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Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Monika D. (Admin)

Unzureichende Vitamin- und Mineralstoffversorgung in Deutschland!

Startbeitrag von Monika D. (Admin) am 11.12.2003 10:45

Aktuelles aus der Ernährungsmedizin:
MEDICA: Unzureichende Vitamin- und Mineralstoffversorgung in Deutschland!


diaita - Aachen, den 11.12.03: Die tägliche Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen der Menschen in Deutschland ist noch nicht optimal, berichtet Diplom Oecotophologin Daniela Rösler von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen anlässlich der MEDICA 2003 in Düsseldorf. Gesellschaftssprecher Sven-David Müller rät zu einer gesunden Kost und dem Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln in bestimmten Lebenssituationen. Verschiedene Studien (1, 3, 4) belegen, dass die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr in Deutschland bei vielen Menschen nicht den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e. V. herausgegebenen Empfehlungen entspricht. Besonders die Folsäureversorgung ist nicht gewährleistet. Erschwerend kommt hinzu, dass die geltenden Zufuhrempfehlungen lediglich die lebenswichtigen metabolischen, physischen und psychischen Funktionen gesunder Menschen sicherstellen sollen. Zur Deckung des Bedarfs von Kranken, Rekonvaleszenten, Personen mit Verdauungs- und Stoffwechselstörungen sowie bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme reichen die Zufuhrempfehlungen nicht aus (2). Es stellt sich daher die Frage, für wie viele Menschen in Deutschland die Zufuhrempfehlungen überhaupt ausreichend sind. Beispielsweise erhöht die Einnahme der Antibaby-Pille den Bedarf an Vitamin D, B6, B12, Folsäure, Vitamin C. Menschen mit Diabetes mellitus benötigen mehr Vitamin C, Zink und Chrom als gesunde Menschen. Doch Vitamine und Mineralstoffe können auch vor Krankheiten schützen. So trägt die ausreichende Zufuhr von Folsäure, Vitamin B6 und B12 durch die Senkung des Homocysteinspiegels zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei. Eine gesunde Kost mit viel Gemüse und Obst, Ballaststoffen sowie einem günstigen Fettsäurenmuster liefert einem gesunden Menschen die benötigten Vitamine und Mineralstoffe. Die Verwendung von fluoridiertem Jodsalz mit Folsäure hilft bei der Deckung der besonders schlecht zugeführten Vitamine und Mineralstoffe. In besonderen Lebenssituationen ergänzen Nahrungsergänzungsmittel, beispielsweise Gemüse- und Obstkonzentrate, die gesunde Ernährung und helfen, einen erhöhten Vitamin- und Mineralstoffbedarf zu decken. Empfehlenswert sind Folsäurepräparate, die gleichzeitig Vitamin B6 und B12 enthalten. Ein Vitamin-Check Up unter www.vitaspur.de liefert individuelle Hinweise auf Vitamine, deren Zufuhr möglicherweise unzureichend ist. Weitere Informationen auf www.ernaehrungsmed.de.
Quelle:
1. Beitz R, et al.: Vitamins – dietary intake and intake from dietary supplements in Germany. European Journal of Clinical Nutrition 2002, 56, 539-545
2. D.A.CH.: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Umschau Braus 2000
3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V., Ernährungsbericht 2000
4. Schulze M, et al.: Macronutrient, Vitamin, and Mineral Intakes in the EPIC-Germany Cohorts. Ann Nutr Metab 2001, 45, 181-189

Antworten:

Fit durch die kalte Jahreszeit mit Zink

Aktuelles aus der Ernährungsmedizin:
Fit durch die kalte Jahreszeit mit Zink
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik: Zink-Histidin steigert die Abwehrkräfte!


diaita - Aachen, den 08.01.04: Zink stärkt das Immunsystem und kann somit gerade während der Wintermonate wirkungsvoll eine Erkältung verhindern sowie eine bereits bestehende Erkältung verkürzen, berichtet heute Diplom Oecotrophologin Heike Laakmann von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Gesellschaftssprecher Sven-David Müller empfiehlt zur Stärkung der Abwehrkraft die tägliche Einnahme von 15 Milligramm Zink-Histidin. In einer prospektiven Studie von McElroy (1), die in einer renommierten Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, zeigte sich auch bei Schulkindern ein Effekt einer Zinkeinnahme zur Prophylaxe von Erkältungen und zur Verkürzung der Erkältungsdauer bei bereits vorhandener Erkältung. An dieser Studie nahmen 178 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren teil. Zur Prophylaxe erhielten die Probanden einmal täglich Zink in Tablettenform, zur Therapie viermal täglich. Zum Vergleich diente eine Gruppe aus einer vorhergehenden Studie. Als Ergebnis zeigte sich eine signifikante Reduzierung der Erkältungszeit in der therapeutischen Verwendung der Zinkpräparate und eine signifikant geringere Anzahl an Erkältungen unter prophylaktischer Zinkeinnahme. Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das die zelluläre Abwehrkraft des Körpers stärkt. Ein Zinkmangel hat zahlreiche Folgen für den Organismus, unter anderem eine erhöhte Infektanfälligkeit. Zink stärkt nicht nur die Abwehrkraft sondern wirkt auch direkt antiviral. Somit kann es die Erkältungsviren, am häufigsten die Rhinoviren, direkt abwehren und einer lästigen Erkältung vorbeugen. Auch bei einer bereits vorhandenen Erkältung kann Zink bei rechtzeitigem Einsatz noch zu einer effektiven Verkürzung der Erkältung führen, was die gängigen Erkältungsmittel aus der Apotheke nicht gewährleisten. Zink ist insbesondere in rotem Fleisch (Schweine-, Rinderfleisch) aber auch in anderen Lebensmitteln wie Fisch, Obst und Getreide enthalten. Der Körper nimmt das Zink jedoch nicht aus allen Lebensmitteln gleichermaßen auf. Bei der Einnahme von Zinkpräparaten zur Vorbeugung und Behandlung einer Erkältung sollte ein organisches Zinkpräparat gewählt werden, da Zink in dieser Kombination besonders gut vom Körper aufgenommen werden kann. Zu den organischen Präparaten zählen zum Beispiel Zink-Histidin und Zink-Gluconat. Zusätzlich zur Zinkeinnahme ist zur Stärkung des Immunsystems auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen, insbesondere Vitamin C, durch Verzehr von reichlich Obst und Gemüse zu achten.


