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elweb I-Miev / Ion / CZero
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vor 5 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 4 Monaten
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biomio, i-MiEV, ChrisZero, R.M, J. Affeldt, Martin Heinrich, Konze, Thomas Pernau (Ion), p.hase, Yardonn, Eba_M

2. Ladegerät parallel?

Startbeitrag von biomio am 13.03.2013 08:53

Bei uns im Raum Graz wird zwar viel über E-Mobilität gesprochen & gefördert - was genau ist leider nicht herauszufinden - aber auf den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur hat das leider praktisch keine Auswirkungen. Auch auf Anfrage wurde mir bestätigt, dass es zB. keine Schnellladestationen (CHAdeMO) geben werde.
Jetzt wollte ich die Frage aufwerfen, ob schon jemand Erfahrung damit hat, ein 2. Ladegerät (zB. BURSA NLG 513 Datenblatt)
parallel zum eingebauten zu verwenden. Ich habe gelesen, dass es möglich ist, neben dem Schnellladen auch noch das Bordladegerät zu verwenden.
Somit müsste auch eine Parallelschaltung von 2 Ladegeräten zumindest theoretisch möglich sein.
Die Ladeleistung liese sich somit auch an herkömmlichen Schuko-(2*) oder 3∼Starkstromsteckdosen auf ca. 6,5KW verdoppeln(bzw. auch beliebig vervielfachen) - unter Umgehung der teuren CHAdeMO-Ladegeräte.

Antworten:

Hi Michael,

Wahnsinn - in Graz keine Chademosäule?? Unglaublich. Worauf warten die denn?

Deine Idee wurde hier bereits mal diskutiert, musst mal durchs Forum schauen.....ich glaube aber, dass die Wechselstromseite mit 16A limitiert ist (bin aber kein Spezialist)

Gruß Chris

PS: Ich Nuckel grad vor der SCS 10A in meinen Volt. Ca. 500m von hier auch Chademo möglich.

von ChrisZero - am 13.03.2013 09:57
Hallo chris,

die Wechselstromseite des eingebauten Ladegerätes ist schon auf 16A limitiert.
Ich möchte aber ein 2.Ladegerät mit eigenem 220V Eingang direkt auf den Akku schalten. Damit brauche ich natürlich auch 2 Steckdosen bzw. 1 3∼Steckdose.

Das ist die Anwort der "offensichtlich äusserst kompenttenten E-Mobility-Gmbh", die für die Entwicklung der E-Mobilität in Graz über 2Mio. € Förderung bekommt:

"Derzeit kann kaum ein Auto „schnellladen“ außer Tesla! Der angeführte ZOE ist seit Mitte letzten Jahr nicht lieferbar – voraussichtlicher Liefertermin 06-08/2013!!
Nissan Leaf könnte es theoretisch nur schaltet die Ladeelektronik nach kurzer Schnellladung auf „beschleunigte“ retour –Klärung ist im Gange !!!
Derzeit kann nur der LEAF und der Renault Kangoo „beschleunigtes“ Laden d.h. 11kW – derartige Ladesäulen Stehen am Gelände Funktionstrakt Energie Graz

Wer kann es nutzen- wenn es derzeit kaum ein Auto gibt?
Hier sollte mit Maß und Ziel gearbeitet werden – eine Schnellladung kostet ohne Trafo und Netzzugang ca. 30.000.-, der Netzzugang ein Vermögen – meistens einen Trafoanteil ca. 20-50.000 extra!!!
Eine beschleunigte Ladung weit weniger als ein Drittel und die Leistung ist meistens vorhanden, eine Wallbox mit Steckdosenleistung weniger als €1.000.- !!


Was soll man dazu sagen?

von biomio - am 13.03.2013 11:29
Hallo Michael

Deine Umbauvorstellungen bewegen sich hauptsächlich auf der "Hardware"-Seite. Ein modernes EV ist aber in Wirklichkeit ein fahrender Computer. Im Falle des i-MiEV wird alles durch das "iMiEV OS" gesteuert und überwacht. Wenn Du mit einem 2. Ladegerät zusätzlich laden möchtest, dann müsste auch das Operating System (OS) anders programmiert werden. Sonst funktioniert nichts mehr.

Zugriff (und Kenntnis) auf das OS haben aber nicht einmal die Werkstätten. Weder in den technischen Unterlagen noch in der Werkstatt Handbüchern steht darüber mehr als das Minimum.

