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elweb I-Miev / Ion / CZero
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vor 2 Jahren, 10 Monaten
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vor 2 Jahren, 10 Monaten
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Kaufberatung iOn, C-Zero

Startbeitrag von buzzi am 08.04.2015 18:48

Hallo,

wir waren heute einen Miev (2011er) Probefahren, alle waren begeistert und sind der Meinung sowas muss her. Mittlerweile sind die Preise ja wirklich in einem interessanten Bereich und es gibt bei mir in der Umgebung etliche Angebote. Alle so um die 3 Jahre alt, von 9000,- (C-Zero mit knapp 40.000Km) bis 11.000 Euro (iOn mit unter 10.000Km). Jetzt ich bin mir nicht sicher, was wohl besser wäre, die 2000,- Euro sparen oder doch lieber etwas mehr ausgeben und dafür wenig Km und ein paar Monate jünger?.
Gibt es da Erfahrungen? Meine Fahrleistung wird bei 15.000Km im Jahr liegen, 5 Jahre sind erstmal geplant, macht am Ende 80.000 - 115.000Km auf dem Tacho. Bei einem Benziner würde ich sagen, sch... drauf, die Km machen nichts aus das Geld spar ich mir.
Wie steht es mit der Ausstattung, gibt es da große Unterschiede? Und wo ist der Unterschied zwischen Peugeot und Citroen? Mitsubishi taucht in der Preisklasse eh nicht auf...
Danke für euren Beistand,

Gruß
Sven

Antworten:

Also wenn es deutsche Modelle sind gibt es von der Ausstattung her keinen Unterschied zwischen den beiden Franzosen, lediglich der i-Miev ist deutlich anderes ausgestattet und auch je nach Baujahr nochmal unterschiedlich. Bei den Franzosen gibt es lediglich das "Problem" mit dem kleinen Akku ab Mitte/Ende 2012 (14,5 statt 16 kWh).
Im Innenraum gibt es bei der Gestaltung Kleinigkeiten die bei den zwei Franzosen anderes sind. Der iOn ist in der Schwarz mit blau innendrin, der C-Zero ist schwarz mit "camel"(braun).
Wegen ein paar Monaten jünger würde ich mich auch nicht rum machen, die Laufleistung ist denke ich eher entscheidend. Das wichtigste wäre aber theoretisch die "Ladehistorie", die du aber in aller Regel nicht bekommen wirst... Wenn das Fahrzeug zum Beispiel oft fast leer über Monate rumstand ist das alles andere als gut für den Akku und schädigt ihn evtl mehr wie ne hohe Laufleistung...
Auf jeden Fall darauf achten, dass die Wartungen regelmäßig gemacht wurden, denn sonst ist die Garantie auf den Antriebsstrang verloren und die ist ja immerhin auch bei EZ 2011/2012 noch 1-2,5 Jahre.

von Heavendenied - am 09.04.2015 09:28
Zitat
Heavendenied
Wenn das Fahrzeug zum Beispiel oft fast leer über Monate rumstand ist das alles andere als gut für den Akku und schädigt ihn evtl mehr wie ne hohe Laufleistung...


das ist ein Irrglaube ;)

von LiFeEl - am 09.04.2015 19:34
Zitat
LiFeEl
Zitat
Heavendenied
Wenn das Fahrzeug zum Beispiel oft fast leer über Monate rumstand ist das alles andere als gut für den Akku und schädigt ihn evtl mehr wie ne hohe Laufleistung...


das ist ein Irrglaube ;)


Das wär mir aber neu, dass das leerstehen dem Akku nicht schaden soll!

