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elweb Kewet / Buddy
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vor 6 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 4 Monaten
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hk12, inoculator, alklex, Buggi, R.M, Buggi , d!rk, GDE, Uuoudan, spunty, Stefan B., Karlfred

Maschiieen kapuut, oder gut das es E-Fahrer gibt

Startbeitrag von hk12 am 08.11.2011 08:17

Hallo,

nach ~11000 (>8000 seit März und damit gut 1/4 seiner Lebensfahrleistung) bisher ziemlich sorglosen Km hat es gestern Abend, gute 60km von Zuhause entfernt, beim Anfahren einer Steigung "Patsch" gemacht und alles war tot. Die Prüfung üblicher Verdächtiger (Hauptsicherung, Batterietrennschalter etc) blieb ohne Befund.

Die weitere Fehlersuche zusammen mit Carsten, welcher mir mit Frau und Hund zur Hilfe eilte,
- an dieser Stelle einen herzlichen Dank besonders an Suzanne für die spätabendliche Abschleppaktion -, ergab eine durchgebrannte Torpedo-Glassicherung vor dem DC.
Einer der Vorbesitzer hatte den DC sowohl in der + als auch in der - Leitung mit diesen Sicherungen versehen. Seltsamerweise gibt es aber hinter der "-" Sicherung noch eine Masseverbindung. Genau die Sicherung auf der Minusseite war defekt.
Nach einigem Kontrollmessen haben wir den DC ohne die Minussicherung wieder angeschlossen um wenigstens Licht für das Abschleppmanöver zu bekommen. Ergebnis, DC funktioniert, aber Beleuchtung bleibt mit Ausnahme der Warnblinkanlage dunkel.
Das Einschalten der Zündung (Fahrschütz zieht mit Zündung an) brachte dann ein Feuerwerk im hinteren Fahrzeugteil. Ich habe ganz schnell abgeschaltet um Schlimmeres zu vermeiden, aber so konnte keiner von uns erkennen wo es wirklich her kam. Da im Taschenlampenlicht keine Sicht-Schäden erkennbar waren, tippen wir zur Zeit auf den Motor, wissen aber noch nichts Definitives.

Leider muß ich die Woche lange Arbeiten und habe auch noch Handwerker im Haus, so das keine Zeit für Kewet Fehlersuche besteht, werde aber versuchen so schnell als möglich die Abdeckung des Kollektors zu öffnen und zu schauen was da so los ist.

Vorab aber schon einmal die Frage an die Wissenden:
Was kann da im vorderen Bereich (unter dem Armaturenbrett??!) durchgeschossen sein welches dazu führt das das Standlicht (normal bei ZündungAUS verfügbar) nicht funktioniert, die Warnblinkanlage aber schon (Sicherungen geprüft). Ein paar weitere Verbraucher wie Bordcomputer welche auch ohne Zündung angeschlossen sind funktionieren auch. Wie die Verbraucher bei ZündungEIN funktionieren, kann ich wegen des Feuerwerkes noch nicht sagen. Das werde ich prüfen wenn die hinteren Komponenten abgeklemmt sind.

Gruß
Horst

Man ist das ätzend mit dem Stinker zur Arbeit zu fahren...

Die 50 interessantesten Antworten:

Hallo Horst,
das ist in der Tat ein Mysterium...
Im vorderen Bereich können in diesem speziellen Falle eigentlich nur der Lichtschalter oder das entsprechende Relais einen weg haben, da an der gleichen Strippe ja die Warnblinkanlage hängt, die funktioniert.
Wenn beim Einschalten der Zündung etwas brutzelt, würde ich alle in Frage kommenden Sicherungen rausnehmen und Stück für Stück (ggf. mit kleineren Sicherungen) ausprobieren.
Eine Sicherung in der Minuszuleitung zum DC/DC habe ich übrigens auch, sie dürfte in Wirklichkeit eine Zuleitung der Heizung sein - würde allerdings nicht den Ausfall des Standlichts erklären.
Das Fahrschütz würde ich als erstes abklemmen und schauen, ob es dann immer noch brutzelt.

Ob das jetzt hilft weiss ich auch nicht. Ich habe neulich gerade alles an überflüssigen Kabeln rausgerissen, den Rest "gedanklich nachvollzogen" und wo nötig nach Plan neu verkabelt (dabei natürlich die Batteriemasse von der Fahrzeugmasse getrennt), damit ich im Falle eines Defekts nicht über die Leichen im Keller des Vorbesitzers stolpere.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Glück bei der Suche!

Gruß
Dirk

von spunty - am 08.11.2011 15:23
Hi Horst.
Prüfe mal die originale Laderabschaltung (Kontrollstecker) Hat bei mir auch mal ähnliche Phänomene ausgelöst. (War bei mir ein Graues etwas dickeres Kabel mit 2 Adern, im Vorderraum)
Gruß Stefan

von Stefan B. - am 08.11.2011 19:12
Hallo,

ich danke Euch für die Tipps. Da ich noch im Job bin, gibt es vorerst nichts mit Fehlersuche.
Ich werde jedenfalls ab Schütz erstmal trennen und ab da suchen, da der Funkenschlag erst bei geschlossenem Schütz kommt. Mal hoffen das der Curtis noch lebt... .

