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Rohkost-Irrwege Forum
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Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren, 6 Monaten
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beere, Angelika Allesroh, Chaja, Christrose, rawabsolute

Neues Buch von Victoria Boutenko

Startbeitrag von beere am 10.01.2012 15:28

Hallo!

Heute erschien ein neues Buch von Victoria Boutenko mit dem Titel:
Raw and Beyond: How Omega-3 Nutrition Is Transforming the Raw Food Paradigm
Auf Amazon kann man auch einige Seiten probelesen.
Victoria Boutenko war ja die Erfinderin der Green Smoothis - auch heute noch empfehlen das viele, ohne anscheinend zu Wissen dass die Gesundheit der Boutenkos sich seit einiger Zeit wieder verschlechterte. Victoria Boutenko selbst ist auch übergewichtig. Offensichtlich ist die Ursache ein Omega-3 Mangel, den man sich wohl mit 100% Rohkost zuzieht. 100% Rohkost bekommt mehr und mehr einen schlechten Ruf- allerdings handelt es sich um 100% vegane Rohkost. Interessant finde ich, dass die Boutenkos trotz exzesiever Einnahme von Grünzeug einen Omega-3 Mangel - bzw. ein -Ungleichgewicht - nicht verhindern konnten. Das soll jetzt wohl mit Einbeziehung von Kochkost funktionieren. Ich denke damit es vegan bleibt, denn wie ich dem Inhaltsverzeichnis und Register entnehme geht es wohl weniger um Fisch und co. Allgemein scheint dieses Buch eher eine Rezeptesammlung zu sein *k*

Antworten:

Grüß dich Beere,

danke für deinen Hinweis!

Anscheinen warnt auch sie nun vor zuviel Omega 6 Fettsäuren Überhang, der ja vor allem auch in Samen und Nüssen zu finden ist.
Betroffen sind davon viele vegan orientierte Rohköstler und für jene ist es mitunter besser, gekochte Lebensmittel bzw. Nahrungsmittelergänzungen mit einzubeziehen wie ich es auch in meinem Buch schreibe und wie es auch andere ernst zunehmende Autoren schreiben.

Besser weniger Samen und Nüsse!
Und auch Avocado und Oliven sind als Hauptnahrung in diesem Sinne eher nicht dem optimalen Erhalt des Körpers dienlich.

Als ich vor 10 Jahren mit der Rohkost begann, war ich erstaunt, wie wenige Rohköstler darum wissen. Manche meinten sogar, ach Linolsäure und Linolensäure seien das selbe: " Das was ich esse hat eh viel Linolsäure ..." bekam ich mal als Antwort. :eek:
Zur Erklärung für jene die es nicht wissen, das sind nur andere Bezeichnungen für Omega 3 bzw Omega 6 Fettsäuren.

Über meine Borretschblätter wunderte man sich damals zu meiner seitiger Verwunderung sogar im Urkostforum und jene Forumsmoderatorin meinte zu mir, dass das für die Rohköstler viel zu kompliziert sei, das Thema.
Dabei kann man das super rausschmecken!

Naja, seit einigen Monaten (wenigen Jahren) ist es ja das Lieblingsschlagwort dann von jener Moderatorin geworden, als (ihr) klar war dass das in den Blättern im richtigen bzw ergänzend vorteilhaften Verhältnis enthalten ist.
Aber das mit dem Rausschmecken ist (auch ihr) noch immer nicht klar, weil die Nuss- und anderen Tipps passen nicht dazu.

Mit der Menge aus den häufig nur wenigen verzehrten Blättern, ja da hat es etwas. Da fand ich es dann super, dass Frau Boutenko darauf hinwies, dass viel zuwenig Grün gegessen wird. Deswegen verlinkte ich dies auch und stellte dies in meine Homepage.

Zur Mode grüne Smoothies: Manche glauben, wenn sie ein paar Blätter mit Wasser und Früchten aufgießen dann hätten sie viele oder genügend Blätter gegessen. Was für sein Selbstbetrug.

