Kewet 2 Umbau 60 Volt, Umbauhinweise

Startbeitrag von frednase am 05.11.2013 11:57

Hallo liebe "Kewet-Gemeinde",
am 15.11. wird mein Kewet 2 (unverbastelt) geliefert. Habe mich auch gleich in die Fahrerliste eingetragen. Nun sind natürlich die Akkus tod und ich werde auch die eine oder andere Umbaumaßnahme tätigen. War schon lange (seit Jahren) an einen Kewet interessiert und nun hat es geklappt. Hurra:)!
Was meine Frage angeht, so bin ich aktuell an einer preisgünstigen Akkualternative interessiert und da sind mir die AGM VRLA Bleigel Akkus aufgefallen. Hohe Zyklenfestigkeit bund relativ preiswert. Um nahezu gute Fahreigenschaften zu bekommen, würde ich gern 5x 12v Blöcke verbauen. Was habt ihr für echte Erfahrungen mit 60 Volt im Kewet 2.
Im Netz und im Forum wurde das Thema zwar mehrfach erwähnt, aber klare und abschließende Informationen zum machbaren Umbau (wirtschaftlichen Umbau) habe ich keine gefunden.
Wäre über jeden Hinweis dankbar!

Beste Grüße
Neu-Kewetbesitzer Fred

Antworten:

Hallo Fred,

herzlichen Glückwunsch, hab noch einige Fragen.

Wo kommst Du her?
Wie wirst Du den Kewet nutzen?
Wie viele Km /Tag /Monat wirst Du fahren?
Auch im Winter?
Wenn es ein 2er ist, wie willst Du die "mehr"-Akkus unterbringen, oder ist es bereits eine der seltenen 60V-Versionen?
Wie viele Km hat der Kewet runter?

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 05.11.2013 15:49
Hallo Peter,
vielen Dank für die Glückwünsche.
Ich komme aus der Hauptstadt und möchte den Kewet täglich nutzen, natürlich auch im Winter. Meine Lösung ist eine Webasto Air, die liegt schon seit längerem im Keller.
Kilometertechnisch werde ich so 30 km am Tag fahren, möchte aber noch ein wenig Reserve, um nicht ständig planen zu müssen (so nach dem Motto, kann da noch vorbei fahren?).
Die Akkugeschichte muss ich erst noch genauer prüfen, wenn der Wagen angekommen ist. Die Akkus, die ich aktuell favorisiere, haben 120 Ah und sind relativ klein und vor allem preiswert. Lipos oder Saft Akkus, kann ich mir nicht leisten. Nun wären 4x Stück eine einfache Sache, aber ein wenig Spritzigkeit im Straßenverkehr, bezahlbar, ist natürlich eine schöne Sache!
Daher auch meine Anfrage:-)

Beste Grüße
Fred

von frednase - am 05.11.2013 18:32
Hallo Fred,

wenn der Kewet bisher 48 Volt hatte, dann wird der Umbau nicht billig. Du brauchst einen neuen DCDC-Wandler, der die 60 Volt verträgt. Der normal im Kewet 2 verbaute Curtis ist auch nicht für diese Spannung geeignet. Daher auch neu. Und dann kommt noch das Ladegerät dazu.

Ich würde mal mit 48 Volt einsteigen und testen. In der Stadt reicht das und du kannst mit dem Verkehr mitschwimmen. Wenn du dann mehr Erfahrung hast und doch mehr Power willst, kannst immer noch schauen, ob du zusätzliche Akkus unterbringen kannst und den Umbau dann vornehmen.

Wichtig ist, daß das Ladegerät zu den Akkus passt. Sonst ruinierst du jeden Akku schnell.

Gruß
Gunther

von GDE - am 05.11.2013 19:40
Super Gunther,

klare Aussagen. Das gefällt mir. Ich werde Deinen Tip umsetzen und dann mal schauen, wie der kleine sich so macht.
Laut Angabe habe ich ein Zivan k2 1,5 KW drin. Muss da was eingestellt werden, wenn ich AGM VRLA Gel Akkus einbaue?
Kann mir da ein "Batteriespezi" Tipps geben?
LG Fred

von frednase - am 06.11.2013 07:06
Hallo Fred,

Säure-Akkus und Gel-Akkus haben andere Ladekurven und Abschaltspannungen. Kommt jetzt darauf an, welche Akkus vorher verbaut waren. Kannst Dich mal an ATech [www.atech-antriebstechnik.de] oder an Gero von [www.GK-Anlagentechnik.de] wenden. Vielleicht können die Dir helfen. Als sehr wichtig sehe ich Einzelspannungsanzeigen für jeden Akku an. Damit kannst du die Spannungslage von jedem Akku überwachen und kannst Tiefentladung vermeiden. Das schädigt die Akkus extrem. Die im Kewet eingebaute Balkenanzeige kann man dazu vergessen, denn die misst nur die Gesamtspannung. Ich habe für soetwas diese Anzeigen genommen: [www.ebay.de]
Die Messgeräte verwenden die Akkuspannung auch als Versorgungsspannung. Somit entfällt eine eigene Stromversorgung.

Gruß
Gunther

von GDE - am 06.11.2013 07:37
Besten Dank !
LG Fred

von frednase - am 06.11.2013 08:11
Hallo Fred.
Welches Budget hast du?
Ich würde nicht mhr mit Blei anfangen. Nimm SAFT oder Winston. Billiger ist z.Zt. Saft, weil du das BMS sparst, zudem Idiotensicher.
Kennst du meinem Umbau (auf Kewet.de)? 72V NiCd-Umbau eines 2er.
Du brauchst für deine 60V (ich würde keine 48V mehr fahren wollen) neuen DC/DC für 130€,, 2 x 1800w-Netzteile als Lader (vom Peter End. 250€) und die 10 Akkus = ca. 1000€ , Umbau Curtis macht E-Fleichmann für kleines Geld.
Überlege, was du für neue Bleier zahlst, dann hast du schon die Antwort.
Frag mal N-Dee, wie mein Kewet läuft oder frag den Horst oder Buggi, dann kannst du die Kosten, und die dafür gebotene Leistung besser abschätzen.
Ich wünsch dir viel Spaß mit deinem Kewet.
Gruß Stefan

von Stefan B. - am 11.11.2013 00:58
Hallo!
habe jetzt das Thema nur im Batterieforum weitergeschrieben.
LG Fred

von frednase - am 29.11.2013 12:28
oder frag den d!rk:

Ich habe jetzt nahezu 5000 km runter mit meinem 72 V Umbau und
nutzen den Wagen beinahe täglich.
Einen größeren DC/ DC hatte ich schon drin und zusätzlich habe ich
einen neuen Kelly eingebaut.
Ferne habe ich mir 12 Ni Cd besorgt.
Vorab habe ich eine Excel-Tabelle erstellt und mir überlegt, wann sich
die Kosten der Akkus amortisieren.

Wenn ich von 4000 Euro Anschaffungskosten für Li Akkus ausgehe,
dann zahle ich nach 25000km immer noch 19,61 für 100km Fahrt!

Wenn ich meine 1600 Euro Kosten für die NiCd zu Grund lege, dann
bin ich nach 25 000 km schon im grünen Bereich von 8,15 Euro auf 100km.

Das war für mich ausschlaggebend.

Den Blei-Akkus traue ich keine 25000 km zu…..

Gruß

von d!rk - am 04.12.2013 23:11
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