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elweb I-Miev / Ion / CZero
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25
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren
Beteiligte Autoren:
LiFeEl, LOWRACER, mj1, p.hase, Otto_Moeller, R.M, Peter Dambier, Watson, Gerald_, i-MiEV

Austausch defekter Antriebswellen beim i-MiEV

Startbeitrag von LOWRACER am 21.12.2014 15:06

Bei knapp 90000Km kamen klopfende Geräusche von der Hinterachse.
Die Trommelbremsen wiesen keinen Verschleiß auf.
Durch Drehmomentauswirkungen waren die Verzahnungen an den Achsenden ausgeleiert.
Nach meiner Meinung ein Produktionsfehler, wer geht schon mit einer dünnen und kurzen Welle auf eine Dickere.
Die Gelenke ansich sind unverwüstlich!
Als ich den Preis von 1200€+Mwst bei Mitsubishi für nur eine Achse bezahlen sollte, war die
Reparatur schon in Frage gestellt. Allerdings gibt es auch Reparatursätze für die Antriebswellen, die aber 3 Monate Lieferzeit haben.
Also ging ich zu Citroen, die Teile müssen alle einzeln rausgesucht werden, mit der Mitsubishi Artikel-Nr geht bei PSA garnichts.
Beim Ausbau der Achsen vergaß ich die ABS-Sensoren auszubauen, was sich als sehr teuer Spaß
rausstellte. 2Sensoren bei Mitsubishi 720€, bei Citroen 430€....







Nach dem Zusammenbau entschloß ich mich SAE80W90 Getriebeöl zu benutzen, das schlagen der Kegelzahnräder vom Differentialgetriebe ist somit weg.

FAZIT: Preise wie bei Bentley, ein Besuch bei Peugeot/Citroen(PSA) anstatt Mitsubishi lohnt sich immer!!! :rp:

Antworten:

Verrückte Preispolitik :-(
Hab nur noch nicht ganz verstanden, was nun genau ausgeschlagen war. Der Vielzahnstummel der im Differenzial sitzt? Oder die Verzahnung zum differenzialseitigen Trpoidgelenk? Oder der radseitige Vielzahn?
Beim Lupo 3L muss der (radseitige) Vielzahn mit der Radnabe verklebt (und natürlich verschraubt) werden ...eventuell auch beim Drilling?

Na, wie auch immer ...Glückwunsch zur Selbstreparatur!

Apropos 90tkm ...damit bist du scheinbar Kilometerkönig. Hat die Akkukapazität bereits spürbar nachgelassen? Oder ist da noch alles beim alten (sorry für die OT-Frage)

Gruß Dieter

von LiFeEl - am 21.12.2014 18:38
alle 40000 ausgelieferte drillingen brummen unter last bei +-70km/h. ich habe auch was von einer rückrufaktion unter vorgehaltener hand gehört. wenn wir hier soviel druck machen würde wie die ZOEisten müsste sich mitsubishi bewegen. verstehe nicht, wieso du 90000km gebraucht hast um das brummen zu spüren? ein nagelneuer macht das auch! in bergiger gegend merkt man es früher, keine frage.

von p.hase - am 22.12.2014 14:09
Zitat
LiFeEl
Verrückte Preispolitik :-(


Nun, die Stückzahl bestimmt leider auch die Preisgestalltung, es war schon immer so.;)

Schon mal was von den Preisen, was die Bremsanlage bei dem Renault Twizy gehört?
Wucher pur.:eek:

von Watson - am 23.12.2014 10:52
Nunja, ich vermute, dass viele Bauteile baugleich zum Durchlauferhitzermodell sind ...eventuell sogar die antriebswellen, denn auch beim Verbrenner sitzt das Differenzial vermutlich genau da, wo es auch beim EV sitz. Wäre mal interessant zu sehen, wie die Preise in Japan ausfallen.

von LiFeEl - am 24.12.2014 13:20
SAE80W90

Empfiehlt sich das eventuell vorrausschauend?

30'000 Kilometer. Auf der Autobahn war es neulich etwas laut, aber ich denke das waren die anderen und 100 km/h fahre ich so oft nicht.

Liebe Grüsse von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 24.12.2014 14:37
Zitat
LiFeEl
Wäre mal interessant zu sehen, wie die Preise in Japan ausfallen.


