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elweb I-Miev / Ion / CZero
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16
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vor 10 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
i-Mief, teschnert, Otto_Moeller, Max Mausser, stromion, i-MiEV, J. Affeldt, Manfred aus ObB, iOnier

Batteriekapazitätsmessung

Startbeitrag von i-Mief am 20.09.2016 05:07

Hallo zusammen

Ich habe meinen i-Miev in der Werkstatt zum Batterie testen gehabt und dieses Protokoll erhalten.
Ich finde das einfach nur billig und nichtssagend was da von Mitsubishi kommt.

Was habt ihr damit für Erfahrungen gemacht?
[attachment 1985 MessprotokolliMiev.compressed.pdf]

Antworten:

Na, das ist wirklich peinlich. Ich würde mir mal den WErkstattmeister geben lassen und ggf mit Mitsu-Deutschland sprechen.

von J. Affeldt - am 25.09.2016 11:54
Zitat
J. Affeldt
..... und ggf mit Mitsu-Deutschland sprechen.


Die werden aber höchstens Jammern, daß Sie kein Schweizer Gehalt bekommt :D

von Manfred aus ObB - am 25.09.2016 12:39
Hallo

An Mitsubishi bin ich schon dran, bei der Werkstatt warte ich noch.

Hat denn keiner von Euch bisher eine Batteriekapazitätsmessung machen lassen?. Ist doch in der 1. und 3. Inspektion drin!

von i-Mief - am 27.09.2016 17:29
Hallo i-Mief,

sieh Dir mal meine Kommentare im Post "Akku defekt" weiter unten an. Erwarte nicht zu viel, weder von den Händlern noch von MMD. Anbei der "offizielle" Meßbericht, wie er vom MUT-3 Servicetester erzeugt wird sowie der zugehörige Screenshot der ECU Daten. Leider wissen viele Händler immer noch nicht, wie der Servicebericht erstellt wird..
Inhaltlich allerdings weitestgehend dasselbe wie beim Deinem Screenshot von der MUT-3 Oberfläche.
Interessant ist, das beim Testbericht andere Werte für die Kapazitäten ausgewiesen werden als die, welche in der ECU gespeichert werden (44,2 44,5 Ah).

Gruß
Thomas
[attachment 1996 Screenshot-2MUTKapazittsmessung-neutral29.06.2014.pdf]
[attachment 1997 MUTPrintComputerDiagnosis-xxx29.06.2014.pdf]

von teschnert - am 28.09.2016 08:47
Hallo Thomas

Vielen Dank erst mal für deine Antwort ! Das klingt ja nicht wirklich gut.

Mitsubishi hat sich noch nicht wieder gemeldet, ich bleibe dran und berichte dann.

Mich beschleicht auch die böse Vorahnung, das hier die linke Hand nicht weiß was die rechte tun soll! Ich höre immer bloß: " Ja die Fahrzeuge sind sehr selten" Das ist mir doch egal! Für eine ordentliche Dokumentation sollte es doch reichen.
Das lustige daran ist, das ich nur die 39,6 Ah im Screenshot des Messgerätes sehe, sonst nichts!!
Alles andere auf dem Zettel ist handschriftlich. Auf drei weitere Seiten Screenshots sind entweder mit "kein Fehler" oder "0,0Ah" in der messgerätemaske angegeben.
Das ist keine Dokumentation, das ist lächerlich!

von i-Mief - am 28.09.2016 09:07
Hallo i-Mief,

ich vermute, die Kapazitätsmessung ist vielleicht nicht gemacht worden, sondern lediglich ein Screenshot des am Fahrzeug angeschlossenen MUT-3? Falls dem so ist reicht das nicht.
Der Wert "23" sagt nicht viel, das ist nur ein Ungefährwert. Für die exakten Kapazitätsmessungen stehen in der ECU insgesamt 10 Speicherplätze für Kapa. und km-Stand zur Verfügung. Das sind die Felder "401" bis "410", siehe Anhang. Diese Speicherplätze werden mit jeder Messung befüllt, der älteste Wert ist die Ursprungskapazität, bei mir also 48.0 Ah. Wenn Du für den handschriftlichen Zettel bezahlt hast solltest Du mal fragen, was genau gemacht wurde. Im Zweifel lass dir in der Werkstatt bei angeschlossenem Tester selbst mal die Datenfelder ab 401 zeigen, da sollte mehr als ein Wertepaar Kapa/km stehen.
Wie die Messung gemacht wird steht in der beigefügten Arbeitsanweisung. Viel Erfolg!

Gruß
Thomas

[attachment 1998 BMUDataListReferenceTable.pdf]
[attachment 1999 Arbeitsanweisungi-MIEVMessungderHauptbatteriekapazitt.pdf]

von teschnert - am 28.09.2016 12:27
Kleine Ergänzung:

- für den grossen Kapazitätstest (nach MUT-3-Vorgabe) benötigt die Werkstatt fast einen ganzen Tag wegen den vorgegebenen Intervallen und Pausen dazwischen. Läuft was schief, muss der ganze Test von Anfang an wiederholt werden. Darum wird der wohl selten gemacht.

