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elweb Kewet / Buddy
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31
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
korbi, weiss, Stephan Hloucal, Andreas Friesecke, Martin Heinrich, Alfons Heck, churchner, GDE, Sven Salbach

@alle Kurzradständler (Kewet etc.)

Startbeitrag von korbi am 02.07.2009 16:30

arrgh.

Ich musste wg. einer unklaren Verkehrssituation mit meinem Saxi bei Tempo 50 eine Vollbremsung hinlegen. Die Bremsen zogen dabei extrem stark nach rechts, sie werden ja wegen der Reku sonst kaum gebraucht und rosten still vor sich hin. Da ich das so schnell nicht ausgleichen konnte, sorgte ein wunderschön kantiger Randstein dafür, dass ich nun zwei kaputte Räder, eine verzogene Lenkung und eine herausgesprungene Schiebetüre habe - vor allem mittleres ärgert mich, mal sehen, was das genau los ist.

Erschreckend dabei ist aber, wie giftig das Auto wg. des kurzen Radstandes reagiert hatte!
Nur dank meiner Fahrerfahrung (Reflexe) konnte ich den Saxi überhaupt in der Spur halten - er prallte regelrecht vom Randstein ab (Billard!) - und zum Stillstand bringen. Anfänger hätten keine Chance gehabt. Mein "Gegner" meinte hinterher, das sei stuntreif gewesen...

Daher mein Appell an alle: sorgt bitte immer dafür, dass die Bremsen vorne absolut gleichmäßig wirken - im Notfall ist das bei unseren Autos viel mehr Gold wert, als in den langen Kutschen. Ich hatte damit einfach zu lange gewartet (wollte in den Sommerferien alles austauschen).

Antworten:

hallo korbinian :-)
also austauschen muss man deswegen noch lange nicht alles.
aber gangbar machen und dieses dann auch behalten ist eher die deviese.
ja selbstverständlich muss man die bremsflüssigkeit auch mal erneuert werden. die leidet am meisten und er der jahrelangen verstaubungsangelegenheit.

achtung:
gangbar machen kann aber auch nur eine fachwerkstätte. vorausgesetzt, dass man nicht an einen teiletauscher gerät.

nachtrag:
nach jedem schlechtwetter ist bremsen -auch mit der handbremse- angesagt. ansonsten alle woche einmal kräftig durchbremsen, bei freiem rücken(hintermann). das hilft ungemein.

von weiss - am 02.07.2009 16:38
morgen ist Werkstatttermin. Ich hab mit dem Chef schon geredet, der kennt auch eine Firma, die Lenkungen überholt. Er hat mir auch sofort klare Kriterien genannt, bis wann nachgestellt wird und ab wann das Ding raus muss...

von korbi - am 02.07.2009 17:56
Ich habe aus diesem Grund die Reku deutlich zurückgedreht - erstens fährt es sich entspannter und zweitens vergammeln die Bremsen nicht so sehr.

Als dann letztens ein Opa mit seinem Fahrrad plötzlich schägal vom Bürgersteig über die die Straße gurkte habe ich 4 schöne Bremsstreifen hingelegt und kam (puh!) ganz schnell und gerade zum Stehen.

Gruß
Andreas

von Andreas Friesecke - am 02.07.2009 19:51
Hallo Andreas,

wenn Du 4 Streifen hattest, funktioniert bei Dir das Regulierventil an der Hinterachse nicht. Eigentlich sollte das bei der Entlastung der Hinterachse die Bremskraft zurück nehmen, damit die Bremsen an der Hinterachse nicht blockieren.

Gruß
Gunther


von GDE - am 03.07.2009 04:55
Zitat
Gunther Diehl
wenn Du 4 Streifen hattest, funktioniert bei Dir das Regulierventil an der Hinterachse nicht. Eigentlich sollte das bei der Entlastung der Hinterachse die Bremskraft zurück nehmen, damit die Bremsen an der Hinterachse nicht blockieren.

hallo gunther :-)
ja und nein!
ja wenn beim etwas festeren bremsen das heck aus bricht oder schon treifen abgibt.
und
nein wenn es sich um eine notbremsung handelt. da kann es bei jedem auto OHNE ABS auch zu streifen kommen bzw. ist dann sogar gewollt.

