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elweb I-Miev / Ion / CZero
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24
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
p.hase, Thomas Pernau (Ion), J. Affeldt, Ampera, Manfred aus ObB, i-MiEV, weiss, Bluebird, Peter Dambier, ChrisZero

Wärmeverluste sichtbar machen

Startbeitrag von J. Affeldt am 16.11.2013 05:08

Hat ggf. jemand mal die Möglichkeit, mit einer Wärmebildkamera die Schwachstellen beim I-MiEV sichtbar zu machen? Wir isolieren hier wie wild, aber eigentlich müsste man, wie beim Hausbau, erstmal genau gucken, wo genau die meiste Energie verloren geht.

Antworten:

Geht zur Zeit ganz einfach:

Morgens um 5, wenn schön gleichmäßig eingereift, einen 1kW oder 2kW Heizlüfter reinstellen und dann zugucken oder mit Stativ photographieren.

Heckklappe oben an der Dachrinne, rechts und links, da zieht es warm raus. Und die Fenster natürlich, die sind am schlimmsten.

Türen und Klappen vorne und hinten hab ich schon abgedichtet.

Überrascht hat mich, daß das Dach nicht so aufträgt wie befürchtet. Das Domlicht wird nicht durch den Himmel gedämmt. Da entsteht ein schöner Kreis drumrum, aber nur wenn es eingeschaltet.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 16.11.2013 06:08
Ich würde es halt gerne mal "rot auf blau" sehen. Habe an die Potsdamer Stadtwerke geschrieben, die haben zwei I-MiEVs und bieten Thermografie an. Ich denke auch an eine Initiative zum maximalen Heizenergiebedarf bei Elektrofahrzeugen. Die Hersteller täten gut daran, hier massivnachzubessern.

von J. Affeldt - am 16.11.2013 06:45
ich hatte mal ein wärmebild-foto eingestellt bzw. verlinkt. gerne mal im heizungs- oder türdämmungs-fred suchen.

von p.hase - am 16.11.2013 08:47
Rückmeldung aus Potsdam, sieht gut aus. Die EWP kann uns helfen, die Wärmeverluste sichtbar zu machen. Donnerstag wird Termin gemacht.

von J. Affeldt - am 18.11.2013 14:05


ok ich will dir mal helfen. schön zu sehen wie der ausdehnungsbehälter unter der haube glüht.

von p.hase - am 18.11.2013 16:40
Wenn man das Bild betrachtet, sollte man ja meinen, dass eine Scheibenfolierung ordentlich was bringen könnte. Hat jemand Erfahrung mit solchen Wärmeschutzfolien??
Taugt sowas??

Gruß Chris

von ChrisZero - am 18.11.2013 18:58
Zitat
ChrisZero
Wenn man das Bild betrachtet, sollte man ja meinen, dass eine Scheibenfolierung ordentlich was bringen könnte. Hat jemand Erfahrung mit solchen Wärmeschutzfolien??
Taugt sowas??

Gruß Chris


Die Erfahrung zeigt, dass die Feuerwehr dann die Scheibe nicht mehr einschlagen kann, um Dich im Fall des Falles aus dem Fahrzeug zu retten, da diese Folien etwas anderes sind als z.B. eine Tönungsfolie.

von Bluebird - am 18.11.2013 19:17
Hast Du irgend eine Paranoia? Welcher i-MiEV hat denn schon mal gebrannt :confused:

Der i-MiEV ist ein genial zuverlässiges Fahrzeug. Wo gibt es Berichte dagegen?