- die Resultate auf den 10 Speicherplätzen können im MUT-3 problemlos gelöscht werden. Pech für den Käufer eines i-MiEV Gebrauchtwagens.

von i-MiEV - am 11.10.2016 18:30
Ich habe am 3. November einen Termin in der Werkstatt, um das Thema zu besprechen. Mitsubishi Deutschland hat mir das schriftlich empfohlen. Sie haben hinter meinem Rücken das wahrscheinlich abgesprochen.

Ich werde weiter berichten.

von i-Mief - am 12.10.2016 17:53
So der Termin war jetzt mit einer weiteren Verzögerung endlich voolzogen worden.
Ich konnte in der Werkstatt das Messgerät mit den gemessenen Werten anschauen. Einen komplettausdruck so als Übersicht gibt es nicht und Mitsubishi macht da auch keine Aussage dazu wie die Protokollierung zu erfolgen hat, um sie dann dem Kunden zu überreichen.

Die Meinungen über das Messen ging gleich am Anfang auseinander und konnte auch nicht geklärt werden. Das Messgerät hat einen Wert von 39,6 Ah als Ausgangswert angezeigt, der angeblich nicht verändert werden kann.
Ich bin jedoch der Meinung, das der verbaute Akku 48 Ah besitzt und es auch so im Prospekt angegeben wird. So ist das Ganze nach wie vor im Nebel und eher ernüchternd und nach wie vor nicht zufriedenstellend.

von i-Mief - am 18.11.2016 06:16
Zitat
i-Mief
So der Termin war jetzt mit einer weiteren Verzögerung endlich voolzogen worden. Ich konnte in der Werkstatt das Messgerät mit den gemessenen Werten anschauen.


Und? Was wurde gemessen? Haben sie wirklich den "großen Kapazitätstest" durchlgeführt - oder nur vorhandene Werte ausgelesen?
Zitat

Einen komplettausdruck so als Übersicht gibt es nicht und Mitsubishi macht da auch keine Aussage dazu wie die Protokollierung zu erfolgen hat, um sie dann dem Kunden zu überreichen.


Das finde ich nun auch ganz, ganz schwach.
Zitat

Die Meinungen über das Messen ging gleich am Anfang auseinander und konnte auch nicht geklärt werden.


Da darf es aber keine 2 Meinungen geben. Das Verfahren ist im Werkstatthandbuch festgelegt. Es gibt wohl Unterschiede nach Modelljahr, aber das richtige Verfahren für Dein Auto sollte anhand der VIN und mit dem danach passenden Manual festliegen. Kannst Du selber hier mal nachlesen: i-MiEV Manual online. Oben links das passende MY einstellen, dann in der Spalte unten links "54D-ELECTRIC MOTOR UNIT AND TRACTION BATTERY" auswählen, weiter navigieren über
- "BATTERY MANAGEMENT UNIT (BMU) AND MAIN BATTERY" und
- "ON-VEHICLE SERVICE" zu
- "MAIN BATTERY CAPACITY MEASUREMENT".

Das Verfahren ist ab MY 2012 offenbar vereinfacht worden. Im Menü links ist die Bezeichnung gleich geblieben, im Fenster rechts heißt es aber ab MY 2012 "MAIN BATTERY CAPACITY AUTOMATIC MEASUREMENT"

Nicht zu verwechseln mit dem nächsten Punkt "CHECK ON MAIN BATTERY CAPACITY" - damit wird nur ein vorhandener Wert ausgelesen (Feld 23). Steht auch extra da, wenn man den Punkt anwählt. Inklusive Link zum eigentlichen Messen.

Zitat

Das Messgerät hat einen Wert von 39,6 Ah als Ausgangswert angezeigt, der angeblich nicht verändert werden kann.


Mangels genauerer Angaben kann man hier nur vermuten, dass dies der Wert aus "Feld 23" ist.
Mangels genauerer Kenntnis vermute ich weiter, dass der Wert in "Feld 23" vom Fahrzeug im Betrieb errechnet wird und Faktoren wie den Degradationszustand der Batterie, aber eben auch die Außentemperatur einbezieht und damit die aktuell nutzbare Kapazität widerspiegelt. Den Wert in diesem Feld nutzt der Bordcomputer dann wohl zur Schätzung der aktuellen Restreichweite. Das erlaubt also nur eingeschränkte Aussagen über den tatsächlichen Akkuzustand. Allerdings müsste die Werkstatt über "normale" Werte verfügen und damit sollte sich eine gewisse Aussage treffen lassen.
Wenn hier jemand bessere Kenntnisse hat bitte ich um Ergänzung / Korrektur ...
Zitat

Ich bin jedoch der Meinung, das der verbaute Akku 48 Ah besitzt und es auch so im Prospekt angegeben wird. So ist das Ganze nach wie vor im Nebel und eher ernüchternd und nach wie vor nicht zufriedenstellend.