von ^Tom^ - am 09.04.2015 21:28
Danke, das bringt schon etwas mehr Licht in die Sache. Ich werde mir einen wenig gefahrenen suchen, das Restrisiko mit misshandeltem Akku hat man ja eigentlich immer. Das ist in meinen Augen das größte Problem bei E-Autos, da wirkt sich die Haltungsweise noch mehr aus als bei einem Stinker. Ein Ladeprotokoll wäre als Nachweis natürlich perfekt geeignet. Vielleicht kommt das irgendwann mal von den Herstellern, würde die Angst bei Gebrauchtwagenkäufern reduzieren. Täte dem Absatz auch gut.
Derzeit habe ich aber eher das Gefühl, D hat das nicht nötig :)

Gruß
Sven

von buzzi - am 10.04.2015 05:32
Zitat
^Tom^
Zitat
LiFeEl
Zitat
Heavendenied
Wenn das Fahrzeug zum Beispiel oft fast leer über Monate rumstand ist das alles andere als gut für den Akku und schädigt ihn evtl mehr wie ne hohe Laufleistung...


das ist ein Irrglaube ;)


Das wär mir aber neu, dass das leerstehen dem Akku nicht schaden soll!


In den Köpfen steckt (leider) immer noch zuviel Bleiakkuwissen. Li-Ion verhalten sich aber grundsätzlich anders.

Zwar ist es richtig, dass die ständige 100%-Nutzung der Akkukapazität zu verkürzter Lebensdauer führt, aber in Anbetracht der Tatsache, dass eine Tiefentladung im I-Miev nicht möglich ist und vermutlich mindestens 5 bis 10% Restkapazität (bei Anzeige Restreichweite 0km) verbleiben, spielt es letztlich keine Rolle, ob der entladene Miev 1 Tag so rumsteht oder ein halbes Jahr. Anders schaut es aus bei Fahrzeugen, die ständig am Netz hängen ....das in Kombination mit hoher Umgebungstemperatur führt zu nicht unerheblicher Zellalterung.

Mir ist es auch schon passiert, einen Lipo (Flugmodell) über ein halbes Jahr lang nahe 0-Volt zu halten (vergessen abzustecken) ....der Kapazitätsverlust und die Innenwiderstandserhöhung waren weitaus geringer als zu erwarten ...im praktischen Einsatz fast nicht zu merken.

So bleiben die Hauptalterungsfaktoren: Zyklenzahl und Alter ...um die Einhaltung der Spannungsgrenzen kümmert sich das BMS.

Gruß Dieter

von LiFeEl - am 10.04.2015 06:14
Naja, aber gut ist es für nen Li Akku eben auch nicht, wenn der über Monate fast leer rumsteht. Genauso ist es wenig förderlich, wie du schreibst, wenn er dauerhaft vollgeladen rumsteht. Deshalb hatte ich es ja als Beispiel angeführt, weil es eben viele "Misshandlungsarten" für den Akku gibt. Natürlich war das bei Blei wirklich ne Todsünde und kostet bei Li evtl nur ein bißchen Kapazität, aber gut ist es meines Wissens nach für keine Akkuart...
Fakt ist auf jeden Fall, dass man nicht eins zu eins sagen kann: Der hat 40.000km, der Akku ist schlechter wie der mit 10.000km...

Übrigens war das ja so viel anderes bei Verbrennern auch nicht. Wenn du ein reines Kurzstreckenauto gekauft hast was über 50.000km fast nur für Strecken um 2-3km gefahren wurde (sowas hab ich sogar in der Nachbarschaft) dann ist der Motor mit Sicherheit in einem sehr viel schlimmeren Zustand wie der, der 100.000km immer schön warmgefahren und hauptsächlich auf längeren Strecken unterwegs war. Von außen erkennen konnte man das ja auch nicht, da konnte man sich lediglich auf die Aussagen des Verkäufers verlassen.

Das "Problem" bei den derzeit angebotenen Drillingen (bzw hauptsächlich den zwei Franzosen und da hauptsächlich die C-Zero) ist ja, dass sie in aller Regel aus irgendwelchen Fuhrparks stammen (C-Zero zum Beispiel viele von Multicity Carsharing) und die Händler die die Dinger jetzt verkaufen können einem eben rein gar nichts dazu sagen, wie genau die gefahren oder geladen wurden...