überprüfen kann das der TÜV-ler der muss nur das achsgewicht wiegen und die bremsleistung.

sollte wirklich das lastenregelventil defekt oder falsch eingestellt sein, bitte baldmöglichst das beheben lassen!!! damit ist nicht zu spassen.

von weiss - am 03.07.2009 06:08
Hallo Korbi, oder sollt ich Walter Röhrl sagen ;-)

Freut mich das Dir gut geht und da Saxi wird auch wieder.
Übrigens der Colenta muss heut zum TÜV. Ich freu mich schon
auf die doofen Gesichter.

Machs gut derweil

Peter

von churchner - am 03.07.2009 06:25
Jaja.. mein Ventil geht nicht, aber es bremst eigentlich immer zu wenig auf der Hinterachse.
In diesem Fall war's eine Notbremsung und ob's wirklich vier Streifen waren kann ich nicht mal genau sagen - dafür war die Situation zu brenzlig.

Gruß
Andreas


von Andreas Friesecke - am 03.07.2009 13:14
es bringt sowiso nichts, die bremsen zu sehr zu schonen, früher oder später müssen die sowieso getauscht werden, weil die immer schlechter bremsen, je älter sie werden.
Also tägliches Bremsen sollte dennoch sein!!
Beim EL sowiso, ansonsten klingt das Teil wie ein Güterzug beim Bremsen!!! und neigt auch gerne zum blockeiren wenn sich erstmal Rost angesetzt hat!!

von Sven Salbach - am 03.07.2009 15:28
Hallo,

die Lenkung hat es gut überstanden und konnte nachgestellt werden.
Aber das Hinterrad muss am Randstein angeeckt sein, es ist 1cm nach hinten versetzt, verbogen sind die Gewindestangen, die aus den Rohren des Querlenkers herauskommen....

Von Saxi

von korbi - am 03.07.2009 16:32
Hallo Sven,
Zitat
Sven Salbach
es bringt sowiso nichts, die bremsen zu sehr zu schonen, früher oder später müssen die sowieso getauscht werden, weil die immer schlechter bremsen, je älter sie werden.

es geht auch nicht ums Bremsen schonen. Sondern darum Energie nicht mechanisch in Hitze zu verwandeln sondern elektrisch in Batteriestrom:cool:


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 03.07.2009 17:20
Zitat

verbogen sind die Gewindestangen, die aus den Rohren des Querlenkers herauskommen....


Cool - ein Auto mit Sollbruchstelle in der Radaufhängung - das ist dann wahrscheinlich gar nicht schwer (und gar nicht teuer) zu reparieren...

Gruß
Andreas

von Andreas Friesecke - am 03.07.2009 19:51
Das hoffe ich auch. Allerdings kommen die Gewindestangen irgendwie aus den Rohren raus. Wie man neue da reinbekommt wird eine interessante Fragestellung sein...

von korbi - am 04.07.2009 09:47
Hallo korbi, Beileid zum Schaden.

Mit etwas Glück ist die Gewindestange in die Aufnahme eingedreht, d.h. es ist ein Innengewinde drin, so wie ich es von Spurstangen aus dem Modellbau her kenne.
Da läßt sich dann auch der Vorlauf einstellen.

Gruß Martin


von Martin Heinrich - am 06.07.2009 08:53
Hallo Martin,
meinst Du vorne oder hinten?

Die Spur vorne konnte an der Spurstange wieder gut eingestellt werden.
Hinten kann ich mir nicht vorstellen, dass die Gewindestange einfach in den Querlenker reingedreht wurde.


von korbi - am 06.07.2009 14:56
hallo korbinian :-)
die rede ist von der hinterachsschwinge.
ich seh das auch so.
die gewindestangen sind in die schwinge reingedreht worden.
der aufbau ist dann so:
schwinge mit innengewinde (achtung: kann auch ein linksgewinde sein!)
konternutter
stellmutter mit an einer seite links- und am anderen ende rechtsgewinde.

durch das drehen der stellmutter wird das rad positioniert und mit der kontermutter fixiert.

also VORHER die gewindegänge zählen oder den abstand vor und hinter den muttern vermessen.
die summe muss nach dem erneuern wieder die selbe sein.