Brennen tun nur Tesla ;-) Trotzdem würde ich mir einen kaufen, wenn ich denn das Geld dazu hätte ;) Einfach ein geniales E-Fahrzeug.

von i-MiEV - am 18.11.2013 20:23
Zitat
i-MiEV

Hast Du irgend eine Paranoia? Welcher i-MiEV hat denn schon mal gebrannt :confused:


Na ja es ist auch Vorteilhaft aus einen haverierten Fahrzeug gerettet zu werden das nicht unbedingt brennt :rolleyes:
z.B. in de Berg Unfall die in einen Wildbach endet, da fällt mir der Brand in Hinterlangeck ein,
kein Stück Vieh verbrannt, alle ersoffen :-(

Zitat
i-MiEV
Brennen tun nur Tesla


Auch da hatt die Marketingabteilung ein nachhaltige Lösung gefunden,
die Frontpartie wird im lammendesinge ausgeliefert, da fällt dann ein Brand nicht mehr so auf :D

Übrings ist ein Brand in einen I-Mieve auch viel gefährlicher, das Auto sagt den Besitzer
nicht das Er halten soll und aussteigen :mad:

von Manfred aus ObB - am 18.11.2013 20:47
hast schon wieder zu viel getrunken :cheers:

von i-MiEV - am 18.11.2013 20:52
an den Scheiben würde ich nichts machen, die Folien sind allesamt zusätzliche Lichtstreuer oder erzeugen Geisterbilder. Am Dach jedoch kann man was machen.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 18.11.2013 21:33
die heckablage (hutablage/kofferraumablage) ist für wenigtransporteure sicher ne tolle sache. sie verkleinert das zu beheizende volumen deutlich, lässt sich auch nochmal isolieren und hält jeden krach von hinten (motor/pumpen) fern.

ich bin dafür, daß der verkäufer (ION1234 - anderer thread) jedem auf anfrage gegen 10 euro UKB eine 1:1-zeichnung im A4-umschlag zukommen lässt, damit man sich so eine hutablage zimmern kann! :)

von p.hase - am 18.11.2013 21:53
Das Bild ist nicht aussergewöhnlich. Fenster, zudem noch Einfachverglasung sind die wahren Kälte-/Wärmebrücken. Ein Bild von der Seite würde zeigen ob die Türen wirklich der Schwachpunkt ist. Da kann man nicht viel tun. Folie schützt zwar vor Aussenwärme, ob es die Wärme drinnen halten kann, ist fragwürdig. Man sieht auch das die Heizung auf die Frontscheibe gerichtet mit voller Energie läuft.

Sieht bei anderen Autos gleich aus.

von Ampera - am 18.11.2013 21:58
Zitat
Ampera
Sieht bei anderen Autos gleich aus.


Derzeit verwenden andere Autos keine isolierten Brennkraftmaschinen mit integrierter Restwärmenutzung
( ist derzeit was woran man in der Schweiz arbeitet, wobei man da noch normale gekühlte
Motoren nimmt, und auf Grund der geänderten Parameter ein schlechtes Leistungsgewicht hat
( ja sogar schlechter als der Prius ) [www.ee-news.ch] ) sondern welche wo der meiste Teil
der Energie in Wärme anfällt und die weg muß, Leider.

Wozu soll man ein Haus isolieren wen man soviel Wärme hat das man wenn isoliert man auch im Winter
das Fenster aufmacht, damit man es aushält :confused:

Nur geht die Wärme zu lasten der Reichweite und werden spezifische Parameter beachtet
die Aufwand, Begleiterscheinungen und Nutzen unter einen Hut bringen so kann ein Isolieren was bringen,
siehe Deine Einwand das dies Fensterfolien primär meist dafür gemacht keine Strahlungswärme einzulassen.

von Manfred aus ObB - am 19.11.2013 07:49
man kann auf dem foto verschiedene dinge erkennen:

1) die -10°C warme luft wird links oben eingesogen, vorne zu den breiten schlitzen an der motorhaube, zumeist links. darunter unter der haube befindet sich ja die wichtigste hauptansaugöffnung.
2) man sieht wie das unisolierte ausdehnungsgefäß den ganzen rechten bereich der motorhaube erwärmt und wie die wärme nach oben rechts entweicht, auch entlang des scheinwerfers. im rechten teil befindet sich die verrohrung und umwälzpumpe der soleflüssigkeit.
3) potenzial sichtbar im letzten blechteil des wagens oberhalb der schnellladezapfstelle.
4) man sieht, daß die türen trotz plastikinnenteil und folie schätzungsweise 10°K wärmer sind.
5) potenzial auch am dach sichtbar.