Andererseits denke ich eben schon, dass man bei geringer Laufleistung eher die Chance hat nen Akku zu erwischen, der noch wirklich gut ist. Wenn du einen mit 40.000km nimmst kannst du sicher sein, dass schon mind. 300 Vollladezyklen mehr "drauf" gegangen sind und hast zusätzlich noch die Gefahr, dass der Akku schlecht behandelt wurde.
Und unabhängig vom Akku gibt es ja auch die normalen Verschleißteile an den Fahrzeugen, die entsprechend bei nem Fahrzeug mit jetzt schon mehr Kilometern dann früher fällig werden.

Wenn du den Aufwand nicht scheust würde ich mir an deiner Stelle nen iOn aus Frankreich besorgen. Da bekommst du für unter 10.000€ welche mit wenig bis sehr wenig Kilometern und oft auch noch in schönen Farben (z.B. blau...).

von Heavendenied - am 10.04.2015 06:43
Gift ist es, wie schon gesagt, das Fahrzeug vollgeladen für längere Zeit abzustellen (im schlimmsten Fall noch an der Steckdose dauerangestöpselt). Was vermutlich bei einem Carsharing-Auto ebenso zutrifft wie bei einem Privatmenschen ...der Privatmensch braucht ja auch die Sicherheit, dass das Fahrzeug "allzeitbereit" ist.

Ob er leer umhersteht oder halb voll umhersteht ...das spielt (fast) keine Rolle, zudem (wie schon gesagt) "leer" ja nicht wirklich leer im Sinne der absolut nutzbaren Kapazität der Zellen ist.
EIn Akku mit 40kkm hat mindestens 300 Volladezyklen, ein Akku mit 10kkm nur ein viertel dessen. Für mich wäre keine Frage, welchen ich dann nehmen würde (vorausgesetzt das Alter ist einigermaßen vergleichbar). Aber grundsätzlich würd ich lieber nen einjährigen mit 20tkm nehmen, als einen 5-jährigen mit 10tkm.

Ein Vergleich mit Verbrenner ist ebenso unstimmig wie der Vergleich mit nem Bleiakku.

Im Modellflugbereich sind wir mittlerweile dazu übergegangen, Lipos bei etwa 3,7V Leerlaufspannung einzulagern. 3,8 bis 3,85V war das eigentlich ideale Spannungsfenster, jedoch wirkt sich der Unterschied auf die Zellalterung nicht aus, der Sicherheitsgewinn durch das niedrigerere Energielevel ist umso größer.
Vielleicht kann mal einer in seine App schauen, auf welchem Spannungsniveau die Zellen bei 100% Entladung stehen?! Ich vermute, weit über 3,5V ....und nun die hypothetische Frage: wer entläd seinen Akku zu 100%?

von LiFeEl - am 10.04.2015 07:33
Ok, ich merke schon, du bist allwissend und alle anderen (oder nur ich?) haben keine Ahnung...

Sorry, aber ich finds einfach äußerst unschön die Äußerungen anderer einfach als falsch oder "unstimmig" darzustellen, ohne wenigstens was sinnvolles dazu zu schreiben.

Es geht hier um ein ganzes Auto und nicht nur um nen Akku...

von Heavendenied - am 10.04.2015 09:02
Zitat
Heavendenied
Ok, ich merke schon, du bist allwissend und alle anderen (oder nur ich?) haben keine Ahnung...

Sorry, aber ich finds einfach äußerst unschön die Äußerungen anderer einfach als falsch oder "unstimmig" darzustellen, ohne wenigstens was sinnvolles dazu zu schreiben.

Es geht hier um ein ganzes Auto und nicht nur um nen Akku...