Gruß
Horst

von hk12 - am 08.11.2011 19:32
Hallo Horst,

hoffentlich hat Dein Kommutator nicht einen weg.
Bei meinem 1er ist bei geschlossenem Trennschalter die Batteriespannung auf dem Kommutator drauf. Beim Nutenauskratzen hatte ich mal vergessen den Trennschalter aufzumachen und bin mit der Natel ans Gehäuse (=Bordnetzminus) gekommen und da hats auch gebratzelt, ganz ohne Zündung und Schütz.
Wenn jetzt bei Dir irgendwo eine Isolierung beim Kommutator oder bei ner Wicklung durch ist dann würde wohl das gleiche passieren.
Interessant ist dass es bei Dir nur bei geschlossenem Schütz passiert. Das deutet auf eine andere Verschaltung bei Dir hin.
Wenn aber der Bordnetzwandler mit involviert ist (dessen - ja auf Masse hängt) klingt das für mich schon nach einem Isolationsproblem. Ich frage mich nur wie hier der Stromkreis geschlossen wird, da der Wandler ja normalerweise galvanisch getrennt ist (mein alter Kewet-Wandler wars zumindest)???
Hast Du noch eine Kohlenverschleißanzeige?



von Buggi - am 09.11.2011 21:01
Hallo

Aufpassen: Masse ist nicht gleich Masse da ist noch ein Shunt dazwischen deshalb halte ich es für gefährlich den Rahmen als Masse zu benutzen.

Also Akkumasse auf den Shunt und alle anderen Massekabel auf zentralem Punkt nach dem Shunt.

Gruß

Roman

von R.M - am 09.11.2011 21:58
Also bei meinem Kewet ist der Akku keinesfalls mit dem Rahmen verbunden, ich hab den Rahmen bewusst auf 12V Minus gehängt, also ist der Negative Ausgang des Bordnetzwandlers mit dem Rahmen verbunden.
Das war auch ursprünglich so, deswegen nehme ich an beim Horst seinem ist es ebenfalls so.
Horst, sind die Leitungen, von denen Du berichtet hast die primäranschlüsse oder die Sekundäranschlüsse vom Bordnetzwandler?
Hab ich was überlesen?


von Buggi - am 10.11.2011 07:11
Hallo Buggi,

Kollektor war auch Carstens Vermutung. Ich hatte gestern 1/4 Stunde Zeit um das zu prüfen.
Ergebnis: Kollektor wie ein Kinderpopo, schön glatt und kupferglänzend; Schlitze deutlich vorhanden, Kohlen neuwertig. Ich habe den Motor dann abgeklemmt und mein 12V Boschfuzzies (wie Johannes so schön sagt) angeschlossen.
Mit 15V 25A dreht der Motor auf Grund des Getriebewiederstandes zwar etwas schwer, aber er dreht und ich bin sicher das er bei getretener Kupplung hochlaufen würde.

Gruß
Horst



von hk12 - am 10.11.2011 07:35
Hallo Roman,

wo sitzt der Shunt beim Standart 2er?
In meinem war ein Shunt zwischen den beiden Akkus unter den Sitzen verbaut (also mitten im Strang). Einen weiteren habe ich noch nicht gesehen. Seit dem Umbau auf Li gibt es diesen Shunt nicht mehr.

Gruß
Horst

von hk12 - am 10.11.2011 07:39
Hallo Buggi,

es sind die primärseitigen Anschlüsse und vom DC (primärseite) geht ein Kabel auf Rahmen. Das wird zu einem Rückstrom geführt haben welcher die Sicherung zum DC gekillt hat. Als der DC dann keinen Strom mehr gab ist das Fahrschütz abgefallen und Motor wurde getrennt (wenn man vom Vorglühwiederstand absieht) was ja erstmal nicht schlecht war.

Gruß
Horst

von hk12 - am 10.11.2011 07:48

Schaltpläne

Hallo Horst,

ich nehme mal stark an, daß Du diese mittlerweile ausgedruckt vor Ort hast:

[www.kewet.de]

???

Hope it helps

Carsten

von inoculator - am 10.11.2011 08:17

Re: Schaltpläne

Hallo Carsten,

danke, ich weiß das es den dort gibt, aber aus Zeitgründen noch nicht ausgedruckt und auch noch nicht drin gelesen. Ich hatte bisher wirklich nur die 1/4Stunde um mal nach dem Motor zu schauen.
Weiteres folgt natürlich.


Gruß
Horst

von hk12 - am 10.11.2011 10:07

Re: Schaltpläne

Hallo Horst,

telefonisch hattest Du ja schon einiges durchblicken lassen.

Ich habe bis jetzt mit meinen Vermutungen immer etwas daneben gelegen (Akkus, DC/DC, Motor).
Interessant finde ich aber noch den Ansatz über den Nebenstromkreis.

Obwohl der DC/DC Spannung gebracht hat, war nur der Warnblinker am Arbeiten.
Standlicht tat nichts.

Im Schaltplan sind die Nebenkreise schön in Pfaden angeordnet, Hier sieht man ziemlich genau, was über welche Versorgung gespeist wird.

Ich gehe momentan immer noch von einem Masseproblem im Hauptstromkreis aus. Die Sicherung am DC/DC ist geflogen, weil der Strom keinen anderen Weg zurück zum Akku gefunden hat.
Und die kleine Sicherung in dem Strang hat halt schnell getrennt.

Ich hoffe Du kommst am WE dazu in Ruhe zu basteln.
Und dann sie zu, daß Du Dein EL wieder auf die Strasse bekommst. Das spart Stinkerfahrten.

