Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Fair_play, elvira, Silviaa, Tina B.

Oh man, ich bin gekündigt !

Startbeitrag von Fair_play am 25.09.2002 12:32

Hallo Leidensgenossen,
bin seit dem 02.08.02.krankgeschrieben,vor 30 Min. bekam ich eine Betriebsbedingte Kündigung.Ich bin fertig,mir fehlen die Worte,muss Morgen mit mener Ärztin drüber reden.Ich werde doch mit Fibro nirgentwo eingestellt.ich glaube ich muss erstmal einen klaren Kopf kriegen, melde mich später nochmal. Sorry


Liebe Grüße,
Steffi

Antworten:

hallo steffi,

so schlimm das ganze im moment für dich ist, es gibt immer einen weg, hatte vor 3 jahren das gleich problem, meine alte firma musste insolvenz anmelden und somit war ich mit 52 jahren arbeitslos. habe mir dann überlegt was ich machen könnte, da mir ja meine erkrankung auch probleme machte. nach einer weiterbildung (europäischer computerführerschein) hab ich sofort arbeit gefunden, zwar halbtags aber ich habe es gut getroffen. muss aber auch sagen, ich habe am anfang niemanden gesagt ich habe fibro, erst im laufe des letzten jahres, es gibt tage da geht es mir wirklich sehr schlecht, aber ich lasse es mir nicht anmerken.

damit will ich dir nur etwas mut machen lass, den kopf nicht hängen, vielleicht kommt für dich ja eu rente in frage, würde mir das ganze in ruhe überlegen.

drück dir die daumen, lass dich von dem neuen problem nicht verrückt machen es schadet nur deiner gesundheit.
liebe grüße
elvira

von elvira - am 25.09.2002 12:49
Hi Elvira,

da war ein ganz wichtiger Satz in Deinem Posting, den ich nur unterstreichen kann: "Ich lasse mir nichts anmerken." Das finde ich super, ich versuche auch so lange es geht unter diesem Motto zu arbeiten. Denn man wird dann auch nicht so beobachtet, wenn niemand etwas weiß. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte meinen Kollegen/innen etwas erzählt über meinen Zustand, dann würde ich jeden Tag glauben, sie schauen mich so fragend an oder sie tuscheln, wenn ich mal etwas schlechter ausssehe oder so.
Zur Zeit (wo es mir sogar etwas besser geht) mache ich es in der Familie auch so. Ich rede gar nicht über meine Probleme, dann fühlt sich auch keine verpflichtet sie mit mir zu teilen, denn abnehmen kann es ja sowieso niemand. Wenn ich mal etwas langsamer oder gar nicht kann, dann muss man halt einfach darüber hinwegsehen, aber nicht jedesmal das mit der krankheit begründen.

Tina B.

von Tina B. - am 25.09.2002 17:01
Hallo liebe Steffi, Elvira und Tina,

zuerst einmal zu Steffi: es tut mit wirklich sehr leid was dir passiert ist. Das ist für mich jetzt sehr leicht gesagt, aber versuche das ganze doch mal als Chance zu sehen etwas zur Ruhe zu kommen. Nutze die Zeit um dir Gedanken zu machen was du wirklich willst - ohne Druck. Jetzt mußt du keine angst mehr haben, was die Kollegen denken, wenn du so lange krank bist. Wenn du jetzt nicht mehr an den Job denken mußt und du dich etwas entspannen kannst, werden deine Beschwerden vielleicht auch wieder etwas besser. Darf ich fragen wie alt du bist, und was du berufl. gemacht hast?

Du kannst die Zeit auch nutzen indem du eine berufl. Weiterbildung oder Umschulung machst ect. Hört sich blöd an, aber irgendwie geht es immer weiter, also Kopf hoch und das positive sehen, vielleicht ist es deine Chance etwas besseres zu finden. Bei mir war das bis jetzt immer so, wenn ich keinen Ausweg mehr sah und eine Sache zu Ende ging, hat sich das im Nachhinein immer als Chance aufgetan etwas anderes, besseres zu machen (egal ob beruflich oder privat). Ich drück dir die Daumen.