Und viel mehr kommt es auf die Verhältnisse an als auf die Mengen - Nüsse können da sehr gemein sein. Ein interessantes Buch wäre auch: "Der Teufel in der Tüte der Rohköstler: Advanced lipooxidated Endproducts"

Die Oxidation ist ein "Hund" .. nicht nur bezüglich Omega 3 Fettsäuren. Und genau die machen Figur- .. wie auch andere gesundheitliche Schwierigkeiten und psychische Schwankungen.

In meinem Buch gehe ich auf dieses Thema von mehreren Seiten an um es bildlich zu erklären.
Hier aber noch mal eine weitere Ansicht, die mir gefällt:

Zucker wird durch Gärung zu Alkohol und CO2 abgebaut
Alkohol würde im Körper zu Fettsäuren und CO2 abgebaut
Biogas (Methan und CO2) kann man durch Fermentation herstellen.
Holzverbrennung: Auch hier entsteht CO2
Also C ohne Wasserstoffe, nur noch Sauerstoff (Oxigen) dran.

Was passiert im Körper: u.a. eine gezielte Verbrennung - Oxidation
Und der Körper ist so genial, da laufen viele Prozesse nicht "nur" zur Energiegewinnung sondern als Funktion ab.
Wenn aber die Wasserstoff- und Sauerstoffatome nicht an ihrem Platz sind bzw keinen Platz für Elektronenweiterleitung lassen - dann hilft es gar nichts, dass etwas nicht über 40 °C erhitzt wurde.

Ja, dann kann man auch mit Rohkost dick werden. Nicht nur wegen des Überessens, nein auch deshalb weil man sich genauso (oder sogar mehr) mit ALEs belastet wie die dann häufig geschmähten Kochköstler. Macht alt und die Nasen dick oder verändert sie. Dabei kann man das herausschmecken.

Und ich finde keineswegs, dass man sich gar mit Musen, Ölen, Fetten oder Pulvern irgendein Geld ersparen und einen Genuss mehr bekommen würde. Vielmehr liegt die Geschmacksexplosion und der Himmel beim Genuss im frischen Lebensmittel. Auch das eindeutige Ende.

Vor einigen Monaten entzückte mich Manuel bei einer unserer familieninternen Vergleichsverkostungen, worauf ich seine Eindrücke extra filmte, siehe am Anfang dieses Video: http://www.youtube.com/watch?v=9mfBTsg7oyo
Mischungen sind besonders anfangs interessant, meist auch aus Gewohnheit - doch bald sollten sie ihren Glanz verlieren: Man lernt besseres kennen - vom Geschmack und von der Befriedigung her.
Immer frische Produkte bevorzugen (Oxidation).

Auch durch das Mischen geht viel an Geschmack verloren ... nicht nur die ätherischen Öle, die im Mund zerbissen und aufgegangen im Gaumen Wunder wirken können.

Auch wenn frische LEBENS-MITTEL Organisation bedeuten.

Wie kann man bei LEBENS-MITTELN an Zeit sparen?

Mir sagte mal jemand: Wenn man sich nicht beizeiten Zeit für die Gesundheit nimmt, wird man viel Zeit für Krankheit benötigen.

http://www.youtube.com/watch?v=JYpjyQ754Uo&feature=related

von Angelika Allesroh - am 10.01.2012 23:45
Wenn man soviel Nahrung in sich hineinschüttet (Smoothies), dann muss man ja davon krank werden - egal ob vegan oder nicht.

Rohvegan mit Darmproblemen ist natürlich lebensgefährlich!

Deshalb einmal 2 Beispieltage von mir, die so auch REAL existiert haben, denn ich zeichne jetzt jeden Tag genau auf:

Beispiel 2 Mahlzeiten / Tag
Sonntag, 1. Jänner 2012: Von 9.00 – 10.00 Uhr Schnee geschaufelt. Von 11.00 – 12.00 Uhr am Dach Schneegeschaufelt. Um 12.10 Uhr dann 3 Maracujas von Orkos. Um 12.50 Uhr dann einen Chicoree, 150g fermentierte(10 Tage) Alge Dulce und noch etwas Batavia Salat von Orkos. Nun ein schöner langer (8 km) Spaziergang mit meiner Frau und daheim noch das dünne Fruchtfleisch von 2 jungen Kokosnüssen. Dann noch Oliven und etwas Batavia und Feldsalat. Ende mit dem Essen um 17.00 Uhr. 25 Minuten hinten und auch vorne UVA/B-Bestrahlung. Bettruhe um 22.20 Uhr.