Ein bekannter EL Fahrer hat mal gesagt: "Der Trend geht zum Zweit- / Dritt-EL"

Gruss

Carsten


von inoculator - am 10.11.2011 10:21

Re: Schaltpläne

Zitat
inoculator
Ich gehe momentan immer noch von einem Masseproblem im Hauptstromkreis aus. Die Sicherung am DC/DC ist geflogen, weil der Strom keinen anderen Weg zurück zum Akku gefunden hat.


Hallo Carsten,

diesen Gedanken halte ich für nachvollziehbar.
Du hattest den Lichtbogen beim Einschalten des Schützes ja im hinteren Bereich des Fahrzeuges gesehen. Von daher müßten da bei Tageslicht doch irgendwelche Spuren zu sehen sein. Die Verkabelung ist in diesem Teil des Fahrzeuges jedenfalls nicht sonderlich kompliziert und ich hoffe den Hauptfehler zwischen Batterietrennschalter und Motor finden zu können. Mögliche Folgefehler das Licht betreffend sind dann eine 2te Sache.

Ich bin gespannt
Horst

von hk12 - am 10.11.2011 12:50

Re: Schaltpläne

Hallo Horst,

bei mir liegen in diesem Schacht noch die Leitungen für das alte Trafo-Ladegerät.
" mal etwas dicher und eine 3 poligen Leitung, wohl zur Steuerung damit man während dem laden nicht losfahren kann.
Starten tun sie im Bereich der alten Akkukästen unter dem Sitz und aus der Ecke Sichrungshalter (Wohl häufig auch Sitz des DC/DC)

Auch wenn diese nicht genutz weren können sie auf Potiential (Batt-Spannung) liegen.
Vielleicht hat sich da was blank gescheuert.... ??

Gruß Alex

von alklex - am 10.11.2011 13:45

Re: Schaltpläne

Hallo Alex,

der hintere Teil des Kabelschachtes ist im Moment auch mein Favorit bei der Fehlersuche, zumal dort auch die bewegte Mechanik der Gangschaltung verläuft. Da könnte schon was gescheuert haben... .

Hoffentlich finde ich am WE nen Stündchen oder 2. Der Stinker nervt nämlich.

Gruß
Horst

von hk12 - am 10.11.2011 14:21
Hallo Horst, wenn das Kabel primärseitig auf den Rahmen geht, dann ist also bei Deinem wirklich Batterieminus (bzw. Shunt) mit dem Rahmen verbunden, und nicht Bordnetzminus!
Oder ist da Bordnetzminus auch noch drauf, so dass Du keine galvanische Trennung zwischen Batterie und Bordnetz hast?
Nach nochmaligem Durchlesen würde ich jetzt auch sagen, dass sich irgendwas an der Verkabelung blankgescheuert hat. Interessant ist, dass es da nicht gleich die Hauptsicherung geschossen hat.
Aber jeder Kewet ist anders, und es ist nicht leicht so aus der Ferne sinnvolle Tipps zu geben.
Nachdems die Sicherung in der Zuleitung des DCDC geschossen hat sieht das aber nach einem Kurzschluß über den Rahmen aus.



von Buggi - am 11.11.2011 07:00
Hallo Buggi,

die Hauptsicherung hat 335A. Die Massesicherung im DC/DC nur 35A -glaube ich.
Da nach dem Auslösen dieser das Hauptschütz gefallen ist, konnte der Fehlerstrom, so er denn überhaupt ein voller Kurzschluss ist -voran ich aufgrund des Lichtbogens zweifel; die Hauptsicherung gar nicht "erreichen".

Gruss

Carsten

von inoculator - am 11.11.2011 07:55

hier steh ich nun ich armer Thor, und bin so schlau als wie zuvor...

Hallo,

kurzer Zwischenbericht:
Da ich im Moment sehr wenig Zeit habe, geht die Fehlersuche nur in Etappen.
Am vergangenen Wochenende habe ich die Sicht versperrenden Abdeckungen vom Kewet abgebaut (Sitze raus etc.) und das gute Stück auf Auffahrrampen geschoben.
1) Die Sichtprüfung ergab, - nichts ... .
Nach dem von Carsten beobachteten Lichtbogen im hinteren Teil hatte ich eigentlich Schmauchspuren an irgend einer Stelle vermutet. Vom Batteriehauptschalter nach hinten sieht aber alles normal aus und es sind keine Kabelschäden erkennbar.
2) Stromzuführung am Motoer abgeklemmt, Kuplung in getretener Stellung festgeklemmt und Motor mit 12V 25A aus den Boschladern beaufschlagt.
Ergebnis: Motor dreht hoch, ohne irgendwelche Befunde; also so wie es sich für funktionierende Motoren gehört.
3) Gestern kam dann Thomas als Beobachter zu Hilfe. Plan war, kurz einzuschalten und zu schauen wo die Funken her kommen. Also Motor wieder angeschlossen, Batteriehauptschalter geschlossen und Zündung ein. Das war der Punkt an dem der Kewet verg. Woche zum Feuerspucker wurde. Ergebnis: - wieder nichts; keine Flammen, keine unschönen Geräusche, einfach nichts... .
4) Gaspedal getreten uuund -- Motor dreht wie es sich gehört in Abhängigkeit des Gaspedales.