Hier könnte Walter was dazu beitragen, aber der hat keinen Bock mehr. :sneg:

Viele Grüße
Gerald

von Gerald_ - am 25.12.2014 07:57
Zitat
Gerald_
Hier könnte Walter was dazu beitragen, aber der hat keinen Bock mehr. :sneg:


Tja, wirklich schade!

Na, hoffentlich hat der Threadstarter noch Bock auf mein Fragen einzugehen ;) Mich würde nämlich wirklich interessieren, wo genau nun das Problem lag ...mangelnde Oberflächenhärte? Maßungenauigkeit? Falsche Montage?

Gruß Dieter

von LiFeEl - am 25.12.2014 10:21
Zitat
Peter Dambier
SAE80W90

Empfiehlt sich das eventuell vorrausschauend?


Es ist nicht das originale Getriebeöl,das ist weitaus nicht so steif in der Viskosität!
Um das schlagen vom Differenzialgetriebe weg zu bekommen habe ich mehrere Öle ausprobiert, das SAE80W90 war unter Vielen die beste Wahl.
Weil kein Schaltgetriebe da ist, das heißt es gibt keine Synchronringe, Drehmomentwandler, Schaltkulissen etc. ,kann auf Spezifikationen verzichtet werden.

An der Reichweite hat sich nix geändert!

von LOWRACER - am 03.01.2015 18:44
Zitat
p.hase
....wieso du 90000km gebraucht hast um das brummen zu spüren? ein nagelneuer macht das auch! in bergiger gegend merkt man es früher, keine frage.


Es war schon ab 60000Km da, unter Beobachtung wurde es aber immer lauter.
Ok, bei einem TurboDiesel würde es im Lärm untergehen, bis das Getriebe grüsst....

von LOWRACER - am 03.01.2015 18:49
eines tages wenn es mir zu brummt fahr ich zur händlerin mit meinen beiden i-mievs und sag: "los, entbrummen!" da kann sie schön dran verdienen an der garantiereparatur. :)

von p.hase - am 03.01.2015 18:58
Zitat
LiFeEl
Zitat
Gerald_
Hier könnte Walter was dazu beitragen, aber der hat keinen Bock mehr. :sneg:


Tja, wirklich schade!

Na, hoffentlich hat der Threadstarter noch Bock auf mein Fragen einzugehen ;) Mich würde nämlich wirklich interessieren, wo genau nun das Problem lag ...mangelnde Oberflächenhärte? Maßungenauigkeit? Falsche Montage?

Gruß Dieter


Ich glaube, "Walter" ist wie ich ein "Schrauber", vielleicht möchte er ja nicht in seiner Freizeit unter dem MiEV liegen....
Na klar, "Bock" ist immer da, nur die Zeit nicht so....
Das Problem ist schon mal der kurze und dünne Stutzen im Getriebe, eine Fehlkonstruktion!
Auch seltsam, linke Seite Tripodegelenk und rechts ein homokinetisches Gelenk mit einem angesetzten Zapfen, beide Wellen haben die gleiche Kraft zu übertragen!!!
Wurde hier der Preis gedrückt und das Differentialgetriebe von einem anderen Model verwendet???
Man geht doch nicht von einer dünnen Welle auf eine Dickere, ich kenne das NUR anders herum.
Die Stutzen sind oberflächengehärtet, jedoch fehl es für 180Nm Drehmoment an mehr Auflagefläche.
Wenn die Wellen mal Spiel bekommen, geht die Öberflächenhärtung kaputt, dann ist es zu spät.... ;)

von LOWRACER - am 03.01.2015 19:16
Ich schreibe hier nicht mehr, aber ich lese und reagiere nur dann, wenn was substantiell Neues geboten wird ;-)

"LOWRACER" schreibt hier klar als ausgewiesener Fachmann, der selber anpackt die hilfreichsten Beiträge. Grosser Respekt!

Zum Thema: bitte nicht vergessen, dass die kleine Mitsubishi Motors es nie geschafft hätte ein EV auf die Beine zu stellen, wenn sie das "exakt" gleiche Modell nicht mehrfach als Benziner in Japan verkaufen können.