Beispiel 1 Mahlzeit / Tag
Montag, 2. Jänner 2012: Jetzt erst einmal wieder Arbeiten bis 12.15 Uhr. Einen Schluck Trinkmoor und dann sofort Schifahren mit meiner Tochter. Um 15.45 dann Fruchtfleisch von zwei jungen Kokosnüssen, eine davon hatte sehr dickes Fruchtfleisch. Noch Oliven von Orkos und zum Schluss Feldsalat und einen halben Chicoree. Schluss mit dem Essen um 17.00 Uhr. Dann gearbeitet bis 22.30 Uhr. Bettruhe dann um 22.50 Uhr.

von Christrose - am 11.01.2012 10:31
Grüß dich Christrose,

kennen wir uns? Jedenfalls schön dass du mitschreibst ! *c*

Ich habe eben noch mal die Texte zum Buch auf amazon.com gelesen und hier über google-Übersetzung hereingestellt.
Es ist tatsächlich eine wie häufig bei veganer Ernährung deklarierte Absage an eine 100 % vegane (!) Rohkost Ernährung, mit 100 Rezepten von Roh bis gedämpft und leicht gekocht.
Also eine Ernährung, die ich im Wesentlichen vor meiner Rohkost-Umstellung praktiziert habe:

Zitat
Holprige Google-Übersetzung über den Buch-Informations-Text
Victoria Boutenko, Elaina Liebe und Chad Sarno haben Staats-und Regierungschefs in der Rohkost-Bewegung seit den 1990er Jahren. Jeder von ihnen gepflegt und förderte die 100 Prozent Rohkost seit Jahren. Seitdem haben alle drei unabhängig voneinander zu dem gleichen Ergebnis gekommen: dass ein völlig rohe Ernährung nicht unbedingt die beste Diät. Ein Grund für ihren Wandel im Denken ist die neueste wissenschaftliche Forschung über die Auswirkungen von Omega essentielle Fettsäuren auf die menschliche Gesundheit. Studien zeigen, dass wenn sie im Übermaß gegessen, Omega-6 können Entzündungen und Fettsucht verursachen. Ein typisches Rohkost enthält große Mengen an Nüssen und Samen, von denen die meisten extrem hohen Gehalt an Omega-6 und wenig Omega-3-Fettsäuren sind.

Raw foodists sind nicht die einzigen, die nicht über ausreichende Omega-3-Fettsäuren in ihrer Ernährung. Da Omega-3-Fettsäuren durch Hitze leicht beschädigt, Personen, deren Ernährung reich an verarbeiteten Lebensmitteln und Ölen hat wahrscheinlich eine Omega-3-Mangel. Viele Symptome dieses Mangels für andere gesundheitliche Probleme oder Nährstoffmangel können sich irren, so wenige Menschen wissen die Ursache ihrer Beschwerden. Boutenko das Kapitel über Omegas den Lesern tiefer gehende Informationen zur Ernährung. Hundert Rezepte-von RAW zu gedämpft und leicht gekochte Gerichte von der Vorspeise bis zum Dessert-Angebot Lesern die Möglichkeit zu einer nachhaltigen, gesunden und energetischen Lebensstil zu genießen.


Das Buch ist lt amazon seit gestern erhältlich und auch seit gestern gibt es schon eine ausführliche Rezension (das geht ja schnell ..), da steht übersetzt:

Zitat
Holprige Google-Übersetzung der Rezension
Dieses Buch ist ein wichtiges Jahr für jedermann in der Rohkost Lifestyle interessiert. Die drei Autoren haben langjährige Rohkost Fürsprecher. Victoria Boutenko ist einer der bekanntesten Autoren in der Rohkost Welt mit ihren grünen Smoothie Revolution. Seit vielen Jahren, glaubte sie, und andere, die Rohkost war am besten 100%, egal, was folgte. Mit anderen Worten: solange es roh ist, ist es gesund. Wenn es gekocht, es ist nicht gesund, nicht essen.