Ich habe lediglich meinen Teil im Bezug auf den Akku beigetragen, der nach wie vor das Hauptrisiko darstellt (von Der Leistungselektronik ganz zu schweigen, die mit der Gebrauchsdauer sicherlich auch nicht besser wird).
Mein akkutechnisches Wissen basiert auf beruflicher Praxiserfahrung seit dem Jahre 2003 ...und eben nicht nur auf ein par zusammengeklickte Information aus dem Netz.
Dennoch habe ich nie behauptet dass ich allwissend bin und alle anderen keine Ahnung haben. Ich nehme es mir dennoch raus, Mythen zu entmystifizieren. Dass das natürlich nicht jeder gutheißen kann oder mag ...liegt halt in der Natur der Menschheit.
Wenn du mein geschriebenes aber als "nichts sinnvolles" erachtest, dann gehe ich davon aus, dass du allwissend bist?! Ok, dann kannst du sicher erklären, was genau im Akku, in einem bestimmten Zeitraum, vor sich geht, wenn dieser bei Leerlaufspannung 3,6V auf den nächsten Arbeitseinsatz wartet.

von LiFeEl - am 10.04.2015 09:11
Tja, und ich versuche einfach einem anderen User hier seine Fragen zu beantworten, und zwar so dass es ihm hilft, und nicht indem ich versuche andere dumm dastehen zu lassen. Ich habe weder deine Aussagen bezweifelt noch als falsch dargestellt. Du hingegen greifst dir einzelne Worte aus dem Zusammenhang und reitest darauf rum, obwohl die Grundaussage durchaus richtig war....

Schade drum, bei meiner Auffassung von Forenkultur geht es ums helfen, bei anderen wohl leider nicht...

@buzzi:
Sorry, ich will nicht deinen Thread hier "kaputt" machen, aber wenn hier offen meine Aussagen zerrissen werden und mein Wissen als "zusammegeklickt" dargestellt wird dann reichts mir...

Wenn ich dir noch anderweitig helfen kann gib Bescheid. Stand ja selbst vor wenigen Monaten erst vor deiner Entscheidung...

von Heavendenied - am 10.04.2015 09:19
Vielleicht würde sich die ganze Sache klären mit einem Blick in die Bedienungsanleitung des C-Zero (Seite 89) ;-)

von i-MiEV - am 10.04.2015 10:23
Ich gehe davon aus, dass 100 andere nun Seite 89 auf einer externen Seite suchen müssen?
Nach 3 Klicks höre ich auf zu suchen....so ein hinweis könnte man gleich hier rein kopieren.

Bei KIA Soul EV ist es ziemlich klar......Wenn die Batterieleuchte kommt ist (bei 7% Rest) der Akku sofort ggf. so rasch als möglich zu laden.
Hat sich KIA was bei gedacht, oder ist dies deren unwissenheit?

von ^Tom^ - am 10.04.2015 11:34
War alles vor 3 Jahren bereits hier in diesem Forum.
Die Bedienungsanleitung ist ein geschütztes Dokument. Kopieren? Keine Ahnung wie das gehen soll.

von i-MiEV - am 10.04.2015 12:08
Zitat
Heavendenied
Tja, und ich versuche einfach einem anderen User hier seine Fragen zu beantworten, und zwar so dass es ihm hilft, und nicht indem ich versuche andere dumm dastehen zu lassen. Ich habe weder deine Aussagen bezweifelt noch als falsch dargestellt. Du hingegen greifst dir einzelne Worte aus dem Zusammenhang und reitest darauf rum, obwohl die Grundaussage durchaus richtig war....

Schade drum, bei meiner Auffassung von Forenkultur geht es ums helfen, bei anderen wohl leider nicht...

@buzzi:
Sorry, ich will nicht deinen Thread hier "kaputt" machen, aber wenn hier offen meine Aussagen zerrissen werden und mein Wissen als "zusammegeklickt" dargestellt wird dann reichts mir...

