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Forum 2. Kreisklasse Industrie Handball
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vor 1 Jahr, 11 Monaten
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Fachfrau, Rob Jackass, ickeraner, rudirennschwein, Ballhand04, Frank R.

Regeländerungen ab Juli 2016

Startbeitrag von Rob Jackass am 03.03.2016 09:38

Passives Spiel, letzte Minute, blaue Karte: IHF-Regeländerungen ab Juli gültig

Nach dem Vorwarnzeichen sind in Zukunft maximal sechs Pässe zugelassen
Foto: Ingrid Anderson-Jensen
Nun ist es offiziell: Die vorgeschlagenen Regeländerungen des Weltverbandes IHF gelten ab 1. Juli 2016, sodass bereits bei den Olympischen Spielen nach ihnen gespielt wird. Das teilte der Weltverband seinen Mitgliedsverbänden und Kontinentalföderationen am gestrigen Montag mit.

Insgesamt betrifft die Reform fünf Änderungen, die von der Regelarbeitsgruppe der IHF im Oktober 2014 in Dänemark erarbeitet und bei den Weltmeisterschaften der Junioren und der Jugend im vergangenen Jahr positiv getestet wurden. Der IHF-Rat verabschiedete die Regeln im November 2015 in Sotschi; gemäß Artikel 20, Punkt 2 der IHF-Statuten treten sie nun am 1. Juli 2016 in Kraft.

Die Regeländerungen im Überblick

1. Torwart als Feldspieler:

Der Torwart kann als siebter Feldspieler eingesetzt werden. Er muss nicht mehr zwingend mit einem Leibchen gekennzeichnet sein. Ist er das nicht, darf jedoch kein Feldspieler den Torraum betreten; der Torwart muss erst für einen Feldspieler eingewechselt werden.

2. Verletzter Spieler:

Ein verletzter Spieler muss das Spielfeld verlassen, nachdem er auf dem Spielfeld medizinisch behandelt wurde, und darf es erst wieder betreten, wenn seine Mannschaft drei Angriffe abgeschlossen hat. Ein Angriff beginnt mit Ballbesitz und endet, wenn ein Tor erzielt wurde oder die angreifende Mannschaft den Ball verliert. Betritt der Spieler das Spielfeld vor Ablauf der drei Angriffe, wird es wie ein Wechselfehler geahndet. Bei einer progressiven Bestrafung des Gegenspielers des Gefoulten gilt die Regel nicht; ebenso bei einem Torwart, der nach einem Kopftreffer liegenbleibt.

3. Passives Spiel:

Nach der Anzeige des Vorwarnzeichens hat die vorgewarnte Mannschaft maximal sechs Pässe zur Verfügung, um auf das Tor zu werfen. Wenn der angreifenden Mannschaft ein Freiwurf zugesprochen wurde, wird die Anzahl der Pässe nicht unterbrochen. Das Zählen der Pässe erfolgt durch den Schiedsrichter und ist eine Tatsachenfeststellung. 


4. Letzte Minute:

Der Wortlaut “letzte Spielminute” in den Regeln 8:5, 8:6, 8:10c und 8:10d wird durch die “letzten 30 Sekunden des Spiels” ersetzt.

Begeht ein Abwehrspieler in den letzten dreißig Sekunden eine grobe Regelwidrigkeit oder unterbindet regelwidrig eine Wurfausführung (Anwurf, Abwurf, Freiwurf, Einwurf), erhält er nun eine rote Karte ohne Bericht - und die andere Mannschaft automatisch einen Siebenmeter.

Die Siebenmeter-Regelung umfasst jedoch keineswegs jedes Foul in den letzten dreißig Sekunden: „Festmachen ist weiterhin ein einfacher Freiwurf“, stellte Manfred Prause, Vorsitzender der Regel- und Schiedsrichterkommission der IHF, im Oktober 2015 gegenüber handball-world.com bereits klar. „Es kann ja nicht sein, dass in den letzten dreißig Sekunden jedes Foul in der Spielfortsetzung ein Siebenmeter ist. Nur Fouls, die sowieso eine rote Karte nach sich ziehen, sind von der Änderung betroffen - ansonsten dreht sich die Regel um Vergehen, wenn der Ball nicht im Spiel ist.“

5. Blaue Karte:

Die Schiedsrichter haben zusätzlich zur Gelben und Roten auch eine Blaue Karte zur Verfügung, um bei einer Disqualifikation eines Spielers für mehr Klarheit zu sorgen. Wenn die Schiedsrichter - nach dem Zeigen der Roten Karte - auch noch die Blaue Karte zeigen, wird ein schriftlicher Bericht in den Spielbericht aufgenommen und die Disziplinarkommission ist für weitere Maßnahmen verantwortlich.

Antworten:

Hallo Rob,

und wieder mal wird das Spiel unübersichtlicher.

Stellt sich die Frage, wie Zeitnehmer und Sekretäre, sowie auch SR (insbesondere die Lebensälteren) das noch unter Beobachtung halten sollen.

Fängt beim verletzten Spieler an. Wenn die leicht verletzten Spieler (Bsp. nach Kontaktaufnahme einen Pferdekuss erhalten) jetzt auf die Bank müssen darfst du aber nicht mit nur 6 Feldspielern anreisen, da du sonst dauerhaft in Unterzahl spielst. Und wer soll das bei mehreren Verletzungen noch nachhalten.

Die Regeländerungen machen möglicherweise in den ersten drei Ligen Sinn, da du dort ein neutrales Schiedsgericht hast und in der ersten Liga auch mehr als zwei Delegierte am Zeitnehmertisch sitzen.

Ansonsten eher eine Erschwernis für den Spielbetrieb, sowohl für Spieler, Mannschaften als auch Schiedsrichter, Zeitnehmer und Sekretäre.

von Frank R. - am 03.03.2016 10:04
nix wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!
wird meiner meinung nach in der 2. kk alles keinen bestand haben...

von ickeraner - am 03.03.2016 14:04
Hoffe auch, dass der Mist in unseren "Bauernligen" kaum Anwendung finden wird.
Sehe es auch als Möglichkeit in den drei Bundesligen, aber 2.KK und da spiele ich mittlerweile :spos:, oh je oh je

Meine Regel 6. Für jeden Spieler ein Frei:cheers: nach dem Spiel :xcool:

von Rob Jackass - am 03.03.2016 18:17
aber bitte nur Fiege! :drink:

von ickeraner - am 07.03.2016 09:19
Immer mit der Ruhe; die neuen Regeln sollen erst zum 01. Juli 2017 !!!greifen (bis dahin kann sich noch viel ändern)

von Fachfrau - am 08.03.2016 10:53
Die Regeln sind ab der kommenden Saison gültig. 2016/2017.

von Ballhand04 - am 09.03.2016 05:42
Du solltest Dich mal an höherer Stelle erkundigen. Lt. dem Vorsitzenden Handballkreis Industrie Herr Olaf Strunk gelten die Regeln ab dem 1.7.2017

von Fachfrau - am 09.03.2016 14:33
Ihr könnt euch auf Unentschieden einigen. Im internationalen Bereich greifen die neuen Regel schon in Rio.

von rudirennschwein - am 10.03.2016 12:40
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