Als die drei Autoren in diesem Buch skizzieren, ist diese Philosophie nicht nur begrenzt, sondern auch potentiell schädlich. Unzählige Menschen, in ihrem Eifer zu einer Rohkost ideal, wurden durch den Rat von Rohkost Autoren, die sich in ihren Plan ohne Fehler ist zu verkünden verletzt worden.

Jeder Autor trägt ein Kapitel des Buches, und der Rest ist mit Rezepten gefüllt. Ein paar Rezepte gekocht, aber die meisten sind roh.

Victoria Beitrag war besonders interessant, mit ihrer Familie die Geschichte der zunächst die Entdeckung der Rohkost-und Rückwärtsfahren viele gesundheitliche Probleme, nur um später durch neue geplagt werden. Sie beschreibt, wie ihre grünen Smoothies Dinge besser gemacht, aber letztendlich war es nicht genug.

Die beiden anderen Autoren auch dazu beitragen, gute Geschichten. Besonders interessant ist das Kapitel von Chad Sarno. Chad ist ein weltbekannter Rohkost Koch. Als er sich für Whole Foods Market Arbeit begann, hatte er sein Blut getestet. Obwohl er ein raw vegan, fand er heraus, dass er mit einem hohen Risiko für Herzerkrankungen, sogar für amerikanische Verhältnisse! Sein Cholesterin und Triglyceride zu hoch waren.

Dies führte ihn zu einer fettarmen, Vollwertkost, Ernährung auf pflanzlicher Basis statt, ohne Zusatz von Ölen folgen. Nur, dass Veränderungen allein brachte seine Zahlen im gesunden Bereich.

Jeder Autor, obwohl aus unterschiedlichen Hintergrund ist zu einem ähnlichen Schluss kommen: Sie müssen nicht essen 100% roh zu erreichen perfekte gesund. Meistens stimmen in der Bedeutung einer fettarmen Diät und die Beseitigung von Ölen.

Überraschend viele der Rezepte im Buch enthalten immer noch Öl. Ich fühle mich nach dem theoretischen Teil des Buches, den Inhalt von einigen der Rezepte nicht passen ihre Botschaft. Anstelle der Verwendung von Olivenöl, verwenden sie Leinöl, die reich an Omega-3-Fettsäuren ist. Einige Rezepte enthalten auch Kokosöl, und viele enthalten Hanföl. Ich persönlich fühle mich dies widerspricht ihre Botschaft zu essen Vollwertkost statt gebrochen und raffinierte Nahrungsmittel.

Insgesamt ist dies ein wichtiges Buch, dass von allen gesundheitlichen Suchende, vor allem Interesse an den Rohkost Lifestyle zu schätzen wissen. Ich denke die Autoren noch nicht weit genug in sein im Einklang mit ihrer Botschaft, und ich wünsche den Rezepten wurden weniger Fett und frei von Ölen zugesetzt. Alle Vorteile von Omega-3-Fettsäuren aus Obst, Gemüse, pflanzliche Nahrungsmittel, sowie einige ganze Nüsse und Samen gewonnen werden. Es gibt keine Notwendigkeit, Öl, eine konzentrierte Quelle von Fett, fügen Sie eine Diät machen.

Natürlich sollten Sie das Buch gelesen und kommt zu eigenen Schlüssen. Wenn Sie an dem Thema interessiert sind, ich glaube, Sie finden diese auf eine erfrischende und anderes Buch sein.


Naja, also neu ist das ja nicht.
Es wird auch wieder gegen Fett in der Ernährung gewettert. Gut, ich finde ebenfalls, dass Öl nur speziell und wenig eingesetzt werden sollte, weil es ein extrahiertes Produkt ist. Lipome werden erst seit der Nutzung von Ölen beobachtet.
Solange man das Dogma absolut vegan aufrecht erhält, bleibt man natürlich mit Fetten in Konflikt in diesem Bezug. Das kritisiert wohl auch die Rezension, weil Öle dann erst wieder vorkommen.

