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Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
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29
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Amitriptylin, Monika Draga (Admin), Gitta, Dorocarlotta, Karin-Nana, Gabriele Berg, Sybille Schulz, Gabi, Monika Schumacher, Ilse

Gewicht

Startbeitrag von Amitriptylin am 16.08.2001 13:02

Hallo Euch allen ,
ich las gerade im Foren-Archiv Juli 2001 ,wo es darum geht Gewichtszunahme duch Amitriptylin und da fiel mir auf das auch ich (schon immer übergewichtig) seit der Einnahme des Medikaments (seit 11.Juni 2001) an Gewicht zugelegt habe und zwar 5 kg.
Ich versuche krampfhaft auf alles zu achten ,bloß nicht zunehmen ,aber es gelingt mir nicht besonders gut und ich muß Monika zustimmen das mein Heisshunger (auf süßes speziell) gestiegen ist ,leider.
Da ich die endgültige Diagnose Fibromyalgie noch gar nicht habe aber meine Ärztin den Verdacht darauf hat ,verschrieb sie mir das Medikament Amirtriptylin
(1 tabl. abends) zum schlafen und wegen meiner ständigen Schmerzen.
Es ist ja nun schon eine Weile wo ich sie nehme aber ich bemerke in keinster Weise eine Verbesserung im Gegenteil wie schon erwähnt ,mein Gewicht nimmt zu ,der Schlaf fehlt und die Schmerzen sind auch noch da.

es grüßt Euch herzlich Tina
http://www.beepworld.de/members11/baerlitina]Tina`s Welt[/url]

Antworten:

Hallo Tina,ich habe fast zeitgleich mit der Einnahme von 10mg Saroten (wie hoch ist eigentlich deine Dosis?) mit dem Rauchen aufgehört, da ich aber insgesamt 12 kg zugenommen habe, ohne extrem mehr zu essen, vermute ich, dass auch bei mir einige Kilos davon auf das Saroten zurückzuführen sind. Ich halte dieses zusätzliche Gewicht auch seit 2 Jahren. Bei mir helfen die Tabletten allerdings wirklich gut inbezug auf den Schlaf und geringfügig auf die Schmerzen, als die Wirkung damals bereits nach kurzer Zeit einsetzte und ich wieder ohne diese HOrrornächte schlafen konnte dachte ich immer wieder an zwei Worte: Gnade und Barmherzigkeit (vermutlich meldet sich meine katholische Herkunft da), aber so habe ich es empfunden und war wirklich dankbar für dieses Stück Chemie. Wenn es dir nicht hilft, warum nimmst du es noch? Ich wünsche dir, dass du auch für dich etwas Linderndes findest...lieben Gruss...Doro

von Dorocarlotta - am 16.08.2001 20:23
Hallo Doro ,

danke für deine Antwort an mich ,auf Deine Frage wieviel ich nehme von Amitriptylin ,ich nehme 1 tablette am Abend in dieser sind 10 mg Amitriptylinhydrochlorid ,entsprechend 8,84 mg Amitriptylin.
Auf Deine Frage wieso ich es noch nehme kann ich Dir nur eine Antwort geben ,meine Ärztin ist im Urlaub und sie sagte zu mir ,wir wollen das Medikament langsam einschleichen.
Dem zur Folge hab ich im Moment keinen Ansprechpartner was das Medikament betrifft. Eigenmächtig möchte ich es nicht absetzen ,vieleicht ist ja die Dosis nur zu niedrig ?
Ich werde wohl oder übel abwarten müssen bis sie aus ihrem Urlaub wieder da ist erst dann wird sich entscheiden wie es weiter geht.
Was ich verstehen kann ist ,das du glücklich warst über den neu erworbenen Schlaf ,ich kann schon Jahre lang nicht mehr richtig schlafen.
Aber ich geb die Hoffnung nicht auf.

Es grüßt dich Tina
http://www.beepworld.de/members11/baerlitina]Tina`s Welt[/url]


von Amitriptylin - am 17.08.2001 07:26
Hallo ihr gewichtigen,
ich kann mich da nur anschließen. Habe insgesamt in den letzten beiden Jahren
15 kg zugenommen. Nehme Saroten/Amytryptilin 100 mg seit Mai 2001, vorher 50 mg. Bei mir wirkt es aber wenigstens. Zweimal habe ich schon versucht zu reduzieren aber nach 3 Tagen gebe ich wieder auf da die Schmerzen dann sofort wieder zunehmen. Mal sehen wieviel ich noch zunehme? Ich hoffe nicht so viel.

Gewichtige Grüße Monika Sch.

von Monika Schumacher - am 17.08.2001 18:15
hallo an euch,

na ich hoffe mal ich bekomm das mit dem gewicht hin ,denn ich kann ja nun nicht ständig zu nehmen.

es grüßt euch tina
http://www.beepworld.de/members11/baerlitina]Tina`s Welt[/url]


von Amitriptylin - am 18.08.2001 08:54
Ich habe mich hier bisher noch nicht gemeldet, da ich mir generell vorgenommen habe, eigene leidvolle Erfahrungen hier nicht zum Diskussionsgegenstand zu machen, zumal ich an Lösungen mehr interessiert bin, als an Problemen. Leider kann ich hier keine Lösung anbieten, sondern kann nur versuchen, das Problem differenziert aufzuzeigen.

Kein Arzt dürfte z.B. einem trockenen Alkoholiker einen alkoholhaltigen Hustensaft verabreichen, ohne sich dabei dem Verdacht auszusetzen, eine Körperverletzung begangen zu haben. Wird jedoch Patientinnen, die offensichtlich übergewichtig sind, vielleicht sogar schon wegen des Übergewichts in Behandlung sind oder waren, ein Medikament verordnet, das BEKANNTERMASSEN sehr häufig zu Gewichtszunahme führt, ohne dass gerade dieses Medikament absolut lebensnotwendig ist, ohne dass vom Arzt auf diese mögliche Nebenwirkung hingewiesen wird und ohne dass eine Überwachung und Begleitung erfolgt, wenn diese Nebenwirkung auftritt, ja was ist das dann?

