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Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren
Beteiligte Autoren:
Gitta, Monika D. (Admin), Rena, Marliese

Arbeitserprobung

Startbeitrag von Marliese am 27.04.2002 10:41

Hallo ihr alle,
habe gerade gelesen, dass manche von euch noch 120% arbeiten können. Ehrlich gesagt, das wundert mich schon. Schön für euch. Ich war gerade, nachdem ich seit 07/00 arbeitslos bin, durch das A.A. zur Arbeitserprobung beim Berufsförderungswerk, ausser psychologischen Test´s, die auch schon anstrengend durch die Zeitvorgabe waren, musste auch Handwerkliche Erprobung gemacht werden. Da die Bestuhlung aus den 70´gern und die Werkbänke viel zu hoch waren hatte ich schon wieder die Wirbel verschoben und musste zum Arzt. In der dazugehörigen Klinik konnte mir nicht geholfen werden, auch will man dort nichts von den bretterharten Betten wissen. Also war ich im Ort beim Orthopäden, bei dem ich dann nach 3 Std. Wartezeit, eingerenkt wurde.Als ich nach 4 Tagen dort nochmals erschien, weil jetzt der Atlas völlig steif war, wurde nochmals gerenkt, einen Teil konnte er beheben. Wie er sagte, gefiele ihm das gar nicht und schrieb mich krank, da ich durch die Fehlhaltung nicht mehr im Stande war meinen eigenen Körper zu tragen. Den Atlas hat mir nun mein Chiropraktor zuhause wieder zurechtgerückt. Durch die Krankschreibung konnten die mit mir auch nichts mehr anfangen, die fehlenden Psychotest´s nahm ich noch nach. Keine Ahnung wie es beruflich weitergeht. Gleichzeitig habe ich noch die Rente beantragt die mir aber gerade abgelehnt wurde, weil ich mich mal wieder zu gut dargestellt habe. Würde mich freuen über Vorschläge wie es weitergehen könnte. Bis bald Marliese

Antworten:

liebe Marliese,

ich weiss nicht, aber das Ausrenken ist doch eigentlich nicht typisch für Fibro, bei mir verrenkt sich nichts, ich kann meistens vor unerklärlichem Schmerz gewisse Bewegungen nicht mehr ausführen, ich werde auch nicht steif, im Gegenteil ich bin seeeehhr beweglich. Und es hängt "nur" vom Grad, also von der Intensität meiner Schmerzen ab, ob ich überhaupt arbeiten kann. Dann bin ich eben auch unheimlich schnell erschöpft, kann also nicht so lange arbeiten...aber mit 120% schon lange nicht mehr, es interessiert nur nicht, wenn man seinen Arbeitsplatz behalten will.
Ich suche immer noch DEN Job, der mich geistig fordert und mich körperlich (ver)schont. Naja, da drück ich uns beiden mal die Daumen...:D

ich hoffe, dass die anderen dir besseren Rat geben können, ich möchte dir aber trotz deiner argen Schmerzen ein schönes Wochenende wünschen. ;)

Rena

von Rena - am 27.04.2002 12:07
Hallo Marliese,

Dein Beitrag ist eigentlich etwas für die Sammlung zu sozialmedizinischen Fragen. Ich werde ihn mal rüber kopieren und hoffe, dass Anworten, die sich auf das Thema Arbeit beziehen, dann NUR DORT gepostet werden.


Liebe Rena,

Du hast ja riesiges Glück, dass sich bei Dir nichts "ausrenkt". Leider gilt das nicht generell bei Fibro. Ich kenne eher das Gegenteil. Nämlich dass das Karussell aus Muskelbeanspruchung (speziell der Haltemuskulatur), Schmerz, reflektive Muskelanspannung, noch mehr Schmerz, noch mehr Muskelspannung schließlich dazu führt, dass sehr häufig die kleinen Wirbelgelenke durch diese immense Muskelspannung blockieren, das Gelenk dann nicht mehr richtig funktionieren kann, durch die Fehlfunktion neue Schmerzen und Gefühlsstörungen auslöst usw. - und dann auch durch normale Muskelentspannung nichts mehr zu machen ist, so dass ein Spezialist (Arzt für Chirotherapie oder Osteopath) Hand anlegen, d.h. "einrenken" muß. Aber der ganze Wirbel verschiebt sich dabei meist nicht.