Wenn ich dir noch anderweitig helfen kann gib Bescheid. Stand ja selbst vor wenigen Monaten erst vor deiner Entscheidung...


Tja, auch ich versuche einfach nur einen Informationsbeitrag zur Kaufentscheidung beizutragen. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn du dich durch mich angegriffen fühlst, dann ist das schade, aber kann ich eben auch nicht ändern. Deswegen musst DU aber nicht auf MICH einprüfeln und dich im Gleichzug über das Dahinschwinden der Forenkultur beklagen.

Deinr Aussage:

Zitat
Heavendenied
Fakt ist auf jeden Fall, dass man nicht eins zu eins sagen kann: Der hat 40.000km, der Akku ist schlechter wie der mit 10.000km...


entgegene ich einfach mal mit: DOCH, man kann KLAR UND DEUTLICH sagen, dass der Akku mit 10tkm weniger gealtert ist, als der mit 40tkm ...unter der Voraussetzung, gleichen Alters und gleichem Nutztemperaturniveaus.

Aber damit bin ich nun erstmal raus.

von LiFeEl - am 10.04.2015 12:23
Zitat
LiFeEl
Zitat
Heavendenied
Fakt ist auf jeden Fall, dass man nicht eins zu eins sagen kann: Der hat 40.000km, der Akku ist schlechter wie der mit 10.000km...


entgegene ich einfach mal mit: DOCH, man kann KLAR UND DEUTLICH sagen, dass der Akku mit 10tkm weniger gealtert ist, als der mit 40tkm ...unter der Voraussetzung, gleichen Alters und gleichem Nutztemperaturniveaus.

Aber damit bin ich nun erstmal raus.


Und da man eben genau das nicht von außen sehen kann verstehe ich nicht, was an meiner Aussage nun falsch gewesen sein sollte... Im Prinzip kann ein Akku nach 10.000km in einem schlechteren Zustand sein wie ein anderer nach 40.000km, und nichts anderes habe ich geschrieben...
Aber natürlich ist es wahrscheinlicher, dass der Akku mit 10.000km noch in einem besseren Zustand ist, was ich ja ebenfalls geschrieben hatte.
Also sind wir uns ja doch einig...

@i-miev:
Ich habe leider nicht verstanden, worauf du hinaus willst... Geht es darum wie das Fahrzeug zu behandeln ist, wenn es länger steht(das ist ja der Inhalt von Seite 89)?

von Heavendenied - am 10.04.2015 13:06
Da stehen Massnahmen für ein langes Akku Leben:

Zitat: "Nichtbenutzung des Fahrzeugs für einen längeren Zeitraum
Wenn ihr Fahrzeug für einen unbestimmten Zeitraum nicht genutzt wird, sollten sie die Hauptbatterie alle drei Monate (unter Anwendung des Regulär-Ladesystems)
vollständig aufladen.

Um eine optimale Betriebsdauer der Batterie zu erzielen, empfehlen wir Ihnen, die Batterie alle 2 Wochen vollständig wieder aufzuladen.

Achten sie im Übrigen darauf, alle drei Monate diese vollständige Wiederaufladung der Hauptbatterie ab einem Ladeniveau vorzunehmen, das geringer oder gleich zwei Balken ist."

Das sind alles Akku-Pflegemassnahmen, die bei einem Gebrauchtwagenkauf nicht überprüfbar sind.

von i-MiEV - am 10.04.2015 14:24
Danke Walter.
So behandle ich meinen Akku.
Was hier nicht steht (und evtl. nicht von nöten ist), dass ich meinen Akku unter 30% nicht über Nacht stehen lasse und lade.
Auch sollte diesen evtl. öfters wirklich auf 100% laden, dies ich aber nicht tue, da ich auf dem Berg wohne.
Meist höre ich etwa bei 90 bis max. 95% auf...sonst muss ich Berg runter bremsen.

von ^Tom^ - am 10.04.2015 14:51
Zitat
i-MiEV
Zitat: "Nichtbenutzung des Fahrzeugs für einen längeren Zeitraum
Wenn ihr Fahrzeug für einen unbestimmten Zeitraum nicht genutzt wird, sollten sie die Hauptbatterie alle drei Monate (unter Anwendung des Regulär-Ladesystems)
vollständig aufladen.

