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Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Karin-Nana, Elke, Gitta, Ute K., Monika Draga (Admin)

Fibro

Startbeitrag von Monika Draga (Admin) am 06.08.2001 17:36

Autor: Elke (---.mcbone.net)
Datum: 06.08.01 16:57

Hallo,
ich bin leider auch betroffen und kämpfe genau wie Ihr gegen diese Schmerzen. Wer kann beschreiben in wie weit sich die Krankheit weiter verschlimmert und in wie weit gehen die körperlichen Einschränkungen.

Vielen Dank

Antworten:

Hallo Elke,

ich leide seit ca. 4 Jahren zunehmend unter Schmerzen, bin seit Mai 2000 krankgeschrieben und habe im Jan. 2001 die Diagnose Fibromyalgie bekommen.

Meine Schmerzen erstrecken sich zur Zeit auf:
Neuralgie im gesamten Kopfbereich ausgehend vom Nacken (inclusive Augen, Nasen, Ohren- Kiefer- und Zahnschmerzen. Die Jochbeine (Knochen unter den Augen) schmerzen und ich habe das Gefühl, daß diese geschwollen sind. Neuerdings habe ich Schmerzen im Kiefergelenk. Migräne.
Rückenschmerzen, die sich über den Hals bis zum Haarwirbel auf den Kopf erstrecken. Schmerzen in den Rippen beim ein- und ausatmen. Schmerzen auf dem Brustbein und vorderen Hals bis zum Kinn. Schmerzen in den Schultern, Armen und Händen. Heiße, entzündete Gelenke in den Händen, vor allen Dingen den Daumen. Gegengleich an den großen Fußzehen. In den Füßen Schmerzen in den Sprunggelenken und (wie Gliederschmerzen bei Grippe) in den Füßen.

Obwohl ich schon so lange krankgeschrieben bin, habe ich ca. alle 14 Tage eine Verschlimmerung mener Beschwerden oder es kommt etwas neues hinzu. Ich bin auch mal gespannt, wie lange das noch so geht.

Hast Du Erfahrung mit Berentung bzw. Gutachtern? Ich war gestern im Rahmen meines Rentenantraes (vom März) beim 2. Gutachter, einer Nervenärztin und Psychotherapeutin. Es war der pure Horror. Sie sagte mir, sie könne den Rentenantrag nicht unterstützen, sondern ich sollte in eine psychosomatische Klinik und eine erneute Reha machen. Sie hat mich fast 2 Stunden im Gespräch ausgequetscht und wollte zu gerne wissen, welche psychischen Probleme ich habe. Leider hat sie nichts heruasgefunden, denn meiner Ansicht nach habe ich kein psychisches Problem.
Das hatte ich erst, nachdem wir keiner eine Therapie gegen die Schmerzen verordnen konnte. Ich bin jetzt in der Diagnostischen Klinik in Wiesbaden gewesen. Am 22.8. habe ich mein Abschußgespräch. Ich bin einmal gespannt, was mir die Ärztin sagen wird.

Elke, halte die Ohren steif und wenn es Dir mies geht, melde Dich einmal.