Ich habe das Buch nicht, doch fehlen zu Leinöl vermutlich ein paar Informationen - eine reine Vermutung.
Das wird klassisch nämlich mit Quark/Topfen kombiniert wegen der schwefeligen Aminosäuren die man in diesem Fall mehr dazu benötigt.

Schon seit langem (!) sagen Rohköstler in wärmeren Breiten, dass vegane Rohkost im Norden nicht möglich ist. Jedoch: Selbst dort wird sie meist nicht ausgewogen praktiziert. Allerdings hilft das Klima viel abzumildern, gewährleistet eine bessere Pflanzengrünversorgung und vor allem Energie länger zu sparen.

Zitat
Christrose
Rohvegan mit Darmproblemen ist natürlich lebensgefährlich!


Ja!
Noch dazu werden sie häufig genau mit falscher Praxis auch noch erwirkt bzw gefördert.
Falsche Praxis ist allerdings immer sehr nachteilig. Denn selbst wenn tierische Produkte verzehrt werden, wenn der Darm entzunden ist, hilft auch das nichts (mehr).

Für viele vegane Rohköstler mag dies erlösend sein, was Frau Boutenko schreibt, dass man auch gekocht vegan mit hohem Rohkostanteil gut leben kann. Das ist nichts Neues - und die veganen "Rohkost-Küchenmischungs-Seminaranbieter" in Amerika gehen so weit, dass nicht einmal die Seminarleiter ganz roh essen müssen (vermutlich hätten jene sonst kaum welche zum Seminare anbieten, es ist ein ganz schönes Geschäft und mit Kosten verbunden, die ganzen Module jeweils zu besuchen - wen es interessiert, Kochkost zu imitieren).

So, also wem bringt es dann etwas, ganz roh zu essen?
Wenn doch alles auch so geht? *x* *a*
Jedenfalls kann es viele größere Komplikationen, die mit ungeeigneter veganer Rohkost entstehen, vermeiden. Weil: Man kann es dann nicht mehr auf vegane Rohkostpraxis schieben.
Das heißt leider nicht, dass vegane Kost immer unproblematisch ist.

Zurück zur Rohkost: Anfang des letzten Jahrhunderts merkten Ärzte, dass eine Rohkosternährung je nach Ausmaß einer Erkrankung einen sehr positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf haben kann - und zwar einen unerwartet großen.
Wer also chronische Krankheiten hat oder wie viele heute, an Neurodermitis (atopische Dermatitis), Athma und ähnlichem leidet, der wird in einer praktizierbaren Rohkost Ernährung am meisten Freude haben. Und Erfolge am intensivsten und schnellsten wahrnehmen.

Dattelkern meinte einmal, ja also man sollte einfach akzeptieren, dass manche zu krank sind für die "übliche" Ernährung.
Ja, so kommen viele hin.
Und sicherlich ist es eine sehr individuelle Entscheidung.

Es ist nicht gut, dass Menschen sich aufgrund eines Elitegedankens und nicht dem Gefühl dahinter, kopfmässig zu 100 % Rohkost entscheiden. Das führt auch dazu, dass manche eine dermaßen schwankende Rohkost-Praxis ausführen, dass diese Menschen abwechselnd von Hochgefühl bis tiefste Depression getrieben werden.
Auch Beziehungsprobleme sind dadurch nicht selten!
In diesem Fall ist es besser einen stabilen Kochkostanteil zu behalten und nicht dauernd auf und ab zu gehen!!


Aber viele merken - und dies auch schon viel früher - wie stark die Einflüsse einer ausgewogenen und möglichst natürlichen Ernährung sind. Und sind die Lebensmittel auch noch roh perfekt und geeignet, so ist die Auswirkung noch einmal größer.
Ich wüßte nicht, was neben chronischen Krankheiten noch interessanter und motivierender ist, als einen klaren, flexiblen und optimistischen Kopf (Gehirn) zu fördern.