Um eine optimale Betriebsdauer der Batterie zu erzielen, empfehlen wir Ihnen, die Batterie alle 2 Wochen vollständig wieder aufzuladen.

Achten sie im Übrigen darauf, alle drei Monate diese vollständige Wiederaufladung der Hauptbatterie ab einem Ladeniveau vorzunehmen, das geringer oder gleich zwei Balken ist."


Auch wenn das Teil des Handbuchs ist ...an sich ja ein Widerspruch, dass einerseits eine 2-wöchige Nachladung empfohlen wird und andererseits empfohlen wird, die Nachladung erst bei Unterschreitung von zwei Balken empfohlen wird.

Beinahe kommt mir's vor, als ob der Schreiberling nicht so wirklich wusste, wovon er da eigentlich schreibt.

Mal eine praktische Frage an die, die ihren Drilling schon mal länger als 3 Monate abgestellt haben: wie hoch ist denn der Ruhestrom bzw. die Entladung des Antriebsakkus des Fahrzeugs? Für meine Begriffe wäre das ein echter technischer Faux Pass, wenn der Akku nach drei Monaten 80% seiner Kapazität verliert. Die eigentliche Selbstentladerate der Zellen ist ja an sich verschwindend gering.

von LiFeEl - am 10.04.2015 15:04
Zitat
LiFeEl
Mal eine praktische Frage an die, die ihren Drilling schon mal länger als 3 Monate abgestellt haben: wie hoch ist denn der Ruhestrom bzw. die Entladung des Antriebsakkus des Fahrzeugs? Für meine Begriffe wäre das ein echter technischer Faux Pass, wenn der Akku nach drei Monaten 80% seiner Kapazität verliert. Die eigentliche Selbstentladerate der Zellen ist ja an sich verschwindend gering.


Also so ganz ungewöhnlich ist das nicht, ich weis zwar nicht wie das bei den Drillingen ist, aber ein CityEL ist nach 3 Monaten garantiert der Akku Platt, auch beim TWIKE. Selbst mein P106 verbraucht strom im Ruhezustand. Wenn ich das mal hochrechne dann ist da nach 60 Tagen aus sense.
Da ja nicht nur die Selbstentladung der Akkus gerechnet werden darf, sondern auch die Verbraucher wie z.B. BMS und was weis der Kuckuk was da sonst noch mitläuft.

Gruß
Christian

von wchriss - am 10.04.2015 15:24
Zitat
wchriss
Zitat
LiFeEl
Mal eine praktische Frage an die, die ihren Drilling schon mal länger als 3 Monate abgestellt haben: wie hoch ist denn der Ruhestrom bzw. die Entladung des Antriebsakkus des Fahrzeugs? Für meine Begriffe wäre das ein echter technischer Faux Pass, wenn der Akku nach drei Monaten 80% seiner Kapazität verliert. Die eigentliche Selbstentladerate der Zellen ist ja an sich verschwindend gering.


Also so ganz ungewöhnlich ist das nicht, ich weis zwar nicht wie das bei den Drillingen ist, aber ein CityEL ist nach 3 Monaten garantiert der Akku Platt, auch beim TWIKE. Selbst mein P106 verbraucht strom im Ruhezustand. Wenn ich das mal hochrechne dann ist da nach 60 Tagen aus sense.
Da ja nicht nur die Selbstentladung der Akkus gerechnet werden darf, sondern auch die Verbraucher wie z.B. BMS und was weis der Kuckuk was da sonst noch mitläuft.