somit steht fest:

1) die heizungsrohre nebst ausdehnungsgefäß muss isoliert werden.
2) die motorhaube muss abgedichtet werden mit profilen.
3) die frischluftöffnungen oben können mit schwarzem tape abgeklebt werden, der lüfter holt sich die luft von unter dem fahrzeug, sie wird ohnehin aktivkohlegefiltert. ob sie nun, weil sie unter dem wagen über fahrbahnhöhe ansaugt und durch den motorraum nach oben muss sauberer ist als wenn sie noch parallel in ca. 80cm höhe ansaugt müsste erörtert werden. (feinstaub)
4) alle 5 türen dämmen, am besten auch die motorhaube (fahrtwind stirnfläche).
5) dach dämmen. thomas pernau kann nochmal seinen beitrag rauskramen oder fotos beisteuern.

von p.hase - am 19.11.2013 08:50
Ich habe heute nochmal an der Dachisolation nachgebessert und darauf geachtet wie man sich einfach Zugang verschafft. Benutzt man etwas steifere Isolationsplatten ab ca. 5 mm Stärke so genügt es die Handgriffe und die (mittlere) Innenraumleuchte abzuschrauben. Den Verlauf der Querträger, die bis auf den mittleren nicht isolierbar sind, erkennt man an den Kunstoff-Spreizdübeln die die Dach-Innenverkleidung halten. Diese Spreizdübel sind nur schwer zu entfernen mit hohem Risiko dass sie brechen. Auf der linken Seite läuft unterhalb der Regenrinne das gelb-rote Kabel für die Vorhang-Airbags, also Vorsicht. Die Vorhang-Airbags sollen bei Auslösung die Dach-Innenverkleidung am Rand nach innen drücken, die Dachverkleidung lässt sich deshalb über die ganze Länge am Rand etwa 10 cm nach unten ziehen wenn man die Haltegriffe entfernt hat. Hier kann man die Isolationsplatten in Streifen einschieben. Ich habe zwei Lagen à 5 mm überlappend eingebracht. Für den mittleren Querträger habe ich zwei halbe Streifen mit Aussparung für die Lampe zugeschnitten. Dieser Querträger ist der einzige Träger bei dem genug Platz da ist eine Lage Isolation zwischen Träger und Innenverkleidung zu schieben.
An den schon vorhandenen Isolationsplatten habe ich festgestellt dass sich am Blechdach innen Kondenswasser niedergeschlagen hat. Mittlerweile habe ich Zweifel an der Wirksamkeit meiner Aktion. Besser ist es wohl es so zu machen wie der Camping-Profi empfiehlt, und selbst da bleiben noch Möglichkeiten für Kältebrücken.

von Thomas Pernau (Ion) - am 20.11.2013 16:44
also Styroporplatten von nur 5 mm reinschieben bringt gar nichts, solange noch Luft und Feuchtigkeit dazwischen Zirkulieren kann. Styropor wird sich mit der Zeit vollsaugen.

von Ampera - am 20.11.2013 22:14
Zitat
Thomas Pernau (Ion)
...
An den schon vorhandenen Isolationsplatten habe ich festgestellt dass sich am Blechdach innen Kondenswasser niedergeschlagen hat. Mittlerweile habe ich Zweifel an der Wirksamkeit meiner Aktion. Besser ist es wohl es so zu machen wie der Camping-Profi empfiehlt, und selbst da bleiben noch Möglichkeiten für Kältebrücken.