Das kann eine ganz schöne Umstellung sein, weil man viel mehr wahrnimmt. Dafür kann Begleitung durch Freunde sehr stützend sein. - unbedingt Beziehungen fördern und sich nicht zurückziehen.
Auch Forenaustausch half mir viele Jahre dabei.

Just be (einfach sein): http://www.youtube.com/watch?v=fVPDaWFHJJ4&list=PL59A890776DD61BE9&index=31&feature=plpp_video

Mein Tipp: Stabil 14 Tage 100 % Rohkost versuchen. Dann mit der Zeit schauen, wie man sich im Detail örtlich organisieren und versorgen kann, sodass es einfach "läuft" .. das dauert etwas. Und wenn es aufgrund Dogmen oder anderer Entscheidungen nicht ganz möglich ist: Dann zumindest stabil gleichmässig.

Und: Sich Zeit für sich lassen.
Das meiste, was umgestellt werden muss, sind die Gewohnheiten.
Ich hatte jede Gewohnheit extra umgeändert. Das ging nur bewußt.
Wenn man etwas 7 Mal gemacht hat, ist die Wahrscheinlichkeit zu 80 %, dass es verinnerlicht ist.


von Angelika Allesroh - am 11.01.2012 11:26
Der Rezendant des Buches ist Frederic Patenaude, ein Rohköstler aus der Low-Fat-Raw-Vegan Szene. Das Konzept scheint zu funktionieren, da Nüsse und Avocados nur sehr sehr eingeschrenkt verwendet werden, wodurch das Omega3/6 Problem nicht so stark auftritt. Der ganze Zucker hat leider auch Nachteile. Ich glaube Frederic Patenaude ist auch nicht mehr 100% roh und irgendwo laß ich mal was von Eiern, aber ganz so gut bin ich da nicht informiert.

von beere - am 11.01.2012 12:49
Das kann man hier lesen: http://www.rawguru.com/html/fredinterview.html

Zitat

3. What are some rawfood staples in your current diet. What are some of your "favorite" foods? And If you could eat "cooked" food....what would you eat?

It depends on the season. Right now it’s fresh figs, white peaches, apples, lettuce, melon, and a few others. My favorite include: mango, durian, jackfruit, sapote, mamey sapote, and many other tropical fruits. I’m not 100% raw (although I was for many years), so I also eat some steamed vegetables, legumes, etc., but if you want to know what “forbidden” thing I craved the most, I got to say that it’s coffee.


Zitat

8. How much sun do you think we need as vegans to get enough Vitamin D?

You need to take sun between 10 a.m. and 2 p.m. If you live in the north, you can’t produce vitamin D even if you expose your skin to the sun except during the summer months. You can then either take a supplement or eat some animal foods that contain vitamin D. I personally eat some raw egg yolks. I know some people have said a lot of bad things about animal products, but I think that I little can be good. Egg yolks contain most vitamins and minerals and also contain some vitamin D. I like their taste and I think they can be part of a natural diet.


von rawabsolute - am 11.01.2012 13:12
Danke, rawabsolute!

Ich frage mich, warum es sich alles so schwer machen und nicht einfach ein wenig Fisch essen - das wäre so einfach! Der gibt Omega 3s, Lysin, Vitamin D, Vitamin B12...
Das Problem ist nur, dass Fisch und Fleisch immer in einen Topf geschmissen werden, dabei ist Fisch etwas komplett anderes als Fleisch (Außnahme: Thunfisch)! Zu viel Fleisch macht auch in der roh Probleme und natürlich kann man mit ein wenig Fisch nicht alles ausgleichen, eine ausgewogene Zusammenstellung der Nahrung ist Grundvoraussetzung. Trotzdem kann etwas Fisch so vieles erleichtern :rolleyes:

von beere - am 11.01.2012 13:23
Ja Beere, die Erfahrung mache ich gerade auch. Wobei man vielleicht unterscheiden muss zwischen wirklich wilden Fleisch und Tierhaltungsfleisch. Ich bekomme hier gerade kein Fleisch, welches nicht mit Getreide zugefüttert wird. Und ich reagiere nicht so gut darauf. Aber ich kann nicht wissen, wie wildes Fleisch auf mich wirkt.