Gruß
Christian


Hm, so gesehen ...ergäbe das dann Sinn. Ja, wie du sagst, das EL ist im Stillstand recht stromhungrig, wenngleich die Energiemenge ja aber auch erheblich kleiner als 16kWh ist (eher so an die 3kWh)
Ich war eben der Meinung, dass sich das dahingehend dann doch etwas technisch weiterentwickelt hat ...kann mich aber auch irren. Zumindest setze ich mal vorraus, dass der Akku ab Erreichen einer Unterspannungsgrenze XY von der Leistungselektronik (und vielleicht sogar vom BMS) getrennt wird?!
Ansonsten bestünde da ja tatsächlich massives Misshandlungspotential, was ich mir so beim besten Willen nicht vorstellen kann.

von LiFeEl - am 10.04.2015 15:33
Zitat
LiFeEl
Zitat
i-MiEV
Zitat:................................

Achten sie im Übrigen darauf, alle drei Monate diese vollständige Wiederaufladung der Hauptbatterie ab einem Ladeniveau vorzunehmen, das geringer oder gleich zwei Balken ist."


.................. die Nachladung erst bei Unterschreitung von zwei Balken empfohlen wird.


Wie ich aus dem US Forum entnahm ist diese Ladung ab unter 2 Balken dazu da, das BMS resp. die Zellen zu balancieren. Das gleiche würde im Service gemacht und mit diesem vorgehen könne dies jeder selber machen.

von ^Tom^ - am 10.04.2015 16:14
Zitat aus der Bedienungsanleitung:
"Wenn ihr Fahrzeug für einen unbestimmten Zeitraum nicht genutzt wird, sollten sie die Hauptbatterie alle drei Monate (unter Anwendung des Regulär-Ladesystems)
vollständig aufladen".

Das hat einen andern Grund. Die 12V Bleibatterie versorgt permanent Steuergeräte mit Strom, nur wenig aber es genügt um sie langsam zu entladen. Diese Batterie ist jedoch notwendig um den Ladeprozess des Fahrakkus zu starten. Wird der Fahrakku geladen, so wird gleichzeitig auch die 12V Batterie geladen.
Sinkt die 12V Batterie unter eine Schwelle, so lässt sich das Auto weder starten noch der grosse Akku laden. Dann muss man zuerst die 12V Batterie mit einem separaten Lader laden.

von i-MiEV - am 10.04.2015 16:18
Doch noch gefunden:

Hier der Brief von Mitsubishi USA
[myimiev.com]

Im gegensatz zu uns sind amerikaner (so der Hersteller) wohl in der Lage, auch diesen Service Teil selber zu tun und im Servicebuch zu streichen und jedes mal wenn dies gemacht wird hinten auf dem Breif zu vermerken.

von ^Tom^ - am 10.04.2015 17:12
ich habe hier zwei wunderbare 2013er i-miev (neues modell) zu verkaufen.

mein sonnenblumen-i-miev hat 2014 eine neue batterie bekommen, da von händler oder importeur vergessen wurde ihn nach anleitung wie von i-miev schon gepostet aufzuladen. das äußerte sich am orangenen motorwarnsymbol, geringere reichweite und nicht mehr zu füllendem akku und hatte einen schaden von 9500 euro + mwst. hervorgerufen. ab diesem jahr werden nur noch einzelne zellen getauscht.