Beim i-MiEV gibt es die 2 Ladeeingänge: Gleichstrom-Ladung (CHAdeMO) und Wechselstrom 100-260V mit maximal begrenztem Ladestrom. Beides wird durch das OS überwacht, gesteuert und gemessen im Abgleich mit dem Ladezustand (und weiterer Parameter) des Akku und der Ladekomponenten. Wenn Du jetzt zusätzliche Ampere in den Akku drücken willst, so stimmt die "Energiebilanz" im OS nicht mehr. Es meldet einen Fehler und aktiviert die Schutzabschaltung.

Gruss Walter

von i-MiEV - am 13.03.2013 15:44
Zitat
biomio

Ich möchte aber ein 2.Ladegerät mit eigenem 220V Eingang direkt auf den Akku schalten.

[...]

Was soll man dazu sagen?

Das ein hochmodernes Elektrofahrzeug eines Grosskonzernes keine Bastelbude ist, im gegenteil, aus verständlichen (Haftungs und Wirtschafts...)gründen tun die grossen Automobilkonzerne alles um derartige Basteleien zu verhindern...

Willst du schlimme Basteleien machen, kauf dir ne Bastelbude (wie z.B. ein CityEl, da ist basteln nicht nur möglich, sondern auch nötig...), aber kein derartiges Auto....

Es geht halt erst mal nur das, was der Hersteller anbietet... Bis die Bastler mal richtig drann waren, das geschiet aber meist nicht an so neuen Fahrzeuge innerhalb der Garantie....

Vielleicht in ein paar Jahren... aber da ist es eher Wahrscheinlich, das es bezahlbare zusammengebastelte CHAdeMO Lader gibt....

von Yardonn - am 13.03.2013 18:00
Hallo

Wo ein Wille ist ist auch ein Weg, direkt auf die Akkus geht immer egal was der Spion an Bord sagt.

Die Gleichstromladung ist ja vorgesehen, das kommunikationsprotokoll ist leider nicht öffentlich, die Steckerbelegung schon.

Ich bin ja ein Hardwarefreak und habs bis jetzt immer geschafft die Bordrechnergrütze zu umgehen.

Wenn die Dinger mal unter 10000€ sind dann leg ich mir eins zu.

Gruß

Roman

von R.M - am 13.03.2013 18:06
[blog.evtv.me]

von p.hase - am 13.03.2013 19:10
Sehr schön,

bis ich alle Features gelesen/runtergescollt hatte immer im Hinterkopf überlegt was so ein Ding kosten dürfte. Und ohne dass ich ernsthaft gedacht hätte das da jetzt ein Preis drunter steht wo ja drüber steht dass es noch nicht verfügbar ist bin ich doch angenehm überrascht.
Auch wenn ich es mir nicht leisten kann:-(

Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 14.03.2013 11:48
Zitat

Wenn die Dinger mal unter 10000€ sind dann leg ich mir eins zu.

Gruß

Roman


ladegerät

von biomio - am 14.03.2013 13:49
hallo Walter,

danke für deine Info´s.

Wen ich mir das jetzt ein bisschen naiv vorstelle:
Das Auto ist abgestellt. Der Akku hat je nach Ladezustand eine Spannung zw. min. & max.
Jetzt schließe ich direkt an die Pole des Akkus ein Ladegerät an - die Spannung steigt, ist aber immer noch zw. min & max., je nach Ladezustand.
Wer oder was sollte da jetzt was abschalten/steuern etc? Ist "imiev-OS" auch bei ausgeschaltenem Fahrzeug aktiv? Wie wirkt sich das deiner Meinung nach aus?
Und was würde sich ändern, wenn ich zusätzlich das Bordladegerät dazuschalte? Ich habe ja nie einen unzulässigen Betriebszustand - ausser einer erhöhten Ladestromstärke gegenüber Normalladung. Aber nachdem die Normalladung auch parallel zur Schnellladung funktioniert, sollte ja auch das kein Problem sein, oder?

von biomio - am 14.03.2013 14:08
Hallo Michael

In aller Kürze:
So einfach kommst Du nicht an "die Pole" deines iOn-Akku um etwas anzuklemmen.

Das i-MiEV-OS überwacht und steuert (auf Grund von Berechnungen) die Zusammenarbeit des Laders mit dem Akku (BMU und CMU). Dabei werden Spannungen, Ströme (mit Hallgerber), Temperaturen u.a.m gemessen.