Übergewicht ist die Grundlage, auf der sich lebensbedrohliche organische Erkrankungen entwickeln können. Es kommt etwas Gang, das als das "metabolische Syndrom" bezeichnet wird. Das "tödliche Quartett" aus
- Übergewicht (spez. mit erhöhten Fettansammlungen in der Bauchregion)
- gestörtes Ansprechen auf Insulin mit nachfolgender Zuckerkrankheit (Typ II Diabetes)
- erhöhte Blutfettwerte
- Bluthochdruck
hat als "Motor" das Übergewicht.

Quelle: Knoll AG, Schweiz
Neben dem Risiko an Diabetes zu erkranken, besteht die Gefahr, eine koronare Herzkrankheit, einen Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen oder einen Hirnschlag zu erleiden. Das metabolische Syndrom ist deshalb ein ernstzunehmender Zustand.

Ab einem Bodymass-Index von 27 oder höher besteht bereits ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Von erhöhter Belastung für Muskeln und Gelenke, die möglicherweise zur Auslösung von Schmerzen führt und deshalb im Falle von Fibromyalgie relevant sein kann, hier einmal ganz zu schweigen. Der BMI von 27 entspricht z.B. bei 1,65 m Körpergrösse einem Gewicht von 73-74 kg.

Es kommt also nicht darauf an, ob sich jemand mit dem Ausmaß einer Gewichtszunahme abfinden kann, sondern welche Bedeutung das durch die Zunahme erreichte Gewicht im Einzelfall hat. Jemand, der mit einem Gewicht von 50 kg anfängt durch ein Medikament zuzunehmen, hat vielleicht auch bei 10 oder 15 kg Gewichtszunahme noch kein gefährliches Übergewicht erreicht, sondern eher "kosmetische" Probleme. Anders ist es jedoch, wenn ein Patient seit Jahren daran arbeitet, von einem BMI an der Grenze zur Krankheitswertigkeit runter zu kommen, dies auch schafft und dann aber mit einem solchen Medikament "behandelt" wird.

Ich bitte DRINGEND um Meldungen von Betroffenen, die es nach einer (eindeutig) durch Amitriptylin ausgelösten Gewichtszunahme geschafft haben, diese Gewichtszunahme abzubauen und ihr Ausgangsgewicht annähernd wieder zu erreichen. Schließlich will diese Website ja Auswege und realistische Hoffnungen aufzeigen.

Weiterhin möchte ich dazu anregen, selbst einmal den BMI vor Beginn der Einnahme und nach einem gewissen Zeitraum auszurechnen: BMI-Rechner.

Allerdings sollten wir vielleicht auch mal über die psychischen Folgen eines auf diese Weise erworbenen Übergewichts diskutieren.

Monika

von Monika Draga (Admin) - am 18.08.2001 11:51
Hallo Monika,

ich habe wenig Hintergrundwissen und staune immer wieder was Du alle sso weist.
Vieleicht sollte ich erwähnen das bei mir erst der Verdacht einer Fibromylagie besteht ,dieser Verdacht soll erst am 4.9.von einem Prof. bestätigt werden.
Meine Ärztin war der Meinung bis dahin könnten wir schon etwas gegen meine Schmerzen und schlaflosen Nächte machen ( leider seit 11. Juni ohne Erfolg )
Wie schon weiter oben beschrieben leide ich ja schon seit Jahren an Übergewicht ( ca. 40 kg zuviel auf der waage ),was grundsetzlich auch zu Diskusionen mit meiner Ärztin führt.
Vor 2 jahren habe ich eine 4 wochen Fasten-Kur gemacht (allein ohne Arzt) ich habe fast nur getrunken ,dabei 17 kg abgenommen.
Zu dem Amitriptylin muß ich sagen ich nehme es seit o.g 11.Juni und habe 5 kg zu genommen meine Ärztin hat mich nur darauf hingewiesen das dieses Medikament Mundtrockenheit verursacht ,nicht das man auch an Gewicht zu nehmen kann.
Da ich große Probleme habe mein Gewicht zu reduzieren oder wenigstens zu halten werd ich wohl auf ein anderes Medikament zugreifen müssen ,leider geht das im Moment nicht da meine Ärztin im Urlaub ist.

Es grüßt Dich Tina
http://www.beepworld.de/members11/baerlitina]Tina`s Welt[/url]


von Amitriptylin - am 18.08.2001 12:15
Hallo Tina,

ein bewegtes Leben mit viel Neugier für komplexe Zusammenhänge, ein wenig Hintergrund auf verschiedenen Gebieten, da lernt man, manche Frage kritisch zu durchleuchten.

Ich will hier auch gleich weiter machen mit meiner "Durchleuchtung" und noch ein paar Fakten bzw. Ausführungen aus einer Fachzeitschrift zitieren:

"...Der nachfolgende Beitrag will die zivil- und strafrechtlichen Haftungsrisiken für den Arzt in Erinnerung rufen.

Die Pharmakotherapie als wohl häufigste Form der ärztlichen Heilbehandlung wird aus rechtlicher Sicht den anderen Formen des Heileingriffes gleichgestellt. Das bedeutet, daß auch das Verschreiben eines Arzneimittels oder die unmittelbare Abgabe eines Medikamentes an den Patienten tatbestandlich eine Körperverletzung darstellt und daher der Rechtfertigung bedarf. Der Patient muß deshalb im Regelfall nach erfolgter Aufklärung seine Einwilligung zur Verordnung bzw. unmittelbaren Abgabe des Arzneimittels gegeben haben. Darauf, daß dieses allein den Arzt nicht von einer Haftung befreit, sondern er bei der Auswahl und der Dosierung der Arznei die im Verkehr erforderliche Sorgfalt zu beachten hat, wird später noch einzugehen sein.

Wie stets setzt auch die Einwilligung in die Pharmakotherapie voraus, daß der Patient nach der Diagnose und der Abklärung, ob er wegen anderer Erkrankungen bereits Medikamente erhält, über seine Erkrankung und die Risiken und Nebenwirkungen der Therapiemaßnahme aufgeklärt wird. Das hat nach § 8, Satz 2 der Berufsordnung der Ärztekammer Niedersachsen grundsätzlich in einem persönlichen Gespräch zu erfolgen, das dem Patienten die Möglichkeit zur Rückfrage gibt. Beispielsweise hat das Oberlandesgericht Oldenburg im Jahre 1986 geurteilt, daß die Angaben auf den Beipackzetteln nur Mindestinformationen darstellen.