Jetzt wäre Probefahrt angesagt, aber da das Licht seit dem Ereigniss dunkel ist, war das gestern Abend dann nicht mehr möglich. Also warte ich jetzt auf das Wochenende und schaue dann weiter.

rätselnder
Horst

von hk12 - am 17.11.2011 08:19

doch Motor ?!

Hallo,

habe dann Gestern meinen Liebling gesattelt und eine Proberunde gedreht.
Zum Glück bin ich in der Homezone geblieben denn nach ~ 3,5km machte es wieder "Patsch, rien ne va plus". Bin die letzen 400m mit Schwung in meine Einfahrt gerollt.

Unmittelbar nach dem Ausfall gab es leicht elektrische Gerüche aus Richtung Motor und keine Reaktion mehr auf's Gaspedal. Nach ~10Min hatte sich das Ganze erholt und der Motor drehte wieder als wenn nichts gewesen wäre.

Ist ein wärmebedingter Isolationsfehler am Motor eine plausible Erklärung? Als der Motor per Paketdienst von der Überholung kam war es ein Transportschaden den wir leider nicht realisieren konnten, da jemand in der Firma das Paket ohne Reklamation angenommen hatte. Ich bin inzwischen ~5000km mit dem Motor gefahren, aber vielleicht ist das hier eine Spätfolge?!

Gruß
Horst

von hk12 - am 21.11.2011 08:25

Re: doch Motor ?!

Ausbauen, Auseineandernehmen, Nachschauen.
Mehr hilft da auch nicht.
Die Einschlagstelle muss jedenfalls sichtbar sein.

Schlimmstenfalls am Rotor.

Viel Glück...

Carsten

von inoculator - am 21.11.2011 15:58

Re: doch Motor ?!

Hallo

Die Kohlenüberwachung hast du doch hoffentlich abgeklemmt, je nachdem wie sich da der Vorwiderstand verabschiedet kommts auch schon mal zum Kurzschluß.


Gruß

Roman

von R.M - am 21.11.2011 17:36

Re: doch Motor ?!

Hallo Roman,

ich habe keine Kohlenüberwachung mehr.

Gruß
Horst

von hk12 - am 22.11.2011 06:58

Re: doch Motor ?!

Hallo Carsten,

so ist der Plan. Da ich aber im Moment die Zeit für's demontieren nicht habe, werde ich erstmal den 2ten Motor überholen lassen. Das war/ist eh geplant und bringt die Möglichkeit direkt zu tauschen. Wenn der dann funktioniert ist es eindeutig.

Gruß
Horst

von hk12 - am 22.11.2011 07:04

Re: doch Motor ?!

Hallo Horst,

wie wäre es mit einer Isolationsprüfung im eingebauten Zustand ?

Meine Idee wäre:
Leih DIr eine Prüfgerät für Elektrogeräte vom Elektriker.
Die Geräte mit denen die x-Jährliche Sicherheitsprüfung von firmeneigenen Elektrogeräten gemacht wird.
Dazu gehört ja auch eine Messung der Isolationsspannung oder Widerstand (weiss nicht so genau).

Dazu müsstest Du den Motor nicht ausbauen nur ggf drehen, wenn winkelabhängig.

Aber: Wenn das Problem nur mit Drehzahl auftritt (Fliehkraft auf die Ankerwicklung) dann
hilft Dir das leider nicht....

Gruß Alex

von alklex - am 22.11.2011 17:52

Re: doch Motor ?!

Hallo Alex,

danke für die Idee. Der Motor wurde gestern Abend in konzertierter Aktion ausgebaut und befindet sich heute mit Halreuther auf dem Weg zum Motorenbauer.

Optisch ist auch in ausgebautem Zusatnd alles in bester Ordnung, was natürlich nichts heißt. Nach Carstens Beobachtung des entstandenen Lichtbogens, hätte ich allerdings mit sichtbaren Schmauchspuren gerechnet.

Wir werden sehen und ich bin gespannt wo der Hase im Pfeffer liegt
Horst

von hk12 - am 23.11.2011 07:26

Isolationsprüfung

Hallo Horst,

hast Du die Kabel alle geprüft?
Mit offenen Enden wäre jetzt eine Isolationsprüfung bestimmt einfach.
Frag mal euren Betriebselo, ob er die mit dem Hochspannungsmessgerät zur Seite stehen kann.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 23.11.2011 07:35
Hallo Horst
Habe mich erst gerade eingelesen.
Wie du weisst,gammelt mein 2er seit "geraumer" Zeit defekt und in Gesellschaft des ELs in einen Stachelbusch eingewachsen vor sich hin.
Der Defekt hat ähnliche Symptome.Nachdem ich monatelang wegen gerissenem Getriebezug nur im 3ten und 4ten Gang gefahren bin ist mir der Curtis zum 2ten Mal abgeraucht.Der Zug wurde mir geschweisst,der Curtis von Gero repariert.Zug und Curtis montiert,Kewet hinten aufgebockt,Schaltung justiert (Rückwärts hakelte noch etwas),Zündung ein,Motor beschleunigt und alles durchgeschaltet.
Wunderbar.
Kewet runter von den Böcken.Hund Caro rein,ich selbst rein und rückwärts auf den Hof gerollt.Vorwärtsgang rein und Gummi gegeben.Rucken,Knallen und Qualm aus dem Armaturenbrett.Handbremse,Zündschalter aus (Knochen raus war seit einiger Zeit sinnlos weil die Kontakte zusammenbackten) und Hund raus.Der Qualm wurde nicht mehr und es brannte auch nichts.
Die Primäre Minus-Leitung vom vorn eingebauten DC/DC-Wandler hatte sich aufgelöst.Und das durch den ganzen Kabelbaum bis zum Batt.-Minus am Shunt unter den Sitzen.Da der DC/DC mit seinem Gehäuse leitfähig am Rahmen festgeschraubt war,der Primäre Minus am DC/DC mit dem Sekundären gebrückt war und die Sicherung im Primär Plus ok war,bleibt für mich als Vermutung nur ein Isolationfehler im Curtis.
+ Akku _ +B Curtis _ interne Verbindung zum ans Chassis geschraubten Curtis-Gehäuse _ Rahmen _ DC/DC-Wandler-Gehäuse _ DC/DC-Minus (6mm²) _ Akku-Minus (Shunt).
Wobei dann der DC/DC-Minus dem Kuzschlussstrom der NiCads nicht gewachsen war.
Aber alles ist noch unbestätigte Theorie.Wird nach Ostern,wenn ich meine Dornröschen aus dem Stachelbusch befreit habe und dieser auf dem Scheiterhaufen verglüht ist,weiter verfolgen.
Den Isolationmesser habe ich auch schon seit Jahren für diesen Fall angeschafft.
Das wäre natürlich der Zufall,wenn unsere Beiden das gleiche hätten.
Grüsse
wotan


