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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb I-Miev / Ion / CZero
Beiträge im Thema:
13
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
01309, Solarstrom, Peter Dambier, Thomas Pernau (Ion), Bernd Schlueter, E. Vornberger

Ladekabel: Britisches Ladekabel in "D"

Startbeitrag von 01309 am 01.10.2013 13:49

Hallo,

ich habe meinen britischen i-MIEV nach "D" mitgenommen und stehe nun vor dem Kauf eines € 850,- teueren Ziegels (deutschem Schuko-Ladekabels).

Nun habe ich folgende Überlegung:
Das britische Kabel braucht kein Ziegelstein: Also, da die Phase festgelegt ist, wird der Stecker einfach so ins Netz gesteckt. - Ist es sicher, wenn ich in einer deutschen Dose die Phase messen könnte (Elektriker-Schraubenzieher ?), meinen britischen Stecker richtig rum einzustecken ?

Gibts ein Risiko, dass mir mein Liebling verschmort?

Vielen Dank,

George

Antworten:

Hallo George,

der "richtige" Stecker bei uns ist der Blue Command Plug oder CEE 230V/16A Caravan Stecker.

Der Schuko ist eine Krankheit. 16A auf Dauer geht nicht gut.

Aber davon abgesehen, nimm ein Kabel (Verlängerungskabel) mit angeschweißtem Stecker, die sind sicherer. Schneide ihn in der Mitte durch und isoliere in ab. Wichtig auf die abisolierten Enden gehören Adernendhülsen (sleeves). Krimpen!

Schwarz ist 230V. Blau ist 0. Die beiden werden vertauscht, wenn man den Stecker dreht. Der Gelb/Grün ist Erde, Schutzkontakt.

Die drei schraubst Du in eine Kupplung oder Buchse die zu Deinem Kabel paßt.

Auf Caravan Stellplätzen findest Du die Blue Command. Die ist sicherer. Die kann 16A auch auf Dauer. Langfristig würde ich Dir raten ersetze die Schuko durch die Blue Command.

Wenn Du Bedenken hast, ein Elektriker macht gerne die Arbeit für Dich. Ich würde es selber machen.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 01.10.2013 14:26
Zitat
01309
Das britische Kabel braucht kein Ziegelstein:


Aber das Ladegerät von deinem I-MiEV braucht ein Rechtecksignal, womit die Ladeleistung eingestellt wird. Und das kommt entweder aus dem Ziegelstein (Mode 2) oder aus der Ladestation (Mode 3).

Keine Ahung, was du für ein Ladekabel hast. Welche Stecker hat denn das Ladekabel? Kannst du mal ein Foto machen?

Oder gab es mal I-MiEVs, welche das Mode 1 Ladeverfahren genutzt haben und dehalb gar kein Rechtecksignal brauchen? Wie alt ist denn dein I-MiEV?


Zitat
01309
Also, da die Phase festgelegt ist, wird der Stecker einfach so ins Netz gesteckt.


Das hat aber nichts mit der Thematik mit/ohne Ziegelstein zu tun.

von Solarstrom - am 01.10.2013 15:39
Hier auf den Bildern aus UK sieht man wie der Ziegelstein an der öffentlichen Ladesäule baumelt, also Mode 2 Ladeverfahren. Und da ist ganz sicher ein 240V British Plug dran: [www.mitsubishi-cars.co.uk]

Btw, 6/10A Ziegelsteine gibts beim freundlichen Opelhändler für 300 EUR mit Schukostecker. Eigentlich für den Ampera gedacht, gehen aber auch für den I-MiEV. Auch wenn der Typ1 Stecker (Autoseitig) manchmal etwas Kontaktprobleme hat.

von Solarstrom - am 01.10.2013 15:57
Mein Ampera Teil ist leider tot. Ab und zu klackt leise ein Relais, aber alle LEDs dunkel, kein Selbsttest keine "Taschenlampe".

Kommt Zeit kommt "!EVSE" odeŕ "NotEVSE". Kabel habe ich jetzt und Arduino auch.

Ich vermute George hat das schwedische "Kabel", wo der Backstein im Stecker eingebaut ist.