Ausgangspunkt dabei ist, wie gesagt, eine Fehlbeanspruchung der Muskulatur. Ich kann das, was Marliese erlebt hat sehr, sehr gut nachvollziehen. Ich wurde auch immer wieder "eingerenkt", aber leider hat mir niemand erklärt, was eigentlich passiert. Dabei waren es, im nachhinein betrachtet, zumindest anfangs immer wieder die gleichen Auslöser. Z.B. wenn ich auf Reisen viele Stunden am Tag die schwere Kameratasche auf der Schulter trug. Oder die für mich meist höllisch ungünstigen Sitze in Schulungs- oder Vortragsräumen, wo sicherlich die Kombination aus konzentriertem Zuhören (bei SPANNENDEN Themen) und der Muskelbeanspruchung durch das Sitzen zusammen wirken. Je öfter es passierte, umso geringfügiger wurden die Anlässe, die dazu führten.

Auch wenn sich bei mir ein organische Ursache für diese Entwicklung ausmachen läßt, dann kann ich doch nicht vernachlässigen, dass psychische Faktoren dabei AUCH eine Rolle spielen können. Eine Tätigkeit, die ich nur mit Widerwillen mache, die mich langweilt, von der ich nicht überzeugt bin, dass es richtig ist, dass ich das tue, die bringt mich viel schneller an den Punkt, an dem die Muskeln rebellieren und schließlich die Gelenke blockieren. Andererseits habe ich aber auch sehr oft erleben müssen, wie sich aus bester Stimmung heraus die Schmerzen aufschaukelten und in der Blockierung endeten.

Also ob typisch Fibro oder nicht, das ist gar net so leicht zu entscheiden.

M;)NIKA

von Monika D. (Admin) - am 27.04.2002 18:22
Senf von Gitta,
also meine Brustwirbel, die rutschen gerne aus der Reihe. Mittlerweile schaffe ich es mit kleinen Tricks, sie wieder an die richtige Stelle zu bringen. Manchmal schnell, manchmal dauert es. Mir hat ein Arzt mal erklärt, das es daran liegt, das ich so viele Schwangerschafften hinter mich gebracht habe. Dieser Zustand hat wohl dafür gesorgt, das sich gewisse Bänder, die wohl überall im Körper für einen gewissen Halt sorgen, bei mir ausgeleiert sind. Ob ich das so richtig glauben soll, weiß ich nicht so recht. Tatsache ist, das ich einen bestimmten Halswirbel nach einem kleinen Unfall, mehrfach eingrenkt bekommen mußte. Das gleiche passierte mit zwei Lendenwirbeln, nun sind da irgendwie Bandscheibenvorfälle entstanden. Ich denke eher, das es mit meiner von Kindheit an krummen Wirbelsäule zusammen hängt, das hat ein anderer Facharzt so erklärt, dies wiederum macht für mich mehr Sinn für meine eigenen Logik.
Denn der Halswirbel, der mußte in den Schwangerschaften ja nicht unbedingt die Sehnen und Bänder strecken, oder komme ich mit meinen Gedanken nun auf den Holzweg? Seit vielen Jahren schon habe ich Probleme, wenn nach dem Baden oder Duschen, die Räume nicht warm genug sind, auch da hakt es schnell mal.
So, nun muss ich wieder in mein Leben das auserhalb des Forums statt findet, immer schön die Ohren steif halten und den Rest vom Körper schön warm.:-)
Liebe Grüße
Gitta

von Gitta - am 29.04.2002 15:18
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