von weiss - am 06.07.2009 17:47
Hallo Werner,

mir geht nur die Kontermutter an der Schwinge ab (s.Bild). Da verschwindet die Gewindestange (ohne Gewinde!) einfach so im Rohr...
Oder kann es sein, dass die Gewindestange einfach bis Anschlag (also bis das Gewinde aufhört) reingeschraubt worden ist?
Mein Vertrauensmechaniker (älteres Baujahr...;) meinte, das könne man evt. auch (hydraulisch) zurückbiegen. Befürchtete aber, dass die Kugelgelenke eine Schlag abbekommen haben.
Vielleicht lasse ich es einfach, noch ist vom Reifen zur Karosserie 1cm Platz...



von korbi - am 06.07.2009 18:05
hallo korbinian :-)
da hab ich mich verschaut -sorry!
das ist eine stiftschraube. die hat hinten wie vorne ein gewinde und dürfte somit leicht zum wechseln sein.
die gibts nur in höherer festigkeitsklassen 10.8 aufwärts un das ist gut so. sonst hättest du das rad sicherlich verloren weil die drunter alle abbrechen.

in dem fall musst du das kugelgelenk aus dem radschemel ausdrücken und dann kannst du ans werk gehen. die gewindegänge zählen nicht vergessen.

von weiss - am 06.07.2009 21:40
Hallo Werner,
das mit der Stiftschraube hört sich und sieht sich logisch an.

Aber wie hält die im Querlenker richtig fest? Man kann ja nur vom äußeren Ende her mit einer anderen Mutter das Ding festschrauben.

Wenn das so ist, wird die Stiftschraube aber sicher im Rohr festsitzen und schwierig herauszubekommen sein?

Solche Stiftschrauben sind ja wohl Massenware.
Das Zählen der Gewindegänge sollte kein Problem sein, ich hab ja eh alles fotografisch dokumentiert (s.o.)...

Nochwas: kann ich die Kugelgelenke selbst ausdrücken oder braucht man da irgendein Spezialwerkzeug?

von korbi - am 07.07.2009 12:46
Hallo Korbi,

hier ist der SAXI-Fahrer aus Erfurt. Die Gewindestange ist offensichtlich eingepresst. Versuch mal vorsichtiges rückbiegen! Weitere Fragen könnte Dir der Konstrukteur der mechanischen Teile am SAXI, Herr Schorr beantworten. Er ist vielleicht noch unter 03621 703698 erreichbar. Wie sehen die Felgen und Reifen nach dem Crash aus?

Gruß
Stephan

von Stephan Hloucal - am 07.07.2009 12:49
Hallo Stephan, schön von Dir zu hören,

beide Felgen und ein Reifen sind Müll, weil eine Kerbe bis aufs Geflecht durchgeht und nicht mehr geflickt werden kann. Die Luft ist zum Glück drin geblieben, also konnte ich nach Hause fahren. Aber die Wulste zum Reifen hin sind derart umgebogen, dass es keinen Sinn macht, da rumzubiegen.

Die Felgen waren zum Glück die einfachen Stahlfelgen vom Polo, die Reifen normale Semperit-Winterreifen, ich war einfach zu faul zum Radwechsel ;)
Die Spezial-Alufelgen hab ich jetzt drauf. Ich hätte sogar noch 2 Reservealufelgen allerdings mit abgefahrenen Reifen rumliegen.

Was ich übrigens gerne mal sammeln würde, sind Ersatzteilnummern und Bezugsquellen aller Teile vom Saxi. Hast Du da irgendwas? z.B. Bremsscheiben/beläge?
Sind ja doch immerhin knapp 10 Saxis die herumfahren... ;) und das hoffentlich noch sehr lange tun!