Verweis auf den Beipackzettel reicht nicht aus

Daß in der Praxis wohl weit häufiger als bei anderen Heileingriffen auf ein ausführliches Gespräch über das verordnete Medikament verzichtet wird und es bei dem Verweis auf den Beipackzettel verbleibt, macht die Pharmakotherapie für den Arzt haftungsrechtlich besonders riskant. Das gilt um so mehr, als der Arzt zur Vermeidung von Beweislastverschlechterungen im Arzthaftungsprozeß gehalten wäre, die Aufklärung und Einwilligung in der Karteikarte zu dokumentieren und sich durch eine Unterschrift seitens des Patienten bestätigen zu lassen. Die Unüblichkeit eines derartigen Vorgehens versuchen viele Ärzte damit zu rechtfertigen, daß dieses gerade bei der Gabe von Standardmedikamenten das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient beeinträchtige. Haftungsrechtlich ist diese Rechtfertigung aber unerheblich, da § 276 Abs. 1 Satz 2 BGB nicht die Beachtung der üblichen, sondern die Beachtung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt verlangt und somit den "eingerissenen Schlendrian" haftungsrechtlich sanktioniert. Zumindest bei schwereren Erkrankungen und riskanteren Arzneimitteln muß der Arzt seine Vorbehalte gegen eine Verunsicherung des Patienten daher in jedem Fall zurückstellen...."
Anmerkung hierzu: Auf eine Aufklärung bezüglich der Nebenwirkungen wird oft unter der Annahme verzichtet, dass im Sinne eines Nocebo-Effekts entsprechende Nebenwirkungen erst durch die Aufklärung hervorgerufen würden. Es geht dabei also wieder mal um "eingebildete" Symptome, vor denen der Patient durch die fehlende Aufklärung angeblich bewahrt werden soll.

"...Aus der ärztlichen Praxis ist bekannt, daß bei Arzneimitteln die Patienten-Compliance häufig sehr niedrig liegt. Deshalb ist es um so wichtiger, den Patienten über die Folgen zu informieren, wenn er das Medikament nicht, zu kurz (etwa bei Antibiotikagabe) oder nur unregelmäßig (etwa nur bei Symptomverschlechterung) einnimmt. Aus seiner Pflicht zur gewissenhaften Berufsausübung folgt zudem, daß er Anzeichen einer fehlenden Compliance bei späteren Arztbesuchen nachzugehen und ggf. durch nachhaltige Hinweise zu begegnen hat. Auch wenn sich der Arzt im Arzthaftungsprozeß in einer solchen Situation auf ein Mitverschulden des Patienten berufen kann, wird dieses nicht selten daran scheitern, daß er den entsprechenden Beweis der fehlenden Compliance im Prozeß nicht führen kann.

Daß weder die Aufklärung noch die Einwilligung so spät erfolgen dürfen, daß der Patient keine Möglichkeit hat, sich noch einmal in Ruhe zu überlegen, ob er die Arznei tatsächlich nehmen möchte, spielt bei der Verschreibung eines Arzneimittels in der Praxis keine Rolle. ...

...Obgleich heute viele Arzthaftpflichtprozesse über die Frage der unterbliebenen, ungenügenden oder zu späten Aufklärung geführt werden, ergeben sich die Spannungen des Arzthaftungsrechts zum Sozialrecht in erster Linie aus der sachgerechten Durchführung der Pharmakotherapie, in die allerdings die Frage der Aufklärung immer wieder hineinspielt. Nach dem zwischen Arzt und Patient geschlossenen Arztvertrag schuldet der Arzt bekanntlich im Bereich der Arzneimitteltherapie keinen Behandlungserfolg. Der Arzt ist aber zur Verschreibung der Medikamente verpflichtet, die voraussichtlich einen optimalen (!) Behandlungserfolg gewährleisten. Auch wenn dieser Grundsatz in letzter Zeit etwa von Hart aufgegeben und in das Gegenteil verkehrt worden ist, beharrt der Bundesgerichtshof aus meiner Sicht im Interesse der Patientenrechte völlig zurecht darauf, daß dem Arzt für Kostenüberlegungen nur dann Raum bleibt, wenn gleich wirksame Alternativen zur Verfügung stehen. Enthält das Sozialrecht daher diesen Grundsatz nicht beachtende Bestimmungen, muß sich der Arzt hierüber aus haftungsrechtlichen Erwägungen hinwegsetzen - er sitzt in der "Pharmafalle". ...

Soweit ein Ausschnitt aus einem Artikel von
Dr. jur. Karsten Scholz
Juristischer Geschäftsführer in der
Ärztekammer Niedersachsen
Berliner Allee 20
30175 Hannover

Quelle: Niedersächsisches Ärzteblatt 07/1999
Hervorhebungen durch mich.

Ob ich Fibromyalgie-Betroffenen dazu raten kann, all dies im Kopf zu behalten, wenn es wieder mal um Unsicherheit bei Medikamentenwirkungen und Nebenwirkungen geht, das weiß ich nicht.