Und zu Elvira und Tina: Ich muß sagen, ich teile eure Meinung nicht so ganz. Natürlich muß man mit seiner Krankheit nicht hausieren gehen (besonders beim Vorstellungsgespräch), aber ich habe meinen Kollegen schon davon erzählt. Es gibt Tage da bin ich nunmal nicht so belastbar oder bin einfach mal nicht so gut drauf. Ich habe keine Lust dann als faul, dumm oder launisch zu gelten. Weil die Kollegen sprechen einen dann ja schon drauf an "Was ist denn jetzt schon wieder mit dir", schlecht geschlafen oder Liebeskummer" usw. Außerdem wird bei den Kollegen, die wieder mal Migräne oder ähnliches haben immer Rücksicht genommen. Bei mir hieß es nur, wenn du nix sagst, dein Pech, man sieht es dir doch nicht an, deshalb habe ich bei meinen direkten Kollegen schon mal das Thema Fibro erwähnt. Mit meinem Chef hab ich noch nicht so drüber gesprochen (reicht erstmal, dass er von meinem Magengeschwür weiß). Aber vielleicht wäre so mancher Chef etwas nachsichtiger, wenn er wüßte, dass man kein Drückeberger ist, und dass man in guten Zeiten sehr viel leistet. Muß allerdings selber noch mal über das was ich geschrieben habe nachdenken ;-)

Warum redet ihr mit niemanden darüber? Mir hilft das schon, wenn ich Freunden oder der Familie erzählen kann, dass es mir nicht so gut geht. Manchal reicht es dann schon einfach mal so in den Arm genommen zu werden. Ich hab dabei kein schlechtes Gewissen, denn im Gegenzug bin ich es immer bei der sich wegen Liebeskummer, Geldsorgen oder dem blöden Chef ausgeheult wird. So sind wir dann quitt ;-)

Ich glaube wenn man zuviel in sich hineinfrißt verschlimmert das nur die Depris, die wir sicher alle kennen. Und da ich ansonsten (außer in Depriphasen) ein sehr alberner lebenslustiger Mensch bin, will ich auch nicht, dass meine Kollegen, Freunde, Familie denken, dass ich einfach so schlecht drauf bin, denn Menschen, die einen gut kennen, merken sowieso wenn es einem nicht gut geht. Das ist aber natürlich nur meine Meinung.

Euch allen liebe Grüße
Silvi

von Silviaa - am 25.09.2002 19:37
Hallo Silvi,Elvira,und Tina!


Danke für eure liebe zeilen,es tat gut sie zu lesen,nun will ich erstmal die fragen beantworten:
ich bin 43 jahre und vom beruf,leidenschaftliche kassierein,ich liebe meinen job !!!
ich habe bis vor 2 1/2 jahre in mülheim/ruhr gewohnt und dort bei allkauf/real gearbeitet, jetzt wohne ich in reutlingen,und war in einem möbelhaus tätig, auch an der kasse,und das hat mich zum schluss umgehaun!arbeitszeit fast 12std,und das stehend,es bekam meinen rücken nicht freistehn kann ich nicht weil ich mich immer irgentwo abstützen muss,mein hauptpunkt seit jahren rücken bronchen stoffwecheselund andere gelenke,dann letztes jahe ging es los, angefangen im rechten großen zeh,starke schmerzen nicht beweglich,dan in wöchentlichen abständen,ich bekan den arm nicht hoch, nach 2tagen wieder weg,dan hanggelenk,rechte schulter im knie usw,es kam plötzlich,hinzu was mich jahrelang begleitet nicht schlafen konzentration, leistuungsabfall usw.ich war dann bei einem rheumatologen, und ich bekam die diagnode echte fibro,meine hausäztin betreut mich bis jetzt sehr gut,kurantrag läuft, und schwerbehindertenausweis sollte ich auch beantragen, habe ich auch gemacht.

tja, werde ich mal in ruhe überlegen was ich jetzt mache,einen schritt nach dem anderen, habe ja jetzt zeit,und ein schlechtes gewissen,meiner arbeit brauche ich auch nicht mehr zu haben, denn das hatte ich ja, weil man bei fibro äußerlich nichts sieht.

ich umarme euch,schön dass ihr da seit !

Liebe Grüße,
steffi

von Fair_play - am 26.09.2002 12:03
Hallo Steffi,

drücke Dir die Daumen, und wie Du schon schreibst einen Schritt nach dem anderen, teile es uns mit wenn Deine Reha genehmigt ist und wo Du hinkommst.

Meine Reha beginnt Ende Nobember.

Liebe Grüße

Elvira

von elvira - am 26.09.2002 12:39
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.