von Uuoudan - am 23.11.2011 17:42
Hallo Wotan, hallo Carsten,

der Motor ist inzwischen beim Motorenbauer angekommen und dieser hat direkt gesagt, das es ein typischer Fehler dieser "Staplermotore" sei, einen Wicklungsschluß am Anker zu bekommen, der nur sporadisch, bei bestimmter Belastung auftritt. Ob es wirklich so ist, könne man erst sehen wenn der Motor demontiert ist, von aussen gäbe es da, auch nach Abnehmen der Bleche, keine Chance.
Das Ergebnis wird wegen "guter Auslastung" des Motorenbauers noch etwas auf sich warten lassen, aber er hat versprochen wenigstens schon mal reinzuschauen. Parallel hat er dann auch meinen Zweitmotor zum Kollektor überholen. Das was schneller geht, wird zuerst gemacht.

Ich gehe also erstmal von diesem Fehler aus und warte ab. Ein Hochspannungsmessgerät habe ich leider adhoc nicht im Zugriff, strecke aber mal die Fühler aus um auch diese Seite abzuklopfen.
Als kleinen Lückenfüller habe ich schonmal die Silentbuchsen für Motor und Getriebeaufhängung geordert um diese bei der Gelegenheit zu erneuern.

Wenn ich neue Erkenntnisse habe, lasse ich es Euch wissen
Horst

von hk12 - am 24.11.2011 07:39

Diagnose

Hallo,

Diagnose = Gehäuseschluß - reparabel. Weiteres zeigt sich.

Horst

von hk12 - am 25.11.2011 07:30

Jetzt gehts weiter

Hallo,

nachdem mich liebe E-Fahrer-Kollegen mit Ersatz 106er und Standheizung über den Winter gebracht haben, wird es jetzt bei gemäßigten Temperaturen Zeit, den KEWET in die REHA zu schicken.

Kurzes Update zum wirklichen Schaden:
der Motor war im vergangenen Jahr zur Kollektorüberholung beim Motorenbauer welcher ihn auch fantastisch überarbeitet hat. Auf dem Rücktransport per Paketdienst wurde ein Transportschaden daraus, den ich nicht geltend machen konnte da Jemand das Paket angenommen hat ohne diesen quitieren zu lassen. Mein Problem im November war eine Folge dessen.
Zwischen den Statoren des TTL gibt es eine ~20² Kupferverbindung. Zwischen diese und das Gehäuse hatte sich ein Teil gesetzt und für den Masseschluß gesorgt. Das Teil, vermutlich ein Stück von dem gebrochenen Lüfterrad, war in ~4000km an diese ungünstige Stelle gewandert. Natürlich hatte ich den Motor vor dem Einbau kontrolliert, aber dieses Teil war auch mit Schütteln und dergleichen nicht aufgefallen.

Der Motor ist jetzt wieder heile und am verg.Samstag habe ich erste Schritte zur Instandsetzung des KEWET unternommen. Hierzu gehörte erstmal die neuen Dämpfer in die Motorkonsole zu bauen.
Anschließend habe ich mich noch einmal den Folgeschäden mit folgendem Ergebnis gewidmet:
- Natoknochen EIN
- Notaus Offen
- 12v Verbraucher wie Licht Hupe Blinker Warnblinker Gebläse = keine Reaktion
- Messung DCDC Eingang 56,2V Ausgang 11,9V
- Messung Sicherungskasten Sicherungen gegen Fahrzeugrahmen(Masse): 3 der über 10 Sicherungen haben 11,9V, Betätigung von Schaltern bringt keine Änderung
- Zündung Ein = Schütz zieht an (ist richtig da über Zündung gesteuert), Kontrolllampe mit Blitz leuchtet.
- 12V Verbraucher immer noch tot
- Messung Sicherungskasten: an fast allen Sicherungen liegen jetzt 11,9V an; keine Änderung bei Betätigung von Schaltern.