Monika

von Monika Draga (Admin) - am 18.08.2001 13:51
Hallo Tina,
ich habe schon lange Fibro, gehöre wohl aber zu den Wenigen die sehr schlank sind. Vor vielen Jahren habe ich auch diese Medikamente genommen und damals von 55 kg auf 75-80 kg aufgerüstet. Viele Leute waren der Meinung, das ich zuviel esse und mich zu wenig bewege. Nach ca zwei Jahren hat dann das Medikament bei mir (zum Glück) aufeinemal übele Nebenwirkungen verursacht. Nach dem ich das Medikament mit diesem Wirkstoff nicht mehr eingenommen habe, sind die Pfunde genau so gepurzelt, wie sie drauf gekommen sind, nämlich immer wieder ein kg weniger, nach ca 1 Jahr hatte ich dan mein altes Gewicht wieder. Ich denke es gibt auch andere Wirkstoffe lass Dir das alles nicht so einfach gefallen, denn Du bist ein mündiger Mensch und Patient, wenn Du merkst, das Dir etwas nicht gut tut, dann nimm es nicht. Ich bin zur Zeit auch wieder am experimentieren, denn bei mir sind auch wieder mal neue Beschwerden dazu gekommen, aber sobald ich merke das mir etwas nicht so bekommt wie ich mir das wünsche, dann tue ich es mir nicht mehr an, egal was die Ärztin sagt. Ich würde an Deiner Stelle die Untersuchungen bei dem Spezialisten abwarten und den befragen, was Du nehmen sollst. Was ich mit diesen vielen schreibereien sagen möchte ist eigentlichg nur " Höre immer auf deinen Körper und auf Dich selber. Ich wünsche Dir alles Gute was mir oft gut hilft ist ein nicht zu warmes Bad, dem ich Melisse zusetze, das entspannt und ich kann danach meist für einige Stunden gut schlafen. Wenn ich in der Wanne bin und es wird mir frostelig, dann lasse ich immer soviel Wasser zu das es einfach nur angenehm ist. Falls du keine Wanne hast, Mit Melisseduschbad geht es fast genauso gut. Fibro ist für mich zu einer Art Puzzelespiel geworden, es gibt immer wieder neue Teile, sowohl im Krankheitsverlauf, wie auch im finden von neuen wohltuenden Dingen, die man für sich selber tun kann. Ich habe auch schon von Menschen gehört, die mit Kneip-Anwendungen gut zu recht kommen, mir tun die kalten Güsse einfach nur weh und verstärken die Schmerzen.
Alles Liebe

Gitta

von Gitta - am 18.08.2001 13:54
Hallo,
an alle Betroffenen mit Gewichtsproblemen. Ich selbst habe kein Fibro,bin aber anders erkrankt und habe auch Saroten bekommen.Jetzt nehme ich Ludiomil, was ich auch gut vertragen kann.Bei den ganzen Medikamenten ist immer eine Gewichtszunahme.Ich selbst hatte 15 KG in gut einem Jahr zugenommen.Der ganze Körper ist in eine gewissen Ruhephase und der Appetit ist aber immer hellwach.Also was liegt da näher, als gezügelt zu essen.Habe mit Trennkost begonnen und heute esse ich gezielt auch wenn es noch so gut schmeckt.in einem halben Jahr habe ich 7 Kg abgenommen.Es geht auch nicht so schnell bei einem etwas älterem Menschen. Lieber langsam abnehmen und richtig essen lernen.Das wird einem jeder Arzt bestätigen. Mein Arzt hat mich gelobt und das hat noch mehr Ansporn gegeben.
Ich wünsche allen die Kraft des "Durchhalten" auch wenn es schwer fällt.
Gruß
ILSE

von Ilse - am 18.08.2001 13:54
:D Hallo an alle Pfundis,
bin ich froh, endlich eine Bestätigung zu haben, dass nicht meine Faulheit und mein unkontrollierter Eßzwang schuld ist, dass mein Gewicht eine starke Tendenz nach oben hatte. Es ist schon schlimm, wenn einem keiner abnimmt, dass man sich wirklich beim Essen zurück hält und trotzdem zunimmt. Die "Ausrede", dass ein Medikament schuld ist, führt doch bei den anderen nur zu einem hämischen Grinsen, oder?! Obwohl ich seit ein paar Monaten wieder etwas Sport mache (je nach Schmerzzustand mal mehr, mal weniger, aber eigentlich doch regelmässig) und ich auch wirklich in Maßen esse und meine Ernährung umgestellt habe, sitzen die Kilos hartnäckig auf mir - schön verteilt in der Mitte (Hüfte, Po, Schenkel). Etwas tröstet mich dabei, dass ich kürzlich gelesen habe, dass die "Birnen-Typen" gesünder sind als die "Apfel-Typen", bei denen sich das Gewicht gleichmässig auf den ganzen Körper verteilt. Nachdem ich Amitriptylin ja wieder abgesetzt habe, habe ich noch die Hoffnung, dass ich einige der Kilos wieder loswerde. Übrigens könnte man fast jeden Arzt verklagen, denn kaum einer nimmt sich die Zeit, einem das Medikament, das man verschrieben bekommt, zu erklären. Dafür ist ja praktischerweise der Beipackzettel da. Wenn ich diesen Zettel lese, habe ich schon gar keine Lust mehr, das Medikament zu nehmen - oder wie geht es euch dabei???
Also Mädels - ran an den Speck. Wenn einer von euch einen Tip hat, wie man gesund und ohne sich extrem zu quälen abnimmt - HER DAMIT.
Karin

von Karin-Nana - am 18.08.2001 15:50
Hallo Ihr Lieben,

Ein Tip das Gewicht zu verlieren - von mir aus können es auch mehrere sein, denn ich selbst weiss mir keinen Rat mehr - dafür würde ich sonst was geben, denn es geht nicht nur um Gesundheit, es geht mir auch um mein Selbstbewußtsein, was doch durch Gewichtszunahme einen erheblichen "Knick" bekommen hat.

Zur Vorgeschichte: Ich nehme seit über einem Jahr Saroten (25 mg bei stärken Schmerzzuständen 50 mg abends) und 25 mg vioxx morgens. Auf letzteres kann ich an manchen Tagen verzichten, jetzt auch gerade im Sommer.
Beide haben die Nebenwirkung der Gewichtszunahme, auf diese wurde ich aber von meinem Arzt hingewiesen, bei dem ich natürlich in ständiger Betreuung (Blutbild etc.) bin.

Ich habe vor einem Jahr 63 kg bei einer Größe von 160 cm gewogen, heute... 70 kg! Es ist mir kein Trost, dass mein Gewicht nicht mehr zunimmt.
Meine Ernährung habe ich umgestellt schon vor einem Jahr, ich esse weder fettreiches noch süßes (den Heißhunger bekämpfe ich mit viel Wasser trinken - das hilf, Bananen und Äpfel auch ), also eine Diät in dem Sinne bringt bei mir nicht viel, weil ich nicht weiss, was ich noch weglassen soll.

