Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
1
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Monika Draga (Admin)

Diabetes & Fibromyalgie - oder ?

Startbeitrag von Monika Draga (Admin) am 30.08.2001 15:28

Durch Zufall bin ich beim Surfen auf eine Bitte um Kontakt mit Fibros gestossen, die irgendwo durchs WWW geisterte. Ich habe kurz geschrieben und es kam folgende Antwort:

Hallo Monika,

Ich freue mich sehr das du mir so schnell geantwortet hast und moechte dir nun folgendes zu meinem Krankheitsfall berichten.

Nachdem ich im letzten Mai so ratlos war und beschaeftigt mit der Diagnose welche man hier gestellt hatte ( Fibromyalgie) kann ich heute ganz andere Auskuenfte geben.

Ich bin nachdem ich es nicht akzeptiert hatte mit dieser Diagnose zu leben bin ich aus Singapore direkt nach Berlin geflogen ins Tropeninstitut.

Hier habe ich mich dann noch einmal gruendlichst untersuchen lassen und stellte fest das ich kerngesund bin bis auf die Diabetes.

Wie du weisst kann man damit sehr gut leben wenn man sich darauf einstellt.

Trotzdem litt ich immer noch unter diesen verdammten Schmerzen und auch die Aerzte im Tropeninstitut konnten mir nicht weiterhelfen.

Meine Tante welche in Berlin lebt ( 76 Jahre) verwies mich daraufhin an einen sehr guten Arzt in Berlin (Herr Dr. Hoffmann) welcher eigentlich der erste war der sich 3 Stunden Zeit nam sich mit mir zu unterhalten und mich nochmals untersuchte.

Diesem Herrn Dr. Hoffmann verdanke ich es durch seine mehr als feinfuehlige Weise, das es mir heute wider sehr gut geht.

Er ueberwies mich ins Krankenhaus Moabit an den Spezialisten fuer Diabetes.

Mit diesem Herrn hatte ich dann auch noch mal ein langes Gespraech und eine weitere Untersuchung , welcher mich zum Chefarzt der Neurologischen Abteilung Herrn Prof. Dr. Hertel uebergab.

Eine Std. spaeter nachdem dieser Herr Prof. Dr. Hertel einen Nerventest (EEC) an mir durchgefuehrt hatte, sage man mir das ich eine Polyneuropathie diabetischen Ursprungs haette.

Zu einem sehr erleichtert das man endlich etwas gefunden hatte was man begreifen konnte, blieb ich gleich fuer ein paar Tage in stationaerer Behandlung.

Man gab mir jeden Tag nach dem Fruehstueck einen Tropf von 50 ml fuer 7 Tage (Thioctacid)

Nach 3 Wochen flog ich mit weitern 20 Ampullen Thioctacid nach Singapore zureuck und habe mir diese auch noch verabreichen lassen.

All dies trug sehr wohl zu meiner Genesung bei:

Thioctacid is eine Fluessigkeit welche ueber die Vene direkt ins Blut fliesst und beschaedigte Nerven wieder repariert ( wieder einen Schutzmantel um den Nerv legt)

Nach einem Jahr kann ich sagen das ich wieder alles ( fast alles machen kann) mit leichten Einschraenkungen in der Beweglichkeit- z. B wenn ich aus der Hocke hochkomme in den Stand, dann geht das ein wenig langsamer und nachts wecke ich manchmal auf da irgendwo im Koerper sich ein Nerv schmerzhaft meldet ( ueberwiegend im Bein/Fussbereich)

Das einzige was mich noch wurmt ist mein linker Fuss welcher durch diesen Zwischenfall uebersensibel geblieben ist.Mal mehr oder weniger fuehlt es sich an als wenn man auf einen Pelz laeuft oder die Sohle im vorderen Bereich angeschwollen ist.

Ich hoffe das ich auch das noch legen wird.

Trotz allem kann ich damit leben und mich des Lebens erfreuen.Nach dem was ich bezueglich der Fehldiagnose Fibromyalie erlebt, bezahlt und erfahren habe, wuerde ich zumindest jedem Diabetiker mit Fibromyalgie empfeheln darauf zu bestehen diesen Nerventest bei einem guten Neurologen durchfuehren zu lassen um sicher zu sein das die Diagnose stimmt.Ausserdem weiss ich nicht ob sich dieses Medikament Thioctacid auch bei Nervenbeschwerden anderer Herkunft einsetzen laesst.Da muesste aber ein Spezialist aus einer Neurplogischen Abteilung Auskunft geben koennen.

Bevor ich an das Krankenhaus Moabit gelangte wo man mir wirklich geholfen hatte, muss ich sagen - hatten mir 3 Aerzte in Berlin (sowie in Singapore (mehrere) ueber Monate) auch nur Tabletten verschrieben - aber eigentlich nichts unternommen.!!!!.

Anscheinend war es fuer diese Aerzte nicht von Bedeutung Patienten wirklich zu helfen und der Ursache auf den Grund zu gehen, sondern moeglichst viele Patienten taeglich durchzuziehen damit deren Praxis wirklich gut laeuft und die Finanzen stimmen.

Ich moechte hier nicht unhoeflich sein und die einen Aerzte loben und andere schlecht machen,moechte aber darauf hinweisen das es mit Sicherheit Unterschiede gibt, so wie es gute und schlechte Automechaniker gibt.

Wichtig ist das jeder Betroffene nicht aufgibt auch wenn es manchmal heisst um die halbe Welt zu fliegen - in der Hoffnung Heilung zu finden.

Mir hat es geholfen und bin davon ueberzeugt das geholfen werden kann , man darf nur nicht aufgeben.

Noch einmal recht herzlichen Dank das du dich gemeldet hast.

Vielleicht hilft mein Bericht ja dem ein oder anderen.

Beantworte gerne jede Nachricht auch weiterhin

Mit freundlichen Greussen

Detlev Siebke


Ja, soweit der Bericht von Detlev. Ich werde ihn direkt weiterleiten, an die mir bisher bekannten Diabetiker mit der zusätzlichen Diagnose Fibromyalgie. Ihnen und allen anderen kann ich nur wünschen einen Arzt zu finden, der Fibromyalgie nicht als einen "Radiergummi fürs Krankenblatt" benutzt. (Stelle gerade fest, dass die Diskussion mit diesem Titel, die vor etwa einem Jahr gelaufen ist, zu den verlorenengegangen Beiträgen gehört, die nicht archiviert sind, aber aus meinen Unterlagen trotzdem noch rekonstruiert werden könnten. Ich glaube, ich brauche wirklich bald einen HiWi.)

Monika

Antworten:

Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.