Liebe Grüße
Ute Kampschulte

eMail: Ute.u.Gerhard.Kampschulte@t-online.de

von Ute K. - am 09.08.2001 08:34
Hallo Elke,
ich habe schon fast sehr lange Fibro. Ich bin öfters auch mal fast ohne Beschwerden. Wichtig ist, das du nun nicht ausharrst und wartest das Dir jemand " Das Rezept" für Deine Schmerzen gibt. Erst mal sollest Du Dich hier durchlesen und dann versuchen für Dich " Das Beste" daraus abzuleiten. Ich habe auch schon alle Varianten zu spüren bekommen, aber im laufe der vielen Jahre immer wieder einen Weg gefunden zumindest ein fast normales Leben zu führen. Frag doch nicht, was noch alles kommen könnte, denn dann bekommst du es bestimmt mit der Angst zu tun. So wie ich den vorherigen Eintrag gelesen habe, ist es mir kalt den Rücken herunter gelaufen. Hab einfach den Mut soviel wie möglich wie immer zu erledigen, nur gönne Dir auch Deine Pausen. Vor allem hab dabei kein schlechtes Gewissen, das wollen und die Mitmenschen gerne einreden. Sei aber bitte so lieb und lies Dir die vorhanden Beiträge durch, da ist einiges dabei was hilft. Ich habe vier fast erwachsene Kinder, war bis vor ein paae Monaten noch selbständig, aber nicht die Fibro hat mich in die Knie gezungen, sondern eine andere Krankheit. Ich wünsche Dir alles gute und vor allem Dir, das Du es schaffst, den richtigen Weg zu finden. Denk daran, bei jedem ist die Fibro anders, Betonung liegt bei "jedem" :-))
ich hoffe für Dich das Du für Dich den richtigen Weg findest.

Alles Liebe Gitta

von Gitta - am 09.08.2001 14:34
Hallo Ute,
schön das Du so ausführlich über Deine Fibro geschrieben hast. Diese ganzen Ausführungen kann ich nur bestätigen. Sie haben mich in diesem Jahr eingeholt. Ich bin noch nicht daraufhin krankgeschrieben worden weil ich das Glück oder Pech habe, selbständig zu sein. Mein nächster Weg ist zu Dr. Stratz in der Rheumaklinik Bad Säckingen. Dort werde ich ambulant untersucht. Ich hoffe, dass mir dort ein Weg gezeigt wird, mit dieser Krankheit umzugehen.

Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, dass auch Du einen Weg findest, mit den Schmerzen ein Leben mit Qualität zu führen. Es gibt immer noch sehr viel schönes auf unserer Welt.

Gruss Elke

von Elke - am 09.08.2001 17:53
:) Hallo Elke,
als bei mir vor 8 Monaten nach über 7 Jahren Schmerzen die Diagnose Fibromyalgie gestellt wurde, habe ich mich durch Bücher und Beiträgen in verschiedenen Foren erst mal über die Krankheit schlau gemacht. Dann ging ich zu einer Selbsthilfegruppe. Dort war ich erst einmal geschockt, dass sich die meisten Betroffenen total hängen liessen und darauf warteten, dass die Leiterin der Gruppe ein Allheilmittel für alle Betroffenen und alle Beschwerden hat. Aus dieser Gruppe habe ich mich ganz schnell zurückgezogen, da ich nach jedem Besuch total down war. Der Arzt, der Fibro diagnostizierte, sagte nach zu mir: "Vergessen Sie niemals, dass die Krankheit zwar schmerzhaft ist, aber sie greift keine Organe oder Knochen. Sie werden nicht im Rollstuhl landen und sie führt niemals zum Tode." Zuerst dachte ich, dass das ein schwacher Trost ist. Inzwischen habe ich die Fibro längst akzeptiert. Sie gehört zu mir und ich allein habe es in der Hand, was ich daraus mache und wie es mir geht. Mir geht es z.B. körperlich immer recht gut, wenn ich mit fröhlichen Menschen zusammen bin. Ich versuche auch immer, trotz Schmerzen mein normales Leben so gut es geht weiter zu leben. Ich gehe viel aus, treibe in Maßen Sport, fahre in Urlaub etc. Logischerweise habe ich ab und zu Durchhänger oder ich muss auch mal einen Abend abbrechen, weil es mir nicht sehr gut geht. Aber im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Situation zwischenzeitlich zufrieden. Die Schmerzen versuche ich natürlich auch mit den verschiedensten Mittel zu behandeln. Aber seit ich die Krankheit angenommen habe, brauche ich auch deutlich weniger Schmerzmittel.
Alles Liebe für dich und ich hoffe, dass du einen Weg findest, mit der Fibro zu leben.
Karin

von Karin-Nana - am 10.08.2001 09:23
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