Im Frühjahr diesen Jahres habe ich Saroten für drei Wochen nicht genommen - wieder mit Rücksprache des Arztes. Es war gelinde gesagt die Hölle. Es stellten sich wieder die Symptome der Schlaflosigkeit und jener Schmerzen ein, die ich einfach nicht mehr haben möchte.

Was nun? Ich kann mich - im Gegensatz zu anderen - nicht damit abfinden, dass ich an Gewicht zugenommen habe. Ich leide darunter...

von Gabi - am 18.08.2001 17:34
Hallo Karin,
ja das hämische Grinsen kenne ich auch noch, aber ich denke wir wissen es ja besser. Ich habe mir viel über Diäten durch gelesen, da zwei meiner Töchter etwas griffiger sind. Aber die gehen ganz in die familie meiner Schwiegermutter. Gute Erfahrung bei den beiden habe ich gemacht, das ich konsequent auf die versteckten Fette geachtet habe, zB selten mal den geliebten Fleischsalat, einfach Käse gekauft der weniger fett hat und dann noch dafür gesorgt das sie sich mehr bewegen. Da sie nun beide nicht mehr nur Schule machen, hat sich das mit der Bewegung von selber geregelt :-)) muß nicht mehr soviel darum betteln, das jemand mit mir spazieren geht. Beim Essen ist es so, das ich sage von allem etwas, aber möglichst ohne Fett, irgendwie hat es bei den beiden geklappt, denn sie hatten ja nie Hunger. Das ist das einzige was geholfen hat, wie ich gelesen habe, bist Du ja genau auf diesem Weg. Viel trinken, Apfelsaftschorle ist bei uns im Moment sehr beliebt, da achte ich drauf, das der Saft keinen zusätzlichen Zucker enthält, es gibt tausend möglichkeiten. Für mich ist es nicht so einfach die zu finden, da ich ja bis auf die Zeit mit den Medikamenten und in den Schwangerschaften nie probleme mit dem Gewicht hatte. Aber was macht man nicht alles für die Kinners, grinse mal. Sei weiter so tapfer, ich halte Dir ganz fest die Daumen , denn Du hast den Willen, der ist das wichtigste,alles Liebe
Gitta

von Gitta - am 18.08.2001 17:45
Ich bin`s nochmal,

Monika wenn ich das so lese muß ich sagen könnte ich ja all meine Ärzte verklagen ,denn noch nie wurde ich genauestens über irgend ein Medikament ,was ich ein nehme informiert.
Ach ja und ich hab alles gespeichert ,denn ich vergesse sehr schnell !

es Grüßt und dankt Tina
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von Amitriptylin - am 18.08.2001 18:05
und nochmal ich :) ,

ich möchte ganz einfach mal sagen das auch ich meine Schmerzen als einen Teil von mir sehe ,schließlich lebe ich seit 18 Jahren mit ihnen ,ob es sich nun als Fibro rausstellt oder nicht.
Was ich halt nur nicht verstehen kann wie meine Ärztin einerseits auf mich schimpft ich bin zu dick ,solle abnehmen = mich nicht so hängen lassen und anderer seits verschreibt sie mir solche Medikamente die mein Gewicht ja noch verschlimmern.
Irgendwie sehr witzig ,könnte fast drüber lachen wenn es nicht so traurig wäre.
Dann ist es ja eigendlich auch falsch das sie mir Betablocker
( wegen Herzrytmusstörungen ) verschreibt und gleichzeitig bekomme ich Medikamente die mir wieder Herzrasen verursachen ,schon komisch das ganze.
Ich hoffe ich steig da auch mal so hinter wie die fibros die ich bis jetzt kenne.

es grüßt euch Tina
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von Amitriptylin - am 18.08.2001 18:16
Hallo Tina,
:-) ich glaube die Ärzte kann eh kaum einer verstehen, ich habe hier nach fast 15 Jahren endlich eine kompetente Ärztin gefunden. Hatte an meinem vorherigen Wohnort einen tollen Hausarzt, der sich immer viel Zeit für mich genommen hat. Wichtig ist es ,das du einen Medizinmann/frau hast, die Dir zuhört. Ich hatte bis vor ein paar Monaten eine Arzt der mir erst immer erzählt hat wie schlimm doch alles geworden ist, durch die neue Gesundheitsreform, wenn ich dann zum reden kam, rief seine Helferin garantiert " Her Doktor, sie müssen zum nächsten Patient !!" Einen guten Arzt zu finden ist nicht einfach. Liebe Tina, halte ganz einfach weiter die Ohren steif und lass Dir von uns viel erzählen *gg* Ich wünsche Dir ganz viel wenig Schmerzen!!
Gitta

von Gitta - am 18.08.2001 18:32
Hallo,

jetzt muß ich mich doch zu den Beiträgen von Gitta und Ilse noch mal melden. Von Ilse weiß ich, dass sie das Amitriptylin NICHT wegen Fibromyalgie (d.h. Schmerzen) bekommen hat, sondern, ich denke mal, dass sie für eine Weile eine antidepressive Behandlung brauchte. So eine Behandlung kann durchaus so notwendig sein, dass die Frage einer evtl. Gewichtszunahme da erst mal keine Rolle spielen darf. Auch bei der Behandlung anderer Krankheiten, z.B. solchen, die eine Therapie mit Cortison erfordern, ist die Gewichtszunahme gegenüber der zu behandelnden Krankheit oft das kleinere Übel, dass dann eben in Kauf genommen werden muß.