George, wenn am Stecker, am Auto Taster für Ladestrom und LEDs zur Anzeige dran sind, dann ist es das.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 01.10.2013 18:37
Hallo George,

das britische Ladekabel braucht keinen Ziegelstein weil man im großartigen Britannien die Sache stromtechnisch etwas lockerer sieht. Hier wird das Auto in weiter Auslegung von SAE J1772 im sogenannten 'AC Mode 1' mit 12 A geladen, das geht gerade so mit dem britischen Stecker. Der Yazaki Stecker für das Fahrzeug ist so gebaut dass auf Pin2 L2 oder N liegen kann. Wenn man also den britischen Stecker gegen einen Schuko- oder CEE Stecker tauscht dann spielt das keine Rolle ob die Phase am Ende auf Pin1 oder Pin2 des Fahrzeugsteckers liegt. Kritisch wird es erst wenn man das so umgebaute Kabel in eine schlecht oder falsch installierte und nicht durch FI geschützte Steckdose steckt, z.B. in Altbauten. Dann kann es schon passieren dass die ganze Karosserie unter Strom steht. Deswegen gibt es in good old Europe die Backsteine mit FI, Schutzleiterprüfung und Fremdspannungsüberwachung.
Wenn es schnell und sicher sein soll schließe ich mich der Empfehlung von Solarstrom an: Ampera Ladekabel.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 01.10.2013 19:29
Vielen herzlichen Dank !

Es ist schön so viele hilfreiche Ratschläge zu bekommen.
Ein Bild von meinem Ladekabel ....
[attachment 362 20131002151815711.gif]

Der Stecker hat eine Sicherung eingebaut.

Unklar ist mit noch eins: Ein Vertauschen der Phase (Schuko einmal um 180°) macht wirklich keine Probleme ?

Vielen Dank und schöne Feiertage!

Georg

von 01309 - am 02.10.2013 13:35
Upps - sorry !

das Post von Thomas Pernau hatte ich nicht im e mail account.
Frage beantwortet

von 01309 - am 02.10.2013 13:38
Zitat
Thomas Pernau (Ion)
das britische Ladekabel braucht keinen Ziegelstein weil man im großartigen Britannien die Sache stromtechnisch etwas lockerer sieht. Hier wird das Auto in weiter Auslegung von SAE J1772 im sogenannten 'AC Mode 1' mit 12 A geladen, das geht gerade so mit dem britischen Stecker.


Können rein technisch gesehen die deutschen Drillinge auch im Mode 1 geladen werden? Oder ist hierzu eine autoseitige Änderung (Firmware, Einstellungen) erforderlich?

von Solarstrom - am 03.10.2013 06:41
Kann ich mir nicht vorstellen. Alles was mir (beruflich) so an EU-Ladeinfrastruktur in Autos in die Hände gekommen ist erwartet das Pilotsignal zur Ladeleistungseinstellung. Kein Pilotsignal, keine Ladung. Es würde mich aus sehr wundern wenn das nur in den Varianten für GB anders konfiguriert ist. Ich könnte mir ehr die weiter oben erwähnte Variante vorstellen, dass im abgebildeten GB-Ladestecker zumindest das Pilotsignal erzeugt wird. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren was britische Varianten betrifft. Die fahren ja schließlich auch auf der falschen Seite...

von E. Vornberger - am 03.10.2013 07:06
Zitat
Solarstrom
Können rein technisch gesehen die deutschen Drillinge auch im Mode 1 geladen werden? Oder ist hierzu eine autoseitige Änderung (Firmware, Einstellungen) erforderlich?


ich probier das mal sobald ich einen Yazaki Stecker übrig habe.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 03.10.2013 17:19
Hab's schon ausprobiert. Nein, ohne Pilot mag der i-MiEV nicht laden, unserer zumindest.

Ich bin am Basteln: Arduino als Rechteckgenerator, ohne EVSE direkt am Netz. Mein Versuch einen MAX232 als Treiber für die +/- 12V zu mißbrauchen, hat der i-MiEV nicht ernst genommen, es waren nur +/- 9V. Demnächst zweite Runde mit CNY17 an der 12V Batteriespannung.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 03.10.2013 21:06
Eigentlich müsstest Du an Deinen Printz of Wäilsstecker ein deutsches Kabel andocken können, wenn Du weißt, wie verdrahtet. Einfach nur, um zu testen, wie es gehen muss. Polung ist mit Sicherheit nebensächlich oder sogar völlig bedeutungslos. Die Camillabuchse kannst Du wahrscheinlich belassen. Klar, den Geber direkt an Camilla anbauen. Ohne Ziegelstein.

von Bernd Schlueter - am 15.10.2013 12:54
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