Die Arbeit eines zusätzlichen Laders kann nicht verarbeitet werden, weil er nicht in die Messüberwachung des OS eingebunden ist.

Wie soll dann z.B. am Ladeende das OS den Ladestrom korrekt über 1-2 h langsam reduzieren?
Da läufst Du Gefahr deinen Akku zu ruinieren.

Den Brusa Lader kann man zwar (gegen teures Geld) auf einen bestimmten Akku programmieren lassen, aber nicht bei Parallelschaltung mit einem fremden Lader, sondenr nur so: (Zitat Brusa)
Skalierbarer Einsatz durch Parallelschaltung mehrerer
NLG513 (ermöglicht höhere Ladeleistungen bis zu
22 kW)

Gruss Walter

von i-MiEV - am 14.03.2013 14:55
Von entscheidener Bedeutung ist, dass die geladene Energiemenge vom Bordsystem registriert und verarbeitet wird. Sonst stimmen nach der Zusatzladung die ganzen Anzeigen nicht mehr.

Mir scheint der einzige Weg einer Zusatzladung, eine Rekuperatation zu simulieren. Aber hier kann der I-MiEV ebenso steuernd eingreifen, auf ein zweites Ladegerät kann er nicht zugreifen und z.B. den Strom reduzieren, wenn die Akkus voll werden.

Ich denke auch, wir sollten auf eine bezahlbare, mobile ChaDeMo-Lösung für zuhause und unterwegs warten. Die Lösung von e8energy ist einfach zu groß, zu schwer und viel zu teuer. 3-5000 Euro, ok, mehr nicht. Wem´s nicht passt, muss auf den Zoe warten.

von J. Affeldt - am 15.03.2013 10:30
Ich hätte mir schon gedacht, das 2. Ladegerät, so ähnlich wie beim Schnellladen, auf ca. 80% der Vollladung zu begrenzen und automatisch abzuschalten. Die Vollladung, Symetrierung etc. soll ausschließlich vom Bordladegrät übernommen werden.

@höherer Ladestrom: man kann ja zusätzlich zum Bordladegerät einen ChaDeMo-Lader beliebiger Leistung dazuschalten - ich glaube daher nicht, dass das einen unzulässigen Betriebszustand bedeuten würde…wissen tu ich´s aber nicht.

Für mich wäre diese Lösung für unterwegs(vor allem im Winter) interessant - zuhause reicht mir das Bordladegerät allemal. Und da hilft mir ein mobiler ChaDeMo-Lader mit Drehstromanschluß mangels Anschlußmöglichkeit auch nicht weiter…

von biomio - am 15.03.2013 11:32
Zitat
biomio
@höherer Ladestrom: man kann ja zusätzlich zum Bordladegerät einen ChaDeMo-Lader beliebiger Leistung dazuschalten


im i.MiEV ist das kein vorgesehener Ladezustand. Er ist für "entweder-oder" ausgelegt.

Gruss Walter

von i-MiEV - am 15.03.2013 12:00
Hallo Michael,

dem Akku macht das klar nichts, geht ja über Chademo auch mit hohem Strom, und zwei Lader parallel auch kein Problem, läßt sich ev. sogar die richtige Stelle finden wo der Strom gezählt wird.

Da hörts dann aber auch gleich wieder auf den kann mir gut vorstellen dass dann der Bordrechner das Batterieschütz abfallen läßt wenn er zu hohen Ladestrom erkennt.

Also vergessen.

Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 15.03.2013 12:35
Hallo

elegante Lösung wäre einen Rechner mitlaufen zu lassen damit man die Kommunikation mit der Chademo Station aufzeichnet.

Dann könnte man dem Fahrzeug vorgauckeln das am anderen Ende eine korrekte Ladestation hängt.

Zweite Möglichkeit die ich sehe ist die Strommessung zu manipulieren, damit man den doppelten Ladestrom nutzen kann.

Oder halt die brachiale Lösung direkt auf die Akkus und eigenes BMS verwenden.


Gruß

Roman

von R.M - am 15.03.2013 18:07
Zitat Biomio:
Bei uns im Raum Graz wird zwar viel über E-Mobilität gesprochen & gefördert - was genau ist leider nicht herauszufinden - aber auf den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur hat das leider praktisch keine Auswirkungen. Auch auf Anfrage wurde mir bestätigt, dass es zB. keine Schnellladestationen (CHAdeMO) geben werde.