Hier jedoch geht es um Fibromyalgie, eine Erkrankung von der man ja immer noch nicht weiß, was es überhaupt ist. Die Antidepressiva werden da nicht zur Behandlung von Depressionen eingesetzt, sondern man will ihre Wirkung auf Schmerzen nutzen, die man bei anderen chronischen Schmerzen kennengelernt hat. Bei Fibromyalgie ist inzwischen SICHER, dass Aktivität, vor allem Bewegung besser und zuverlässiger hilft als jede medikamentöse Therapie. Freilich muß zunächst einmal eine Schmerztherapie erfolgen, damit das mit der Bewegung überhaupt klappen kann. Aber dann ist es in meinen Augen widersinnig, die Therapie mit einem Medikament zu beginnen (und dabei zu bleiben oder gar noch die Dosis zu erhöhen, wenn die erwünschte Wirkung auf die Schmerzen ausbleibt), das zwar langfristig die Schmerzschwelle erhöhen kann, das aber auf jeden Fall sedierend wirkt, also antriebsmindernd. Es ist sicherlich in einem gewissen Stadium der Behandlung durchaus sinnvoll, im Rahmen eines an mehreren Stellen ansetzenden Therapiekonzepts ein solches trizyklisches Antidepressivum wegen seiner Wirkung auf die Schmerzschwelle zu probieren, aber bestimmt kein Ersatz für eine sofort wirksame Schmerztherapie und ganz sicher wohl auch nicht das Richtige, wenn die Nebenwirkungen anderweitig erzielbare Erfolge zunichte machen.

Monika

Hinweis: Ich bin weder Arzt noch Apotheker und das, was ich hier schreibe, beruht auf etwas Literaturkenntnis und einschlägigen eigenen und hier buchstäblich besonders schwerwiegenden Erfahrungen.
Gute Website: Antidepressiva


von Monika Draga (Admin) - am 18.08.2001 18:33
Hallo Monika,
Ich habe diese Medikamente wegen der Schmerzen bei Fibro bekommen, das ganze wurde damals einfach noch unter dem Namen Weichteilheuma gehandelt. Mein Arzt ist ein bekannter Rheumatologe, der in einer Klink die auch hier bekannt ist behandelt, ich habe das Medikament ganz bestimmt nicht wegen Depressionen bekommen. Habe auch eigentlich keine Lust nich darüber zu rechtfertigen.
Gitta

von Gitta - am 18.08.2001 18:51

Ich komm kaum noch nach ...

Wenn nur die Pfunde mal so purzeln würden, wie hier die Beiträge ....

Gitta meint es so gut mit uns, aber der Knackpunkt ist, dass alles Einschränken und inneren Schweinhund besiegen uns Amitriptylin-"Möpsen" offenbar nicht viel hilft, um vom Speck wieder weg zu kommen. Es scheint tatsächlich generell zwei ganz verschiedene "Linien" bei Fibromyalgie zu geben.
- Ich kenne Betroffene, die sind sogar stark untergewichtig und wären froh, wenn sie etwas zunehmen könnten. Wenn das dann mit Amitriptylin klappt, dann ist es ja gut. Aber wenn ich mir Gittas Schilderung anschaue, dann ist es bei ihr ja ganz von alleine wieder zu einer Gewichtsabnahme gekommen, als sie die Einnahme beendet hat.
- Die andere Sorte, das sind die, die nur davon hören brauchen, dass die Nachbarin einen Kuchen gebacken hat und schon allein davon ein Kilo zunehmen ;-). Wenn da dann noch etwas hinzu kommt, das diese Tendenz noch verstärkt, dann gute Nacht, schöne Gegend.

Wenn durch das Amitriptylin bei Tina zusätzlich auch noch Herzrasen aufgetreten ist, dann ist das auf jeden Fall ein Grund, nicht erst noch drei Wochen lang zu warten, bis ein Professor dazu Stellung nimmt, zumal wenn schon vorher behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörungen vorgelegen haben. Dann denke ich, sollte unabhängig von Fibro oder nicht-Fibro, ein Kardiologe etwas dazu sagen.

von Monika Draga (Admin) - am 18.08.2001 19:42
Sorry Gitta,

ich habe da anscheinend etwas durcheinander gebracht. Ich dachte wohl auch noch an das Medikament, was Dich neulich so umgehauen hat. Ich werde meinen Beitrag noch entsprechend ändern.

Monika

von Monika Draga (Admin) - am 18.08.2001 19:45
hallo

monika ,sorry ich hab da wohl vergessen zu erwähnen das ich seit mehreren jahren auch an bronchialasthma leide und dafür bekam ich ein medikament was bei mir wieder herzrytmusstörungen verursacht.

amitriptylin beziehe ich nur auf die gewichtszunahme.

es grüßt tina
http://www.beepworld.de/members11/baerlitina]Tina`s Welt[/url]


von Amitriptylin - am 18.08.2001 20:28
Hallo Tina,

dann hast Du ja noch richtig "Glück" gehabt, dass das nicht auch noch dazu kam. Herzrhythmusstörungen wären nämlich Thema der zweiten Strophe des Klageliedes über das, was Amitriptylin alles bieten kann, gewesen.

Aber auf jeden Fall hast Du mit Beta-Blockern (lt. Info Fa. Bayer: sollten die nicht bei Patienten mit obstruktiver Atemwegserkrankung und Durchblutungsstörungen eingesetzt werden, bzw. können sie als Nebenwirkung u.a. Bronchalspasmen, Depressionen bringen), einem Mittel wegen Bronchialasthma, das Herzrhythmusstörungen verursacht und Amitriptylin wegen Fibromyalgie-Verdacht sicherlich eine "interessante" Mischung.

Ich wünsche Dir, dass da bald Klärung rein gebracht wird.

Monika
Herz-Kreislauf-Risiko-Management


von Monika Draga (Admin) - am 18.08.2001 21:25
Hallo ihr Lieben,
irgendwie ist es doch bescheuert - da bekomme ich Betablocker und Calciumantagonisten wegen meinem hohen Blutdruck und Herzrasen. Diese Mittel verursachen allerdings evtl. Depressionen, Schlafstörungen etc. Dann bekomme ich Amitriptylin. Das verursacht wiederum unter anderem Herzrasen. Also wird die Dosis Betablocker erhöht. Komischerweise machen sich die Ärzte keine Gedanken, dass sich somit die Katze selbst in den Schwanz beißt. In einem "lichten" Moment habe ich sowohl Betablocker als auch Amitriptylin in den Müll geschmissen. Mein Arzt hat zwar fast einen Tobsuchtsanfall deswegen bekommen und meinte, ich würde mich damit selbst ins Grab bringen. Aber besser ich selbst, als er, oder? Merkwürdig, aber sowohl mein Blutdruck hält sich toll (dank auch meiner Heilpraktikerin, die mir homöopathische Mittel verabreichte) als auch meine Schlaflosigkeit und meine Schmerzen. Das gibt mir zu denken, denn zumindest bei mir stellt sich doch die Frage, ob man nicht erst mal mit harmloseren Mitteln hätte anfangen sollen/können oder ob man gleich mit großem Geschoß schießen mußte. Ich bin keineswegs generell gegen die Einnahme von Medikamenten. Mich ärgert nur, dass sie von den Ärzten so sorglos eingesetzt werden. Ich habe auch das Gefühl, dass die Ärzte die Beipackzettel selbst nicht lesen.
P.S. Zum Gewicht - ich glaube, meine Nachbarinnen backen sehr viele Kuchen!