Anmerkung dazu: Als ich vor einiger Zeit mal wochenlang Kummer mit Haarausfall und splitternden Fingernägeln hatte, dann auch noch die erste heftige Erkältung seit langer Zeit hinzu kam, kam ich auf die Idee, es mal mit Zink zu probieren, obwohl dem Hautarzt nichts dergleichen eingefallen war. Die Apothekerin (die mit der Rakoczy-Hautpflege, die es in meinem Tenderpoint-Shop gibt) half mir dabei, ein hochwertiges Zink-Histidin-Präparat rauszusuchen. Kostete etwas über 5 EUR für 20 Stück. Gerade mal fünf Kapseln davon genommen - und der Kummer war vorbei :-)

Monika

von Monika D. (Admin) - am 08.01.2004 12:38

Und endlich mal gute Nachrichten ....

Aktuelles aus der Ernährungsmedizin:
Schokoladig-süß den Blutdruck senken!


diaita - Aachen, den 23.01.04: Bluthochdruck-Patienten, die ihren Speiseplan täglich um eine Tafel halbbittere Schokolade ergänzen, senken ihren Blutdruck messbar, berichtet heute Sven-David Müller, Sprecher der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Pharmakologen der Universität Köln haben in einer Untersuchung gezeigt, dass sich der leichte Bluthochdruck von 13 Patienten, die sich über 14 Tage hinweg täglich eine Tafel des zarten Halbbitter-Genusses gönnten und die daraus zu B(a)uche schlagenden 480 Kalorien an anderen Mahlzeiten einsparten, ihren Blutdruck bedeutend senkten (1). Nach Unterbrechung der täglichen Schokoladennascherei stellten sich die Blutdruckwerte wieder auf das alte Niveau ein. Ältere, unbehandelte Bluthochdruck-Patienten profitieren ganz besonders vom Schokogenuss.
Allerdings hat nur die dunkle Schoko-„sünde“ in Kombination mit einem entsprechenden Kalorienausgleich derartige Effekte, ermahnt Müller. Naschkatzen, die es sich mit weißer oder Vollmilchschokolade gut gehen lassen, werden sich über zusätzliche Röllchen ärgern, anstatt sich über einen niedrigeren Blutdruck zu freuen, so Müller. Diese ganz besondere Wirkung der dunklen Nascherei liegt an dem hohen Gehalt pflanzlicher Polyphenole in der dunklen Schokolade, vermutet der Ernährungsexperte: Die Polyphenolgehalte anderer Sorten sind nicht annähernd vergleichbar. Polyphenole sind Stoffe, die sich vor allem in den Blättern und Randschichten von Pflanzen befinden. Dort schützen sie die Pflanze vor schädlichen Umwelteinflüssen (freien Radikalen), erklärt Müller. Weiterhin fungieren sie – ganz besonders auch in der Kakaopflanze – als Aroma- und Farbstoffe. Polyphenole besitzen eine Vielzahl gesundheitsfördernder Wirkungen: Außer den blutdrucksenkenden Wirkungen können den Polyphenolen Krebs vorbeugende, antimikrobielle, antithrombotische und entzündungshemmende Effekte zugeschrieben werden. Weiterhin stärken sie das Immunsystem (2). Wer also reichlich pflanzliche Nahrung zu sich nimmt, schützt sich vor Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs und – ganz besonders natürlich in der kalten Jahreszeit – vor bakteriellen Infekten, so Müller. Das tägliche Stück Schokolade macht durch den Zuckergehalt außerdem leistungsfähig und erhöht Serotonin- und Endorphinspiegel, was sich positiv auf die Stimmung auswirkt. Verbote und Verzicht sind der Gesundheit nie zuträglich – manche vermeintlichen Sünden haben sogar ihren ganz besonderen Nutzen für die Gesundheit: Lieber auf maßvollen Genuss achten, als ständige Selbstkasteiung betreiben, rät Müller abschließend. Mehr Informationen sind auf der Homepage www.ernaehrungsmed.de zu finden. Weiterhin stehen die Experten der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik gerne zur Beantwortung aller Fragen rund um das Thema Ernährung werktags von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr unter 0241/9610313 kostenlos zur Verfügung. 2917 Zeichen
Quellen:
(1) Taubert D et al.: Chocolate and Blood Pressure in Elderly Individuals With Isolated Systolic Hypertension. JAMA (290) 2003: 1029-1030
(2) Zerbst M (Red.): Der Brockhaus: Ernährung. F.A. Brockhaus GmbH, Leipzig, Mannheim, 2001, 522, 576-577

Tipp zum Jahr der gesunden Ernährung 2004: Zimt ist ein leckeres Gewürz, das nicht nur zur Weihnachtszeit schmeckt. Zimt enthalt sekundäre Pflanzenstoffe, die einen Beitrag zur Blutzuckersenkung und einen positiven Einfluss auf die Zusammensetzung der Blutfettwerte haben.

von Monika D. (Admin) - am 23.01.2004 15:24
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