Ich hab jetzt noch keine Schaltpläne studiert, aber vielleicht hat ja schon Jemand eine Idee oder einen Tipp wo der Haken liegen könnte ( ElJet 2! ). Ich will jetzt nicht im blinden Eifer das Armaturenbrett auseinanderrupfen um dann festzustellen das es ein zentrales Masseproblem gibt. Hat der KEWET ähnlich dem EL eine Stelle wo die Masseleitungen zusammenlaufen? Bewust gesehen hab ich die noch nicht... .

Freue mich über Tipps
Horst

von hk12 - am 06.03.2012 08:55

Re: Jetzt gehts weiter

Hallo Horst,

ich repariere ja zur Zeit noch den hier im Forum erwähneten gelben Kewet...
Dort gab es auch massive Probleme mit der Verkabalung, ausgelöst duch einen
Kurzschluss zwischen Motoranschluss und Masse. Die Masse war in diesem Falle
der metallische Mantel des Kupplungseils.
Dabei ist die Masseleitung zum DC/DC Wandler im Armaturenbrett mit in Rauch aufgegangen.
Diese führte vom Curtis zum Masseeingang des DC/DC (quer durchs Armaturenbrett)
Allerdings isr es ein 1ser Kewet. Hier sitzt der Curtis ja noch vorne im "Motorraum"..

Ich weiss jatzt nicht ob Dir das hilft ;-) aber die 12V gingen dann auch nicht mehr :-)

Gruß Alex

von alklex - am 06.03.2012 15:57

Re: Jetzt gehts weiter

Hallo Alex,

jeder Ansatz hilft zumindest indirekt, da man häufig Ideen bekommt nur weil man sich mit Jemandem über das Problem unterhält.

Also, bei mir funktionieren der DCDC und damit die 12V ja noch. Die Frage ist, was kaupt sein kann so das alle 12V Verbraucher tot sind, die "Zündung" aber noch funktioniert.
Ich habe den Motor noch nicht wieder drin, so das ich das aktuelle Verhalten des Curtis nicht mit Bestimmtheit beschreiben kann, aber einen Tag nach dem Crash mit Abschleppmanöver konnte ich den defekten Motor ja wieder drehen lassen. Ich habe dann auch noch mal eine Proberunde über ~4km gedreht, wobei es nach ~3,5 wieder zum Ausfall kam und ich die letzten 500m mit dem Restschwung bis in den Stall gerollt bin.

Interessant ist vielleicht auch noch, das während des Abschleppens die Warnblinkanlage noch funktionierte, die es aber jetzt auch hinter sich hat.
Ich fürchte das ich um die Demontage des Armaturenbrettes wohl nicht herumkomme...

Gruß
Horst

von hk12 - am 07.03.2012 08:42

Re: Jetzt gehts weiter

Hallo

Der 12V Kreis ist eigentlich nicht kompliziert, ich tippe auf Sicherung oder Relais.

Kann ohne vor Ort zu sein kaum was dazu sagen, da ich gerade den 12V Kreis vom 4er auf 2er umstricke, mit vielen abgeschnittenen Kabeln fällt mir vielleicht beim Basteln noch was ein.

Gruß

Roman

von R.M - am 07.03.2012 13:38

Re: Jetzt gehts weiter

Hallo Horst,

mir fällt noch was ein...

Bei mir (1ser) gibt es sowas wie einen zentralen Massepunkt des 12V-Netzes.
Diser ist eine Schraube unterhalb des Lenkrades. Das gehen viele, aber nicht alle
12V Verbraucher hin. Natürlich auch der DC/DC. Sollte nun die Verbindung zwischen DC/DC und
diesem Punkt defekt sein würden nur noch die Verbraucher gehen, die NICHT über diesen Punkt
laufen.
Um da dran zu kommen brauchst Du nur die Verkleidung der Lenksäule zu entfernen - natürlich
vorrausgesetzt, es ist bei Dir genauso :-).

Gruß Alex

von alklex - am 07.03.2012 17:49

Re: Jetzt gehts weiter

Hallo Roman, hallo Alex,

danke für die Antworten.
Unterm Lenkrad hört sich super an. Die Verkleidung hatte ich auch schon einmal ab, aber an den zentralen Massepunkt kann ich mich leider nicht erinnern. Da dieses damals aber auch nicht das Thema war, habe ich natürlich nicht drauf geachtet. Also wenn nicht direkt unter dem Lenkrad, dann vielleicht in unmittelbarer Nähe. Ich werde es auf alle Fälle prüfen und berichten.
Wär schon schön wenn der KEWET zu Sinsheim wieder fitt wäre.

Gruß
Horst

von hk12 - am 08.03.2012 07:18

Re: Jetzt gehts weiter

Hallo Horst,

bei unserem Kewet ist besagter Massepunkt OBEN auf der Lenkradsäule. Da gehen praktisch alle 12V Verbraucher hin. Viele von den Ösen waren windige Quetschösen, bei denen man mit etwas Zug einfach die Leitung in der Hand hatte.
Bevor Du also aufschraubst bestell Dir Ordentliche Stecker und Ösen, und ne Crimpzange!
Es lohnt sich auf jeden Fall, damit kannst Du die Zuverlässigkeit deutlich erhöhen...
Mit dem Motor hast ja nochmal Glück gehabt, ich hab jetzt für meine Motorreparatur eine deutlich 3-Stellige Rechnung bekommen und kann den Motor trotzdem wegwerfen :-(
Bzw. falls jemand nen bestens überholten Stator braucht ist bald einer abzugeben...