Schönes Wochenende!

Karin

von Karin-Nana - am 19.08.2001 09:59
ein liebes hallo an euch ,

ich danke euch für eure beiträge und bin echt schlauer geworden DANKE.

monika ,ja ich bin auch sehr gespannt und hoffe das sich da was klärt.

karin ,lach meine nachbarin backt dann wohl auch wie eine wilde lol lol lol :)

es grüßt euch tina
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von Amitriptylin - am 19.08.2001 17:33

Um die Sache abzurunden ...

hier noch mal einen Text, der sich auf das Ziel des Einsatzes von Amitriptylin oder anderen Antidepressiva in der Schmerztherapie bezieht:
Quelle: Ärzte Zeitung, 01.03.1999

Chronische Schmerzen / Antidepressiva wirken offenbar über viel mehr Mechanismen als lange gedacht
Können Antidepressiva Schmerzgedächtnis ausschalten?
Frankfurt / Main (ab). Antidepressiva wirken bei chronischen Schmerzen nach Angaben von Professor Walter Zieglgänsberger über viel mehr Mechanismen als lange gedacht. Und: Sie können eine Schmerzchronifizierung nicht nur verhindern, sondern sogar rückgängig machen.

Ein ständiger Einstrom von Schmerzimpulsen verändert Spinalganglien und Hinterhornneuronen, erinnerte der Münchner Wissenschaftler beim Deutschen Schmerztag 1999 in Frankfurt am Main. Es kommt zu dem, was heute als Schmerzgedächtnis bezeichnet wird. Die veränderten Nervenzellen geben jeden Reiz als Schmerz weiter, der Schmerz wird chronisch.

Antidepressiva griffen an vielen Stellen in den Chronifizierungsmechanismus von Schmerz ein, so Zieglgänsberger bei dem von dem Unternehmen Krewel Meuselbach unterstützten Seminar - nicht nur, wie bekannt, durch ihre Effekte auf die Konzentrationen der Transmitter Noradrenalin und Serotonin, sondern sie hätten weitere Angriffspunkte. "Angriffspunkte, von denen ich annehme, daß sie in der Schmerztherapie noch eine wesentlich größere Bedeutung haben." Ein Beispiel, so der Wissenschaftler, sei eine Blockade von Natriumkanälen. Es gebe Hinweise, daß an veränderten Nervenfasern ektopische Natriumkanäle auftreten, und daß diese Fasern übererregt werden. Außerdem griffen Antidepressiva offenbar unter anderem auch über das glutamaterge System in Entladungs- und Chronifizierungsvorgänge ein.

Zieglgänsberger geht jedenfalls davon aus, daß durch längerfristige Therapie mit Antidepressiva einige der als Schmerzgedächtnis bekannten nervalen Veränderungen "auch wieder rückwärts laufen". Und dabei sei es "vollkommen irrelevant", ob es sich bei den Antidepressiva um Phytopharmaka oder um synthetische Substanzen handele. Wichtig sei die antidepressive Wirksamkeit.
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Die hier von Prof. Zieglgänsberger genannten Natrium-Kanäle sind auch das Ziel von Tolperison (Mydocalm), man braucht also nicht unbedingt ein Antidepressivum um sie zu blockieren. Außerdem ist sein Hinweis auf die Phytopharmaka, also die pflanzlichen Wirkstoffe für uns interessant. Da kommt ja in erster Linie Johanniskraut in Frage, dessen antidepressive Wirkung inzwischen in zahlreichen Studien nachgewiesen wurde - siehe Hinweise auf der Seite "Medikamente".

Ein weiterer Text, ebenfalls schon lange auf dieser Seite gelinkt, weist darauf hin, dass die Antidepressiva die "Schmerzfilter" wieder aufbauen sollen:
Wirkungsweise von Trizyklischen Antidepressiva in der Schmerztherapie von
K. Kuhn, A. Heinze, H. Göbel

Um das nochmal hervorzuheben: Es macht also durchaus Sinn, Antidepressiva bei Fibromyalgie einzusetzen, nur sollten sie individuell so gewählt und dosiert werden, dass sie einen nicht erst noch richtig k.o. gehen lassen. Und wenn sich nach zwei oder drei Wochen immer noch nichts anderes zeigt als unerwünschte Nebenwirkungen, dann denke ich, sollte ein kompetenter Arzt von sich aus Alternativen anbieten - und weder mit einem Tobsuchtsanfall noch mit verächtlichen Bemerkungen à la "Na ja, wenn Sie es nicht nehmen wollen..." den Patienten auch noch mit einer "Schuldzuweisung" abfertigen.

Unerwünschte Wirkungen kann es immer wieder geben. Möglicherweise ist ein Teil der Fibromyalgie-Patienten, bei denen extrem erniedrigte Reizschwellen vorliegen, davon ganz besonders häufig betroffen. Wir haben uns das nicht ausgesucht, müssen aber damit leben. Das ist schwierig genug und die meisten von uns haben längst gelernt, unvermeidliche "Schicksalsschläge" wegzustecken. Wenn wir ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, dann sollten wir allerdings darauf vertrauen können, dass unsere individuellen Risiken berücksichtigt werden und nicht auch noch vermeidbare weitere Belastungen durch die Behandlung entstehen. Darum geht es mir hier in dieser Diskussion.