Alles am i-MiEV ist möglichst 1:1 gleich wie beim Benziner. Der Benziner musste allerdings dem EV nachgeben: Motor im Heck, Heckantrieb, Benzintank unter dem Fahrzeugboden usw.

Umgekehrt hat der i-MiEV die gesamte Lüftungs- und Heizungsanlage vom Benziner, nur die Hitzequelle ist anders. Das spart Kosten für Mitsubishi.

Zitat LOWRACER "Wurde hier der Preis gedrückt und das Differentialgetriebe von einem anderen Model verwendet???"
Ja, richtig.
Bei den Achsantrieben war einmal mehr das Massenprodukt i-Benziner die Vorgabe. Der E-Motor passt jedoch nicht genau an den Benziner-Platz. Da musste man aus Kostengründen etwas "mogeln".

Und damit auch Peter Dambier wieder beruhigt schlafen kann: Solche Defekte treten nur in Einzelfällen auf, je nach Einsatz des Fahrzeugs.

Ich fahre ruhig!!! weiter auf die nächsten 50'000km :-)

Gruss Walter

von i-MiEV - am 03.01.2015 20:51
einspruch. jeder der einmal ein hochwertiges fahrzeug gefahren ist merkt, daß alle i-miev bei etwa +- 70km/h brummen.

man merkt es nur, wenn man von anderen drauf hingewiesen wird. und ab da nervt es. meine beiden 2013er brummen auch mehr oder weniger und die haben deutlich unter 10.000km und riechen neu. meine beiden 2011er C-Zeros haben ebenfalls gebrummt. kenne mehrere 2011er i-miev die auch brummen.

genauso wie bei allen der antrieb klackert bei kleinen geschwindigkeiten bei lastwechsel. da ist auch spiel drin.

gegenüber anderen EVs (bis auf den LEAF) sind diese probleme "peanuts".

von p.hase - am 03.01.2015 21:07
Hallo

Vor allem daran denken daß man eine Fahrzeugbasis hat die als Verbrenner deutlich unter 10000€ kosten würde.

Da kann man nicht viel erwarten, auch wenn man das 3 fache bezahlt hat bleibt die Basis ein billig gebauter Kleinstwagen.

Und die Ersatzteilpreise der Asiaten sind ja bekannt dafür daß da kräftig zugelangt wird, bei den Verbrennern gibts ja den Markt der mit OEM Produkten die Preise erträglich macht.

Die Franzosen sind da zwar günstiger aber immer noch deutlich zu teurer wenn man die Preise für die Ersatzteile für deutsche Fahrzeuge im freien Markt vergleicht.

Bei mir ist immer da Schluß wo ich ein Teil in Einzelanfertigung billiger herstellen lassen kann als wenn ich das fertige Ersatzteil kaufe.

Ich kaufe mir meine Fahrzeuge so daß ich möglichst geringe Unterhaltskosten habe und mir die Ersatzteile auf den freien Markt kaufen kann.

Werkstatt haben meine Fahrzeuge noch nie gesehen.

Gruß

Roman

von R.M - am 03.01.2015 21:33
Zitat
LOWRACER
Das Problem ist schon mal der kurze und dünne Stutzen im Getriebe, eine Fehlkonstruktion!
Auch seltsam, linke Seite Tripodegelenk und rechts ein homokinetisches Gelenk mit einem angesetzten Zapfen, beide Wellen haben die gleiche Kraft zu übertragen!!!
Wurde hier der Preis gedrückt und das Differentialgetriebe von einem anderen Model verwendet???
Man geht doch nicht von einer dünnen Welle auf eine Dickere, ich kenne das NUR anders herum.
Die Stutzen sind oberflächengehärtet, jedoch fehl es für 180Nm Drehmoment an mehr Auflagefläche.
Wenn die Wellen mal Spiel bekommen, geht die Öberflächenhärtung kaputt, dann ist es zu spät.... ;)