Das Motorruckeln hab ich übrigens fast wegbekommen, in dem ich die weichen Gummilager durch harten Filz ersetzt habe.

von korbi - am 07.07.2009 13:02
Zitat
Stephan Hloucal
Die Gewindestange ist offensichtlich eingepresst.

hallo jungs :-)
das seh ich nicht so!
üblicher weise sind die stiftschrauben fest eingedreht und mit einem schwerspannstift gesichert( quer durch den achsschnekel gebohrt). oder zuminderstens ist ein schraubenfest (loctite)
Zitat

Versuch mal vorsichtiges rückbiegen!

das ist nicht zu empfehlen!
da der stift über seine festigkeit beansprucht wurde lässt er entweder gleich oder demnächst (schlagloch) ab.
Zitat

Weitere Fragen könnte Dir der Konstrukteur der mechanischen Teile am SAXI, Herr Schorr beantworten. Er ist vielleicht noch unter 03621 703698 erreichbar.

das ist sicher die beste info die der herr dir dann gibt.

von weiss - am 07.07.2009 13:48
Hallo,
habe den Konstrukteur schon kontaktet, morgen weiß ich hoffentlich mehr.
Das Zeugs wurde nach seinen Aussagen aber mit der Maßgabe konstruiert, dass es hinterher mit einfachen Mitteln zu reparieren ist. Das lässt hoffen... ;)


von korbi - am 07.07.2009 13:59
Hallo Korbi,

eingeschrumpfte Verbindungen sind sehr zuverlässig und sicher. Zum SAXI ist zu bemerken, dass wahrscheinlich Du und Karl in München die einzigen derzeit fahrenden SAXIes haben. Meiner ist zZt. abgemeldet, da die Batterien nach 16.000km völlig platt sind. Wenn Du Originalreifen und Felgen benötigst kannst Du welche bei der ESORO AG in der Schweiz beziehen. www.esoro.ch. Ich weiß wo es noch eine Menge Ersatzteile gibt, aber muss dort erst mal die Lage peilen.
Übrigens kann man die Rekuperation auch so einstellen, dass sie beim leichten Bremsen (Bremse wirkt noch nicht mechanisch) wirkt. Erst beim stärken Tritt auf das Bremspedal kommt dann die Mechanik dazu.

Gruß
Stephan

von Stephan Hloucal - am 08.07.2009 13:49
Hallo Stephan,
da wäre noch James in Fürstenfeldbruck mit dem gelben Saxi, der müsste auch fahren.
Die Reku ist ähnlich eingestellt: sofort bei Bremse Reku, erst wenn ich stärker drücke, zusätzlich Mechanik.
Mail mir doch mal Deine Telefonnummer, über das Forum ist das alles so umständlich...


Ergänzung:
Die Gewindestangen sind mit dem H-Lenker verschweißt. Da geht nur zurückbiegen oder auswechseln.


von korbi - am 08.07.2009 15:42
Zitat
korbi
Ergänzung:
Die Gewindestangen sind mit dem H-Lenker verschweißt. Da geht nur zurückbiegen oder auswechseln.

hallo korbinian :-)
auskunft vom konstrukteur :confused:
na prächtig, die schweissen einfach so ein gewinde ein.:sneg:

von weiss - am 09.07.2009 06:45
Hallo Werner,
der Konstrukteur meinte, im Fahrwerkbau wird entweder geschraubt oder geschweißt, nie verpresst (weil das den Belastungen nicht standhält)

von korbi - am 09.07.2009 16:05
Zitat
korbi
der Konstrukteur meinte, im Fahrwerkbau wird entweder geschraubt oder geschweißt, nie verpresst (weil das den Belastungen nicht standhält)

hallo korbinian :-)
dann würde ich mal probieren ob sich die stiftschruabe nicht rausdrehen lässt.
dafür muss aber die kontermutter beim kugelgelenk gelöst werden. der abstand verändert sich nicht solange beide "muttern" auf dem gewinde sitzen.

von weiss - am 09.07.2009 17:04
Hallo Werner,
also ich glaub dem Konstrukteur, wenn der mit Blick auf die technischen Zeichnungen sagt, dass die Schraube eingeschweißt ist und mir 5 Minuten lang den genauen Verlauf der Schweißnaht beschreibt... Warum sollte die dann rauszudrehen sein?


von korbi - am 09.07.2009 19:25
Hallo Korbi,

eingeschweißt ist richtig, hab noch mal nachgeschaut. Mail mir mal Deine Adresse.

Gruß
Stephan

von Stephan Hloucal - am 14.07.2009 12:52
Hi Stephan, Deine email ist versteckt. Kannst aber mir was senden.

von korbi - am 14.07.2009 13:59
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