Monika

PS: Vielleicht sollten wir pfundigen Ladies uns doch mal zu einer Kilo-Rallye treffen?
Vielleicht finden wir gemeinsam einen Weg, ein paar Pfunde auf der Strecke zu lassen?
"Streckenvorschläge" und "Anmeldungen" bitte ins "Aktiv"-Forum

von Monika Draga (Admin) - am 19.08.2001 18:11
Ich gestehe!!!!!!
Schon immer habe ich mit meinen nicht normalen Reaktionen viele Ärzte zur Verzweiflung gebracht :-)) warum nicht auch hier mal etwas irritation reinbringen, grins. Ich habe auch abegenommen nachdem ich mit dem Rauchen aufgehört, das war vor 23 Jahren, was interessant ist, meiner großen Tochter ging es genauso, irgendwas mit unseren Genen scheint wohl auser der Norm zu liegen,denn alle anderen Leute haben nach dem Entzug zugenommen, warum soll ich mich denn bei Fibro an Normen halten, das mal mit einem breiten Grinsen frage.Vieleicht backt eure Nachbarin ja mal Diätkuchen :-), icker mal ein bischen. Ich war zweimla Stationär in einer Rheumaklink, da haben die dann auch fest gestellt, das ich so keiner Norm entspreche, die hatten ganz umsonst eine Schublade für mich frei gemacht. So, nun genug mit dem Galgenhumor, den teilweise auch mal etwas schwarzen Humor, ich hoffe das es noch was geben wird, was Euch vernünftig hilft. Bis bald
Gitta

von Gitta - am 19.08.2001 20:12
Hallo Ladies, habe gerade mit grossem Interesse die vorangegangenen Beiträge gelesen, ich bin erfreut über die wiedereinmal sehr informativen Beiträge von euch, und vor allem von Monika, die ja eine sprudelnde Quelle diesbezüglich ist, danke, und ich bin noch immer innerlich am Grinsen über die humorigen Anmerkungen, hat mir gutgetan. Schmerzarme Tage wünscht Doro

von Dorocarlotta - am 20.08.2001 11:17
Hallo an alle Gewichtsgeplagten,
da habe ich auch dazugehört und werde auch immer dazugehören.Eigentlich war ich immer ganz zufrieden mit meinem Gewicht, bis Amitriptilyn in mein Leben trat, das gut half und mich einigermassen schlafen lies.Gleichzeitig setzte sich der Zeiger der Waage nach oben in bewegung und hörte auch nach 15 Kilo mehr nicht auf, da kam ich schon ganz schön ins Grübeln, Übergewicht ist nicht gesund, ich habe mich zunehmender Weise immer schlechter gefühlt und mein Geldbeutel hatte keine Lust mehr, ständig neue grössere Klamotten zu finanzieren.Also fing ich an und habe so ziemlich alles ausprobiert, was es an Diäten gab, prima damit war der JoJoeffekt programmiert.Bei mir hat es die Trennkost gebracht, allerdings nicht in Eigenhilfe sondern in einer Gruppe.Das hat prima geklappt, nach einem dreiviertel Jahr hatte ich mein altes Gewicht wieder, fühle mich sehr gut, soweit das mit den Schmerzen möglich ist, halte das Gewicht auch problemlos und finde diese Ernährung sehr lecker, ich verzichte auf nichts, stelle es nur anders zusammen.Vielleicht für manchen von Euch auch ein Weg?Wenn ja viel Erfolg dabei und nicht den Mut verlieren, rappeldürr ist auch nicht schön Liebe Grüsse Sybille

von Sybille Schulz - am 21.08.2001 20:52
Liebe Leidensgenossinnen!
Übergewichtig war ich schon seit meinem 6. Lebensjahr, obwohl ich alles, wirklich alles dagegen unternommen habe. Als mich die Fibro überfiel und ich jahrelang in immer stärkere Bewegungsarmut kam (bereits 10m, waren zuviel um zu gehen), kam ich endlich zu einem Arzt, der mich ernst nahm und mir starke Mittel verschrieb. Auf alles was ich geschluckt habe, will ich hier nicht eingehen, aber Saroten 25 mg waren von Anfang an dabei. Durch die starken Schmerzmittel kam ich in einen Zustand, der es mir ermöglichte ganz langsam mit Krankengymnastik anzufangen, um überhaupt wieder beweglicher zu werden. Nach 1 Jahr begann ich nachts an deinem Stuhl zu laufen.( Es hätte sich nicht rentiert Joggingschuhe anzuziehen). Jede Woche etwas mehr und als ich 10 Minuten am Stück laufen konnte, ging ich nachts nach draußen um weiter zu trainieren. Nachts deshalb, weil mich dann keiner keuchen hörte und niemand auf die Idee kam den Notarzt angesichts meines hochroten Kopfes zu rufen. Täglich lief ich nun, aber immer allein. Weihnachten vor 1 Jahr war es dann soweit. Ein Hund aus dem Tierheim, der selbst an Skoliose leidet, begleitet mich nun bei meinen täglichen Gängen und ist der nötige Zwang, bei Wind und Wetter und Unlust nach draußen zu gehen. Und was hat es mir gebracht? Sage und schreibe eine Abnahmen von nun 15 Kilo Gewicht!!! Das ist im Monat etwas weniger als 1 Kg, aber dafür mache ich keine Diät, verzichte in keinster Weise auf meine tägliche Schoko- oder Eisration, die ich seit der Fibro einfach brauche.
Da ich außer Saroten noch Stangyl nehme, das ebenfalls als dickmachend gilt, wollte ich Euch hier aufzeigen, daß es auch anders geht. Wenn jeder Fibro-Kranke im Tierheim einen Hund holen würde um einen Trainigspartner zu haben, dann wären die Tierheime leer! ;-)
Liebe Übergewichtige, habt Mut und Hoffnung, es ist auch ohne Idealfigur schön zu leben und zu lieben. Gruß Gabriele, die etwa noch mindestens 6 Jahre mir dem Hund gehen muß, um in der Diätgesellschaft als "normal" zu gelten.

Gabrieles Galerie


von Gabriele Berg - am 23.08.2001 17:49
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