Liebe Grüsse von Chaja




Rohkostbeginn 2004 (seit 2009 allergiebezogen und sinnesorientiert

von Chaja - am 12.01.2012 08:11
Zitat
Chaja
Ja Beere, die Erfahrung mache ich gerade auch. Wobei man vielleicht unterscheiden muss zwischen wirklich wilden Fleisch und Tierhaltungsfleisch. Ich bekomme hier gerade kein Fleisch, welches nicht mit Getreide zugefüttert wird. Und ich reagiere nicht so gut darauf. Aber ich kann nicht wissen, wie wildes Fleisch auf mich wirkt.

Liebe Grüsse von Chaja




Rohkostbeginn 2004 (seit 2009 allergiebezogen und sinnesorientiert


Grüß dich Chaja,

hast du das auch schon entdeckt? Es gibt nun eine Hybridansicht (nicht nur Liste- und Baumansicht), da werden die Einträge nach beantwortetem Beitrag sortiert und dann eingerückt - ganz was Neues :eek:
Ich habe das gerade bei deinem Beitrag neu entdeckt - drum schreib ich das gerade. Bei meiner letzten Session hatte ich da mal anders geklickt.

Wegen Fleisch: Ich habe schon öfter Wildfleisch wie auch früher Fleisch/Fisch von Orkos wie auch Wildfisch und Zuchtfisch gegessen und mein Befinden danach beobachtet.

Grundsätzlich bin ich ein Fischfan, allerdings wenn er auch gut leben kann. Wenn das Futter gut ist, vertrage ich sogar Zuchtfisch. Wenn nicht, dann juckt es mich - allerdings schmeckt der von Haus aus dann für mich anders (ich kann es nicht beschreiben, es ist einfach anders). Auch wurde mir von mehreren Stellen schon bestätigt, dass eben das Futter auch ein hohes Einsparungspotential beim Züchter darstellt - die Fische dann allerdings auch anders sind. Zum Glück sind manche Züchter damit dann nicht zufrieden und schwenken auf besseres Futter um. Für mich bedeutet das immer ein aufmerksames Beachten und - falls nicht geeignet auch einfach Weitergeben an die Katze, falls er nichts für mich ist.

Bezüglich Fleisch meide ich jene, die sich von Samen wie Eicheln ernähren. D.h. Wildschwein, egal ob frisch oder getrocknet esse ich selten. Zuletzt habe ich wieder ein Stück bekommen, das habe ich zur Trocknung vorbereitet. Ab und zu ist das besser als auf Rohschinken aus dem Handel zuzugreifen, doch wirklich gut finde ich nur frisches Fleisch - und hier von Tieren, die sich von Gras ernähren. Dies sind zum Beispiel Rind oder noch besser Bison.
Grundsätzlich fühlt sich Fisch in meinem Mund, im Abgang und vom gesamten sofortigen und nachfolgendem Gefühl einfach perfekt an. Anders kann ich es nicht beschreiben.
Wie Beere auch geschrieben hat: Es braucht nur eine kleine Menge zur Ergänzung der Rohkost (ich habe sogar ein Rechenbeispiel dazu gemacht), doch es ist sehr effektiv.
Ist es allerdings in Räumlichkeiten nicht so gut beheizt, so würde ich sofort mehr Fleisch essen wollen. Das habe ich vor Jahren schon beobachtet, als ich von zu Hause arbeitete und Herbert mir irrtümlich in der Früh die Heizung abgedreht hatte.
Wie ferngesteuert ging ich in die Küche um etwas zu essen (was ich sonst um diese Uhrzeit nicht tat) und am meisten wärmte dann Fleisch. Nachdem dies passierte, wurde mir nachträglich klar, dass ich eigentlich mal zur Heizzentrale gehen sollte.