In der Regel denken sich die Konstrukteure schon etwas bei dem was sie da tun. Die Antriebswellen sind vermutlich unterschiedlich lang (hab leider noch keinen Drilling, so dass ich's leider fragend in den Raum stellen muss), entsprechend unterschiedlich groß sind auch die effektiven "Einschlagswinkel" bei maximaler Federwegsausnutzung.
Und wegen Wellendurchmesser ...das ist eigentlich egal, denn letztlich zählt nur die Oberflächengröße der Verzahnung. Problematisch allerdings ist es, wenn hier zuviel Spiel vorhanden ist, so dass aus Flächenpressung Punktpressung wird ...wie schon angedeutet, wird beispielsweise beim Lupo 3L der äußere Antriebswellenstummel mit der Radnabe verklebt (und verschraubt). Also entweder von Haus aus ein Problem mangelnder Fertigungstoleranzen oder schlichtweg falsche Montage?!
Zur Ölwahl: auch hier erfolgt die Wahl des Schmiermittels nicht nach gut Dünken, sondern nach den austretenden Flächenpressungen und Drehzahlen bzw. besser gesagt Umfangsgeschwindigkeiten. Zu zähflüssiges Öl könnte bei niedrigen Temperaturen zum Abriss des Schmierfilms führen. Auch da wäre ich vorsichtig beim Experimentieren. Einen Ölwechsel würde ich dennoch regelmäßig durchführen, auch wenn immer wieder von "Lebensdauerfüllung" die Rede ist. Die "Suppe" die ich meinem 3L entbluten lassen habe, war sicher auch nur bis max. 200tkm "Lebensdauer" angedacht ;)

Gruß Dieter (Schrauber und Maschinenbautechniker ;) )

von LiFeEl - am 04.01.2015 10:46
P.S. natürlich ist der Wellendurchmesser nicht "egal", sondern er muss das anliegende Drehmoment übertragen können, ohne sich in sich zu verdrehen ;)

von LiFeEl - am 04.01.2015 10:47
Zitat
LiFeEl
In der Regel denken sich die Konstrukteure schon etwas bei dem was sie da tun. Die Antriebswellen sind vermutlich unterschiedlich lang (hab leider noch keinen Drilling, so dass ich's leider fragend in den Raum stellen muss), entsprechend unterschiedlich groß sind auch die effektiven "Einschlagswinkel" bei maximaler Federwegsausnutzung.
Und wegen Wellendurchmesser ...das ist eigentlich egal, denn letztlich zählt nur die Oberflächengröße der Verzahnung. Problematisch allerdings ist es, wenn hier zuviel Spiel vorhanden ist, so dass aus Flächenpressung Punktpressung wird ...wie schon angedeutet, wird beispielsweise beim Lupo 3L der äußere Antriebswellenstummel mit der Radnabe verklebt (und verschraubt). Also entweder von Haus aus ein Problem mangelnder Fertigungstoleranzen oder schlichtweg falsche Montage?!
Zur Ölwahl: auch hier erfolgt die Wahl des Schmiermittels nicht nach gut Dünken, sondern nach den austretenden Flächenpressungen und Drehzahlen bzw. besser gesagt Umfangsgeschwindigkeiten. Zu zähflüssiges Öl könnte bei niedrigen Temperaturen zum Abriss des Schmierfilms führen. Auch da wäre ich vorsichtig beim Experimentieren. Einen Ölwechsel würde ich dennoch regelmäßig durchführen, auch wenn immer wieder von "Lebensdauerfüllung" die Rede ist. Die "Suppe" die ich meinem 3L entbluten lassen habe, war sicher auch nur bis max. 200tkm "Lebensdauer" angedacht ;)

Gruß Dieter (Schrauber und Maschinenbautechniker ;) )


In der "Regel" denken sich die Konstrukteure schon etwas dabei, das möglichst günstig hergestellte Teile auch möglichst teuer verkauft werden können......

Wellendurchmesser ist niemals egal, der Umfang(3.14xd), die Materialart, die Härte, die Tiefe und die Art der Verzahnung sind maßgebend. Zudem hatte ich die Verzahnung der Achsenden mit "Loctite 648 FÜGEN-WELLE-NABE hochfest" eingesetzt. Wichtig dabei ist, das hauchdünn an der Stoßseite etwas Fett aufgetragen wird, sonst kann das Differential über den Bolzen der Kegelräder mitverklebt werden.
Eine starre Achse wäre das Resultat! :sneg:

