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Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Dorocarlotta, Monika Draga (Admin), Gitta, Wolfgang, Karin-Nana, Priska

Rauchen

Startbeitrag von Dorocarlotta am 06.08.2001 11:59

Hallo, was ich immer schon mal fragen wollte, hat noch eine/r von euch die Erfahrung gemacht, dass die Fibromyalgie mit dem Aufhören des Rauchens ausgebrochen ist oder sich verschlimmert hat? Bei mir war das so, ich hatte sicher auch schon vorher Symptome, aber die Dauerbrennschmerzen in Armen und Beinen sind fast schlagartig mit dem Tag aufgetreten als ich mit dem Rauchen aufgehört habe, vor 2 1/2 Jahren, und seitdem auch fast unverändert geblieben.Ich wünsche euch einen schmerzarmen Tag...Doro

Antworten:

Diese Erfahrung kann ich nicht teilen. Ich habe zwar nicht ganz mit dem Rauchen aufgehört, rauche aber nur noch im Ausgang mit Kollegen oder so. Ich habe das Gefühl, seit ich das Rauchen so sehr vermindert habe, haben sich auch meine Schmerzen vermindert. Ich spüre, dass sich mein Kreislauf deutlich verbessert hat. Auch sonst fühle ich mich fitter! Ich kann allen nur empfehlen das Rauchen zu vermindern oder noch besser gleich damit aufzuhören!

Grüsse aus der Schweiz

Priska

von Priska - am 06.08.2001 20:09
Hallo Doro,
mit dem Rauchen habe ich meine Schmerzen bis jetzt noch nicht in Verbindung gebracht. Allerdings kann da bei mir auch ein zumindest zeitlicher Zusammenhang sein. Ich habe früher sehr viel geraucht (ca. 40 Zigaretten am Tag). Vor 7-8 Jahren habe ich von einem auf den anderen Tag damit aufgehört. Vor ca. 7 Jahren fingen bei mir auch die Beschwerden an. Heute bin ich Gelegenheitsraucher. Mal rauche ich wochenlang gar nicht, dann rauche ich an einem Abend, wenn ich in Gesellschaft bin und es mir gut geht, 10 Zigaretten. Aber ich glaube nicht an einen Zuzammenhang des Aufhöres und der Fibro. Ist wohl doch eher Zufall.

Grüsse

Karin

von Karin-Nana - am 07.08.2001 06:23
Hallo Doro,

einen direkten "chemischen" Zusammenhang zwischen Rauchfreiheit und Fibromyalgie-Schmerzen kann ich mir nicht so recht vorstellen, obwohl ich selbst früher bei starken Schmerzen auch öfter mal zur Zigarette gegriffen habe und dies auch schon bei anderen Schmerzpatienten (nicht Fibro) beobachtet habe. Inzwischen bin ich aber seit vielen Jahren rauchfrei und sehr froh darüber, weil mir mit ungeteerter Lunge Bewegung viel mehr Spaß macht und ich nicht zusätzlich noch durch Rauchen den bei Fibromyalgie ohnehin schon schwierigen Aufbau von Kondition wieder zerstöre.

Mein Vorschlag: Überlege mal ganz genau, was es war, das Dich dazu gebracht hat, mit dem Rauchen aufzuhören. Das ist ja bei vielen Rauchern gar nicht so einfach und es gab vielleicht eine "beeindruckende" Situation, die Dich zu dieser Entscheidung und ihrer konsequenten Umsetzung gebracht hat. Vielleicht hast du zu dieser Zeit auch noch andere Dinge in Deinem Leben verändert, an die Du jetzt gar nicht mehr denkst. Ich möchte damit nicht den Eindruck erwecken, Dich auf die "Psychoschiene" schieben zu wollen, sondern nur einen Anstoß zum Nachdenken geben. Du hast Dich sicherlich mit irgendetwas für Deine Leistung nicht mehr zu rauchen belohnt. Neue Vorhänge, neuer Teppich, neue Möbel?

Alles Gute,
Monika

von Monika Draga (Admin) - am 07.08.2001 10:10
Liebe Priska, Nana-Karin und Monika, vielen Dank für eure Antwort, ich wollte ganz sicher mit meiner Anfrage nicht den Eindruck erwecken, dass es besser sei nicht mit dem Rauchen aufzuhören, nein, trotz der Schmerzen habe ich ja auch nicht wieder angefangen, im Gegenteil, ich bin froh, dass ich aufgehört habe und mir geht es atemmässig auch viel besser und das noch immer zunehmend, es war bei mir nur wirklich ein ganz direkter Zusammenhang, ich dachte anfangs es sei der erhöhte Druck unter dem ich stand ohne Zigaretten, aber als dieser "Druck" blieb verwarf ich diese Theorie wieder, obwohl es für mich bisher die einzige Erklärung ist, dass ich einen "Halt" im Leben aufgegeben habe, mich aus dieser Abhängigkeit lösen wollte und gelöst habe, vielleicht verursacht das immer noch eine so grosse Spannung in mir, einrichtungstechnisch habe ich nichts verändert damals. Lieben Gruss Doro

von Dorocarlotta - am 07.08.2001 20:36

Durchhaltevermögen und seine mögl. Folgen

Hallo Doro,

Deine Meldung hat mich jetzt noch auf eine anderer Interpretation gebracht. Für mich ist es durchaus denkbar, dass die Energie, die Du für Deinen Widerstand gegen das Suchtmittel Rauchen entwickelt hast, mit der Du Dich von der Abhängigkeit gelöst hast, zu einer erhöhten Muskelspannung mit all ihren Folgen geführt hat. Ein psychophysischer Reaktionskreislauf, der da in Gang gekommen ist. Aus meiner Sicht hast Du keinen "Halt" aufgegeben (eine Abhängigkeit ist kein Halt!), sondern Du hast eine klare Haltung gegen die Abhängigkeit eingenommen. Dabei könnte es sozusagen zu einem "Betriebsunfall" gekommen sein. Du konntest die Spannung, die Du brauchtest, um zu Deiner Haltung zu kommen und sie durchzuhalten nicht mehr rechtzeitig reduzieren.