Viele Grüße
Buggi

von Buggi - am 09.03.2012 07:14

Re: Jetzt gehts weiter

Hallo Matthias,

"oben auf" wäre eine Erklärung warum ichs noch nicht gesehen habe, da ich die Abdeckung nur unten ab hatte. Ich werde berichten sobald ich mehr weiß. Ich fände es wirklich cool wenn ich nicht das ganze Armaturenbrett zerlegen müßte weil ich im Moment sehr wenig Zeit habe.

Das mit Deinem Motor hört sich echt schlecht an, hast Du inzwischen Ersatz?

Gruß
Horst

von hk12 - am 09.03.2012 07:23

Re: Jetzt gehts weiter

Hallo Horst,

noch nicht, aber PJ ist schon aktiv :-)
Wird jetzt wohl Drehstrom werden, hab von DC die Nase gestrichen voll...
Mein Kelly KDH12600D ist dann auch zu haben... dreivierteljahr alt mit Restgarantie.

Mit dem macht der Kewet richtig Spaß!

Gruß
Buggi

von Buggi - am 09.03.2012 11:04

Update

Hallo,

so Motor ist wieder drin und der Fahrstromkreis funktioniert wie es sich gehört.
Noch sind das Trockenübungen da der KEWET ohne rechtes Hinterrad auf den Böcken steht.
Sobald die Zeit es erlaubt, kommt das Rad drauf und eine kleine Proberunde wird gedreht.
Anschließend geht es an die weitere Suche des Problems im 12V Kreis.

Ich freu mich drauf wenn der Rappe wieder gallopiert, schließlich naht Sinsheim....

Gruß
Horst

von hk12 - am 19.03.2012 22:21

Update die 2te

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen
und die Genesung des KEWET geht langsam vorran.

Nachdem ich erst den Wagenheber reparieren mußte, steht KEWET jetzt wieder auf eigenen Füßen.
Die ersten Fahrproben auf der 50m Einfahrt hat er brovourös bestanden. Er fährt wie es sein soll und sogar Hupe und Rückfahrscheinwerfer haben sich bereitwillig zur Mitarbeit überreden lassen.
Die anderen 12V Verbraucher sind allerdings noch alle im Streik (Verdi ?!).
Mal schauen was die weiteren Verhandlungen so ergeben... .

Bis dahin
Gruß
Horst

von hk12 - am 20.03.2012 21:04

Re: Update die 2te

Hallo Horst,

wenn die Hupe und der Rückfahrscheinwerfer gehen, dann sollte ja 12 Volt da sein. Vielleicht ist nur im Sicherungkasten die Weiterschleifung auf die nächsten Sicherungen defekt.

Gruß
Gunther

von GDE - am 23.03.2012 06:27

Re: Update die 2te

Hallo Gunther,

danke für den Tip. Ich werde das prüfen, genau wie die Masse.
Da ich die letzten Tage immer erst im dunklen Zuhause war, habe ich da noch nichts gemacht. Motor einbauen mit Kabellampe ging ja noch, aber für die Fehlersuche wo es etwas enger wird, ist etwas mehr Licht doch Hilfreich. Ich will ja nicht verschlimmbessern und beim Messen keine weitere Kurzschlüsse erzeugen.

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn es so ein Fehler wäre, da er dann auch relativ schnell behoben ist.

Sobald es etwas zu berichten gibt, gibt es Info's
Horst

von hk12 - am 23.03.2012 07:33

Re: Update die 3te und Erledigt-Stempel

Hallo,

heute bei bestem Wetter und etwas Zeit konnte ich meinen KEWET endgültig wiederbeleben.

Gunther war mit seiner Einschätzung nahe drann. Eine Sicherung defekt und ein paar Kontaktstellen nachgearbeitet (Caramba-kur mit Poliervlies) und siehe da, die Funzeln funzeln die Hupe hupt und das Gebläse pustet. Gefahren ist er ja schon vorher.

Sinsheim wir kommen :hot:.

Ein großes Dank an Alle für Überlegungen, Tip's und Hilfestellungen.

Ich muß den KEWET jetzt noch wieder anmelden da der 106er jetzt mit dem Nummernschild fährt, und dann gehts wieder auf die Piste.

ich freue mich auf die erste Runde
Horst

von hk12 - am 25.03.2012 18:36

Re: Update die 3te und Erledigt-Stempel

Hallo Horst,

das freut mich - Du weisst ja: "Gut Ding will Weile haben".

Dann wird sich mein Kewet in Sinsheim nicht so einsam fühlen :-)

Gruß Alex

von alklex - am 25.03.2012 19:47

Re: Update die 3te und Erledigt-Stempel

Hallo Alex,

so ist das, bei dem schönen Wetter fällt die Fehlersuche aber auch schon viel leichter.
Es gab dann auch noch ein paar Dinge die wir im November, bei der ersten Fehlersuche auf der Strasse auseinandergerissen hatten, wieder zusammenzubauen. Zum Glück hatte ich die Schräubchen alle in einer Dose gesammelt so das das Chaos überschaubar blieb.

Ich bin jetzt ersteinmal auf die ersten Strassenkilometer gespannt... .

Welche Versicherung bietet sich eigentlich zur Zeit für KEWET an? Ich will diesmal ein Saisonkennzeichen drauf machen da man die Sache mit dem Wechselkennzeichen ja in die Tonne kloppen kann.

