´s bei der überlegung evtl.auf 60V umzurüsten nicht darum flotter voran zu kommen od. die Endgeschwindigkeit zu erhöhen, sondern vielmehr darum die Batterien dadurch (bei ähnlicher Fahrweise wie mit 48V) weniger zu belasten, um sie nicht wieder nach 3300km entsorgen zu müssen. Das kann ich mir einfach nicht leisten! Mir genügt es meinen Täglichen Weg zur Arbeit (21km) zurücklegen zu können, aber das dafür dauerhaft.

John, hab schon von Wotan erfahren das Du dgl. machst. Doch hätte ich Dich nicht drauf angeschrieben, da Du eh nochwas bei mir offen hast!
Aber wenn Du es mir anbietest, gut. Hab mal nachgesehen, der Curtis ist auf 36-48V ausgelegt, und der DC-Wandler bis 72V. Doch bräuchte ich dann auch noch ein Ladegerät welches für 60V brauchbar ist. Könnte ich hier evtl. auch eines über Dich bekommen?

Gruß
Heinz

von Heinzz - am 08.01.2006 15:22
Hallo Heinz,

wieviel Leistung Du aus Bleiakkus herausholen kannst hängt eigentlich nur von deren Gewicht ( und natürlich Produkt- sowie Produktionqualität) ab . Das Produkt aus Spannung und Kapazität (Ah) ergibt bei gleichem Typ immer das nahezu gleiche Gewicht. Es ist also egal ob Du mit hoher Spannung kapazitätsarme oder mit geringerer Spannung entsprechend höherkapazitive Akkus ruinierst!

Mit sonnenelektrischen Grüßen

Karl

von Karl - am 08.01.2006 17:03
Hallo Karl,
bei mehr Fahrspannung durch mehr Akkus, ziehst Du bei konstanter Leistung weniger Strom und kannst damit aus den Akkus mehr Ah ziehen, bei besserer Lebensdauer! Alles klar?! Ein Kewet 1 oder 2 ist mit 60V was feines. Beim 3 er denke ich nicht dass der Motor noch mehr Spannung und Drehzahl verträgt, das müsste man ausprobieren. Hubert Mohr der Weltumrunder hatte einen von JME umgenbauten EL Jet 2 mit 60V, der ging wie die Feuerwehr nach der Strecke. Im zweiten Gang gingen 70 km/h... der hat richtig Spaß gemacht.
Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 08.01.2006 18:11
Hallo Karl,
ja klar. Doch wenn ich bislang alles recht verstanden habe, und die Faustformel berücksichtige das eine Batterie nicht mehr belastet werden soll als C1 ihrer Kapazität, besteht (in bezug auf die Lebensdauer der Batterien) doch wohl ein unterschied, ob man ein El.-Fahrzeug mit 7,5KW (bei welchem bis zu, was weiß ich, 250A fließen) mit 4x12V200AH(C20) oder 5x12V200AH(C20) betreibt. Es fließt immer der gleiche max.-Strom, doch wird die belastung der einzelnen Batterie mit steigender Anzahl doch immer geringer! Oder lieg ich da jetzt quer??

Gruß
Heinz

von Heinzz - am 08.01.2006 18:26
Hallo Ralf,

-jetzt wirds ernst- ich lege mich mit dem Master an! :cool:

Zitat

bei mehr Fahrspannung durch mehr Akkus, ziehst Du bei konstanter Leistung weniger Strom und kannst damit aus den Akkus mehr Ah ziehen, bei besserer Lebensdauer! Alles klar?

völlig richtig - bedeutet aber mehr Gewicht! Nichts anderes habe ich geschrieben.

Die Idee von Heinz - oder habe ich da wirklich was falsch verstanden- war höhere Spannung.
Zitat

Anhand dessen was ich mittlerweile über die Stromaufnahme des Motors und die Kapazitäten diverser Batterien rausgefunden hab, frag ich mich ob es denn überhaupt Sinn macht, einen Kewet mit 48V zu betreiben. Denn je niedriger die Spannung desto höher der Strom der bei gleicher Leistung den Batterien entnommen wird, was sich somit negativ auf die Lebensdauer derer auswirkt. Unter anderem desshalb wurde wohl auch die Betriebsspannung der Kewet´s mit jeder Modellreihe mehr erhöht.

-ohne Erhöhung des Batteriegewichts ist die Erhöhung der Spannung sinnlos ( es sei denn die Motorspannung passt dadurch besser zur Batteiespannung i.e. Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades ab Batterie), da ja dann zwangsläufig die Kapazität gesenkt werden müßte.
Bei Leistungsentnahme aus einem Bleiakkusystem einer bestimmten Qualität und mit gleichem Gewicht hat auch der Peukert - Effekt keinen Einfluss auf die maximale Entlademenge oder die Lebensdauer. Das Produkt aus Spannung und Kapazität bleibt gleich !

Sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl - am 08.01.2006 18:48
Hallo Heinz,

du hast es schon fast erfaßt !
Wenn Du durch die höhere Spannung nicht auch die höhere Leistung, sondern die gleiche wie vorher entnimmst, halten die Akkus länger, gleiches gilt für die Entlademenge!
Gleicher Maximalstrom bedeutet aber für die Batterie keinen Unterschied zu vorher!
Bei gleicher Fahrstrecke ( bei dann womöglich durchschnittlich geringerem Fahrstrom) läge der Vorteil in einer geringeren Entladetiefe.

Sonnenelektrische Grüße
Karl

von Karl - am 08.01.2006 19:00
Hallo Karl,
Ernst wirds nicht zwischen uns ;-) dazu kennen wir uns zu gut.

Okok ich habe praktisch gedacht und war davon ausgegangen dass mehr Batterien auch mehr Gewicht bedeuten... Das Mehrgewicht bei Bleibatterien lohnt meistens bzgl Reichweite.

Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 08.01.2006 20:48
Hallo Ralf !

was soll das doppelte OK
[de.wikipedia.org]
denn bedeuten? Viele Interpretationen wären möglich ! :cool:
Eine größere Masse des selben Batterietyps bedeutet höhere Reichweite (wenn man es denn nicht übertreibt !) da sind wir uns völlig einig !

Sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl - am 08.01.2006 21:34
Normalerweise sind die Ah-stärkeren Batterien pro kWh billiger und oft auch ein klein wenig leichter als die hochvoltigeren bei gleicher Energie.
Deshalb würde ich normalerweise die 48 Volt vorziehen. Nun ist aber bei 72 Volt ein gehöriger Spaßfaktor dabei, denn die max. Beschleunigung und Bergsteigefähigkeit bleibt bei 48 Volt ziemlich lahm, bei allerdings einer minimal größeren Reichweite und Dauerhaftigkeit der Komponenten.
Zusätzlich möchte John ja auch etwas verdienen, ich würde an seiner Stelle auch den Umbau nicht umsonst machen.

Was wäre schließlich das Leben ohne Spaß?

Als ehemaliger überzeugter 12-PS-Entenfahrer könnte ich aber auch auf solche Späße verzichten. Zur Zeit fahre ich 113 PS. Mangels Steckdose.

von Bernd Schlüter - am 08.01.2006 21:39
... zaghaft beginnt ein Lichtlein zu leuchten!

Merci ,

Gruß Heinz

von Heinzz - am 08.01.2006 21:49
Hallo Heinz
Vergiss bei deiner momentanen Energiebilanz nicht die fehlenden Gänge. Damit kommst du schon, wie ich auch im Moment immer noch, in die Nähe der Getriebelosen K3 -Kewets. Das macht einiges an unnötig verbratenenen Ah's
aus.
Gruss an Kerstin und Nils
wotan

von wotan - am 09.01.2006 23:04
Ist ja auch ne richtige bengalische Beleuchtung hier!

von Bernd Schlüter - am 12.01.2006 06:48
...aber macht´s Licht nachher aus,sonst sind die Akkus leer-Und Tiefentladung ist schliesslich schädlich...

MfG Carlo

von Carlo - am 13.01.2006 19:12
Bei der bengalischen Beleuchtung würde ich ja gerne den Carlo mal besichtigen, bzw. seine Schätze. Vorher noch mal beim Georg entlüften und anschließend nach Aachen den Wundermotor studieren, den Manfred ausgrub. Bernd

von Bernd Schlüter - am 14.01.2006 20:11
Hallo Bernd,

ich habe zufälligerweise so was ähnliches wie bengalische Beleuchtung...sieht aus wie Kugelglühlampen,ist keine Leuchtstoffsparlampe,aber benötigt fast keinen Strom zum erleuchten des Raumes.Die anscheinend erste Generation LED-Kugellampen macht´s möglich.

Wenn er gerne mal schauen würde:bitte sehr-aber hier wird auch nur mit Wasser gekocht...

By the way:erfreulicherweise werde ich gleich meine heutige 150km-Marke überschreiten...meine Akkus freuen sich,man merkt es ihnen deutlich an :) .Wenn ein Emobil schwächelt würd ich fahren laden fahren laden,immer grössere Radien(insofern die Akkus im Vollzustand gleichauf sind).Aber das wiederholt sich auch.Steht beim Ralf irgendwo auf der Homepage.

MfG Carlo

P.S.: 240km pro Tag sind auch noch zu schaffen,aber dann wird´s für den Fahrer kritisch mit Bettruhe...

von Carlo - am 14.01.2006 20:37
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.