Abriss des Schmierfilms im Getriebe??? :confused:
Ich hoffe doch das noch jeder Zahn von den Zahnrädern in einander greift, solange wird auch der Schmierfilm bestehen! Die Höhe des Ölstands geht nicht weiter als das Differential, der Rest wird durch Übertragung geschmiert.
Was wie bei älteren Fahrzeugen allerdings sehr gut wäre, eine Magnetablassschraube.
Na klar, das ich mir das nachgerüstet habe.... :rp:

MfG, Chris (Niederspannungselektriker&Flughafen-Mechatroniker)

von LOWRACER - am 24.01.2015 16:56
Zitat
LOWRACER
Zitat
LiFeEl
In der Regel denken sich die Konstrukteure schon etwas bei dem was sie da tun. Die Antriebswellen sind vermutlich unterschiedlich lang (hab leider noch keinen Drilling, so dass ich's leider fragend in den Raum stellen muss), entsprechend unterschiedlich groß sind auch die effektiven "Einschlagswinkel" bei maximaler Federwegsausnutzung.
Und wegen Wellendurchmesser ...das ist eigentlich egal, denn letztlich zählt nur die Oberflächengröße der Verzahnung. Problematisch allerdings ist es, wenn hier zuviel Spiel vorhanden ist, so dass aus Flächenpressung Punktpressung wird ...wie schon angedeutet, wird beispielsweise beim Lupo 3L der äußere Antriebswellenstummel mit der Radnabe verklebt (und verschraubt). Also entweder von Haus aus ein Problem mangelnder Fertigungstoleranzen oder schlichtweg falsche Montage?!
Zur Ölwahl: auch hier erfolgt die Wahl des Schmiermittels nicht nach gut Dünken, sondern nach den austretenden Flächenpressungen und Drehzahlen bzw. besser gesagt Umfangsgeschwindigkeiten. Zu zähflüssiges Öl könnte bei niedrigen Temperaturen zum Abriss des Schmierfilms führen. Auch da wäre ich vorsichtig beim Experimentieren. Einen Ölwechsel würde ich dennoch regelmäßig durchführen, auch wenn immer wieder von "Lebensdauerfüllung" die Rede ist. Die "Suppe" die ich meinem 3L entbluten lassen habe, war sicher auch nur bis max. 200tkm "Lebensdauer" angedacht ;)

Gruß Dieter (Schrauber und Maschinenbautechniker ;) )


In der "Regel" denken sich die Konstrukteure schon etwas dabei, das möglichst günstig hergestellte Teile auch möglichst teuer verkauft werden können......

Wellendurchmesser ist niemals egal, der Umfang(3.14xd), die Materialart, die Härte, die Tiefe und die Art der Verzahnung sind maßgebend. Zudem hatte ich die Verzahnung der Achsenden mit "Loctite 648 FÜGEN-WELLE-NABE hochfest" eingesetzt. Wichtig dabei ist, das hauchdünn an der Stoßseite etwas Fett aufgetragen wird, sonst kann das Differential über den Bolzen der Kegelräder mitverklebt werden.
Eine starre Achse wäre das Resultat! :sneg:

Abriss des Schmierfilms im Getriebe??? :confused:
Ich hoffe doch das noch jeder Zahn von den Zahnrädern in einander greift, solange wird auch der Schmierfilm bestehen! Die Höhe des Ölstands geht nicht weiter als das Differential, der Rest wird durch Übertragung geschmiert.
Was wie bei älteren Fahrzeugen allerdings sehr gut wäre, eine Magnetablassschraube.
Na klar, das ich mir das nachgerüstet habe.... :rp:

MfG, Chris (Niederspannungselektriker&Flughafen-Mechatroniker)


Bitte nicht missverstehen! Ich habe ja nicht dir unterstellt, dass du den Kleber vergessen hast, sondern dies vielleicht der ursächliche "Werksfehler" war, der zum ausschlagen der Welle geführt hat.
Nicht der Umfang zählt, sondern die FLCÄHE der verbindung ...also UmfangxLänge. Natürlich muss der Durchmesser so bemessen sein, dass sich durch das anliegende Drehmoment keine (zu große) Torsion einstellt, die letztlich wieder zu Punktbelastung und somit schleichendem Ausschlagen der Welle-Nabe-Verbindung führen würde.
Zum Öl: ja, a hast du dann doch wieder recht ...ich war da gedanklich bei Gleitlagerstellen, ber vermutlich ist darin alles wälzgelagert. Zu dickes Öl würde halt zu höherer Erwärmung bzw. schlechterem Wirkungsgrad führen ...wie schon geschrieben, denkt sich in der Regel der Konstrukteur was dabei, wenn er die Öl-Spezifikation bestimmt.