Wenn der Wert von 39,6 Ah aus "Feld 23" stammt und wenn dieses wie von mir vermutet einen Arbeitswert des Bordcomputers darstellt, dann dürfte Deine Batterie durchaus eine mehr oder weniger deutlich darüber liegende (Rest-) Kapazität haben.
Falls Du guten Grund zu der Annahme hast, dass Dein Akku einen massiven Kapazitätsverlust (im Sinne eines - eventuell garantierelevanten? - Defekts) aufweist, dann solltest Du einen "großen Kapazitätstest" ausdrücklich in Auftrag geben. Wird nicht billig werden, könnte sich aber lohnen.

Ob der "große Kapazitätstest" in der 1. und 3. Inspektion "drin" ist würde ich nicht beschwören ... kann durchaus sein, dass da nur ein "CHECK ON MAIN BATTERY CAPACITY" "drin" ist ...

von iOnier - am 20.11.2016 18:08
Hallo iOnier

Vielen,vielen Dank erst mal für die sehr ausführliche Antwort.

Ich habe mich schon mit dem Werkstattmeister und mit Mitsubishi in Verbindung gesetzt .

Ich werde wieder berichten.

Viele Grüße

von i-Mief - am 22.11.2016 06:46
Hallo

Nach unendlichen email's an MMD endlich eine offizielle Bestätigung, das das Fahrzeug einen Akku von 48 Ah hat. ( kann man auch ausrechnen) aber ich wollte es vom Hersteller direkt wissen.

Jetzt zum Akkutest selbst.Die Mitsubishi Fachwerkstatt ist der Meinung natürlich alles richtig gemacht zu haben und halten sich seitdem bedeckt. Die haben den falschen Akkuwert als Grundlage zum messen genommen und somit völlig falsche Ergebnisse bekommen!
Jetzt schlage ich mich mit denen rum. Nur kapieren tun die das nicht. Gewisses Verständnis habe ich natürlich für das technische Versagen der Werkstatt, da ich der einzigste im Landkreis mit diesem Fahrzeug bin. Aber bei anhaltender Beratungsresistenz der Werkstatt reißt auch bei mir langsam der Geduldsfaden.
Jeder i-Miev Fahrer muss doch das gleiche bei der Inspektion im 1. und 3. Jahr durchleben!

Wer hat da welche Erfahrungen gemacht und wie sehen die Ergebnisse aus?

von i-Mief - am 04.01.2017 06:40
Hallo zusammen,
Endlich hab ich mich durchgerungen mich anzumelden und hoffentlich kann ich etwas wissenswertes zur Diskussion beitragen.
Hab seit September einen Ion BJ 2011... Als ich diesen im September Probe gefahren bin, hab ich im Hanfschuhfach einen Ausdruck gesehen, wo was mit 40Ah drauf stand. Leider war dieser Ausdruck dann zum Kauf nicht mehr drin und ich hab auch nicht mehr danach gefragt, da ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht wusste, was dies genau war.

Jedenfalls war mein Fahrzeug von 2011-2015 bei den Stadtwerken Trier zugelassen und wurde von deren Autohaus auch regelmäßig gewartet. Von einem dieser Jahre stammte dieser Ausdruck wahrscheinlich. Er sah laut meiner Erinnerung ziemlich offiziell aus und die 40Ah war auch größer geschrieben als alles andere...
Kann daß ein Ausdruck einer Kapazitätsmessung gewesen sein und wenn ja sind dann die 40 ein guter Wert?

Gruß

von stromion - am 05.01.2017 16:51
40 Ah sind ein normaler Wert für das alter. Bei mir sind es sogar nur noch 39 Ah.
Gruß

von Otto_Moeller - am 07.01.2017 12:00
Guten Abend
Zur Batterie-Kapazität der Drillinge:

Die einzige vertrauenserweckende Seite, die ich bis jetzt gefunden habe, ist ein Labor in Amerika.

Unter folgenden Link hat es Batteriepack-Messungen von diversen Elektromobilen.
[avt.inl.gov]
(Siehe unter:" Vehicle Testing" ==> "Light Duty" dabei immer Learn More anklicken)


IMiev-Messungen findet Ihr unter:
[avt.inl.gov]
[avt.inl.gov]
[avt.inl.gov]

(Nach ca. 30'000km (19'000 Miles) wird bei einer Konstant-Stromentladung mit 16A nur noch 36 / 34 Ah. gemessen.)

Eine E-Mail-Anfrage von mir bei "John Smart" hat leider ergeben, dass die Messungen demnächst eingestellt werden.
Von mir aus Schade denn:
- Solche Messungen würden die Batteriehersteller davon abhalten uns jeden Bären aufzubinden
- Man könnte die verschiedenen Batterie-Packs vergleichen.
- Man hätte im Garantiefall etwas in der Hand
- usw.

Gruss Max

von Max Mausser - am 20.03.2017 21:28
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