Ich an Deiner Stelle würde eine solche Überlegung mit einem Psychologen diskutieren wollen. Außerdem würde ich mich (wenn ich es nicht ohnehin schon machen würde :-)) in Sportarten oder Bewegungsformen versuchen, bei denen eine sehr gute Schulung des Körpergefühls erfolgt. Chinesisches Tai Chi, Qi Gong, Atemgymnastik, Tanztherapie, Übungen auf dem Pezzi-Ball bis hin zu Grundelementen des Synchronschwimmens oder des Eiskunstlauf/Eistanz fallen mir dazu ein und sind für mich allesamt attraktiver, als die sicherlich für den Zwischendurchgebrauch empfehlenswerte und deshalb auf jeden Fall zu erlernenden Technik der Progressiven Muskelrelaxation nach Jakobsen.

Viel Spaß beim Üben!
Monika

von Monika Draga (Admin) - am 08.08.2001 09:57
Hallo Doro,
auch ich kann mir nicht recht vorstellen, daß durch das Nichtrauchen die Fibro verstärkt werden kann - ich glaube eher, das Gegenteil müßte der Fall sein.
Wenn man sich vorstellt, wie massiv die Durchblutung durch Nikotin eingeschränkt wird, ist es auch leicht vorstellbar, daß die Muskeln eher noch schmerzhaft werden!
Es scheint mir natürlich schon möglich, daß es sich unmittelbar nach dem Aufhören um kurzfristige Entzugssymptome des Körpers gehandelt hat- diese müßten aber nach wohl max.3 Wochen verschwunden sein (körperlich) - wie lang man sich aber in einer erhöhten Muskelspannung aufgrund des Verlustes einer liebgewonnen Gewohnheit befindet, ist mir nicht bekannt.
Soweit die Theorie.Bei mir sieht es leider so aus, daß ich trotz mehrerer Versuche, endlich mit dem Rauchen aufzuhören, leider heute immer noch ca. 20 pro Tag rauche - trotz chron.Bronchitis seit 3 Jahren und täglicher Sprayanwendung! - Ich denke schon, daß ich meine Beschwerden im Brustraum, die mich täglich arg plagen, durch Nichtrauchen verbessern könnte, aber ich schaffe es leider verdammt noch mal nicht!!!
Mein Psychologe ist der Meinung, daß es sich wohl um einen gewissen Krückstock für mich handelt, da ich mir anscheinend in meiner unerfreulichen Lebenssituation dadurch ein kleines Zuckerl verschaffe!
Ich wünsche dennoch denen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, alle Kraft und Mut, endlich mit dem Mist aufzuhören!
Alles Gute!
Wolfgang

von Wolfgang - am 09.08.2001 09:07
Hallo Wolfgang, hast du es schon mal mit Ohrakupunktur probiert oder mit einer Gruppe zum Thema "Aufhören mit dem Rauchen"? Ich habe gerade von 2 Frauen erfahren, dass sie es so geschafft haben aufzuhören. Auf alle Fälle wünsche ich dir, dass auch für dich bald der richtige Zeitpunkt zum Aufhören kommt.
Liebe Monika, vielen Dank für deine weiterführenden Gedanken, mit denen ich schon was anfangen kann. Ich habe mittlerweile eine recht gute Körperwahrnehmung, übe seit über 10 Jahren Tai Chi und Qi Gong und seitdem die Muskelschmerzen im Vordergrund sind Yoga und auch ab und an progressive Muskelentspannung. Ich empfinde es mittlerweile so, dass ich eigentlich innerlich immer angespannt bin und mir vom Kopf her sagen muss, lass locker, atme tief durch (ich halte auch oft die Luft an, wie ich feststelle), lass den Unterkiefer locker usw., wenn ich das nicht tue bleibe ich in dieser Anspannung. In den letzten Wochen hilft mir laute Trommel-/Technomusik auf die ich dann tanze und möglichst noch dazu singe um die Anspannung loszuwerden.Tanzen finde ich für mich immer noch das Beste um Loszulassen, danach geht es mir immer deutlich besser. Ich wünsche dir einen schönen Tag...Doro

von Dorocarlotta - am 09.08.2001 12:44
Hallo Doro,
ich habe vor gut 24 Jahren das Rauchen nur noch auf unfreiwilliges Mitrauchen herunter geschraubt. Meine Fibro fing aber erst einige jahre später an. Da war ich dann Mutter dreier Kinder und hatte aufeinmal ein "Hausfrauensyndrom". Heute heißt es Fibro.
Lass ruhig das Rauchen sein, ich denke das bekommt Dir bestimmt besser :-))
Hab eine gute Zeit
Gitta

von Gitta - am 09.08.2001 14:43
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