Wir können hier nun noch weitere Wissens- und Qualifikationsvergleichsmessungen ausfechten (nur bringt das niemand weiter) ....Fakt ist, dass irgendwas (bei der Herstellung oder Montage) schief gelaufen ist. Interessant wäre halt, ob das ein Standardfehler ist, der eventuell in der Serie beseitig wurde, oder ob das früher oder später jeden Drilling betrifft.

Gruß Dieter

von LiFeEl - am 24.01.2015 17:14
Hallo allerseits,
habe einen 2011er i-miev mit derzeit 68tausend Kilometer.
bei der letzten Inspektion habe ich bereits auf deutlich zunehmende klackernde, schlagende Geräusche beim Anfahren speziell am Berg hingewiesen.
Als ich hier die Probleme las, war mir klar, dass dies bei meinem i-miev wahrscheinlich ebenfalls der Grund der Geräusche ist.

Jetzt die wichtigste Frage : geht da was dauerhaft kaputt, was man im Vorfeld vielleicht mit anderem Getriebeöl beheben könnte ?
Haben die Antriebswellen (Getriebe) Garantie bis 100tausend km / 5 Jahre ?

Gruss
mj

von mj1 - am 12.09.2015 16:12
Hallo,

wegen der Garantie bin ich mir nicht sicher, eigentlich beziehen sich die 5 Jahre auf alle Elektrischen Komponenten des Antriebsstranges.
Bei unserem Golf war das Geräusch nach dem ich die Manschette auf einer Seite etwas geöffnet hatte und Fett mit einer Fettpresse hineingepresst hatte deutlich leiser. (Manschette unter dem Auspuff, kann sein das hier das Fett durch die thermische Belastung schneller altert)
Meiner hat jetzt 73 tkm, bei mir machen sich die Antriebswellen auch bemerkbar, ich bin aber noch nicht dazugekommen sie zu fetten. Ich werde es demnächst probieren, bei mir ist das Geräusch noch nicht so störend. Es macht sich nur bei Vollgas im niedrigen Geschwindigkeitsbereich bemerkbar.

Gruß
Otto

von Otto_Moeller - am 12.09.2015 18:24
Danke für die Antwort,
Heisst das, dass Du ausser dem Golf auch einen imiev hast ?
Und verstehe ich das richtig, dass an den Achsen Schmiernippel sind zum Fett einpressen ?
Gruss
Mj

von mj1 - am 13.09.2015 18:57
Hallo,

Ich habe einen i-Miev und hatte einen Golf, es gibt keine Schmiernippel. Man muss die Metallschelle an der Manschette mit der Zange etwas aufbiegen und herunterziehen. Danach die Spitze einer Fettpresse hineinschieben und etwas Fett hineindrücken. Danach Metallschelle mit der Zange wieder zusammenpressen.

Gruß
Otto

von Otto_Moeller - am 14.09.2015 14:00
danke dir.
konnte erst jetzt antworten da ziemlich im baustress.

meinst du mitsubishi originalwerkstatt macht so was ? da ja noch garantie.

gruss
mj

von mj1 - am 25.09.2015 16:32
hier als abschluss meine erfahrung :
mein differentialgetriebe verursachte die lauten geräusche.
mein händler vor ort hat versucht die sache als garantiefall innerhalb 5 jahre/100´km bei mitsubishi abzuwickeln.
zuerst ohne erfolg, da immer wieder die gleiche antwort kam, " fahrzeug ausserhalb garantie".
erst nach deutlichem druckaufbau meinerseits bei mmd und kopie meines scheckheftes mit klarer aussage 5 jahre garantie auf alle elektrischen antriebskomponenten UND GETRIEBE, wurde mir das differential komplett kostenlos getauscht. leider nicht die defekte sitzheizung, die ich sehr benötige.

gruss mj

von mj1 - am 16.02.2016 11:01
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