Hi Michael,

Ich bräuchte eine Chademo-Ladung im Bereich Gleisdorf, Ilz, Feldkirch, da ich ein Seminar in der Südsteiermark habe. Entfernung 180km.
Siehts da auch so finster aus wie bei Dir im Raum Graz? Hast Du bei Deinen Recherchen in der Steiermark irgendwas in Sachen Chademo gefunden?

Gruß Chris

von ChrisZero - am 21.03.2013 20:27
die "nächste" und zZ. einzige Chademo-Ladestelle in der Gegend gibt es in Marburg/Slowenien!

von biomio - am 22.03.2013 11:57
Hi Michael,

Danke für die Antwort, ich habe auch schon die ganzen Nissan-Händler in der Gegend abgklappert - ohne Erfolg...Da meine Frau den Volt für ein Salzburg-Seminar braucht, knatter ich nun mit dem Diesel meiner Mutter zu Euch runter.
Aber ich bin echt sauer - jetzt habe ich mein Seminar im Hotel Wratschko/Gamlitz, der laut Homepage ein bekennender E-Auto-Freund ist, und wegen der fehlenden Lademöglichkeit wirds nun nix....

Gruß Chris

von ChrisZero - am 23.03.2013 21:11
Die in den Japanern verbaute Chademo-schnittstelle ist doch schon der DC-Anschluss für die Batterie. Nur noch dem Brusa NLG6 das Chademoprotokoll beigebracht und es funzt.

lg

Eberhard

von Eba_M - am 28.03.2013 08:00
Zitat
Eba_M
Die in den Japanern verbaute Chademo-schnittstelle ist doch schon der DC-Anschluss für die Batterie. Nur noch dem Brusa NLG6 das Chademoprotokoll beigebracht und es funzt.

lg

Eberhard


... wer machts?

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 28.03.2013 14:08
Hat man denkt ihr die Chance das ein besseres Ladegerät wie das vorher zitierte PulsaR DC-DC Fast Charger einmal als Tausch für das interne Ladegerät angeboten wird?
Ich würde es gerne tauschen. Drei Phasen wären schon toll, 32A noch besser :-()

von Konze - am 11.04.2013 13:41
Mich würde dazu zwei Sachen interessieren:

Wie wird der Ladezustand eigentlich bestimmt: nach geladenem und verbrauchtem (und gezähltem) Strom oder nach Spannung?

Wie errechnet der iMiev die Restreichweite, wenn er die tatsächliche Kapazität des Akkus (nimmt mit der Zeit ab) nicht kennt? Bei meinem Pedelec (Kalkhoff) hat man mir mal gesagt, ich solle in bestimmten Abständen den Akku bis zum Abschalten leerfahren, bei der nächsten Vollladung wird dann die interne Kalibrierung wieder hergestellt).

Heute hatte ich z.B. eine Restreichweitenanzeige von sage und schreibe 160km! Wow! Bezieht sich das System immer auf die Kapazität bei Auslieferung? Das wäre fahrlässig, da der Akku bekanntermaßen an Kapazität verliert. Irgendwann würden die Anzeige dann runterrasseln...

Wenn ich den Akku nie leer mache und danach eine Vollladung durchführe, woher soll das System wissen, wie groß die Kapazität (noch) ist. Die Berechnung nach Spannung würde dagegen gehen, wenn auch schwierig, wegen der flachen Entladekurve.

SOLLTE es aber nach Spannung gehen, dann müsste das OS nach einer externen Ladung die höhere Spannung erkennen und die Ladeanzeige entsprechend anpassen.

von J. Affeldt - am 11.04.2013 16:22
So weit ich bis jetzt mit dem MUT-3 Messgerät gesehen habe, vermute ich, dass er beides kann: den Ladezustand (primär) aus der Spannung berechnen und (sekundär) den Strom zählen (mit Hallgeber).

Mein Mechaniker hat mir auch gesagt, dass in Abständen leer fahren und danach voll laden zur Neukalibrierung der Anzeige führe.

Ausserdem gibt es ein spezifisches Messprozedere mit genau vorgegebenem Ablauf um mit dem MUT-3 den aktuellen Ah-Wert der Zelle zu messen. Das Resultat dieser Messung wird in einem internen Speicher zusammen mit dem Kilometerstand des Fahrzeugs abgelegt. Daraus kann man über die Zeit die Alterung auslesen.

Gruss Walter

von i-MiEV - am 11.04.2013 19:36
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