Gruß
Horst

von hk12 - am 26.03.2012 06:28

Re: Update die 3te und Erledigt-Stempel

Hallo Horst,

habe aus reiner Neugierde mich hier nochmal aufgeschaltet.

Wäre es möglich, die einzelnen Schäden /Fehler im Zusammenhang zu dokumentieren?
Ich meine Ursache war ja ein kapitaler Masseschluss im Motor, wer kommt da schon auf die ganzen Nebeneffekte?

Ist nur eine Idee.

Frohe Fahrt!

Gruss

Carsten

von inoculator - am 29.03.2012 07:29

Re: Update die 3te und Erledigt-Stempel

Hi Carsten,

meinst Du das ungefähr so ?!

1) Stromlauf Akku DC
a) AKKU-PLUS > Sicherung 30A > DC
b) AKKU-MINUS > Sicherung 30A > DC und Fahrzeug Rahmen

2) Stromlauf Kurzschluß.
a) zwischen der Verbindung zwischen den beiden Statoren entsteht als Spätfolge des Transportschadens ein Schluß zum MotorGehäuse.
b) MotorPLUS > Stator > Gehäuse > Getriebe > Rahmen > DC-Minus > Sicherung 30A > AKKU-MINUS => Sicherung löst aus
c) ausgelöste Sicherung = DC ohne Strom = keine 12V = Relais fallen ab = Schütz fällt ab = alles AUS; Super!

3) erste Fehlersuche vor Ort:
a) mangels Ersatz intakte 30A Sicherung auf PLUS-Seite gebrückt und auf MINUS-Seite eingesetzt(war ja hier geflogen).
b) Hauptschalter ein:
- alles ruhig
- Licht, Blinker, Hupe = NEIN
- Warnblinker = JA
c) Zündung ein > Schütz zieht an > Funken aus Motor > sofort Zündung aus > mit Warnblinker abgeschleppt.

4) erste Fehlersuche Zuhause
a) Motor abgeklemmt > an 12V Netzteil > Motor dreht
b) Motor angeklemmt > ~3km OK > neuer Ausfall
c) Motor ausgebaut > Motorenbauer

5) weitere Fehlöersuche Zuhause
a) rep. Motor wieder eingebaut > Fahrzeug fährt auf Anhieb aber 12V Verbraucher tot
b) 12V Sicherungen Durchgang gemessen = 1 x ohne Durchgang gewechselt
c) 12V Sicherung Eingang und Ausgang gegen garantierte Masse gemessen = 3 weitere Sicherungen die zwar intakt waren, aber Kontaktprobleme hatten.
d) Kontakte gereinigt => alles funktioniert :drink:

Am Ende also deutlich einfacher als erwartet, der erste wirkliche Belastungstest auf der Strasse steht allerdings noch aus. Ich habe das gute Stück gestern mit Saisonkennzeichen 04-10 wieder angemeldet. Ab Sonntag darf er also wieder und ich hoffe das er nicht April,April zu mir sagt.

Gruß
Horst

von hk12 - am 29.03.2012 14:01

Re: Update die 3te und Erledigt-Stempel

Ok, so sieht ein TroubleTicket aus, welches im RCA verlinkt wird.

Sehr gut! Man merkt, Du machst das auch öfter ;-)

Ich dachte mehr an eine Zusammenfassung der tatsächlichen Fehler, weniger den Ablauf der Suche.

So in dem System:

Wenn Motor Masseschluss, dann Fehler:
Sicherung DCDC,
Sicherung 12V Kreise kontakte reinigen,

etc...

Vom EL gibt es im Wartungshandbuch so schöne Flow-Charts. Sowas dachte ich ehr.

;-)

Gruss

Carsten

von inoculator - am 29.03.2012 14:34

Re: Update die 3te und Erledigt-Stempel

Hi Carsten,

das hilft beim KEWET nur bedingt da bald jedes Fahrzeug anders verkabelt ist.
Bei gleicher Ursache kann man da leider nicht auf gleiche Wirkung schließen. Allein die Tatsache das bei meinem Fahrzeug eine 30A Sicherung zwischen Batt-Minus und DCDC/Rahmen installiert ist, dürfte bereits eine Sonderheit sein die in diesem Fall Schlimmeres vermieden hat. Aus diesem Grund könnte ich mir vorstellen das Jemand mit ähnlichem Problem aus dem gesamten Ablauf mehr für sein eigenes Fahrzeug herleiten kann. Hinzu kommt, das die Kontaktprobleme nicht in direktem Zusammenhang stehen. Ich denke das diese sich bereits angebahnt hatten, aber erst durch die 4Monatige Standzeit zum Tragen kamen. Wir hatten in der Zeit einige Male sehr hohe Luftfeuchtigkeit durch Temperaturwechsel Kalt/Warm mit jeder Menge Kondenzwasser an allen Gegenständen.

Grundsätzlich finde ich Flow-Chart aber gut; wie denken die anderen KEWET-Piloten?

Horst

von hk12 - am 30.03.2012 06:59

Kohlenüberwachung?!

hallo Roman

ich habe den Wagen von Horst bzw. Michael übernommen.
Heute habe ich gesehen, dass am Motor ein Kabel herunterhängt.
Meine Vermutung war gleich, dass das die Kohlenüberwachung ist.

Eure alte Diskussion bestätigt meine Vermutung.

Warum aber sollte man oder auch nicht die Kohlenüberwachung abklemmen?

Gruß

von d!rk - am 21.04.2013 22:19
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