PS: ich verkaufe nur einen meiner beiden i-miev, da ich nicht mit beiden fahren kann!

von p.hase - am 11.04.2015 09:28
Ich kann mir eine Bemerkung zur Tiefentladung nicht verkneifeen, da ich auch als Entwickler mit Lithiumbatterien zu tun habe. Tiefentladene Lithium Batterien haben tatsächlich eine erhöhte Neigung Dendriten zu bilden. Diese sub-Mikrometer Defekte führen dazu, dass die Ladeeffizienz im Laufe der Zeit abnimmt und die Selbstentladung zunimmt, die Fehlstellen sich häufen und irgendwann sogar ein Zelltod mit, meistens aber komplett ohne äusserlich wahrnehmbaren Symptome die Folge ist (dh keine Rauchzeichen zu sehen...). Sowas will trotzdem niemand in seiner Garage erleben, glaubt mir. Ich würde daher persönlich ein E-Mobil nur von Privat kaufen und dem Verkäufer bei der Antwort auf die Frage wie er es mit dem Laden gehalten hat ganz tief in die Augen schauen. Von daher würde ich auch nur einen Gebrauchten empfehlen der regelmässig in Gebrauch war. Besser mehr als weniger km! Die meisten Garagen sind komplett inkompetent wenn es um Emobile geht, also Vorsicht walten lassen bei deren Gebrauchtfahrzeugen.
Mein C-Zero läuft übrigens nach mittlerweile über 40'000 km immer noch so weit wie zu Beginn. Unsere Yuasa Zellen scheinen wirklich gut zu sein und die japanischen Ingenieure haben beim Batteriemanagement offenbar einen so guten Job gemacht, dass deshalb wohl Citroen PSA die Batteriegrösse reduziert hat (was ich wiederum für etwas weniger intelligent halte...)

von offgrid - am 14.04.2015 19:39
Zitat
offgrid
Ich kann mir eine Bemerkung zur Tiefentladung nicht verkneifeen, da ich auch als Entwickler mit Lithiumbatterien zu tun habe. Tiefentladene Lithium Batterien haben tatsächlich eine erhöhte Neigung Dendriten zu bilden.


Als Entwickler sollte dir aber ebenso bewusst sein, dass eine Tiefentladung defacto eigentlich nicht möglich sein sollte. Wie hoch wird der Ruhestrom des BMS sein?! 100mA? 50mA? 10mA? Kannst dir ja ausrechnen, wie lang der Drilling dann selbst mit "laut Anzeige" leerem Akku stehen bleiben darf.
sollte diese dennoch möglich sein, dann würd ich mal sagen, dass man sich darum dummerweise zu wenige (oder keine) gedanken gemacht hat ...denn eigentlich muss man heutzutage alles idiotensicher konstruieren.

von LiFeEl - am 14.04.2015 19:54
Zitat
LiFeEl
Als Entwickler sollte dir aber ebenso bewusst sein, dass eine Tiefentladung defacto eigentlich nicht möglich sein sollte. Wie hoch wird der Ruhestrom des BMS sein?! 100mA? 50mA? 10mA? Kannst dir ja ausrechnen, wie lang der Drilling dann selbst mit "laut Anzeige" leerem Akku stehen bleiben darf.


Gehen wir davon aus, daß "leer" in der Anzeige noch 10% sind. Dann hat die 50 Ah Zelle noch 5 Ah geladen.
Bei von dir angenommenen 10 mA BMS Strom wären das:

5000 mAh / 10 mA / 24 h/d = 20,8 Tage

Ergebnis:
Nach drei Wochen ist ein leerer Akku vorgeschädigt!

Ich bin aber davon überzeugt, daß der BMS Ruhestrom bedeutend geringer ist, als deine Annahme von 10 mA.

Mir ist bisher ein Fall bekannt, bei dem das Problem auftrat. Frag mal p.hase.

Btw: Das Entladen auf 2 Balken und anschließende Komplettladen dient alleine der Kalibrierung der SOC Anzeige. Dem Akku ist das egal.

Btw2: Laut Mitsubishi ist es völlig egal, ob man den Akku langsam lädt oder mit CHAdeMO. In ihrer Untersuchung hatte der Akku mit ausschließlich Schnellladung noch ein Prozent mehr nach 1000 Zyklen.

von Andreas106 - am 15.04.2015 08:31
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