hallo thomas :-)
was mich stört bei deiner arbeit und der vom camping-profi ist die tatsache, dass da wohl in der zeichung immer ein VOLL anliegende isolatorplatte zu sehen ist aber nirgends was vom ankleben der isolatorschicht geschrieben wird.
kondenswasser bildet sich nur bei temperatursprüngen.
wird nun die isolation auf/an das blech geklebt gibt es keinen temperatursprung mehr und somit auch kein kondeswasser.

das problem ist schon weitläufig bekannt im stahlhallenbau und bei viehställen. da wird dann einfach bauschaum auf die unterseite der bleche gesprüht und wenn man ganz sicher gehen will pickt man auf den frisch gespritzen bauschaum hartschaumplatten o.ä. auf.

von weiss - am 21.11.2013 11:00
das ist der grund weshalb ich die türen meines c-zero mit flexiblem schall- und wärmeschutz beklebt und nicht "beplankt" habe. stichwort "innendämmung von gebäuden".

von p.hase - am 21.11.2013 11:59
Hallo Werner und Jürgen,

der Camping-Profi erwähnt den Kleber gleich als erstes. In den erläuternden Zeichnungen sind aber an den nicht isolierten Trägerprofilen eindeutig Kältebrücken erkennbar.
Das mit dem Bauschaum geht halt nur wenn genügend Platz ist und keine Vorhang-Airbags. Mit Armaflex o.ä. verklebt könnte man die Dach-Innenverkleidung sehr wahrscheinlich dampfdicht bekommen, muss aber an den Querträgern andere (längere) Spreizdübel zur Befestigung verwenden.
Ich hab übrigens auch die Ursachen für die kalten Füße gefunden:
1. ungewollter Kaltluftaustritt aus den Lüftungsdüsen im Fußraum
2. unter dem Teppich im Bereich der Pedale ist das blanke Blech

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 21.11.2013 13:14
Zitat
weiss
was mich stört bei deiner arbeit und der vom camping-profi ist die tatsache, dass da wohl in der zeichung immer ein VOLL anliegende isolatorplatte zu sehen ist aber nirgends was vom ankleben der isolatorschicht geschrieben wird.


Zuerst schneiden Sie sich einige Stücke des X-Trem Isolators auf die gewünschte Größe zu. Halten Sie ihn dazu an die zu isolierende Fläche an und bedenken Sie, dass bei schwer zugänglichen Flächen später das Isolationsstück samt Kleber angebracht werden muss.
Streichen Sie nun die zugeschnittenen X-trem Teile mit Kompaktkleber (Art.-Nr. 52715) ein. Dazu eignet sich am Besten ein breiter Pinsel oder ein feiner Zahnspachtel. Danach tragen Sie den Kleber auf die Seitenwand bzw. Decke auf. Hierfür kann nur ein Pinsel benutzt werden.
Falls Sie einen Luftkompressor und eine Spritzpistole zur Verfügung haben, können Sie auch mit dem 3M Kleber (Art.-Nr. 50027) die Isolation verkleben.

Auszug aus Camping-Profi

Also lesen müsste man können. Kannst Du sicher, nur musst Du schon alles lesen Es gibt auch Selbsklebe-X-Trem Isolator. Den hab ich in meinen Türverkleidungen verklebt.

von Ampera - am 21.11.2013 20:44
X-Trem Isolator... Klingt so nach Geld verdienen. :) 19mm Armaflex, Profiware, gibt es seit ca. 3000 Jahren, die hält dann auch noch bei 149°C.

von p.hase - am 21.11.2013 20:53
Ich hab mir jetzt mal ne Klinikpackung (10 m²) Armacell 10 mm selbstklebend für Rolladenkästen bestellt. Klar ist 19 mm besser ich bin mir aber nicht sicher dass ich diese Stärke auch einbringen kann.
Aufgrund kalter Füße werde ich erst mal im Bereich vordere Bordwand unten tätig.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 22.11.2013 08:14
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