Ein gänzliches oder fast komplettes Weglassen von Fleisch UND Fisch kann ich mir in Ländern vorstellen, die die entsprechende Vegetation ganzjährig bereitstellen. Allerdings müßte es auch dort eine entsprechende Behausung geben, um Temperaturungleichgewichte (z.B. in der Nacht) nicht anders ausgleichen zu müssen.

Für mich sind das allerdings rein theoretische Betrachtungen, denn in der Natur - und in früheren Zeiten, als nicht um jede Ecke ein Gasthof, Stand oder Supermarkt zu finden war, wurde gegessen, was zu finden war. Und das waren auch mal einfach kleine Tiere im und um das Wasser ... und das sicher auch nicht filetiert oder geschält.

Der Luxus sich etwas aussuchen zu können ist eine reine Illusion.
Denn das was wir uns aussuchen können, ist meist kein Luxus.
Ein richtiger Rohköstler weiß das. Insbesondere wenn er mal ohne Versand leben will *a*

von Angelika Allesroh - am 12.01.2012 11:26
Ich muss das mal ausprobieren ;-) ich habe es bis jetzt noch nicht entdeckt. Ich bin aber auch nicht so der Freak in solchen Sachen ;-).

Ich mag eigentlich Heizung nicht so. Vor allem ist es bei uns oft auch im Winter fast du warm um zu heizen, bzw schade Holz zu verbrennen, wenn es nicht richtig kalt ist. Aber zum Rumsitzen ist dann 17 Grad doch etwas kühl. Und wenn Babies am Boden rumkrabbeln und Kinder auf dem Fussboden spielen, auch grenzwertig. Wir ziehen dann halt im Winter auch in der Wohnung viele Kleider an. Doch der Nachteil ist dann schon, dass man dann mehr essen will, und ja ab und zu richtig auf Fleisch Lust hat, (ich vor allem dann auch aufs Fett), oder auf Nüsse, die so voll konzentriert sind. Letzters vertrage ich nicht. Aber der Rest der Familie hat in letzter Zeit immer wieder Mandelorgien gemacht! Interessanterweise mögen sie diese am liebsten. Mein Lebenspartner auch Pecannüsse. Die Kinder auch Pistazien und Cashews ab und zu. Macadamias haben wir dieses Jahr leider keine bekommen, da es ein Problem gab in Indonesien.
Ich weiss genau, was du meinst mit dem Fisch. Ich bin auch mehr und mehr ein Fischfan. Aber er muss echt frisch sein. Ich habe vor einer Woche noch einen neuen entdeckt am Hafen, den hier: http://www.google.de/search?pq=muge&hl=fr&cp=6&gs_id=8&xhr=t&q=muge+poisson&gs_sm=&gs_upl=&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&biw=1280&bih=677&um=1&ie=UTF-8&tbm=isch&source=og&sa=N&tab=wi&ei=5TgQT-rqDYSdOqvdtYMD
schmeckt super und im Moment recht fett auch.
Wilden Fisch vertrage ich sehr gut. Fleisch ist immer schwieriger. Ich esse es aber nur frisch, anders mag ich es gar nicht. Gekocht würde ich eh vegan sein, das würde ich nicht runterkriegen.
Von gezüchtetem Fisch und Fleisch rieche ich am Tag oder nach zwei Tagen danach unangenehm unter den Armen. Ich vermute, dass es das Getreide ist. Wenn ich nur sehr wenig davon esse, merke ich manchmal nicht so viel, aber ab 200g schon. Vom wilden Fisch oder weidegefüttertem Fleisch bekomme ich das nie. Doch hatte ich das Gefühl dass ich es auch nach gewissen veganen Produkten bekam, wie Oel, Spirulina,..doch da bin ich unsicher. Oel vermeide ich nun. Die letzten 3 Jahre ass ich doch ab und zu davon. Oft bekomme ich vor allem in den Schwangerschaften ein Verlangen danach.
Deine letzten Sätze kann ich vollständig unterstreichen!

Ich gehe mit der kleinen raus an die Sonne! Es ist tagsüber angenehm warm hier. *cc*

LG von Chaja

von Chaja - am 13.01.2012 14:12
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